www.alkoholpolitik.ch

Alkoholpolitik und Volksgesundheit

Archiv für Juni 2011

S: The Örebro prevention program revisited

Sonntag 19. Juni 2011 von htm

This study aimed to assess the effectiveness of the Örebro prevention program (ÖPP), an alcohol misuse prevention programme that aims to reduce youth drinking by changing parental behaviour. Cluster-randomized trial, with schools randomly assigned to the ÖPP or no intervention.
Forty municipal schools in 13 counties in Sweden. 1752 students in the 7th grade and 1314 parents were assessed at baseline. Students‘ follow-up rates in the 8th and 9th grades were 92.1% and 88.4% respectively. …
The Örebro prevention programme as currently delivered in Sweden does not appear to reduce or delay youth drunkenness. (Source: Alcohol Reports, 06/17/11)

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Alcohol use, heavy episodic drinking, and subsequent problems among adolescents in 23 European countries

Sonntag 19. Juni 2011 von htm

– does the prevention paradox apply?
According to the prevention paradox a majority of alcohol-related problems in a population can be attributed to low to moderate drinkers simply because they are more numerous than heavy drinkers, who have a higher individual risk of adverse outcomes. We examined the prevention paradox in annual alcohol consumption, heavy episodic drinking (HED), and alcohol-related problems among adolescents in 23 European countries.
Survey data from the 2007 European School Survey Project on Alcohol and Drugs (ESPAD) among 16-year-old students were analysed.
A total of 38 370 alcohol-consuming adolescents (19 936 boys and 18 434 girls) from 23 European countries were included.
The upper 10% and the bottom 90% of drinkers by annual alcohol intake, with or without HED, and frequency of HED, were compared for the distribution of 10 different alcohol-related problems. … (Source: Alcohol Reports, 06/18/11)

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Leserbrief zu 2 Leserbriefen: “Trinkgewohnheiten – Der Rausch und die Politik“

Sonntag 19. Juni 2011 von htm

8.6.2011

Redaktion
Tages-Anzeiger
Leserforum
Zürich

Per e-mail

Leserbrief zu 2 Leserbriefen: “Trinkgewohnheiten – Der Rausch und die Politik, TA vom 8.6.11 (nicht online)

Zwei Leserbriefe nehmen die „rotnasigen und pausbackigen“ Politiker in Schutz, pochen auf das Recht auf Rausch (wo steht das eigentlich?) und sehen deren Auftritte sogar als alkoholpräventiv oder möchten, dass wir sie mit einer Prise Ironie betrachten.

Dei beiden Autoren wenden sich vehement gegen die in den letzten Tagen im Zusammenhang mit dem Auftritt des Winterthurer Stadtrats Galladé in verschiedenen Artikeln geäusserte Meinung, solche Politiker sollten ein besseres Vorbild abgeben. Dazu eine Erläuterung aus „Alkohol und Massenmedien“ (Regionale Veröffentlichungen der WHO/Europäische Schriftenreihe Nr. 62, 1998):

„Alkoholaufklärung hat u.a. nur deshalb begrenzten Erfolg, weil sie gegen einen Schwall von Botschaften ankämpfen muss, die den Alkoholkonsum fördern. Die primäre Quelle alkoholpositiver Botschaften ist die gesellschaftliche Wirklichkeit, sind die verbreitete und sichtbare Verfügbarkeit alkoholischer Getränke sowie die Allgegenwärtigkeit und die Akzeptanz des Alkohols in unterschiedlichsten Alltagssituationen und Zusammenhängen. Wie sich die Menschen zu gesundheitsbezogenen Themen stellen, wird tendenziell stärker durch Erfahrungen als durch Information bestimmt. Oft machen persönliche Erfahrungen der gesellschaftlichen Normen und Verhaltensweisen die weisen Ratschläge der Alkoholaufklärung unglaubwürdig.“

Suchtmittelwerbung, feuchtfröhliche Auftritte von Politikern oder andern Personen der Öffentlichkeit und die vielen landauf, landab stattfindenden Open Airs, Turn- und Wald- und Wiesenfeste verhindern, dass diese Genussmittel als gefährliche Produkte wahrgenommen und kritisch konsumiert werden. Und sie verunmöglichen eine glaubhafte Prävention bei Jugendlichen, die im Alltag die Welt
der Erwachsenen erleben, die ihr „Recht“ auf Rausch plakativ durchsetzen.

