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Alkoholpolitik und Volksgesundheit

Archiv für die Kategorie 'Konsumhaltung'

CH: Polizeistunde, Fertig lustig in Wetzikon

Donnerstag 23. Dezember 2010 von htm

Der Gemeinderat von Wetzikon verschärft die Bewilligungspraxis für eine verkürzte Nachtruhe. Ab kommendem Jahr enden sämtliche Veranstaltungen spätestens morgens um 2 Uhr. Damit stützt er sich auf die Polizeiverordnung der Gemeinde und seine eigene Geschäftsordnung, schreibt die NZZ am Mittwoch. (Quelle: Tages-Anzeiger, 22./23./12.10) unser Online-Kommentar: Die persönliche Freiheit endet dort, wo sie anderen schadet. Soweit klar. Schon mal daran gedacht, dass wir alle als Passivtrinker, wie die Weltgesundheitsorganisation sagt, in unserer persönlichen Freitheit massiv eingeschränkt sind, weil wir ungefragt ein Leben lang die alkoholbedingten Schäden ertragen dürfen? Neben dem Leid, das einzelne trifft, mit dem Zahlen der horrenden Sozialkosten. Nachtrag: Die Massnahme des Gemeinderats ist natürlich zweckmässig und die Polizeistunde sollte notfalls weiter zurückgesetzt werden.

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Schweizer Wein für Schweizer Botschaften

Dienstag 21. Dezember 2010 von htm

Motion Hurter Thomas im Nationalrat, 17.12.10: Offizielle Schweizer Anlässe im Ausland mit Schweizer Wein und Spirituosen sowie Motion Darbellay Christophe im Nationalrat, 17.12.10: Pflicht zum Ausschank von Schweizer Weinen in den Botschaften. Kommentar: Beide Motionen wurden diskussionslos angenommen. Man hätte immerhin darauf hinweisen können, dass es auch ausgezeichnete Schweizer Traubensäfte gäbe, für die im Ausland geworben werden könnte.

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WHO verabschiedet Globale Alkoholstrategie

Montag 6. Dezember 2010 von htm

WHO verabschiedet Globale Alkoholstrategie

Auf ihrer sechsten Weltgesundheitstagung haben die 193 Mitgliedsstaaten der Weltgesundheitsorganisation (WHO) am 20. Mai 2010 die ungeduldig erwartete Globale Strategie zur Senkung des schädlichen Gebrauchs von Alkohol einmütig angenommen.

In der zweistündigen Debatte wurde der schädliche Alkoholkonsum als wesentliches Gesundheitsproblem von allen Mitgliedsstaaten anerkannt. Die Delegierten betonten die weltweiten Aspekte dieses Problems und forderten die WHO zu einer höheren Priorisierung der alkoholbedingten Schäden auf und verlangten mehr Mittel zu ihrer Bewältigung und der Umsetzung der neuen globalen Strategie.

Unter den angesprochenen Problemen wurde die weltweite Zunahme des Rauschtrinkens bei Jugendlichen und der wachsende Einfluss der Alkoholwerbung und -vermarktung als besorgniserregend festgestellt. Die Delegierten begrüssten die verschiedenartigen evidenzbasierten Maßnahmen und ihr Potenzial zur Begegnung der Alkoholprobleme, die in die globale Strategie aufgenommen wurden.

Die Resolution wurde mit einer durch Thailand eingebrachten Änderung zur angemessenen finanziellen und materiellen Ausstattung zur Umsetzung der Strategie in Südostasien verabschiedet.

Die WHO schätzt, dass 2004 2,5 Mio. Menschen an alkoholbedingten Ursachen starben (hauptsächlich Herz- und Lebererkrankungen, Verkehrsunfälle, Suizide und verschiedene Krebsarten), die 3,8% aller Todesfälle und 4,6% der weltweiten Erkrankungen ausmachten.

Der schädliche Alkoholkonsum hat ernste Auswirkungen auf die Gesundheitsversorgung und ist eine der Hauptursachen für weltweite schlechte Gesundheit, sagt das Strategiepapier.

