Archiv für die Kategorie 'Werbung'
Samstag 6. April 2013 von htm
Alkoholgesetzrevision – aus Sicht der Ärzteschaft: Derzeit befindet sich die Totalrevision des Alkoholgesetzes (AlkG) in der parlamentarischen Beratung. Diese Revision – im Kern eine Liberalisierungsvorlage – betrifft auch die Ärzteschaft.Artikel (pdf, 1S., 58Kb) in der Schweizerischen Ärztezeitung 11/2013. (Quelle: Newsletter Infoset April 2013)
Kategorie: Alkoholsteuern, Allgemein, Arbeitsplatz, Aufruf, Erhältlichkeit, Gesundheit, Gewalt/Kriminalität, Jugend, Kinder, Medien, Neues Alkoholgesetz (CH), Newsletter, Politik, Schweiz, Sozialkosten, Statistik, Verhältnis-Präv., Verkehr, Veröffentlichungen, Weltgesundheits-Org., Werbung |
Keine Kommentare »
Dienstag 27. November 2012 von htm
15.11.2012
Redaktion
Tages-Anzeiger
Leserforum
Zürich
Leserbrief zu „Schluss mit öffentlichen Saufgelagen“ vom 15.11.12
Dübendorf verbietet den unter 16-Jährigen in seiner neuen Polizeiverordnung den Alkoholkonsum in der Öffentlichkeit. Die Stadt Zürich hat diese Möglichkeit nicht ergriffen. SBB und ZVV sind auch nicht dafür. Der Dübendorfer Leiter der Kinder- und Jugendarbeit ist skeptisch, Prävention über den Preis wäre besser, meint er. Im Bezirk Uster soll dagegen diese Regel flächendeckend eingeführt werden.
In der Viersäulen-Theorie der schweizerischen Drogenpolitik stellt die Repression eine der Säulen dar, sozusagen die letzte Chance, grösseren Schaden zu begrenzen, wenn die eigentliche Prävention nichts gefruchtet hat. Natürlich stellt sich dabei die Frage der Verhältnismässigkeit. In Zürich wäre, nach Aussage des Sprechers der Stadtpolizei, die Durchsetzung mangels genügender Polizeikräfte nicht denkbar.
Logischerweise müsste also die richtige Prävention früher ansetzen. Leider ist die Schweiz auf diesem Gebiet Entwicklungsland, man könnte auch sagen, eine „Bananenrepublik“. Partikularinteressen statt das Wohl der Bevölkerung bestimmen die Alkoholpolitik in Parlament und Regierung. Die Wirtschaft dominiert, wie auch in anderen Belangen, die Politik. Dazu kommt Angst und/oder komplizenhaftes Fühlen vor oder mit der Alkoholindustrie und der Werbebranche, mit denen viele verbandelt sind, sei es auch nur, weil fast alle Konsumenten dieser hochgejubelten Droge sind. Selbstverständlich werden auch internationale Entwicklungen auf diesem Gebiet, Forschung, Erfahrungen, internationale Gremien, nicht zur Kenntnis genommen. Unsere Souveränität verbietet es uns, auf diesem Gebiet, von andern zu lernen.
So kommt es, dass unsere Gesellschaft, seit Jahrzehnten von der Werbung und den Medien weichgeklopft, die Realität des Alkoholproblems nicht mehr sehen kann und sie verdrängt. Letztlich wird noch gegen Jugendliche vorgegangen, obwohl die Wirtschaft vor Verboten in ganzseitigen Inseraten warnt. Aber es ist immer noch einfacher, die Jugendlichen zu disziplinieren, als seine eigene unethische und letztlich unmenschliche Haltung zu überdenken und zu revidieren. Wir alle tragen die Folgen. Wir sind Passivtrinker, merken es aber nur, wenn wir persönlich betroffen werden. Man kann sich übrigens fragen, ob der Rückgang der Solidarität in der Gesellschaft nicht parallel, in Wechselwirkung, mit dem Rückgang des religiösen Engagements verläuft. Aber das wäre eine andere Diskussion, die nicht vom brennenden Alkoholproblem ablenken sollte.
