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Alkoholpolitik und Volksgesundheit

D: SPD will öffentliche Trinkverbote in Stuttgart

Donnerstag 6. Mai 2010 von htm

Freiburg hat gute Erfahrungen mit dem Trinkverbot in der Innenstadt gemacht. Die Polizei verzeichnete 16 Prozent weniger Gewaltdelikte und führte dies darauf zurück, dass auf öffentlichen Straßen und Plätzen kein Alkohol getrunken werden durfte. Die Freiburger Verordnung hielt aber der juristischen Prüfung nicht stand. Im Juli 2009 kippte der Verwaltungsgerichtshof Baden-Württemberg die Polizeiverordnung der Stadt. Für das Alkoholverbot fehle die rechtliche Grundlage. (Quelle: Google Alkohol News, 5.5.10) stuttgarter-zeitung.de, 4.5.10 unser Online-Kommentar: Das Problem ist doch, dass die Regierungsparteien mit der Alkoholindustrie dermassen vernetzt sind und/oder nicht über den eigenen Alkoholverbrauch hinwegsehen können. Deshalb interessiert es sie nicht, dass mit 16% weniger Gewaltfälle doch ein respektabler Erfolg verzeichnet wurde. Darum bringen sie es auch nicht fertig, ein wirkliches und erfolgversprechendes Präventionspaket zu schnüren. Die Folge sind dann solche Notstandsmassnahmen, die von den Freiheitsideologen immer leicht bekämpft werden können. Sie wollen ja gar keine Verbesserung, weil das die Erträge der Alkoholindustrie schmälern würde. Sie merken nicht, dass ihre Freiheit schon immer von der Alkoholindustrie eingeschränkt wurde. Sie sind, wie wir alle, Passivtrinker, die unter den Folgen des Alkoholkonsums leiden und ein Leben lang ungefragt die horrenden alkoholbedingten Sozialkosten mittragen.

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Dieser Beitrag wurde erstellt am Donnerstag 6. Mai 2010 um 17:58 und abgelegt unter Alkoholindustrie, Allgemein, Gewalt/Kriminalität, Internationales, Jugend, Passivtrinker, Politik, Verhältnis-Präv.. Kommentare zu diesen Eintrag im RSS 2.0 Feed. Die Kommentare sind derzeit geschlossen, aber sie können einen Trackback auf Ihrer Seite einrichten.

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