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Alkoholpolitik und Volksgesundheit

Archiv für die Kategorie 'Religion und Alkohol'

Türkei: Erdogan verschärft Alkohol-Vorschriften

Samstag 22. Januar 2011 von htm

In den Umfragen liegt die AKP derzeit bei mehr als 40 Prozent und damit unangefochten an der Spitze. Der „Efes Pilsen Spor Kulübü“ ist einer der erfolgreichsten Basketballclubs der Türkei. Doch er wird nicht mehr lange so heißen: Der Verweis auf den Alkohol im Vereinsnamen muss verschwinden. (Wir berichteten darüber, Adm.) Das ist nur eine von mehreren Dutzend neuen Vorschriften, mit denen die türkischen Behörden insbesondere junge Leute vor den Gefahren des Alkohols bewahren wollen – wobei die Türken bis zu einem Alter von 24 Jahren als jung eingestuft werden. … (Quelle: Google Alkohol News, 21.1.11) tt.com, 20.1.11 / siehe auch nzz.ch, 22.1.11 unser Online-Kommentar: Welche Motive man auch immer hinter Erdogans Vorgehen vermutet, wenn er den Alkoholkonsum reduzieren möchte, hat er meine volle Unterstützung. Wir in Mitteleuropa kennen leider kaum Regierungen, die mit solchen Massnahmen Punkte auf der rechten Seite sammeln wollen oder können. Obwohl wir solche Massnahmen viel dringender nötig hätten. Welche Regierung beruft sich schon auf die Weltgesundheitsorganisation? Deren Resolution für eine globale Alkoholstrategie hat man zwar im Mai 2010 mitunterschrieben, aber sie umzusetzen hat man gar keine Lust. Der Druck der Alkoholindustrie ist stärker. Die Bevölkerung zahlt wie bisher die Zeche.

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Betrunkener Priester ergibt sich nicht kampflos

Freitag 10. Dezember 2010 von htm

Trotz der Übermacht seiner Verfolger, verteidigte er sich wie ein Löwe. Jetzt wird er froh sein müssen, wenn er nicht in einen Käfig gesteckt wird. Mitte November kam es in der Nähe der 4.800-Seelen-Kleinstadt Knyszyn im Nordosten Polens zu einem Zwischenfall, in den ein Priester und einige Polizisten verwickelt waren. (Quelle: kreuz.net, 10.12.10)

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WHO verabschiedet Globale Alkoholstrategie

Montag 6. Dezember 2010 von htm

WHO verabschiedet Globale Alkoholstrategie

Auf ihrer sechsten Weltgesundheitstagung haben die 193 Mitgliedsstaaten der Weltgesundheitsorganisation (WHO) am 20. Mai 2010 die ungeduldig erwartete Globale Strategie zur Senkung des schädlichen Gebrauchs von Alkohol einmütig angenommen.

In der zweistündigen Debatte wurde der schädliche Alkoholkonsum als wesentliches Gesundheitsproblem von allen Mitgliedsstaaten anerkannt. Die Delegierten betonten die weltweiten Aspekte dieses Problems und forderten die WHO zu einer höheren Priorisierung der alkoholbedingten Schäden auf und verlangten mehr Mittel zu ihrer Bewältigung und der Umsetzung der neuen globalen Strategie.

Unter den angesprochenen Problemen wurde die weltweite Zunahme des Rauschtrinkens bei Jugendlichen und der wachsende Einfluss der Alkoholwerbung und -vermarktung als besorgniserregend festgestellt. Die Delegierten begrüssten die verschiedenartigen evidenzbasierten Maßnahmen und ihr Potenzial zur Begegnung der Alkoholprobleme, die in die globale Strategie aufgenommen wurden.

Die Resolution wurde mit einer durch Thailand eingebrachten Änderung zur angemessenen finanziellen und materiellen Ausstattung zur Umsetzung der Strategie in Südostasien verabschiedet.

Die WHO schätzt, dass 2004 2,5 Mio. Menschen an alkoholbedingten Ursachen starben (hauptsächlich Herz- und Lebererkrankungen, Verkehrsunfälle, Suizide und verschiedene Krebsarten), die 3,8% aller Todesfälle und 4,6% der weltweiten Erkrankungen ausmachten.

Der schädliche Alkoholkonsum hat ernste Auswirkungen auf die Gesundheitsversorgung und ist eine der Hauptursachen für weltweite schlechte Gesundheit, sagt das Strategiepapier.

Die Resolution fordert die Mitgliedsstaaten der WHO zu politischen Maßnahmen zur Senkung des schädlichen Alkoholkonsums auf. Sie betont die Wirksamkeit alkoholpolitischer Massnahmen zur Preisgestaltung, Verfügbarkeit und Werbung.

Die Empfehlungen der Strategie sind nicht bindend, sie dienen lediglich als Richtlinien für die WHO-Mitgliedsländer.

