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Alkoholpolitik und Volksgesundheit

Archiv für die Kategorie 'Aktionen'

D: Kirchen mahnen gerechtes Gesundheitswesen an

Montag 19. April 2010 von htm

Für ein gerechteres Gesundheitswesen setzen sich die beiden großen Kirchen in Deutschland mit ihrer aktuellen bundesweiten „Woche für das Leben“ ein. Sie steht unter dem Motto „Gesunde Verhältnisse“ und wurde am Samstag mit einem ökumenischen Gottesdienst im Frankfurter Kaiserdom eröffnet. Die diesjährige „Woche für das Leben“ ist die 20. Mit einer Vielzahl an Veranstaltungen stellt sie die Frage nach einer gerechten Verteilung der Mittel im Gesundheitsbereich. (Quelle: aerzteblatt.de, 19.4.10) Kommentar: Ob sie das Alkoholproblem als Teil des Gesundheitswesens erkannt haben? Das wäre doch ein sinnvoller Schritt.

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Streik bei der Brauerei Carlsberg

Samstag 10. April 2010 von htm

Die Unternehmensleitung hat anfangs April strengere Vorschriften zu Alkohol am Arbeitsplatz eingeführt. Arbeitnehmer dürfen nur noch in der Mittagspause Bier trinken. Bisher stand Bier aus dem Kühlschrank während des ganzen Tages immer zur Verfügung. Bedingung war nur, man durfte nicht betrunken sein. Weil nun die Mitarbeiter streikten, wurde die Bierauslieferung im Grossraum Kopenhagen verzögert. (Quelle: NZZ, 10.4.10) bz-berlin.de, 10.4.10 Kommentar: Aber Bier sei doch gesund! Und alle Mitarbeiter fuhren nach getaner Arbeit mit dem ÖV nach Hause!

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Zu Pernod Ricard’s „Social Marketing“ in Berlin

Samstag 10. April 2010 von htm

An der Charité in Berlin hängen seit kurzem riesige Transparente, die mit dem Slogan »Mein Kind will keinen Alkohol« Schwangere dazu aufrufen, während ihrer Schwangerschaft auf Alkohol zu verzichten. Anlass war die Eröffnung des FASD-Zentrums, einer Einrichtung zur Behandlung von Menschen mit angeborenen Alkoholschäden. Finanzielle Unterstützung erhielten Charité und FASD-Zentrum ausgerechnet vom zweitgrößten Allkoholproduzenten Pernod Ricard, der die professionell top-gestaltete Website www.mein-kind-will-keinen-alkohol.de aufschaltete und die Kampagne mit prominenten Frauen aus Showbiz und Politik versorgte. …
»Rausch« würde gern Ihre Meinung dazu wissen: Soll die Alkoholindustrie Prävention betreiben? Herzlich willkommen bei unserer neuen Umfrage (Quelle: zeitschrift-rausch.de, 9.4.10) (Wir haben gestern bereits kommentiert.)

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Zürich: Luxus-Ausnüchterungszelle für 950 Franken

Mittwoch 10. März 2010 von htm

Ab Freitag könnte das Besäufnis in der Stadt Zürich teurer werden: Dann landen Betrunkene nicht mehr im Notfall, sondern in einer der zwölf Zellen der Zentralen Ausnüchterungsstelle ZAS. Wer nach 3 Stunden abgeholt wird, zahlt nur 600 Franken. Es wird mit einem jährlichen Defizit von 350’000 Franken gerechnet. (Quelle: Tages-Anzeiger, 9.3.10) Kommentar: Bisher zahlten die Krankenkassenprämienzahler, jetzt der Steuerzahler auch dieses Defizit und die nichtbezahlten Bussen. Wirte, die Betrunkene gesetzwidrig weiter bedienen, kommen kaum zu Kasse. Der Gewinn gehört weiterhin der Alkoholindustrie, weil das Volk der Passivtrinker sich nicht wehrt.

