Archiv für die Kategorie 'Arbeitsplatz'
Montag 9. April 2012 von htm
Seit der Gewalttat stehen in Brüssel Busse und Bahnen still.
Der Mann, der einen Mitarbeiter des Brüsseler Nahverkehrs getötet haben soll, stand unter Alkoholeinfluss. Inzwischen hat er Bedauern über seine Tat geäußert. Die Kollegen des Toten lassen die Arbeit weiter ruhen.
„Ich bedaure mein Handeln und ich hätte nie geglaubt, dass es dazu führen würde“, ließ der Verdächtige laut der Nachrichtenagentur Belga über seine Anwälte ausrichten. Er denke an die Familie des Opfers. Gegen den jungen Mann wird nicht wegen Mordes sondern wegen Totschlags ermittelt. Er hatte sich selbst der Polizei gestellt.
… weiter lesen auf FOCUS Online.de, 8.4.12
Kommentar: „Frohe Ostern“ bleibt einem im Halse stecken. Auch dieser Täter war ein vorher selbstverantwortlicher Erwachsener, der seinen Konsum selbstverständlich im Griff hat – wie all die vielen liberalen Superklugen, die verhindern, dass die nötigen politischen Weichen gestellt werden, um das tägliche Alkoholdrama wenigstens zu reduzieren. Da wir gerade das höchste christliche Fest feierten, müsste auch erwähnt werden, dass auch die kirchlichen Würdenträger sich darum drücken, deutlich gegen die Herrschaft der Mächtigen im Alkoholbereich Stellung zu beziehen, obwohl sie im Allgemeinen verbal für Gerechtigkeit, Freiheit und Menschenwürde eintreten. Dass dies auch mit Alkohol zu tun haben könnte, merkt aber niemand oder wird verdrängt.
Kategorie: Allgemein, Arbeitsplatz, Gewalt/Kriminalität, Internationales, Politik |
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Montag 20. Februar 2012 von htm
Der Schweizer Ski-Verband beendet die Zusammenarbeit mit Stefan Abplanalp per Ende Saison. Der Berner Oberländer, der in der sechsten Saison die Schweizer Abfahrerinnen betreute, wurde per sofort freigestellt. Dieser wehrt sich gegen die Vorwürfe der Unprofessionalität.
Die jüngsten Vorfälle während der Weltcuprennen von letzter Woche in Sotschi hätten zu diesem bedauerlichen und unausweichlichen Schritt geführt. Abplanalp habe sich zum wiederholten Mal unprofessionell verhalten, hielt Swiss-Ski in einem Communiqué fest. In Sotschi war es an einer Einladung offenbar zu einem Trinkgelage gekommen, bei dem diverse Serviceleute involviert waren und bei dem sich auch ein ehemaliger russischer Trainer verletzte, als er von einem Glas getroffen wurde. …
(Quelle: Tages-Anzeiger, 20.2.12)
Kommentar: So lange sich Sportverbände von Alkohol-Produzenten sponsern lassen, wird die Sensibilität unter den Verantwortlichen und Aktiven weiterhin ungenügend bleiben. (Auch wenn Swiss-Ski nicht dazugehören sollte.)
Kategorie: Allgemein, Arbeitsplatz, Schweiz, Sport |
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Montag 20. Februar 2012 von htm
15.2.2012
Redaktion
Tages-Anzeiger
Leserforum
Zürich
Per e-mail
Leserbrief zu „Whitney Houston starb vermutlich an einem Medikamenten-Cocktail“ und „Highway zu Hölle“ am 14.2.12
Und wieder ist ein Mensch, eine wunderbare Künstlerin, in ihrem stressigen Lebenskampf dem Alkohol und den andern Drogen erlegen. Trauer und Ohnmacht erfüllt einen, wenn man z.B. noch den Film „Bodyguard“ gesehen hat, den SF 2 in Abänderung des Programms am Sonntagabend gesendet hat.
In seinem Artikel „Highway zur Hölle“ fragt Jean-Martin Büttner, „warum sind es nicht viel mehr?“
Natürlich sind es viel mehr, als wir aus den Medien erfahren. All die Tausende Unglücklichen, die mit ihrem Leben nicht fertig werden und im Alkohol und in andern Drogen ihre Tröster sehen. Oft dabei ihre Familien mit ins Unglück stürzen. Andererseits ihnen durch ihren vorzeitigen Tod einen unbelasteteren Neustart ermöglichen.
