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Alkoholpolitik und Volksgesundheit

Archiv für die Kategorie 'Konsumhaltung'

CH: «Es hatte auch ein paar komische Vögel»

Mittwoch 30. März 2011 von htm

Alkohol, Lärm und Liebeskummer – die mobile Sicherheitspatrouille (SIP). Wädi lernte an ihrem ersten Einsatzwochenende die Ausgehszene in Wädenswil kennen. …Alkohol ist ein grosses Thema bei den Jugendlichen und jungen Erwachsenen. Sie sitzen meistens in Gruppen zusammen und trinken, beim Güterschuppen, bei der Luftstrasse, beim Plätzli oder vor dem Bahnhof. Es herrscht Feststimmung. (Quelle: Google Alkohol News, 29.3.11) Tages-Anzeiger, 29.3.11

Kategorie: Allgemein, Jugend, Konsumhaltung, Schweiz, Verhaltens-Präv., Verhältnis-Präv. | Keine Kommentare »

A: Großeinsatz in Disco

Montag 28. März 2011 von htm

„Zusperr-Party“ geriet außer Kontrolle — Lokal musste nach Schlägerei geräumt werden — 100 Gäste teils stark alkoholisiert.
TIMELKAM —Die Abschiedsfeier und der letzte Tag der Öffnung einer Diskothek in Timelkam sorgte gestern früh für einen Großeinsatz der Exekutive: Der Wirt hatte an seinem letzten Tag noch großzügig Alkohol ausgeschenkt — laut Polizei auch an bereits Betrunkene. Noch nach der offiziellen Sperrstunde ging die Feier noch weiter, und es wurde immer voller. Unter den späten Besuchern war auch eine siebenköpfige Gruppe ex-jugolsawischer Herkunft. Kurz nach fünf Uhr früh begannen sie andere Gäste und den Barkeeper zu provozieren. … (Quelle: Google Alkohol News, 27.3.11) volksblatt.at, 28.3.11 Kommentar: Dass gegen den Wirt ein Verfahren laufe wegen Ausschank an Betrunkene und Nichtbeachtung der Sperrstunde wird nicht gemeldet.

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D: Die Bierwerbung auf Trams bleibt

Sonntag 27. März 2011 von htm

Augsburg: Der Stadtrat hat mit großer Mehrheit entschieden: Die Bierwerbung auf den Augsburger Straßenbahnen wird nicht verboten. Mehrere heimische Brauereien nutzen die Tram als Werbefläche. Ein Werbeverbot, das als Beitrag zur Vorbeugung von Alkoholmissbrauch zur Diskussion stand, sei überzogen, hieß es in der Begründung. Für das Werbeverbot votierten die Grünen und CSU-Stadtrat Erwin Gerblinger.
Bei der Regelung, wie der nächtliche Verkauf an Tankstellen eingeschränkt werden könnte, wird Freistaat in die Pflicht genommen.
Ähnlich wie das Verbot von Bierwerbung auf Trams hatte eine andere Idee, wie die Stadt selbst einen Beitrag zur Prävention von Alkoholmissbrauch leisten könnte, für Gesprächsstoff gesorgt. Soll bei Rathausempfängen auf den Ausschank von Alkohol verzichtet werden? Die Antwort der Stadträte ist eindeutig, wenngleich es noch keinen Beschluss gibt: Wenn es etwas zu feiern gibt, werden weiterhin Bier, Sekt und Wein aufgetischt. OB Kurt Gribl warnte vor überzogenen Maßnahmen. Er sagte: „Wir brauchen Entscheidungen mit Maß und Ziel.“ (Quelle: Google Alkohol News, 26.3.11) augsburger-allgemeine, 26.3.11 unser Online-Kommentar: Dieser Stadtrat hat keine Ahnung von Prävention, oder sie ist ihm völlig egal. Er sollte zurücktreten, denn er vertritt nicht die Interessen der Bevölkerung.

