www.alkoholpolitik.ch

Alkoholpolitik und Volksgesundheit

Archiv für die Kategorie 'Sport'

CH: Das Bundesamt für Verkehr will härter gegen Hooligans vorgehen

Montag 20. Juni 2011 von htm

Sie prüfen zum Beispiel, ob in jedem Fall an der geltenden Transportpflicht festgehalten werden muss oder ob es davon Ausnahmen geben darf. Heute darf jeder, der ein Billett hat, mit dem Zug von A nach B reisen. Dieses System ist gut, es kann bei Sonderzügen aber zu Problemen führen. Es darf nicht sein, dass auf diesen Fahrten schon fast routinemässig Züge verwüstet werden – und die Fans trotzdem darauf zählen können, ins Stadion und wieder nach Hause befördert zu werden. Da sind wir als Aufsichtsbehörde gefordert und müssen den Bahnen helfen.
Wir erwägen in den Zügen gewisse Massnahmen. Zur Debatte steht zum Beispiel ein Alkoholverbot für gewisse Züge sowie Alkoholtests. Auch ein Verbot von Glasflaschen ist denkbar. Wir klären derzeit ab, was im Rahmen des Hausrechts der Bahnen schon möglich ist und was man allenfalls beschliessen müsste. Wenn nötig, werden wir Gesetzes- oder Verordnungsänderungen vorschlagen. (Quelle: Aus einem Interview der NZZ am Sonntag mit Peter Füglistaler, Chef des Bundesamtes für Verkehr. 19.6.11) Kommentar: Trauerspiel ohne Ende.

Kategorie: Allgemein, Gewalt/Kriminalität, Jugend, Schweiz, Sozialkosten, Sport, Transportation, Verhältnis-Präv., Verkehr | Keine Kommentare »

Leserbrief zu 2 Leserbriefen: “Trinkgewohnheiten – Der Rausch und die Politik“

Sonntag 19. Juni 2011 von htm

8.6.2011

Redaktion
Tages-Anzeiger
Leserforum
Zürich

Per e-mail

Leserbrief zu 2 Leserbriefen: “Trinkgewohnheiten – Der Rausch und die Politik, TA vom 8.6.11 (nicht online)

Zwei Leserbriefe nehmen die „rotnasigen und pausbackigen“ Politiker in Schutz, pochen auf das Recht auf Rausch (wo steht das eigentlich?) und sehen deren Auftritte sogar als alkoholpräventiv oder möchten, dass wir sie mit einer Prise Ironie betrachten.

Dei beiden Autoren wenden sich vehement gegen die in den letzten Tagen im Zusammenhang mit dem Auftritt des Winterthurer Stadtrats Galladé in verschiedenen Artikeln geäusserte Meinung, solche Politiker sollten ein besseres Vorbild abgeben. Dazu eine Erläuterung aus „Alkohol und Massenmedien“ (Regionale Veröffentlichungen der WHO/Europäische Schriftenreihe Nr. 62, 1998):

„Alkoholaufklärung hat u.a. nur deshalb begrenzten Erfolg, weil sie gegen einen Schwall von Botschaften ankämpfen muss, die den Alkoholkonsum fördern. Die primäre Quelle alkoholpositiver Botschaften ist die gesellschaftliche Wirklichkeit, sind die verbreitete und sichtbare Verfügbarkeit alkoholischer Getränke sowie die Allgegenwärtigkeit und die Akzeptanz des Alkohols in unterschiedlichsten Alltagssituationen und Zusammenhängen. Wie sich die Menschen zu gesundheitsbezogenen Themen stellen, wird tendenziell stärker durch Erfahrungen als durch Information bestimmt. Oft machen persönliche Erfahrungen der gesellschaftlichen Normen und Verhaltensweisen die weisen Ratschläge der Alkoholaufklärung unglaubwürdig.“

Suchtmittelwerbung, feuchtfröhliche Auftritte von Politikern oder andern Personen der Öffentlichkeit und die vielen landauf, landab stattfindenden Open Airs, Turn- und Wald- und Wiesenfeste verhindern, dass diese Genussmittel als gefährliche Produkte wahrgenommen und kritisch konsumiert werden. Und sie verunmöglichen eine glaubhafte Prävention bei Jugendlichen, die im Alltag die Welt
der Erwachsenen erleben, die ihr „Recht“ auf Rausch plakativ durchsetzen.

