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Alkoholpolitik und Volksgesundheit

Archiv für die Kategorie 'Eltern'

CH: Fürs Saufen geradestehen, sagt Gesundheitskommission des NR

Sonntag 26. Juni 2011 von htm

Mit 14 zu 11 Stimmen hat die Gesundheitskommission des Nationalrates einer parlamentarischen Initiative von NR Toni Bortoluzzi (SVP) zugestimmt. Er möchte, dass Komatrinker allfällige Kosten eines Spitalaufenthaltes oder die Ausnüchterungszelle selber bezahlen sollen, bezw. deren Eltern. Die Regelung wird u.a. von Jungfreisinnigen unterstützt. (Quelle: St. Galler Tagblatt, 24.6.11, online gegen Bezahlung) Kommentar: Ein Beginn, das Verursacherprinzip anzuwenden. Der Denkprozess sollte nun bei der SVP weitergehen. Sie hätte es in der Hand, das Alkoholproblem mittels Verhältnisprävention stark zu verringern.

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Hannover: Polizei greift 37 betrunkene Kinder auf

Montag 20. Juni 2011 von htm

Die Polizei hat bei einer Sonderkontrolle in Hannovers Innenstadt 37 betrunkene Minderjährige aufgegriffen. 17 von ihnen wurden vorübergehend in Obhut genommen, 12 ihren Eltern übergeben. Am tiefsten ins Glas geschaut hatte ein 17-Jähriger, bei dem ein Atemtest 2,69 Promille ergab. Eine 16-Jährige hatte 2,51 Promille Alkohol im Blut. (Quelle: Google Alkohol News, 20.6.11) bild.de, 19.6.11 siehe auch ausführlich: welt.de, 20.6.11

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D: Schnapsverkauf an Kinder schreckt in Villingen-Schwenningen auf

Samstag 18. Juni 2011 von htm

Das städtische Bürgeramt ging in den letzten Wochen mit minderjährigen Testkäufern für Alkohol und Tabak auf Tour. Dabei wurden 55 Einzelhandelsbetriebe im Stadtgebiet kontrolliert. Die Altergrenzen für den Verkauf der Waren wurden jedoch oftmals einfach ignoriert.
Das gibt zu denken: Bei Testkäufen durch Jugendliche hat das städtische Bürgeramt festgestellt, dass viele Geschäfte harten Alkohol und Zigaretten an Heranwachsende verkaufen, obwohl das gesetzlich verboten ist. Das Ergebnis war selbst für die Behörde in seiner Häufigkeit überraschend: Trotz einer bundesweit umfangreichen Aufklärung und Prävention zu diesem Thema verkauften 62 Prozent der überprüften Betriebe Alkohol oder Zigaretten an Minderjährige. Im Bereich der Lebensmittelgeschäfte lag der Anteil sogar bei 69 Prozent, was bedeutet, dass zwei von drei Betrieben gegen das Jugendschutzgesetz verstießen. Für die Geschäfte zieht das nun Bußgelder nach sich. … (Quelle: Google Alkohol News, 18.6.11) suedkurier.de, 17.6.11
unser Online-Kommentar: Erfreulich, dass die meisten Kommentatoren die Testkäufe unterstützen und die large Handhabung kritisieren. Als Strafmassnahmen würde sicher ein befristeter Lizenzentzug für Alkoholika etwas bringen. Nur das Risiko einer deutlichen Gewinnschmälerung wird dieses katastrophale Testergebnis verbessern.
Sicher ist das Alkoholproblem ein gesellschaftliches Problem. Beauftragt, die Interessen dieser Gesellschaft zu vertreten, sind die Politiker in den Behörden. Sie sollten endlich die nötigen wirksamen Massnahmen ergreifen, die längst bekannt sind und dem Druck der Alkoholindustrie und -Lobby widerstehen. Bei der Atomkraft geht es doch auch. Im Gegensatz zum Atomstromkonsum macht Alkoholkonsum allerdings abhängig.