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Zürich: Alkoholverbot für berittene Zünfter

Donnerstag 24. März 2011 von htm

Die Reiter am Sechseläuten-Umzug sollen sich und dem Publikum nicht mehr mit Wein zuprosten. Eine unnötige Vorschrift, finden die Chefs der Reitergruppen.
Seit Peter Fankhauser hoch zu Ross die Spitze des Sechseläuten-Umzugs anführt, ist noch nie ein Reiter betrunken aus dem Sattel gefallen. Weswegen der Präsident der Ostschweizer Kavallerie- und Reitvereine (OKV) auch schmunzeln musste, als er am Dienstagabend beim Treffen der Reiterchefs vom Alkoholverbot erfuhr: «Es ist doch logisch: Wer reitet, der trinkt nicht.» (Quelle: Tages-Anzeiger, 24.3.11) Kommentar: Ein kleines Zeichen, dass doch langsam gemerkt wird, wie das Beispiel in der Öffentlichkeit wirken kann. Und dass es sich lohnt, Rücksicht zu nehmen.

Kategorie: Allgemein, Feste und Feiern, Jugend, Kinder, Konsumhaltung, Politik, Prominenz, Schweiz, Veranstaltungen, Verhältnis-Präv., Werbung | Keine Kommentare »

D: Gefährlicher Trend: Wodka-Tampons

Mittwoch 23. März 2011 von htm

Deutsche Krankenhäuser melden einen alarmierenden Anstieg von Mädchen mit Alkoholvergiftungen aufgrund von in Wodka getunkten Tampons, die sich Mädchen in die Vagina einführen. Männliche Jugendliche verwenden den Alkohol-Tampon anal, damit er schneller wirkt. (Quelle: Google Alkohol News, 22.3.11) bild.de, 22.3.11

Kategorie: Allgemein, Gesundheit, Internationales, Jugend, Konsumhaltung, Statistik | Keine Kommentare »

Zitat: Vergesst die Eigenverantwortung!

Dienstag 22. März 2011 von htm

Artikel im Tages-Anzeiger vom 21.3.11 von Liliane Minor über Energiesparen nach der Atomkatastrophe in Japan. „Man hat keine Wahl. … Selbst wenn wir wirklich eine Wahl hätten, wäre die Eigenverantwortung in der Energiepolitik das falsche Konzept. Denn mit der Wahlfreiheit räumt man Menschen notwendigerweise auch das Recht ein, sich eben nicht vernünftig zu verhalten. Wenn sie sich damit bloss selbst schaden, ist das nicht weiter schlimm. Beim Energieverbrauch aber schaden die Unverantwortlichen auch allen anderen. Und das darf nicht einfach hingenommen werden, dafür ist die Lage zu ernst.“ Kommentar: Das trifft doch haargenau auf die Eigenverantwortung beim Alkoholproblem zu. Wann wird das in der Presse auch einmal derart gross thematisiert? (Natürlich gab es viele negative Kommentare dazu.)

Kategorie: Allgemein, Konsumhaltung, Medien, Passivtrinker, Politik, Schweiz, Sozialkosten, Zitate | Keine Kommentare »

Mexico-City: Betrunkene Piloten türmen nach Landung

Freitag 18. März 2011 von htm

Die mexikanische Fluggesellschaft Aeroméxico scheint derzeit ein Problem mit Alkohol am Arbeitsplatz zu haben: Zum zweiten Mal in dieser Woche waren Piloten betrunken. Als man sie unter Beobachtung stellen wollte, flüchteten sie. (Quelle: Google Alkohol News, 17.3.11) focus.de, 17.3.11

