Aktuell 2007

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Couchepin erhöht den Druck auf die Raucher: Mehr Einschränkungen für Raucher und höhere Tabakpreise.

So will Gesundheitsminister Pascal Couchepin die Zahl der Raucher und Raucherinnen senken. «Ihr Anteil an der Bevölkerung ist bereits von 32 auf 30 Prozent gefallen. Ich möchte aber, dass er auf 20 Prozent zurückgeht», sagt Couchepin in einem Interview mit der Zeitung «Sonntag». Es sei nicht sozial, sich selber zu schädigen, sagte er. (Quelle: Tages-Anzeiger online, 30.12.07)
Kommentar: Wann sagt Bundesrat Couchepin ebenso deutlich, dass es auch nicht sozial ist, mit Alkoholkonsum, -Verkauf und -Werbung sich und/oder andere zu schädigen?

30.12.2007
Zürcher Restaurants seien Weltklasse, schreibt der Tages-Anzeiger, 29.12.07

"Das Zürcher Gastroangebot gehört zu den besten auf der Welt – dank der Liberalisierung. Selbst chinesische Wirte wollen von den Zürchern lernen." Die Gegner der Liberalisierung des Gastgewerbegesetzes hätten nicht recht behalten. Kommentar: Aus der Sicht des Stadtmarketings mag dies zutreffen. Für die Volksgesundheit ist das Ergebnis trotzdem negativ: 5% mehr Restaurants, fünfmal mehr Bars und die wachsenden zusätzlichen Grossevents haben nachhaltige Folgen, sowohl für die Gesundheit, die Kriminalität, den alkoholgetränkten Lifestyle und seine Propagierung in den Medien; dessen negatives Vorbild für die Jugend und damit im Zusammenhang die Unglaubwürdigkeit und deshalb Wirkungslosigkeit von Alkoholprävention für die Jugend. Dazu kommt, dass die damit einhergehenden Sozialkosten für die Schäden wie üblich vom Steuerzahler berappt werden und die doppelt so vielen bankrotten Wirte Angestellte, Lieferanten und oft das Sozialamt schädigen.    (Leserbrief am 29.12.07 unterwegs)

29.12.2007
Jugendlichen im Kanton Schwyz soll der Zugang zu Alkohol erschwert werden.
Der Regierungsrat des Kantons Schwyz will bei einer Revision des Gastgewerbegesetzes ein spezielles Augenmerk auf den Jugendschutz richten.
Dies geht aus seiner Antwort auf eine Motion der Brunner SP-Kantonsrätin Romy Lalli und Mitunterzeichner hervor. Die Motionäre verlangen, dass bei der Revision des Gastgewerbegesetzes explizit Alkohol-Testkäufe durch Jugendliche möglich werden. Das sei heute nicht möglich, weil sich Polizei, Gerichte und Gemeinden uneins sind, ob solche Testkäufe überhaupt legal sind. Weiter verlangen die Motionäre, ein Alkohol-Verkaufsverbot an Kiosken und Shops ab 21 Uhr. Damit soll der Zugang zu Alkohol für Jugendliche erschwert werden. (Quelle: Google Alkohol Alert, 28.12.07) Zisch, Neue Luzerner Zeitung online, 28.12.07
Kommentar: Dass der Regierungsrat die Umwandlung der Motion in ein weniger verbindliches Postulat wünscht, zeigt leider, dass er auf Zeit spielt. Vielleicht will er die Diskussion um den Nationalen Alkohol Plan des Bundes abwarten. Mutlos!
28.12.2007
Stockbesoffen in der S-Bahn Nach einer Betriebsführung in der Brauerei Rosengarten in Einsiedeln belästigte eine Gruppe junger Leute aus der linken Kulturszene einer Aargauer Gemeinde den Billettkontrolleur, so dass dieser die Polizei für einen Grosseinsatz aufbot. Es soll eine Anzeige wegen Verhinderung einer Amtshandlung und Sachbeschädigung geben.  (Quelle: Tages-Anzeiger, 22.12.07)
Kommentar: Ab wann darf einem Betrunkenen im Kanton Schwyz kein Alkohol mehr abgegeben werden?
22.12.2007
Die letzten "Standpunkte" in gedruckter Form sind erschienen. Nummer 6/07 ist die letzte Nummer in der bisherigen Form. Ab nächstem Jahr soll eine Webseite diese ersetzen. Die neue Medienverantwortliche der SFA, Monique Helfer, wird sich vollamtlich dieser Aufgabe annehmen. SFA-Standpunkte 6/07
Kommentar: Wir sind gespannt auf das neue Produkt.
21.12.2007
Jugendlichen Alkohol verkauft: In Thun.
Dabei waren die Kontrollen sogar in den Medien angekündigt, teilt die Stadt Thun mit. Dennoch gab fast jeder zweite Betrieb Alkohol an Jugendliche ab, ohne zuvor eine Ausweiskontrolle vorgenommen oder nach dem Alter gefragt zu haben. Gegen sie wird Anzeige erstattet.
Kommentar: Wie lange geht es noch, bis Testkäufe überall für Ordnung sorgen! Und bis die Strafen so hoch sind, dass sich das Risiko nicht mehr lohnt?
(Quelle: Google Alkohol Alert, 20.12.07)   espace.ch, 20.11.07
20.12.2007
Bierbrauer gegen das neue Nationale Programm Alkohol des BAG (Bundesamt für Gesundheit)

(Quelle: NZZ, 19.12.07)

