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Datum Thema und Kommentar
30.11.2007

 

 

 

 

 

02.11.2007

(26.10.2007) Am 23. Oktober 2007 verabschiedete die Europäische Kommission eine neue gesundheitspolitische Strategie mit dem Titel: „Gemeinsam für die Gesundheit – ein strategischer Ansatz der EU für 2008-2013“. Diese Strategie baut auf der bereits geleisteten Arbeit auf und soll zum ersten Mal einen umfassenden strategischen Rahmen schaffen, der sowohl die Kernfragen im Gesundheitsbereich als auch Gesundheitsfragen in allen Politikbereichen und globale Gesundheitsfragen beinhaltet. Diese Strategie soll klare Ziele für die künftigen Arbeiten im Gesundheitsbereich auf europäischer Ebene festlegen sowie in Zusammenarbeit mit den Mitgliedstaaten einen Durchführungsmechanismus für die Verwirklichung dieser Ziele. Nun sind eine Reihe Dokumente in vielen Übersetzungen publiziert worden: Gesundheitspolitische Strategie


(23.10.2007) Zitat aus der Webseite der UBI vom 23.10.2007: Die UBI hat
     
    anlässlich der öffentlichen Beratung vom 19. Oktober 2007 (u.a.) folgende Beschlüsse gefasst:

  • Die Beschwerde gegen den am 13. Mai 2007 in der Sendung "Persönlich" von Radio DRS 1 ausgestrahlten Beitrag über eine Schnapsbrennerin und einen Bierbrauer wird mit 8:0 Stimmen abgewiesen.
  • Die Beschwerde gegen den am 12. Juni 2007 in der Sendung "Kassensturz" des Schweizer Fernsehens (SF 1) ausgestrahlten Beitrag über Roséweine wird mit 8:0 Stimmen abgewiesen.
  • Die Beschwerde gegen die vom Schweizer Fernsehen (SF1) ausgestrahlten Sendungen "Start-up - Der Weg zur eigenen Firma", Darstellung eines Wein-Geschenkservice, wird mit 8:0 Stimmen abgewiesen. Auf eine weitere Beschwerde in dieser Sache wird nicht eingetreten.

Kommentar: Die schriftliche Begründung dieses bedauerlichen Entscheids auf unsere Beschwerden werde auf der Webseite www.ubi.admin.ch noch publiziert. Wir werden sie übernehmen und auf unserer Seite "Interventionen" kommentieren, wo wir auch die Argumentationen beider Parteien zeigen werden. Eine detaillierte Kommentierung ist uns aus zeitlichen Gründen leider nicht möglich, sie erübrigt sich auch, da doch nichts zu machen ist. Die
3. Begründung ist auf der UBI-Webseite am 5.7.08 noch immer nicht einsehbar.


(10.09.2007) Gemäss Mitteilung der UBI (Unabhängige Beschwerde Instanz für Radio und Fernsehen) wird die öffentliche Behandlung meiner drei Beschwerden wegen Schleichwerbung am 19. Okt. 2007 stattfinden. Die schriftliche Urteilsbegründung wird später auf der Webseite der UBI veröffentlicht. Wir werden sie dann auch hier bringen. (Siehe Interventionen) http://www.ubi.admin.ch/de/


(29.08.2007)  Das Thema "Alkoholismus" im "Club" von SF1 am 28.8.07: Im Zusammenhang mit der Plakataktion der SFA (Schweiz. Fachstelle für Alkohol- und andere Drogenprobleme) diskutierten gestern 2 Fachleute, mehrere Betroffene und eine Partnerin die Krankheit Alkoholismus.
Unter der bewährten Leitung von Christine Maier schilderten die Betroffenen ihren Leidensweg und wie sie herausfanden. Besonders wurde auf die ca 100'000 alkoholbehinderten Kinder hingewiesen, denen besser geholfen werden sollte. Leider sind sie nur schwer erfassbar. Das Umfeld müsste besser reagieren.    
 
SF1, 28.8.07
Kommentar: Als Einstiegsendung gut, nur sollten jetzt vertiefende Programme folgen. Es wurde nur personenzentriert diskutiert, die Frage nach der Umwelt, der Gesellschaft wurde kaum angeschnitten. Die Nachsorge, die der Behandlung folgen sollte, wurde nicht erwähnt.


(17.08.2007) Street Parade: Weitere schwere Zwischenfälle
Sechs Tage nach der Zürcher Street Parade wird ein zweiter schwerer Zwischenfall bekannt: Nach einer Schlägerei liegt ein 19-jähriger Schweizer mit schweren Kopfverletzungen im Spital. Der junge Mann war kurz nach ein Uhr in der Nacht auf Sonntag, 12. August, beim Bahnhof Stadelhofen in eine Schlägerei mit mehreren Personen verwickelt. Der Grad der Verletzung wurde zunächst unterschätzt. Erst später habe sich dessen Zustand rapide verschlechtert, und der junge Mann wurde von den Ärzten in ein künstliches Koma versetzt. Inzwischen sei sein Zustand «kritisch, aber stabil».

(Quelle:
Tages-Anzeiger, 17.8.07)  In der gleichen Zeitung berichten zwei Betroffene, die Lebenspartnerin und eine Grossmutter, von zwei Fällen weiterer Gewaltakte nach der Street Parade (doppelter Schädelbruch; Hirnblutung und gebrochenes Kinn, im Koma) und fragen nach dem Sinn einer solchen Veranstaltung und wie man "zufrieden" sein kann. (Wahrscheinlich, dass nicht noch mehr passiert ist.)

Kommentar: In England wühlt ein Bandenmord die Medien und die Behörden auf. (Siehe heute bei "International") Bei uns geht man nach der Berichterstattung zur Tages-Ordnung über. Hauptsache, der Alkoholindustrie und ihren Helfershelfern geht es blendend. (Siehe heute "Aktuell") Ob sich wohl einige als Komplizen mitschuldig fühlen und deshalb nichts unternehmen oder hoffen sie einfach, ihr Bierchen oder ihr Prosecco werde nicht verteuert? Bis der Bundesrat seinen Nationalen Alkohol Plan herausbringt, haben sich die Emotionen ja sicher wieder gelegt und alles ist halb so schlimm.


(26.07.2007) Das Nationale Programm Alkohol (NPA) 2007-2011 ist in die Medien gelangt. Radio DRS, Blick, NZZ und Tages-Anzeiger berichten teilweise sachlich, der Blick polemisch, der Tages-Anzeiger-Kommentar titelt "Eine nutzlose Schikane". Die Aufregung in den Zeitungen fokussiert sich auf einen Vorschlag, in Verkaufsgeschäften ein Alkoholverkaufs-verbot von 21 bis 07 Uhr einzuführen, wie es Genf bereits kennt.  (Quelle: Google Alcohol Alert, NZZ online, 27.7.07    Leserbrief an Tages-Anzeiger

Kommentar: Da dies ohnehin nur als Empfehlung an die Kantone gelten könnte, die bekanntlich lange brauchen, um etwas durchzusetzen, sieht alles wie ein Sturm im Wasserglas aus um die Sommerflaute zu überbrücken.


(29.06.2007) Die Zahl der angezeigten Straftaten ist im vergangenen Jahr in der Schweiz gesunken. Der Anteil der minderjährigen Straftäter hat aber deutlich zugenommen. Laut der am Donnerstag veröffentlichten Kriminal- und Betäubungsmittelstatistik des Bundes ging die Zahl der Anzeigen im Vergleich zum Vorjahr um fünf Prozent auf 288'156 zurück.
(Quelle:
Basler Zeitung online, 28.6.07)

Kommentar: Auch "10 vor 10" im Schweizer Fernsehen berichtete. Ein Zürcher Polizeibeamter meinte, sie hätten gerade eine Kontrolle bei Alkoholverkaufsstellen gemacht, wobei 11 von 20 Alkohol verbotenerweise verkauften. Aber beim Thema Alkohol fände die Polizei keine Unterstützung, sagte die Sprecherin. - Das ist uns schon lange aufgefallen. Alle haben Angst, das würde eine Nummer zu gross. Zusammen wäre man aber stark genug.

In der heutigen Pressekonferenz von Bundesrat Blocher schlägt er ein Massnahmepaket vor. Es dürfe nicht dramatisiert werden. Alkohol kommt in der Analyse seines Departements nicht vor, dementsprechend auch keine dahingehenden Massnahmen. (Kommentar siehe oben.)
(Tages-Anzeiger, 29.6.07, online)


(19.05.2007) Die Washington Post, das Wall Street Journal, und die Associated Press haben heute gemeldet, dass Anheuser-Busch angekündigt hat, die Produktion von Spykes aufzugeben. (Dieses zwiespältige, Candy-aromatisierte Malzgetränk mit Koffein, das von Präventionsgruppen und Staatsanwälten angegriffen worden ist.)

Kommentar: Wir können den amerikanischen Staatsanwälten und den Präventionsaktivisten, vor allem G. Hacker vom CSPI dankbar sein. So werden wir hoffentlich von Spykes verschont. Hätten wir wohl eine ähnlich effektive Gegenkampagne realisieren können? Es darf gezweifelt werden.
Siehe Pressemitteilung von CSPI und Marin Institute, Joint Together, 18.5.07


(14.03.2007) Dieter Imboden in einem Essay auf der Onlineplattform "ETH Life": Der gute Wissenschaftler sei ein Anarchist des Geistes, er akzeptiere keine Macht, die auf Strukturen basiere, die vom Staat, von der Wissenschaft, der Kirche oder der eigenen Hochschule geschaffen worden sei.

