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Alkoholpolitik und Volksgesundheit

Archiv für November 2010

CH: Erfolgreiche Alkoholprävention für Jugendliche?

Freitag 19. November 2010 von htm

In den Gemeinden des Bezirks Winterthur haben illegale Alkoholverkäufe an Jugendliche abgenommen. Dies sei auch dem Projekt «Klarsicht 16/18» zu verdanken, teilte die Stadt am Donnerstag mit.
Die Suchtpräventionsstelle Winterthur hat im März 2008 zusammen mit 15 Gemeinden des Bezirks Winterthur das Jugendschutzprojekt «Klarsicht 16/18» lanciert. Das Projektziel lautete: Kindern und Jugendlichen wird kein Alkohol abgegeben oder verkauft. (Quelle: Google Alkohol News, 18.11.10) Zürcher Unterländer, 18.11.10 Kommentar: Das tönt erfreulich. Sieht man aber die letzte Meldung aus Winterthur an, wird man skeptisch: Testkäufe in Winterthur kaum besser. Dienstag 5. Oktober 2010 von htm:
Nachdem im Frühling 7 von 10 Betrieben Alkohol an Jugendliche verkauft hatten, waren es kürzlich 6 von 10 Lokalen. Sie wurden verzeigt. (Quelle: Tages-Anzeiger, 5.10.10) Kommentar: Da müssten die Behörden wohl etwas härter durchgreifen und auch mehr Betriebe aufsuchen, sonst ist die Wahrscheinlichkeit, kontrolliert zu werden, viel zu gering, um abschreckend oder motivierend zu wirken. — In 2 1/2 Jahren ist es nicht gelungen die Erfolgsrate in Winterthur unter 50% zu drücken. Das wird nun schöngeredet.

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Anwohner im Zürcher Kreis 5 leiden unter der Party-Szene

Donnerstag 18. November 2010 von htm

Wegen der starken Lärmbelästigung durch Party-Gänger haben zwei Gemeinderätinnen den Stadtrat angefragt, was er dagegen zu tun gedenke. In seiner Antwort weist dieser darauf hin, dass nicht nur ein Club daran schuld sei, würden sich doch am Wochenende in diesem 17’000 Seelen-Quartier jeweils bis zu 50’000 Personen tummeln. Neben kleinen Verbesserungen durch den Club-Besitzer müssten aber weitere Massnahmen geprüft werden. (Quelle: NZZ, 18.11.10) Kommentar: Der Stadtrat könnte z.B. den Bewohnern Oropax verteilen oder Gutscheine, damit sie auch an den Parties teilnehmen können. Ob nach der Prüfung weiterer Massnahmen etwas Wirksames übrigbleibt? Wie sagte doch die WHO? „Wir sind alle Passivtrinker.“

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Effectiveness of Policies Maintaining or Restricting Days of Alcohol Sales on Excessive Alcohol Consumption and Related Harms

Donnerstag 18. November 2010 von htm

The evidence from these studies indicated that increasing days of sale leads to increases in excessive alcohol consumption and alcohol-related harms and that reducing the number of days that alcoholic beverages are sold generally decreases alcohol-related harms.
Based on these findings, when the expansion of days of sale is being considered, laws and policies maintaining the number of days of the week that alcoholic beverages are sold at on- and off-premises outlets in local, state, and national jurisdictions are effective public health strategies for preventing excessive alcohol consumption and related harms. (Source: Alcohol Report, 11/16/10)

Kategorie: Addiction, Alcohol industry, Allgemein, Availability, Binge Drinking, Global, Politics, Prevention, Research, Violence and crimes | Keine Kommentare »

Effectiveness of Policies Restricting Hours of Alcohol Sales in Preventing Excessive Alcohol Consumption and Related Harms

Donnerstag 18. November 2010 von htm

Abstract: Local, state, and national policies that limit the hours that alcoholic beverages may be available for sale might be a means of reducing excessive alcohol consumption and related harms. The methods of the Guide to Community Preventive Services were used to synthesize scientific evidence on the effectiveness of such policies. All of the studies included in this review assessed the effects of increasing hours of sale in on-premises settings (in which alcoholic beverages are consumed where purchased) in high-income nations. None of the studies was conducted in the U.S. The review team’s initial assessment of this evidence suggested that changes of less than 2 hours were unlikely to significantly affect excessive alcohol consumption and related harms; to explore this hypothesis, studies assessing the effects of changing hours of sale by less than 2 hours and by 2 or more hours were assessed separately.
There was sufficient evidence in ten qualifying studies to conclude that increasing hours of sale by 2 or more hours increases alcohol-related harms. Thus, disallowing extensions of hours of alcohol sales by 2 or more should be expected to prevent alcohol-related harms, while policies decreasing hours of sale by 2 hours or more at on-premises alcohol outlets may be an effective strategy for preventing alcohol-related harms. The evidence from six qualifying studies was insufficient to determine whether increasing hours of sale by less than 2 hours increases excessive alcohol consumption and related harms. (Source: Alcohol Report, 11/17/10) sciencedirect.com

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CH: Gewaltig gefährdet – wenn Alkohol im Spiel ist (Aktionstag)