Kommentare:

www.alkoholpolitik.ch: Nun hat die NZZ wenigstens im letzten Abschnitt auf die Alkohol-Strategie kurz hingewiesen. Unter dem Untertitel “Empfehlung gegen Fast Food”(?). Die Alkohollobby muss einen gewaltigen Druck auf die Medien ausüben, dass diese sich kaum getrauen, das Thema aufzugreifen. (22.5.10)

Dies ist ein Meilenstein im globalen Bestreben für eine lebenswertere Welt. Herzliche Gratulation und grossen Dank für all die Wissenschafter und Public Health Fachleute, die mit unendlicher Geduld und unermüdlichem Einsatz dieses Ergebnis ermöglicht haben. Hoffen wir nun, dass diese Empfehlungen in den Ländern aufgenommen und umgesetzt werden, damit möglichst bald weltweit die Lebensqualität steigen kann. (21.5.10)

Mariann Skar, Generalsekretärin von Eurocare stellte dazu fest: „Wir begrüßen die Globale Alkoholstrategie der Weltgesundheitsversammlung. Dies ist ein Startschuss zur Begegnung der weltweiten Bedrohung der öffentlichen Gesundheit und des sozialen Wohlbefindens durch den schädlichen Alkoholkonsum,“ und sie ergänzte „Europa hat eine starke Position und Verantwortung durch seine Spitzenstellung im Alkoholkonsum und als wichtiger Exporteur alkoholischer Getränke.“ Sie bedauerte, dass „wir unsere Trinksitten und Normen in Länder exportieren, denen es an Kompetenz und Leistungsfähigkeit mangelt, den daraus resultierenden Schäden entgegenwirken zu können.“

Die Global Alcohol Policy Alliance (GAPA) begrüßte die Resolution ebenfalls. Ihr Vorsitzender Derek Rutherford sagte: „Konzertierte Aktionen zur Senkung der globalen Alkoholprobleme sind lange überfällig. Die heutige Entscheidung der Weltgesundheitsversammlung ist ein wichtiger erster Schritt. Die Strategie widmet den transnationalen Aspekten der Alkoholfrage breiten Raum. GAPA schätzt das weite Spektrum unterstützender Statements von WHO-Mitgliedsstaaten aus Industrie- wie Entwicklungsländern in der Diskussion.“

Zur WHO-Alkoholstrategie :: Resolution WHA61.4 – Strategies to reduce the harmful use of alcohol

EUROCARE (The European Alcohol Policy Alliance) ist ein Zusammenschluss von rund 50 Gesundheitsverbänden aus 22 europäischen Ländern zur Prävention und Senkung alkoholbedingter Schäden. Die Mitgliedsorganisationen sind an Politik und Forschung beteiligt, wie auch an der Verbreitung von Informationen und Ausbildung zu Alkoholfragen sowie der Hilfe für Menschen mit alkoholbedingten Problemen.

Quelle: EUROCARE

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Warum ein Sylter Barkeeper zum Seelsorger wird

Freitag 3. Dezember 2010 von htm

Sieben Jahre stand Hannes Speckle hinter Kampener Bartresen. In den langen Sylter Nächten machte der 34-jährige Österreicher seine Erfahrungen mit den vermeintlich Schönen und Reichen. Erfahrungen, die den Hotelfachschul-Absolventen zu einem radikalen Schnitt in seinem Leben bewogen. Seit einem Jahr absolviert er an der Theologischen Hochschule des berühmten Stiftes Heiligenkreuz bei Wien eine theologisch-philosophische Ausbildung. Sein noch nicht endgültig feststehendes Ziel ist der Anschluss an einen der großen Mönchsorden oder gar das Amt eines katholischen Priesters.
Die dickbauchige Champagnerflasche und die flackernde Kerze, die vor dem modisch gekleideten Speckle auf dem Tisch stehen, sind Symbole für sein bisheriges Leben. Ein Leben zwischen nächtlichen Gesprächen am Tresen und einem von tieferen Werten geprägten Glauben. Werten, nach denen er beim Großteil seiner Bar-Kundschaft zumeist vergeblich gesucht hat. Ohne die Erfahrungen mit den unterschiedlichsten Menschen verallgemeinern zu wollen, hält er sie im Ergebnis doch für symptomatisch. Sein persönliches Fazit fällt entsprechend radikal aus: „Irgendwann musste ich nein zu alledem sagen. Nicht zu den Menschen, sondern zu ihren Aktivitäten, ihrer Philosophie, die aus der Gier nach Profit, Designerklamotten und Konsum besteht.“ (Quelle: kreuz.net, 3.12.10) shz.de, 2.11.10 Kommentar: Wieder einmal hat einer die alkoholische Scheinkultur durchschaut und Konsequenzen für sein Leben gezogen. Ist leider eher selten geworden.