Kommentar:
Offenbar hat er auch keine moralischen Bedenken. Z.B. sich von interessierten Kreisen finanzieren zu lassen. (?)


(08.03.2007)  Die Motion des Nationalrats Germanier, mit dem Ziel, die Eidg. Alkoholverwaltung abzuschaffen, ist am 6.3.07 im Ständerat einstimmig abgelehnt worden. 04.3027  Motion Germanier Jean-René. Reform der Eidgenössischen Alkoholverwaltung. Obwohl sie der Nationalrat angenommen hat, ist sie damit erledigt.

Kommentar: Die vorbereitende Kommission WAK, der Bundesrat, die Eidg. Kommission für Alkoholfragen, die kantonalen Sozial- und die Gesundheitsdirektoren lehnten die Motion ab. Der EAV wurde attestiert, dass sie "gut funktioniert und sowohl die fiskalischen Aufgaben wie auch die Präventionsaufgaben hervorragend wahrnimmt". Damit hat die Alkohollobby wieder einmal eine Niederlage einstecken müssen. Wir freuen uns für die Verantwortlichen der EAV, die ständig im Feuer dieser Zermürbungstaktik stehen und hoffen, dass sie, gestärkt nach diesem unerfreulichen Zwischenspiel, ihre Aufgabe im Dienste unseres Staates unbeirrt weiter wahrnehmen werden.


(06.03.2007) Der Zürcher Kantonsrat hat gestern das neue Gesundheitsgesetz beschlossen. Darin enthalten ist ein Alkohol- und Tabak-Werbeverbot für Plakate auf öffentlichem Grund. Alle weitergehenden Massnahmen wurden abgelehnt. Die Gesundheitsdirektorin bezeichnete das Werbeverbot als Farce, da es praktisch nichts Neues bringt und diese Werbung nur etwa 20% der Plakatwerbung für Alkohol und Tabak ausmacht. SP- und EVP-Vertreter erwägen ein Referendum.

Kommentar: Damit haben SVP und FDP noch einmal ihre extreme liberale Wirtschaftsphilosophie durchsetzen können, die keine Rücksicht auf die Bedürfnisse der Bevölkerung nimmt. Und so strafen sie die in letzter Zeit von einigen ihrer Exponenten veröffentlichten Parolen vom sozial verantwortlichen Liberalismus Lügen. (Der Kanton Bern kennt seit 1.1.07 u.a. das Plakatwerbeverbot auch auf privatem Grund, der von öffentlichem einsehbar ist.)
Tages-Anzeiger, 6.3.07            NZZ, 6.3.07


(20.2.2007) Medienmitteilung der SFA, Schweiz. Fachstelle für 
                                                      Alkohol- und andere Drogenprobleme:

Neue Schülerstudie: Jugendliche in der Schweiz rauchen, trinken und kiffen weniger

Die Ergebnisse der neuen Schweizerischen Schülerbefragung zeigen: Die 15-jährigen Knaben und Mädchen rauchen deutlich weniger als noch vor 20 Jahren. Der Alkoholkonsum und das Kiffen haben bis ins Jahr 2002 zugenommen und sind 2006 erstmals zurückgegangen. Heute hat die Schweizerische Fachstelle für Alkohol- und andere Drogenprobleme (SFA) die Resultate der repräsentativen Schülerstudie an einer Medienkonferenz in Bern vorgestellt. Die Studie wurde im Auftrag des Bundesamtes für Gesundheit (BAG) durchgeführt.   Medienmitteilung der SFA

Basler Zeitung online, 20.2.07       NZZ online, 20.2.07        Tages-Anzeiger, 20.2.07 

Tages-Anzeiger, 20.2.07 (Zusatzartikel)   


    (15.02.2007) Heute gehört: In der Sendung "Espresso" von Radio
                                     DRS1

Das UNO-Kinderhilfswerk UNICEF hat eine Untersuchung veröffentlicht, in der die Lebensqualität der Kinder in den industrialisierten Staaten verglichen wurde. Die Schweiz landete nur auf Platz 6! Ein Hauptgrund: Der Jugendalkoholismus. Es sei dringend Prävention gefragt.

Kommentar: Muss uns wirklich die internationale Gemeinschaft davon überzeugen, dass Alkoholprävention gefragt sei? (Die OECD kam erst kürzlich mit einer ähnlichen Botschaft.) Frage ist nur - welche Art? Es wäre an der Zeit, von den schönfärberischen Alibiübungen wegzukommen und wirksame, wissenschaftlich erhärtete Instrumente in die Hände zu nehmen. Die Alkoholindustrie hat nun 100 Jahre fast unbehelligt - und seit 50 Jahren unterstützt von der Werbebranche, den meisten Medien und der Mehrheit der Politiker (auch sogenannt christlicher) und der Bevölkerung - ihr unheilvolles Werk vollbringen können. Jetzt müsste endlich Schluss sein damit, oder soll unsere Jugend noch mehr ins Verderben rennen?

Ein erster Schritt wäre, den Vollzug bestehender Gesetze mit zusätzlichem Fachpersonal zu verbessern. Dann ist der Bundesrat mit seinem in diesem Jahr erwarteten Alkohol-Strategie-Papier in der Verantwortung. Wird er auch wieder nur eine Alibiübung zulassen?

Bevor an eine eigentliche Prävention in Richtung Jugendlicher gedacht werden kann, muss sich die Gesellschaft klar werden, dass das Alkoholimage heruntergefahren werden muss. So lange der Alkohol einen derartig hohen Stellenwert in unserer Gesellschaft hat, ist jede Prävention für Jugendliche unglaubwürdig und deshalb wirkungslos.

UNICEF-Schweiz verfügt über eigene Mittel. Wie wäre es, wenn sie auch auf diesem Gebiet wirksam helfen würde? Sie will eine Diskussion auslösen und einen Anstoss zur Verbesserung der Datenlage geben. Wie viele Anstösse brauchen wir denn noch? Es braucht endlich mutige Lösungen!

Auch die Wirtschaft ist gefragt. Lange Jahre hat sie die Aktionäre auf Kosten der Arbeitnehmer und der staatlichen Sozialwerke geschont und fährt nun Rekordgewinne ein. Es wäre höchste Zeit, dass sie jetzt schnell viele Lehr- und Arbeitsstellen für Jugendliche schaffen würde, um ihnen eine Lebensperspektive zu geben. Die inzwischen fehlenden Nachwuchs-Fachkräfte werden wieder massenhaft aus dem Ausland geholt und damit wie auch schon ein Immigrationsproblem mit innenpolitischem Zündstoff geschaffen.

PS  Auch der Tages-Anzeiger berichtet heute über diese Studie. Das Thema "Risikoverhalten wie Alkohol- und Tabakkonsum" (Rang 12) ist ihm nicht ein Wort des Kommentars Wert.
Innocenti Research Centre   Der Bericht (u.a. englisch/französisch, pdf, 52S., 1,6Mb) ist online erhältlich. Medienmitteilung von unicef (u.a. englisch/französisch, pdf, 2.S., 65Kb).


(12.01.2007) "Der Tages-Anzeiger meldet heute an vorderster
                      Stelle: Discounter Denner wird verkauft: Migros steht vor grossem Coup." Und im Untertitel: "Migros würde zum Alkoholhändler."

Migros wolle mit 70% die Mehrheit übernehmen. Der Deal ist nun an einer Pressekonferenz vorgestellt worden. Gaydoul werde weitere drei Jahre an der Spitze von Denner bleiben, Denner werde also weitergeführt mit dem gleichen Personal. Die Übernahme werde von der WEKO abgesegnet werden müssen.
Kommentar: Damit würde sich die Migros endgültig von seinem Gründer G. Duttweiler absetzen. Es wird nun zu beobachten sein, mit welchen juristischen Winkelzügen dies bei den Mitgliedern und der Öffentlichkeit gerechtfertigt werden soll. Damit würde die Schweiz eine moralische Instanz verlieren, für die wir im Ausland bewundert wurden. Seit ehemalige Manager aus dem Alkoholbusiness in die Chefetage nachrückten, hat die Migros schon früher das Duttweiler Erbe häppchenweise verraten. (Tankstellenshops, Internet-Handel, Globus, Cash & Carry). (Übrigens: Es ist noch nicht 1. April!) Damit würde die Migros zum ersten Anwärter auf den Schmähpreis der WEF-kritischen Koalition "Public Eye" für unverantwortliche Firmen, den WEF Negative Award. (Tages-Anzeiger, 12.1.07      NZZonline, 11.1.07)  Was meint die Adele Duttweiler Stiftung als Verwalterin des geistigen Duttweiler Erbes? Ist da ein branchenüblicher Bonus im Spiel? Die führende Wirtschaftszeitung NZZ weiss in der Printausgabe noch nichts. Womit hat sich der Tages-Anzeiger dieses Insiderwissen verdient? Fragen über Fragen.  NZZ online, 12.1.07  (Erste Meldung ergänzt.) PS  Unsere Frage nach der Begründung ihrer Alkoholpolitik (nach dem Cash & Carry-Deal) liess die Migros-Spitze unbeantwortet.  Siehe unsere Sonderseite


(11.12.2006) Auf dem Weg zum Stopp: Der US-Kongress verabschiedet das erste namhafte Gesetz gegen den Alkoholkonsum Minderjähriger. Von Präsident Bush am 20.12.06 unterzeichnet.

