|
Aktuell19.01.2006
Kommentar: Eine reife Leistung der Bierlobby und der knappen Mehrheit
der Kommission. Die Biersteuer ist keine Massnahme der Prävention, die ist
Sache des bundesrätlichen Präventionsprogrammes. Was ist das? Wann kommt L
SFA – FS – GREAT Medienmitteilung vom 19. Januar 2006 der Schweizerischen Fachstelle für Alkohol- und andere Drogenprobleme Biersteuersenkung:
Die Prävention wird wirtschaftlichen Interessen geopfert Eine
knappe Mehrheit der Kommission für Wirtschaft und Abgaben (WAK) hat sich in
Sachen Biersteuer für die schlechteste aller Lösungen entschieden: Sie will
die Steuer noch tiefer ansetzen als im Entwurf des Bundesrates vorgesehen. Damit
wird eine der wirksamsten Präventionsmassnahmen zunichte gemacht – zum
Nachteil der Gesundheit der Jugendlichen.
Bereits im Gesetzesentwurf des Bundesrates war die Biersteuer so tief angesetzt, dass sie für die Präventions- und Gesundheitsorganisationen kaum akzeptabel war. Offensichtlich standen dabei bloss wirtschaftliche Interessen im Vordergrund. Bier zu Billigpreisen ist gerade für Jugendliche und Minderjährige attraktiv – damit werden alle Präventionsbemühungen unterlaufen, denn dass Preis und Erhältlichkeit alkoholischer Getränke einen grossen Einfluss auf die Konsumraten haben, ist wissenschaftlich erwiesen. Ohne eine Preiserhöhung wird Bier das billigste alkoholische Getränk auf dem Markt bleiben – oft ebenso billig wie alkoholfreie Getränke oder sogar noch billiger. Suchtexperten
sind für eine deutliche Steuererhöhung Der Alkoholmissbrauch der Heranwachsenden in der Schweiz ist Besorgnis erregend: Verschiedene Schweizer Studien zeigen, dass der Alkoholmissbrauch bei 13- bis 18-Jährigen stark zunimmt (ESPAD, SMASH). Ebenso ist nachgewiesen, dass ein früher problematischer Alkoholkonsum das Risiko deutlich erhöht, im Erwachsenenalter Alkoholprobleme zu entwickeln. Der
Fachverband Sucht (FS), GREAT (Groupement
Romand d'Etudes sur l’Alcoolisme et les Toxicomanies)
und die Schweizerische Fachstelle für Alkohol- und andere Drogenprobleme (SFA)
fordern deshalb vom Ständerat eine deutliche Erhöhung der Biersteuer, um die
Bestrebungen der Prävention und des Jugendschutzes zu unterstützen. Auskunft: Schweizerische Fachstelle für Alkohol- und andere Drogenprobleme (SFA), www.sfa-ispa.ch, Janine
Messerli, Sprecherin, Tel. 021 / 321 29 74 Fachverband Sucht (FS), www.fachverbandsucht.ch, Markus Theunert, Generalsekretär, Tel. 079 / 238 85 12 Groupement
Romand d'Etudes sur l’Alcoolisme et les Toxicomanies (GREAT), www.great-aria.ch,
Jean-Félix Savary, secrétaire général, Tel. 079 / 345 73 19
|
|
InhaltsverzeichnisEntwicklungen der schweizerischen Alkoholpolitik der letzten Jahre anhand von Leserbriefen Ihre Meinung interressiert uns Links zu Fachleuten und Institutionen Die Lobby-Arbeit der globalen Alkoholindustrie Dossiers: Suchtmittelwerbung; Alcopops; Absinth; WTO - GATS; Alkoholkonsum Jugendlicher; Alkohol und Verkehr / Drink Driving; Wein (Alkohol) sei (mässig genossen) gesund; Sport und Alkohol; Strukturelle Prävention; NPA (Nationales Programm Alkohol); botellón Projekt-Idee
Project in English
Herausgeber/Editor:Hermann T. Meyer, Projekte und Dienstleistungen, Lindenstr. 32, CH-8307
Effretikon, Switzerland, Copyright © 2001-2008: Hermann T. Meyer. Alle Rechte vorbehalten. Unsere eigenen Texte dürfen gerne unter Quellenangabe übernommen und weiterverbreitet werden. Fremde Texte entsprechen nicht unbedingt unserer eigenen Auffassung. All rights reserved. Our own texts may be copied and distributed with stating the source. Texts from other sources do not necessarily represent our views. Stand: 03.01.2009
|