Freundliche Grüsse
Hermann T. Meyer
(nicht veröffentlicht)
Kategorie: Alkoholindustrie, Alkoholsteuern, Allgemein, Jugend, Kinder, Konsumhaltung, Leserbriefe, Medien, Passivtrinker, Politik, Religion und Alkohol, Schweiz, Sozialkosten, Verhältnis-Präv., Werbung, WHO globale Alkohol-Strategie, Wirtschaft |
Keine Kommentare »
Donnerstag 16. August 2012 von htm
Sydney – Die in Australien erlassene Vorschrift zum Verkauf von Zigaretten in neutralen einfarbigen Packungen mit Bildern geschädigter Organe verstößt nicht gegen die Verfassung des Landes. Der Oberste Gerichtshof wies am Mittwoch eine Klage mehrerer großer Tabakkonzerne gegen die von kommendem Dezember an gültige Regelung ab, die unter anderem keine auffälligen Markenaufdrucke auf Zigarettenpäckchen mehr zulässt. Generalstaatsanwältin Nicola Roxon sprach von einem „Wendepunkt für die weltweite Tabakkontrolle“.
Nach den neuen Regelungen dürfen Zigarettenpackungen aller Hersteller ab Dezember nur noch einheitlich olivgrün sein. Aufgedruckt werden müssen drastische Bilder zu den gesundheitlichen Gefahren des Rauchens. Die klagenden Tabakhersteller sahen darin eine Verletzung ihrer Markenrechte, fürchten eine Ausweitung des Schwarzmarkts und klagen zudem in mehreren weiteren Verfahren auf Schadensersatz.
Nach Angaben der australischen Regierung sterben in dem Land jährlich 15.000 Menschen an den Folgen des Rauchens. …
(Quelle: aerzteblatt.de, 15.8.12) Tages-Anzeiger, 15.8.12 mit einem Online-Kommentar.
Kommentar: Endlich eine Regierung, die wissenschaftliche Ergebnisse ernst nimmt und handelt. Die Schweizer Regierung sieht keinen Handlungsbedarf. Mehrere internationale Tabakmultis haben ihren Sitz in der Schweiz. Rechne! Was ist wichtiger?… Leider hinkt im Sektor Alkohol die Entwicklung hintendrein. Die Wirkung von Werbung auf Jugendliche ist auch hier längst bewiesen.
Kategorie: Allgemein, Andere Drogen, Diverse, Gerichtsfälle, Gesundheit, Internationales, Jugend, Jugendliche, Medien, Politik, Schweiz, Verhältnis-Präv., Verschiedene, Werbung |
Keine Kommentare »
Dienstag 7. August 2012 von htm
EU – Die Wahrheit ist nicht im Wein, sondern steht in Zukunft auf dem Etikett: Eine neue Vorschrift aus Brüssel bringt es ans Licht: Im Wein sind nicht nur Weintrauben und Alkohol, sondern es können darin ganz legal Substanzen wie Ei und Milch sowie deren Derivate enthalten sein. Allerdings muss dies ab Juni 2012 auf dem Etikett deklariert werden.
Hinter der für alle EU-Mitgliedsländer bindenden Durchführungsverordnung mit der Nummer 579/2012 (pdf, 4S., 780Kb) verbirgt sich quasi eine Revolution. Erstmals müssen die europäischen Weinproduzenten neben Sulfiten bzw. Schwefeldioxid auch Allergien auslösende Zusatzstoffe wie Ei und Milch auf den Etiketten ihrer Erzeugnisse deklarieren. Medienmitteilung (pdf, 2S., 34Kb) der Deutschen Hauptstelle für Suchtfragen. Artikel im deutschen Ärzteblatt: „Prävalenz der Weinunverträglichkeit: Ergebnisse einer Fragebogenerhebung in Mainz“
(Quelle: Infoset Newsletter August 2012)
Kategorie: Alkoholindustrie, Allgemein, Etiketten, Europaparlament / EU-Kommission, Gesundheit, Internationales, Politik, Verbraucherschutz, Verhältnis-Präv., Veröffentlichungen, Werbung |
Keine Kommentare »
Samstag 4. August 2012 von htm
26.7.2012
Redaktion
Tages-Anzeiger
Leserforum
Zürich
Per e-mail
Leserbrief zu „Schleichende Einführung des Mindestalters 18 für Bier und Wein“ am 24.7.12
Da hat die Freiburger Kantonsregierung in der politikarmen Ferienzeit eine kleine Lawine losgetreten, die natürlich die üblichen Reaktionen hervorgerufen hat. Tatsache ist, dass ein höheres Mindestalter beim Alkohol sich auf die Alkoholproblematik positiv auswirkt, d.h. Schäden verringert.