Ein Gesetz, das ein erster wichtiger Schritt ist, das Problem des Alkoholkonsums von Minderjährigen anzugehen, wurde sowohl vom US Senat wie vom Repräsentantenhaus letzte Woche genehmigt. "The Sober Truth on Preventing (STOP) Underage Drinking Act", das zuerst mit 373 zu 23 Stimmen im House of Representatives am 14. Nov. angenommen wurde, passierte den Senat einstimmig am 6. Dezember und erhielt die endgültige Genehmigung in einer leicht geänderten Form im Repräsentantenhaus am 7. Dezember. (Siehe ausführliche Meldung von Join Together, 8.12.06    CSPI Newsroom, 7.12.06


(07.12.2006)  Die SP (Sozialdemokratische Partei) legt ein Grundsatzpapier zur Drogenfrage vor. Sie befürwortet den straffreien Konsum für Erwachsene für alle Drogen, die scharfe Verfolgung des Drogenhandels und Lenkungsabgaben auf allen Suchtmitteln. Sucht sei als Krankheit zu betrachten. Die SP steht weiterhin zum 4-Säulen-Prinzip.

Kommentar: Damit hat die SP als erste Partei ihre Drogenpolitik klargestellt. Wobei sie bereits bisher im Alkoholsektor auf dieser Linie operierte. Es wäre schön, wenn die andern Bundesratsparteien folgen würden, damit eine Diskussion entstehen kann. (Weihnachtsgeschenk für unser Land) Leider verstehen die liberalen Parteien unter dem hochgehaltenen Begriff "Eigenverantwortung" nur Eigennutz. Sie verbinden ihr selbstverwirklichendes, selbstbestimmtes Tun damit, die Folgekosten dafür der Allgemeinheit zu überbinden. Echte Eigenverantwortung würde doch bedeuten, auch die Folgen seines Handels selbst zu tragen. Z.B. über eine verursachergerechte, kostendeckende, generelle Alkoholsteuer oder Lenkungsabgabe.
Siehe Lenkungsabgaben in unserer Projekt-Idee. Damit sie lenken, müssen die Abgaben gross genug sein.
(Quelle: Basler Zeitung online, 7.12.06);   NZZ, 7.12.06


(04.12.2006)  Wir haben zu unserem Newsletter-Versand einen Begleitbrief geschrieben, in dem wir auf die eigenartige Tabuisierung eines möglichen Alkohlkonsums im Zusammenhang mit der Vergewaltigung in Zürich-Seebach aufmerksam gemacht haben. Inzwischen ist eine Stellungnahme dazu eingegangen, die ein seltsames Licht auf die Denkweise gewisser Sozialarbeiterkreise wirft. Siehe hier Sonderseite zu Zürich- Seebach.


(20.11.2006)

Today opens the second Eurocare/Global Alliance "Bridging the Gap" Conference in Helsinki, Finland.

We extend our best wishes for a successful conference!

 

(20.11.2006) APHA, the American Public Health Association  Seeks International Treaty on Alcohol

Inspired by the recently enacted Framework Convention on Tobacco Control, the American Public Health Association (APHA) is calling for a similar international treaty to address alcohol problems.

The APHA's Governing Council recently released "A Call for a Framework Convention on Alcohol Control," imploring the World Health Organization (WHO) to draft a treaty to address alcohol-related disease and social harm. The tobacco convention would be the model; the alcohol treaty would have to be signed by governments worldwide and then ratified by individual nations for it to come into effect.

The APHA urged other public-health organizations to support the development of the Framework Convention on Alcohol Control and asked the U.S. government to support the planning process. 

Comment: It seems this call is well planned to the opening today of the second Bridging the Gap Conference in Helsinki.

Übersetzung H.T. Meyer:
APHA, die amerikanische Gesellschaft für öffentliche Gesundheit strebt eine internationale Vereinbarung über Alkohol an.

Inspiriert durch die kürzlich abgeschlossene Rahmenvereinbarung über Tabak Kontrolle, ruft APHA auf, eine ähnliche Konvention abzuschliessen, um die Alkoholprobleme anzugehen.
Der APHA Regierungsrat veröffentlichte kürzlich einen "Aufruf für eine Rahmenvereinbarung über Alkohol-Kontrolle" mit der dringenden Bitte an die WHO (Weltgesundheits-Organisation) ein Abkommen zu entwerfen, mit dem mit Alkohol im Zusammenhang stehende Krankheiten und gesellschaftliche Schäden bekämpft werden können. Die Tabak-Konvention wäre das Modell dafür; die Alkohol-Vereinbarung müsste von den Regierungen weltweit unterzeichnet und dann von den einzelnen Nationen ratifiziert werden, damit sie in Kraft treten könnte.
APHA drängt andere Organisationen für öffentliche Gesundheit, die Entwicklung der Rahmenvereinbarung zur Alkoholkontrolle zu unterstützen und bat die US-Regierung, beim Planungsprozess zu helfen.

(Quelle: Join Together, 17.11.06)

Kommentar: Dieser Aufruf scheint gezielt auf die heutige Eröffnung der Bridging the Gap Conference in Finnland geplant zu sein.


(17.11.2006) Der neuerliche Fall von Vergewaltigung eines jungen Mädchens in Zürich macht alle betroffen. Ob wohl auch die Rolle des Alkoholkonsums untersucht wird? Gerade heute erschien die Meldung über eine Untersuchung zu Vergewaltigungs-Drogen in England, bei der herauskam, dass von 120 untersuchten Fällen 119 mit Einfluss von Alkohol geschahen. Nur bei 2 Fällen wurde GHB gefunden.

Quelle: Join Together, 17.11.06     Association of Chief Police Officers of England, Wales and Northern
                                                 Ireland: ef:84/06
November 15, 2006 RESULTS OF OPERATION MATISSE
                                                 (Volltext unter "Policies)   
siehe auch Leserbriefe und Briefe an... die Stadtpolizei Zürich, Abt. Jugenddienst                  


(15.11.2006)  Bundesrat: Revision Lebensmittelrecht:
                                                     Aktualisierung und Anpassungen ans EG-Recht.

Die Pflicht zur Angabe "alkoholhaltig" entfällt bei Lebensmitteln mit weniger als 0.5 vol%. Der Alkoholzusatz bleibt in der Zutatenliste ersichtlich. Alcopops müssen neu auf der Hauptetikette den Hinweis "enthält x% vol Alkohol und "süsses alkoholisches Getränk" aufweisen. Neu sind önologische Verfahren erlaubt, die eine Behandlung von Wein mit Eichenholzschnitzeln unter gewissen Bedingungen einschliessen.
Quelle: Tages-Anzeiger online, 15.11.06         Basler Zeitung, 15.11.06
Bundesverwaltung admin.ch  (Den Druckfehler habe ich gemeldet:> /<)

Kommentar: (16.11.06) Die Medien berichten sehr unterschiedlich. Oft wird nur der Wein erwähnt. Darf man annehmen, dass künftig Bier als bitteres alkoholisches Getränk und Wein als saures alkoholisches Getränk etikettiert werden? Andernfalls wäre es doch Willkür, oder nicht? Ist die Bezeichnung süsses alkoholisches Getränk nun als Abschreckung oder als Einladung für Jugendliche zu betrachten? Das riecht sehr nach von der Alkohol-Lobby inszenierter Alibi-Übung.


 (NZZ, 10.11.2006)  Der britische Programmierer John Leach will auf seiner Webseite dokumentieren, wie Zeitungsartikel während ihrer Entstehung verändert werden. Er überwacht derzeit Artikel von BBC, Guardian und Independent. In Deutschland ist www.bildblog.de der unerbittliche Kontrolleur des Massenblatts, in der Schweiz hat sich www.pendlerblog.ch dem Blatt „20 Minuten“ und der "Weltwoche" auf die Fersen geheftet.
(Quelle: NZZ, 10.11.06,     News Sniffer     Medienbote, 15.9.06

Kommentar:
Ich habe angeregt, die Behandlung des Themas Alkohol zu beobachten. In der Schweiz wäre es dringend nötig.


(25.10.2006)  Die EU-Kommission hat ihr Strategie-Papier zur Bekämpfung des Alkoholismus vorgestellt. Sie beschränkt sich auf einige Empfehlungen an die Mitgliedstaaten und will diese bei ihren Massnahmen unterstützen. Sie empfiehlt u.a. Mindestalter 18, die Alterslimiten streng durchzusetzen, 0,0‰ für Neulenker, ein "Gentlemen's Agreement" mit den Produzenten betreffend Marketing.

Kommentar: Im Ringen um ein Erfolg versprechendes Vorgehen haben offensichtlich die Alkohol- und Werbeindustrien mit ihrem massiven Lobbying obsiegt. Schade, konkretere Schritte hätten auch dem Alkohol-Strategie-Papier, das beim Eidg. Bundesamt für Gesundheit unterwegs ist, mehr Aussicht auf Erfolg gebracht. Denn auch bei uns werden diese Lobbyisten bereits die Messer wetzen.
(Quellen: Tages-Anzeiger, 25.10.06; NZZ, Der Landbote, SF1, DRS1, etc.) Health-EU-Thematic Portal Alcohol    EU-Alcohol-Strategy-Paper     EU-Pressemitteilung vom 24.10.06 in mehreren Sprachen

(1.11.06) Im untenstehenden Artikel wird erwähnt, dass der europäische Brauereiverband die amerikanische Firma Weinberg Group für eine Intervention eingespannt hat, die sich hervorgetan hat, in Amerika die Beweisführung zu schwächen, dass Passivrauchen gefährlich sei. (Quelle: Marin Institute Alcohol News, -31.10.06)

Englischer Artikel im British Medical Journal, 29.10.06 Zusammenfassung     
British Medical Journal, 28 October 2006 (Vol 333, No 7574) Voller Text (zahlbar)


(01.10.2006)  Thomas Zeltner, BAG-Direktor, im Interview in der SonntagsZeitung vom 24.09.06:  

Für Prävention ist immer weniger Geld vorhanden. Wie wollen Sie da noch erfolgreich wirken?