Haben sich die Verfechter des Rechts auf Rausch auch schon überlegt, was ein Alkoholrausch bewirkt? Er lähmt zuerst die wertvollsten menschlichen Eigenschaften, wie Selbstverantwortung, Wille, Urteilsfähigkeit, jene Eigenschaften, die den Menschen vom Tier unterscheiden. Die Menschenwürde geht verloren. Bei Mehrkonsum werden die körperlichen Funktionen geschädigt, bis zur Atemlähmung und zum Erstickungstod. Ist dieser Verlust der Menschenwürde wirklich erstrebenswert? Ist die Menschenwürde nicht ein Geschenk Gottes? Mindestens für aktive Christen und C-Politiker, zu denen sich neuerdings auch die SVP zählen soll? (Letzteres kann nur mit stärkster Ironie ausgesprochen werden.)

Freundliche Grüsse
Hermann T. Meyer, Effretikon

(nicht veröffentlicht)

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Leserbrief zu „Zwangsabgabe auf jedes Bier“

Sonntag 19. Juni 2011 von htm

5.6.2011

Redaktion Sonntagsblick
8008 Zürich

per E-Mail

Sehr geehrte Redaktion,

Gerne unterbreite ich Ihnen den nachfolgenden Leserbrief.

Freundliche Grüsse
Hermann T. Meyer

Leserbrief zu „Zwangsabgabe auf jedes Bier“ vom 5.6.11

Eine Lenkungsabgabe auf allen Alkoholika ist sehr sinnvoll. Wissenschaftlich erwiesen und auch bei uns eine Erfahrungstatsache: Alcopopsteuer 2005 brachte einen Konsumrückgang auf diesen Getränken von ca 75%. Weil es keine generelle Steuererhöhung auf allen alkoholischen Getränken gab, wurde leider stark auf andere, auch selbst gemischte harte Sachen, ausgewichen. Auf der andern Seite führte die starke Reduktion der Schnapssteuer zu einem Konsumanstieg.

Um einer generellen Alkoholsteuer politische Akzeptanz zu verschaffen, sollte sie als Lenkungsabgabe geplant werden. D.h. der Ertrag müsste der Prävention dienen, auch kulturelle und sportliche Breitenförderung sind Prävention. Auf www.alkoholpolitik.ch ist eine Projekt-Idee beschrieben, die einen vielleicht gangbaren Weg aufzeigt. Dann müssten Staat, Präventionsfachleute und Medien der Bevölkerung klarmachen, dass es mit einer Alkoholsteuer nur gewinnen kann.

Bisher hält uns die Alkoholindustrie in Geiselhaft. Wir bezahlen ein Leben lang ungefragt die von ihr verursachten immensen Sozialkosten, gegen 500 Franken pro Kopf und Jahr – egal mit wieviel Konsum. Mit den Steuern könnte diese Last stark reduziert werden. Ist die Steuer hoch genug, wird auch ein Konsum- und damit ein Schadensrückgang eintreten, der wiederum die Sozialkosten senken hilft. Eine massive Unterstützung von Kultur und Jugendsport würde diese Entwicklung weiter fördern.

Die Preise für Alkoholika sind im Laufe der Jahrzehnte, gemessen an der Kaufkraft, immer billiger geworden. Dazu werden immer wieder mit Billigaktionen zusätzliche Konsumanreize geboten und die Werbung heizt die Konsumfreudigkeit weiter an. Die Alkoholindustrie entwickelt laufend neue trendige Getränke, die vor allem Jugendliche zu immer früherem Einstieg verleiten und mit ihrem gesüssten Geschmack sogar die Mädchen ansprechen. Bei Saufgelagen übertrumpfen die Mädchen teilweise sogar die Burschen. Dass diese häufige Suche nach dem Rauscherlebnis für unsere Gesellschaft ein bedrohliches Ausmann angenommen hat, sollte jedermann, vor allem die Politiker mit ihrem Auftrag, sich für unser Wohl einzusetzen, stark beschäftigen und veranlassen, nach Auswegen zu suchen und diese zu unterstützen.

