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Alkoholpolitik und Volksgesundheit

Archiv für die Kategorie 'Gewalt/Kriminalität'

Studien zum Thema Drogen und Gewaltverbrechen

Sonntag 7. Juni 2009 von htm

09.5202 Fragestunde im Nationalrat. Frage Geissbühler Andrea Martina: Wissenschaftliche Studien
zum Thema Drogen und Gewaltverbrechen. Einreichungsdatum 02.06.09. Amtliches Bulletin, 2.6.09

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Street Parade 2009 in Zürich

Freitag 5. Juni 2009 von htm

Gleiche Regeln wie im Vorjahr: Wie bereits 2008 werden auch an der diesjährigen Street Parade vom 8. August keine zusätzlichen Baraufbauten und Musikanlagen im Freien bewilligt. Die positiven Erfahrungen mit diesen Einschränkungen gegenüber früheren Jahren haben den Stadtrat bewogen, vorderhand an diesen Regeln festzuhalten. Ziel dieser Massnahme ist, den Alkoholkonsum während der Street Parade zu reduzieren und damit Gewaltvorfälle zu verhindern, wie sie in den letzten Jahren immer wieder zu beklagen waren. (Quelle: Infoset Newsletter Juni 09) Medienmitteilung der Stadt Zürich.

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Kommende Veranstaltungen

Freitag 5. Juni 2009 von htm

# Eurocare’s Annual General Assembly. 10 June, Stockholm
# Alcohol Policy Network meeting. 10 – 12 June, Stockholm
# Symposium on Science, Communication and Policy. 15-16 June, Strathclyde, Glasgow
# Alcohol and Pregnancy Conference. 9 September, Brussels
# Expert meeting on Alcohol and Health. 21 – 22 September 2009, Stockholm
# Models, implications and meanings of alcohol and drug treatment systems. 7 – 9 October 2009, Stockholm.
# 6th Annual Conference of the International Network on Brief Interventions for Alcohol Problems (INEBRIA). 8 – 9 October 2009, UK
# Youth, Alcohol & Crime (Problems & Effective Responses). International Conference. 13 November 2009, Bristol. (Quelle und links: Eurocare Newsletter April/May 09)

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Wie die deutsche Alkohollobby die Alkoholpolitik macht

Donnerstag 4. Juni 2009 von htm

Online-Kommentar zu „Die Gesetzeshüter“ in „Die Zeit“ vom 14.5.09
Ein sehr erhellender beängstigender Artikel
Der Artikel „Die Gesetzeshüter“ ist eine der wenigen journalistischen Arbeiten, die auf dem Gebiet der Alkoholpolitik wirklich recherchiert sind. Wie einige der Kommentare aber zeigen, ist die Aussage immer noch zu wenig deutlich: Der Kampf um die Volksgesundheit und die sozialen Kosten des Alkoholkonsums wird von einer schwachen Regierung auf die untere Ebene delegiert, wo die Alkoholindustrie, ihre Verbündeten und die von ihnen abhängigen Geldempfänger mit wenigen Schachzügen die Gesundheitslobby, welche die Interessen des blinden, weitgehend „alkoholisierten“ Volkes vertritt und sich dabei auf die Wissenschaft, die Polizeistatistiken und den gesunden Menschenverstand stützen kann, auszumanövrieren vermag.
Dieser Vorgang ist nicht nur typisch für Deutschland. Auch andere Industrieländer erleben die gleiche Tragik. Aber diese lehrbuchartige Schilderung kann vielleicht einigen die Augen öffnen. Wie lange sich Sabine Bätzing oder andere in gleicher Situation noch verheizen lassen wollen, hängt wahrscheinlich davon ab, wie sie ihre Selbstachtung noch bewahren können. Mein Mitgefühl haben sie.
Ihre Kritiker werden wahrscheinlich noch lange nicht merken, dass sie ihre vermeintliche Freiheit schon lange der Alkohollobby geopfert haben, für die sie ungefragt über die Jahre Tausende von Euros an Sozialkosten bezahlt haben und weiter bezahlen, von denen sie die eigene Lebensqualität und die ihrer Kinder beschneiden lassen und die millionenfaches Leid über die Menschen gebracht haben und täglich bringen. Ein Schweizer Pädagoge schrieb ein Buch: „Dummheit ist lernbar.“ Die Alkoholindustrie ist eine ausgezeichnete Lehrinstanz. Wer sich informieren will: www.alkoholpolitik.ch

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Zitat aus dem Nationalrat

Donnerstag 4. Juni 2009 von htm

Nationalrat Caspar Baader, SVP, in der Debatte um verschärfte Strafen: „Wir sind gewählt, um zu handeln und nicht um zu warten. „ Kommentar: Wie gut für unser Volk wäre es doch, wenn die sogenannte Schweizer Volkspartei wirklich für das Volk handeln würde. Dann wäre das Alkoholproblem in den Griff zu bekommen und die Gesundheitskosten würden sinken. Wortbulletin Nationalrat, 3.6.09 SF Tagesschau, 3.6.09

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Typischer Fall: Zu viel Alkohol an Pfingsten

Dienstag 2. Juni 2009 von htm

Eine ganze Reihe von Einsätzen, ausgelöst durch die Trunkenheit der Beteiligten, prägte das Pfingstwochenende bei der Friedberger Polizei. (Bayern, D) Rabiat gebärdete sich ein 19-jähriger Augsburger, der in der Nacht zum Pfingstmontag in einer Disco in der Friedberger Seestraße ausgiebig gezecht hatte, so die Polizei. Gegen 4.20 Uhr sprang er an der Kreuzung Augsburger Straße auf die Motorhaube eines BMW, dessen Fahrer an der roten Ampel wartete. Der Täter ließ sich auch durch Rückwärtsfahren nicht von weiteren Angriffen abhalten, sondern folgte dem Fahrzeug und sprang auf der Fahrtlänge von etwa 100 Metern immer wieder auf Motorhaube und Windschutzscheibe. … (Quelle: Google Alkohol Alert, 2.6.09) Augsburger Allgemeine, 1.6.09

