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Alkoholpolitik und Volksgesundheit

Archiv für die Kategorie 'Verhaltens-Präv.'

Gefahren unterschätzt: Millionen Deutsche haben Alkoholprobleme

Freitag 13. Juli 2012 von htm

Laut einer Schätzung der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung haben fast zehn Millionen Deutsche Alkoholprobleme. Außerdem werden der Alkohol und seine Folgen für den Körper noch viel zu häufig verharmlost.
„Alkohol in gesundheitlich riskanten Mengen trinken“, so definiert die Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (BZgA) ein Alkoholproblem. Rund 9,5 Millionen Menschen zwischen 18 und 65 Jahren in Deutschland sind laut BZgA betroffen. Etwa 1,3 Millionen von ihnen sind sogar alkoholabhängig, gab die Gesundheitszentrale am Mittwoch in Köln bekannt. Entsprechende Schätzzahlen für Jugendliche gibt es einer Sprecherin zufolge nicht. …
(Quelle: Google Alkohol News, 11.7.12) focus.de, 11.7.12

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CH: Infoset Newsletter Juli 2012

Donnerstag 5. Juli 2012 von htm

Infos über alle Suchtformen, vor allem aus der Schweiz.
Newsletter

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CH: Interpellation: «Nationale Präventionsprogramme Tabak, Alkohol sowie Ernährung und Bewegung»

Donnerstag 5. Juli 2012 von htm

Joachim Eder (FDP / ZG) bittet den Bundesrat in seiner Interpellation um die Beantwortung folgender Fragen: 1) Welches sind die positivsten Ergebnisse der durchgeführten Evaluation der Nationalen Programme Alkohol und Tabak 2008 – 2012 sowie Ernährung und Bewegung 2008 – 2012? 2) Wie trägt das Bundesamt für Gesundheit (BAG) den festgestellten Schwächen und Kritikpunkten konkret Rechnung? 3) Sind die im Bericht erwähnten Meinungsverschiedenheiten zwischen BAG und Eidgenössischer Alkoholverwaltung (EAV) inzwischen beigelegt worden? Was waren die Kernpunkte der Differenzen? 4) Wie steht es mit den Ergebnissen des Massnahmenpakets des Bundes zur Verminderung der Drogenprobleme 2006 – 2011? 5) Wie wird eine stärkere Kooperation und Abstimmung der einzelnen Massnahmen zwischen den Programmen angestrebt? 6) Wo sind Verbesserungen in der Zusammenarbeit mit den Kantonen und anderen Akteuren nötig? Wie werden diese konkret sichergestellt? 7) Wie werden die Empfehlungen in die Planung der Umsetzung des Präventionsgesetzes einfliessen?

Die Antwort des Bundesrates steht noch aus.
–> Details
(Quelle: Fachverband Sucht, politischer Newsletter, 3.7.12)

Kommentar: Erfreulich, dass der neugewählte Ständerat seine während Jahren als erfolgreicher Zuger Gesundheitsdirektor erworbenen Fachkenntnisse nun einsetzt, um den Bundesrat zu konkreten Aussagen zu veranlassen. Hoffentlich lässt er sich nicht mit Gemeinplätzen abspeisen.

Kategorie: Allgemein, Andere Drogen, Gesundheit, Nationales Programm Alkohol NPA, Neues Präventionsgesetz CH, Politik, Prominenz, Schweiz, Statistik, Verbraucherschutz, Verhaltens-Präv., Verhältnis-Präv., Verschiedene | Keine Kommentare »

CH: Präventiv-Polizisten gegen Alkohol-Sünder

Donnerstag 14. Juni 2012 von htm

Jeder zweite 15-Jährige trinkt gemäss einer aktuellen Studie regelmässig Alkohol. Die Basler Polizei setzt darum auf Prävention: Und zwar nicht nur bei den Jugendlichen selber, sondern in einer schweizweit einzigartigen Aktion auch bei den Inhabern von Quartierläden.