Im "Monitor", dem Newsletter des Branchenverbandes Schweizer Werbung, wettert der Direktor vom Schweizer Brauerei-Verband, dieses Programm Alkohol sei ein Erziehungsprogramm mit unglaublichen Eingriffen in die Handels- und Gewerbefreiheit. Die Vernehmlassung läuft bis 21.1.08.
Kommentar: Obwohl die Alkoholindustrie bei der Erarbeitung des Programms beteiligt wurde, ist sie offenbar nicht zufrieden mit dem vorläufigen Ergebnis. Sie wird es nie sein, denn es geht darum, den Konsum zu verringern, das bedeutet für sie Gewinneinbussen. Bisher galt immer: Den Gewinn der Industrie, die Sozialkosten und das Leid der Allgemeinheit. Das muss doch einmal aufhören.
19.12.2007
Alkohol «fährt ein» – also fahren Sie ohne. Info der Solothurner Kantonspolizei.
Zur Weihnachtszeit wird vermehrt Alkohol getrunken. (Symbolbild)
Kanton Solothurn. Die Festtage stehen vor der Tür und mit ihnen auch die geselligen Anlässe. Dabei sind schnell ein, zwei «Gläschen» zuviel getrunken..
 (Quelle: Google Alkohol Alert, 18.12.07) polizeinews.ch, 17.12.07
18.12.2007
Radix hat sich eine Strategie 2008-10 gegeben. Für die mittelfristige Zukunft hat der Stiftungsrat die Strategie 2010 beschlossen und darin Ziele formuliert, die sich an den aktuellen gesundheitspolitischen Gegebenheiten im Bereich der Gesundheitsförderung und Prävention orientieren. 14.12.2007
Fachperson für Leitung RADIX Nordwestschweiz in Bern gesucht Die bestehenden Standorte in Bern, Lausanne, Luzern und Zürich werden künftig regional ausgerichtet. Ziel ist es, je ein regional verankertes Supportzentrum für die Nordwestschweiz, die Romandie, die Zentral- und Ostschweiz zu betreiben. Für die werden eine Fachperson mit mehrjähriger Erfahrung in Gesundheitsförderung und Prävention gesucht.  14.12.2007
Ob- und Nidwalden haben Alkoholtestkäufe ausgesetzt. Zuerst wollten die Gesundheitsdirektionen rechtliche Fragen klären.
In Ob- und Nidwalden sind für den Herbst geplante Alkohol-Testkäufe sistiert worden. Grund waren rechtliche Bedenken, die nach den erstmals im Sommer durchgeführten Testkäufen geäussert worden waren. Die beiden kantonalen Gesundheitsdirektionen haben Abklärungen vorgenommen. Aufgrund der Resultate kündigt der Nidwaldner Gesundheitsdirektor nun jedoch an, die Testkäufe im nächsten Jahr wieder weiterzuführen. Juristen hatten moniert, Testkäufe würden zur einer strafbaren Handlung anstiften. (Quelle: Google Alkohol Alert, 13.12.07)  ZISCH.ch, 12.12.07
13.12.2007
Blau in Bubikon, ZH nach der Jungbürgerfeier - Fortsetzung Heute liefert der Tages-Anzeiger eine Entwarnung: "Jungbürger Promille-Feier war nur halb so wild". Es sei für die Gemeinde kein Grund zur Aufregung, es gäbe immer Jugendliche, die zu tief ins Glas schauten. (Quelle: Tages-Anzeiger, 11.12.07)
Kommentar: Da sind wir ja sehr beruhigt. Wahrscheinlich hat diese Haltung bei Jung und Alt auch mit den Trinkgewohnheiten gewisser Erwachsener zu tun. (Siehe "Grundsätzlich" eingangs der Homepage) Interessant, wie schnell der Tages-Anzeiger diese Gegendarstellung gebracht hat.
11.12.2007
Medienmitteilung der SFA zum Alkoholkonsum an den Festtagen. Schenken Sie sich den Kater: Die Feiertage stehen bevor, die Festivitäten nehmen ihren Lauf und damit die Gelegenheiten, Alkoholisches zu trinken. Wer über den Durst trinkt, kennt das Gefühl am nächsten Morgen. Gegen den Kater ist kein Kraut gewachsen, und selbst wenn die Promille weg sind, wirkt der Alkohol nach. Der nüchterne Blick der Schweizerischen Fachstelle für Alkohol- und andere Drogenprobleme (SFA) zeigt, dass es für einen klaren Kopf am Tag danach keine Wundermittel gibt.   SFA, 11.12.07 11.12.2007
Blau in Bubikon, ZH nach der Jungbürgerfeier Die Band Tomazobi erhielt bei ihrem Konzert Besuch von Teilnehmern der Jungbürgerfeier. Diesen bekam wohl das gesponserte Bier nicht. Sie benahmen sich ziemlich auffällig. Und den andern Konzertbesuchern verdarb es die Freude am Konzert. (Quelle: Tages-Anzeiger, 10.12.07)
Kommentar: Vielleicht versuchen es die Bubiker mit einer andern Jungbürgerfeier?
10.12.2007
Nach Führerscheinentzug jetzt Autoentzug - in Zug. Einem Zuger wurde das Auto beschlagnahmt, nachdem er mehrfach wegen Alkohol am Steuer belangt worden war. 08.12.2007
Drogentests bei der SBB: 0,2 Promille Alkohol als Limite
In der Diskussion um Drogentests bei den Eisenbahnen schlägt das Bundesamt für Verkehr (BAV) Grenzwerte vor. Demnach soll die Limite beim Alkohol 0,2 Promille, bei den Drogen 1,5 Mikrogramm betragen. Das Amt habe diese Grenzwerte in die Vernehmlassung geschickt. (Quelle: Basler Zeitung online, 7.12.07)
ORF.at Vorarlberg, 11.12.07
Kommentar: Bisher galt auch bei uns 0.0‰, oder 8 Std. vor Fahrtantritt keinen Alkohol. Dies soll in Österreich weiter so bleiben. Aber auch nach 8 Std. kann ein Restalkohol im Blut vorhanden sein. Dafür wahrscheinlich die Toleranzgrenze.
07.12.2007

 

 

11.12.2007

Neuer Präsident der UBI Der Berner Universitätsprofessor Roger Blum wird neuer Präsident der Unabhängigen Beschwerdeinstanz für Radio und Fernsehen (UBI). Der Bundesrat hat den 62-jährigen Medienwissenschafter am Freitag zum Nachfolger des vor einigen Monaten verstorbenen Denis Barrelet gewählt, wie das Eidgenössische Departement für Umwelt, Verkehr, Energie und Kommunikation (UVEK) mitteilte.
(Quelle: Basler Zeitung online, 7.12.07)   Pressemitteilung des UVEK, 7.12.07
Kommentar: Ob er wohl unsere Beschwerden anders entschieden hätte?
07.12.2007
Gesundheitsförderung und Prävention - Spectra Nr. 65: Informationsschrift  des Bundesamtes für Gesundheit (BAG). Die aktuelle Ausgabe (pdf, 12S., 1,9Mb) beschäftigt sich schwerpunktmässig mit dem Thema "Internationales". Aus dem Inhalt:
  • Filmförderung auf Kosten der Alkoholprävention?
  • Interview mit Dag Rekve, WHO, Genf.
  • Mehr Gewicht für Prävention und Gesundheitsförderung gegenüber der kurativen Medizin
06.12.2007
"0,0 Promille für Neulenker?" - 9. bfu-Forum:

