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Alkoholpolitik und Volksgesundheit

Archiv für die Kategorie 'Medien'

Schweizer Fernsehen: Club über Jugendgewalt

Mittwoch 17. März 2010 von htm

Da wurde des Langen und Breiten über Ursachen und Wirkungen der heutigen Jugendgewalt diskutiert, dass aber ein beträchtlicher Teil der Vorfälle nicht derart eskaliert wären, wenn die Beteiligten nicht unter dem Einfluss von Alkohol gestanden hätten, wurde mit keinem Wort erwähnt. Tages-Anzeiger, 17.3.10 Hier mein Online-Kommentar beim Schweizer Fernsehen: Es ist mir unverständlich, dass in einer so langen Sendung bei diesem Thema die Rolle des Alkohols als Gewaltauslöser nicht erwähnt wird. Es gibt inzwischen genügend Polizei-Statistiken und Studien, die diese belegen. Da bestünde doch echtes Präventionspotenzial. Oder tangiert das die persönliche Freiheit, wie sie von den Freisinnigen verstanden wird? Oder will man mögliche Werbekunden nicht abschrecken?

Kategorie: Allgemein, Gewalt/Kriminalität, Jugend, Medien, Schweiz, Werbung | Keine Kommentare »

Ein Alkohollobbyist zur WHO-Resolution/Alkohol-Strategie

Samstag 13. März 2010 von htm

Jetzt kommt der »Passivtrinkerschutz« … diesmal nicht zulasten der Genußraucher sondern der Genußtrinker.
Fallen wir wieder darauf rein? Oder haben wir aus dem »Nichtraucherschutz«-Debakel gelernt? (Quelle: Google Alkohol Alert, 13.3.10) sackstark.de, 13.3.10 Unser Online Kommentar: Vielen Dank für Ihre fleissige Übersetzerleistung. Sie haben leider immer noch ein Brett vor dem Kopf, sonst würden Sie auch erkennen, dass das Alkoholproblem ein sozial-medizinisches Problem ist und deshalb das schwerwiegendste Drogenproblem. Es gibt kaum ein Problemfeld in unserer Gesellschaft, in dem der Alkohol keine negative Rolle spielt. Sie haben richtig bemerkt, dass die Quantifizierung nicht immer leicht ist, deshalb auch die unbestimmten Formulierungen. Ihr Zitat von Kurt Tucholsky finde ich sehr passend. Es nimmt Partei für jene wachen Erdenbürger, die sich endlich gegen das Diktat der Alkoholindustrie auflehnen, einer Industrie, welche die Gesellschaft in Geiselhaft genommen und deren Glieder zu Passivtrinkern degradiert hat. D.h. sie zahlen die Sozialkosten und leiden unter der verminderten Lebensqualität.

Kategorie: Alkoholindustrie, Alkoholkrankheit, Alkoholsteuern, Allgemein, Arbeitsplatz, Armut, Gesundheit, Gewalt/Kriminalität, Internationales, Jugend, Medien, Passivtrinker, Politik, Statistik, Verhältnis-Präv., Verkehr, Weltgesundheits-Org. | Keine Kommentare »

Bayern: Innenminister Herrmann lädt zum Trinktest

Sonntag 7. März 2010 von htm

Bayerns Innenminister Joachim Herrmann (CSU) lädt zum Trinkversuch ein. Über 80 Landtagsjournalisten sollen sich am 16. März gemeinsam mit ihm im Innenministerium dem Alkohol hingeben.
Die Teilnehmer müssen zuvor den Promillewert angeben, den sie erreichen wollen. Während des Versuchs darf nichts gegessen werden, um die Ergebnisse nicht zu verfälschen. Eineinhalb Stunden später wird dann wahlweise ein Atemalkoholtest oder eine Blutalkoholkontrolle durchgeführt, wie das Ministerium am Donnerstag mitteilte. Danach wird gemeinsam zu Abend gegessen.
Der Trinkversuch solle zeigen, welche Auswirkungen bereits geringe Mengen auf die Reaktionsfähigkeit und Fahrtüchtigkeit haben. Damit das Ganze nicht nur in einen feuchtfröhlichen Abend ausartet, werden ein Rechtsmediziner und ein Richter die Alkoholthematik in wissenschaftlichen Vorträgen aus ärztlicher und aus juristischer Sicht beleuchten. (Quelle: Google Alkohol Alert, 6.3.10) augsburger-allgemeine.de, 6.3.10 Kommentar: Vorsicht, Journalisten gehören zu einer der am meisten gefährdeten Risikogruppen.

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Schweiz: Neue Plattform der Medienkritiker gegründet

Dienstag 2. März 2010 von htm

Am 24.2.10 sei der Verein Medienkritik Schweiz gegründet worden, berichtet die NZZ. Der ehemalige Chefredaktor des St. Galler Tagblatts und Redaktor der NZZ, Gottlieb F. Höpli, wurde zum Präsidenten gewählt. Es ginge nicht darum, mit einer einzigen Stimme zu sprechen, vielmehr sei das Ziel, die Diskussion über die vierte Gewalt zu stärken. Die Webseite www.medienkritikschweiz.ch sei reserviert aber noch nicht aktiviert. Man wolle nicht die Hände in den Schoss legen. (Quelle: NZZ, 2.3.10) Kommentar: Wenn sie sich selbstkritisch mit der ungenügenden Bearbeitung des Alkoholproblems auseinandersetzen wollten, hätten sie ein rechtes Stück Arbeit vor sich und einige Schatten zu überspringen.

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