Aktuell 2005

                                                Aktuell 2008                 2007       2006        2004          2003        2002         2001 

Datum Thema Kommentar/Details
27.12.2005 Die neue Kantonsverfassung im Kt. Zürich tritt auf den 1.1.06 in Kraft. (Quelle: Tages-Anzeiger, 24.12.05) Eine wichtige Neuerung: Die Verordnung zur Rechtsetzung muss ergänzt werden, da die Regierung neu dazu verpflichtet ist, bei Erlassen auf die langfristigen ökologischen, wirtschaftlichen und sozialen Auswirkungen hinzuweisen.
Kommentar: Ob das Alkoholproblem wohl als soziale Frage angesehen wird? Man nennt es auch unser grösstes sozial-medizinisches Problem.
27.12.2005 Der ehemalige Nationalrat und Bauernverband-Direktor Melchior Ehrler wird aufs Neujahr neuer Präsident der Eidg. Kommission für Konsumentenfragen. Er ersetzt Laurent Moreillon, der vorzeitig zurücktritt. Der zeigte sich enttäuscht über die in seinem Urteil oft geringe Wirkung der Kommissionsarbeit.
Kommentar: Darin wird er in mindestens einer andern Kommission sicher volles Verständnis finden. 
(Quelle: Tages-Anzeiger, 24.12.05)
27.12.2005 "Standpunkte" 6/05 der SFA, Schweiz. Fachstelle für Alkohol- und andere Drogenprobleme sind erschienen. Die Hauptartikel:
Sportliche Jugendliche sind öfter betrunken (Untersuchung)
Gesellschaft mit beschränkter Haftung (Raucher und Versicherungen)
Mühselige Jagd nach Belohnung (Drogen und Gehirn)
23.12.2005 Die Thurgauer Regierung hat eine Gesetzesbotschaft dem Grossen Rat zugeleitet: Plakatwerbung für alkoholische Getränke und Tabakwaren soll im Thurgau verboten werden. Mit dieser Botschaft erfüllt die Kantonsregierung Aufträge, die sie gegen ihren Willen erhalten hat, als das Parlament zwei Motionen erheblich erklärte. Beide Male hatte die Regierung beantragt, die Vorstösse abzulehnen.        
baz.ch - Basler Zeitung Online 23.12.05

 

13.12.2005 Die Tageszeitung "Südostschweiz" ist vom Presserat wegen eines Publikationsboykotts gegen ein Kulturgruppe gerügt worden. Eine Redaktion dürfe auch auf rüde und ausfällige Kritik nicht mit einem Publikationsstopp reagieren, sondern müsse sich einzig von journalistischen Kriterien leiten lassen. 
baz.ch - Basler Zeitung Online
Kommentar: Erscheint reichlich weltfremd. Pressefreiheit heisst doch bei uns, die Presse ist frei zu bringen, was sie will.
10.12.2005 Auf der offenen Enzyklopädie Wikipedia haben wir einen neuen Artikel "Alkoholpolitik" eingereicht. Der Text wurde sofort zur Löschung empfohlen. Die Diskussion läuft 7 Tage, dann wird entschieden. Vielleicht beteiligen Sie sich an der Diskussion?
09.12.2005 Der Ernährungsbericht des Bundes zeigt, 20% der Schweizer Kinder sind übergewichtig. (Quelle: Tages-Anzeiger, 8.12.05)
Im Umfeld der TV-Kindersendungen werben fast zwei Drittel der Spots für Nahrungsmittel und davon 80-100% für Esswaren mit hohem Fett- und/oder Zuckergehalt. Gleichzeitig meldet eine amerikanische Studie, dass die Kinder von der TV-Werbung beim Essverhalten beeinflusst werden. Institute of Medicine of the National Academies, Washington DC 20001
Kommentar: Bei den Getränken soll es anders sein?
09.12.2005 Der Cafetier-Verband will 10'000 Betriebe schliessen. Der kantonale Alkoholzehntel soll während 5 Jahren Prämen an Hauseigentümer zahlen. (Siehe Top-Aktuell auf Homepage)
07.12.2005 Bundesrat Couchepin legte am 5.12.05 den 5. schweiz. Ernährungsbericht vor. Innert 10 Jahren ist der Anteil an übergewichtigen Erwachsenen von 30 auf 37% gestiegen. Der Bundesrat will deshalb mehr informieren, nicht verbieten. Da das nötige Geld fehlt, sollen im BAG Mittel umgeschichtet werden. Dem BAG wurden aber die Präventionsgelder bereits laufend gekürzt: Von 34,74 Mio. 2004 auf 30,44 Mio. 2005 und 28,85 Mio. Fr. 2006. Abstriche müssten gemäss Dir. Zeltner vor allem die Aids-, Drogen-, oder die Alkoholprävention gewärtigen. Tabak- Prävention läuft separat über den Tabakfonds. (Quelle: Tages-Anzeiger, 6.12.05)
07.12.2005 Der Bundesrat beantwortete die Interpellation von Nationalrat Berberat Didier vom 01.03.2005 05.3020 - Interpellation: Abgabe auf Alcopops. Wird das Gesetz umgangen?
Der BR sieht keinen Handlungsbedarf, da der Zweck erreicht wurde und die Jugend auf die vergorenen bitteren Nachfolgeprodukte nicht ansprechen würden. 
Kommentar: Dass Bier das meistgetrunkene alkoholische Getränk bei Jugendlichen ist, lässt letztere Aussage etwas eigenartig erscheinen. Die nächsten Untersuchungen müssen da Aufschluss geben.
07.12.2005 Der Bundesrat beantwortete die Interpellation von Nationalrat Germanier Jean-René vom  06.10.2005. 05.3621 - Interpellation: Agrarprodukte mit Herkunftsbezeichnung, insbesondere AOC-Weine. Förderung.
Zusätzliche Mittel fehlen, er ist aber "im Rahmen seiner Möglichkeiten bereit, die Branche auf diesem Weg weiterhin zu unterstützen, ohne dabei einen Widerspruch zu den nationalen Präventionskampagnen des Bundes entstehen zu lassen."
Kommentar: Unsere Projekt-Idee würde da Abhilfe schaffen.
05.12.2005 Der Dezember Newsletter von Infoset ist erschienen. Infos aus dem ganzen Suchtbereich. redaktion@infoset.ch
http://www.infoset.ch. Bei uns finden Sie Kommentare, evtl. Leserbriefe zu einzelnen dort erwähnten Artikeln.
03.12.2005 Zwei Kunstturner wurden wegen Disziplinlosigkeit an der WM hart bestraft. Niki Böschenstein und Patrick Dominguez waren bereits an den Schweizer Meisterschaften in Luzern gebüsst worden.  Kommentar: Die Jugend ist der Spiegel der Gesellschaft, auch was den Alkoholkonsum betrifft. Trotzdem erwartet man von Sportgrössen, dass sie der Jugend ein Vorbild sind. Es würde ihnen sicher leichter fallen, wenn auch die Veranstalter von Turnfesten dafür sorgen würden, dass diese nicht zu Saufgelagen ausarten; obwohl der finanzielle Gewinn noch so verlockend ist. (Quelle: Tages-Anzeiger, 2. + 3.12.05)
Basler Zeitung, 1.12.05
01.12.2005 Im Zürcher Niederdorf verkauft ein Laden Alkoholika bis 24.00 Uhr, das günstigste Bier für einen Franken. Die Folge sind randalierende Jugendliche, belästigte andere Läden und Anwohner mit Urin, Erbrochenem, Büchsenabfall und Lärm. Freitag- und Samstagnacht sei die Situation unhaltbar, sagt der Quartiervereins- Präsident. Die Polizei hat Bussen wegen Abgabe an Jugendliche verteilt und den Patententzug angedroht. Kommentar: Warum darf der so lange offen halten? Wie lange kann der auf Kosten unserer Jugend verdienen?
29.11.2005 Der Bundesrat hat seine Ziele für 2006 bekanntgegeben. Das Alkoholproblem ist nicht erwähnt. Das Departement des Innern nennt als Ziel 18: Vorbereitung einer Neuregelung der Prävention und Gesundheitsförderung

"– Der Bericht der Fachkommission „Prävention und Gesundheitsförderung“ zur zukünftigen Regelung der Prävention und Gesundheitsförderung in der Schweiz liegt vor. Der Bundesrat hat die Analyse und die vorgeschlagenen Handlungsoptionen zur Kenntnis genommen und das weitere Vorgehen beschlossen
– Der Bericht zur gesetzlichen Neuregelung der Prävention und Gesundheitsförderung (in Erfüllung der Po. Humbel 05.3161 und
Po. SGK-S 05.3230) ist verabschiedet*"

28.11.2005 Dank 62% Ja im Kanton Zürich wurde die Vorlage über den Sonntagsverkauf in Zentren den öffentlichen Verkehrs ganz knapp angenommen. (Quelle: Tages-Anzeiger, 28.11.05) Die Gewerkschaften wollen gegen eine weitere Liberalisierung auf diesem Gebiet kämpfen. Sie haben die Tankstellenshops im Visier, die heute in vielen Fällen gegen vom Bund erlassene Weisungen verstossen. Diese dürften nur entlang der Autobahnen und verkehrsreichen Hauptstrassen geführt werden. Die Kantone drücken beide Augen zu. Kommentar: ... ... und fördern so den Alkoholverkauf an Jugendliche. 
25.11.205 Der Bundesrat beantwortete die Interpellation von Nationalrätin Christine Egerszegi-Obrist "Mehr Transparenz beim Tabakpräventionsfonds" 05.3669 - Interpellation. Einreichungsdatum 07.10.2005

Der Bundesrat gibt eine ausführliche Schilderung der Organisation des Tabakpräventionsfonds und sagt, wie die Zusammenarbeit mit den Kantonen funktioniert.

25.11.2005 Der Bundesrat lehnt die Motion von Nationalrat Christoph Mörgeli ab, der die "Jährliche Überprüfung der ausserparlamentarischen Kommissionen" verlangte. 05.3515 - Motion. Einreichungsdatum 28.09.2005. NR Mörgeli findet z.B. die Rassismus-Kommission überflüssig.