«Die Verkäufer in Familienbetrieben sind sich ihrer Verantwortung oft nicht bewusst», sagt Katja Arnold von der Basler Jugend- und Präventionspolizei. Deshalb besuche ihre Abteilung nun sämtliche Quartierläden der Stadt. Per Flyer werden die Betreiber auf die geltenden Regeln und mögliche Konsequenzen hingewiesen. «Viele Verkäufer sind unsicher, ab welchem Alter sie welche Getränke verkaufen dürfen», so Arnold weiter. Gerade bei Mix-Getränken sei die Beurteilung schwierig. …

(Quelle: Google Alkohol News, 14.6.12) 20min.ch, 13.6.12
Kommentar: Wer fähig ist, einen Laden zu betreiben, sollte auch die entsprechenden Gesetze kennen. So lange keine schmerzhaften Strafen nach Testkäufen folgen, wird sich weiterhin wenig ändern. Möglich sind bekanntlich administrative Strafen, wie Lizenzentzug. Den kann man ja zuerst zeitlich begrenzen.

Kategorie: Alcopops (de), Alkohol-Testkäufe, Alkoholindustrie, Allgemein, Arbeitsplatz, Erhältlichkeit, Jugend, Kinder, Schweiz, Verhaltens-Präv. | Keine Kommentare »

D: Volkskrankheit Alkoholsucht: sozialpolitisch brisant, gesellschaftlich verkannt

Donnerstag 7. Juni 2012 von htm

Berlin – Anlässlich des Weltdrogentags 2012, findet das 2. AktivA – Symposium für eine aktive Alkoholtherapie statt:

Dienstag, den 26. Juni 2012, 14.00 Uhr – 19.30 Uhr,
Hörsaalruine im Medizinhistorischen Museum der Charité, Berlin

Ziel des Symposiums am diesjährigen Weltdrogentag ist es, das gesellschaftliche Tabu-Thema Alkoholerkrankung bei Erwachsenen auf die Agenda zu setzen, die Situation in Deutschland zu beleuchten und bestehende Versorgungsstrukturen zu diskutieren.

U. a. wird Professor Jürgen Rehm erstmalig und exklusiv den „Alcohol Comparator Report 2012“ präsentieren, welcher einen umfassenden überblick über die Auswirkungen von Alkohol auf Gesundheit, Gesellschaft und Wirtschaft für Deutschland gibt.

Das Programm ist nun online. Weitere Informationen und Anmeldung unter: http://www.aktiva-symposium.de
(Quelle: Gesundheit adhoc, 6.6.12

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CH: Ständerat tritt auf Präventionsgesetz ein

Dienstag 5. Juni 2012 von htm

Der Ständerat hat seinen Entscheid vom vergangenen Dezember rückgängig gemacht und mit dem Stichentscheid des Ratspräsidenten beschlossen, auf das Präventionsgesetz einzutreten. Mit diesem laut Allianz ‚Gesunde Schweiz‘ weitsichtigen Entscheid bietet der Ständerat Hand zu einer wichtigen Reform, welche die Stärkung von Prävention und Gesundheitsförderung in der Schweiz durch einen wirkungsvolleren Einsatz der vorhandenen Mittel ermöglicht. Medienmitteilung (pdf, 1S., 85Kb) der Allianz, Wortprotokoll der Debatte. (Quelle: Infoset Newsletter, 5.6.12)

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D: Markus Lanz stimmt sich mit Koffein auf seine Talkshows ein

Donnerstag 31. Mai 2012 von htm

Der TV-Moderator Markus Lanz macht sich für die Aufzeichnungen seiner ZDF-Talkshow mit Koffein fit. … Auf Alkohol dagegen verzichte er, um sich erholen zu können. „Wenn du abends ein Weinchen trinkst, funktioniert das Spiel noch, bei zwei schon nicht mehr.“

(Quelle: Google Alkohol News, 31.5.12) welt.de, 30.5.12
unser Online-Kommentar: Mir scheint, der Mann hat Verstand und nutzt ihn auch.

