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Alkoholpolitik und Volksgesundheit

D: 14-jährige Gymnasiastin starb nach Trinkgelage

Mittwoch 26. Mai 2010 von htm

Polizei bestätigte Tod der Steglitzer Schülerin und ordnete Obduktion an. Die Hälfte aller Jugendlichen mit Alkoholvergiftung ist inzwischen weiblich.
Ein 14-jähriges Mädchen wurde am Samstagvormittag in Steglitz im Haus ihrer Eltern tot aufgefunden. Möglicherweise starb sie an den Folgen einer Alkoholvergiftung. Nach Aussage von Bekannten, soll die Neuntklässlerin am Abend zuvor bei einer privaten Schülerparty in einem Einfamilienhaus im brandenburgischen Kleinmachnow erhebliche Mengen an Alkohol getrunken haben. Mitschüler berichten, dass das Mädchen noch in der Nacht auf ihrem Facebook-Profil geschrieben hatte: „So betrunken war ich noch nie“. Am nächsten Morgen war sie tot. Die 14-Jährige habe schon häufiger getrunken, heißt es im Freundeskreis. (Quelle: Google Alkohol News, 26.5.10) tagesspiegel.de, 25.5.10 unser Online-Kommentar:
Es ist wirklich tragisch. Da werden laufend neue Präventionskampagnen ausgeheckt, der Konsum geht leicht zurück und das Komasaufen nimmt zu, immer wieder auch mit tödlichen Folgen. Der Politik seien die Hände gebunden. Das stimmt natürlich. Die Alkoholindustrie hat die Politik im Griff. Die Politiker wagen nicht, die bekannten, erfolgversprechenden Massnahmen zu ergreifen, weil sie befürchten, das Volk würde sie nächstens abwählen. Das Stimmvolk kann aber gar nicht anders, weil es von den Behörden, den Medien und der Werbung nicht oder falsch informiert wird und deshalb glaubt, man könne gar nichts dagegen tun. Alkohol gehöre nun mal zur Kultur, sei keine Droge, sei flüssiges Brot, gehöre unbedingt zum Lifestyle, sei sogar gesund und was der Sprüche noch mehr sind.
Die WHO, Weltgesundheitsorganisation, hat letzten Donnerstag die Resolution für eine globale Alkohol-Strategie einstimmig verabschiedet. D.h. die europäischen Länder waren auch dabei. Leider ist die Umsetzung der empfohlenen Massnahmen freiwillig. Und die Medien und die Behörden hüllen sich wie oben beschrieben in Schweigen. Nicht einmal das Deutsche Ärzteblatt hat bisher in seinem täglichen Newsletter darauf reagiert. Das ruft nach einer kleinen Revolution von unten! Das schon immer auf diesem Gebiet für dumm verkaufte Volk sollte sich informieren und dann eine objektive, evidenzbasierte Alkoholpolitik im Sinn der WHO verlangen und nur Politiker wählen, die versprechen, dies zu tun. Unabhängige Informationen gibt es z.B. auf www.alkoholpolitik.ch.

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Dieser Beitrag wurde erstellt am Mittwoch 26. Mai 2010 um 10:45 und abgelegt unter Alkoholindustrie, Allgemein, Gesundheit, Internationales, Jugend, Kinder, Medien, Politik, Verhältnis-Präv., Weltgesundheits-Org., Werbung. Kommentare zu diesen Eintrag im RSS 2.0 Feed. Die Kommentare sind derzeit geschlossen, aber sie können einen Trackback auf Ihrer Seite einrichten.

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