In seiner Antwort verweist der Bundesrat auf kommende Reorganisationen und schlägt vor, alle vier Jahre zu prüfen. Ziel sei u.a. eine Reduktion der Kommissionen.
24.11.2005 In der Antwort auf die dringliche Interpellation von H.-J. Gehri nach den schlechten Ergebnissen bei zwei Runden Alkohol- Testkäufen verzichtet der Stadtrat von Illnau- Effretikon auf ein härteres Vorgehen gegen die fehlbaren Geschäfte.   Er verweist auf die Schulprävention und betont, die Eltern seien für den Alkoholkonsum ihrer Kinder verantwortlich. 
Kommentar: Tatsachen: Schulprävention bringt praktisch nichts, die Eltern von Pubertierenden geben oft selber schlechtes Beispiel oder haben keinen grossen Einfluss mehr.
Deshalb schützt sich die Gesellschaft durch Gesetze, die lokal durchgesetzt werden müssen. Herrn Nationalrat Binder, Gesundheitsvorstand, steht dem Gewerbe offenbar näher als der Jugend, die Spiegel der Gesellschaft und unsere Zukunft sei. (Quelle: KIEBITZ, 24.11.05)
24.11.2005

25.11.2005

Im Schweizer Fernsehen SF1 heute, 20.00 Uhr:  "Jung und besoffen - Ein Streifzug durch die Basler Szene", Dokumentarfilm von Alain Godet. (s. Top aktuell a/Homepage)
Unser ausführlicher Kommentar   Arbeitsblatt dazu
23.11.2005

 

Die Medien melden die neuen Marktdaten des Schweizer Brauerei Verbandes. Der Konsum pro Kopf in der Schweiz und Liechtenstein ging gegenüber dem vorherigen Braujahr (Okt.-Sept.) um 2 Liter zurück. Einheimische Biere werden immer noch bevorzugt. 
Kommentar: Der Rückgang sei nicht nur durch die 0,5‰ bedingt, wird postuliert. Es sei ein allgemeiner Trend. Dabei beträgt der gesamte Rückgang in reinem Alkohol nur 0,1 L/Kopf. Und das nach dem extrem heissen Sommer. Nötig wäre aber ein massiver Rückgang von mehreren Litern, um die Schäden merklich zu reduzieren! Von den positiven Zahlen bei alkoholfreiem und Light-Bier wird nicht gesprochen!
(Quelle: Tages-Anzeiger, 23.11.05)
22.11.2005 Die Tessiner Polizei meldet Alkoholtest-Ergebnisse.   
(Quelle:      
            Tages-Anzeiger, 21.11.05)
Seit Anfang Jahr wurden 1350 Alkoholtests bei Lastwagenfahrern vorgenommen. 21, d.h. 1,56% lagen über 0,5‰. Bei den PW-Fahrern waren es 16,8%! L
21.11.2005 Nestlé entwickelt ein Kaffee- Bier, alkoholfrei. (Quelle: Tages-Anzeiger, 21.11.05) Der kalte koffeinhaltige Drink, der schäumen soll wie Bier, wurde zum weltweiten Patent angemeldet. Die Kaffee-Milch- Mischgetränke sind auf dem Vormarsch (Emmis Caffè Latte)
21.11.2005

Alkohol-Testkäufe zwischen Erlenbach und Hombrechtikon, Kt. ZH mit gewohnt schlechtem Ergebnis. (Quelle:           L Tages-Anzeiger, 21.11.05)

Im Durchschnitt erhielten die deutlich unter 16 Jahre alten Käufer in 44,5% von 128 Betrieben alkoholische Getränke. Die Tests waren im Sommer angekündigt worden! Die Extreme: Männedorf: 28 Betriebe, 68,4%; Oetwil am See: 6 Betriebe, 0%. Nächstes Jahr sollen neue Tests mit Konsequenzen folgen. (Siehe auch 10.11.05 mit Kommentar, der hier auch gilt.) 
18.11.2005 Die Gratiszeitung 20-Minuten berichtete am 3.11.05 unter "feedback", die EU plane ein Wein- und Bierverbot für unter 18-Jährige.    J In einer entsprechenden Umfrage beantworteten 71% der 2747 Teilnehmer, dass dies auch für die Schweiz der richtige Weg sei.

 

18.11.2005 Der Bundesrat beantwortete eine Interpellation von Nationalrat Peter Vollmer: Einhaltung der Werbe- und Sponsoringvorschriften bei Radio und Fernsehen. 05.3514 - Interpellation vom 28.09.2005
Der Bundesrat sieht keine Veranlassung, schärfere Kontrollen einzuführen. Im neuen Radio- und Fernsehgesetz erhalte der Bundesrat in diesem Bereich zusätzliche Kompetenzen.
17.11.2005 Der Tages-Anzeiger berichtet heute mit dicken Lettern über den Alkoholkonsum 2004 in der Schweiz: "In der Schweiz wird weniger Alkohol getrunken" Er bezieht sich auf die Verbrauchsstatistik der Eidgenössischen Alkoholverwaltung. Pro 100% reinem Alkohol sank der Konsum pro Kopf von 9,0 auf 8,9 L. Der leichte Rückgang ist bei den vergorenen Getränken eingetreten. Die Spirituosen blieben gleich wie seit 2001 mit 1,6 L. 
Kommentar: Rückgang erfreulich aber völlig ungenügend, vor allem bei Alcopops und Bier, welche die Jungen konsumieren.
16.11.2005 Die Wirtschaftskommission des Nationalrates lehnt die vom Ständerat beschlossene Regelung für das Gastgewerbe im neuen Binnenmarktgesetz ab. Dieser hatte das Lebensmittelgesetz um eine Bestimmung ergänzt, wonach der Bundesrat, falls nötig, für die Hygiene im Gastgewerbe Ausbildungsanforderungen festlegen könnte. 
(Quelle: Der Landbote, 15.11.05)
11.11.2005 Die Kommission für Verkehr und Fernmeldewesen des Ständerates hat die Differenzbereinigung im Radio- und Fernsehgesetz RTVG beraten. 
L
MEDIENMITTEILUNG der KVF-S
Differenzbereinigung im RTVG kommt voran.
Einigung mit dem Nationalrat konnte u.a. betreffend das Verbot für Alkoholwerbung, erzielt werden. Danach sollen wie die SRG auch alle sprachregionalen und nationalen Fernsehsender (z.B. Star TV, Viva/Swizz, Presse TV, Teleclub) einschliesslich der ausländischen Programm- und Werbefenster (z.B. Sat 1 RTL, M 6) keine Werbung für alkoholische Getränke machen dürfen. Das Werbeverbot für Wein und Bier gilt demgegenüber nicht für Radioveranstalter sowie für regionale Fernsehveranstalter.
Kommentar: Diese Verlautbarung tönt eigenartig: Wo sind die Ausdrücke "privat" und "lokal"? 
11.11.2005 In Winterthur findet heute Abend ein grosses Studenten-Besäufnis statt. 

(Quelle: Tages-Anzeiger, 11.11.05)

LLL

Die "Frischlinge" unter den Studenten erhalten von noch 14 Gastwirtschaftsbetrieben Karten für einen Gratisdrink, obwohl in den vorigen Jahren um 1000 betrunkene Studenten die Lokalitäten der überforderten Wirte beschädigt hatten. 
Kommentar: Alkoholabgabe an Betrunkene ist verboten. Die Polizei hat bisher offenbar nichts gesehen. (Siehe Briefe an...)
Diese "Wirtschaftsförderung" nach amerikanischem Muster ist ein Skandal, der sofort abgestellt werden muss! Übrigens: Die Hochschule für Gesundheitsberufe ist auch in Winterthur¨....
10.11.2005 Im Zürcher Oberland führten 5 weitere Gemeinden Alkohol-Testkäufe durch. Dietlikon erreichte das beste Resultat. In keinem der 10 getesteten Betriebe erhielten Jugendliche Alkohol!  Dietlikon hatte bereits Bussen ausgesprochen. In den andern Gemeinden versagten jeweils ein Drittel der Betriebe. Einer Elfjährigen wurde im Laden das Biersortiment erklärt! Es soll erst Bussen nach dem nächsten Test geben!? 
Kommentar: Was ist das Ziel? Alkoholumsatz möglichst lange auf Kosten unserer Jugend?
(Quellen: Tages-Anzeiger, Der Landbote, Zürcher Oberländer, 9.11.05)
08.11.2005 Der Tages-Anzeiger von heute berichtet in grossem Artikel über die Unwirksamkeit von Prävention.             LL "Rauchen und trinken trotz Prävention" schreibt Jochen Paulus auf ca zwei Drittelseiten. 
Kommentar: Er verschweigt, dass es wirksame Prävention struktureller Art gibt, wie sie Babor u.a. in "Alkohol - kein gewöhnliches Konsumgut" beweisen. Das ist Irreführung und Manipulation des Lesers!    (Leserbrief unterwegs)
07.11.2005 Die Jugendsession 2005 ist in Bern zu Ende gegangen.

(Quelle: Tages-Anzeiger, 7.11.05)

Sie fordert vom Bundesrat einen Aktionsplan zum Schutz der Kinder und der Umwelt. Bundesparlamentarier sollen gewonnen werden, die eine entsprechende Motion einreichen. 
Kommentar: Dies ist ein neuer Weg, nachdem die bisherige Methode der Petitionen mit einer Ausnahme erfolglos war.
05.11.2005 "Communica" 3/2005 der Eidg. Alkoholverwaltung ist erschienen.

Der Inhalt ist online erhältlich. Z. B. - Bericht über die Informationsveranstaltung zu den kantonalen Alkoholaktionsplänen; Alkohol in der Jugendjustiz; Alkohol in der Gastrobranche (und der Jugendschutz)