"Es stimmt, wir mussten Aktivitäten einstellen, für die Alkoholprävention haben wir praktisch kein Geld mehr. Deshalb müssen wir die verschiedenen Finanzquellen mit den verbleibenden Mitteln möglichst effizient einsetzen ‑ inklusive jene aus dem Tabakpräventionsfonds und der Gesundheitsförderung. Dafür braucht es aber ein Präventionsgesetz."

Kommentar: Uns ist nicht bekannt, dass die Tagespresse oder Radio/Fernsehen darauf reagiert hätten. Die Alkohollobby im Parlament hat wieder einmal ein Ziel erreicht. Anderseits hat der Staat die nationalen strukturellen Massnahmen durchzuführen: Das Strategiepapier und das angetönte Präventionsgesetz. Wenn es im gleichen Stil weitergeht, haben beide im Parlament keine grossen Chancen. Vielleicht gäbe es noch Hoffnung, wenn mindestens Teile unserer Projekt-Idee verwendet würden, damit nicht auf die Vorteile eines anzustrebenden Minderkonsums - wegen auf Seite der Produzenten befürchteter Verluste - verzichtet wird.


(30.09.2006) Der Ständerat hat sich am 26.9.06 in der Differenzbereinigung zum neuen Biersteuergesetz dem Nationalrat angeschlossen. Das neue Gesetz wird also einen Jugendschutz- und einen Gesundheitsschutz-Artikel enthalten.
Amtliches Bulletin, Protokoll

Kommentar: Was lange währt wird endlich gut, könnte man sagen. Allerdings ist das Gesetz erst auf dem Papier und dieses geduldig. Ob entsprechende Taten folgen, muss sich erst noch zeigen. Es wird noch bis 2008 dauern, bis das Strategiepapier des Bundesrates zur Diskussion kommt.


(25.09.2006) Mit 71,4% Ja genehmigte gestern das Stimmvolk von Basel-Land ein neues Alkohol- und Tabakgesetz. Der Verkauf von Tabakwaren an Jugendliche unter 18 Jahren wird verboten. Ebenso Alkohol- und Tabakwerbung mit Plakaten auf öffentlichem Grund und an öffentlichen Gebäuden. Verboten wird Werbung auf privatem Grund für Spirituosen, falls sie von öffentlichem Grund aus einsehbar ist.
Abstimmungsresultat                Gesetzestext (pdf)

Kommentar: Dieses erfreulich deutliche Ja sollte die Skeptiker in andern Kantonen überzeugen, keine halben Sachen zu beschliessen und rasch voranzugehen. Auch in Basel-Land wäre die Abschwächung beim privaten Grund kaum nötig gewesen. Mit der gleichen Motivation und Begründung wäre auch für Alkohol das Mindestalter 18 sinnvoll gewesen.  Es ist zu hoffen, dass die Bundespolitiker den Druck aus den Kantonen spüren und möglichst bald für einheitliche und wirksame Massnahmen sorgen.


(07.08.2006) "Mission erfüllt? Im Krieg gegen die Drogen?"

Ein sehr beachteter Artikel, publiziert Ende Juni, brachte einen interessanten Vorschlag: Dass der Krieg gegen die Drogen in den USA bereits gewonnen sei.

Der Historiker John C. Burnham an der Ohio State University berichtete über ein kürzliches Meeting mit 7 der früheren Drogen-Zaren der USA (nationale Beauftragte) in der University of Maryland, zur Erinnerung an das 35-Jahr-Jubiläum der Einsetzung des ersten US-Drogen-Zars, Jerome H. Jaffee, der in der Nixon Administration von 1971 - 1973 gedient hatte.

Die sieben frühere Zaren und frühere leitende Beamten vertraten erstaunlich übereinstimmende Ansichten, obwohl sie von verschiedenen Richtungen herkamen, Demokraten und Republikaner waren, die für fünf verschiedene Präsidenten arbeiteten. "Und was sie zu sagen hatten, war oft überraschend," schrieb Burnham. "Die wichtigste Folgerung - dass wir den Krieg gegen die Drogen gewonnen haben - war die grösste Überraschung, weil Drogenfachleute in den letzten Jahren die Medien mit ihrer Rethorik füllten über 'den verlorenen Krieg gegen die Drogen'."     (Source: Join Together, 8/4/06)

Dieser Artikel erfuhr eine grosse Resonanz. Hier ein Beginn der Veröffentlichung von Zuschriften.


(25.07.2006)

Das Dossier mit den Unterlagen unserer Beschwerde an den Presserat steht nun bereit. Als Überschrift könnten sich eignen: "Unsere Presse im Zwielicht" oder "Wie der Schweizer Presserat seine eigenen Richtlinien bei Bedarf ausser Kraft setzt"


(23.06.2006)

Die Globale Resolution ist gestern der FIFA in Zürich zugestellt worden.

Einflussreiche Ärzteorganisationen und Basisgruppen auf der ganzen Welt rufen die FIFA als leitende Körperschaft der Weltmeisterschaft auf, die Alkoholwerbung an Weltmeisterschaften und bei Fussballübertragungen auszuschliessen.
Mehr als 260 verschiedene Gesundheits-, Jugend-, Sport- und Religions-Gruppen aus 43 Ländern unterzeichneten diese Resolution, in welcher die FIFA dringend aufgefordert wird, die skandalöse Alkoholwerbung an Weltmeisterschaften und ähnlichen Wettkämpfen zu eliminieren.
Hier sind die Unterlagen       Here are the documents         les documents         i documenti


(14.06.2006) Der Bund der Steuerzahler lädt per Inserat zum heutigen öffentlichen Vortrag in Zürich ein: Nationalrat Prof. Dr. Christoph Mörgeli spricht zum Thema: "So verschleudern liederliche Politiker unsere Steuergelder"

Kommentar: Hurra, endlich gehen die SVP und ihr Exponent in sich! Der Titel kann ja nur bedeuten, dass sie eingesehen haben, seit Jahrzehnten mit ihrer Verhinderungstaktik bezüglich einer wirksamen Alkoholpolitik uns Steuerzahler um -zig Milliarden betrogen zu haben. Besserung tut wahrlich Not! Wir Steuerzahler freuen uns schon darauf. Vielleicht ziehen die  andern Verhinderer ja auch bald nach.


(23.05.2006) Global Resolution to End Alcohol Promotion in World Cup Events des Center for Science in the Public Interest, 1875 Connecticut Avenue NW #3 00, Washington, DC 20016 USA

Diese weltweite Resolution soll zu Beginn der Fussball-WM in Deutschland dort überreicht werden. Der verantwortungslose Einfluss der Alkoholindustrie auf die Jugend mit Hilfe des Sports soll endlich reduziert und wenn möglich ganz gestoppt werden. Organisationen, Regierungsstellen, Aktivisten auf dem Gebiet der öffentlichen Gesundheit und Sicherheit sowie Anwälte der Jugend sind aufgerufen, die Resolution zu unterschreiben und bis 6. Juni 2006 einzureichen.

Siehe unsere Spezialseite hierzu. (en, de)


(23.05.2006) In der Schweiz werden jeden Tag drei bis vier Jugendliche wegen Alkoholvergiftung oder Alkoholabhängigkeit im Spital behandelt, wobei die grosse Mehrheit der Diagnosen auf Alkoholvergiftung lautet. Dies ist das Ergebnis einer neuen Studie der Schweizerischen Fachstelle für Alkohol- und andere Drogenprobleme (SFA) im Auftrag des Bundesamtes für Gesundheit (BAG). Die Studie macht deutlich, wie schwerwiegend die Folgen des Rauschtrinkens bei Jugendlichen sein können. (SFA Pressemitteilung, 23.5.06)
Forschungsbericht pdf, 42 S. "
Alkohol-Intoxikationen Jugendlicher und junger Erwachsener. Eine Sekundäranalyse der Daten Schweizer Spitäler"
(Siehe Forschungsberichte, 23.5.06, mit Kommentar)

Artikel im Tages-Anzeiger, online, 23.5.06


(15.05.2006) Bei uns noch nie gesehene Ausschreitungen im Basler St. Jakob-Stadion nach dem für die Meisterschaft entscheidenden Fussballspiel FC Basel-FC Zürich

Völlig ungenügende Sicherheitsvorkehrungen ermöglichen den gewaltbereiten Basler Fans den Ruf des Sports zu schädigen. (Quelle: Tages-Anzeiger, 15.05.06)    Neue Zürcher Zeitung, 15.5.06

Kommentar: Nun kommt ein Hooligan-Gesetz mit der Möglichkeit, Hooligans von den Stadien auszuschliessen. Die Durchsetzung wird aber kaum möglich sein. Von der einfachen Methode, den Alkohol aus den Stadien und deren Umgebung zu verbannen, spricht kaum noch jemand. Portugal und früher noch Rom hatten bewiesen, wie friedliche Spiele erreicht werden können. 