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Bayern: Innenminister Herrmann lädt zum Trinktest

Sonntag 7. März 2010 von htm

Bayerns Innenminister Joachim Herrmann (CSU) lädt zum Trinkversuch ein. Über 80 Landtagsjournalisten sollen sich am 16. März gemeinsam mit ihm im Innenministerium dem Alkohol hingeben.
Die Teilnehmer müssen zuvor den Promillewert angeben, den sie erreichen wollen. Während des Versuchs darf nichts gegessen werden, um die Ergebnisse nicht zu verfälschen. Eineinhalb Stunden später wird dann wahlweise ein Atemalkoholtest oder eine Blutalkoholkontrolle durchgeführt, wie das Ministerium am Donnerstag mitteilte. Danach wird gemeinsam zu Abend gegessen.
Der Trinkversuch solle zeigen, welche Auswirkungen bereits geringe Mengen auf die Reaktionsfähigkeit und Fahrtüchtigkeit haben. Damit das Ganze nicht nur in einen feuchtfröhlichen Abend ausartet, werden ein Rechtsmediziner und ein Richter die Alkoholthematik in wissenschaftlichen Vorträgen aus ärztlicher und aus juristischer Sicht beleuchten. (Quelle: Google Alkohol Alert, 6.3.10) augsburger-allgemeine.de, 6.3.10 Kommentar: Vorsicht, Journalisten gehören zu einer der am meisten gefährdeten Risikogruppen.

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Aktionswoche für Kinder aus Suchtfamilien erstmals in Deutschland

Mittwoch 17. Februar 2010 von htm

In Deutschland wird 2010 zum ersten Mal vom 14. bis zum 20. Februar die Aktionswoche für Kinder aus Suchtfamilien durchgeführt. In den USA findet diese „national awareness Week“ jährlich in der Woche statt, in der der Valentinstag liegt. In Großbritannien ist die „Children of Alcoholics Week“ 2009 eingeführt worden. Ziel ist es, in Gemeinden, Städten, Bundesstaaten und landesweit Aufmerksamkeit für die Kinder suchtkranker Eltern zu schaffen und zur Hilfe für diese oft vergessenen Kinder aufzurufen. Die Teilnehmer/innen der Strategiekonferenz „Hilfe hat viele Gesichter“, zu der NACOA Deutschland vom 22.-24.1.2010 nach Berlin eingeladen hatte, haben die Einführung der Aktionswoche beschlossen. (Quelle: nacoa.de, 26.1.10)

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Ostschweiz: «Checkpoint» beim Alkohol- und Tabak-Verkauf

Samstag 16. Januar 2010 von htm

Bisher hatte jeder Kanton eigene Plakate, Kleber und Broschüren, um das Verkaufspersonal und Jugendliche auf die geltenden Jugendschutzbestimmungen hinzuweisen. Das Ausgang- und Einkaufsverhalten von Jugendlichen kennt aber keine Kantonsgrenzen. Deshalb schlagen jetzt die verantwortlichen Präventionsfachleute der Kantone St. Gallen, Thurgau, Graubünden und Appenzell Ausserrhoden einen gemeinsamen Weg ein und verwenden dieselben Materialien. (Quelle: Google Alkohol Alert, 16.1.10) suedostschweiz.ch, 15.1.10

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Aufräum-Patrouillen des Zürcher Sozialamts

Dienstag 12. Januar 2010 von htm

Jedes Wochenende strömen bis 80’000 Jugendliche in die Partystadt Zürich. Die Nebenwirkungen ihrer Feiern im öffentlichen Raum sind beträchtlich: Sachbeschädigungen, übermässiger Alkoholkonsum, Lärm oder Gewalt. Mit Patrouillen soll dies vermindert werden. (Quelle: Google Alkohol Alert, 11.1.10) swissinfo.ch, 7.1.10 Online-Kommentar: Übernehmen wohl der Wirteverband und die Alkoholhändler die Kosten für diesen „Aufräum“-Service?

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CH: RADIX aktuell

Montag 11. Januar 2010 von htm

Informationen über aktuelle Aktionen in der gemeindenahen Suchtprävention. (Quelle: Google Alkohol Alert, 10.1.10) RADIX

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Partyspass ohne Alkohol und Qualm

Samstag 9. Januar 2010 von htm

Strumpfsockig und promillefrei – DJ Shima erprobts in der «Tanzfabrik«. Alkoholexzesse bei Jugendlichen haben Folgen: Polizeikontrollen vor Diskotheken, ein Verbot von Flatrate-Partys – aber auch Veranstaltungen, die Spaß ganz ohne Alkohol versprechen. Hartwig Gehrlicher alias «DJ Shima« organisiert alkoholfreie Partys in der Nürnberger «Tanzfabrik«. (Quelle: Google Alkohol Alert, 8.1.10) Nürnberger Nachrichten, 8.1.10 Kommentar: Solche Anlässe sollte es in allen Städten und Regionen geben.

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