04.11.2005 Die SFA hat ein Update zu Zahlen und Fakten 2004 herausgebracht. Kapitel: Konsum, Folgen des Alkoholkonsums, Behandlung
04.11.2005 Die Info Nummer 23 der Suchtpräventionsstelle Zürcher Oberland ist erschienen Ihr Thema: Wirkt Prävention? Welche Prävention wirkt? Und was ist dabei zu beachten?
Kommentar: Die strukturelle Prävention wird mit keinem Wort erwähnt. Seit "Alkohol - Kein gewöhnliches Konsumgut"
357 S., Babor u.a. (siehe Link auf Homepage linker Rand) ist bekannt, welche Prävention wirkt. Etwas über den eng gesteckten Zaun zu schauen, wäre sinnvoll.
04.11.2005 Die Eidg. Alkoholverwaltung hat die Zahlen zum Alcopop- Import bis Okt. 05 veröffentlicht. Quelle: Infoset / EAV Der Import ist in diesem Jahr bis jetzt etwa halb so gross wie letztes Jahr.
Kommentar: Das beweist, dass die Jugendlichen preissensitiv sind, d.h. mit Steuern lässt sich der Konsum beeinflussen.
Das bedeutet aber auch, dass die Steuern zu tief ausgefallen sind. Die Alcopops wurden nicht aus dem Markt geworfen. Sie sind immer noch aktiv als Einstiegshilfe vor allem für Mädchen und junge Frauen. Kein Grund fürs Parlament, sich auszuruhen.
02.11.2005 Der KMU-Verband Winterthur meldet, es gehe dem Gewerbe gut, nur die Wirte klagten. (Quelle: Tages-Anzeiger; Der Landbote, 2.11.05) Anfang Oktober zählte Winterthur 454 bewilligte Gastwirtschaftsbetriebe, 9 weniger als vor einem Jahr, aber immer noch ein Drittel mehr als vor der Liberalisierungswelle 1998. 
Kommentar: Siehe dazu "Top-Aktuell" auf der Homepage.
01.11.2005 Der Bundesrat beantwortete ein Postulat der Kommission für soziale Sicherheit und Gesundheit des Nationalrats. Er lehnt das Postulat ab. 05.3474 - Postulat. Gesamtstrategie für die Gesundheitsförderung Schweiz; vom 06.09.2005: Der Bundesrat wird eingeladen, für die Stiftung Gesundheitsförderung Schweiz eine konsistente Gesamtstrategie vorzulegen.
30.10.2005 Seit dem 1.1.05 gibt es einen Verhaltenskodex in der Alkoholbranche. Nur das Groupement des spiritueux de marque GSM hat diese Abmachung unterzeichnet. Verstösse können der Lauterkeits- Kommission gemeldet werden, die Bussen fällen kann. (Siehe auch Homepage linker Rand)
29.10.2005 Bei einem Verkehrsunfall am 19.8.05 kam die 24-jährige Lenkerin eines Sportwagens und der 19-jährige Begleiter ums Leben. (Quelle: Tages-Anzeiger, 29.10.05) Da beide Insassen tot sind und man nicht von einem Drittverschulden ausgeht, wird nicht untersucht, ob Alkohol oder andere Drogen im Spiel sind. 
Kommentar: Da sind unsere Todesfall-Statistiken offenbar ziemlich willkürlich. Soll vermieden werden, dass den Angehörigen die Versicherungsleistungen gekürzt werden? Dann müsste eine andere Lösung gefunden werden.
28.10.2005 In Zürich wurden Testkäufe bei 26 Tankstellenshops durchgeführt. 
(Quelle: Tages-Anzeiger, 28.10.05)
19 Shops=73%! verlangten keine Ausweise bei Jugendlichen und wurden verzeigt. 
Kommentar: Da helfen nur deutliche Strafen und neue Kontrollen.
23.10.2005 Der diesjährige Nobelpreis für Wirtschaft ging an den Amerikaner Thomas Schelling und den Israeli Robert Aumann für ihre Arbeiten an der "Spieltheorie". Mit ihr könne genau geklärt werden, unter welchen Bedingungen egoistisches Handeln ökonomisch positive oder negative Wirkungen erziele. D.h. ob die Vorteile oder Nachteile für alle Betroffenen überwiegen.
Kommentar: Da drängt sich unsere Projekt-Idee geradezu als Übungsfeld für die Spieltheorie auf. Welche Hochschule packt die Chance zuerst?
(Quelle: Tages-Anzeiger, 19.10.05)
23.10.2005 Die Zeitschrift des tcs Zürich vom Oktober 05 bringt unter der Rubrik "Sicherheit" einen Artikel über einen deutschen alkoholfreien Wein. Bei der sogen. Carl-Jung Methode werde der Alkohol mit schonender Vakuum-Destillation bei 28° Celsius entzogen, die Aromastoffe gesondert aufgefangen und dem alkoholfreien Wein wieder zugefügt. Import durch InnoVinum GmbH, 8303 Bassersdorf. www.innovinum.ch
23.10.2005 Migros-Sprecher Urs-Peter Naef  bestätigte am 11.10.05, dass in den nächsten Jahren der Verkauf von Wein und Bier kein Thema sei. Dass sie keinen Alkohol verkaufen, sei in den Statuten festgelegt. Das Thema werde deshalb gar nicht diskutiert. 
Kommentar: Das tönt sehr schön. Leider verdient Migros bereits heute am Alkohol mit seiner Tankstellen-Shop-Beteiligung, mit dem Internethandel, durch seine Untermieter in Einkaufszentren, den "Park im Grünen" im Welschland, wo Alkohol verkauft wird und durch seine Tochter "Globus".
23.10.2005 Das Bundesamt für Statistik stellte die Auswertung der Unfallzahlen vor. Die Tagespresse berichtete am 12.10.05 darüber. 

 

Die Zahl der schweren alkoholbedingten Unfälle z.B. sank im 1. Sem. gegenüber der Vergleichsperiode des Vorjahres um über einen Viertel! Es seien klar weniger alkoholisierte Lenker unterwegs. Für eine endgültige Beurteilung sei es aber noch zu früh.
Kommentar:
Der Erfolg ist doch bereits mit den bisher geretteten Leben und den vermiedenen Verletzungen grossartig! Jetzt müsste nur noch die Kontrolldichte einige Zeit aufrecht erhalten werden.
10.10.2005 Im 1. Sem. 2005 seien 27% weniger Blaufahrer erwischt worden als im Vorjahr. Dies ergab eine Untersuchung der Nachrichtenagentur AP. Für Vergleiche sei es noch zu früh, meinen Fachleute. Die Verzeigungen auf Grund von 0,5-0,79‰ Atemtests sind nicht berücksichtigt.
(Quelle: Tages-Anzeiger, 10.10.05)
05.10.05 Der Oktober Newsletter von Infoset ist erschienen Darin u.a. gefunden: ZÜFAM: KONZEPT ZUR PRÄVENTION DES ALKOHOLMISSBRAUCHS IM KANTON ZÜRICH (pdf)
04.10.2005 Bundesrat Deiss hat sich deutlich für die neuen Ladenöffnungszeiten in Bahnhöfen eingesetzt. Am 27.11.05 wird über die Revision des Arbeitsgesetzes abgestimmt. Auf 25 Bahnhöfen soll der Sonntagsverkauf möglich sein. Bei einem Nein falle u.a. auch der Verkauf von Wein dahin. (Quelle: Tages-Anzeiger, 4.10.05) Basler Zeitung onl.
04.10.2005 Bundesrat Couchepin hat einen "Letter of Intent" zur Drogenpolitik erhalten. Die Drogen- und Suchtpolitik soll nach dem Willen von Verbänden und Nationalräten der CVP, FDP, SP und Grünen wieder in Gang kommen. (Siehe auch 4.4.05)
04.10.2005 Der Lobbyist der der Weinbauern im Nationalrat lädt die FDP-Fraktion und die FDP-Bundesräte zur Weinlese ein. Die NZZam Sonntag vom 2.10.05 fragt sich, wie die Nationalräte tags darauf über die Beschaffung von 20 Militärhelikoptern abstimmen würden.
Kommentar: Uns interessiert vielmehr, wie sich diese bei Alkoholfragen verhalten.
30.09.2005 Eine Leserbriefschreiberin protestiert im Tages-Anzeiger gegen Weinreklame im Vorprogramm eines Jugendfilms Der gross vermarktete Schweizer Film "Mein Name ist Eugen" ist ab 8 Jahren zugelassen. Im Vorprogramm im Zürcher Le Paris gab es Werbefilme: a) mit Gewaltszene, inzwischen um diese gekürzt; b) mit Weinreklame, davon weiss das Kassenpersonal auf telefonische Nachfrage nichts. 
(Siehe Briefe an..)
28.09.2005 Der Bundesrat beantwortete die Anfrage von Nationalrat Heiner Studer. 05.1098 - Anfrage: Erhöhung der Steuern auf Spirituosen 
Der Bundesrat will die Steuern nicht erhöhen.
(siehe Topp-Aktuell auf der Homepage)
26.09.2005 Die Stimmbürger des Kt. Aargau haben das Ladenschlussgesetz aufgehoben.  L Jetzt wird das Einkaufen rund um die Uhr möglich. Die Erhältlichkeit von Alkohol somit ebenfalls. Nicht einmal 1% mehr Neinstimmen hätten genügt, die Vorlage abzulehnen.
Kommentar: Warum hat sich nur die reformierte Kirche  eingemischt?   (Leserbrief unterwegs)
22.09.2005 Der Nationalrat hat die Revision des Radio- und Fernsehgesetzes begonnen. Die Ergebnisse bei Parlamentsdebatten. Die Alkoholwerbung bei lokalen Privatsendern soll eingeführt werden. (vergorene Getränke) Die Beratung wird am Mittwoch fortgesetzt.  L
20.09.2005 Der Bundesrat beantwortete die Motion von Nationalrat P. Vollmer, vom 17.6.05. Er beantragt Ablehnung. L

 

 

05.3446 - Motion: Sportanlässe und Sportverbände als Alkoholpromotoren. Sportvereine, -verbände und -veranstaltungen, die sich mittels Alkoholwerbung finanzieren, sollen vom Bund künftig keine Subventionen mehr erhalten. (Siehe Eintrag am 5.9.05)
Kommentar: Die Begründung ist absolut unbefriedigend. Unser Projekt würde das Problem lösen.
20.09.2005 Der Bundesrat beantwortete die Motion von Nationalrat J-R. Germanier vom 16.6.05. Er beantragt Annahme. L 05.3336 - Motion: Naturweine mit über 15 Volumenprozent Alkohol. Bisher wurde ab 15% besteuert. Neu soll die Grenze wie in der EU bei 18% liegen. Dem Bund entgehen an die Fr. 450'000.- pro Jahr. 
Kommentar: Ein weiterer Grund, allen Alkohol zu besteuern.
20.09.2005 Gemäss Unfallstatistik der Stadt Zürich sind im 2. Qu. 2005 die alkoholbedingten Unfälle um 5,8% gegenüber der gleichen Vorjahresperiode zurückgegangen. (Provisorische Zahlen) Erfasst wurden nur Unfälle mit mindestens 0,8‰. Meldepflichtig sind nur Unfälle mit erheblichen Personenschäden. Die Gesamtzahl der Unfälle nahm ebenfalls um 5,8% ab. 
Kommentar: Es kann sein, dass sich die Fahrer vom ersten Schock erholt und auch gemerkt haben, dass nicht vermehrt kontrolliert wurde. Die Partyszene boomt jedenfalls weiterhin. (Die definitiven Zahlen können tiefer liegen.)
17.09.2005 Bundesrat Merz mahnte am Jahreskongress der Schweizer Presse in Interlaken die Medienschaffenden, ihre Verantwortung wahrzunehmen.  Kommentar: Auf dem Gebiet unseres grössten sozial- medizinischen Problems "Alkohol" dürften sich die ach so recherchierfreudigen Journalisten und ihre Auftraggeber wahrlich mehr anstrengen. In Sachen Glaubwürdigkeit hat der Bundesrat allerdings beim Thema Alkohol selber ein Problem. (Quelle: Tages-Anzeiger, 17.9.05)
15.09.2005 Das Genfer Marktforschungs- Institut Erasm veröffentlichte eine Studie über die Akzeptanz von Werbung in der Schweiz. (Quelle: Tages-Anzeiger, 15.9.05) Werbeverbote für Alkohol und Tabak würden von einer breiten Mehrheit befürwortet. Eigenartigerweise reduzierte sich die Mehrheit bei Werbung in der Nähe von Schulhäusern und von Jugendlichen stark frequentierten Orten auf 49% bezw. 47%. Kommentar: Da stimmt wohl etwas nicht. Soll damit die ganze Arbeit in Frage gestellt werden können? 
14.09.2005 18 Gemeinderäte in Illnau- Effretikon haben eine Interpellation eingereicht.
(Quelle: Zürcher Oberländer) J
Sie stellen Fragen an den Stadtrat in Bezug auf die schlechten Ergebnisse bei den Test-Alkoholkäufen. (Siehe Meldung am 26.8.05) Interpellations-Text
Kommentar: Es kann vermutet werden, dass unser Leserbrief gewirkt hat.
08.09.2005 Der Zürcher kantonale Gewerbeverband plant eine Volksinitiative. Er verlangt damit, dass alle Gesetze zuerst auf ihre KMU- Tauglichkeit geprüft werden müssten.
Kommentar: Dann müsste er aber auch einverstanden sein, dass alle zuerst auf ihre Gesundheitstauglichkeit überprüft werden. Das wäre schon lange nötig. (Siehe Biergesetz!)
07.09.2005 Der Bundesrat änderte am 25.5.05 per 1.7.05 die Verordnung zum Arbeitsgesetz vom 10.5.2000