Nachtrag: Am 16.5.06 verlangt Erwin Haas in seinem Artikel "Lieber Ethik als Fussball" im Tages-Anzeiger: "Ein Alkoholverbot in den Stadien ist ein Muss." (Nicht online) Siehe neustes Zitat.


(31.03.2006) "Study Puts a Cork in Belief That
                                        a Little Wine Helps the Heart"
JJ
Thomas H. Maugh II, (Los Angeles Times, Mar. 30, 2006)

"If you think a glass of wine in the evening is good for your heart, think again. The long-held belief that moderate drinking reduces your risk of a heart attack or dying is based on flawed data and is most likely wrong, according to a study released today."
Harvard World Health News     
Los Angeles Times, Mar. 30, 2006 Free registration required
See: Research

(Übersetzung H.T. Meyer)

"Eine Studie schlägt einen Zapfen in den Glauben, dass ein bisschen Wein dem Herzen helfe" JJ
Thomas H. Maugh II, (Los Angeles Times, Mar. 30, 2006)


"Wenn du glaubst, ein Glas Wein am Abend ist gut für dein Herz, überleg nochmals. Der lange gehegte Glaube, dass mässiger Alkoholkonsum dein Risiko für Herzinfarkt oder Tod verringere, basiert auf falschen Daten und ist höchstwahrscheinlich falsch, gemäss einer heute veröffentlichten Studie." Harvard World Health News     Los Angeles Times,  30. März 2006 (Gratis Registrierung evtl. erforderlich) 

Kommentar: Ein weiterer Beweis für unsere These, dass die Untersuchungen betr. positiver gesundheitlicher Auswirkungen des Alkoholkonsums auf wackligen Füssen stehen. Nach der grossen Studie der amerikanischen Regierungsagentur "Cardiovascular risk factors and confounders among nondrinking and moderate-drinking U.S. adults / Herzinfarkt-Risikos und die Verunsicherung bei den Gruppen der abstinenten und mässig Alkohol konsumierenden Erwachsenen in den USA", bei uns am 2.5.05 veröffentlicht, haben wir ca 25 Redaktionen in der Schweiz gebeten, auch diese in die andere Richtung weisende Meldung zu veröffentlichen. Wahrscheinlich hat nur die Neue Zürcher Zeitung ein halbes Jahr später mit einem gut recherchierten Artikel darauf reagiert. Unsere Beschwerde deswegen ist bei Presserat hängig. Wie werden die Redaktionen jetzt reagieren?  Siehe Forschungsergebnisse


(19.03.2006) Das Institut der Alkoholindustrie, ICAP, hat im Juni 2000 den REPORT 8 herausgegeben: "Who are the Abstainers?" (Wer sind die Abstinenten?) 

Kommentar: Schon damals war der Alkoholindustrie klar, dass die Abstinenten eine sehr heterogene Gruppe darstellen, die sich nicht ohne weiteres mit Alkoholkonsumenten betr. Gesundheitsrisiken vergleichen lassen.  Gerade darum setzte wahrscheinlich die Flut der Untersuchungen ein, die von den Medien genüsslich aufbereitet wurde.    (Siehe Forschungsberichte-Übersicht)


(14.03.2006) Drogen- und Suchtpolitik überwindet den Röstigraben                                    

Die Verbände der Deutsch- und der Westschweizer Suchtfachleute – GREAT und Fachverband Sucht – haben am 3. März 2006 eine gemeinsame Erklärung veröffentlicht und die Bevölkerung zum kostenlosen Rösti-Essen eingeladen. Die Charta fordert u.a. die gesetzliche Verankerung der Vier-Säulen-Politik und plädiert für ein Ja zur Teilrevision des Betäubungsmittelgesetzes.

Kommentar: Ein Meilenstein in der Suchtpolitik. Endlich haben sich die Fachleute für eine aktive Suchtpolitik entschieden, die sich früher mehrheitlich in vornehmer Zurückhaltung geübt haben. Möglicherweise haben sie auf Arbeitgeberseite heute mehr Spielraum, weil die Behörden Druck verspüren, dass etwas gehen muss. 

Bereits im Rahmen der Biergesetz-Debatte im Ständerat wurde sichtbar, dass die Verbände der J Suchtfachleute sich eingemischt hatten. Ein Lichtblick.
Zu diesem Thema ist auch ein Leserbrief zu erwähnen, der zur Biergesetzdebatte von der Leiterin der Stadtzürcher Suchtpräventionsstelle, Frau Eveline Winnewisser,  im Tages-Anzeiger vom 11.3.06 erschien. Er ist als Gastbeitrag, dank ihrer freundlichen Genehmigung, in unserer Leserbrief-Sammlung zu lesen.


(07.03.2006) Gestern fand im Ständerat die Debatte über das neue Biergesetz statt. Es wurde in der Fassung des Bundesrates angenommen. Siehe Spezialseite mit Links und Kommentar.


(24.02.2006) In Brasilien wurde eine Teil-Prohibition eingeführt.

In Diadema, einer Industriestadt wurde im Jahr 2002 ein umstrittenes Gesetz eingeführt, das den Verkauf von Schnaps nach 23.00 Uhr in fast allen der 4800 Bars und Restaurants untersagte. Damit sollte das alkoholbedingte Blutvergiessen, das diese Stadt zu einer der gewalttätigsten von Brasilien machte, bekämpft werden. Das Gesetz und die damit erzielte Verminderung der Gewalt wurden ein solcher Erfolg, dass Gemeinden über ganz Brasilien hinweg ähnliche Massnahmen einführen.

Kommentar: Ist das nicht ein Denkanstoss für unsere Politiker in unserer Gewalt-Diskussion?


(19.01.2006) Die Kommission für Wirtschaft und Abgaben des Ständerates hat die Biersteuer-Vorlage des Bundesrates beraten und eine MEDIENMITTEILUNG herausgegeben. Sie hat die schlechte Vorlage nochmals verschlechtert. Medienmitteilung und Kommentar


(14.01.2006)  Meir Stampfer, chairman des Department of Epidemiology der Harvard School of Public Health (HSPH), hielt Vorträge über gesundheitliche Vorteile des Bierkonsums für Medizin-Journalisten bei Anlässen, die von Anheuser- Busch gesponsert worden waren. Der dritte Vortrag wurde abgesagt, nachdem das Wall Street Journal am 9.12.05 darüber berichtet hatte. Die Brauerei hatte auch die Universität mit $150'000 gesponsert, natürlich ohne Bedingungen! (Quelle: Join Together, 13.1.06)

Kommentar: Den ausführlichen Bericht von Join Together werden wir übersetzen. Ob ihn dann eine unserer Zeitungen übernehmen wird? Wohl kaum! Dazu ein Zitat aus "Erklärung der Pflichten der Journalistinnen und Journalisten" des schweizerischen Presserates: (*1)
(Im Internet unter http://www.presserat.ch/Documents/Erklaerung.pdf)

*1) Sie halten sich an die Wahrheit ohne Rücksicht auf die sich daraus für sie ergebenden Folgen und lassen sich vom Recht der Öffentlichkeit leiten, die Wahrheit zu erfahren."


(04.01.2006) An der Universität von Connecticut, USA wurde eine Forschungsarbeit zum Einfluss der Alkoholwerbung auf Jugendliche und junge Erwachsene herausgebracht, die unseren Parlamentariern in Bern die letzten Zweifel nehmen müsste: Effects of Alcohol Advertising Exposure on Drinking Among Youth/ Einfluss der Alkoholreklame auf den Alkoholkonsum bei Jugendlichen

Siehe Forschungsbericht 92.

 

24.02.2006

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

19.08.2005

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

12.01.2005

(23.12.2005) 

Die Thurgauer Regierung hat eine Gesetzesbotschaft dem Grossen Rat zugeleitet: Plakatwerbung für alkoholische Getränke und Tabakwaren soll im Thurgau verboten werden.    (Siehe Aktuelles)


 

(20.12.2005) Ein nationales Podium unter Leitung des ehemaligen Governors von Massachusetts und Präsidentschafts-Kandidaten  Michael S. Dukakis wurde in den USA gebildet.

Es soll untersuchen, mit welchen staatlichen organisationellen und  finanziellen Strukturen Prävention und Rehabilitation substanzbedingter Probleme am wirkungsvollsten unterstützt werden können. Im Januar 2006 werden in Santa Fe, N.M. und im Februar 2006 in Washington, D.C. öffentliche Hearings stattfinden. Schriftliche Beiträge werden elektronisch von www.jointogether.org während diesen Monaten entgegengenommen. Das Podium hofft, seine Empfehlungen im Juni 2006 zu veröffentlichen. 
Pressemitteilung von Join Together mit den andern Podiumsteilnehmern. 



(09.12.2005) Super-Bieridee!! Der Cafetier-Verband will weniger Betriebe und den Ausstieg mit Prämien aus dem Alkoholzehntel versüssen!

Der Tages-Anzeiger titelt heute: "Die Beizer wollen weniger Beizen - und Sterbehilfe vom Staat"

Hausbesitzer sollen höchstens zweimal eine Prämie von Fr. 12'000.-- erhalten, wenn sie eine Beiz stilllegen und 20 Jahre lang keinen Gastrobetrieb mehr in ihrer Liegenschaft dulden. Der Alkoholzehntel soll 5 Jahre dazu dienen, die 10'000 überzähligen Gastrobetriebe zu schliessen. Kantonale Parlamentarier sollen gewonnen werden, die Idee voranzutreiben und die Zweckbindung des Alkoholzehntels zu ändern. Die Gastro Suisse soll sie stillschweigend unterstützen.

