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Alkoholpolitik und Volksgesundheit

Archiv für die Kategorie 'Medizin'

Süssgetränke mit Nebenwirkungen

Sonntag 26. Juni 2011 von htm

Einer Studie am Universitätsspital Zürich zur Folge führen schon geringe Zuckerdosen in Süssgetränken (Fructose, Glukose) zu nachweisbaren Veränderungen im Blut, die das Risiko für Herz-Kreislauf-Krankheiten erhöhen. Der Zusammenhang sei erstmals kausal bewiesen. (Quelle: American Journal of Clinical Nutrition, Online am 15.6.11) Kommentar: Eine weitere Möglichkeit, warum Abstinenten gegenüber Alkoholkonsumenten bei Herzkrankheiten schlechter abschneiden. Sie trinken mehr solche Süssgetränke.

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D: Zahl der Alkoholvergiftungen stark angestiegen

Freitag 24. Juni 2011 von htm

Alkohol ist das am weitesten verbreitete Sucht­mittel in Deutschland. Rund 1,3 Millionen Menschen zwischen 18 und 65 Jahren gelten als alkohol­abhängig, wie die Bundes­zentrale für gesund­heit­liche Aufklärung (BZgA) am Freitag in Köln anlässlich des Weltdrogentages an diesem Sonntag mitteilte.
Insgesamt trinken schätzungs­weise 9,5 Millionen Menschen Alkohol „in gesundheitlich riskanten Mengen“. Täglich sterben in Deutschland rund 200 Menschen an den Folgen ihres Alkohol­missbrauchs.
„Das Abhängigkeitspotenzial und die gesundheitlichen Gefahren von Alkohol werden von Jugendlichen und Erwachsenen stark bagatellisiert“, erklärte BZgA-Direktorin Elisabeth Pott. Dies zeige auch die hohe Zahl von Alkoholvergiftungen. So stieg die Zahl der Heranwachsenden zwischen zehn und 20 Jahren, die mit einer Alkoholvergiftung ins Krankenhaus eingelieferten wurden, von 9.500 Fällen im Jahr 2000 auf 26.400 Fälle im Jahr 2009. Bei den 40- bis 50-Jährigen hat sich die Zahl derer, die wegen eines Vollrausches medizinisch versorgt werden müssen, im selben Zeitraum von rund 13.000 auf 25.000 fast verdoppelt. … (Quelle: aerzteblatt.de, 24.6.11)

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Gesunder Gerstensaft: Alkoholfreies Weißbier stärkt Marathonläufer

Freitag 10. Juni 2011 von htm

Ein Marathonlauf bedeutet enormen Stress für den Körper: Entzündungsprozesse werden angekurbelt, dass Immunsystem schwächelt und die Athleten sind anfälliger für Erkältungen. Der tägliche Konsum alkoholfreien Weißbiers kann diese negativen Effekte abschwächen, zeigt eine Münchner Studie. Sie soll im Januar in der Fachzeitschrift „Medicine & Science in Sports & Exercise“ (MSSE) veröffentlicht werden.
Dazu untersuchten Sportmediziner der TU München 277 Probanden drei Wochen vor und zwei Wochen nach dem München Marathon 2009. Ein Teil der Teilnehmer hatte täglich 1,5 Liter „echtes“ alkoholfreies Weizenbiers getrunken, die andere Hälfte erhielt ein Placebo, das ebenso aussah und schmeckte, aber keine Phenole enthielt. Diese Pflanzenwirkstoffe fangen unter andrem freie Radikale im Körper ab, die während großer Stressbelastung vermehrt entstehen und Zellschäden verursachen. … (Quelle: netdoktor.de, 9.6.11)

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Berauscht: Alkohol schädigt Gehirn sofort

Mittwoch 1. Juni 2011 von htm

Ein Gläschen in Ehren, kann niemand verwehren? Das Gehirn sieht das wohl anders. Selbst geringe Mengen Alkohol schädigen das Gehirn sofort, wenigstens aber nicht dauerhaft. Dies ergab die aktuelle Studie einer chinesischen Forschungsgruppe. Von ihren Ergebnissen berichteten die Wissenschaftler auf dem 21. Jahreskongress der Europäischen Neurologen-Gesellschaft (ENS) in Lissabon.
Teilnehmer der Studie waren junge, gesunde Frauen und Männer im Alter zwischen 20 und 35 Jahren. Die Freiwilligen wurden nach dem Zufallsprinzip in drei Gruppen aufgeteilt. Sie erhielten entweder ein Placebo, eine geringe Alkoholdosis oder hohe Alkoholmengen. Wie der Alkoholkonsum sich aufs Gehirn auswirkte, wurde mittels Magnetresonanztomografie untersucht. … (Quelle: netdoktor.de, 31.5.11)