L

Art. 23 Abs. 3: Gastbetriebe sind Betriebe, die gegen Entgelt Personen beherbergen oder Speisen oder Getränke zum Genuss an Ort und Stelle abgeben. Gastbetrieben gleichgestellt sind Betriebe, die fertig zubereitete Speisen ausliefern. 
Kommentar: Damit sind Pizza-Kuriere zum Alkohol-Vertrieb berechtigt. Rund um die Uhr. Die Erhältlichkeit wird weiter erleichtert, statt eingeschränkt.
07.09.2005 Der Bundesrat beschliesst ein neues Biergesetz. Was wir gestern angekündigt haben, wurde heute LL beschlossen. Siehe Top-Aktuell auf der Homepage. Der Entwurf geht jetzt ans Parlament.
06.09.2005 Bundesrat Merz will die Biersteuer nach Alkoholgehalt abstufen. Leichtbier würde dadurch billiger, was unter dem Aspekt des Jugendschutzes völlig unsinnig ist.                   L
(Siehe heute Top-Aktuell auf der Homepage)
06.09.2005 Bei der Übernahme von Pick Pay durch Denner spielte das Alkohol-Sortiment eine wichtige Rolle. "Nicht zuletzt dank des Verkaufs von Alkohol und Tabak sei Denner aber eine ideale Ergänzung zur Migros", sagte Migros- Konzernsprecherin Monika Weibel. Migros gab den Ausschlag, dass Denner von REWE (alter Besitzer von Pick Pay) den Zuschlag erhielt. (Quelle: Tages-Anzeiger, 6.9.05) online/Print
05.09.2005 Der Bundesrat beantragt, die Motion von Nationalrat Jean-René Germanier abzulehnen. 05.3245 - Motion vom  02.06.2005: Obstspirituosen und Konsumententäuschung
Es geht um die Etikettierung und die Unterschiede von Obstbrand und Obstspirituosen im Gleichklang mit der EU.
05.09.2005 05.3446 - Motion von Peter Vollmer im Nationalrat vom 17.06.2005: Sportanlässe und Sportverbände als Alkoholpromotoren
(Noch nicht behandelt)

Entweder Sponsoring oder Bundesgelder. Sportvereine, -verbände und -veranstaltungen, die sich mittels Alkoholwerbung finanzieren, sollen vom Bund künftig keine Subventionen mehr erhalten. Die Motion ist von 19 weiteren Parlamentariern unterzeichnet worden, darunter auch zwei Vertreter von bürgerlichen Parteien. Alkoholwerbung widerspreche der Präventionspolitik des Bundes.

05.09.2005 Der Newsletter September von "Infoset" ist erschienen Er umfasst Meldungen aus der ganzen "Sucht-Palette".
05.09.2005 Die aktuelle Ausgabe von Spectra beschäftigt sich schwerpunktmässig mit dem Thema Risiko. Spectra 52, August 05, Gesundheitsförderung und Prävention - Informationsschrift (pdf, 8S., 340kb) des Bundesamtes für Gesundheit (BAG). U.A. mit
- Kommt es rund ums Spiel zu Gewalt, ist Alkohol sehr oft im Spiel
- Schweizer Suchtpolitik der Zukunft (Bericht psychoaktiv.ch)
02.09.2005 Die Programme der Herbstsession von National- und Ständerat sind erschienen. Im Nationalrat ist am Mi. 28.9.05 die Totalrevision des Radio- und Fernsehgesetzes RTVG traktandiert.
Programme: Nationalrat       Ständerat
26.08.2005 Neuerliche Alkohol-Testkäufe im Kt. Zürich zeigen keine generelle Verbesserung. Tages-Anzeiger online, 26.8.05

Leserbrief gesandt.

Trotz Verwarnung, Vorwarnung und Mitarbeiterschulung kommen Jugendliche immer noch leicht an alkoholische Getränke. In Illnau-Effretikon stiegen die Verkäufe sogar von 52 auf 64%. NR und Gesundheitsvorstand Binder: "Niederschmetternd!"   Ergebnisse
Kommentar: Bisher hatten die schwarzen Schafe kaum Folgen zu gewärtigen, das soll nun anders werden.  
19.08.2005 Die bfu meldet, dass im 1. Sem. 05 die Anzahl der alkoholbedingten  Verkehrstoten um 42,3% zurückgegangen ist. JSiehe Homepage/Top-Aktuell Im Vergleich zum 1. Sem. 04 hat sie von 52 auf 30 abgenommen. Die Zahl der übrigen Unfalltoten im Verkehr fiel von 182 auf 153, das sind 15,9% weniger. 
Kommentar: Das ist höchst erfreulich und übertrifft die Erwartungen. Damit dieser Trend so bleibt, braucht es weiter strikte Kontrollen durch die Polizei. 
18.08.2005 Jugendliche Vandalen von der Zürcher Kantonspolizei gefasst. (Quelle: Tages-Anzeiger, 18.8.05) Drei 13 - 15-jährige Schweizer hatten 15 PW beschädigt und ein Schaufenster eingeschlagen. Motiv: Langeweile und übermässiger Alkoholkonsum. 
Kommentar: Wer verkaufte ihnen den Alkohol?
15.08.2005 Carlsberg will in Europa mehrere Brauereien schliessen.  Ob die Schweiz betroffen ist, steht noch nicht fest. Hier sind etwa 2000 Mitarbeiter beschäftigt. 
(Quelle: Tages-Anzeiger, 13.8.05)
15.08.2005 Die Street Parade 2005 in Zürich ist vorbei.

(Quellen: SF DRS1 Tagesschau vom 14.8.05 / Tagespresse 15.8.05)

Die Organisatoren sind zufrieden bei 1 Mio. Teilnehmern und Zuschauern. Die Polizei und Rettungsdienste sind es weniger: 70% mehr Alkohol- und Drogenfälle. Aber der flächendeckende Bierausschank durch den Hauptsponsor sei nicht die Ursache, meint der Veranstalter. 
Kommentar
10.08.2005 Die Konferenzen der Sozial- und der Gesundheitsdirektoren fordern eine Erneuerung der schweiz. Drogenpolitik. Sie finden das geltende Betäubungsmittelgesetz veraltet, widersprüchlich und seine Durchsetzung realitätsfremd. Sie haben den "Letter of Intent" mitunterzeichnet.
(Siehe unsere Meldung am 4.4.05)
(Quelle: Tagespresse)
06.08.2005 Nächste Session der Eidgen. Räte:  19. September - 7. Oktober 2005
05.08.2005 Der August Newsletter von Infoset ist erschienen. Mit Informationen im Suchtbereich.
http://www.infoset.ch/de/
 
05.08.2005 Die Broschüre "Zahlen und Fakten 2004" der SFA hat einige Updates erhalten. (SFA - Schweiz. Fachstelle für Alkohol- und andere Drogenprobleme, Lausanne) 
Sie sind als pdf-Dateien erhältlich. Hier der Link zum Verzeichnis der verfügbaren Statistiken zum Thema Alkohol.
05.08.2005 "Alcohol - no ordinary commodity", das wichtigste Werk der letzten Zeit zur Alkoholpolitik, ist in deutscher Übersetzung erhältlich. Alkohol - Kein gewöhnliches Konsumgut
357 S., Babor, Caetano, Casswell u.a., Hogrefe, Göttingen, 2005, ISBN 3-8017-1923, CHF 102.00
bei der SFA, Schweiz. Fachstelle für Alkohol- und andere Drogenprobleme, Lausanne erhältlich.
02.08.2005 Schleichwerbung beim Schweizer Fernsehen SF DRS (Schweizer Fernsehen) habe die Filmproduzenten aufgefordert, alle Zahlungen für Product Placements zu deklarieren. Andernfalls drohe eine Sperre. Das BAKOM (Bundesamt für Kommunikation) hatte die SRG (Schweiz. Radio und Fernsehgesellschaft) wegen der Serie "Traumjob" gerügt. 
27.07.2005 Die CVP Baden versandte an alle Haushalte ihrer Stadt als Wahlpropaganda  Ansichtskarten mit der Überschrift "Wir geben auch Gas!" Auf dem Bild Ständerat Lombardis Kopf, ein rassiger Wagen auf dem Weg zum Gotthard, ein Tachometer mit Angabe 200 km/h herumfliegende Bierdosen und eine Verkehrsampel. Text darunter: "Aber nur politisch. Fahren Sie ab, auf uns. Liste 3". Kommentar: Makaber und in hohem Mass geschmacklos.  (Quelle: Tages-Anzeiger, 27.7.05)
25.07.2005 Die alkoholbedingten Unfälle haben seit Einführung der neuen Promillegrenze abgenommen. J Mehrere Kantone berichten von einem Rückgang im 1. Sem. 05 zur Vergleichsperiode 2004: FR, SO je knapp 30%, BE 7%, ZH  9%.  (Quelle: Tages-Anzeiger, 23.7.05)
Kommentar: Ein Vergleich unter den Kantonen ist noch kaum möglich; aber die Grundtendenz ist erfreulich und wie erhofft. 
12.07.2005 Die Krankenversicherung ASSURA macht Weinwerbung bei ihren 130'000 Zusatz- Versicherten. Die SFA und die Ärztevereinigung FMH kritisieren vehement, das BAG findet es (wörtlich) "nicht elegant". Die ASSURA will nun ihren Weinberg verkaufen.    L
(Quelle: Radio DRS1, Sendung Espresso vom 6.7.05)
12.07.2005 Swiss School of Public Health
SSPH gegründet.
Die Universitäten Basel, Bern, Genf, Lausanne, Lugano und Zürich sind die Träger, wo auch die Kurse stattfinden.
12.07.2005 In der Stadt Zürich hat sich die neue Promillegrenze in den ersten 3 Monaten positiv ausgewirkt. Die alkoholbedingten Unfälle gingen im Vergleich zum gleichen Zeitraum des Vorjahrs um 23% auf 48 Unfälle zurück.  J
12.07.2005 Das Bundesamt für Statistik veröffenlichte die Unfallzahlen von 2004 2271 Unfälle mit 103 Toten und 755 schwer Verletzten waren alkoholbedingt. Seit 2000 scheint die Zahl der alkoholbedingten Verkehrstoten zu stagnieren.
Quelle: Tages-Anzeiger, 7.7.05)
12.07.2005 Am 44. Zürcher Kantonalturnfest in Wiesendangen vom 2. - 10. Juli 05 wurden Mineralwasser für Fr. 2.-- verkauft. Ein speziell zu diesem Zweck vor 5 Jahren gegründeter Verein mit über 100 Mitgliedern sammelte Fr. 150'000.--, damit alkoholfreie Getränke billiger als Bier abgegeben werden
konnten.  
Quelle: Tages-Anzeiger, 1.7.05)   J
12.07.2005 "STANDPUNKTE"  3/05 der SFA Schweiz. Fachstelle für Alkohol- und andere Drogenprobleme, sind erschienen Drei Artikel sind im Internet lesbar:
- Die Halluzination vom flüssigen Joint?
- 0,5-Promille-Grenze ist in der Bevölkerung gut akzeptiert
- "Nichtstun kostet mehr als gezielte Prävention"
12.07.2005 Die KVF Komm. für Verkehr und Fernmeldewesen des Nationalrats hat die Differenzen zum RTVG (Radio- und Fernsehgesetz) behandelt und legt für die Herbstsession z.T. neue Vorschläge vor. Medienmitteilung der KVF des Nationalrates.
U.a.: Ausdehnung des Werbeverbots für alkoholische Getränke auch auf sprachregionale und nationale Fernsehprogramme, inkl. Werbefenster in ausländischen Programmen. 
Unabhängige Aufsichtsbehörde, zuständig für Programmbeschwerden (bisher UBI) und auch für Aufsicht über Werbung und Sponsoring. (bisher BAKOM)
Wie SR: Kein generelles Verbot von Werbung, die sich an Minderjährige richtet (Art. 15).
25.06.2005 Heute haben sich die drei grössten Berufsverbände der sozialen Arbeit zu "AvenirSocial" zusammengeschlossen. «AvenirSocial» entstand aus dem Schweizerischen Berufsverband Soziale Arbeit (SBS), dem Schweizerischen Berufsverband der Sozialpädagogen (SBVS) und der Fédération romande des travailleurs et travailleuses de l'éducation sociale (FERTES). BaslerZeitung, 25.6.05
25.06.2005 Nachtrag zum 2.5.05:
Statt Fr. 8000.- soll die Stadt Zürich Fr. 27'500.-- für das Freibier nach dem FCZ-Cup Sieg zahlen.
Der Sekretär des Präsidialamtes kann sich nicht erklären, dass soviel Bier getrunken worden sein soll. 