Kommentar: 

Das ist nun wirklich eine desolate Vorstellung. Aber wenn es dem Verband so wichtig ist, die 10'000 Betriebe zu schliessen, warum bedient er sich nicht unserer Projekt-Idee? Da hätte er ausgesorgt.


30.11.2005: Der Ständerat schliesst sich dem Nationalrat an.  

Bei der Totalrevision des Radio- und Fernsehgesetzes wird Alkoholwerbung bei nationalen und Sprachregionalen Sendern, wie auch bei ausländischen Werbesendungen für den Schweizer Markt verboten sein. Bei lokalen Privatsendern ist sie für vergorene Getränke erlaubt. Der Bundesrat kann im Sinne des Jugendschutzes weitere Werbesendungen untersagen.

Kommentar:
Wenn kein Wunder geschieht, wird also erstmals Alkoholwerbung auf Schweizer Sendern möglich werden! In völligem Widerspruch zu einer verantwortungsbewussten Jugendpolitik. Bei der heutigen Geisteshaltung des Gesamtbundesrates ist kaum damit zu rechnen, dass er seine Möglichkeit der Intervention wahrnimmt und einzelne Sendungen verbietet. Wahrscheinlich wird es auch kaum Kläger geben, da diese zum vornherein abgeschreckt werden von der Aussichtslosigkeit solcher Bemühungen. 

24.11.2005!!

Im Schweizer Fernsehen SF1, 20.00 Uhr: "Jung und besoffen - Ein Streifzug durch die Basler Szene" 

Dokumentarfilm von Alain Godet: "Der Film stösst schon heute auf ein riesiges Interesse."

Zweitsendung: Freitag, 25.11.05, 11.10 Uhr
                                                            Wiederholung: 28. November 2005, um ca. 03.45 Uhr auf SF1

Siehe hier dazu unsern ausführlichen Kommentar, als Arbeitsblatt und Grundlagentext in Schulen geeignet.


02.11.2005

Der KMU-Verband Winterthur meldet, es gehe dem Gewerbe gut, nur die Wirte klagten. (Quelle: Tages-Anzeiger; Der Landbote, 2.11.05)
Anfang Oktober zählte Winterthur 454 bewilligte Gastwirtschaftsbetriebe, 9 weniger als vor einem Jahr, aber immer noch ein Drittel mehr als vor der Liberalisierungswelle 1998. Es gibt heute einen Betrieb auf gut 210 Einwohner/innen. Das seien deutlich zu viele, sagt Emanuel Bosshart vom Branchenverband Gastro Winterthur. 
Kommentar: Da lassen sich ein paar Rechnungen durchspielen: Erwirtschaftet ein Gastwirtschaftsbetrieb ein Netto-Einkommen von Fr. 100'000.-- müsste er bei einer Marge von 20% einen Umsatz von Fr. 500'000.-- erzielen. Dann zahlt statistisch gesehen jede Einwohnerin, jeder Einwohner, Kinder inbegriffen,   ca Fr. 2380.-- /Jahr daran. Dazu kommt noch der durchschnittliche Alkohol-Schadenanteil von ca Fr. 900.--. Das macht für eine 3-köpfige Familie fast Fr. 10'000.-- pro Jahr. Prost!

28.9.2005 Der Bundesrat beantwortete die Anfrage von Nationalrat Heiner Studer (evp) betr. Erhöhung der Steuern auf Spirituosen

Nachdem der Bundesrat auf zwei Postulate von ihm nicht geantwortet hatte und diese nach jeweils zwei Jahren sang- und klanglos vom Parlament abgeschrieben wurden, fragte NR Studer den Bundesrat direkt, wann er endlich die Schnapssteuern zwecks Konsumverminderung wieder erhöhen wolle. (Seit 1999 stieg der Konsum nach einer starken Steuersenkung an, nachdem er seit Mitte der 1980er-Jahre gesunken war.) 

Kommentar: Die Antwort zeigt, dass der Bundesrat offenbar an einer Konsumverminderung nicht interessiert ist. 

25.9.2005  Katrina verursacht eine Welle von   
                                     Abhängigkeitsproblemen

Der Hurricane Katrina vertrieb Tausende von Abhängigen von ihren Behandlungsprogrammen und unterstützenden Netzwerken, verursachte zusätzlichen Stress den Menschen, die sich gerade auf der Kippe zwischen mässigem Konsum und Missbrauch bewegten und setzte Millionen dem Risiko aus, sich dem Alkohol oder andern Drogen zuzuwenden, um den Schmerz über Evakuation, finanziellen Ruin und persönliche Tragödie zu lindern. 

Ausführlicher Bericht von "Join Together", 23.9.05  (engl.) mit weiterführenden Links

Katrina Causes Wave of Addiction Problems
9/23/2005


07.09.2005

Der Bundesrat beschliesst ein neues Biergesetz. LL

Der Bundesrat hat heute ein neues Biergesetz verabschiedet, das jenes über die eidg. Getränkesteuer von 1934 ablöst. Was wir gestern ankündigten, ist heute vom Gesamtbundesrat beschlossen worden. Für Kleinbrauereien gibt es sogar eine Steuerermässigung. Gesundheitliche Aspekte wurden nicht berücksichtigt. Die Wirtschaft ist zufrieden. Die Präventionsfachleute sind enttäuscht. Die Zeche bezahlen wir alle, vor allem unsere Jugend. Dazu passt das heutige Zitat von Bundespräsident S. Schmid ausgezeichnet. Die Gesetzesvorlage geht jetzt ans Parlament. Ob das einsichtiger ist?
(Quelle: Neue Zürcher Zeitung online, 7.9.05)             Siehe Briefe an....    2 Leserbriefe

Dazu Pressemeldung der Schweiz. Fachstelle für
Alkohol- und andere Drogenprobleme

06.09.2005   

Bundesrat Merz will die Biersteuer nach dem Alkoholgehalt abstufen. Leichtbier würde dadurch billiger!  L

Radio DRS1 berichtet heute in der Sendung Rendez-vous, dass der zuständige Bundesrat Merz (Finanzen) die Biersteuer nach Alkoholgehalt aufteilen will in Leichtbier bis 2,6%, Normalbier und Starkbier, 6-7%. Die gesamte Steuereinnahme bliebe sich für den Bund gleich. Leichtbier würde billiger. Biermischgetränke sollen auch nicht stärker besteuert werden. Gesundheits- und Konsumentenschutzorganisationen äusserten sich empört, denn die Jugendlichen reagieren sehr preissensibel. Bier ist bereits heute das beliebteste alkoholische Getränk bei der männlichen Jugend von 14-16 Jahren. Ab 16 Jahren wäre es erlaubt, ihnen Bier zu verkaufen!
Der Vertreter des Brauerei Verbandes möchte die Steuern noch mehr reduzieren, auf das Niveau in Deutschland. Er will, dass die Teuerungsklausel nicht mehr angewendet werden soll. 

Kommentar: 

Die Brauereien setzen Bundesrat Merz offensichtlich stark unter Druck. Statt wie gefordert, die lächerlich kleine Biersteuer anzuheben oder eine generelle Alkoholsteuer einzuführen, soll nun die Biersteuer eine Verbilligung des Bieres ermöglichen und den rückläufigen Konsum auf Kosten der Gesundheit unserer Jugend ankurbeln. Eine Abstufung der Alkoholsteuern auf Grund des Alkoholgehalts machte insoweit Sinn, dass Sie bei einer generellen Alkoholsteuer auf alle alkoholischen Getränke angewendet würde. Wie wir in unserer Projekt-Idee aufzeigen. Nur müssten die Steuersätze weit höher liegen und nach dem Verursacherprinzip einen Grossteil der bewirkten alkoholbedingten Schäden decken.
Wie werden wohl die andern Bundesräte und das Parlament reagieren? Wieviel gilt die Volksgesundheit und der Jugendschutz in unserm Land noch?

 

23.08.2005    

Eine japanische Firma will ein "Kinder-Bier" nach Europa exportieren. L

Der alkoholfreie Drink hat eine Schaumkrone und ist in dunkelbraunen Flaschen abgefüllt. Es wird an die Kinder vermarktet, die "ein bisschen wie ein Erwachsener sein wollen." Sogar die Portman Gruppe, der englische Bier-Interessenverband, ist dagegen. Die British Soft Drinks Association spricht sich dafür aus, wenn die Werbung weniger aggressiv ist. Der Start in England stehe kurz bevor. Die Flasche soll £1.90 kosten. Telegraph.co.uk., 21.8.05, (Quelle: Join Together)   (English Text)

Kommentar: Das hat uns gerade noch gefehlt. Der Gesetzgeber müsste solche Nachahmungen, die sich an Kinder richten, sofort verbieten, falls hier noch eine Gesetzeslücke besteht.

19.08.2005: Die 0,5‰-Grenze wirkt sich mehr als erwartet aus!

Die bfu meldet, dass im 1. Sem. 05 die Anzahl der alkoholbedingten  Verkehrstoten um 42,3% zurückgegangen ist. J

Im Vergleich zum 1. Sem. 04 hat sie von 52 auf 30 abgenommen. Die Zahl der übrigen Unfalltoten im Verkehr fiel von 182 auf 153, das sind 15,9% weniger. 