Die Politiker, die sich sonst lieber mit dem Gewerbe gut stellen, sollten für einmal den Jugendschutz ernst nehmen. Wenn das neue Alkoholgesetz ins Parlament kommt, wäre eine gute Gelegenheit, diese Regelung schweizweit einzuführen. Das würde die Vielspurigkeit einer kantonsweisen Lösung ersparen und auch die Kontrolle erleichtern. Erfreulich, dass sogar ein FDP-Ständerat die Bedeutung einer Korrektur beim Mindestalter erkennt und dafür einsteht. Vielleicht bringen noch andere diesen Mut auf. Immerhin ergab die Online-Umfrage im Tages-Anzeiger vom 25.7.12 eine Ja-Mehrheit von 63%.
Die unermüdlichen Verfechter der persönlichen Freiheit sollten sich einmal eingestehen, dass sie ihre schon längst an die Alkoholindustrie und ihre Werbung verloren haben. Sie bezahlen wie alle andern ungefragt ein Leben lang immense Summen für alkoholbedingte Sozialkosten, von den sozialen Kollateralschäden ganz zu schweigen. Wir seien alle Passivtrinker, sagt man bei der WHO.
Freundliche Grüsse
Hermann T. Meyer
(nicht veröffentlicht)
Kategorie: Alkohol-Testkäufe, Allgemein, Erhältlichkeit, Jugend, Kinder, Leserbriefe, Neues Alkoholgesetz (CH), Politik, Schweiz, Sozialkosten, Verhältnis-Präv., Werbung, Wirtschaft |
Keine Kommentare »
Dienstag 24. Juli 2012 von htm
Bei Russlands Brauern und der Werbebranche herrscht Katerstimmung. Am Montag trat ein Gesetz in Kraft, das Verkauf und Konsum von Bier drastisch einschränkt und Werbung dafür untersagt. Das Verbot gilt ab sofort für Funk und Fernsehen, für Printmedien und Online-Portale ab Beginn des nächsten Jahres. Kneipenwirte mussten zudem Plakate oder Sonnenschirme mit Bierwerbung entsorgen. Bei Verstößen drohen Strafen von bis zu 100 000 Rubel, rund 2500 Euro.
Verboten ist auch der Bierverkauf an Haltestellen des öffentlichen Nahverkehrs, bei Massenveranstaltungen, in Parks und auf öffentlichen Plätzen. Darunter fallen auch Hauseingänge und Treppenflure.
Russland ist mit umgerechnet 15 Litern reinen Alkohols pro Kopf und Jahr weltweit Spitzenreiter beim Konsum alkoholischer Getränke. Das Nationalgetränk Wodka wurde inzwischen vom Bier abgelöst. Statistisch gesehen kommen auf jede entkorkte Schnapspulle acht mit Gerstensaft. Verbraucherschützer erklären die Trendwende mit aggressiver Werbung vor allem im Fernsehen. Dadurch, behaupten russische Brauereien, sei ihr Umsatz zwischen 1999 und 2003 um 25 Prozent gestiegen. Nur durch das TV-Werbeverbot drohten der Branche daher Einbußen von mehr als 500 Millionen Rubel – knapp 13 Millionen Euro und fast ein Viertel des derzeitigen Umsatzes. …
(Quelle: Google Alkohol News, 24.7.12) tagesspiegel.de, 24.7.12
unser Online-Kommentar: Wirksame Massnahmen
Die wissenschaftlich erwiesen am besten wirksamen Massnahmen zur Reduktion des Alkoholkonsums in einem bestimmten Gebiet sind erstens Preiserhöhungen, am besten durch Steuern, mit denen Therapie und Prävention finanziert werden können. Dann die Einschränkung der Erhältlichkeit, z.B. bei den Ladenöffnungszeiten, Reduktion der Lizenzvergabungen, Jugendschutzgesetze. Diese Massnahmen sind von der WHO in ihrer Resolution für eine globale Alkoholstrategie von 2010 empfohlen und allen Regierungen bekannt. Wenn Hemmungen bestehen, diese einzuführen, hat das verschiedene Gründe, die je nach Land unterschiedlich sein können. In autoritär regierten Staaten könnte es leichter sein, wirksame Massnahmen durchzusetzen.