Kommentar: Wenn es nicht so bedenklich wäre, müsste man vor Schadenfreude lachen! (Quelle: Tages-Anzeiger, 25.6.05)

23.06.2005 Die Klage des Branchenverbandes Wein Schweiz gegen BAG und bfu wurde vom Zivilgericht Bern- Laupen abgewiesen.
Siehe Eintrag am 3.5.05
Der Bund darf somit die Ein-Glas-Regel weiter propagieren.

Seit der Einführung der 0,5‰-Limite haben die Unfälle und die Zahl der Verkehrstoten gegenüber der Vergleichsperiode des Vorjahres markant abgenommen. 
(Quelle: Tages-Anzeiger, online, 23.6.05)

23.06.2005 SFA-Medienmitteilung vom 21. Juni 2005: Aktuelle Promillegrenzen in Europa Eine Europakarte zeigt die verschiedenen gültigen Promille- Sätze an.
23.06.2005 Ein Zünfter der Zunft Fluntern wurde am Sechseläuten 2004 von seiner Frau beim Umzug mit Rotwein begossen. Vor der Einzelrichterin sagte sie aus, der Wein sei das Symbol für die Zerstörung ihrer Ehe. Der Alkohol habe ihn zum Monster gemacht. Sie befinden sich jetzt in Scheidung.
Kommentar: Nur ab und zu kommen solche tragischen Schicksale an die Öffentlichkeit. Ändert sich irgend etwas?
(Quelle: Tages-Anzeiger, 17.6.05)
23.06.2005 9% von 90 National- und Ständeräten gaben an, regelmässig Alkohol zu trinken.

(Quelle: Tages-Anzeiger, 17.6.05)

Diese Angabe stammt aus einer Untersuchung, die die Schweizerische Herzstiftung letztes Jahr mit ihrer Life-Initiative lanciert hatte. 
Kommentar:  Dieser Wert ist auf den ersten Blick völlig unglaubwürdig. Allerdings auch schwer zu beurteilen, da die genaue Fragestellung nicht bekannt ist. 
23.06.2005 4,9% der Befragten in einer Marktstudie gaben an, sich täglich oder mehrmals pro Woche in Gaststätten aufzuhalten. Im Vorjahr waren es noch 6,3%. Dies sei dem Einfluss der neuen Promillegrenze zuzuschreiben, meint das Marktforschungsinstitut AC Nielsen. 
(Quelle: Tages-Anzeiger, 14.6.05)
14.06.2005 Die Gemeinde Brugg nimmt während 2 Jahren am nationalen Projekt «Die Gemeinden handeln!» teil. Es geht ums Rauschtrinken. az-online.ch 14.6.05
Die eigentliche Arbeit und Prävention müsse im Vorfeld geschehen; eine Erkenntnis, die beim Argovia Fest gewonnen wurde und nun vor allem für das bevorstehende Jugendfest vom 29. und 30. Juni von Bedeutung ist.
11.06.2005 Das Gastgewerbe ist gegen das Binnenmarktgesetz, weil es die von einigen Kantonen verlangten Fähigkeitszeugnisse entwertet. (Quelle: Tages-Anzeiger, 11.6.05) Hans Peyer von der Gastrosuisse: "Die vollständige Freizügigkeit führt zu einer Nivellierung der Ausbildung auf das tiefste Niveau aller Kantone".
Kommentar: Die Liberalisierungswelle der Neunzigerjahre erreicht nun den Bund. Die mehrheitlich negativen Erfahrungen bringen die Gastrosuisse zum Umdenken. Natürlich nicht wegen der Volksgesundheit! Aber immerhin. 
08.06.2005 Der Bundesrat beantwortet eine Motion der Kommission für Wirtschaft und Abgaben des Nationalrats vom 10.05.2005: 
05.3231 - Motion
. Marktzutritt für Hoteliers und Gastwirte.
Wortlaut: "Der Bundesrat erlässt oder beantragt den eidgenössischen Räten eine einheitliche Regelung über den Marktzugang und die Ausbildung im Bereich des Hotel- und Gastgewerbes." Der BR beantrag Ablehnung. Eine einheitliche Regelung auf Bundesebene sei unnötig und ein unverhältnismässiger Eingriff in kantonale Kompetenzen.
Kommentar: Man sieht, dass eine nationale Alkoholpolitik fehlt. 
07.06.2005 Der Bundesrat beantwortet das Postulat: Einsatz von Bundesmitteln in der Gesundheitsprävention.  05.3230 - Postulat. Eingereicht im Ständerat von der Kommission für soziale Sicherheit und Gesundheit SR (SGK-SR) am 3.5.2005. Der Bundesrat beantragt Annahme.
Er verweist auf die laufenden Abklärungen.
06.06.2005 Die Stellen für Suchtprävention im Kanton Zürich haben den Leitfaden "Alkoholkonsum Jugendlicher - Die Festveranstalter handeln" herausgegeben. Dieses Präventionskonzept für Festveranstalter gibt Tipps, wie die Jugendschutzgesetze eingehalten werden können. Der Leitfaden (pdf, 6S., 388kb) und eine Checkliste (pdf,2S., 38 KB) sind online erhältlich oder können online bestellt werden. 
06.06.2005 Communica Nr. 1/2005 (März 05) ist erschienen, das Informationsmagazin der Eidgenössischen Alkoholverwaltung (EAV).  Aus dem Inhalt:
 - Unterrichtsfach Alkoholgesetz - Ein Buch zur             Alkoholprävention (Das Buch ist noch nicht erschienen)
- Effiziente Massnahmen in der Alkoholpolitik
06.06.2005 Der Juni-Newsletter von Infoset ist erschienen Er bringt die neuen Informationen aus allen Suchtbereichen.
Zum Bestellformular
06.06.2005 Nach dem Winzer-Verband beklagt nun auch die Bier- Industrie einen Umsatzrück- gang nach der Einführung von 0,5‰. 
(Quelle: Tages-Anzeiger, 4.6.05)
In den ersten drei Monaten sank der Ausstoss um 6,9%. In den Restaurants ging der Umsatz um 10%, in den Läden um 4% zurück. Die Hersteller versuchen es nun mit Leichtbieren. 
Kommentar: Die Herabsetzung der Promillegrenze ist eine der wenigen wirksamen Massnahmen zur Konsum- und Schadensenkung. Hoffentlich ist der Rückgang nachhaltig.
06.06.2005 Im Kanton Schaffhausen ist das Gaststättengesetz vom Volk angenommen worden.  (siehe 1.6.05) Das Ja überwog etwa 3:1. 
Tages-Anzeiger online, 6.6.05
06.06.2005 Drei Zeitungsmeldungen berichten über den tragischen Einfluss von Alkohol am Steuer.  Vier 17-19 Jährige in der Nacht auf Sonntag tot und eine 19-jährige alkoholisierte Geisterfahrerin mit glimpflichem Ausgang am frühen Samstagmorgen. 
Kommentar: Zu tiefes Schutzalter? Wo was getankt? Zu billig? Zu lange Öffnungszeiten?   (Quelle: Tages-Anzeiger, 6.6.05)
06.06.2005 Im Kanton Freiburg dürfen Tankstellenshops und Kioske nun bis 21 Uhr offen halten. Die Vorlage wurde vom Volk deutlich angenommen. 
Kommentar: Obwohl die Vorlage gegenüber den Regelungen in andern Kantonen eine bescheidene Verlängerung bringt, ist es halt doch eine Verlängerung, d.h. die Erhältlichkeit von Alkohol wird ausgeweitet statt beschränkt.
02.06.2005 Der Bundesrat beantwortet die Interpellation von NR R. Aeschbacher: Am Lenkrad trotz Führerausweisentzug. 05.3139 - Interpellation. Mit einem Fahrausweisentzug bestrafte Verkehrssünder können bisher auf  Fahrzeuge ausweichen, die  auf 45 Stundenkilometer gedrosselte Motoren haben. Die für das Jahr 2006 vorgesehene Vernehmlassung sieht vor, die 45-er-Motorwagen in die gleichen Kategorien wie die übrigen Motorwagen einzureihen. So wird das Ausweichen nicht mehr möglich sein. 
01.06.2005 Die Stimmbürger stimmen am 5.6.05 über ein neues Gastgewerbegesetz ab. Die obligatorische Wirteprüfung und der Fähigkeitsausweis sollen u.a. abgeschafft werden. Die Eignung zum Wirten muss aber belegt werden, sonst wird eine Prüfung in Hygiene, Gastwirtschaftsrecht und Suchtprävention verlangt. 
Kommentar: Ob diese Einschränkung genügt?
01.06.2005 Delegiertenversammlung der GASTROSUISSE in Lugano

(Quelle: Der Landbote)

