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Alkoholpolitik und Volksgesundheit

Archiv für die Kategorie 'Prävention'

CH: Heisse Diskussion um Alkohol-Testkäufe

Sonntag 22. Mai 2011 von htm

«Testkäufe: Weiterführen und die Sünder härter bestrafen», Ausgabe vom 19. Mai.
Lukas Nussbaumer selber stellt im Schlussabsatz fest: Offen bleibt, ob hohe Bussen den Alkoholmissbrauch von Jugendlichen eindämmen können. Der ganze Artikel aber stellt Wirtsleute und Verkaufspersonal als Sünder dar, die nichts lieber tun, als nachlässig und geldgierig den Jugendlichen Alkohol zu verkaufen.
Alkoholtestkäufe sind ein unterhaltsames Katz-und-Maus-Spiel der Beamten der Alkoholverwaltung, aber sie senken definitiv den Alkoholkonsum der Jugendlichen nicht. Wenn die Gesellschaft krankt, die Familie nicht funktioniert und der Einzelne nie Selbstverantwortung übernehmen muss, dann braucht es Sündenböcke. … (Quelle: Google Alkohol News, 21.5.11) obwaldnerzeitung.ch, /Luzerner Zeitung, 21.5.11 Kommentar: Sünder sind die Besitzer, die ihr Personal nicht gründlich schulen, weil sie das Problem entweder nicht ernst nehmen oder so lange wie möglich daran verdienen wollen. Schuld ist aber auch die Politik, die seit einem Jahrzehnt es nicht fertig bringt, wirksame Massnahmen zu ergreifen. Auch bei ihnen sind u.a. wirtschaftliche Interessen im Spiel.

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CH: Nidwaldner Gemeinden engagieren sich in der Alkoholpolitik

Sonntag 22. Mai 2011 von htm

Die Delegierten für Gesundheitsförderung und Prävention der Gemeinden des Kantons Nidwalden verankern ihre Alkoholpolitik mittels eines Alkoholaktionsplans 2012 – 2016. An ihrer Versammlung thematisieren sie die Massnahmen des Alkoholaktionsplans 2012 – 2016 und setzten sich mit Interventionsmöglichkeiten zu Problemen im öffentlichen Raum auseinander. (Quelle: Google Alkohol News, 21.5.11) Dialogwoche Alkohol, 19.5.11

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Li: Vom Sucht- zum Genussmittel

Sonntag 22. Mai 2011 von htm

Vom 21. bis 29. Mai findet in Liechtenstein eine Aktionswoche zum Thema «Alkohol? Weniger ist besser!» statt. Dadurch soll die Bevölkerung für einen verantwortungs- und genussvollen Umgang mit dem Genuss- und Suchtmittel Alkohol sensibilisiert werden.
In den letzten Jahren hat sich die Philosophie der Suchtprävention stark verändert. Von der strickten prohibitiven, also verbietenden, Philosophie hin zu einer Philosophie, die statt dem Verbot vielmehr einen kompetenten und verantwortungsvollen Umgang mit Substanzen, die zu einer Sucht führen können, fördern möchte. Genau diese Philosophie verfolgt auch die Aktionswoche Alkohol, die vom 21. bis 29. Mai unter dem Motto «Alkohol? Weniger ist besser!» in Liechtenstein, der Schweiz und Deutschland durchgeführt wird. … (Quelle: Google Alkohol News, 21.5.11) vaterland.li, 20.5.11 Kommentar: Genau diese Abkehr von der Verhältnis-Prävention brachte uns den Jugendalkoholismus und immense Alkoholschäden und alkoholbedingte Sozialkosten.

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TOP NEWS: CH: Divergierende Meinungen zum neuen Alkoholgesetz und kantonale Verschärfungen