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Irrtümer und Mythen in der Wissenschaft halten sich hartnäckig

Donnerstag 26. Mai 2011 von htm

Forschung und Wissenschaft geniessen hohes Ansehen. Doch scheinbar gesicherte Erkenntnisse basieren oft auf weit verbreiteten Mythen und lieb gewordenen Irrtümern. … Buchbesprechung: Ernst Peter Fischer: Warum Spinat nur Popeye stark Macht. Mythen und Legenden in der modernen Wissenschaft. (Quelle: Tages-Anzeiger, 26.5.11, nicht online) Kommentar: Ohne das Buch zu kennen, möchte ich doch den Schlusssatz des Artikels zitieren: „Das alles macht den neuen Band des Wissenschaftlers und Buchautors zur erfreulichen Lektüre und einmal mehr zu Aufforderung, sich seines eigenen Verstandes zu bedienen.“ – Das gilt sicher auch für viele Alkohol-Studien. Eigenartig ist nur, dass unsere Presse hauptsächlich jene Studien verbreitet, die alkoholfreundliche Resultate liefern. Z.B. ist die neue, bahnbrechende Krebsstudie, im Gegensatz zu Deutschland, hierzulande praktisch nirgends erwähnt worden. Der gesunde Menschenverstand genügt offensichtlich nicht.

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Bei Heuschnupfen auf Alkohol verzichten

Montag 23. Mai 2011 von htm

Bier, Wein und Schnaps enthalten Histamin – deshalb sollten Heuschnupfengeplagte auf Alkohol verzichten. Denn Histamin kann die Symptome verschlimmern, sagt Harald Morr, Präsident der Deutschen Lungenstiftung. „Histamin agiert im menschlichen Körper als einer mehrerer Signalstoffe, die während einer allergischen Reaktion ausgeschüttet werden und die typischen allergischen Symptome verursachen.“ … (Quelle: Google Alkohol News, 23.5.11) welt.de, 22.5.11

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Komasaufen senkt Gedächtnisleistung drastisch

Samstag 21. Mai 2011 von htm

Wer regelmäßig exzessiv Alkohol konsumiert, fügt seinem Gehirn gewaltigen Schaden zu – Komasäufer können Informationen viel schlechter abspeichern. Regelmäßiges Komasaufen kann das Lernvermögen erheblich beeinträchtigen. Spanische Forscher entdeckten bei Studenten einen klaren Zusammenhang zwischen exzessivem Alkoholgenuss und der verminderten Fähigkeit, Neues anhand mündlicher Informationen zu erlernen.
Das sogenannte deklarative Gedächtnis arbeitet bei Komasäufern merklich schlechter, berichten die Wissenschaftler im Fachblatt „Alcoholism: Clinical & Experimental Research“. Dieser Teil des Gedächtnisses macht es möglich, Neues zu lernen, denn hier wird explizites Wissen ebenso abgespeichert wie bewusste Erinnerungen zu Ereignissen und Fakten. … (Quelle: Google Alkohol News, 17.5.11) welt.de, 16.5.11aerzteblatt.de, 17.5.11

Kategorie: Allgemein, Jugendliche, Medizin | Keine Kommentare »

Alkohol – die Wirkungen (gute Zusammenstellung)

Mittwoch 4. Mai 2011 von htm

Alkohol ist ein Gift für den Körper. Mit geringen Mengen Bier, Wein & Co. kann der Organismus fertig werden. Wer aber zu viel davon trinkt, muss dafür zum Beispiel mit einer gestörten Wahrnehmung, Konzentrationsproblemen, Kopfschmerzen und Übelkeit büßen. Solche Katersymptome sind Vergiftungserscheinungen, die mit steigendem Promille-Konsum immer schwerwiegender ausfallen. Ein sehr hoher Blutalkoholspiegel kann sogar zum Koma führen und tödlich enden.
Wie schnell und massiv Alkohol seine Wirkung entfaltet, hängt in erster Linie von folgenden Faktoren ab: … (Quelle: netdoktor.de, 27.4.11)

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Schon ein Drink schwächt das Herz