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TOP NEWS: Alkohol macht die Vandalen erst stark

Dienstag 2. Juni 2009 von htm

Jugendliche Vandalen machten in den letzten Wochen im Zürcher Oberland von sich reden. Auch für Fachleute ist es nicht einfach, dagegenzuhalten. Hans-Werner Reinfried, Jugendpsychologe in Uster: «Einige Jugendliche wissen mit ihrer Freizeit nichts anzufangen und fallen gerne und schnell auf.» Vandalenakte würden zudem meist von Gruppen verübt – häufig in Zusammenhang mit Alkohol- und/oder Drogenkonsum. «Die Schweiz ist ein sehr drogenfreundliches Land. Die Erwachsenen leben den Kindern vor, dass es in Ordnung ist, sich zu betrinken», sagt Reinfried. Die enthemmenden Substanzen seien ein wesentlicher Faktor. Wichtig sei, dass eine gesellschaftliche Diskussion ausgelöst werde und die Medien nicht nur plakativ über Vandalenakte berichteten. (Quelle: Google Alkohol Alert, 2.6.09) Tages-Anzeiger, 1.6.09 Kommentar: Endlich ein Fachmann, der den Durchblick hat und es auch wagt, Klartext zu reden.

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Sexuelle Kriminalität und Knockout Drogen

Dienstag 2. Juni 2009 von htm

Sexuelle Kriminalität mit Drogenunterstützung ist im Zunehmen begriffen. Das Bonner Institut für Forensische Medizin hat festgestellt, dass die Zahl von Untersuchungen im Hinblick auf den Gebrauch von Betäubungsmitteln bei sexuellen Vergehen innerhalb seines Einzugsgebietes zwischen 1997 und 2006 um das 10-Fache gestiegen ist. In der aktuellen Ausgabe des Deutschen Aerzteblattes International, präsentieren Burkhard Madea und Frank Musshoff die Aktionsmodelle und die Beobachtungsfenster für die häufigsten Substanzen. (Dtsch Arztebl Int 2009; 106 (20): 341-347). (Qeulle: Medical News Today, 1.6.09)

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Verbote in Ravensburg, D: Neue Spielregeln ab Montag

Samstag 30. Mai 2009 von htm

Ab Pfingstmontag gelten auf 120 Plätzen und Anlagen in der Stadt neue Spielregeln: Zum 1.Juni greifen die vom Gemeinderat vor kurzem beschlossenen Alkohol- und Aufenthaltsverbote, die für mehr Sicherheit und Ordnung in Ravensburg sorgen sollen. Ein privater Wachdienst wird ab sofort die Kontrolle übernehmen.
(Quelle: Google Alkohol Alert, 30.5.09) szon.de, 29.5.09

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TV Alkoholwerbeverbot in der Schweiz in Gefahr

Samstag 30. Mai 2009 von htm

Zwei Online-Kommentare auf Kommentare zu „TV-Alkoholwerbeverbot soll für Wein und Bier fallen“ in der NZZ vom 27.5.09
Die eigenen Interessen
Lieber Herr NN, Sie haben noch Illusionen! Wie wollen Sie im Strassenverkehr Ihre eigenen Interessen gegenüber alkoholisierten Fahrern wahrnehmen? Wie können Kinder in alkoholbelasteten Familien ihre Interessen wahrnehmen? Wie fühlen Sie sich, wenn Ihre Tochter unter Alkoholeinfluss ungewollt geschwängert wird? Trifft es Ihre Interessen, jedes Jahr ungefragt Hunderte von Franken zusätzlich wegen Alkoholschäden an Krankenkassenprämien, Versucherungsprämien und Steuern zu bezahlen? Sie sind eindeutig Kandidat für die Ehrenmitgliedschaft bei der Alkoholindustrie.

NN (28. Mai 2009, 11:20)
an Herr Herrmann
Danke für Ihren Kommentar. Ich gehöre halt leider zur Gruppe jener Menschen, die ihre Interessen gerne selbst wahrnehmen, ohne auf die lieben Mitmenschen und deren Vorstellungen über mein Leben zu warten.

Hermann T. Meyer (28. Mai 2009, 10:49)
Wo sind sie geblieben?
Viele haben wohl resigniert, weil sie von Leuten wie NN als Gesundheitsapostel, Prediger, Sektierer verfemt wurden, wo sie doch nur die Interessen der Bevölkerung gegen die der Alkohollobby hörigen Mehrheit in Bern verfochten haben. Leider erkennt die Bevölkerung selber ihre Interessen nicht, weil sie von der Werbung und dem Lifestylegeschwätz in den Medien zugedeckt sind. Jetzt gibt es noch eine Ladung mehr davon, wenn der Ständerat umkippt. Die Prävention für Jugendliche hat dann noch weniger eine Chance.

NN (27. Mai 2009, 17:54)
unglaublich
Da wird man in der Schweiz nicht müde, die Raucher zu stigmatisieren, aber Alkoholwerbung soll man im TV dann freigeben können. Typisch für ein Land, das längst keine eigene Meinung mehr hat und unreflektiert der EU nachreent. Wo sind die Gesundheitsapostel geblieben, die doch sonst so zahlreich sind?

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