Donnerstag 18. November 2010 von htm

Am 18. November 2010 ist Nationaler Aktionstag Alkoholprobleme. Alkohol und Gewalt sind häufig miteinander verbunden. Unter dem Motto „Gewaltig gefährdet“ sensibilisieren Alkoholfachstellen Betroffene und die Bevölkerung in der ganzen Schweiz für das erhöhte Gewaltrisiko bei Alkoholmissbrauch.
Ein neuer Flyer thematisiert die Problematik für ein breites Publikum. Zwar führt ein problematischer Alkoholkonsum nicht automatisch zu Gewaltakten. Alkohol und Gewalt treten aber häufig zusammen auf. Für häusliche Gewalt gilt: 30 bis 40% der Delikte werden unter Alkoholeinfluss verübt. Auch bei Sportanlässen, am Wochenende oder im Nachtleben ist bei Gewaltvorfällen oft Alkohol im Spiel. Die Ursachen von Gewalt sind stets komplex; Alkoholkonsum kann, nebst anderen Faktoren, eine Rolle spielen. … (Quelle: Pressemitteilung Sucht Info Schweiz, 15.11.10) Kommentar: Noch vor ein paar Jahren wurde ich von einer Fachperson massiv angefeindet, weil ich auf den Zusammenhang von Alkohol und Gewalt hinwies. Und die Behörden in Zürich hüllten sich nach meiner diesbezüglichen Intervention im Fall Schwamendingen in Schweigen. Der Wind hat nun offensichtlich gedreht, dieses Tabu ist gebrochen.

Kategorie: Aktionen, Alkoholkrankheit, Allgemein, Arbeitsplatz, Eltern, Gesundheit, Gewalt/Kriminalität, Jugend, Kinder, Schweiz, Verhaltens-Präv. | Keine Kommentare »

CH: Jetzt muss Annina Frey (SF „glanz&gloria“) büssen!

Donnerstag 18. November 2010 von htm

TV-Frau Annina Frey (29) wurde mit 0,55 Promille am Steuer erwischt, musste ihren Mini stehen lassen und gab dafür im Internet Gas. Jetzt hat sie sich laut «Tagi» bei den «Bulldoggen-ähnlichen Staatsangestellten», die sie anfangs November kontrollierten, brieflich entschuldigt. Vom Zürcher Statthalteramt droht ihr eine Busse in Höhe von 500 Franken, mit Schreibgebühren wird die Summe vierstellig. (Quelle: Google Alkohol News, 17.11.10) blick.ch, 17.11.10

Kategorie: Allgemein, Geschichten, Prominenz, Schweiz, Verkehr | Keine Kommentare »

D: Leberkrebs nimmt zu – Alkohol größtes Risiko

Donnerstag 18. November 2010 von htm

In Thüringen erkranken mehr Menschen an Leberkrebs. Im Jahr 2008 wurden in den Thüringer Krankenhäusern 428 Patienten wegen eines bösartigen Lebertumors behandelt. Dies entsprach einer Zunahme von 45 Prozent innerhalb von drei Jahren, wie die Krankenkasse DAK am Mittwoch mitteilte. (Quelle: Google Alkohol News, 17.11.10) dnews, 17.11.10 unser Online-Kommentar: Wenn die Krankenkasse wirklich erreichen möchte, dass weniger Personen alkoholbedingt an Leberkrebs erkranken, muss sie schon mehr unternehmen, als Ernährungstipps abgeben, die niemanden interessieren. Die Krankenkassen hätten miteinander wahrscheinlich genügend Gewicht, um die Politik zum Handeln zu bewegen. Nur diese kann den Alkoholkonsum mit wirksamen Massnahmen drosseln.

Kategorie: Alkoholkrankheit, Allgemein, Gesundheit, Internationales, Politik, Statistik, Verhältnis-Präv. | Keine Kommentare »

D: Komasaufen: Mehr Jugendliche in Klinik

Donnerstag 18. November 2010 von htm

Immer mehr Jugendliche müssen nach ausgeprägtem Alkoholkonsum im Krankenhaus behandelt werden. Zwischen dem Jahr 2000 und 2008 sei die Zahl an Behandlungen von 12- bis 21-Jährigen wegen der Folgen eines Vollrauschs um 166 Prozent gestiegen. (Quelle: Google Alkohol News, 17.11.10) bild.de, 17.11.10

Kategorie: Abhängigkeit, Allgemein, Internationales, Jugendliche, Medizin | Keine Kommentare »

Oft versteckter Alkohol in Lebensmitteln

Donnerstag 18. November 2010 von htm

In vielen Lebensmitteln ist Alkohol zur Konservierung enthalten. Das belegt eine Untersuchung, die von Konsumentenschutzlandesrat Rudi Anschober (Grüne) initiiert wurde. Die Gefahr für trockene Alkoholiker sei groß, warnen Experten.
Alkohol gilt rechtlich als völlig normale Zutat von Lebensmitteln. Weingeist wird bei Süßigkeiten und anderen Lebensmitteln häufig als Konservierungsmittel eingesetzt. … (Quelle: Google Alkohol News, 17.11.10) ooe.orf.at, 17.11.10

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USA: MADD Wants ‚DADSS‘ to Stop Drunk Driving

Donnerstag 18. November 2010 von htm

Mothers Against Drunk Driving (MADD) can reasonably take the credit for halving the number of people killed by drunk driving each year from 21,000 in 1980 to about 11,000 in 2009.
To appreciate how big an accomplishment that is, it’s helpful to remember that when MADD was founded in 1980, “it was legal to get behind the wheel and drink a beer in most states,” and drunk drivers “rarely received more than a fine,” …
MADD celebrated its 30th anniversary in a big way: it launched an effort that will — it hopes — virtually eliminate drunk driving. First, it wants Congress to amend the Federal Highway Reauthorization Bill to require that people convicted of drunk driving must have an ignition interlock device installed in their vehicles. This is already law in 12 states.
Second, MADD wants Congress to authorize $60 million over five years to pay for the development of a device that would lock the ignition for drivers with a blood alcohol level above the legal limit. … (Source: Join Together, 11/17/10) our Online-Comment: The alternative would be to reduce the legal limit to .05% or lower and spend a lot of money more in controls and administration and prison costs.

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