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Alkoholpolitik und Volksgesundheit

Archiv für die Kategorie 'Fetales Alkohol Syndrom (FAS)'

Benefizkonzert „Tag des alkoholgeschädigten Kindes“ am 9.9.10

Freitag 2. Juli 2010 von htm

In Deutschland werden jedes Jahr 10.000 alkoholgeschädigte Kinder geboren, davon etwa 4.000 mit dem fetalen Alkoholsyndrom (FAS), einer schweren körperlichen und geistigen Behinderung. Um auf die schwer wiegenden Konsequenzen von Alkoholkonsum während der Schwangerschaft aufmerksam zu machen, wurde auf Initiative von »FAS World« der 9. September zum internationalen Tag des alkoholgeschädigten Kindes erklärt. Anlässlich diesen Tages findet im Rahmen der Kampagne »Na klar…!« am Donnerstag, den 09. September 2010 um 19.00 Uhr ein Benefizkonzert in der Heilig-Kreuz-Kirche (Berlin-Kreuzberg) statt. Wir freuen uns, engagierte Musiker/innen für das Konzert gewonnen zu haben und so ein anspruchsvolles und vielseitiges Programm gestalten zu können:
Der Erlös des Konzerts kommt der deutschlandweit einzigen Wohngruppe für junge Erwachsene mit FASD des Sonnenhof e.V. zugute.
Eintrittskarten (10,00 €, ermäßigt 7,00 €) erhalten Sie in der Fachstelle für Suchtprävention im Land Berlin, bei KOKA 36, Tel. 030 – 6110 1313 sowie bei allen bekannten Vorverkaufsstellen (außerhalb der Fachstelle: Preis zzgl. Vorverkaufsgebühr).

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Kampagne in Norditalien schockt mit Fötus im Cocktailglas

Donnerstag 27. Mai 2010 von htm

Dieses Bild schockt Italien! Ein brauner Cocktail mit Eis und Zitrone, in dem sich ein menschlicher Fötus krümmt. Mit einer Kampagne der besonders unappetitlichen Art wollen die Behörden im norditalienischen Treviso Schwangere vom Alkohol abhalten, berichtet „AOL News“.
„Die Mutter trinkt, das Baby trinkt“, steht über der Fotomontage. Sie ist derzeit in Straßen, Krankenhäusern und auf Toiletten in Bars und Clubs in Treviso zu sehen.
Das Gesundheitsamt in Treviso hat die Kampagne gestartet.
Alarmiert wurden die Behörden offenbar durch die Statistik. Demnach sollen zwei Drittel aller schwangeren Frauen in Italien Alkohol trinken. (Quelle: Google Alkohol News, 27.5.10) bild.de, 26.5.10

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Nun ist auch der deutsche Brauer-Bund im Rennen

Sonntag 18. April 2010 von htm

„Unter der Schirmherrschaft von Bundesfamilienministerin Kristina Schröder (CDU) haben die Stiftung für das behinderte Kind und der deutsche Brauer-Bund eine Aufklärungskampagne gegen Alkohol in der Schwangerschaft gestartet. Die Aktion „0,0 Promille in der Schwangerschaft“ wendet sich an Frauen im gebärfähigen Alter und will über die drohenden lebenslangen Folgen des Alkoholkonsums während der Schwangerschaft aufklären.“ (Quelle: Google Alkohol News, 17.4.10) fasd-zentrum.blogspot.com, 16.4.10 (Mit unserem Online-Kommentar) Kommentar: Was der Spirituosenverband kann, liegt auch dem deutschen Brauer-Bund nicht fern. Er unterstützt das neue FASD-Zentrum der Charité in Berlin gegen Alkohol in der Schwangerschaft. Wie schon erwähnt, eine Art pervertiertes Social Marketing. Wer evaluiert den eventuellen Nutzen gegenüber dem zusätzlich angerichteten Schaden?

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Zu Pernod Ricard’s „Social Marketing“ in Berlin

Samstag 10. April 2010 von htm

An der Charité in Berlin hängen seit kurzem riesige Transparente, die mit dem Slogan »Mein Kind will keinen Alkohol« Schwangere dazu aufrufen, während ihrer Schwangerschaft auf Alkohol zu verzichten. Anlass war die Eröffnung des FASD-Zentrums, einer Einrichtung zur Behandlung von Menschen mit angeborenen Alkoholschäden. Finanzielle Unterstützung erhielten Charité und FASD-Zentrum ausgerechnet vom zweitgrößten Allkoholproduzenten Pernod Ricard, der die professionell top-gestaltete Website www.mein-kind-will-keinen-alkohol.de aufschaltete und die Kampagne mit prominenten Frauen aus Showbiz und Politik versorgte. …
»Rausch« würde gern Ihre Meinung dazu wissen: Soll die Alkoholindustrie Prävention betreiben? Herzlich willkommen bei unserer neuen Umfrage (Quelle: zeitschrift-rausch.de, 9.4.10) (Wir haben gestern bereits kommentiert.)

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Pernod Ricard: PR bei Schwangeren in Deutschland

Freitag 9. April 2010 von htm

Alkohol in der Schwangerschaft: Schnaps herstellen und Wasser predigen. Eine Glosse.
Muss uns wirklich ein Schnapshersteller sagen, dass Trinken Kinder dumm macht? Wie ein Alkohol-Konzern versucht, die Gesellschaft gesünder zu machen und wie eine Ministerpräsidentinnengattin dabei hilft – ein Ortstermin.
Aber heute sind wir erwachsen. Heute ist Saufen ernst und „Pernod Ricard“ sich seiner Verantwortung für die Schwächen der Gesellschaft ganz furchtbar stark bewusst. Der Alkohol-Hersteller, Zweitgrößter auf der Welt für Schnaps-Likör-Whiskey-Rum, startete heute in Deutschland seine Kampagne gegen den Alkoholgenuss während der Schwangerschaft. „Mein Kind will keinen Alkohol“, ruft Pernod Ricard den Brütenden der Nation zu. Um es seriös zu machen, hatte man dafür ins Haus der Bundespressekonferenz geladen. (Quelle: Google Alkohol Alert, 9.4.10) stern.de, 8.4.10 Kurzmeldung auch bei 20minuten.ch, 8.4.10 Kommentar: Das könnte man als eine Art Perversion des Begriffs „Social Marketing“ bezeichnen. Ein für die Gesellschaft schädliches Produkt bewerben, indem man sich auf einem kleinen Sektor positiv in Szene setzt und seinen Namen gross ins Spiel bringt. Hier noch besonders clever, indem man sich angesehene Institutionen und Personen des öffentlichen Lebens ins Boot holt, die sich dabei auch etwas PR erhoffen. Der Sinn des Ganzen: Man hofft, die Umsatzeinbussen bei Schwangeren durch den Imagegewinn und Mehrverkäufe bei den übrigen Konsumenten mindestens zu kompensieren. Der Arzt der Berliner Charité dachte wahrscheinlich, der Zweck heiligt die Mittel. Er hätte sicher auch andere Partner finden können, wahrscheinlich nicht so lukrative…

Kategorie: Alkoholindustrie, Allgemein, Eltern, Fetales Alkohol Syndrom (FAS), Geschichten, Internationales, Kinder, Verhaltens-Präv., Werbung | Keine Kommentare »

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