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Eltern sollten 12‐Jährige auch nicht unter Aufsicht Alkohol trinken lassen

Mittwoch 15. Juni 2011 von htm

Wenn Eltern ihren Teenagern schon mit etwa 12 Jahren erlauben, in ihrer Gegenwart Alkohol zu trinken, trägt das nicht zum selbstverantwortlichen Umgang mit Alkohol bei. Dies zeigen zwei Untersuchungen, die in der Mai&#8208 Ausgabe des Journals of Studies on Alcohol and Drugs vorgestellt wurden. „Die Studien belegen, dass Eltern sich nicht als Kumpel verhalten und mit ihren Kindern Alkohol trinken sollten. Dass sie dadurch den Konsum überwachen könnten, ist ein Irrtum“, warnt Dr. Matthias Brockstedt, Suchtbeauftragter des Berufsverbandes der Kinder und Jugendärzte (BVKJ). Kinder brauchen laut den Wissenschaftlern in Bezug auf Alkohol klare Grenzen, insbesondere dann, wenn Alkohol im Haushalt verfügbar ist.
Die Forscher hatten die Lebensweise von fast 2.000 australischen und amerikanischen Jugendlichen von der 7. bis zur 9. Klasse verfolgt. Im Verlauf der Beobachtungszeit entwickelten mehr als die Hälfte derjenigen, die „kontrolliert“ Alkohol zu sich nehmen durften – unabhängig davon, welche Politik in Bezug auf Alkohol und Minderjährige ihr Heimatland verfolgte, Probleme in Zusammenhang mit Alkohol, wie Raufereien, Blackouts oder „Komasaufen“. (Quelle: Google Alkohol News, 14.6.11) Berufsverband der Kinder- und Jugendärzte e.V. (BVKJ) verbaende.com, 14.6.11

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D: Ministerin Steffens zum Start der Aktionswoche „Alkohol? Weniger ist besser!“

Mittwoch 25. Mai 2011 von htm

Wir müssen Kinder und Jugendliche darin bestärken, eine kritische Einstellung zum Alkoholkonsum zu entwickeln.
Bei der Eröffnungsveranstaltung der Stadt Düsseldorf für die bundesweite Aktionswoche „Alkohol? Weniger ist besser!“ hat Gesundheitsministerin Barbara Steffens am Samstag (21. Mai 2011) angekündigt, die Maßnahmen der Landesregierung zur Alkoholprävention im Rahmen der Landeskampagne „Sucht hat immer eine Geschichte“ zu intensivieren.
„Besondere Sorge bereitet mir, dass der teilweise exzessive Alkoholkonsum bei jungen Menschen immer noch weit verbreitet ist. Durch frühzeitige Aufklärung über die gesundheitlichen Risiken müssen wir bei Jugendlichen das Problembewusstsein im Umgang mit Alkohol stärken und sie zum kritischen Nachdenken über ihren eigenen Alkoholkonsum anregen“, sagte die Ministerin.
Kinder und Jugendliche orientieren sich meist an den Konsumgewohnheiten der Erwachsenen. Im Hinblick auf diese Vorbildfunktion muss den Eltern und anderen Bezugspersonen aus dem sozialen Umfeld ihre besondere Verantwortung bewusst gemacht und zugleich ihre Rolle als positive Vorbilder gestärkt werden. „Gerade weil der Alkoholkonsum in unserer Gesellschaft weit verbreitet ist, müssen wir dauerhaft auf einen verantwortungsvollen Umgang mit der Alltagsdroge Alkohol in unserer Gesellschaft hinwirken. Hier sind alle gesellschaftlichen Kräfte gefordert“, so die Ministerin. Denn Alkohol sei nicht nur ein allgegenwärtiges Genussmittel, sondern – im Übermaß genossen – ein starkes Suchtmittel mit gravierenden negativen gesundheitlichen und sozialen Auswirkungen. … (Quelle: Google Alkohol News, 25.5.11) nrw.de, 21.5.11

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CH: Heisse Diskussion um Alkohol-Testkäufe

Sonntag 22. Mai 2011 von htm

«Testkäufe: Weiterführen und die Sünder härter bestrafen», Ausgabe vom 19. Mai.
Lukas Nussbaumer selber stellt im Schlussabsatz fest: Offen bleibt, ob hohe Bussen den Alkoholmissbrauch von Jugendlichen eindämmen können. Der ganze Artikel aber stellt Wirtsleute und Verkaufspersonal als Sünder dar, die nichts lieber tun, als nachlässig und geldgierig den Jugendlichen Alkohol zu verkaufen.
Alkoholtestkäufe sind ein unterhaltsames Katz-und-Maus-Spiel der Beamten der Alkoholverwaltung, aber sie senken definitiv den Alkoholkonsum der Jugendlichen nicht. Wenn die Gesellschaft krankt, die Familie nicht funktioniert und der Einzelne nie Selbstverantwortung übernehmen muss, dann braucht es Sündenböcke. … (Quelle: Google Alkohol News, 21.5.11) obwaldnerzeitung.ch, /Luzerner Zeitung, 21.5.11 Kommentar: Sünder sind die Besitzer, die ihr Personal nicht gründlich schulen, weil sie das Problem entweder nicht ernst nehmen oder so lange wie möglich daran verdienen wollen. Schuld ist aber auch die Politik, die seit einem Jahrzehnt es nicht fertig bringt, wirksame Massnahmen zu ergreifen. Auch bei ihnen sind u.a. wirtschaftliche Interessen im Spiel.