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TOP NEWS: Polen: Die katholischen Bischöfe rufen zu Alkohol-Verzicht auf

Donnerstag 31. Mai 2012 von htm

Im Vorfeld der Fußball-Europameisterschaft (8. Juni bis 1. Juli in Polen und der Ukraine) haben Polens römisch-katholische Bischöfe die Fans zum Alkohol-Verzicht aufgerufen. „Lasst uns Polen und alle anderen Teams unterstützen, indem wir nüchtern bleiben“, heißt es in einem am Dienstag veröffentlichten Statement: „Zeigen wir unseren Gästen, dass wir ein freies Volk sind, das weiß, wie man ohne Alkohol feiert, Spaß hat und das Turnier genießt.“ (Quelle: Google Alkohol News, 30.5.12) welt.de, 29.5.12
Kommentar: Diese Bischöfe wären ein Vorbild auch für westliche Länder. Gerade für jene, die sich mit ihrer Freiheit brüsten, dabei sich der globalen Alkoholindustrie und deren Komplizen unterwerfen und deren Schädigungen ihrer Bevölkerung anlasten.

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CH: Leserbrief zu „Alkohol- und Tabakprävention wird trotz Kritik fortgesetzt“

Montag 14. Mai 2012 von htm

10.5.2012

Redaktion
Tages-Anzeiger
Leserforum
Zürich

Per e-mail

Leserbrief zu „Alkohol- und Tabakprävention wird trotz Kritik fortgesetzt“ vom 10.5.2012

Endlich wird einmal von einer neutralen Stelle Klartext gesprochen. Was man schon seit Jahren wissenschaftlich erhärtet weiss, dass die von unsern staatlichen Stellen betriebene Alkoholprävention wenig bis nichts nützt, ist nun deutlich geworden. Leider wird das unsere bürgerlichen Wirtschaftsvertreter in Bundesrat und Parlament wenig erschüttern, denn das ist ja gerade, was sie wollen.

Dass das BAG die kritisierten Punkte, d.h. die allein wirksamen Massnahmen zu Erhältlichkeit und Preisgestaltung nicht weiter verfolgen will, da politisch nicht mehrheitsfähig, ist verständlich. Diese Leute wollen ja ihren Job behalten. Also müsste Druck von aussen kommen, damit sich etwas ändert. Aber aus welcher Richtung? Nicht einmal die Kirchen wagen es, öffentlich gegen König Alkohol aufzutreten. Der Tenor „Man kann ja doch nichts machen“ ist weit verbreitet.

Sollte nun, wie im Artikel angedeutet, auch der Vorschlag eines Alkoholverkaufsverbotes in der Nacht zurückgezogen worden sein, sind im neuen Alkoholgesetz-Entwurf alle zusätzlichen Massnahmen gestrichen worden, die eine Mitverantwortung der Gesellschaft berücksichtigen. Damit würde sich der Bundesrat, der die Resolution für eine globale Alkoholstrategie 2010 in Genf bei der WHO mitunterzeichnet hat, desavouieren und als Heuchler dastehen. In der Politik heisst das pragmatisches Verhalten.

Heute, am 10. Mai 2012, ist Nationaler Aktionstag Alkoholprobleme. „Mit der Frage „Und wo ist das Problem?“ wollen Alkoholfachstellen den öffentlichen Dialog anregen. Betroffene, Nahestehende, Fachleute und weitere Stimmen aus der Bevölkerung zeigen die unterschiedlichen Wahrnehmungen von Alkoholproblemen. Allzu oft wird weggeschaut. Der Aktionstag will das Schweigen brechen.“
Dass auch die wirksame Prävention angesprochen wird, ist eher zweifelhaft. Dafür gibt es keine Lorbeeren, denn die bürgerliche Mehrheit regiert die Schweiz.

Freundliche Grüsse

Hermann T. Meyer

(mit einigen Kürzungen und Umformulierungen am 14.5.12 veröffentlicht)

Kategorie: Alkoholsteuern, Allgemein, Leserbriefe, Neues Alkoholgesetz (CH), Politik, Religion und Alkohol, Schweiz, Verhaltens-Präv., Verhältnis-Präv., Verschiedene, Weltgesundheits-Org., Wirtschaft | Keine Kommentare »

TOP NEWS: CH: Alkohol- und Tabakprävention wird trotz Kritik fortgesetzt

Donnerstag 10. Mai 2012 von htm

Eine vom Bund bestellte neue Studie stellt seinen Präventionsprogrammen ein schlechtes Zeugnis aus. Der Bundesrat lässt sie trotzdem verlängern.

