Montag 23. August 2010 von htm
Der Alkoholkonsum an der Wetziker Chilbi hatte in den letzten Jahren denkwürdige Folgen. Doch dieses Jahr soll alles anders werden. Mit einer neuen Präventionsstrategie will das Organisationskomitee verhindern, dass der Abend in einem bösen Morgen – oder bildlich gesprochen: über der Kloschüssel – endet. Das Konzept: An den Haupteingängen des Geländes und vor der Eishalle befinden sich vier Checkpoints. … Solange sich die Bars nicht konsequent an die Beschränkungen hielten, sei das Konzept zwecklos, meint die Bubikerin. Tatsächlich tragen die meisten Chilbibesucher zwar einen Becher in der Hand, aber kein Bändeli um den Arm. (Quelle: Tages-Anzeiger, 22.8.10) Kommentar: Einzelbeobachtungen genügen nicht zur Einschätzung des Erfolgs. Umsatz- und Besucherzahlen, sowie die Berichte der Notfallstationen müssten mit dem Vorjahr verglichen werden. Besser wäre es auf alle Fälle, nicht nur auf eine Massnahme abzustellen. Z.B. strenge Kontrollen der Verkaufsstellen mit massiven Sanktionen, Mindestpreise für Alkoholika, wesentlich billiger als für Alkoholfreies, z.B. durch hohe Standgebühren. Mitgebrachten Alkohol verbieten und einsammeln.
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Sonntag 22. August 2010 von htm
Aufgrund des Churer Fests ist in der Churer Innenstadt ab heute bis am Sonntag mit Verkehrsbehinderungen zu rechnen. Ausserdem weist die Stadtpolizei in ihrer Mitteilung darauf hin, dass auch am diesjährigen Churer Fest im sicherheits- und verkehrspolizeilichen Bereich Schwerpunkte gesetzt werden. Deshalb ruft die Stadtpolizei in Erinnerung, dass Alkohol generell massvoll genossen werden soll und dass Festbesucher, die noch Auto fahren möchten, strikt auf Alkohol verzichten sollen. (Quelle: Google Alkohol News, 21.8.10) suedostschweiz.ch, 20.8.10
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Donnerstag 12. August 2010 von htm
Die Stadt Wetzikon will die Alkoholexzesse an der Chilbi eindämmen. Jugendliche müssen sich vor Betreten des Festgeländes ausweisen. Am Ende der Sommerferien feiert das halbe Oberland an der traditionellen Wetziker Chilbi. Dabei fliesst der Alkohol in Strömen. Immer häufiger greifen Jugendliche in den zahlreichen Bars und Festwirtschaften zur Flasche – obwohl die Abgabe von Bier und Wein an unter 16-Jährige und von Spirituosen und Alcopos an unter 18-Jährige verboten ist. Das sorgte in den vergangenen Jahren zunehmend für Unmut, Raufereien und riesige Abfallberge. (Quelle: Tages-Anzeiger, 12.8.10)
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Dienstag 10. August 2010 von htm
Am kommenden 14. August findet die Zürcher Street Parade mit mehreren Hunderttausend Besucherinnen und Besuchern statt. Nebst Schweiss wird Alkohol in Strömen fliessen. Einige Partygäste greifen auch zu bunten Pillen. Für sie hält Sucht Info Schweiz Informationen über die Risiken des Alkohol- und Drogenkonsums bereit. Besonders riskant ist der gleichzeitige Konsum von Alkohol mit anderen Drogen. (Quelle: Pressemitteilung Sucht Info Schweiz, 10.8.10)
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Montag 2. August 2010 von htm
Die Heuchelei über die Schuld an der Massaker-Loveparade zieht sich bis in die Trauerfeier am letzten Samstag in der Duisburger Salvatorkirche. Der schwachsinnige Präses der rheinischen Protestanten, Nikolaus Schneider, (62) nannte das Drogen- und Alkoholspektakel ein „Fest der überbordenden Lebensfreude“.