Sonntag 1. Mai 2011 von htm

Schon einmaliger Alkoholkonsum kann die Herzfunktion beeinträchtigen. Das ist das Ergebnis einer deutsch-belgischen Studie, die auf der 77. Jahrestagung der Deutschen Gesellschaft für Kardiologie, Herz- und Kreislaufforschung (DGK) präsentiert wurde.
Die Forscher der Kardiologischen Klinik Bad Oeynhausen, des Krankenhauses Ludmillenstift, Meppen, und des Universitätskrankenhauses Gasthuisberg im belgischen Leuven untersuchten 19 herzgesunde Partyteilnehmer vor und zwölf bis 16 Stunden nach dem Konsum von Alkohol. Die mittlere Spitzenalkoholkonzentration lag bei 1,4 Promille. …„Unsere Studie weist erstmals eine signifikante dosisabhängige Verschlechterung der linksventrikulären Funktion nach Alkohol nach“, fassen die Studienautoren den Stellenwert der Untersuchung zusammen. Die linksventrikuläre Funktion ist der Prozess, bei dem das Herz das mit Sauerstoff angereicherte Blut in die Gefäße pumpt. (Quelle: Google Alkohol News, 1.5.11) focus.de, 30.4.11 unser Online-Kommentar: Oh, diese Kommentare!
Nachdem die Alkohollobby uns seit einem Jahrzehnt mit alkoholpositiven Untersuchungen eingedeckt hat, dreht sich das Blatt nun ziemlich eindrücklich. Und viele Kommentatoren sind nun eigenartigerweise vom Wert wissenschaftlicher Arbeit nicht mehr überzeugt. Man will doch nur das lesen, das einen in seinem Verhalten bestärkt. Lieber zahlt man weiter ein Leben lang die alkoholbedingten horrenden Sozialkosten und verbleibt in der Hörigkeit einer skupellosen Alkohollobby.

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TOP NEWS: Ausgetrunken – Benebelte Studien 01.12.2005!

Donnerstag 28. April 2011 von htm

Schlechte Nachricht nicht nur für Schluckspechte: Dass Alkohol in Maßen gesund sei, ist offenbar ein Mythos.
Liebhabern eines guten Glases Rotwein wird diese Nachricht nicht schmecken: Rod Jackson und seine Mitarbeiter von der Universität Auckland in Neuseeland sagen, dass Alkohol – anders als immer wieder vermutet – keinen schützenden Einfluss auf Herz und Gefäße hat.
In der Ausgabe des Fachmagazins Lancet beschreiben die Mediziner, warum Spirituosen auch in geringen bis mittleren Mengen nicht gesundheitsfördernd sind (Bd.366, S.1911, 2005). „Die Botschaft ist klar“, sagt Jackson: „In keiner Dosis ist der Nutzen des Alkohols größer als der Schaden.“
Die Hypothese von den herzschmeichelnden Eigenschaften des Alkohols hat sich seit 1979 verbreitet. Damals erschien – ebenfalls im Lancet – ein Fachartikel, der die lebensverlängernden Eigenschaften des Alkohols zu belegen schien.
„Es gibt einen Zusammenhang zwischen Alkoholkonsum und weniger Herzinfarkten“, schrieben die Autoren seinerzeit. „Die schützende Substanz wird bald isoliert werden.“
Es folgten hunderte Artikel von Wissenschaftlern, die auffällig oft in der Region um Bordeaux, im Chianti oder unweit des Napa-Valley forschten und die segensreichen Wirkungen verschiedener Alkoholika beschrieben.
Die neuseeländischen Gesundheitswissenschaftler weisen nun auf den Pferdefuß der Untersuchungen hin. In den meisten Studien gingen die beteiligten Forscher offenbar von einer positiven Wirkung des Alkohols aus – und vernachlässigten wissenschaftliche Standards.
So seien beim Vergleich des Gesundheitszustands von gemäßigten Trinkern und Abstinenzlern oft fälschlicherweise auch ehemalige Trinker zu den Abstinenzlern gezählt worden. Dass viele von ihnen das Trinken aus gesundheitlichen Gründen aufgegeben hatten und mittlerweile über etliche Krankheiten klagten, erwähnten die Forscher nicht. …
(Quelle: sueddeutsche.de, 1.12.05) Kommentar: Wir brachten die Studie am 8.12.05 mit diesem Kommentar: „Es berührt einen eigenartig, aus Forschermund von „verwirrter Forschung“ zu hören. Ob damit bezahlte, absichtlich verwirrende Lobbyisten-Forschung gemeint ist? Wir werden ziemlich sicher vergeblich darauf warten, dass diese Untersuchung in unseren Medien grosses Echo findet.“ – Wie recht wir hatten. Auch nach 5 1/2 Jahren zögern die meisten Medien, mit der Wahrheit herauszurücken, obwohl neue Studien in die gleiche Richtung weisen.

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