Donnerstag 23. September 2010 von htm
Suchtkrankheiten verursachen in Deutschland jedes Jahr Kosten in Milliardenhöhe. Allein Alkoholiker schlagen jährlich mit etwa 20 Milliarden Euro zu Buche, wie Professor Felix Tretter von der Bayerischen Akademie für Sucht- und Gesundheitsfragen (BAS) anlässlich des 9. Suchtforums am Mittwoch in Nürnberg erklärte. Dabei seien die Kosten für die eigentliche Behandlung durch Entzug und Entwöhnung verhältnismäßig gering, betonte er. Deutlich höher seien die Folgekosten, etwa durch den Arbeitsausfall. (Quelle: netdoktor.de, 22.9.10) Kommentar: Diese Schätzung ist um einiges zu niedrig. Eine sorgfältige Erhebung für die Schweiz ergab vor Jahren 3.5 Mia. Franken reale Kosten bei 7 Mio. Einwohnern. Beim deutschen Mehrkonsum und Bevölkerungs-Plus muss mit 30 Mia. Euro gerechnet werden. Aber wen kümmert’s schon? Man kann ja doch nichts dagegen tun. – Meint das nicht informierte Volk.
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Samstag 18. September 2010 von htm
Der Tages-Anzeiger bringt einige Zahlen zu verschiedenen Süchten. Z.B. koste ein Alkoholiker der Allgemeinheit 6800 Franken. Dann heisst es, die Alkoholiker kosten das Land 7 Milliarden Franken. (Quelle: Tages-Anzeiger, 18.9.10) Kommentar: Mit 7 Milliarden sind wohl die gesamten alkoholbedingten Sozialkosten gemeint, die vor Jahren in einer Untersuchung auf 6,5 Milliarden beziffert wurden. Wenn man diese 7 Milliarden mit den rund 300’000 Alkoholikern vergleicht, ergibt das einen Anteil von 23’333 Franken pro Alkoholiker. Die 7 Milliarden werden zu einem kleinen Teil von den Alkoholikern verursacht. Beteiligt sind in stärkerem Mass (doppelt) risikoreicher und mässiger Konsum, d.h. der Gesamtkonsum. Deshalb muss Prävention den Gesamtkonsum erreichen. Das heisst auch, dass wir pro Kopf der Bevölkerung im Durchschnitt rund 900 Franken (oder 450 Fr. reale Kosten) jährlich ungefragt ein Leben lang an diese Sozialkosten als Steuern sowie Kranken- und Versicherungsprämien zahlen. Die Gewinne bleiben beim Alkoholkapital.
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