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Alkoholpolitik und Volksgesundheit

EU Verbraucherschutz: Neue Kennzeichnungspflicht für Lebensmittel

Freitag 17. Dezember 2010 von htm

Brüssel hat mal wieder zugeschlagen. Eine Verbesserung für die Verbraucher im Kampf gegen den Etikettenschwindel sollte es werden. Am 07.12.2010 haben sich die Verbraucherschutzminister der EU auf neue Richtlinien für die Kennzeichnung von Lebensmitteln geeinigt. Haben wir nun die umfassende Kennzeichnungspflicht, die wir Verbraucher uns schon lange wünschen, erhalten oder gibt es wieder etliche Ausnahmen, die mehr verwirren als Klarheit schaffen?
Auf jeder Lebensmittelverpackung soll nun ein kleiner Steckbrief aufgedruckt werden, der alle Nährwertangaben, wie den Gehalt von Zucker, Salz, Fett, gesättigten Fettsäuren, Kohlenhydraten und Kalorien enthält. Zur besseren Lesbarkeit der Angaben soll dieser Steckbrief auch eine bestimmte Mindestgröße aufweisen. …
Leider wurden wieder nicht alle Bereiche erfasst, die gekennzeichnet werden sollten. So muss beispielweise beim Fleisch zwar der Ort der Verpackung angegeben werden, nicht aber die Region, aus der das Fleisch stammt. Aber genau das möchte man ja wissen, wenn man auf Qualität beim Einkauf achten will. Die Angaben zu Analog-Käse und Klebefleisch können irgendwo versteckt auf der Rückseite der Verpackung aufgebracht werden und dürfen überdies auch umschrieben werden. Warum man hier nicht Klartext vorschreibt, wissen wohl nur die Politiker und die, die damit ihr Geld verdienen natürlich.
Alkohol wird ganz von der Regelung ausgenommen, da hierfür noch eine eigene Kennzeichnung eingeführt werden soll. Dafür bleibt den Verantwortlichen jedoch noch fünf Jahre Zeit. So werden viele Verbraucher auch weiterhin nicht erfahren, dass gerade Alkohol sehr viele Kalorien enthält. Was die wenigsten wissen ist, dass der Tagesbedarf, der auf den Verpackungen angegeben ist, am Beispiel einer 40-jährigen Frau errechnet wurde, deren täglicher Bedarf ca. 2000 Kilokalorien beträgt. Nun ist aber der Kalorienbedarf sehr unterschiedlich und damit auch der Tagesbedarf. Diese Angabe kann daher nur als Anhaltspunkt dienen. … (Quelle: Google Alkohol News, 16.12.10) artikelmagazin.de, 16.12.10

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Dieser Beitrag wurde erstellt am Freitag 17. Dezember 2010 um 11:23 und abgelegt unter Allgemein, Europaparlament / EU-Kommission, Internationales, Politik, Verbraucherschutz. Kommentare zu diesen Eintrag im RSS 2.0 Feed. Die Kommentare sind derzeit geschlossen, aber sie können einen Trackback auf Ihrer Seite einrichten.

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