Kommentar:
Das ist höchst erfreulich und übertrifft die Erwartungen. Damit dieser Trend so bleibt, braucht es weiter strikte Kontrollen durch die Polizei. Wenn in der Presse bereits wieder von einem Angleichen der Zahlen beim Alkohol am Steuer ohne Unfallfolgen an die Zahlen der Vorjahresperiode geschrieben wird, muss darauf hingewiesen werden, dass durch die vermehrten Kontrollen und die verdachtsfreie Kontrolle auch mehr Fälle zu erwarten sind. Die Dunkelziffer wird dafür etwas kleiner und die Chance, in eine Kontrolle zu geraten, grösser.
Den Politikern und Politikerinnen, die sich während Jahrzehnten geweigert haben, den neuen Grenzwert zu unterstützen, sollte nun die Rechnung präsentiert werden: Für all das unnötige Leid, das sie mitzuverantworten haben, abgesehen noch von den hohen Kosten. Sie werden sich mit faulen Ausreden die Hände in Unschuld waschen, wie bereits gestern im Fernsehen DRS1, "10 vor 10" geschehen. Es wäre schön, wenn der oder die eine oder andere sich vom Saulus zum Paulus wandelte und zukünftig wirksame Alkoholpräventionsmassnahmen unterstützen würde.

 

14.05.2005

Glosse aus dem Tages-Anzeiger vom 13.5.05 (Mit freundlicher Genehmigung des Autors)

Fahren im lombardinischen Zustand

Von Jean-Martin Büttner* 

  Man kann sagen, der Mann stehe im Schilf. Beziehungsweise, metaphorisch präziser, es habe ihn aus der Kurve getragen. Denn Filippo Lombardi, der trinkfreudige Autofahrer, nebenamtlich als Ständerat der Tessiner CVP aktiv, hat vor kurzem wieder einen Autounfall gebaut. Im angetrunkenen Zustand. 
Weiter im Text

 

Äusserst wichtig!!

03.05.2005

Eine Studie einer amerikanischen Regierungsagentur hat bei 250'000 Amerikanern gezeigt, dass die Gesundheitsanpreisungen betr. Alkohol bei früheren Studien nicht haltbar sind. Die Vergleichsgruppe der Abstinenten hatte viele Risikofaktoren, wie Übergewicht, Bewegungsmangel, hohen Blutdruck und Diabetes.
Siehe Forschungsberichte 2.5.05

 

11.04.2005:  J   Die Schweiz hat die WHO-Resolution zum Alkoholproblem zu Handen der WHO- Generalversammlung  im Mai bereits mitunterzeichnet!

(Siehe unsere Meldung in "Internationales" am 7.4.05)


04.04.2005: Am Samstag, den 2.04.2005 starb, nach einem langen Pontifikat von 26 Jahren, Papst Johannes Paul II. 

Sein Einsatz für den Frieden, für die Armen dieser Welt und für den Dialog der Weltreligionen haben ihm die Liebe und Verehrung vieler Menschen, auch Nichtkatholiken, eingetragen, die nun um ihn trauern, aber auch froh sind, dass sein Leiden ein Ende nahm. Ohne Zweifel war er mit seinem Charisma eine der herausragendsten Persönlichkeiten der letzten 100 Jahre.

Seine erzkonservative Haltung z.B. bezüglich Geburtenregelung, Priesteramt, Gleichberechtigung der Geschlechter in der Kirche haben dem Vatikan allerdings vor allem in Westeuropa viel Kritik eingetragen und bei vielen Gläubigen zu einer Abwendung von Rom geführt. 

Osterkreuz des Auferstandenen der Kirche St. Martin, Effretikon

Für die Alkoholprävention zeigte er grosses Verständnis. Einmal empfing er eine Delegation von hochrangigen Fachleuten zu einem Gedankenaustausch. Dass dabei ein nachhaltiges Ergebnis erzielt wurde, kann ich aus meiner Sicht (kirchliche und fachliche) nicht feststellen. 


 04.03.2005: "Wir glauben, Gewalt hat nicht das letzte Wort"

Dies ist das Motto der diesjährigen Fastenzeit-Aktion von BROT FÜR ALLE und  FASTENOPFER.

Was das Alkoholproblem und die Alkoholpolitik damit zu tun haben, versuchen wir auf einer Spezialseite darzulegen.


 L 2.3.2005: Der Ständerat erlaubt Alkoholwerbung (für Wein und Bier) an privaten Radio- und Fernsehsendern.

In seiner heutigen Sitzung schloss er sich Bundesrat und Nationalrat an. Damit wird das bisherige Verbot von Alkoholwerbung in Radio und Fernsehen durchlöchert. Ein trauriges Zeugnis für unsere Politiker!
(Siehe Parlamentsdebatten)    Amtliches Bulletin Ständerat
(Leserbriefe )

15.02.2005: SF DRS1, Kassensturz: Die Weinpreise im Gastgewerbe

Der Kassensturz scheint eine Serie von Getränke-Beiträgen zu bringen. Nach einem einspruchverdächtigen "Werbespot" für Absinth unter dem Titel "Was ist drin?" kam ein Beitrag über die weiterhin horrend gezuckerten Süssgetränke und nun über die Preiskalkulation der Wirte beim Wein. Es zeigte sich, dass im Gastgewerbe die Mahlzeiten mit den Weinpreisen quersubventioniert werden. Bis zum Faktor 4 oder mit ähnlichen Aufschlägen wird der Wein verteuert. Eine nicht repräsentative Telefonumfrage ergab, dass das Publikum gar nicht einverstanden ist mit dieser Regelung. Gastro-Zürich-Chef Bachmann verteidigte diese Kalkulation u.a. mit dem erstaunlichen Hinweis, es sei nicht ihre Aufgabe, mit tiefen Weinpreisen den Alkoholismus zu fördern. Das  bedeutet, er kennt die Funktion des Preises beim Alkoholkonsum. 

In unserer Projekt-Idee gehen wir von der Annahme aus, die Hälfte der alkoholbedingten Sozialkosten könnten mit einer Steuer u.a. auf Wein von ca Fr. 5.-- je Liter nach dem Verursacherprinzip gedeckt werden. Bei der nun aufgezeigten Kalkulation des Gastgewerbes muss man sich direkt fragen, ob dieser Aufschlag überhaupt ins Gewicht fällt und geeignet ist, eine Konsumreduktion zu erzielen. 
 bei Projekt -Idee 


21./22.01.2005: Wikipedia

Willkommen in der Wikipedia!

Die Wikipedia ist eine freie Enzyklopädie in mehr als 100 Sprachen. Jeder kann mit seinem Wissen beitragen – die ersten Schritte sind ganz einfach! Seit Mai 2001 wurden 189689 Artikel in deutscher Sprache verfasst. Alle Inhalte unterliegen der GNU-Lizenz für freie Dokumentation. Weitere Informationen zur Wikipedia finden sich in unserem Projektportal.

Dies ist der Eingangstext auf der Homepage dieser einmaligen Enzyklopädie, bei der jedermann mitschreiben kann. Wir haben die Gelegenheit benützt, die Alkoholseiten in Deutsch und Englisch etwas zu ergänzen. Hier haben wir die Zeilen zusammengestellt,  die wir beigetragen haben.


Gratulation!

Die Neue Zürcher Zeitung NZZ feiert ihr 225 jähriges Bestehen.

Dazu zitieren wir NZZ-Chefredaktor Hugo Bütler, der im heutigen Interview im Tages-Anzeiger u.a. sagt: 
"Neben der Grundaufgabe der NZZ - einer präzisen, gut fundierten, verlässlichen Information - pflegen wir die Meinungsbildung." Und auf die Frage, ob er Pressionen erlebte, in welchen er um die Pressefreiheit fürchtete:
"...Es gibt natürlich zuweilen Inserenten, die aus Verärgerung nicht mehr inserieren wollen. Aber das muss man ertragen können, um unabhängig zu bleiben." Und..
"Die NZZ hat sich ja immer als politische Zeitung verstanden, die sich für die öffentliche Sache einsetzt. Es wäre völlig falsch zu glauben, wir verstünden uns bloss als Wirtschaftszeitung, auch wenn wir einen sehr stark ausgebauten Wirtschaftsteil haben. Fragen der rechtlichen Ordnung und der Ethik in der Wettbewerbswirtschaft sind für uns sehr wichtig."

Kommentar: Liest man diese schönen, typischen Jubiläums-Sätze, die Herr Bütler zum Teil schon früher persönlich in ähnlichem Sinn uns geschrieben hat, fragt man sich unwillkürlich, warum die Alkoholfrage bisher einen so kleinen Stellenwert in der NZZ hatte. Es wären doch genügend Fachleute bereit, "gut fundierte, verlässliche Informationen zur Meinungsbildung" zu liefern, dass sie ihre Rolle als führende politische Zeitung zum Wohle des Volkes spielen könnte. Auch der Wirtschaft würde sie einen grossen Dienst erweisen, die immer noch den Durchblick nicht hat und nicht merkt, wie stark sie von einem geringeren Alkoholkonsum profitieren würde. Von Ethik müsste nicht einmal die Rede sein. 

07.01.2005


Studie zur Alkoholwerbung 

Das Institut für Suchtforschung (Prof. J. Rehm) in Zürich hat eine wichtige Studie zur Wirksamkeit der Alkoholwerbung und von Werbeverboten herausgebracht. Die Frage sollte nun auch für Politiker klar sein.