Haben sich die Verfechter des Rechts auf Rausch auch schon überlegt, was ein Alkoholrausch bewirkt? Er lähmt zuerst die wertvollsten menschlichen Eigenschaften, wie Selbstverantwortung, Wille, Urteilsfähigkeit, jene Eigenschaften, die den Menschen vom Tier unterscheiden. Die Menschenwürde geht verloren. Bei Mehrkonsum werden die körperlichen Funktionen geschädigt, bis zur Atemlähmung und zum Erstickungstod. Ist dieser Verlust der Menschenwürde wirklich erstrebenswert? Ist die Menschenwürde nicht ein Geschenk Gottes? Mindestens für aktive Christen und C-Politiker, zu denen sich neuerdings auch die SVP zählen soll? (Letzteres kann nur mit stärkster Ironie ausgesprochen werden.)

Freundliche Grüsse
Hermann T. Meyer, Effretikon

(nicht veröffentlicht)

Kategorie: Allgemein, Feste und Feiern, Jugend, Kultur, Politik, Prominenz, Religion und Alkohol, Schweiz, Sport, Unterricht, Veranstaltungen, Verhaltens-Präv., Weltgesundheits-Org., Werbung, Zitate | Keine Kommentare »

D: Sportjugend überzeugt mit Anti-Alkohol-Projekt

Mittwoch 15. Juni 2011 von htm

Niederwangen / sz Bereits zum siebten Mal ist der Lotto-Sportjugend-Förderpreis vergeben worden. Im Rahmen einer festlichen Preisverleihung im Europa-Park wurden 125 Sportvereine für ihre vorbildliche Jugendarbeit geehrt. 424 Vereine aus ganz Baden-Württemberg hatten sich um die Auszeichnung beworben. Die Sportgemeinde Niederwangen erzielte mit ihrer Aktion „Low Alc – Max Fun“ im Bereich Donau-Oberschwaben den Gruppensieg und erhielt eine mit 2000 Euro dotierte Auszeichnung. … (Quelle: Google Alkohol News, 15.6.11) schwaebische.de, 14.6.11

Kategorie: Aktionen, Alkoholfreies, Allgemein, Geschichten, Internationales, Jugend, Kinder, Sport, Veranstaltungen, Verhaltens-Präv. | Keine Kommentare »

Gesunder Gerstensaft: Alkoholfreies Weißbier stärkt Marathonläufer

Freitag 10. Juni 2011 von htm

Ein Marathonlauf bedeutet enormen Stress für den Körper: Entzündungsprozesse werden angekurbelt, dass Immunsystem schwächelt und die Athleten sind anfälliger für Erkältungen. Der tägliche Konsum alkoholfreien Weißbiers kann diese negativen Effekte abschwächen, zeigt eine Münchner Studie. Sie soll im Januar in der Fachzeitschrift „Medicine & Science in Sports & Exercise“ (MSSE) veröffentlicht werden.
Dazu untersuchten Sportmediziner der TU München 277 Probanden drei Wochen vor und zwei Wochen nach dem München Marathon 2009. Ein Teil der Teilnehmer hatte täglich 1,5 Liter „echtes“ alkoholfreies Weizenbiers getrunken, die andere Hälfte erhielt ein Placebo, das ebenso aussah und schmeckte, aber keine Phenole enthielt. Diese Pflanzenwirkstoffe fangen unter andrem freie Radikale im Körper ab, die während großer Stressbelastung vermehrt entstehen und Zellschäden verursachen. … (Quelle: netdoktor.de, 9.6.11)

Kategorie: Alkoholfreies, Allgemein, Gesundheit, Internationales, Medizin, Sport | Keine Kommentare »

D: Festival des Sports geht mit gutem Beispiel voran

Freitag 10. Juni 2011 von htm

Geisenfeld (GZ) An den drei Festivaltagen wird im Bereich der Bewegungsinseln kein Alkohol ausgeschenkt, und der Raum vor der Stadtpfarrkirche wird im Zuge der Aktion „Alkohol? Kenn dein Limit“ zu einem Eventareal.
Die Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (BZgA) begleitet die Festivals des Sports und wird auch in Geisenfeld mit ihrer Aktion „Alkohol? Kenn dein Limit“ mitmachen, bei der sie vom Verband privater Krankenkassen unterstützt wird. Das Eventareal vor der Kirche wird sich drei Tage lang in einem attraktiven Plower-Power-Design samt Hippiebus präsentieren. Vor allem junge Besucher ab 16 Jahren will man animieren, ihr Limit sportlich auszutesten – ob beim Klettern an der Boulderwand oder bei verschiedenen Spiel- und Mitmachangeboten. Wie sich der Konsum von Alkohol auf die Wahrnehmungs-, Konzentrations- und Reaktionsfähigkeit auswirkt, können die Jugendlichen im Rauschbrillenparcours erleben. (Quelle: Google Alkohol News, 10.6.11) donaukurier.de, 9.6.11