Sonntag 22. Mai 2011 von htm

Neue Alkohol-Lenkungsabgabe
In den nächsten Wochen dürfte der Bundesrat über das weitere Vorgehen beim umstrittenen Alkoholgesetz entscheiden. Offenbar sollen Forderungen nach einer neuen Lenkungsabgabe aufgenommen werden.
Kommende Woche wird in der Schweiz über Alkohol diskutiert. Unter der Federführung des Bundesamts für Gesundheit (BAG) findet eine «Dialog-Woche Alkohol» statt. Für Gesprächsstoff ist gesorgt. Der Bundesrat dürfte sich bald zu den Ergebnissen der Vernehmlassung zur neuen Alkoholgesetzgebung äussern. Kaum umstritten ist das neue Spirituosen-Gesetz, das vor allem die Erhebung und Kontrollpraxis der Ethanol-Steuer vereinfacht. Auf dem bekannten präventionspolitischen Minenfeld liegt hingegen das neue Alkoholgesetz. Seitens des Finanzdepartements wurden jetzt verschiedene Forderungen von Präventionsorganisationen in den weiteren gesetzgeberischen Prozess eingebracht. … (Quelle: NZZ Online, 20.5.11) Kommentar: Einigermassen ausgewogener Artikel. Nicht erwähnt werden die Empfehlungen der WHO, die man offenbar fürchtet. Der Alkoholkonsum sei rückläufig, wird angeführt, um nichts unternehmen zu müssen. Dass dies minim und auf hohem Niveau geschieht und möglicherweise auf die Immigration zurückzuführen ist, ist egal. Die hohen Schäden werden nicht erwähnt. Auch nicht, dass die Besteuerung ungenügend ist und die Schäden bei weitem nicht deckt. In der gedruckten NZZ vom 21.5.11 erschien nur eine Kurzmeldung auf 16 Zeilen.

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CH: Alkohol an Jugendliche

Sonntag 22. Mai 2011 von htm

In den Monaten Februar bis April wurden im Auftrag der Luzerner Polizei insgesamt 155 Alkoholtestkäufe vorgenommen. Dabei wurden 78 Verkaufsgeschäfte, 60 Restaurationsbetriebe und 17 Festwirtschaften getestet. Die Kontrollen fanden in der Stadt Luzern und auf dem Land statt. … Die Testkäufe waren gegenüber dem Vorjahr etwas besser. Bei 62 von 155 Kontrollen (40 Prozent) erhielten Jugendliche aber immer noch alkoholische Getränke (Vorjahr 46 Prozent). Bei den Verkaufsgeschäften wurden bei 33 Prozent und bei den Restaurationsbetrieben inklusive Festwirtschaften bei 47 Prozent Alkohol verkauft. … Die fehlbaren Betriebe wurden orientiert und werden wieder getestet. (Quelle: Google Alkohol News, 19.5.11) wochen-zeitung.ch, 19.5.11
Kommentar: Man hat nicht den Eindruck, dass die Luzerner den Jugendschutz sehr ernst nehmen.

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D: Europäische und internationale Alkoholpolitik

Samstag 21. Mai 2011 von htm

In einer Medienmitteilung informiert die Deutsche Drogenbeauftragte über die Situation bei der Alkoholpolitik von EU und WHO:
Situation in Europa
EU-Alkoholstrategie
Projekte der Alkoholprävention im Rahmen des EU-Gesundheitsprogramms
Globale Strategie zur Reduzierung des Alkoholmissbrauchs Kommentar: Ein volles Jahr benötigte die Drogenbeauftragte, bis sie sich überwand, die Empfehlungen der WHO für eine globale Alkoholstrategie zu veröffentlichen. Die schweizerische Regierung ist noch immer nicht soweit.

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CH: Wir sprechen über Alkohol – Sie auch?

Samstag 21. Mai 2011 von htm

Bern, 17.05.2011 – Alkohol ist als Kultur- und Konsumgut fest in unserer Gesellschaft verankert. Zu einem guten Essen gehört für viele ein Glas Wein, andere wollen auf ihr Feierabendbier nicht verzichten. Doch Alkohol hat nicht nur eine gemütliche und gesellige Seite, sondern kann auch negative Auswirkungen auf die Gesundheit sowie auf die Gesellschaft haben. Gerade weil der Alkohol gesellschaftlich akzeptiert ist, fällt es vielen schwer, über allfällige Probleme zu reden – oder andere darauf anzusprechen. Um dieses Tabu zu brechen und alkoholbedingten Folgeproblemen vorzubeugen, lanciert das Bundesamt für Gesundheit (BAG) eine neuartige, partizipative Alkohol-Präventionskampagne.
Das Gespräch zum Umgang mit Alkohol anregen – das ist das Ziel der nationalen Dialogwoche, welche vom 21. – 29. Mai 2011 stattfindet. Sie ist Teil der neuen Alkohol-Präventionskampagne, welche nicht auf direktive Botschaften, Plakate und Fernsehspots setzt, sondern das Thema dort ansprechen will, wo es brennt. Indem sie dort ansetzt, wo sich die Menschen bewegen und indem sie Fragen stellt, berücksichtigt diese Kampagne unterschiedliche Blickwinkel in Bezug auf den Alkoholkonsum.
Während dieser Woche realisieren rund 230 Partner über 260 verschiedene Aktivitäten. Einige Aktivitäten finden mehrmals statt, wodurch der gesellschaftliche Dialog an insgesamt über 620 Veranstaltungen gefördert wird. … (Quelle: Medienmitteilung BAG, 17.5.11) Kommentar: Dies ist der offizielle Startschuss für die Medien. Verschiedene Blickwinkel würden berücksichtigt, d.h. die Alkoholindustrie ist mit dabei. Ihr Image wird gestärkt, statt geschwächt. Das ergibt keine wirksame Prävention.