Zentralpräsident Klaus Künzli sagte, es müssten 10'000 Betriebe in der Schweiz schliessen, damit die Branche ein befriedigendes Auskommen fände. Doch gibt es immer noch jährlich einen Nettozuwachs; täglich gehen 2 Betriebe Konkurs, jedes vierte wechselt jährlich den Wirt. 
Kommentar: Die Branche hat diesen Zustand selbst gewollt.
31.05.2005 Die Eidg. Räte haben gestern ihre Sommersession begonnen. Der wegen seiner Verurteilungen und Fahrausweisentzügen im Zusammenhang mit Fahren im alkoholisierten Zustand oder Geschwindigkeitsübertretungen in die Schlagzeilen geratene Ständerat Lombardi zögert seinen Rücktrittsentscheid weiter hinaus und beschäftigt die Medien.
30.05.2005 Der Bundesrat beantwortete die Interpellation von NR André Bugnon vom 18.3.05 05.3205 - Interpellation. Einführung der 0,5 Promille-Limite. Irreführende Werbung. Der Bundesrat unterstützt die Werbe- Kampagne der bfu (in Zusammenarbeit mit dem BAG): "Ein Glas ist ok"   
26.05.2005 Die Eidg. Alkoholverwaltung hat ihren Jahresbericht 2004 herausgegeben. Daraus kann z.B. entnommen werden, dass die Anzahl importierter  Alcopops Fläschchen von 25 Mio. auf 15 Mio. abgenommen hat. Dies dank der Alcopops-Steuer. Wobei mehr als die Hälfte noch als Vorrat auf den Januar entfielen, bevor die Steuer in Kraft trat. 
23.05.2005

 

 

24.05.2005

Die Eidg. Kommission für Drogenfragen fordert eine Gesamtschau in der Drogenpolitik, die alle psychoaktiven Drogen umfasst. Sie hat dazu einen ausführlichen Fachbericht mit Empfehlungen verfasst. Es gehe darum, aus der Sackgasse herauszufinden, in der die Drogenpolitik mit der Ablehnung der Betäubungsmittel- Gesetzes-Revision vor einem Jahr gelandet sei. Die 4-Säulen- Theorie soll ausgebaut, legale und illegale Drogen zusammen behandelt werden. Fachbericht der Kommission
BaslerZeitung online.   NZZ-online mit 10 Empfehlungen 
Tages-Anzeiger-online    
Kommentar: Ein weiterer Versuch, die Drogenfragen von einer neuen Seite her aufzurollen. Das Hauptproblem bleibt sich gleich: Hört die Mehrheit der Politiker auf die Fachleute oder hört sie wie bisher meistens nicht? Wir bleiben dran.
19.05.2005 Nachtrag zur gestrigen Meldung: Nach der Feier vor dem Stadthaus zogen 100 betrunkene FCZ-Fans durchs Niederdorf. Dabei pöbelten sie Polizisten in Zivil an und bewarfen sie mit Flaschen. Ein Polizist erlitt Verletzungen durch einen Faustschlag ins Gesicht. Der Täter wurde verhaftet. 
(Quelle: Tages-Anzeiger, 19.5.05)
Kommentar: Sport ist gesund und ein Friedensstifter!
Der Stadtpräsident wird seine Hände in Unschuld waschen.
18.05.2005 Aktuelle Beispiele zu unseren Trinksitten.

(Quellen: SF DRS und Presse)

a) Die Siegerinnen im Schweizer-Cup des Frauenfussballs, LU-win und der Sieger des Schweizer-Cups im Männerfussball, FC Zürich feierten öffentlich mit Alkohol. Die Stadt Zürich lud zum Gratisbier, d.h. Bingedrinking/Rauschtrinken ein,  wahrscheinlich ohne Alterskontrolle.  L
b) Bei einer Vortragsveranstaltung des vereins für  drogenfragen zo am 19.5.05 im Restaurant Krone, Wetzikon gibt es gratis alkoholfreie Getränke. 
17.05.05 Der Bundesrat hat das Postulat von NR Humbel Näf beantwortet. 05.3161 n Po. Humbel Näf. Transparenz und Koordination bei Prävention und Gesundheitsförderung. 
Der Bundesrat beantragt Annahme des Postulats.
17.05.05 Der Bundesrat hat die Interpellation von NR Keller beantwortet. 05.3164 n: Ip. Keller. Präventionsgesetz ohne Überregulierung möglich? 
14.05.2005 Die Sessionsprogramme sind erschienen. Nationalrat per 12.5.05       Ständerat per 13.5.05
14.05.2005 In der Gemeinde Pfäffikon ZH werden Alkoholverkaufsstellen, die sich an die Jugendschutz- Bestimmungen halten, mit diesem Label gezeichnet. Am 12.5.05 wurde an 6 Betriebe das Label abgegeben.

Mitteilungen Pfäffikon ZH (Mitteilungen - Presseberichte 2005 - Textilcontainer etc.)

11.05.2005 Die Schweizer Werbung SW, Dachorganisation der kommerziellen Kommunikation, hat am Freitag, 29.4.05 in Appenzell ihr 80-jähriges Bestehen gefeiert. Newsartikel /www.sw-ps.ch/ 02.05.2005
Gastreferent Bundesrat Hans-Rudolf Merz würdigte in seinem Referat die zunehmend schwieriger werdenden Rahmenbedingungen, welchen nicht zuletzt die Kommunikationsbranche ausgesetzt ist und forderte als Gegenmassnahme gelebten Liberalismus. 
(Siehe Homepage und Zitate)
09.05.2005

 

Schweizerische Fachstelle für Suchtfragen gegründet. Das Bundesamt für Gesundheit (BAG) und die Sozialdirektorenkonferenz (SODK) legen ihre Fach- und Koordinationsstellen im Drogenbereich zusammen.  Per 1. April wurde ein entsprechender Vertrag unterzeichnet. In der neuen Schweizerischen Koordinations- und Fachstelle Sucht sind die beiden seit 1995 bestehenden Organisationen «Koordinationsstelle für stationäre Therapieangebote im Drogenbereich» und «Fachstelle für Schadenminderung im Drogenbereich» zusammengelegt worden. Die Trägerschaft hat die SODK übernommen. Quelle: SDA/baz.  
Kommentar: Der Name scheint etwas zu umfassend ausgefallen zu sein.
08.05.2005 NZZ-Format am SF DRS Info- Kanal brachte gestern zum wiederholten Male eine geballte Ladung Alkohol- Reklame. Offenbar setzt sich die Meinung durch, Alkoholwerbung gebe es nur als Werbespot. Dabei kann man gar nicht intensiver werben als mit diesen thematischen Geschichten. Da bräuchte es ein wissenschaftliches Gutachten und eine Anzeige beim BAKOM. Beim Thema Lifestyle listet ihre Webseite mindestens 10 Alkoholsendungen auf.
08.05.2005 Die Sonntagszeitung bringt heute einen bissigen Artikel über die Weinszene. Mehr Schurke als Engel: »Önologen kreieren seelenlose Weine für den globalen Geschmack oft in mafiöser Symbiose mit der Weinkritik."
07.05.2005 Der Beobachter reitet in Nr. 09/05 eine Attacke gegen die Präventionsinstitutionen. Prävention: "Eine Runde Kantönligeist, bitte!"  Darin wird den Präventionsstellen unkoordiniertes Vorgehen, Ineffizienz und Geldverschleuderung vorgeworfen. 
Kommentar: Ausgerechnet der Beobachter, der bisher die Alkoholprävention vernachlässigt und Werbeverbotsvorlagen vehement an vorderster Front bekämpft hat. Die Schwächung der Prävention ist offenbar sein Geschäft. (Leserbrief ges.)
06.05.2005 Keine Ratsdebatte über die Mandate für Verhandlungen im Rahmen der WTO
Die strategische Notwendigkeit, die Vertraulichkeit über die Inhalte der Mandate der Schweizer Delegation bei WTO-Verhandlungen zu wahren, hat die APK-N dazu geführt, einen Motionsvorschlag abzulehnen, der eine öffentliche Debatte in den Räten einführen wollte. 
Medienmitteilung der aussenpolitischen Kommission des Nationalrates
04.05.2005 An der ETH Zürich- Hönggerberg wurde klamm heimlich ein Pub mit ca 40 Plätzen eingerichtet. Die Sicherheit sei vernachlässigt worden. (Welche Sicherheit?)
Tages-Anzeiger online
Der stilecht eingerichtete Raum sei von Professoren, Doktoranden und Diplomstudenten finanziert worden. Sie brächten die Getränke selber mit.  (Leserbrief unterwegs)
Kommentar: Zum Jubiläum neue Variante von Alkohol am Arbeitsplatz. Wahrscheinlich inspiriert vom Einstein-Bild mit heraushängender Zunge. Erinnert an einseitig begabte Fachidioten. Die Basler Fasnächtler werden es danken.
04.05.2005 Ständerat Filippo Lombardi fuhr erneut alkoholisiert.
Er riskiert nun eine unbedingte Haftstrafe. Er denke nicht an Rücktritt.
BaslerZeitung online
Kommentar: Ein Tessiner Leserbriefschreiber meint zwar, er sei nicht als Chauffeur gewählt worden, aber gewisse Charaktereigenschaften sollte man von einem nationalen Parlamentarier doch wohl voraussetzen dürfen. Wann hört dieses Trauerspiel endlich auf? Harald Juhnke lässt grüssen.
04.05.2005 Pressemitteilung und Forschungsbericht der SFA zum Rauschtrinken in der Schweiz. Aus einer Studie der SFA im Auftrag des BAG geht hervor, dass in der Schweiz von 931'000 Rauschtrinkern auszugehen ist. Die Alkoholpreise müssten erhöht werden, verlangt SFA- Direktor Michel Graf.
03.05.2005 Mit Urteil vom 19. April 2005
entschied der Kassationshof des Bundesgerichts, dass Behörden einem fehlbaren Automobilisten auch zusätzliche Auflagen erteilen dürfen.
(6A.51/2004) Ein Bündner Blaufahrer rekurrierte gegen die Auflage einer ärztlich kontrollierten Alkoholabstinenz während 12 Monaten. Er wurde abgewiesen. Die ihm auferlegte abstinente Lebensweise bezwecke nämlich eine nachhaltige Sicherstellung der Fahreignung.