(Quelle: Infoset-Newsletter Dez. 07

Ein Alkoholverbot für Fahranfänger wird hierzulande zurzeit noch diskutiert. In Deutschland ist es seit vier Monaten Gesetz. Horst Schulze von der deutschen Bundesanstalt für Strassenwesen (bast) erläuterte als Gastreferent am 9. Forum der Beratungsstelle für Unfallverhütung (bfu) in Bern die wissenschaftlichen Hintergründe, die für eine Einführung von 0,0 Promille für Neulenker sprechen. Medienmitteilung der bfu. 06.12.2007
Jugendliche und Sucht - Forum für Suchtfragen 2007:

(Quelle: Infoset-Newsletter Dez. 07

"Jugendliche und Sucht – konkrete Wege in der Prävention". So der Titel einer Veranstaltung der Gesundheitsdienste Basel-Stadt, welche am 15.11.07 in Basel statt fand. Anstoss für die Veranstaltung gaben zuversichtlich stimmende Trendzahlen im Suchtbereich. Seit kurzem kann ein Rückgang des Zigaretten-, Cannabis- und Alkoholkonsums bei Jugendlichen in der Schweiz festgestellt werden. Die PowerPoint Präsentationen der Vorträge sind online erhältlich.
Kommentar: Die dargestellten Präventionsmassnahmen sind fast nur auf den Jugendlichen bezogen. Die Vorbildwirkung der Gesellschaft wird verdrängt, weil zu unbequem, evtl. auch der Karriere schadend. Viele der Präventionsbemühungen bleiben deshalb unwirksam weil unglaubwürdig.
06.12.2007
Der Infoset-Newsletter Dez. 07 ist erschienen. Er bringt Informationen zu allen Drogen-Themen vor allem aus der Schweiz.
Infoset-Newsletter (ab-)bestellen
06.12.2007
Vorschriften über den Jugendschutz: Motion (07.3119) von Nationalrätin Vreni Hubmann

(Quelle: Infoset-Newsletter Dez. 07

Der Bundesrat wird gebeten, eine Bundesstelle zu bezeichnen, welche als eidgenössische Meldestelle stets eine aktualisierte Übersicht über die geltenden kantonalen Vorschriften betreffend Jugendschutz (Alkohol- und Tabakverkauf, Verkauf und Ausleihe von DVD) zur Verfügung hält und entsprechend Auskunft geben kann. In seiner Antwort teilt der Bundesrat diese Ansicht und beauftragt das Bundesamt für Sozialversicherung, regelmässig bei den Kantonen eine Umfrage zu den bestehenden Regelungen zu den angesprochenen Bereichen durchzuführen und eine Übersicht auf dem Internet der Öffentlichkeit zur Verfügung zu stellen. Der Nationalrat hat am 22.06.07 diese Motion angenommen und die Kommission für soziale Sicherheit und Gesundheit des Ständerates (SGK-S) stimmt der Motion mit 8 zu 0 Stimmen bei einer Enthaltung zu. Medienmitteilung der Kommission. 06.12.2007
Kein Alkohol an unter 18-Jährige wird in Nidwalden gefordert. Detaillisten sollen Alkohol nur an Personen verkaufen, die älter als 18 Jahre sind. Dieser Vorschlag stammt von der Projektgruppe «Gemeinden handeln! Für eine lokale Alkoholpolitik.» Dahinter stehen zehn Nidwaldner Gemeinden und Engelberg.
(Quelle: Google Alkohol Alert, 05.12.07)  ZISCH.ch, 5.12.07
05.12.2007
Die Debatte im Nationalrat zur Cannabis-Initiative im Spiegel der Presse. Der Tages-Anzeiger zitiert eine Gymnasiastin, die an der Jugendsession teilnahm, in ihrer Klasse würde die Hälfte regelmässig oder gelegentlich kiffen. Der Alkohol sorge für grössere Probleme. Mindestens die Hälfte, vielleicht die meisten, würden übers Wochenende viel Alkohol konsumieren. (Quelle: Tages-Anzeiger, 05.12.07) 05.12.2007
Nationalrat Zisyadis möchte Schutz der schweizerischen Weinbautradition. 06.487 nPa.Iv. Die Initiative verlangt, dass zum Schutz der schweizerischen Weinbautradition zwei Massnahmen gesetzlich verankert werden: zum einen das Verbot, zur Aromatisierung von Wein Eichenholzspäne zu verwenden, zum anderen die Pflicht, ausländischen Wein, der mit Holzspänen produziert wurde, als solchen zu deklarieren. Die Kommission für Wirtschaft und Abgaben beantragt Ablehnung. 01.12.2007
Die Migros beginnt mit dem Test des neuen Ladentyps "Voi" Die Läden werden von Franchisenehmern geführt, die selbständig Alkohol, Tabak und andere Markenartikel einkaufen dürfen. Der Alkoholverkauf wurde durch eine Statutenänderung in den 90er-Jahren vorbereitet. (Quelle: Tages-Anzeiger, 23.11.07)
Kommentar: Noch mehr Alkoholverkaufsstellen verschärfen das Alkoholproblem zusätzlich. Der Wille des Migrosgründers Gottlieb Duttweiler wird damit einmal mehr missachtet.
29.11.2007
Alkohol-Testkäufe in Chur: Ergebnis ist erschütternd
Die Stadtpolizei hat in verschiedenen Geschäften Testkäufe bezüglich der Abgabe von Alkohol an Jugendliche durchgeführt. Fast 50 Prozent der Verkaufsstellen werden verzeigt. (10 von 22) Bei den Testkäufen im September lag die Verzeigungsquote bei hohen 80 Prozent.  (Quelle: Google Alkohol Alert, 29.11.07)
polizeinews.ch, 28.11.07                 Volksblatt, 28.11.07
29.11.2007
Vor dem Geschworenengericht in Zürich
Zwischen 3,7 und 4,3 Promille Alkohol im Blut hatte der 33-jährige Angeklagte, der einen Mann im Streit um ein Bier vor ein Tram geworfen haben soll. Die tödlichen Verletzungen des Opfers entstanden nicht durch das Tram, sondern durch den Sturz. (Quelle: Google Alkohol Alert, 28.11.07)  NZZ, 28.11.07
28.11.2007
Alkohol-Testkäufe durch die Kantonspolizei Appenzell Ausserrhoden 14 Geschäfte wurden von der Polizei erwischt, wie sie ohne zu zögern Alkohol an die Jugendlichen verkauften, 34% von 41. Der Alkohol sei vernichtet worden.
(Quelle: Google Alkohol Alert, 27.11.07)    appenzell24.ch   polizeinews, 27.11.07
28.11.2007
Die Stimmbürger des Kantons Appenzell-Ausserrhoden haben am Wochenende das neue Gesundheitsgesetz genehmigt. Es enthält u.a.: Art. 16 Bekämpfung des Suchtmittelmissbrauchs
1 Der Kanton unterstützt Projekte öffentlicher und privater Organisationen zur
Vorbeugung gegen Alkohol- und Tabakmissbrauch sowie anderer Formen der
Suchtmittelabhängigkeit. Er betreibt eine oder mehrere Beratungsstellen.
2 Auf öffentlichem Grund und in dessen Sichtbereich, in öffentlichen Gebäuden
und auf Sportstätten ist Werbung für alkoholische Getränke, für Tabakerzeugnisse
und für Raucherwaren mit Tabakersatzstoffen sowie für andere
gesundheitsschädliche Substanzen verboten. Ausnahmen regelt der Regierungsrat.
Quelle: Kt. AR, 26.11.07 Abstimmung        Gesundheitsgesetz Kt. AR, pdf
Kommentar: Ausnahmen: Wie standhaft wird der Regierungsrat sein?
26.11.2007
Dieses Jahr wurden bereits 700 Alkohol-Verkaufsstellen vom Blauen Kreuz überprüft. Dessen Dienste werden bisher von 69 Zürcher Gemeinden, der Erdölvereinigung und der Polizei beansprucht. 2006 gab es an 32% der Orte illegal Alkohol, 2007 bis jetzt an 24% der Orte.  (Quelle: Tages-Anzeiger, 23.11.07) 24.11.2007
Der Verein für Suchtfragen Uster hat sich aufgelöst. Nach 70 Jahren fanden die Mitglieder, er hätte keine Daseinsberechtigung mehr, denn der Staat habe seine Aufgaben übernommen. Das Vermögen von knapp Fr. 18'000.-- wurde an einige Vereine verteilt.
Kommentar: Damit ist es der staatlichen Suchtprävention einmal mehr gelungen, einen Verein mit ehemals engagierten Freiwilligen zu eliminieren, statt mit ihnen partnerschaftlich zu kooperieren. (Quelle: Tages-Anzeiger, 23.11.07)
24.11.2007
Schulbusfahrer im Freiburgischen hatte mehr als 2 Promille
22.11.2007
15-Jährige erhalten in Zürich beim Stadion Letzigrund locker Alkohol