Kategorie: Aktionen, Alkoholfreies, Allgemein, Feste und Feiern, Internationales, Jugend, Kinder, Sport, Veranstaltungen, Verhaltens-Präv., Verhältnis-Präv. | Keine Kommentare »

CH: Alkohol teurer – Damit Junge weniger saufen

Sonntag 5. Juni 2011 von htm

Widmer-Schlumpfs Schnaps-Idee.
Der Liter Bier einen Franken teurer, die Flasche Wein mehr als zwei. Bundesrätin Eveline Widmer-Schlumpf brütet über einer neuen «Lenkungsabgabe». Sie soll die Gesundheit schützen. Und unser Portemonnaie leerer machen.
Seit Monaten bastelt man in diversen Berner Amtsstuben an der Einführung einer neuen Lenkungsabgabe. Sie soll Teil des neuen Alkoholgesetzes sein, das zurzeit total revidiert wird. Die Abgabe könnte mehr als eine Milliarde Franken in die Bundeskasse spülen. Lenkungsabgaben sind Zuschläge auf den Verkaufspreis – wie etwa die CO2-Abgabe auf Brennstoffe. Sie sollen das Verhalten der Konsumenten via Portemonnaie «lenken». Und natürlich die öffentlichen Kassen füllen. (Quelle: blick.ch, 5.6.11)auch 20min.ch, 5.6.11, unser Online-Kommentar: Eine Lenkungsabgabe auf allen Alkoholika ist sehr sinnvoll. Wissenschaftlich erwiesen und auch bei uns eine Erfahrungstatsache: Alcopopsteuer 2005 brachte einen Konsumrückgang auf diesen Getränken von ca 75%. Weil es keine generelle Steuererhöhung auf allen alkoholischen Getränken gab, wurde leider stark auf andere, auch selbst gemischte harte Sachen, ausgewichen. Auf der andern Seite führte die starke Reduktion der Schnapssteuer zu einem Konsumanstieg. Um einer generellen Alkoholsteuer politische Akzeptanz zu verschaffen, sollte sie als Lenkungsabgabe geplant werden. D.h. der Ertrag müsste der Prävention dienen, auch kulturelle und sportliche Breitenförderung sind Prävention. Auf www.alkoholpolitik.ch ist eine Projekt-Idee beschrieben, die einen vielleicht gangbaren Weg aufzeigt. Dann müssten Staat, Präventionsfachleute und Medien der Bevölkerung klarmachen, dass es mit einer Alkoholsteuer nur gewinnen kann. (Siehe auch unsern pendenten Leserbrief)

Kategorie: Alkoholsteuern, Allgemein, Jugend, Kultur, Neues Alkoholgesetz (CH), Politik, Prominenz, Schweiz, Sport, Verhältnis-Präv., Veröffentlichungen, Verschiedene | Keine Kommentare »

D: OV: Kaum Gewalt, viel Alkohol

Sonntag 5. Juni 2011 von htm

Jugendliche im Emsland – und generell in den norddeutschen Landkreisen – sind weniger gewalttätig als in der übrigen Republik. Das besagt eine Studie des Kriminologischen Forschungsinstituts Niedersachsen. Eine gute Nachricht. Das Leben in den Vereinen, die kirchliche Prägung der Region – all dies wirkt sich positiv aus.
Diese Erkenntnis ist nicht neu, eigentlich das Normale. Nur nicht mehr in der scheinbar immer schneller tickenden Zeit. In dieser ist es eine Top-Meldung. Eigentlich schon wieder pervers.
Auch die zweite Meldung überrascht nicht. Jugendliche aus der Region trinken häufiger Alkohol als ihre Gleichaltrigen in Hamburg oder München. Nur die Begründung der Kriminologen erschreckt: Weil es dort Geselligkeit gebe, würde sich die Jugend volllaufen lassen. … (Quelle: Google Alkohol News, 5.6.11) presseportal.de, 4.6.11

Kategorie: Allgemein, Gewalt/Kriminalität, Jugend, Kultur, Religion und Alkohol, Sport | Keine Kommentare »