Nach Ansicht des Bundesrates wird in der Schweiz zu viel geraucht, getrunken und gegessen und zu wenig Sport getrieben. Um die Gesundheit der Bevölkerung zu verbessern, lancierte die Regierung 2008 drei Präventionsprogramme: je eines für die Themenbereiche Alkohol und Tabak sowie ein gemeinsames für Ernährung und Bewegung. Gestern beschloss nun der Bundesrat, diese Ende Jahr auslaufenden Programme bis 2016 zu verlängern. Sie hätten sich «bewährt» und «Fortschritte gebracht», heisst es in einer Medienmitteilung. Für die neuen Projekte sollen jährlich 4,5 Millionen Franken bereitgestellt werden.

Zwei vom Bundesamt für Gesundheit (BAG) jüngst publizierte Evaluationsberichte lassen indes Zweifel an der Effektivität aufkommen. Dies gilt vor allem für die Programme gegen Alkohol und Tabak, die vom Institut Interface in einem gemeinsamen Bericht beurteilt wurden. Unter anderem kommen die Autoren zu folgenden Schlüssen: Verfehlte Ziele: Weder Alkohol- noch Tabakprogramm werden die wichtigsten ihrer Ziele – soweit sie messbar sind – für Ende 2012 erreichen. Dies ist vor allem beim Tabakprogramm der Fall….

Vor allem beim Alkoholprogramm wird die fehlende Messbarkeit als „Schwachpunkt“ kritisiert. Ein allfälliges Nachfolgeprogramm müsse machbarer, konkreter und überprüfbarer sein». Auch das Tabakprogramm verfüge insgesamt über «kein logisches Zielsystem». …
Beim Alkoholprogramm hätten vor allem «Meinungsverschiedenheiten » zwischen dem BAG und der Eidgenössischen Alkoholverwaltung dazu geführt, dass man in der Umsetzung weniger weit sei als geplant.

¬¬ Fehlende Massnahmen: Generell litten die Programme unter dem politischen Umfeld, das kaum wirksame Präventionsmassnahmen zulasse. So mussten die ursprünglich angedachten Steuererhöhungen für Alkoholika oder die kürzeren Ladenöffnungszeiten wegen des politischen Widerstands fallen gelassen werden. Die Projektverantwortlichen hätten es anschliessend verpasst, ihre Oberziele entsprechend anzupassen, monieren die Studienautoren. Sie empfehlen, bei den Nachfolgeprogrammen einige der umstrittenen Massnahmen wieder aufzugreifen.
Das BAG will den Kritikpunkten Rechnung tragen. Die empfohlenen repressiven Regulierungen hält man aber für «zurzeit politisch nicht mehrheitsfähig».

(Quelle: Tages-Anzeiger, 10.5.12) (Nicht im Internet, nur im Internet-Archiv)
siehe auch: Der Bundesrat setzt weiter auf Gesundheitsförderung (Medienmitteilung des BAG, 9.5.12)

Kommentar: Endlich einmal Klartext! Wir versuchen es mit einem Leserbrief (pendent). Die letzten drei wurden nicht veröffentlicht.
Heute, am 10. Mai 2012, ist Nationaler Aktionstag Alkoholprobleme. „Mit der Frage „Und wo ist das Problem?“ wollen Alkoholfachstellen den öffentlichen Dialog anregen. Betroffene, Nahestehende, Fachleute und weitere Stimmen aus der Bevölkerung zeigen die unterschiedlichen Wahrnehmungen von Alkoholproblemen. Allzu oft wird weggeschaut. Der Aktionstag will das Schweigen brechen.“
Dass auch die wirksame Prävention angesprochen wird, ist eher zweifelhaft. Dafür gibt es keine Lorbeeren, denn die bürgerliche Mehrheit regiert die Schweiz. Siehe obiger Artikel.
Siehe auch unser Leserbrief dazu.

Kategorie: Alkoholsteuern, Allgemein, Andere Drogen, Erhältlichkeit, Medien, Neues Alkoholgesetz (CH), Politik, Schweiz, TOP NEWS, Verhaltens-Präv., Verhältnis-Präv., Veröffentlichungen, Verschiedene | Keine Kommentare »

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