CH: Neue Gesundheitsanpreisung für Bier
Donnerstag 8. Juli 2010 von htm
Im Heft „Gesundheitstipp Nr. 7/8 2010 wird nach der Wein/Resveratrol-Anpreisung nun das Bier mit einem neuen angeblich gesunden Wirkstoff hochgelobt: Vom Xanthohumol, in Hopfen enthalten, vermuteten Forscher, er schütze vor Krebs, er könne das Wachstum von Krebszellen bremsen, Knochen schützen, gegen Übergewicht und Diabetes helfen. Alles ohne Belege. In einer Testserie wurde untersucht und aufgelistet, welche Biere am gesündesten seien. Fazit: Filtrierte Biere schnitten schlechter ab, „trübes Bier ist am gesündesten“. 2 alkoholfreie (gefilterte) schnitten schlecht ab. Kommentar: Eine Zeitschrift, die sich dem Namen nach der Gesundheit verschrieben hat, will nicht merken, dass die sozialen und gesundheitlichen Risiken der Zutat „Alkohol“ in allen alkoholischen Getränken eventuell vorhandene Gesundheitsvorteile bei weitem überwiegen. Sie werden nicht einmal erwähnt. Diese Redaktion macht sich der fahrlässigen Irreführung der Leserschaft schuldig, auch wenn sie mitten im Text einen Zürcher Uni-Professor zitiert, der meint, Bier sei „in niedrigen Mengen gesund“. Was sind niedrige Mengen und wie oft? Der Durchschnitts-Konsument hält doch seinen Konsum als niedrig und fühlt sich in seinem Verhalten fälschlicherweise bestärkt.
Dieser Beitrag wurde erstellt am Donnerstag 8. Juli 2010 um 11:48 und abgelegt unter Alkoholfreies, Alkoholindustrie, Allgemein, Gesundheit, Medien, Schweiz, Veröffentlichungen, Werbung. Kommentare zu diesen Eintrag im RSS 2.0 Feed. Die Kommentare sind derzeit geschlossen, aber sie können einen Trackback auf Ihrer Seite einrichten.