03.05.2005 Branchenverband Wein verklagt Bundesamt für Gesundheit
und Beratungsstelle für Unfallverhütung.
Die Kampagne «0,5 Promille = max. 1 Glas» sei irreführend, unlauter und geschäftsschädigend. Unternehmen der Weinbranche hätten seit Einführung des neuen Grenzwertes mit erheblichen Umsatzeinbussen zu kämpfen. Die Klage richte sich NICHT gegen 0.5‰, sondern gegen die aktuelle Kampagne des BAG/BfU.
03.05.2005 Das Bundesamt für Gesundheit plant, Etikettierungsvorschriften bei der Revision der Lebensmittelverordnung vorzunehmen. Bulletin 17/05 Wie in der EU ab November sollen Weine, die Sulfite enthalten, entsprechend deklariert werden. Sulfite können allergische Reaktionen hervorrufen. Deshalb soll Artikel 373 anlässlich der nächsten Revision der LMV angepasst werden, damit diese Kennzeichnung - unter Berücksichtigung einer Übergangsfrist - auch in der Schweiz obligatorisch wird.
03.05.2005 Am 3.5.05 findet eine Medienkonferenz zur Totalrevision des Radio- und Fernsehgesetzes statt. Medienkonferenz KVF-N: Dienstag 3. Mai 2005
- 02.093: Bundesgesetz über Radio und Fernsehen (RTVG). Totalrevision. Differenzen. Dienstag, 03. Mai 2005, 13.10 Uhr
Parlamentsgebäude, Journalistenzimmer
15.04.2005 Der Schweizerische Verkehrssicherheitsrat (VSR) startet am  Montag die dritte Staffel der Kampagne «drink or drive» gegen Alkohol am Steuer. 50'000 Plakate und 230 grosse Mahnwände an Ausserortsstrecken werden eingesetzt. Die neuen Sujets der Kampagne behandeln Repression, Strafe und Administrativmassnahmen, den Versicherungsregress und doppeln bei der Eigenverantwortlichkeit nach.
14.04.2005 "Warum die Beizen noch immer nicht sterben" erklärt der Tages-Anzeiger heute im Wirtschaftsteil. Online ist er weniger kritisch als in der gedruckten Ausgabe. 10'000 Betriebe seien zu viel. Durch die Lockerung der Gastgewerbegesetze würden immer noch mehr eröffnet als geschlossen: 2004: +690 Restaurants und +61 Hotels. 
Kommentar: Die Gesetzesliberalisierung wird aber (noch ?) nicht angezweifelt. Dafür die BfU für ihre 1 Glas-Kampagne kritisiert. (Auch in SF DRS1 "10 vor 10" am 13.4.05)
13.04.2005 An der heutigen Jahres-Medienkonferenz der GastroSuisse in Zürich wurde bei den alkoholischen Getränken ein Umsatz- Rückgang von 16,2%  durchschnittlich  im 1. Quart. 05 gemeldet.

„Dem Gastgewerbe bläst der Wind ins Gesicht“, erklärte Zentralpräsident Klaus Künzli. Der Rückgang sei teilweise auf die neuen Promillegrenze ab Januar 2005 zurückzuführen; es gibt grosse Unterschiede bei den einzelnen Betrieben.
Kommentar: Da können wir gespannt sein, ob diese Entwicklung anhält, und wie stark die Schäden zurückgehen.  Dass der Umsatz pro Betrieb leidet, liegt auch daran, dass ständig neue Betriebe eröffnet werden. Die Wirte wollten es.

10.04.2005 Migros hat seine Geschäftszahlen für das vergangene Jahr und seine Zukunftsabsichten bekannt gegeben. Mehr Umsatz und mehr Gewinn werden ausgewiesen. (Quelle: Tages-Anzeiger, 7.4.05) Bei den Plänen sticht u.a. heraus, dass die Zusammenarbeit mit Valora verstärkt werden soll. D.h. sie wollen zusammen bis in drei Jahren 140 Convenience Shops betreiben: Lange Öffnungszeiten, Alkohol und Tabak durch die Hintertür.
Kommentar: Geist von Gottlieb Duttweiler, wohin bist du entschwunden? Aus dem Kulturprozent gibt Migros dafür ab und zu Beiträge an Präventionsprojekte. Aber ob das die Schäden ausgleicht?
04.04.2005 In Bern haben am 23.3.05 36 Persönlichkeiten aus Politik, Gesellschaft und Fachwelt einen „Letter of intent“ erarbeitet und erstunterzeichnet.  Diese Absichtserklärung definiert eine breit abgestützte Rahmenstrategie für den drogen- und suchtpolitischen Entwicklungsprozess. Wir meldeten es am 26.3.05.
Nun haben wir eine Medienmitteilung und den Letter of intent erhalten. (Kommentar anschliessend)
31.03.2005 Radio DRS1 Espresso berichtet heute über eine Werbeaktion von Feldschlösschen Bier. 600 Fl. Bier (=600 Punkte) und eine Bearbeitungsgebühr von Fr. 49.-- bis Ende Jahr ergibt einen Grillapparat im Wert von Fr. 239.--, so lange Vorrat. 
Kommentar: Unseriös bis dumm, schlechter Aprilscherz.
29.03.2005 Das heutige Migros-Magazin bringt auf der Kinderseite "Lilibigs" ein Rezept für die Herstellung eines 1.-April-Biers!  Wahrscheinlich werden die Verantwortlichen des Migros-Magazins sagen, wir verstünden keinen Spass, wenn wir dies eine absolute Bier-Idee finden. Ganz im Gleichklang mit der amerikanischen Bierindustrie, die dies als Antwort den Kritikern vorhält, die ihre Reklame, die sich an Kinder und Jugendliche richtet, anprangern. (Leserbrief unterwegs)
29.03.2005 Die Medien berichten, dass die Westschweizer Wirte einen Aufschlag für das Gedeck erwägen. Grund sei der Rückgang des Weinumsatzes. Vor 20 Jahren machte er noch 30%, heute nur noch 10% des Umsatzes aus. Die neue 0,5‰ Grenze wirke sich aus. Die Akzeptanz bei Behörden und Gästen sei aber klein für den Aufschlag.
BaslerZeitung online 
26.03.2005 Laut heutiger NZZ ist eine "Allianz für drogen- und suchtpolitischen Fortschritt" neu gebildet worden. Ihr sollen ein überparteiliches Parlamentarierkomitee, Vertreter von Suchtfachstellen, Jugendverbänden, die Richter- Vereinigung, Ärztevereinigungen, Eltern- und Angehörigen-Vereinigungen sowie städtische, kantonale und nationale Verwaltungs-Vertreter angehören.
26.03.2005 Der heutige Tages-Anzeiger berichtet über zunehmende Gewaltprobleme in Spitälern. Eine Erhebung des Zürcher Uni-Spitals ergab, dass von 35 Aggressionen 19 auf Alkohol- oder Drogenkonsum zurückzuführen war. 
26.03.2005 In ganzseitigen Inseraten in der Schweizer Presse wurde der Bundesrat gebeten, eine CO2-Abgabe einzuführen. 
Kommentar: Ein grosser Teil der Begründungen trifft auch auf unser Projekt zu: Z.B. ..ist gerecht (Verursacherprinzip), ...ist ethisch geboten, ...fördert die öffentliche Gesundheit, .. ist sozial, ...bringt viele wirtschaftliche Vorteile, ...ist keine Steuer, ...schafft die notwendigen Anreize,.. ist ein wichtiger Trumpf für die Zukunft.
26.03.2005 Der Tages-Anzeiger vom 22.3.05 berichtete, dass Elena Obreschkow zur neuen SAJV-Präsidentin gewählt wurde.  Sie wolle als Präsidentin des Dachverbands der schweizerischen  Jugendverbände u.a. mit dem BAG (Bundesamt für Gesundheit) ein Projekt zur Suchtprävention durchführen. 
26.03.2005 Gemäss Tages-Anzeiger vom 22.3.05 betragen die Gesundheitskosten 50 Mia. Franken pro Jahr. 2/3 davon würden von den Privathaushalten bezahlt.
Kommentar: Warum wird die Entlastung, die unser Projekt bringen würde, nicht schon lange angestrebt? 
16.03.2005 Der Bundesrat hat die Subvention für die Aktion Nez rouge definitiv abgelehnt.  Begründung: Die Aktion habe keinen präventiven Charakter. Die Stiftung Nez rouge kämpft nach eigenen Angaben  ohne die vom Fonds für Verkehrssicherheit erwarteten Fr. 150'000.-- ums Überleben. (Basler Zeitung online, 16.3.05)
16.03.2005 Der Tages-Anzeiger vom 15.3.05 berichtet über den Verkaufserfolg der grünen Fee. Bei den Grossverteilern sei die grüne Fee bereits ein Renner. In Bars ist sie kaum zu finden, da der Hersteller Produktion und Vertrieb erst noch verstärken muss. Auch die Nachfrage sei noch nicht da.
16.03.2005 Der Bundesrat beantwortete die Interpellation von NR
Gysin Remo: Stellenwert der Prävention in der Gesundheitspolitik 
IP 04.3705 vom 16.12.2004. Der Bundesrat könnte sich ein Präventionsgesetz des Bundes vorstellen, um die Bemühungen und die Kompetenzen besser zu zeigen und zu koordinieren. 
13.03.2005 Die Sonntagszeitung läutet in einem grossen Artikel das Ende der Spassgesellschaft ein. Unter dem Titel "Bald dürfen wir nur noch müssen" wird aufgelistet, wo überall Liberalisierung und Legalisierung neuen Verboten und Regulierungen weichen müssen. 
Kommentar: Es geht natürlich auch um die Werbeverbote.
(Leserbrief dazu unterwegs)
13.03.2005 Der Bundesrat will dem Gastgewerbe mit dem MWSt- Satz entgegenkommen. Siehe Meldung am 26.1.05. Bericht der Basler Zeitung online vom 11.3.05.     Kommentar: Eine solche Lobby wäre der Volksgesundheit zu wünschen.
12.03.2005 Der Bundesrat beantwortet die Interpellation 04.3782
Gewaltvermeidung bei Sportanlässen von NR Gysin.
In seiner Antwort erwähnt er im letzten Punkt der vorgesehenen Massnahmen auch das Thema Alkohol. Der Interpellant ist teilweise befriedigt.
07.03.2005 Das Jahr 2004 brachte deutlich geringere Rotweinimporte als 2003.
(Quelle: Neue Zürcher Zeitung, 7.3.05) 
Die Rotweinimporte sanken von 141,8 auf 135,2 Mio. Liter. Importe aus USA, Chile und Portugal konnten leicht zulegen. Kommentar: Die Schweizer Winzer werden sich freuen. Bis die grossen ausländischen Marken ihre Werbung verstärken.
07.03.2005 10 alkoholisierte Jugendliche, 16-21 jährige Schweizer und Schweizerinnen, richteten erheblichen Sachschaden an. (Quelle: Tages-Anzeiger 7.3.05) Auf dem Weg von einer Geburtstagsparty in Wetzikon nach Zürich schlugen sie auf Autos sowie die Scheiben der SBahnhaltestelle Aathal ein und demolierten einen SBahn-Wagen, bis sie in Wallisellen verhaftet wurden.
Kommentar: Die "Initiations-Argumentierer" wirds nicht gross stören. So was ist ja normal.
04.03.2005 Das Bundesgericht hat eine Popularbeschwerde der Stiftung für                L Konsumentenschutz abgewiesen. Die von der Allianz gegen Werbeverbote im Schweizer Fernsehen im November und Dezember 2003 ausgestrahlten Werbespots gegen Werbeverbote waren demnach rechtens. Sie würden nicht gegen das Verbot politischer Werbung im Fernsehen verstossen.  (Neue Zürcher Zeitung, 4.3.05)
03.03.2005 Die "Standpunkte" 1/05 der SFA Lausanne sind erschienen. U.a. "Süsser die Versprechen nie klingen", eine ausführliche Geschichte der Alcopops in der Schweiz, von Michel Graf, Dir.
(Noch nicht online)
01.03.2005 Chronologische Programme der Eidg. Frühjahrssession
Stand 28.2.05
Nationalrat          Ständerat   Im Ständerat steht am 2. und 3. März die Totalrevision des Bundesgesetzes über Radio und Fernsehen auf dem Programm.
01.03.2005 Der Bundesrat beantwortet die Motion Bugnon Er lehnt es ab, die Subvention zur Diversifizierung im Rebbau zu erhöhen. 04.3704 - Motion
28.02.2005