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CH: «Alkoholpolitische Veränderungen und ihre Konsequenzen»

Montag 25. Oktober 2010 von htm

Öffentlicher Vortrag von Michel Graf, Direktor von Sucht Info Schweiz, Lausanne
Ort: Diakoniewerk Neumünster in Zollikerberg, Brunnenhofsaal, Samstag, 30. Oktober 2010, 14.00 Uhr
Der Vortrag wird im Rahmen der Delegiertenversammlung des Blauen Kreuzes der deutschen Schweiz durchgeführt und ist öffentlich.

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CH: Jugendschutzlabel im Alkoholbereich:

Freitag 22. Oktober 2010 von htm

Das Blaue Kreuz hat ein Jugendschutz-Label geschaffen, das Verkaufsstellen auszeichnen soll, die einen besseren Jugendschutz unterstützen wollen, als dies vom Gesetz gefordert wird, d.h. Mindestalter 18 für alle alkoholischen Getränke. Die Zertifizierung erfolgt durch die SGS Société Générale de Surveillance SA in Zürich. (Quelle: Blaues Kreuz, 19.10.10) jugendschutzlabel.ch

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Kirchen werben bei Wertekongress fürs christliche Menschenbild

Sonntag 3. Oktober 2010 von htm

„Christlich ist nicht gleich konservativ“
Beim Wertekongress der Union haben die beiden großen Kirchen in Deutschland für eine auf dem christlichen Menschenbild basierende Politik geworben – und sind nach Ansicht von Prälat Karl Jüsten damit auf offene Ohren gestoßen. Im Interview mit domradio.de hebt der Leiter des katholischen Büros in Berlin besonders das Plädoyer eines CDU-Politikers hervor. Und betont die Bedeutung der Unterstützung der Politik. (Quelle: domradio.de, 27.9.10) unser Online-Kommentar: Jesus, auf den sich diese Politiker berufen, war ein von der Masse ungeliebter Sozialreformer, ja Revolutionär. Die C-Politiker haben das noch nicht begriffen, solange sie das grösste sozialmedizinische Problem, die Alkoholfrage, nicht wirklich angehen. Sie realisieren nicht, dass in diesem Zusammenhang die Menschenwürde ständig verletzt wird, dass in vielen Familien der Alkohol ein ständiges Problem darstellt und dabei Millionen von Kindern die Hölle durchleben und schlechte Lebenschancen haben. Alkohol spielt in Fragen der Armut, der Gewalt, der Entwicklungshilfe eine grosse tabuisierte Rolle und die C-Politiker tun praktisch nichts, dies zu ändern. Bei jeder Gelegenheit setzen sie noch ihre Popularität ein, um zusätzlich für den Alkoholkonsum zu werben.
Und wenn die EU Massnahmen zur Reduzierung der Alkoholschäden vorschlagen wird, werden es sicher wieder auch die C-Politiker sein, die sich widersetzen. Oder wenn die WHO eine globale Alkohol-Strategie vorschlägt, wird fröhlich mitunterzeichnet und dann das Papier klammheimlich in den Schubladen versenkt. Alles im Zeichen der christlichen Nächstenliebe. Und die Bevölkerung leidet weiterhin unter der verminderten Lebensqualität und zahlt ungefragt ein Leben lang horrende Summen an die alkoholbedingten Sozialkosten.
Leider halten sich die Kirchen ebenso vornehm zurück.

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„Anständig wirtschaften“, das neue Buch von Hans Küng

Freitag 24. September 2010 von htm

Hans Küng, der weltbekannte Schweizer Theologe, hat sein Heimatdorf, das luzernische Sursee, für die Präsentation seines neuesten Buches gewählt. „Anständig wirtschaften“ heisst sein Werk, das sich um global gültige Standards für eine gerechte Wirtschaft dreht. (Quelle: swissinfo.ch, 9.9.10) Kommentar: Das sollte Pflichtlektüre für unsere Politiker werden. Sie müssen ja der Wirtschaft auf die Sprünge helfen. Auch in der Alkoholpolitik.

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Messdiener gesteht sexuellen Missbrauch

Mittwoch 22. September 2010 von htm

Ein 31-jähriger Pfarrgemeinderat einer katholischen Gemeinde in Mörfelden-Walldorf (Kreis Groß-Gerau) hat am Montag vor dem Darmstädter Landgericht den sexuellen Missbrauch von Kindern gestanden. Bei Proben und auf Freizeiten habe er den Kindern Alkohol ausgeschenkt und ihnen gelegentlich Pornofilme gezeigt, sagte der Angeklagte. (Quelle: Google Alkohol News, 21.9.10) welt.de, 20.9.10

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D: Sündige Rendite

Samstag 18. September 2010 von htm

Katholische und evangelische Kirchenbanken locken Anleger mit ethisch sauberen Geldanlagen. Doch fromm beworbene Fonds spekulieren mit Rüstung, Tabak, Alkohol oder Glücksspiel. (Quelle: Google Alkohol News, 18.9.10) spiegel.de, 13.9.10

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