Sie sind Teil des Preises, den unsere Gesellschaft bereit ist zu zahlen, damit die Alkoholindustrie und die Werbebranche weitgehend unbehelligt ihre Mär vom Genuss ohne Reue verbreiten kann und die Mehrheit der Bevölkerung diesen Genuss auch gedankenlos sucht und pflegt. Und nicht merkt, dass sie dafür eine Mitverantwortung an viel Leid und riesigen Sozialkosten trägt. Whitney Houston hat mit ihrem Leben dafür bezahlt.
Freundliche Grüsse
Hermann T. Meyer
(ungekürzt am 20.2.12 veröffentlicht)
Kategorie: Alkoholindustrie, Allgemein, Arbeitsplatz, Gesundheit, Internationales, Konsumhaltung, Kultur, Leserbriefe, Medien, Passivtrinker, Sozialkosten, Werbung |
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Dienstag 14. Februar 2012 von htm
Die im Alter von 48 Jahren unerwartet verstorbene Popsängerin Whitney Houston ist in einem Hotelzimmer in Beverly Hills in der Badewanne aufgefunden worden. Dies bestätigte ein Gerichtsmediziner. Die Klärung der Todesursache werde indes Wochen dauern, sagte Ed Winter weiter. Die Polizei habe angeordnet, dass keine Einzelheiten zur Autopsie des Leichnams veröffentlicht werden. Die toxikologischen Untersuchungen dauerten Wochen. Nur durch sie könne bestimmt werden, wie Houston am Samstag in dem Hotelzimmer ums Leben kam.
Heute berichtet die Presse, es seien Alkohol und verschreibungspflichtige Medikamente im Spiel gewesen. (Quelle: Tages-Anzeiger, 13./14.2.12)
Kategorie: Alkoholkrankheit, Allgemein, Andere Drogen, Arbeitsplatz, Geschichten, Gesundheit, Internationales, Konsumhaltung, Kultur |
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Dienstag 17. Januar 2012 von htm
Das Verkaufsverbot von Alkohol an Jugendliche wird bei Tankstellen-Shops nur mangelhaft beachtet. Bei Testkäufen im Auftrag der Erdöl-Vereinigung ging bei fast jeder dritten «Tanke» Alkohol verbotenerweise über den Ladentisch.
Im Kanton Tessin waren die Testkäufer besonders «erfolgreich».
Während gesamtschweizerisch die Quote der illegalen Verkäufe bei 27 Prozent lag, war sie in Graubünden und Basel-Stadt unter 20 Prozent, wie die Erdöl-Vereinigung mitteilte. Insgesamt wurden 2284 Testkäufe durchgeführt. Ziel war es, jeden Tankstellenshop dreimal zu testen. …
(Quelle: tagesschau.sf.tv, 16.01.12)
Kommentar: Solange nicht empfindliche Strafen ausgesprochen werden, wird diese Gewinnquelle auf Kosten unserer Jugend nicht von allen geopfert. Das Alkoholgeschäft ist sicher auch die Triebfeder der Bemühungen um uneingeschränkte Ladenöffnungszeiten. Die Gewinne wie bisher den Aktionären, die Schäden bezahlt und erleidet die Allgemeinheit, mit dem Segen der Politik.
Kategorie: Alkohol-Testkäufe, Alkoholindustrie, Allgemein, Arbeitsplatz, Erhältlichkeit, Jugend, Politik, Schweiz, Sozialkosten, Statistik, Verbraucherschutz, Verhältnis-Präv. |
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Samstag 7. Januar 2012 von htm
In Serbien hat die Parlamentsverwaltung den Abgeordneten verboten, Alkohol mit zum Dienst zu bringen. Jeder sechste Volksvertreter soll Alkoholiker sein.
Serbiens Abgeordnete sitzen künftig auf dem Trockenen: Das Parlament hat den Ausschank und Konsum von Alkohol in seinen Gebäuden verboten. „Das Verbot gilt für jeden, ohne Ausnahme“, sagte der Generalsekretär des Parlaments, Veljko Odalovic, am Freitag Berichten der Nachrichtenagentur Tanjug zufolge. … (Quelle: welt.de, 6.01.12)
Kommentar: Wie viele Beschlüsse kommen wohl in Parlamenten unter dem Einfluss von Alkohol zustande?
Kategorie: Alkoholkrankheit, Allgemein, Arbeitsplatz, Erhältlichkeit, Internationales, Politik, Verhältnis-Präv., Verschiedene |
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Mittwoch 26. Oktober 2011 von htm
Der Höhepunkt der Fettsucht-Epidemie in den USA ist noch nicht erreicht, aber Corporate America ächzt und stöhnt schon jetzt gewaltig unter der wachsenden Zahl der Fettleibigen in der Gesellschaft. Das geballte Übergewicht schlägt leider schwer auf die Produktivität durch.