(nicht veröffentlicht)

Kategorie: Alcopops (de), Alkoholindustrie, Alkoholsteuern, Allgemein, Gesundheit, Jugend, Kinder, Leserbriefe, Neues Alkoholgesetz (CH), Politik, Prominenz, Schweiz, Sozialkosten, Verbraucherschutz, Verhältnis-Präv., Veröffentlichungen, Verschiedene, Werbung | Keine Kommentare »

D: Schnapsverkauf an Kinder schreckt in Villingen-Schwenningen auf

Samstag 18. Juni 2011 von htm

Das städtische Bürgeramt ging in den letzten Wochen mit minderjährigen Testkäufern für Alkohol und Tabak auf Tour. Dabei wurden 55 Einzelhandelsbetriebe im Stadtgebiet kontrolliert. Die Altergrenzen für den Verkauf der Waren wurden jedoch oftmals einfach ignoriert.
Das gibt zu denken: Bei Testkäufen durch Jugendliche hat das städtische Bürgeramt festgestellt, dass viele Geschäfte harten Alkohol und Zigaretten an Heranwachsende verkaufen, obwohl das gesetzlich verboten ist. Das Ergebnis war selbst für die Behörde in seiner Häufigkeit überraschend: Trotz einer bundesweit umfangreichen Aufklärung und Prävention zu diesem Thema verkauften 62 Prozent der überprüften Betriebe Alkohol oder Zigaretten an Minderjährige. Im Bereich der Lebensmittelgeschäfte lag der Anteil sogar bei 69 Prozent, was bedeutet, dass zwei von drei Betrieben gegen das Jugendschutzgesetz verstießen. Für die Geschäfte zieht das nun Bußgelder nach sich. … (Quelle: Google Alkohol News, 18.6.11) suedkurier.de, 17.6.11
unser Online-Kommentar: Erfreulich, dass die meisten Kommentatoren die Testkäufe unterstützen und die large Handhabung kritisieren. Als Strafmassnahmen würde sicher ein befristeter Lizenzentzug für Alkoholika etwas bringen. Nur das Risiko einer deutlichen Gewinnschmälerung wird dieses katastrophale Testergebnis verbessern.
Sicher ist das Alkoholproblem ein gesellschaftliches Problem. Beauftragt, die Interessen dieser Gesellschaft zu vertreten, sind die Politiker in den Behörden. Sie sollten endlich die nötigen wirksamen Massnahmen ergreifen, die längst bekannt sind und dem Druck der Alkoholindustrie und -Lobby widerstehen. Bei der Atomkraft geht es doch auch. Im Gegensatz zum Atomstromkonsum macht Alkoholkonsum allerdings abhängig.

Kategorie: Alkohol-Testkäufe, Allgemein, Arbeitsplatz, Eltern, Erhältlichkeit, Jugend, Kinder, Politik, Statistik | Keine Kommentare »

D: Alkoholisierter Kirschkernspucker fiel vom Balkon

Freitag 17. Juni 2011 von htm

Kirschkernweitspucken – eigentlich ganz harmlos. Nicht jedoch, wenn man auf dem Balkon im dritten Obergeschoss steht und reichlich Alkohol konsumiert hat. Ein 44-Jähriger aus Ehrenfeld hätte das fast mit dem Leben bezahlt. Das Spuck-Duell: Der 44-Jährige wollte einem Nachbarjungen (12) beweisen, dass er es besser kann. Er holte Anlauf, verlor dabei jedoch das Gleichgewicht – und stürzte kopfüber in die Tiefe. Der 44-Jährige blieb regungslos auf dem Rasen am Alpenerplatz liegen, seine Freundin rief den Notarzt. Der Junge erlitt einen leichten Schock. (Quelle: Google Alkohol News, 17.6.11) express.de, 16.6.11

