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Alkoholpolitik und Volksgesundheit

Jugendliche und Alkohol: Neue Art „Suchtprävention“

Freitag 27. November 2009 von htm

Wie Alkoholexzesse von Jugendlichen verhindert werden können, ist unter Suchtexperten umstritten. Ein Psychologe stellt in der Fachzeitschrift „DMW Deutsche Medizinische Wochenschrift“ (Georg Thieme Verlag, Stuttgart. 2009) sein Konzept einer „Trinkschulung“ für Jugendliche vor. Der Verzicht auf den Grundsatz, dass Jugendliche keinen Alkohol trinken sollen, stößt aber auf Widerspruch.
In dem Kurs „Lieber schlau als blau“, den Dr. Johannes Lindenmeyer, Direktor der salus klinik Lindow an Schulen im Land Brandenburg anbietet, lernen die Schüler nicht nur, wie gefährlich der Alkoholkonsum ist, sie dürfen es auch ausprobieren. „Schüler trinken eine vorab vereinbarte Alkoholmenge, erheben den Atemalkoholwert und messen die entstandene Alkoholwirkung mithilfe PC-gestützter Leistungstests und Videoaufnahmen“, erläutert der Psychologe. Wie beim Experimentieren im Chemieunterricht könnten die Jugendlichen auf dieser Weise in ihrer Peer-Gruppe, der Clique, konkrete Erfahrungen machen, wie man „richtig“ trinkt. (Quelle: thieme.de, 27.11.09 Kommentar: Nach wie vor gilt: Die beste Prävention ist das Hinausschieben des Erstkonsums so lange wie möglich. Diese Anbiederungspädagogik schadet nur. Sie untergräbt auch die Glaubwürdigkeit des Jugendschutzgesetzes.

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Dieser Beitrag wurde erstellt am Freitag 27. November 2009 um 14:34 und abgelegt unter Allgemein, Internationales, Jugend, Verhaltens-Präv., Veröffentlichungen. Kommentare zu diesen Eintrag im RSS 2.0 Feed. Die Kommentare sind derzeit geschlossen, aber sie können einen Trackback auf Ihrer Seite einrichten.

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