Es gab auch besonnene Stimmen. So warnte der ehemalige Polizeipräsident von Bochum, Thomas Wenner (63), vor der Trauerfeier vor den politischen Schönrednern: „Die Loveparade ist die größte Drogenparty mit viel Alkoholgenuß, die man im Ruhrgebiet auf einmal haben kann.“ …(Quelle: kreuz.net, 2.8.10)
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Mittwoch 28. Juli 2010 von htm
14.7.2010
Redaktion
Tages-Anzeiger
Leserforum
Zürich
Per e-mail
Leserbrief zu „Der HB ist das grösste Jugendhaus der Schweiz“ vom 13.7.2010
Eine wirklich gelungene Wortschöpfung oder Neudefinierung: Die Alkoholindustrie wird zum Freizeitgewerbe hochstilisiert. Was England mit seinem 24-Stundenbetrieb eingeführt und die entsprechenden voraussehbaren Folgen erlebt hat, wird nun hier mit Erstaunen und Betroffenheit auch festgestellt. Wir haben auf Drängen des Wirteverbandes und seiner Lobbyisten im Kantonsrat das Gastgewerbegesetz vor 15 Jahren liberalisiert und damit die Mitverantwortung der Gesellschaft aufgegeben. Als „Passivtrinker“ (gemäss WHO) tragen wir nur noch die Folgen.
Natürlich kommen aus allen Ecken wohlgemeinte Ratschläge, was zu tun wäre, aber auf die Fachleute hört niemand. Auch einem Prof. Martin Killias wird Weltfremdheit vorgeworfen, wenn er eine Rückkehr zur Polizeistunde andenkt. Dabei hat er das gemacht, was jeder Politiker tun müsste: Eine negative Entwicklung nüchtern analysieren und nach geeigneten Gegenstrategien suchen.
Sein Beispiel zur Verantwortung der Eltern ist besonders interessant. Die Veränderung der Strukturen im viel grösseren Angebot an Ausgehmöglichkeiten verunmöglichen den Eltern, ihre Rolle zu spielen. Also müsste der Staat diese Strukturen wieder so zurechtbiegen, dass die Verhältnisse normalisiert werden können.
In der Alkoholprävention sprach man deshalb früher von strukturellen Massnahmen, heute ist das die Verhältnisprävention. Die WHO hat im Mai eine riesige Untersuchung mit einer Resolution für eine globale Alkohol-Strategie abgeschlossen, die auch von der Schweizer Regierung mitunterzeichnet wurde. Darin sind die wirksamen Massnahmen detailliert und evidenz-basiert aufgezeigt, welche zu einer sinnvollen Alkoholprävention gehören. Es müsste ein ganzes Paket geschnürt werden. Bisher hiess es immer bei einer vorgeschlagenen Massnahme, dies geht nicht, man sollte jenes tun. Wichtig wäre aber einmal, dass man sich über das Ziel einig ist.
Bei den illegalen Drogen gab es vor Jahren einen parteiübergreifenden Konsens, was zu tun ist. Beim Alkohol, der bei uns viel schädlicher wirkt, besteht die Einigkeit unter den bürgerlichen Mehrheits-Parteien vor allem darin, nichts zu tun oder nur etwas, das die Jugend betrifft, die Erwachsenen aber, in ihrem ebenso risikohaften Trinkverhalten, wenn möglich noch bestärkt. Auf keinen Fall darf das Alkoholgewerbe darunter leiden, und wir alle bleiben die Dummen – auch die Jugendlichen, die ihre Gesundheit, ihre Berufsaussichten und die Chancen ihrer zukünftigen Kinder riskieren. Auch unsere Gesellschaft und die Wirtschaft hätte Bedarf an weniger alkoholbelasteten zukünftigen Stimmbürgerinnen, Stimmbürgern und Arbeitskräften.
Freundliche Grüsse
Hermann T. Meyer, Effretikon
(nicht veröffentlicht)
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Mittwoch 28. Juli 2010 von htm
Immer mehr Kinder und Jugendliche trinken zu viel, schon die Hälfte der 12-Jährigen hat Alkohol-Erfahrung. Wie sollen Eltern mit dem Thema Alkohol umgehen?
• Bringen Sie Ihre Kinder so spät wie möglich mit Alkohol in Kontakt. Je später sie damit in Berührung kommen, umso größer ist die Wahrscheinlickeit, dass sie Alkohol später nur in Maßen trinken. Generell gilt: Unter 14 Jahren sollten Kinder keinen Alkohol trinken, auch keinen „Probeschluck“ bei Familienfeiern, unter 18 keine Spirituosen.