Ernüchternde Bilanz: Bei Alkoholtestkäufen im Vorfeld des Fussball-Länderspiels Schweiz-Nigeria erhielten 15-Jährige rund ums Stadion Letzigrund in 10 verschiedenartigen Betrieben am Dienstag problemlos alkoholische Getränke. Wirte sollen sich bei der Stadt für Schulung ihres Personals interessiert haben.
(Quelle: Google Alkohol Alert, 22.11.07, TA, NZZ)  Bieler Tagblatt online, 21.11.07  
Kommentar: Das sind die gleichen offenbar unbelehrbaren Betreiber, die sich gegen ein Alkoholverbot um das Stadion während der Euro 08 wehren.

22.11.2007
Alkohol in Extrazügen für die Euro 08. Österreich habe bereits beschlossen, dass in dortigen Extrazügen kein Alkohol ausgeschenkt werden dürfe. In der Schweiz sei noch kein Entscheid gefallen.
(Quelle: NZZ, 20.11.07)
20.11.2007
Die Tätigkeit der Forschungsanstalt Agroscope in Wädenswil. "Forscher schenken Winzer reinen Wein ein" titelt der Tages-Anzeiger. Berichtet wird über die vielfältigen Massnahmen, die nötig sind, um den Wein trinkbar zu machen. (Quelle: Tages-Anzeiger, 20.11.07)
Kommentar: Das hochgejubelte "Naturprodukt" zur Spielwiese für Chemiker zurückgestuft. Zum Wohl!
20.11.2007
Die Berner Polizei wird oft mit Alkohol konfrontiert. Bei Körperverletzung, Ruhestörung, Tätlichkeiten, Streit, Raub und häuslicher Gewalt ist in 40 Prozent der Fälle Alkohol im Spiel. Dies hat eine Befragung von Polizisten in der Stadt und im Kanton Bern ergeben. Die vom Bundesamt für Gesundheit (BAG) in Auftrag gegebene Befragung wurde am Institut für Psychologie der Universität Bern durchgeführt, wie die Universität Bern mitteilte.  (Quelle: Google Alkohol Alert, 15.11.07)   Bieler Tagblatt online, 14.11.07
inar.de - Die kostenlose Internet-NachrichtenAgentuR, 14.11.07  (ausführlich)
Kommentar: Jetzt bräuchte es noch die Anschluss-Untersuchung: Was kostet uns der "Spass"? (Abgesehen von den immateriellen, sozialen Kosten, dem Leid der Betroffenen)
15.11.2007
Die Strassenfasnacht in Winterthur vor neuer Situation.