Das Stimmvolk des Kantons Basel-Stadt hat gestern die Änderung des Gastwirtschaftsgesetzes gutgeheissen.
Basler Zeitung online
Die Referendumsabstimmung ergab 26.476 Ja- gegen 21.623 Nein-Stimmen. Das Gesetz bringt wieder eine Bewilligungs- Pflicht für Öffnungszeiten an Werktagen nach 01.00 und an Wochenenden nach 02.00 Uhr. Zur Führung eines Beherbergungs- oder Gastwirtschaftsbetriebes braucht es nun einen Fähigkeitsausweis.
23.02.2005 Die Basler Zeitung online berichtet von den Trendtagen Gesundheit in Luzern. "Plädoyer Couchepins für nachhaltige Gesundheitspolitik". Gesundheitsförderung und Prävention müssten gestärkt werden. Die Schweiz gebe etwas mehr als 1 Mia.Fr. für Prävention aus. Das sei international unterer Durchschnitt und entspreche nicht einmal 2,5% der gesamten Gesundheitskosten. Sein Departement prüfe die Schaffung eines Präventionsgesetzes.
23.02.2005 "Der Landbote" brachte am 16.2.05 einen Artikel "Die Rebbauern sehen schwarz" Darin wird schwer gejammert in Bezug auf das neue Gesundheitsgesetz im Kanton Zürich mit einem Werbeverbot für Alkohol und Tabak. Der Präsident des Zürcher Weinbauernverbandes hofft, dass für den Wein eine Ausnahme gemacht werde. Er befürchtet, dass in einem 2. Schritt alles, was den Wein betrifft, verboten werde.
Kommentar: Er würde sich besser hinter unser Projekt stellen, dann hätten die einheimischen Rebbauern ausgesorgt. 
20.02.2005 Die Programme der nächsten Session in Bern sind erschienen. Session: 28.2. 18.3.2005
Im Ständerat ist für 2./3.3.05 das Bundesgesetz über Radio und Fernsehen traktandiert.
Programm Nationalrat        Ständerat
16.02.2005 Das Zürcher Obergericht verurteilte einen jugendlichen alkoholisierten Raser zu 22 Monaten Gefängnis unbedingt. Dies widerspiegle eine verschärfte Gerichtspraxis. Der Angeklagte war völlig uneinsichtig. 
15.02.2005 Am 27. Febr. 05 werden die Stadtbasler über eine Neu- Regelung der Polizeistunde abstimmen dürfen. Der Grosse Rat hat letzten Herbst nach der Liberalisierung 1996 zurückbuchstabiert. Das Referendum der Gegner führt nun zur neuerlichen Abstimmung. 
(Quelle: Tages-Anzeiger, 12.2.05)
15.02.2005 Der Zürcher Regierungsrat hat ein neues Gesundheits- Gesetz verabschiedet. Frühestens 2006 kommt es in den Kantonsrat.
(Quelle: Tages-Anzeiger, 11.2.05)
Im Bereich Prävention ist Zündstoff vorhanden: Die Werbung für Alkohol, Tabak und andere Suchtmittel soll auf öffentlichem und einsehbarem privaten Grund verboten werden. Die CVP meint, hier müsse eine "Güterabwägung" stattfinden. Kommentar: Mit andern Worten, unsere Jugend soll an den Meistbietenden verschachert werden.
05.02.2005 Der Bundesrat hat heute die Aufhebung des fast hundertjährigen Absinthverbotes auf den 1. März 2005 festgelegt  Er hat auch die notwendigen Verordnungsanpassungen verabschiedet.

Medienmitteilung des BAG am 2. Februar 2005

27.01.2005 NR Remo Gysin hat am 16.12.04 eine Interpellation über Prävention eingereicht. 04.3705 - Interpellation.
Stellenwert der Prävention in der Gesundheitspolitik. Er fragt u.a., ob ein neues Präventionsgesetz sinnvoll wäre.
26.01.2005 Der heutige Tages-Anzeiger berichtet, dass das Gastgewerbe für eine reduzierte Mehrwertsteuer lobbyiert. Die Wirte ärgern sich, weil sie, im Unterschied zu den Takeaway-Betrieben, die volle Mehrwertsteuer bezahlen müssen Ständerat Hans Hess, FDP OW hat am 9.12.04 eine Motion eingereicht.04.3655 - Änderung des Mehrwertsteuergesetzes
Kommentar: Nachdem sie sich durch die gewollte Liberalisierung rasant vermehrt und damit selber Konkurrenz geschaffen haben, wollen sie nun von Vater Staat bessere Bedingungen. Der freie Markt schlägt zurück, aber die Wirte wollen die Zeche nicht begleichen. Typisch auch für die beiden nahestehenden Parteien. Wollen sie die kommende Alkoholsteuer zum voraus kompensieren? Dafür sollen alkoholfrei Getränke mehr belastet werden! (Auch Leserbrief)
21.01.2005 Die Neue Zürcher Zeitung online berichtet am 20.1.05, dass die Sondersteuer auf Alcopops wirkt. Der Absatz sei seit Februar 2004 eingebrochen. Die Sondersteuer auf Alcopops zeigt Wirkung. Weniger süsse Ersatzprodukte kämen bei den Konsumenten nicht an. 
Kommentar: Auch wenn der Konsum halbiert wird, ist es für die Alkoholindustrie immer noch ein Erfolg, Jugendliche früh zum Alkoholkonsum gebracht zu haben. Die Auswirkungen werden sich wohl nie ganz eruieren lassen. 
19.01.2005 Der TCS bietet eine Übersichtskarte von Europa mit den ‰-Grenzwerten an. 0,8‰ haben noch Irland, England, Luxembourg und Liechtenstein. (Letzteres wird nicht gezeigt.)
18.01.2005 Die Coop-Zeitung stellt in ihrer heutigen Ausgabe eine Umfrage zur Häufigkeit des alkoholisierten Fahrens vor. Sind Sie schon mal betrunken Auto gefahren?
35 Prozent der Schweizer Bevölkerung geben zu, dass sie schon mal betrunken Auto gefahren sind.
Weitere Angaben bei Coop-Zeitung online
18.01.2005 Schwyzer Gemeinden bekämpfen Alkoholmissbrauch Die Brunner, Gersauer und Morschacher Behörden haben genug: Dem zunehmenden Vandalismus durch alkoholisierte Jugendliche soll ein Riegel geschoben werden.
(Quelle: Zentralschweiz online)
17.01.2005 Der Kanton Tessin führt eine Gesundheitsverträglichkeits- Prüfung ein. Ziel sei es, politische Entscheide zu vermeiden, die Mehrkosten im Gesundheitswesen nach sich zögen: «Die Politiker müssen wissen, was für Konsequenzen ihre Entscheide haben.» Basler Zeitung online
17.01.2005 Der Bundesrat beantwortete die Motion von NR Stephane Rossini zur Stiftung Gesundheitsförderung. Motion Nr. 04.3559. Er beantragt Ablehnung. Es geht um längerfristige Finanzierung von Projekten durch die Stiftung.
12.01.2005 Die Fernmeldekommission des Ständerates schafft Differenzen zum Nationalrat. Wein- und Bierwerbung soll nur für lokale TV-Sender erlaubt sein, für nationale, regionale Sender und ausländische Werbefenster nicht. Medienmitteilung Ständerats-Komm.
12.01.2005

 

Im Kanton Basel-Land hat die Regierung eine Alkohol- und Tabak-Gesetzesvorlage verabschiedet und an den Landrat weitergeleitet.
Medienmitteilung  
Darin enthalten sind ein absolutes Werbeverbot für Alkohol und Tabak (mit Ausnahme) auf öffentlichem Grund und in öffentlichen Gebäuden..., Verkaufsverbot für Zigaretten unter 18 Jahren, Verbot von Zigarettenautomaten (ausser Kontrollen sind möglich) und die Verpflichtung des Verkaufspersonals, Altersausweise zu verlangen.
08.01.2005

 

Bei ersten Grosskontrollen wurde die neue 0,5‰- Grenze gut beachtet.
Basler Zeitung online 
Bei Kontrollen in der Nacht vom Freitag auf den Samstag in den Kantonen BS, BL, AG SO und BE wurden verhältnismässig wenige Fahrer positiv auf Alkohol getestet. (Knapp 25 von über 3000)
07.01.2005 "spectra" No. 48/Jan. 05 des
BAG ist erschienen

 

U.a.: - Welches sind effiziente Massnahmen in der Alkoholpolitik? Mit einem Bericht von der Tagung "Bridging the Gap" in Warschau vom Juni 04
- Alkoholprävention auf kantonaler Ebene (Kant. Alkohol- Aktionspläne in Vorbereitung)
- Keine Alkoholwerbung bei Eurosport TV
03.01.2005

 

In einer Umfrage der "Sonntagszeitung" und des "Matin dimanche" sagten die Befragten mehrheitlich, die neue 0,5‰-Grenze sei vernünftig. Die Isopublic-Umfrage ergab 78,6%; in der Deutschschweiz 83,3%, in der Romandie 64,2%.
(Quelle: Basler Zeitung online, 3.1.05) 
Ausführliche Dokumentation beim Bundesamt für Strassenbau ASTRA
Mehrere Zeitungen brachten Artikel zur neuen ‰-Grenze.

 

   Homepage          Aktuell 2008    2007       2006       2004          2003        2002         2001  

 

Inhaltsverzeichnis 

Entwicklungen der schweizerischen Alkoholpolitik der letzten Jahre anhand von Leserbriefen

Aktuell

Hinweise für Unterrichtende

Ihre Meinung interressiert uns

Links zu Fachleuten und Institutionen

Internationales

Briefe an ....

Die Lobby-Arbeit der globalen Alkoholindustrie

Veranstaltungen

Parlamentsdebatten

Zitatensammlung

Newsletter

Forschungsergebnisse

Archiv

English Texts      

Dossiers: Suchtmittelwerbung; Alcopops; Absinth; WTO - GATS; Alkoholkonsum Jugendlicher; Alkohol und Verkehr /  Drink Driving; Wein (Alkohol) sei (mässig genossen) gesund; Sport und Alkohol; Strukturelle Prävention; NPA (Nationales Programm Alkohol); botellón

Geschichten

Interventionen

Wir über uns

Projekt-Idee     Project in English


Herausgeber/Editor:

Hermann T. Meyer, Projekte und Dienstleistungen, Lindenstr. 32, CH-8307 Effretikon, Switzerland, 
Tel. +41 (0)52 343 58 75, Fax: +41 (0)52 343 59 29    e-mail

Copyright © 2001-2008: Hermann T. Meyer. Alle Rechte vorbehalten. Unsere eigenen Texte dürfen gerne unter Quellenangabe übernommen und weiterverbreitet werden. Fremde Texte entsprechen nicht unbedingt unserer eigenen Auffassung.

All rights reserved. Our own texts may be copied and distributed with stating the source. Texts from other sources do not necessarily represent our views.

Stand: 03.01.2009