Kategorie: Allgemein, Geschichten, Internationales | Keine Kommentare »

Alcoholism Drug Shows Promise in Three Danish Studies

Freitag 17. Juni 2011 von htm

An experimental drug to treat alcohol dependence has shown promising results in three clinical trials in Denmark. The company is now submitting the drug for approval in Europe, The Wall Street Journal reports.
The drug, nalmefene, was tested for its effectiveness in reducing a person’s craving for alcohol. Unlike current drug treatments for alcoholism, nalmefene can be taken with alcohol. Nalmefene blocks a craving mechanism that is regulated by the brain’s opioid receptors, according to the article. Other currently available drugs that treat alcoholism discourage drinking by causing unpleasant side effects when a person drinks even a little bit of alcohol. … (Source: Join Together, 06/16/11)

Kategorie: Addiction, Allgemein, Global, Health, Other Drugs, Research, Treatment | Keine Kommentare »

USA: Gun Owners Twice as Likely to Binge Drink as Those Without Firearms

Freitag 17. Juni 2011 von htm

People who own guns are twice as likely to binge drink and to drink and drive, compared with those who don’t own firearms, a new study finds.
Researchers at the University of California, Davis found that heavy alcohol use was most common among firearm owners who also engaged in behaviors such as carrying a firearm for protection against other people, and keeping a firearm at home that was both loaded and not locked away. The study included the results of a telephone survey of more than 15,000 people in eight states.
In the journal Injury Prevention, the researchers conclude that firearm ownership and specific firearm-related behaviors are associated with alcohol-related risk behaviors. … (Source: Join Together, 06/16/11)

Kategorie: Addiction, adults, Allgemein, Binge Drinking, consumption, Driving under the Influence, Global, Research, societal effects, Statistics, Watchdogs | Keine Kommentare »

Better alcohol control policy means less injuries, more safety and money saved

Donnerstag 16. Juni 2011 von htm

Budapest, Hungary, June 16, 2011- The European Union is the heaviest drinking region in the world. Therefore, in Europe we suffer from the highest alcohol related problems. It is estimated that 58 million adults in the EU drink at risky levels, and 23 million are alcohol addicted. Alcohol constitutes the primary risk factor for accidents, injuries and violence. Approximately half of the deaths attributable to alcohol are from injuries.
This issue is being addressed at the 3rd European injury prevention conference, organised by EuroSafe in cooperation with the Hungarian Presidency of the European Council. Today stakeholders in the prevention of accidents and injuries from Europe and other continents meet in Budapest to exchange, debate and discuss the latest results in injury research, policies and practices. … (Source: Eurocare, Active Press Release, 06/16/11)

Kategorie: Allgemein, consumption, Driving under the Influence, Europaparlament / EU-Kommission, Events, Global, Health, Internationales, morbidity, Publications, Research, societal effects, Statistics, Violence and crimes, Watchdogs | Keine Kommentare »

DRUID-Abschlusskonferenz in Köln

Donnerstag 16. Juni 2011 von htm

Eine konstant hohe Zahl von Verkehrsunfällen kann auf psychoaktive Substanzen zurückgeführt werden. Das EU-Projekt DRUID (Driving under the influence of alcohol, drugs and medicines) untersucht seit 2005 die Verbreitung verschiedener Substanzen im Straßenverkehr und deren Einfluss auf die Verkehrssicherheit sowie mögliche Sicherheitsmaßnahmen und neue Forschungsmethoden.
Am 27. und 28. September 2011 findet die Abschlusskonferenz in Köln statt, zu der mehr als 300 internationale Teilnehmer erwartet werden. … (Quelle: Google Alkohol News, 15.6.11) dvr.de, 15.6.11

Kategorie: Allgemein, Andere Drogen, Diverse, Internationales, Veranstaltungen, Verkehr | Keine Kommentare »

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