(Quelle: Der Landbote, 14.11.07)

Die Brauerei Haldengut hat ihr sechzigjähriges Hauptsponsoring der Winterthurer Strassenfasnacht nicht mehr erneuert. Sie wolle vermehrt in die Werbung investieren.
Kommentar: Haldengut ist längst keine Winterthurer Brauerei mehr. Diese neue Situation könnte doch für die Fasnacht eine Chance sein: Die Trennung dieser  unheilvollen Verbindung von Fasnacht und Alkohol ist doch höchst erwünscht. Leider ist zu befürchten, dass eine andere Alkoholfirma einspringt.
14.11.2007
Prof. Dr. Meinrad Schär ist 86 jährig gestorben. In seiner aktiven Zeit war er der führende Präventions-Mediziner der Schweiz, der sich engagiert auf dem Gebiet des Alkoholproblems einsetzte. Leider fehlt uns heute eine solche Persönlichkeit. (Quelle: Todesanzeige im Tages-Anzeiger, 14.11.07) 14.11.2007
Am nationalen Aktionstag vom 15.11.07 steht der Umgang mit Alkohol im Zentrum. In der Schweiz sind 600 000 Personen direkt davon betroffen.
Kommentar: Indirekt via Steuern und Prämien zur Deckung der Schäden sind wir es alle. Am schlimmsten trifft es die mehr als 100'000 Kinder in alkoholbelasteten Familien, deren Lebenschancen stark vermindert werden.
(Quelle: Google Alkohol Alert,  13.11.07)   EOL Entlebucher Anzeiger, 12.11.07
13.11.2007
Luzern will gegen den Jugendalkoholismus vorgehen. (Quelle: Google Alkohol Alert,  13.11.07) Der Stadtrat von Luzern will gegen Saufgelage und Alkoholismus bei Jugendlichen vorgehen: Zur Diskussion steht auch ein Verkaufsverbot von Alkohol im Bahnhof von 21 bis 7 Uhr. Und die Heraufsetzung des Mindestalters auf 21 J.   20minuten, 12.11.07ZISCH, 13.11.07 13.11.2007
Zwei Mädchen mit 16 Alkoholflaschen in Beinwil unterwegs.
Zwei Mädchen, 14 und 15 Jahre alt, waren am 26.10.07 mit einem Einkaufswägeli in Beinwil am See bei der Waldhütte gesichtet worden. Das Verdächtige daran: Im Wägeli führten die beiden minderjährigen Mädchen 13 Flaschen Wodka und drei weitere Flaschen Alkohol mit. Sie hatten mit dem Ausweis einer über 18-jährigen Kollegin und mit dem Vater geklauten Geld in der Nähe eingekauft. Ob die Party dennoch stattfand, wird nicht gemeldet. (Quelle: Google Alkohol Alert,  09.11.07)  azonline.ch, 8.11.07
09.11.2007
Die Oberstufenschule in Pfäffikon ZH führt 2008 kein Skilager durch. Letzten Winter erfror ein Mädchen während des Lagers beinahe auf dem Friedhof, nachdem es dort heimlich mit einer Kollegin eine Flasche Schnaps getrunken hatte. Nun finden sich nicht mehr genügend Lehrer, die die Verantwortung tragen wollen. Für Veranstaltungen ausserhalb der Schulzeit haftet die Schule nicht. (Quelle: Google Alkohol Alert, 09.11.07)  20minuten.ch, 8.11.07
Kommentar: Es geht wohl den Lehrern nicht nur um die Haftung, die könnte mit Zusatzversicherungen abgedeckt werden. Es geht um das Risiko möglicher Tragödien. Was viele Lehrer und Behörden wahrscheinlich noch immer verdrängen: Alkohol kann tödlich wirken. Auch im Sommer. Und bei Kindern schneller.
09.11.2007
"Massenvergewaltigung" in Zürich-Seebach 2006: Von der Anklage in diesem Fall vor einem Jahr soll gemäss Aussagen etlicher  Verteidiger nicht mehr viel übrig geblieben sein. Es komme höchstens in einem Fall zur Anklage wegen Vergewaltigung.    (Quelle: Tages-Anzeiger, 07.11.2007)      07.11.2007
In Basel ist die Stimmung wegen der Euro-08 getrübt.

Im wichtigsten Schweizer Austragungsort ist die Vorfreude auf die Fussball-EM getrübt. Basels Bewohner streiten sich mit der Uefa um den öffentlichen Raum. Und ums Bier. (Quelle: Tages-Anzeiger, 07.11.2007)

07.11.2007
3 grosse Fachverbände verlangen eine realistischere Drogenpolitik. Gestern haben der Fachverband Sucht, das Groupement Romand d'Etudes des Addictions und die Schweizerische Gesellschaft für Suchtmedizin in einem gemeinsamen Communiqué «Mehr Kohärenz in der Suchtpolitik» gefordert. Im Vordergrund stehe die Erkenntnis, dass die Politik mit der pauschalen Einteilung in erlaubte und verbotene Substanzen der gesellschaftlichen Suchtproblematik kaum gerecht werden könne. In der Dezembersession wird sich voraussichtlich der Ständerat als Zweitrat mit der Teilrevision des Betäubungsmittelgesetzes (BetmG) auseinandersetzen.   (Quelle: NZZ, 07.11.2007)
Kommentar: In einer englischen Studie wurde die Gefährlichkeit von Alkohol auf Platz 5 gesetzt, weit höher als Cannabis. (siehe International, 26.5.07) Wenn mit mehr Kohärenz gemeint ist, den Drogen gemäss ihrer Gefährlichkeit Beachtung zu schenken, kann dies nur unterstützt werden. Das mit der Legalisierung aller Drogen zu verbinden, ist allerdings reichlich weltfremd. (Siehe auch Medical News Today, 10.11.07, englisch) und
Medical News Today, 30.11.07) (engl.)
07.11.2007

 

 



11.11.2007

 

 

Jugendschutz mit Testkäufen. Immer öfter versuchen Jugendliche als verdeckte Tester Alkohol zu kaufen. Dank diesen Tests gingen die illegalen Verkäufe klar zurück, sagt das Blaue Kreuz. i(Quelle: Tages-Anzeiger, 6.11.07) 06.11.2007
Solidaritätstag im Umbruch: Seit 10 Jahren sensibilisiert der «Schweizerische Solidaritätstag für Menschen mit Alkoholproblemen» die Bevölkerung hinsichtlich der spezifischen Belastungen, mit denen alkoholabhängige Menschen und deren Angehörige leben. Im Jahr 2007 startet der Solidaritätstag mit neuem Namen und verbesserten Dienstleistungen für die regionalen Fachstellen. Neu heisst der Solidaritätstag: Nationaler Aktionstag Alkoholprobleme. Der Aktionstag 2007 findet am 15. November statt und widmet sich dem Thema "Rückfall als Chance?!". Das Konzept 2007 (pdf, 16S., 460Kb) ist online erhältlich. http://www.aktionstag-alkoholprobleme.ch. 06.11.2007
Informationsmagazin der Eidgenössischen Alkoholverwaltung (EAV): Das Communica Herbst 07 (pdf, 20S., 1,5Mb) ist online. Aus dem Inhalt: Schwerpunktaktion Happy Hours; Happy Hours - Einvernahme wegen illegaler Werbung; Alkoholpolitik gestern und heute. (Quelle: Infoset-Newsletter Nov. 07) 06.11.2007
Standpunkte (05/2007)Fachzeitschrift der SFA.  Informationen und Kommentare zu Alkohol und anderen Drogen.  Folgende Artikel sind online erhältlich: 06.11.2007
Anhörung Nationales Programm Alkohol 2008 – 2012 (NPA):