CH: Schwarzer Fussball-Frühling

Mittwoch 1. Juni 2011 von htm

Der Fussballverband sträubt sich gegen härtere Massnahmen gegen Hooligans
Die Gewalt bei Fussballspielen hat in diesem Frühling überdurchschnittlich zugenommen. Die Massnahmen gegen Hooligans greifen zu wenig.
Sie haben Scheiben eingeschlagen, Verkleidungen von Beleuchtungskörpern heruntergerissen und Handfeuerlöscher geleert. Während der Aufenthalte in Bahnhöfen schmissen sie Flaschen aus dem Zug und verletzten einen Passanten: die Fans des FC Sion, als sie am Sonntag zum Cup-Final nach Basel fuhren. Der Schaden, den die Hooligans im Extrazug angerichtet haben und den die SBB bezahlen müssen, geht in die Zehntausende von Franken. … (Quelle: NZZ, 31.5.11) Kommentar:Grosser Artikel aber kein Wort über Alkohol. Letztes Jahr drei Millionen Franken ungedeckte Schäden, massiv verbilligte Billette, alles zahlt der SBB-Kunde.

Kategorie: Allgemein, Gewalt/Kriminalität, Jugend, Schweiz, Sozialkosten, Sport, Statistik, Verbraucherschutz, Verhältnis-Präv., Verkehr | Keine Kommentare »

CH: «Die Klubs haben diese Szene aufkommen lassen, zum Teil sogar gepflegt»

Montag 16. Mai 2011 von htm

Karin Keller-Sutter, Präsidentin der Polizeidirektoren, fordert eine Festnahme-Einheit gegen Hooligans
Im Letzigrund randalieren FCB-Chaoten, YB-Schläger greifen in Ostermundigen einen Zug an. Was sagen Sie als Präsidentin der kantonalen Polizeidirektoren (KKJPD) zu diesen Gewaltausbrüchen?
Ich finde diese Entwicklung unsäglich. Ich bin aber auch nicht überrascht. Die Klubs haben diese Szene aufkommen lassen, zum Teil sogar gepflegt. Sie freuten sich daran, dass die Fankurven für Stimmung sorgten. Als die Szene gewalttätig wurde, hiess es plötzlich: Das ist ein gesellschaftliches Problem, das muss der Staat lösen. Was kann man tun? … (Quelle: Sonntagszeitung, 15.5.11) Kommentar: Im ganzen Interview keine Silbe über Alkohol. Dafür über millionenschwere Aufstockungen der Polizeistellen. Das ist FDP-Sicht. Den Profit der Industrie, die Schäden für Staat und Bevölkerung, unter dem Deckmäntelchen der Selbstverantwortung.

Kategorie: Alkoholindustrie, Allgemein, Erhältlichkeit, Feste und Feiern, Gewalt/Kriminalität, Jugend, Politik, Prominenz, Schweiz, Sozialkosten, Sport, Verhältnis-Präv., Verkehr | Keine Kommentare »

CH: Randalierer fahren billiger mit der SBB

Montag 9. Mai 2011 von htm

SBB geben Fussball-Fans Rabatt, obwohl diese in Zügen Millionenschäden anrichten.
Für die treusten Kunden steigen die Abo-Preise, Fussballrowdys erhalten bis zu 60 Prozent Rabatt. Dies sei nötig, um die normalen Passagiere zu schützen, sagen die SBB.
Sie zahlen heute schon weniger als normale Passagiere und werden, wie SBB-Sprecher Reto Kormann sagt, in den Extrazügen auch künftig von Spezialtarifen profitieren. So kostet etwa die Fahrt von Zürich an den YB-Match in Bern und zurück mit Halbtax-Abo 22 Franken, im normalen Zug sind es 47 Franken. …
Die SBB privilegieren damit ausgerechnet jene Kunden, die ihnen die grössten Kosten verursachen. Verwüstete Züge mit herausgerissenen Sitzen und zerstörten Fenstern hinterlassen mittlerweile nach jeder Fussball-Saison eine ungedeckte Rechnung von drei Millionen Franken. Und gemäss SBB steigt die Schadenbilanz laufend an: «Gegenüber der Vergleichsperiode des Vorjahres haben wir in der Rückrunde 2011 markant mehr Ereignisse rund um die Fan-Transporte verzeichnet», sagt Kormann. … (Quelle: NZZ, 8.5.11) Kommentar: Dass in Deutschland auf solchen Risikostrecken zu den Spielen Alkoholverbot eingeführt wurde, scheinen die SBB nicht gehört zu haben.

Kategorie: Allgemein, Gewalt/Kriminalität, Jugend, Konsumhaltung, Schweiz, Sozialkosten, Sport, Transportation, Verbraucherschutz, Verkehr, Verschiedene | Keine Kommentare »

Powered by Gb-rugs.com - Rugs & Carpets

Get Adobe Flash player