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CH: «Die Klubs haben diese Szene aufkommen lassen, zum Teil sogar gepflegt»

Montag 16. Mai 2011 von htm

Karin Keller-Sutter, Präsidentin der Polizeidirektoren, fordert eine Festnahme-Einheit gegen Hooligans
Im Letzigrund randalieren FCB-Chaoten, YB-Schläger greifen in Ostermundigen einen Zug an. Was sagen Sie als Präsidentin der kantonalen Polizeidirektoren (KKJPD) zu diesen Gewaltausbrüchen?
Ich finde diese Entwicklung unsäglich. Ich bin aber auch nicht überrascht. Die Klubs haben diese Szene aufkommen lassen, zum Teil sogar gepflegt. Sie freuten sich daran, dass die Fankurven für Stimmung sorgten. Als die Szene gewalttätig wurde, hiess es plötzlich: Das ist ein gesellschaftliches Problem, das muss der Staat lösen. Was kann man tun? … (Quelle: Sonntagszeitung, 15.5.11) Kommentar: Im ganzen Interview keine Silbe über Alkohol. Dafür über millionenschwere Aufstockungen der Polizeistellen. Das ist FDP-Sicht. Den Profit der Industrie, die Schäden für Staat und Bevölkerung, unter dem Deckmäntelchen der Selbstverantwortung.

Kategorie: Alkoholindustrie, Allgemein, Erhältlichkeit, Feste und Feiern, Gewalt/Kriminalität, Jugend, Politik, Prominenz, Schweiz, Sozialkosten, Sport, Verhältnis-Präv., Verkehr | Keine Kommentare »

Berlin: Alkohol soll auf Bahnhöfen verboten werden

Montag 16. Mai 2011 von htm

Nach schweren Übergriffen in Berliner Bahnhöfen fordert CDU-Chef Frank Henkel ein absolutes Alkoholverbot im öffentlichen Nahverkehr. Der Berliner Fahrgastverband Igeb begrüßt den Vorschlag, die BVG zeigt sich offen.
BVG-Sprecherin Petra Reetz sagt, in Bussen und Bahnen gelte ein solches Alkoholverbot faktisch schon seit Jahren – möglicherweise soll es auf Bahnhöfe ausgedehnt werden. … (Quelle: Google Alkohol News, 16.5.11) morgenpost.de, 15.5.11 Kommentar: Warum ist die CDU nicht auch auf Bundesebene am Thema Alkohol interessiert, wo sie die Macht hat, Lösungen durchzubringen?

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1000 Schulen im Schweiz. Netzwerk Gesundheitsfördernder Schulen

Samstag 14. Mai 2011 von htm

Seit 1997 koordiniert RADIX im Auftrag des Bundesamtes für Gesundheit und Gesundheitsförderung Schweiz das Schweizerische Netzwerk Gesundheitsfördernder Schulen. Dieses umfasst aktuell 16 kantonale und 2 sprachregionale Netzwerke mit 1000 Schulen. Die 1000. Schule ist die erste Schule aus dem Kanton Uri, die Kreisprimarschule Seedorf-Bauen. (Quelle: radix, 12.5.11)

Kategorie: Allgemein, Gesundheit, Jugend, Kinder, Schweiz, Statistik, Unterricht, Verhaltens-Präv. | Keine Kommentare »

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