Die Resolution fordert die Mitgliedsstaaten der WHO zu politischen Maßnahmen zur Senkung des schädlichen Alkoholkonsums auf. Sie betont die Wirksamkeit alkoholpolitischer Massnahmen zur Preisgestaltung, Verfügbarkeit und Werbung.

Die Empfehlungen der Strategie sind nicht bindend, sie dienen lediglich als Richtlinien für die WHO-Mitgliedsländer.

Kommentare:

www.alkoholpolitik.ch: Nun hat die NZZ wenigstens im letzten Abschnitt auf die Alkohol-Strategie kurz hingewiesen. Unter dem Untertitel “Empfehlung gegen Fast Food”(?). Die Alkohollobby muss einen gewaltigen Druck auf die Medien ausüben, dass diese sich kaum getrauen, das Thema aufzugreifen. (22.5.10)

Dies ist ein Meilenstein im globalen Bestreben für eine lebenswertere Welt. Herzliche Gratulation und grossen Dank für all die Wissenschafter und Public Health Fachleute, die mit unendlicher Geduld und unermüdlichem Einsatz dieses Ergebnis ermöglicht haben. Hoffen wir nun, dass diese Empfehlungen in den Ländern aufgenommen und umgesetzt werden, damit möglichst bald weltweit die Lebensqualität steigen kann. (21.5.10)

Mariann Skar, Generalsekretärin von Eurocare stellte dazu fest: „Wir begrüßen die Globale Alkoholstrategie der Weltgesundheitsversammlung. Dies ist ein Startschuss zur Begegnung der weltweiten Bedrohung der öffentlichen Gesundheit und des sozialen Wohlbefindens durch den schädlichen Alkoholkonsum,“ und sie ergänzte „Europa hat eine starke Position und Verantwortung durch seine Spitzenstellung im Alkoholkonsum und als wichtiger Exporteur alkoholischer Getränke.“ Sie bedauerte, dass „wir unsere Trinksitten und Normen in Länder exportieren, denen es an Kompetenz und Leistungsfähigkeit mangelt, den daraus resultierenden Schäden entgegenwirken zu können.“

Die Global Alcohol Policy Alliance (GAPA) begrüßte die Resolution ebenfalls. Ihr Vorsitzender Derek Rutherford sagte: „Konzertierte Aktionen zur Senkung der globalen Alkoholprobleme sind lange überfällig. Die heutige Entscheidung der Weltgesundheitsversammlung ist ein wichtiger erster Schritt. Die Strategie widmet den transnationalen Aspekten der Alkoholfrage breiten Raum. GAPA schätzt das weite Spektrum unterstützender Statements von WHO-Mitgliedsstaaten aus Industrie- wie Entwicklungsländern in der Diskussion.“

Zur WHO-Alkoholstrategie :: Resolution WHA61.4 – Strategies to reduce the harmful use of alcohol

EUROCARE (The European Alcohol Policy Alliance) ist ein Zusammenschluss von rund 50 Gesundheitsverbänden aus 22 europäischen Ländern zur Prävention und Senkung alkoholbedingter Schäden. Die Mitgliedsorganisationen sind an Politik und Forschung beteiligt, wie auch an der Verbreitung von Informationen und Ausbildung zu Alkoholfragen sowie der Hilfe für Menschen mit alkoholbedingten Problemen.

Quelle: EUROCARE

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D: 40 Prozent der Schüler trinken sich in den Rausch