(Quelle: Infoset-Newsletter Nov. 07)

Das Nationale Programm Alkohol 2008 – 2012 (NPA) hat zum Ziel, den problematischen Alkoholkonsum und insbesondere das Rauschtrinken bei Jugendlichen zu reduzieren, und so Folgeerkrankungen, Unfälle und Gewalttaten einzudämmen. Es setzt auf eine verstärkte Koordination zwischen den Akteuren der Alkoholpolitik. Das Bundesamt für Gesundheit führt zurzeit eine Anhörung durch. Der Entwurf des NPA 2008-2012 (pdf, 64, 479Kb) und eine Kurzfassung (pdf, 10S., 107Kb) sind online erhältlich. Begleitschreiben (pdf, 2S., 222Kb) zur Anhörung. Eine Übersicht (pdf, 34S., 240Kb) über die Massnahmenvorschläge ist ebenfalls online erhältlich.
Kommentar: Die Vernehmlassung läuft bis 21.1.08. Hier unser Beitrag
06.11.2007

 

 

 

29.12.2007

Der Infoset-Newsletter November 2007: Er enthält Informationen zu allen Suchtproblemen, vor allem aus der Schweiz.
Newsletter (ab-)bestellen
06.11.2007
Aufsichtstätigkeit der Eidg. Alkoholverwaltung Unter diesem Titel ist eine Broschüre der Eidg. Finanzkontrolle erschienen. Inhalt: Evaluation der Kontrollstrategie, der eingesetzten Ressourcen und der Kontrollergebnisse.
Kommentar: Diese Evaluation stützt sich auf eine breit angelegte Befragung ab, an der wir auch teilnehmen konnten. Sie dient u.a. als Grundlage in der Diskussion einer Neuorganisation der Alkoholverwaltung.
05.11.2007
Filmförderung oder Alkohol-Werbeverbot nach heutigem Gesetz?
(Quelle: NZZ, 5.11.07)
Die Neue Zürcher Zeitung bringt einen ausführlichen Artikel über den Konflikt, der mit der evtl. Teilnahme am EU-Media-Programm bis 2013 verbunden wäre. Das neue RTVG müsste zu Gunsten der Alkoholwerbung revidiert werden. Am 20.11.07 werde sich die Aussenpolitische Kommission des Nationalrates damit befassen. Die Verkehrs- und Fernmeldekommission ist dagegen. 05.11.2007
Bundesrat Leuenberger will 0,0‰ für Neulenker und Berufschauffeure. Er will die Vorlage anfangs 2008 dem Bundesrat unterbreiten.
(Quelle: Tages-Anzeiger, 5.11.07)  Basler Zeitung online, 5.11.07
Kommentar: In Deutschland gilt 0.0‰ für Fahranfänger bis 21 J. seit dem 1.8.07. Die Strafen sind allerdings unter 0.5‰ nicht schwerwiegend. (Der Tagesspiegel, 6.7.07)
05.11.2007

07.11.2007

Jugend und Alkohol: Die Urner Regierung will abwarten. Am 6. Juni reichte der Bürgler Arzt und Landrat Toni Moser eine Motion ein. Seine Forderung: Tankstellen-Shops, Takeaway-Betriebe und ähnliche Verkaufslokale dürfen nur zwischen 6 und 21 Uhr Alkohol verkaufen. Und falls Gast- und Festwirte Alkohol über die Gasse verkaufen, dürfen sie das auch nur während dieser Zeit machen.
Die Regierung allerdings hält nicht viel von diesem Vorschlag. Sie ist überzeugt, dass mit Mosers Vorschlag das Problem nicht beseitigt werden kann. «Mit einem Verkaufsverbot oder mit einer weiteren Einschränkung des Verkaufs ist der Problematik nicht beizukommen.» Man wolle auf Prävention bauen und zudem den Bericht des Bundesrats zum «nationalen Programm Alkohol» abwarten, heisst es weiter in der Antwort.(Quelle: Google Alcohol Alert, 17.10.07)  zentralschweiz online, 30.10.07
30.10.2007
Die kantonrätliche Kommission in St. Gallen begrüsst die von der Regierung vorgeschlagenen Massnahmen.
In Zukunft soll es mehr Testkäufe und Kontrollen geben.
Im Kanton St.Gallen soll dem Alkoholkonsum von Kindern und Jugendlichen und dem Alkoholmissbrauch bei Erwachsenen verstärkt vorgebeugt werden. Vorgesehen sind die Erarbeitung eines kantonalen Alkoholaktionsplans, die Verstärkung der Suchtprävention und eine konsequente Umsetzung und Kontrolle der Jugendschutzbestimmungen. (Quelle: Google Alcohol Alert, 30.10.07)
stadt24.ch, 30.10.07

 