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D: Trockene „Sauf-Party“

Sonntag 13. März 2011 von htm

Stadt und Polizei machten einen dicken Strich durch einen am Samstag in Neumarkt geplanten „Chaos-Party-Day“ mit dem Motto „Saufen ohne Ende“.
Die rund 40 nach Neumarkt angereisten Leute aus der Punker-Szene erhielten nicht nur keinen Tropfen Alkohol zu kaufen, sondern mußten bei der Polizeikontrolle auch noch Bier- und Wodka-Flaschen abliefern, die sie selber mitgebracht hatten.o
Die Stadt Neumarkt hatte von dem geplanten Punker-Treffen Wind bekommen und eine sogenannte Allgemeinverfügung erlassen, derzufolge das Mitführen von Alkohol im Stadtgebiet untersagt wurde. Die Polizei verdarb den Punkern die Party-Laune, indem sie vorher eine Absprache mit allen möglichen Alkohol-Verkaufsstellen traf, um die Schluckspechte so „trocken“ wie möglich zu halten.
Das Konzept ging offenbar auf: Am frühen Nachmittag verließen die ersten „Gäste“ völlig entnervt die Stadt, gegen 17 Uhr trollten sich auch die letzten Teilnehmer der „Chaos-Party“ – entgegen allen Plänen stocknüchtern. (Quelle: Google Alkohol News, 12.03.11) neumarktonline.de, 12.03.11 Kommentar: Das könnte ein Rezept für die Botellónes-Prävention sein.

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A: Viele Jugendliche leben in Risikoverhältnissen

Freitag 11. März 2011 von htm

Österreicher als europäisches Schlusslicht
Viele österreichische Jugendliche geben im europäischen Vergleich ein äußerst schlechtes Bild ab. Fünf bis zehn Prozent der Kinder leben hierzulande in sogenannten Risikokonstellationen, das heißt belastete Familiensituationen, die durch Gewalt, Alkohol, Armut, Vernachlässigung und Missbrauch geprägt sind, beschrieb Mediziner Klaus Vavrik, Präsident der Österreichischen Liga für Kinder-und Jugendgesundheit, am Donnerstag bei einer Tagung des Vereins „die möwe“ und Innenministerium in Wien. … (Quelle: Google Alkohol News, 10.03.11) derstandard.at, 10.03.11 unser Online-Kommentar: Die Kommentare zum Artikel zeigen, dass für das in vielen Fällen dahinterstehende Alkoholproblem kein Verständnis besteht. Die alkoholisierte Gesellschaft sieht sich eben als Normalfall. Und sie ist auch Vorbild der Jugend. Da kann auch keine Besserung erwartet werden.

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A: Ein Phantom namens „Alkohol-Sondersteuer“

Donnerstag 10. März 2011 von htm

„Stadt Linz plant Sondersteuer auf Alkohol“ – diese Schlagzeile brachte am Wochenende eine Kettenreaktion in Gang, die einen unglaublichen Aufruhr unter Politikern, Wirten und Getränkeherstellern im ganzen Land verursachte. Erst nach vier Tagen ist langsam klar geworden: Hier wurde ein Phantom durch die Gassen gejagt, die Steuer wird wahrscheinlich nicht einmal in Linz kommen. … (Quelle: Google Alkohol News, 09.03.11) krone.at, 09.03.11 Kommentar: Dass die Gegner auf die Barrikaden steigen, ist ja klar. Wo sind die Befürworter geblieben? Die WHO sagte schon vor Jahren, Alkohol-Prävention müsse ohne die interessierte Alkohollobby geschehen. Die Presse berichtet über den Aufruhr, aber selber recherchieren und sachlich informieren liegt nicht drin. Sie fürchten wie die Politiker um ihren Anhang. Die Gesundheit des Volkes und die Sozialkosten sind egal. Unsere Projekt-Idee scheint doch die einzige Lösung zu sein.

Kategorie: Alkoholindustrie, Alkoholsteuern, Allgemein, Gesundheit, Internationales, Konsumhaltung, Medien, Politik, Sozialkosten, Verbraucherschutz, Verhältnis-Präv., Verschiedene, Wirtschaft | Keine Kommentare »

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