Kategorie: Alkoholindustrie, Alkoholsteuern, Allgemein, Erhältlichkeit, Internationales, Medien, Politik, Prominenz, Verhältnis-Präv., Verschiedene, Weltgesundheits-Org., Werbung, WHO globale Alkohol-Strategie |
Keine Kommentare »
Samstag 23. Juni 2012 von htm
Die verbreitete Annahme, Wein sei gesund, sei keinesfalls bewiesen. Zu diesem Schluss kommen Wissenschaftler um Katie Hector in ihrem Artikel im Fachjournal „Biology Letters“. Sie werteten 19 Studien auf verschiedene Lebewesen aus. Dabei stellten sie fest, dass bei Lebewesen mit asexueller Fortpflanzung, Hefen und Nematoden, die lebensverlängernde Wirkung von Resveratrol am zuverlässigsten nachzuweisen war.
(Quelle: welt.de, 22.6.12) Original-Artikel: rsbl.royalsocietypublishing.org, 06/20/12
Kommentar: Diese neuseeländische Studie erntet natürlich bei den von der Alkoholreklame geprägten Weinliebhabern nur Spott und Hohn.
Kategorie: Alkoholindustrie, Allgemein, Diverse, Gesundheit, Medien, Medizin, Werbung |
Keine Kommentare »
Freitag 25. Mai 2012 von htm
24 mai 2012 – Les applications Ricard 3 D et Ricard Mix Codes présentent un caractère intrusif, contraire à la loi EVIN – La Cour d’Appel de Paris ordonne leur retrait de tout support
En juin 2011, la SA RICARD a lancé une campagne publicitaire intitulée Un Ricard des rencontres, relayée par l’intermédiaire d’applications gratuites, constituée de
quatre affiches ou visuels, (les visuels présentent la rencontre du Ricard avec différents ingrédients : eau, glace, grenadine, menthe ; et comportent, à droite, une bouteille de Ricard, en bas au centre, et en gros caractères la mention, en lettres capitales, UN RICARD DES RENCONTRES, et précisant, en haut à gauche, selon le cas : Rencontre # 01 Ricard/eau, Rencontre # 03 Ricard/glace, Rencontre # 34 Ricard/grenadine, Rencontre # 56 Ricard/menthe),
d’un film (il présente, sur fond de musique d’ambiance, des nuages de toutes les couleurs, qui bougent, rappelant les quatre affiches)sur Internet,
L’Association Nationale de Prévention en Alcoologie et Addictologie (ANPAA), a assigné la société RICARD en référé afin de voir ordonner le retrait du film publicitaire sur tout support, la mention Des rencontres associée au nom de Un Ricard ainsi que le retrait et la suppression des applications intitulées Ricard 3D et Ricard Mix Codes, sur tout support, et notamment sur l’Appstore et I Tunes.
Dans un arrêt du 23 mai la Cour d’Appel de Paris renforçant la décision du 5 août 2011 du juge des référés du tribunal de grande instance de Paris fait droit aux demandes de l’A.N.P.A.A. Elle ordonne le retrait: ….
(Quelle: A.N.P.A.A., 24.5.12)
Kategorie: Aktionen, Alkoholindustrie, Allgemein, Gerichtsfälle, Internationales, Medien, Verhältnis-Präv., Werbung |
Keine Kommentare »
Freitag 13. April 2012 von htm
Der Suchtmittelkonsum in Deutschland ist in den letzten Jahren nahezu gleich geblieben. Dies geht aus dem jetzt vorgestellten Jahrbuch Sucht 2012 der Deutschen Hauptstelle für Suchtfragen (DHS) hervor. Das Hauptproblem des Suchtmittelkonsums liegt ihr zufolge nach wie vor bei den legalen Substanzen. Die DHS fordert daher effektive Präventionsmaßnahmen wie Preiserhöhungen, Verkaufsreduzierung und Werbeeinschränkungen. Darüber hinaus müssten in der Prävention die unterschiedlichen Problematiken von Männern und Frauen sowie die soziale Benachteiligung stärker berücksichtigt werden.