30.10.2007
Statistik der Haushalts-Ausgaben in der Schweiz Alkoholische Getränke und Tabakwaren in der Aufstellung mit 1.2% den geringsten Anteil.
Kommentar: Grund ist, dass die Preise, gemessen an der Kaufkraft, im Laufe der Jahrzehnte immer mehr gefallen sind. Alkoholika sind viel zu billig.
(Quelle: NZZ, 29./30.10.07)
30.10.2007
Bundesrat für neues Präventions- und Gesundheitsförderungs-Gesetz Er hat das EDI beauftragt, bis Herbst 2008 einen Vorentwurf vorzulegen. Das Schwergewicht soll auf der Eigenverantwortung liegen. (Quelle: Tages-Anzeiger, 29.9.07, NZZ, 29./30.9.07) 30.10.2007
Die Suchtprävention im Kt. Zürich bietet im Internet Selbsttests an. Die Tests laufen seit drei Jahren. 75'000 Personen haben sie bisher benützt, davon 33% den Alkoholtest. In den nächsten Wochen sollen Werbespots in TV und Kinos laufen zum Thema: "Setz eine Grenze". (Quelle: NZZ, 25.9.07) 30.10.2007
Was der Regierungsrat des Kantons Zug vorschlägt, ist im Kanton Solothurn bis jetzt kein Thema.
Allerdings gibt es Stimmen dafür, wie die von Urs Bucher. «Die 16-Jährigen kommen nicht mit Alkohol zurecht und kennen bei ihren Gehversuchen keine Grenzen», sagt Urs Bucher. Der Gastronom des «Kreuz» in Kriegstetten und Mitorganisator der Burghofnacht in Burgäschi spricht sich deutlich dafür aus, dass die Alterslimite für Alkoholverkauf auf 18 Jahre angehoben wird.
(Quelle: Google Alcohol Alert, 17.10.07)    espace.ch, 16.10.07
27.10.2007
Neue Medienverantwortliche der SFA Monique Helfer ist die neue Medienverantwortliche der Schweizerischen Fachstelle für Alkohol- und andere Drogenprobleme (SFA). Die 39-Jährige trat Anfang Oktober die Nachfolge von Janine Messerli an. 27.10.2007
NAS - Nationale Arbeitsgemeinschaft Suchtpolitik Die Prioritäten der NAS für das Jahr 2008 sind die neben der Teilrevision des BetmG
die Cannabis-Initiative. Die Delegierten haben sich entschieden im Bereich Alkohol eine aktivere Rolle einzunehmen. Dies insbesondere in Bezug auf die Lancierung des nationalen Alkoholprogramms (NAP) des BAG.
Als Präsidentin der NAS vertritt Jacqueline Fehr diese Politik auch im Nationalrat.  (Quelle: Newsletter Infodrog, 3, Sept. 07)
27.10.2007
Jugend und Alkohol: Der Luzerner Gesundheits-Direktor Dürr lehnt neue Verbote ab

Bald sollen Jugendliche in Zug erst ab 18 Jahren Alkohol kaufen dürfen. Dies sieht zumindest der Entwurf des neuen Gesundheitsgesetzes vor. Im Kanton Luzern dürfte dieses Modell wenig Chancen haben. (Quelle: Google Alcohol Alert, 12.10.07)   Zentralschweiz online, 12.10.07
Kommentar: Wenn gesamtschweizerische Lösungen nie kommen, ist es nicht verwunderlich, dass einzelne Kantone vorstossen. Wofür gibt es eine Gesundheitsdirektoren-Konferenz?

27.10.2007
Alkohol und Rauchen: Zug will härteres Gesetz

Ein Rauchverbot in den Bars, keine Alkohol-Werbeplakate mehr und kein Alkoholverkauf an unter 18-Jährige: Der Regierungsrat legt beim Jugend- und Nichtraucherschutz einen Zacken zu. (Quelle: Google Alcohol Alert, 12.10.07)
Zentralschweiz online, 11.10.07

27.10.2007
Alkohol: Bussen für Jugendliche?

Jugendliche sollen für unerlaubten Alkoholkonsum künftig gebüsst werden. Dies will GastroSuisse-Chef Klaus Künzli im Interview mit der «Neuen Luzerner Zeitung». «In den USA ist das auch möglich, so etwas bräuchten wir auch.» (Quelle: Google Alcohol Alert, 12.10.07)  20Minuten, 11.10.07

27.10.2007
Newsletter Infoset Direct Oktober 2007 Er bringt Informationen zu allen Drogen, vor allem aus der Schweiz.
Newsletter bestellen
27.10.2007
Zahlen & Fakten der SFA: Die Schweizerische Fachstelle für Alkohol und andere Drogenprobleme (SFA) hat ein Update zur Online-Ausgabe von "Zahlen & Fakten" ins Netz gestellt. Die Aktualisierungen betreffen u.a. die Kapitel "Alkohol - Folgen des Alkoholkonsums" "Alkohol-Behandlung". (Quelle: Infoset Newsletter Okt. 07) 27.10.2007
Am Montag wurde in Arbon auch formell die Regionalkonferenz Ost (RKO) des Fachverbands Sucht gegründet. Die RKO ist die Folgeorganisation des Ostschweizer Verbandes für Suchtfachleute (OVFS) und ist ein Austauschorgan für die regionale Vernetzung und den Austausch zu Sozial- und Suchtfragen zwischen Mitgliedern und Fachpersonen in der Ostschweiz. Medienmitteilung (pdf, 1S., 16Kb) zur Gründung der Regionalkonferenz. Weitere Infos zur Konferenz sind auf den Seiten des Fachverband Sucht erhältlich. 27.10.2007
3 Meldungen zu technischen Hilfsmitteln, um das alkoholisierte Fahren zu reduzieren.

(Quelle: Google Alkohol Alert, 3.10.07)

- Im Kampf gegen schwere Unfälle bietet Volvo einen integrierten Alkoholtester an.  Tages-Anzeiger,  2.10.07/13.10.07
-
Auto-Prototyp verweigert betrunkenen Fahrern den Dienst. Zwei Italiener entwickeln Fahrzeug mit eingebauten Sensoren, die eine Alkoholisierung "erschnuppern" können. derStandard.at, 10.10.07
- Nissan erprobt in einem Testfahrzeug neue Sicherheitstechniken, um Unfälle durch Alkohol am Steuer und Übermüdung zu verhindern. Die Ingenieure des japanischen Automobilherstellers arbeiten zurzeit an einem System, das ausschließlich nüchternen Personen erlaubt, den Wagen zu starten. MOTORZeitung.de, 2.10.07
26.10.2007
Der Schweizer Presserat bezeichnet die Trennung von redaktionellen Inhalten und Werbung als fundamental. Die Journalisten der "Tribune de Genève" hatten geklagt, weil Geschäfte auf redaktionellen Seiten Waren in Bild und Text vorstellen konnten. Der Chefredaktor hatte die neue Rubrik auf Verlangen des Verlages eingeführt.
(Quelle: NZZ, 24.10.07) Presserat online, Nr. 43/2007 (französisch)
24.10.2007
Kein allgemeines Alkoholverbot an der EURO 08 in Basel. An der Fussball-Europameisterschaft EURO 08 in Basel wird es kein allgemeines Alkoholverbot geben. Ein solches wäre nicht durchsetzbar, unter anderem auch wegen der Handels- und Gewerbefreiheit, schreibt die Basler Regierung in einer Antwort auf einen parlamentarischen Vorstoss eines Grossrats der Evangelischen Volkspartei (EVP). Der Alkoholproblematik werde bei den Organisatoren der Fanzonen hohe Priorität eingeräumt. (Quelle: NZZ, 24.10.07)
Basler Zeitung online, 24.10.07
24.10.2007
SRG-Generaldirektor Armin Walpen stellt das Wahlbarometer in Frage.  Indem die SRG solche Umfragen publiziere, beeinflusse sie - ohne es zu wollen - den Wahlkampf, sagte er am Dienstag gegenüber dem Westschweizer Radio.
Kommentar: Damit belegt er, dass das Fernsehen eine Verantwortung trägt und dass es Macht ausübt. Das haben wir auch in unserer Beschwerde an die UBI betont. (Quelle: Basler Zeitung online, 24.10.07)
24.10.2007
Alkohol an Kinder ausgeschenkt.