Montag 6. Dezember 2010 von htm

Alkohol bis zum Abwinken: Viele Jugendliche trinken mindestens fünf Gläser Bier, Schnaps oder Mixgetränke direkt hintereinander. An diesem sogenannten Rauschtrinken beteiligen sich nach einer neuen DAK-Studie 43 Prozent der Schüler mindestens einmal monatlich.
Ein Drittel dieser Schüler stürzt sogar dreimal oder öfter im Monat ab. Das zeigt eine aktuelle Befragung von mehr als 4000 Jungen und Mädchen zwischen zehn und 18 Jahren, die die Leuphana Universität Lüneburg im Auftrag der Krankenkasse an 17 Schulen in sieben Bundesländern durchgeführt hat.
Bei den 15-Jährigen bekennt sich jeder zweite zum Rauschtrinken, obwohl diese Altersgruppe laut Jugendschutzgesetz noch gar keinen Alkohol konsumieren dürfte. Ab 16 Jahren steigt der Anteil der „Rauschtrinker“ auf mehr als 60 Prozent. (Quelle: Google Alkohol News, 3.12.10) rettungsdienste.de, 3.12.10 unser Online-Kommentar:
Es ist ja löblich, dass die Rettungsdienste diese Meldung verbreiten. Doch was nützt es? Die Leser werden wie immer denken, so ist es, man kann ja doch nichts machen, und zur Tagesordnung übergehen.
Nötig wäre aber, dass die, welche Einsicht in das Problem besitzen, politischen Druck auf die Behörden ausüben, dass die endlich für Abhilfe sorgen und sich dem Druck der Alkoholindustrie entziehen. Das werden sie nur tun, wenn der Druck von unten stark genug ist. Die Ärzteschaft, die Rettungsdienste, die Polizei und Justiz sollten diese Herausforderung anpacken und auch über die Lösungsmöglichkeiten orientieren. Die Bevölkerung wird von den Medien nicht informiert, auch die sind Komplizen der Alkoholwirtschaft. (Vielleicht mit wenigen Ausnahmen)

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Fussball WM in Qatar: Fussball in der Hitze – dafür ohne Bier?

Freitag 3. Dezember 2010 von htm

Qatar organisiert 2022 die Fussball-WM. Fünf Fragen und Antworten zur ersten Weltmeisterschaft in Arabien.
3/5 Was ist mit Alkohol?
Davon abgesehen, dass an einer WM das Stadion in jedem anderen Land auch alkoholfreie Zone ist: In Qatar wird für die Zeit während der WM das ansonsten strikt gehandhabte Alkoholverbot gelockert. So versprach OK-Präsident Hassan Abdulla al-Thawadi, dass Fanmeilen eingerichtet würden, in denen Alkohol legal gekauft und konsumiert werden kann. (Quelle: Tages-Anzeiger, 3.12.10)

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Bereits 18 Kältetote in Polen

Freitag 3. Dezember 2010 von htm

Schneefälle, starker Wind und klirrende Kälte haben in Polen weitere Todesopfer unter Obdachlosen gefordert. Allein am Mittwoch seien zehn Menschen erfroren, teilte ein Polizeisprecher in Warschau mit. … In jedem Winter sterben in Polen hunderte Menschen an Unterkühlung. Die meisten Opfer sind Obdachlose und allein stehende ältere Menschen. Oft ist dabei Alkohol im Spiel. (Quelle: Google Alkohol News, 2.12.10) bild.de, 2.12.10

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Warum ein Sylter Barkeeper zum Seelsorger wird

Freitag 3. Dezember 2010 von htm

Sieben Jahre stand Hannes Speckle hinter Kampener Bartresen. In den langen Sylter Nächten machte der 34-jährige Österreicher seine Erfahrungen mit den vermeintlich Schönen und Reichen. Erfahrungen, die den Hotelfachschul-Absolventen zu einem radikalen Schnitt in seinem Leben bewogen. Seit einem Jahr absolviert er an der Theologischen Hochschule des berühmten Stiftes Heiligenkreuz bei Wien eine theologisch-philosophische Ausbildung. Sein noch nicht endgültig feststehendes Ziel ist der Anschluss an einen der großen Mönchsorden oder gar das Amt eines katholischen Priesters.
Die dickbauchige Champagnerflasche und die flackernde Kerze, die vor dem modisch gekleideten Speckle auf dem Tisch stehen, sind Symbole für sein bisheriges Leben. Ein Leben zwischen nächtlichen Gesprächen am Tresen und einem von tieferen Werten geprägten Glauben. Werten, nach denen er beim Großteil seiner Bar-Kundschaft zumeist vergeblich gesucht hat. Ohne die Erfahrungen mit den unterschiedlichsten Menschen verallgemeinern zu wollen, hält er sie im Ergebnis doch für symptomatisch. Sein persönliches Fazit fällt entsprechend radikal aus: „Irgendwann musste ich nein zu alledem sagen. Nicht zu den Menschen, sondern zu ihren Aktivitäten, ihrer Philosophie, die aus der Gier nach Profit, Designerklamotten und Konsum besteht.“ (Quelle: kreuz.net, 3.12.10) shz.de, 2.11.10 Kommentar: Wieder einmal hat einer die alkoholische Scheinkultur durchschaut und Konsequenzen für sein Leben gezogen. Ist leider eher selten geworden.

