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Alkoholpolitik und Volksgesundheit

Archiv für September 2009

Schweizer Presserat tritt auf unsere Beschwerde nicht ein

Samstag 12. September 2009 von htm

Stellungnahme des Schweizer Presserates 41/2009 vom 28.8.2009: Der Presserat tritt nicht auf die Beschwerde ein. In der Begründung wird u.a. erwähnt, „dass aus der „Erklärung der Pflichten und Rechte der Journalistinnen und Journalisten“ keine berufsethische Pflicht zu „objektiver Berichterstattung“ abgeleitet werden kann.“ Und: Es ist „auch einem Medium wie dem „Gesundheitstipp“ unbenommen, einen generellen Bericht zum Thema „Alkoholkonsum“ oder zu einzelnen Teilaspekten zu veröffentlichen, der von einem anderen Standpunkt (als dem des Beschwerdeführers, htm) ausgeht“.
Kommentar: Beim Alkoholproblem ist die Freiheit des Journalisten und der Verleger offenbar grenzenlos. Das Berufsethos ist ausgetrickst. Nun kann der Nationalrat mit grosszügiger Geste die Alkoholwerbung am Fernsehen verbieten, im redaktionellen Teil der Presse und bei Radio und Fernsehen liegen ja viel bessere Möglichkeiten der Alkoholwerbung. Da passen die Worte des Präsidenten der britischen Ärzteschaft, Prof. Ian Gilmore, Präsident des Royal College of Physicians und Chairman der Alcohol Health Alliance, in unserem heutigen Artikel, in dem er zum Verbot der Alkoholwerbung aufruft, genau hin: „ist eine logische Empfehlung im Bestreben, die alles umarmende Pro-Alkohol-Kultur umzukehren, die in einer Periode der Deregulierung und Liberalisierung während des letzten Vierteljahrhunderts gewachsen ist”.
Die Stellungnahme des Presserates werde in den nächsten Tagen auf dessen Webseite aufgeschaltet.

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Speach: Raising Alcohol Taxes and Fees

Samstag 12. September 2009 von htm

Marin Institute’s Research and Policy Director, Michele Simon, MPH, JD, will be speaking on the panel: Reducing Alcohol Problems by Raising Beverage Taxes and Fees: Evidence of Effects and Strategies for Success
WHERE: National Prevention Network’s 22nd Annual Research Conference in Anaheim, California (September 15-18, 2009) WHEN: September 16, 1:30-3:00 P.M.
DESCRIPTION: Recent research has confirmed the benefits of increasing alcohol excise taxes and fees in order to reduce alcohol problems. As a component of the environmental approach to prevention, reducing access and availability of alcohol through increasing price by taxation can be a powerful tool for public health. (Source: Marin Institute, 9/12/09) Conference Details

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Some U.S. Colleges Have Failed To Turn The Tide

Samstag 12. September 2009 von htm

The research, published in the September issue of the Journal of Studies on Alcohol and Drugs, found that at 18 heavy-drinking U.S. campuses, students‘ alcohol habits showed little change over a dozen years. In 1993, 58 percent of students reported binge drinking in the past two weeks; in 2005, 56 percent said the same. And although 28 percent of students in 1993 said they frequently binged, that figure was 32 percent in 2005. (Source: Medical News Today, 9/11/09)

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Der höchste Arzt Englands unterstützt Alkoholwerbeverbot

Samstag 12. September 2009 von htm

Der Aufruf der Britischen Ärztegesellschaft, die Alkoholwerbung wegen ihres schädlichen Einflusses auf die Jugend zu verbieten, „ist eine logische Empfehlung im Bestreben, die alles umarmende Pro-Alkohol-Kultur umzukehren, die in einer Periode der Deregulierung und Liberalisierung während des letzten Vierteljahrhunderts gewachsen ist“, gemäss Prof. Ian Gilmore, Präsident des Royal College of Physicians und Chairman der Alcohol Health Alliance. (Quelle: Medical News Today, 11.9.09) Kommentar: Wann beginnen unsere Ärzte, sich mit Prävention zu beschäftigen? Geringere Gesundheitskosten durch weniger Alkoholprobleme würde doch auch Druck von ihnen nehmen.

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Top Doctor Backs BMA’s Call To Ban Alcohol Advertising

Samstag 12. September 2009 von htm

The BMA’s call to ban alcohol advertising because of its damaging effects on young people is „a logical recommendation to attempt to reverse the all embracing pro-alcohol culture that has grown up in a period of deregulation and liberalisation over the last quarter of a century,“ according to Ian Gilmore, President of the Royal College of Physicians and Chairman of the Alcohol Health Alliance. (Source: Medical News Today, 9/11/09)

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Medwedjew dreht den Russen den Bierhahn zu

Samstag 12. September 2009 von htm

Wie einst Michael Gorbatschow kritisiert Russlands Präsident Dmitri Medwedjew den hohen Alkoholkonsum in seinem Land. Laut einer Studie stehe die Hälfte aller Todesfälle der 15- bis 54-Jährigen seit dem Ende der Sowjetunion in Verbindung mit Alkohol. Wodka ist von den Verkaufsbeschränkungen nicht betroffen. Bier soll nur noch in Flaschen bis ein Drittel Liter verkauft werden dürfen. (Quelle: Google Alkohol Alert, 12.9.09) NZZ, 12.9.09 WELT ONLINE, 11.9.09 Kommentar: Gefahr erkannt, die Notmassnahme völlig ungenügend. Die Russen trinken bekanntlich vor allem Wodka.