Der Alkoholkonsum ist im Jahr 2010 um ein Prozent gesunken, wobei Bier nach wie vor das meist getrunkene alkoholische Getränk in Deutschland ist. Die 12-Monatsprävalenz für problematischen Alkoholkonsum liegt bei den 18-64-Jährigen insgesamt bei 21,1 Prozent, bei Männern sogar bei 32,4 Prozent. ….
(Quelle: aerzteblatt.de, 12.4.12)
Kategorie: Alkoholkrankheit, Alkoholsteuern, Allgemein, Andere Drogen, Arbeitsplatz, Armut, Dokumente, Erhältlichkeit, Internationales, Statistik, Verhältnis-Präv., Veröffentlichungen, Werbung |
Keine Kommentare »
Samstag 7. April 2012 von htm
28.03.2012
Redaktion
Tages-Anzeiger
Leserforum
Zürich
Per e-mail
Leserbrief zu „Unfassbar traurig“ vom 28.3.12
Und wieder ist eine 16-Jährige in einem Raserunfall gestorben. Man ist „unfassbar traurig“, es sei „in erster Linie ein grosses Drama“. Peter Aeschlimann kann das nachfühlen, er schildert ein ähnliches Erlebnis ohne schwere Folgen aus seiner Jugendzeit.
Das Risiko, dass es schlimm ausgehen kann, mache das Leben aus, schreibt er. Ich halte das für Russisches Roulette. Unsere Gesellschaft hat sich damit abgefunden, dass solche Ereignisse in regelmässigen Abständen zu verkraften sind. Ich denke dabei z.B. an den Unfall während der Europameisterschaft im Fussball in der Nähe von Effretikon. Oder kürzlich den tragischen Tod von Whitney Houston.
Auch in meiner Jugend haben wir viele Nächte durchgetanzt. Mit Traubensaft haben wir uns fit gehalten. Am Morgen fuhren wir mit dem ÖV oder per Velo nach Hause. Einmal war ich so blank, dass ich zu Fuss von der Innenstadt nach Zürich-Affoltern marschieren musste. Heute gehört Alkohol und der „brummende Schädel“ am nächsten Morgen dazu und oft eine Alkoholfahrt mit gelegentlich tödlichem Ausgang, mit Tränen und einem lebenslangen Trauma der überlebenden Mitbeteiligten.
Dies ist ein Teil des Preises, den unsere Gesellschaft bereit ist zu zahlen, damit die Alkoholindustrie und die Werbebranche weitgehend unbehelligt ihre Mär vom Genuss ohne Reue verbreiten kann und die Mehrheit der Bevölkerung diesen Genuss auch gedankenlos sucht und pflegt. Und nicht merkt, dass sie dafür eine Mitverantwortung an viel Leid und riesigen Sozialkosten trägt. (Global sterben 6.2% der Männer an Alkohol, in der Altersgruppe der 15-29-Jährigen sind es 9% der Todesfälle dieser Gruppe) Whitney Houston, diese Mädchen bei Effretikon, wie diese 16-Jährige aus der Region Horgen haben dafür mit ihrem Leben bezahlt. Ob Alkohol mitgespielt hat, wurde weder im Fall Effretikon noch im jüngsten Fall mitgeteilt. Mitgefühl, eventuelle Versicherungsleistungen mögen mitspielen. Möglicherweise auch die Hoffnung, man könne unbequemen politischen Forderungen zur Alkoholprävention vorbeugen. Dabei wäre dies absolut nicht nötig. Die Alkoholindustrie hat uns ja ohnehin völlig im Griff.
Freundliche Grüsse
Hermann T. Meyer
(nicht veröffentlicht)
Kategorie: Alkoholfreies, Alkoholindustrie, Allgemein, Feste und Feiern, Gewalt/Kriminalität, Jugend, Konsumhaltung, Leserbriefe, Medien, Schweiz, Sozialkosten, Statistik, Verhältnis-Präv., Verkehr, Werbung |
Keine Kommentare »