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Stadt lehnt Alkoholverbot in Hannover ab

Mittwoch 1. Dezember 2010 von htm

Während die Polizei ihre Forderung für ein Alkoholverbot in Hannover untermauert, hält die Stadt dagegen: Sprecherin Konstanze Kalmus fehlt der Hinweis, dass „ an bestimmten Orten der Konsum von Alkohol zu Straftaten führt“ – doch den kann die Polizei offenbar mühelos erbringen. (Quelle: Google Alkohol News, 30.11.10) haz.de, 30.11.10 Kommentar: Die Online-Kommentare sprechen für sich.

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Dresscode, Duzen, Alkohol: Die wichtigsten Regeln für die Weihnachtsfeier

Samstag 27. November 2010 von htm

Die renommierte Knigge-Beraterin Karin F. Hallinger gibt Tipps für ein gelungenes Fest mit Kollegen und Chefs.
Viele Firmen in Deutschland laden ihre Mitarbeiter jedes Jahr aufs Neue zur Weihnachtsfeier ein, um den Teamzusammenhalt zu stärken, das Jahr gemeinsam ausklingen zu lassen und sich bei den Mitarbeitern für die geleistete Arbeit erkenntlich zu zeigen. Eine schöne Geste, die viele Angestellte durchaus zu schätzen wissen. …
Zurückhaltung ist auf der Firmen-Weihnachtsfeier auch beim Alkoholkonsum angesagt. Allzu oft sind die guten Vorsätze nach dem ersten Glas vergessen. Dann ist man schnell mit dem Chef per Du und mit dem netten Kollegen auf Tuchfühlung – bevor am nächsten Morgen das böse Erwachen kommt. „Übermäßiger Alkoholkonsum kann schnell im Desaster enden. Also lieber nur in Maßen genießen!“ Letztendlich kann jeder selbst am besten einschätzen, wie viel er oder sie verträgt. Wer nicht bis an seine Grenze geht, sondern lieber früher aufhört zu trinken, bleibt promilletechnisch auf der sicheren Seite. Noch ein Tipp von Karin F. Hallinger: „Zwischendurch immer mal wieder ein Glas Wasser oder Apfelschorle trinken!“ (Quelle: Google Alkohol News, 26.11.10) pressemitteilung.ws, 26.11.10

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Lampenfieber bei Musikern ist heilbar

Samstag 27. November 2010 von htm

Herzrasen, Zittern und Schwitzen kurz vor dem großen Auftritt: Diagnose Lampenfieber. An der Uniklinik Bonn können sich Musiker nun helfen lassen.
Wenn bei Musikern kurz vor dem Auftritt das Herz bis zum Hals schlägt und der Atem rast, dann ist die Diagnose eindeutig: Lampenfieber. Diese Angst kann so groß werden, dass manch ein Musiker nicht mehr auftreten kann. Hilfe finden die Betroffenen jetzt im Universitätsklinikum Bonn. Dort gibt es seit kurzem die nach Angaben der Universität deutschlandweit erste Lampenfieberambulanz speziell für Musiker. (Quelle: Google Alkohol News, 26.11.10) welt.de, 26.11.10

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