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CH: Junge lernen das Bierbrauen

Sonntag 15. Mai 2011 von htm

Mit einer ungewöhnlichen Aktion begeht das Sozialberatungszentrum Hochdorf/Sursee die Dialogwoche Alkohol, die vom 21. bis 29. Mai stattfindet: In Sursee werden Jugendliche in die Kunst des Bierbrauens eingeführt.
«Sie sollen erkennen, wie viel Wissen und Aufwand sich hinter dem fertigen Produkt verbirgt», erklärt Projektleiterin Christina Hierzer. Zudem würden die Auswirkungen des Trinkens thematisiert. In einem Monat schliesslich wird der Gerstensaft zusammen mit den Eltern degustiert. www.ich-spreche-über-alkohol.ch (Quelle: 20minuten Online.ch, 12.5.11) Kommentar: Dass dieses Heranführen an einen verantwortungsbewussten Umgang mit Alkohol nicht funktioniert, hat erst kürzliche eine Studie bewiesen. Noch immer gilt: Die beste Methode ist, die Kinder so lange wie möglich vom Alkohol fernzuhalten. Eine Andere Veranstaltung dieser Aktionswoche findet in einer Schnapsfirma statt. Die Alkoholindustrie freut es. Sie kann ihr Image aufpolieren. Wer die entsprechenden Zahlen kennt, weiss, dass sie dies dringend nötig hat. Der Bund hilft dabei. Dieses Sozialberatungszentrum sollte sich verkriechen.

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A: Zehnjähriger nach Promille-Exzess wieder fit

Sonntag 8. Mai 2011 von htm

„Genug vom Alkohol“
Die Erhebungen im Fall jenes Zehnjährigen, der in Gratwein bei Graz eine Flasche „Eristoff Black“ geleert hatte und mit mehr als zwei Promille ins Spital gebracht worden war, werden laut Polizei kommende Woche fortgesetzt. Die Antwort auf die Frage, woher er die Wodka-Mixtur hatte, wird über die Art der Anzeige entscheiden. Stefan geht es mittlerweile wieder gut. (Quelle: Google Alkohol News, 7.5.11) krone.at, 7.5.11

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Jugendliche trinken mehr Alkohol unter Aufsicht

Freitag 29. April 2011 von htm

Alkoholkonsum unter Aufsicht führt bei Teenagern nicht dazu, dass sie verantwortungsbewusster mit Alkohol umgehen, sondern eher zum Gegenteil.
Zu diesem Ergebnis ist ein amerikanisch-australisches Forscherteam mit einer Studie an rund 1900 Siebt- bis Neuntklässlern gekommen. (Quelle: Google Alcohol News, 04/29/11) suedostschweiz.ch, 29.4.11 Kommentar: Siehe den englischen Artikel mit Links zu den Originalen. Die Schulversuche mit Alkoholausschank durch Lehrer werden wohl das gleiche Ergebnis bringen. Wie rechtfertigen sich wohl diese Lehrer für den Schaden, den sie anrichten?

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CH: Internet-Gesprächsforum für Kinder alkoholabhängiger Eltern

Donnerstag 14. April 2011 von htm

Am Mediengespräch in Bern hat Sucht Info Schweiz ein Gesprächsforum für Kinder alkoholabhängiger Eltern lanciert. Diese erste nationale Internetplattform will möglichst viele betroffene Kinder und Jugendliche erreichen und sie will Synergien zu kantonalen Angeboten fördern.
Mehrere Zehntausend Kinder wachsen in der Schweiz mit einem alkoholabhängigen Elternteil auf. Meist leiden diese Kinder an fehlender Sicherheit, Schuldgefühlen und daran, dass in der Familie die Alkoholkrankheit verleugnet wird. Oft stehen sie mit ihren Gefühlen der Scham, Wut oder Angst alleine da. Im Vergleich zu Kindern aus Familien ohne Alkoholprobleme tragen sie zudem ein sechsfach höheres Risiko, später ein Suchtproblem oder psychische Beschwerden zu entwickeln. (Quelle: Sucht Info Schweiz, 14.4.11)

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