06.01.2005


Zur Flutwelle in Südost-Asien 

Wir alle sind erschüttert und fühlen uns hilflos gegenüber dem unermesslichen Leid, das über die Menschen in Südasien hereingebrochen ist. Erfreulich ist es zu sehen, wie eine riesige Solidaritätswelle die ganze Welt erfasst und das Gefühl, einer grossen Familie anzugehören, aufkommt. (Auch wenn wieder egoistische Staatsinteressen mitschwingen)

Ist es in diesem Moment wohl abwegig, wenn der Gedanke hochkommt, warum diese Solidarität bei den Suchtproblemen, vor allem bei der Alkoholfrage so wenig zu spüren ist? Die Folgen, das Schadensausmass ist ja, global gesehen, durchaus vergleichbar und auch im eigenen Land spürbar. Nur dass sie jedes Jahr und nicht "nur" einmal in 40 oder 100 Jahren auftreten. 

Der Suchtforscher Prof. Ambros Uchenhagen sagt es heute, am 6.1.05 im Tages-Anzeiger so: "Das Suchtverhalten der Jugend ist Spiegel der Gesellschaft und kein Naturereignis." (Siehe Zitate) Unsere Gesellschaft hätte es in der Hand, der Jugend neue Horizonte (auch im Suchtverhalten) aufzuzeigen: In der Schweiz konsumieren 56% der über 15-Jährigen keinen oder nur wenig Alkohol (10%). Diese hätten die Stimmkraft, zusammen mit einsichtigen Risikokonsumenten, die nötigen Gesetze zu ermöglichen, die das Schadensausmass markant senken würden. Auch die Wirtschaft würde profitieren, denn eine gesunde Bevölkerung bringt Wohlstand.

28.11.2004


Wir gratulieren! 

Die "Goldene Maus" wurde am 27.11.2004 an Sites von Pro Juventute vergeben.
Die beiden Internet-Beratungsplattformen von pro juventute, www.tschau.ch und www.ciao.ch, sind mit der "Goldenen Maus" ausgezeichnet worden. Der Preis geht an Multimedia-Realisationen mit besonders hoher didaktischer Qualität, ist mit Fr. 30'000.-- dotiert und wird seit 1996 von der Milton Ray Hartmann Stiftung vergeben.

(Bericht der Basler Zeitung, 28.11.04)

JDamit kann sich auch die SFA-ISPA in Lausanne freuen, die dieses Projekt unter grossen Anstrengungen weiter aufgebaut (unter Leitung unseres Sohnes Matthias Meyer) und es dann an Pro Juventute abgetreten hat. 

01.09.2004

J
Der Tages-Anzeiger vom 1.9.04 
brachte einen grossen Artikel "Plädoyer für eine bürgerliche Leitkultur" von Paul Nolte. 

Es ist die Zusammenfassung eines Vortrages. Der Autor ist Professor for History an der International University Bremen. Hier ein paar Zitate:

Untertitel: "Warum in einer ungleichen Gesellschaft nicht jeder nach seiner Fasson selig werden kann, und warum die Mehrheit sich nicht mehr von den Problemen der Unterschicht freikaufen soll."

"Das Beispiel des schichtspezifischen Rauchens oder Alkoholkonsums illustriert bereits, dass gerade in materiell prekären Verhältnissen finanzielle Ressourcen in ein Verhalten investiert werden, das die Grenzen dieser Verhältnisse eher verstärkt als durchbricht." 

"Die Mehrheitsgesellschaft hat sich mit Geldzahlungen von den wirklichen Problemen am Rande der Gesellschaft freigekauft, ohne Probleme zu lösen. Das funktioniert nicht mehr."

Zu Alternativen: ..."vor allem Kindern und Jugendlichen Chancen geben - und die Selbstzerstörung von Chancen nehmen." "... erfordert einen komplexen Politikansatz und insgesamt wohl nicht weniger als einen Paradigmawechsel der bisherigen Fürsorge- und Wohlfahrtspolitik. Das Ziel muss es wieder sein, Kulturen der Armut und Abhängigkeit, des Bildungsmangels und der Unselbständigkeit nicht sich selber zu überlassen sondern sie aufzubrechen."

"Und Prävention bedeutet Intervention: Sie ist ohne spürbare Zumutungen nicht zu haben."

Kommentar: Eine Suchtpolitik liesse sich damit wunderbar begründen. Ob dies der Beitrag des TA zum ESPAD-Bericht ist? Allen Suchtfachleuten zu empfehlen.
Siehe dazu als Interventionsmöglichkeit unsere Projekt-Idee.

26.08.2004


JJ
Die Weltwoche berichtet am 26.8.04:

Die Hicks-Society (Von Peter Holenstein)

Wein oder Schnaps? Egal. Die Schweiz gehört zu den führenden Säufernationen der Welt. Doch der Staat bekämpft lieber das kleinere Übel – Nikotin. Na dann prost.

Mit dieser Einleitung kommt ein fulminanter Artikel daher, wie man einen solchen seit vielen Jahren in der Schweiz nicht mehr gesehen hat. Unvorstellbar, dass sich darauf das Parlament nicht regen könnte. Es wäre eine Bankrotterklärung. Leider lässt er die Profiteure des Alkoholelends kommentarlos ihre Sache verteidigen, lässt am Ende den anfänglichen Schwung vermissen, der doch zu Taten mindestens aufrufen müsste. Man darf auf das Echo gespannt sein. (Ist dies vielleicht nur ein Ablenkungsmanöver der Tabak- und Werbeindustrie?) Ausführlicher Kommentar    Leserbrief vom 27.8.04

19.08.2004
J
  Die rechtsbürgerliche französische Regierung hat eine Ergänzung des Gesetzes für die Volksgesundheit durchgedrückt, die per 1.1.05 eine Ausweitung des Begriffs Alcopops einführt, so dass Umgehungen der Steuer weniger möglich sind und die Steuer auf 11 €/dl reinen Alkohol verdoppelt. Ziel ist die vollständige Eliminierung der Alcopops.                  Siehe Internationales mit Gesetzestext.
Protokoll des franz. Senats
Kommentar: Wo sind unsere bürgerlichen Politiker??
14.08.2004
L
  Die am 2.8.04 bei unsern Forschungsergebnissen vorgestellte europäische ESPAD-Studie wurde nun den Medien vorgestellt. Fernsehen und die Presse berichten kommentarlos und gehen zur Tagesordnung über.
Die Schweizer Jugend steht beim Alkoholkonsum an der Spitze in Europa! Ein Hoch und Prosit auf unsere Politik!
15.07.2004
J
  Der Europäische Gerichtshof hat am 13.7.04 entschieden:
DAS IN FRANKREICH GELTENDE VERBOT DER INDIREKTEN FERNSEHWERBUNG FÜR ALKOHOLISCHE GETRÄNKE IST MIT DEM GEMEINSCHAFTSRECHT VEREINBAR. Damit darf Frankreich weiterhin mit seinem Loi Evin auch gegen gewisse indirekte Fernseh-Alkoholwerbung einschreiten.
Siehe Internationales
16.06.2004

 

 

 

 


27.06.2004

 


Bericht/Report at/bei Veranstaltungen (d/e)
Berichte von Eurocare im neuen "THE GLOBE" 1 & 2 2004

L Wie die Alkoholindustrie versucht, diese Tagung für ihre Zwecke zu missbrauchen. (Alkohol-Lobby)

13.05.2004


L
   Der Bundesrat streicht die Mittel für die Alkoholprävention! Dies als Folge des Sparbeschlusses des Parlamentes. 

Kommentar:

Er setzt damit ein sehr schlechtes Signal. Die Parlamentarier stehen nun unter Zugszwang: Bisher hatten sie ein gewisses Alibi: Wir tun ja etwas mit der Kampagne des BAG. Jetzt müssten sofort Konsequenzen gezogen werden:

1. Alle Alkoholwerbung ist zu verbieten

2. Eine generelle Alkoholsteuer nach dem Verursacherprinzip muss mindestens  
      die Mittel für eine genügende Alkoholprävention einbringen und die
      alkoholbedingten Schäden decken, die im Gesundheitswesen entstehen.
Bericht der Basler Zeitung 

29.11.2003


0,5 Promille erst ab 2005!!

Es ist wirklich nicht zu fassen! Die neue Promillegrenze im Strassenverkehr soll gemäss Verkehrskommission des Nationalrats ein volles Jahr später in Kraft treten. Die Umsetzung habe sich bei den kantonalen Polizeistellen als schwierig erwiesen. Unsere vor Jahren ausgesprochenen Befürchtungen werden nun bei weitem übertroffen! Ein Skandal erster Ordnung! Da es nur um Menschenleben geht, wird wohl keine Untersuchungskommission gebildet, die die Eiterbeulen aufstechen soll. Oder die andere Seite angesprochen: Es würde wohl schwierig sein, einigen kantonalen Stellen Korruption nachzuweisen, also wird weiter gewartet, bis diese ihre Blasapparate gekauft, getestet und das Personal geschult haben. (Quelle: BaslerZeitung/SDA/AP)

Siehe auch unser Leserbrief vom 12.11.03 im Tages-Anzeiger

Siehe Aktuelles am 29.11.03: Der Bundesrat hat die Inkraftsetzung auf den 1.1.05 beschlossen.

Homepage            Aktuell-Übersicht 2005     Aktuell 2004            Aktuell 2003        

 

Inhaltsverzeichnis 

Entwicklungen der schweizerischen Alkoholpolitik der letzten Jahre anhand von Leserbriefen

Aktuell

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Stand: 30.12.2008