Der Nachrichtenagentur Reuters ist unterdessen nicht entgangen, dass Fettleibigkeit nicht einmal die größte Belastung für Corporate America ist – Alkohol ist noch viel schlimmer und teurer.
Übermäßiger Alkoholkonsum kostet die US-amerikanische Wirtschaft mehr als 200 Milliarden Dollar pro Jahr. Der größte Teil der Kosten fällt dabei bei Arbeitern und deren Familien in Form von Lohn- und Gehaltsausfällen an. Immerhin 11 Prozent fallen auf höhere Kosten für Krankenversicherung und Behandlung, der Rest auf Arbeits- und Produktionsausfall sowie mangelhafte Leistung.
Für das Center for Disease Control ist klar: Mit weniger Essen und weniger Trinken wären die USA stärker und die Wirtschaft ein wenig weiter auf dem Weg aus der Krise. (Quelle: Google Alkohol News, 20.10.11) n-tv.de, 19.10.11 Kommentar: Dazu kommen weitere Kosten für den Steuerzahler.
Kategorie: Allgemein, Arbeitsplatz, Gesundheit, Internationales, Konsumhaltung, Politik, Sozialkosten, Statistik, Wirtschaft |
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Freitag 23. September 2011 von htm
Ein russischer Fischkutter rammte im Pazifik ein russisches Atom-U-Boot, während seine betrunkene Mannschaft unter Deck feierte. Das Schiff habe das Atom-U-Boot trotz Funksprüchen und Signalraketen ungebremst gerammt und leicht beschädigt. (Quelle: Tages-Anzeiger, 23.9.11) Kommentar: Aber Alkohol ist doch völlig ungefährlich!
Kategorie: Allgemein, Arbeitsplatz, Feste und Feiern, Geschichten, Gewalt/Kriminalität, Internationales, Konsumhaltung, Verkehr |
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Montag 29. August 2011 von htm
Verständnis für Buschkowskys Justizkritik am gekippten Bußgeld: Auch andere Bezirke wünschen sich mehr Unterstützung durch die Gerichte.
Die Streifen sind in etlichen Bezirken verstärkt worden, die Kontrolleure gelten als hoch motiviert, und der Senat hat die Bußgelder für den verbotenen Verkauf von Alkohol an Jugendliche Anfang 2011 drastisch erhöht: Gleichwohl kommt es in Berlin bislang höchst selten vor, dass ein Wirt oder Verkäufer wegen dieses Delikts tatsächlich mit einer größeren Summe belangt wird. Zum einen, weil die Schuld wegen der vielen möglichen Ausflüchte der Beteiligten nur schwer zu beweisen ist. Zum anderen, weil die Gerichte im Falle eines Widerspruchs die Position der Bezirke offenbar recht häufig eher schwächen, indem sie Bußgelder verringern oder Verfahren einstellen.
Wie berichtet, hat sich Neuköllns Bürgermeister Heinz Buschkowsky (SPD) wegen einer solchen Gerichtsniederlage seines Bezirks mit der Justiz in dieser Woche heftig angelegt. Am Donnerstag bestätigten nun andere Bezirke auf Nachfrage Buschkowskys Erfahrungen. Sein Ärger sei nachvollziehbar, hieß es. … (Quelle: Google Alkohol News, 29.8.11) tagesspiegel.de, 26.8.11
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Donnerstag 25. August 2011 von htm
Experten wollen Alkohol-Werbung und Ausschenken von Alkohol in Betriebskantinen beschränken.
Alpbach/Wien – In Österreich sind 330.000 Menschen alkoholkrank. Im Rahmen der Gesundheitsgespräche beim Europäischen Forum Alpbach forderten Mediziner, dass die Krankheit Alkoholsucht als solche erkannt und entsprechende Maßnahmen gesetzt werden, hieß es im Ö1-Morgenjournal am Montag. Vorgeschlagen wurde unter anderem eine Beschränkung von Alkohol-Werbung und das Ausschenken von Alkohol in Betriebskantinen. … (Quelle: derstandard.at, 22.8.11) Kommentar: Mehr als 700 Online-Kommentare zeigen, dass Interesse besteht, allerdings meist pro Alkohol, oft recht witzig. Das Problem wird nicht ernst genommen. Die Prävention steckt noch in Ötzis Kinderschuhen.
Kategorie: Alkoholkrankheit, Allgemein, Arbeitsplatz, Aufruf, Erhältlichkeit, Internationales, Konsumhaltung, Medien, Politik, Rehabilitation, Statistik, TOP NEWS, Verhältnis-Präv., Veröffentlichungen, Werbung |
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