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Media-Abkommen und Alkoholwerbung: Nationalrat

Freitag 11. September 2009 von htm

Sehr geehrte Nationalrätinnen, sehr geehrte Nationalräte,

Zur bevorstehenden Debatte über ein Alkoholwerbeverbot am Schweizer Fernsehen möchte ich Sie über die letzten Aktualitäten auf diesem Gebiet informieren. Ich hoffe natürlich, dass sie Sie in Ihrem Nein zur Vorlage bestärken werden:

1. Die britische Ärztegesellschaft hat diesen Monat eine grosse Studie über die Wirkung der Alkoholreklame auf die Jugend herausgegeben und in diesem Zusammenhang die Regierung dringend aufgefordert, die Alkoholwerbung zu verbieten. Die Vereinigung der britischen Krankenschwestern, die täglich mit den Folgen konfrontiert sind, hat sich diesem Aufruf angeschlossen.

Under the influence – The damaging effect of alcohol marketing on young people – by The British Medical Association (BMA) September 2009

2. In der Debatte über Alkoholwerbung wird immer wieder argumentiert, es sei wirksamer, die Eltern in die Pflicht zu nehmen, als die Werbung einzuschränken.
Die Pflicht der Eltern besteht zweifellos. Der kleine Unterschied besteht nur darin, dass es deren Pflicht und Verantwortung wäre, sie diese aber nur in beschränktem Umfange erfüllen und wahrnehmen können. Diese elterliche Aufgabe kennt man ja nicht erst seit heute, aber noch nie ist es gelungen, die Eltern, auf die es ankam, zu ihrem Glück zu zwingen. An entsprechende Elternkurse gehen bekanntlich meist nur jene Eltern, die soviel Verstand und Pflichtgefühl haben, auch von sich aus das Richtige zu tun. Jene, die es nötig hätten, erreicht man nicht. Sie können nun einen Eltern-Führerschein propagieren, der vor der Heirat erworben werden, oder dem Vermieter vorgewiesen werden müsste. Aber viele Paare leben heute ohne Trauschein. Eine Variante wäre ein Elternkurs in der Rekrutenschule und im WK. Nachdem aber immer weniger Männer diensttauglich sind, würden auch so zu wenige erreicht.

Wer diese Argument vertritt, betreibt nichts anderes als Populismus, d.h. das übliche Abschieben der eigenen Verantwortung als Parlamentarier.

Tatsächlich gibt es Untersuchungen, die zeigen, dass das Verhalten der Eltern einen Einfluss auf den Alkoholkonsum ihrer Kinder hat, aber wie gesagt, diese Erkenntnis nützt nicht viel. Andere Einflüsse wirken ebenfalls. Z.B. die Peer Groups oder die Alkoholwerbung. Diesen letzteren negativen Einfluss können wir eliminieren, wenn wir nur wollen. Eine Mehrheit des Nationalrats hat sich bisher geweigert, das Alkoholproblem ernst zu nehmen und die nötigen Schritte zu einer Entschärfung zu unterstützen. Sie erwartet von vielen Eltern, sich zu ändern und Verantwortung zu übernehmen. Sie war bisher aber selber unfähig, alte Vorurteile abzulegen, die Erkenntnisse der Wissenschaft zu akzeptieren und unserem Land und Volk und unserer Wirtschaft eine bessere Zukunft zu ermöglichen. Beweisen Sie das Gegenteil und verhelfen Sie als ersten Schritt dem Alkoholwerbeverbot im Nationalrat zur Mehrheit. Dann verdienen Sie die Hochachtung Ihrer Mitbürgerinnen und Mitbürger, deren Interessen Sie damit pflichtgemäss vertreten.

Mehr Informationen finden Sie wie immer auf www.alkoholpolitik.ch

Mit freundlichen Grüssen
Hermann T. Meyer

PS Diesen Brief finden Sie auch als Anhang.

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UK: Jugendliche sehen sich nicht als Binge Drinker

Freitag 11. September 2009 von htm

Junge Leute denken nicht, dass Regierungs-Richtlinien sie als Binge Drinker einstufen würden. Dies ist das Ergebnis einer Studie von Dr Richard Cooke von der Aston University und Dr Falko Sniehotta von der University of Aberdeen. Sie werden sie an der Jahreskonferenz der Division of Health Psychology, Teil der British Psychological Society, am 10. September 2009 vorstellen. (Quelle: Medical News Today, 10.9.09) Kommentar: In der Schweiz mit tieferen Richtlinien wird es nicht anders sein.

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UK: Young People Fuzzy About Drinking Limits

Freitag 11. September 2009 von htm

Young people are unaware that government guidelines would class them as binge drinkers. This is the finding of Dr Richard Cooke from Aston University and Dr Falko Sniehotta from the University of Aberdeen who will present their research at the Division of Health Psychology, part of the British Psychological Society, annual conference today, 10th September 2009. (Source: Medical News Today, 9/10/09)

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TOP NEWS: Health Watchdog Unleashed In Australia

Freitag 11. September 2009 von htm

„Australians will be told to drink and smoke less and eat less junk food by a new preventative health watchdog that will begin monitoring the health system within months. Health Minister Nicola Roxon said legislation for a National Preventative Health Agency would be introduced into Parliament within the next fortnight, forming a key part of the Government’s plan to reduce preventable illnesses such as diabetes, heart disease and some cancers. The independent but publicly funded agency will be responsible for a major preventative health advertising push, policy advice, health surveillance, consultation and research. It will begin in January, staffed by government-appointed population health experts.“ (Source: Harvard World Health News, 9/10/09) The Sydney Morning Herald, 9/6/09

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