• Seien Sie ein gutes Vorbild! Trinken Sie zu Hause nicht regelmäßig, schon gar nicht vor Ihren Kindern. (Quelle: Google Alkohol News, 28.7.10) bild.de, 27.7.10 mit unserem Online-Kommentar: Diese Ratschläge sind gut. Es gibt aber noch einige andere, die Eltern beherzigen können, wenn sie wirklich wollen. Sie können ihre Kinder in eine Jugendgruppe schicken, die ethische Grundlagen besitzt, am besten natürlich eine Abstinentengruppe. Sie sollten die Betreuer in Jugendgruppen kennenlernen und betr. Alkoholbräuchen beeinflussen. Auch bei Schulfesten und -Ausflügen auf alkoholfreie Durchführung dringen. Die Kinder bei Schularbeiten ermuntern, das Thema Alkohol zu wählen und ihnen bei der Suche nach gutem Quellenmaterial behilflich sein. (z.B. www.alkoholpolitik.ch)
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Dienstag 27. Juli 2010 von htm
Seit 14 Uhr steigt die größte Party der Welt in Duisburg. Hunderttausende feiern fröhlich. Es gibt aber auch viele Jugendliche, die schon stark alkoholisiert sind, darunter viele junge Mädchen.
Zusammengekauert hockt Vanessa auf einem leeren Bierkasten in einem Gebüsch in der Nähe des Duisburger Hauptbahnhofes. Ihr kurzes, enges T-Shirt ist voller Flecken. Es stinkt nach Urin und Erbrochenem. Neben ihr liegt eine leere Flasche Wodka. Die 14-Jährige ist sturzbetrunken und nicht mehr ansprechbar. Die ohrenbetäubende Technomusik, die nebenan vom Loveparade-Gelände schallt, nimmt die 14-Jährige nicht mehr wahr. (Quelle: Google Alkohol News, 24.7.10) rp-online.de, 24.7.10 – newsticker.sueddeutsche.de, 26.7.10 – ein Erlebnisbericht Kommentar: Die Verantwortlichen für die Katastrophe werden nun gesucht. Ob der Alkohol als Mitverantwortlicher zu betrachten ist, wird wohl nicht untersucht. Im Erlebnisbericht heisst es am Schluss: „Und wie immer siegte bei den Entscheidern nicht der Gedanke an das Menschenwohl, sondern die Gier nach Geld. Wieso müssen immer Menschen sterben, damit Missstände aufgedeckt werden?“
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Montag 19. Juli 2010 von htm
Opfikon: Jugendliche feiern in der Badi Bruggwiesen das Sommerfest
Nach dem letzten Aufkreischen reisst die Oberfläche des Wassers auf – Platsch. Zum sechsten Mal hat das Freibad Bruggwiesen in Opfikon am Freitag seine Pforten zum Sommerfest geöffnet – ab 18 Uhr für alle kostenlos. «Das Sommerfest ist eine Antwort auf das Saufgelage der Schüler nach deren Schulabschluss», erklärt Walti Bickel, Mitorganisator und Jugendbeauftragter der Stadt Opfikon. Mit vereinten Kräften haben die Jugendlichen eine Party auf die Beine gestellt, die ihren Wünschen entspricht. Zumindest fast: Der Alkohol muss draussen bleiben. «Sucht- und sogenannte Genussmittel haben an diesem Fest nichts verloren», betont Bickel, «Die Jugendlichen werden dennoch Spass haben», ist sich auch der Leiter des Freibades, Peter Pfluger, sicher, der mit 400 bis 500 zusätzlichen Gästen rechnet. (Quelle: Google Alkohol News, 18.7.10) zuonline.ch, 19.7.10
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Montag 12. Juli 2010 von htm
Die niederländischen Fußball-Fans sitzen rund um das WM-Finale gegen Spanien auf dem Trockenen. Um mögliche Krawalle in Holland zu verhindern, wurde für Sonntag und Dienstag ein landesweites Alkoholverbot in Kraft gesetzt. Auf allen öffentlichen Plätzen, in Bahnhöfen, Zügen, anderen öffentlichen Verkehrsmitteln und bei Veranstaltungen darf kein Alkohol ausgeschenkt werden. (Quelle: Google Alkohol News, 11.7.10) zeit.de, 10.7.10 Kommentar: Holland macht’s möglich, trotz Heineken.
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