(Quelle: polizeinews.ch, 23.10.07)

Bei einer Personenkontrolle am 20.10.07 in einem Pub in Reichenbach BE stellte sich heraus, dass Kindern Alkohol ausgeschenkt worden war. Der Betrieb wurde durch den zuständigen Regierungsstatthalter geschlossen, weil er ohne Betriebsbewilligung eröffnet hatte.
Um Mitternacht waren 29 Personen, davon vier Erwachsene anwesend. Die übrigen 25 Personen waren zwischen 14 und 18 Jahre alt.
24.10.2007
Die UBI (Unabhängige Beschwerde-Instanz für Radio und Fernsehen) hat entschieden. Die UBI hat unsere drei Beschwerden am 19.10.07 mit 8:0 Stimmen abgelehnt.

(Siehe Top aktuell am 23.10.07)

23.10.2007
Die Droge GHB

(Quelle: Tages-Anzeiger, 20.9.07)

Gamma-Hydroxy-Buttersäure hinterlasse in Getränken kaum Spuren, die Bewusstlosigkeit setze erst nach einer halben Stunde ein und sei mit üblichen Urintests nicht nachzuweisen, lasse im Blut keine Spuren zurück und lösche jede Erinnerung im Gedächtnis. Sie wird auch Vergewaltigungsdroge genannt. Judith Hödel von der Stadtpolizei Zürich vermutet eine Dunkelziffer bei Verbrechen im Zusammenhang mit solchen Drogen.
Kommentar: Auch starker Alkoholkonsum kann auf diese Weise wirken. Ob mit diesem Artikel das Binge Drinking der Jugendlichen relativiert werden soll?
23.10.2007
Versuch in Zürich mit eingeschränktem Bier-Verkauf während Fussball-Spiel GC:FCZ Im Mai durften 6 Restaurants und 2 Tankstellen um das Hardturmstadion zwischen 16.00 und 02.00 Uhr am Spieltag nur Leichtbier verkaufen. Der Stadtrat sagt, das habe sich bewährt. Man wolle weitere Erfahrungen sammeln.
(Quelle: Tages-Anzeiger, 14.9.07)
14.09.2007
Devilbags im Schweizer Internet-Markt Folgende fünf Devilbags sind im Angebot: Wodka - Whisky - Rum - Cognac - Gin Alle Tüten enthalten 20 ml Alkohol. Der Mindestalkohol beträgt 36 - 40% vol. Fr. 30.-- für 12 Tüten. Alkohol aus der Packung ist der neuste Trend. Fachleute sehen die Alkoholprävention unterwandert. (Quelle: 20Minuten, 12.9.07)
Kommentar: Ein Fall für den Gesetzgeber. In Amerika würden die Staatsanwälte aktiv. Siehe dazu International, 4.6.07
13.09.2007
Podium in Winterthur mit den Ständerats-kandidatinnen und
-Kandidaten.
Z.B. Niklaus Scherr AL plädiert für mehr Zivilcourage bei Begegnungen mit betrunkenen Jugendlichen. Felix Gutzwiller FDP stimmt zu und wünscht sich mehr flächendeckende Schulprävention. Markus Wäfler EDU möchte das Mindestalter auf 20 hinaufsetzen, stösst aber auf wenig Gegenliebe. Uli Maurer SVP betont die Verantwortung der Eltern. Der Landbote, 12.9.07
Kommentar: Alles ziemlich nutzlose oder realitätsfremde Vorschläge. Von einer gemeinsamen Gesamtschau des Problems weit entfernt.
12.09.2007
Jugendgewalt in Stadt und Kanton Zürich Der Tages-Anzeiger listet die schwerwiegenden Fälle diese Jahres auf und vermerkt, dass fast immer Ausländer die Täter seien. Von den kommentierenden Fachleuten ergänzt Michael Rubertus, Leiter des kantonalen Massnahmezentrums Uitikon: "..Vieles geschieht aus dem Moment heraus, oft unter Alkohol- und Drogeneinfluss."  (Quelle: Tages-Anzeiger, 12.9.07) 12.09.2007
Testverkäufe in Chur mit traurigem Ergebnis. Vier von fünf verkaufen Jugendlichen Alkohol.

Erstmals hat die Stadtpolizei Chur am Freitag eine Schwerpunktkontrolle bezüglich der verbotenen Abgabe von Alkohol an Jugendliche durchgeführt. Die Verantwortlichen ziehen ein ernüchterndes Fazit: 18 der 23 überprüften Betriebe mussten wegen Verstosses gegen das Gesetz über den Verkauf und den Ausschank von alkoholischen Getränken verzeigt werden. Laut Kommandant Ueli Caluori ist dies deutlich mehr, als er erwartet hat und als Erfahrungswerte zeigen. Er will nun zusätzlich zur präventiven Arbeit repressive Massnahmen ergreifen und rigoros durchsetzen. So ist die nächste Schwerpunktkontrolle bereits geplant, wie er auf Anfrage sagte. (Quelle: Google Alcohol Alert, 12.09.07)
suedostschweiz.ch, 12.9.07

12.09.2007
Die Eidgenössische Alkoholverwaltung (EAV) verhängt Bussen. Diesen Sommer hat die EAV eine Aktion gegen illegale Schnaps-Verbilligungs-Aktionen unternommen. 98 Fälle wurden geprüft. Bis Ende August würden 33 Strafverfahren eingeleitet. 26 Bussen bis Fr. 500 wurden bisher ausgesprochen.
(Siehe auch gestriger Eintrag)   (Quelle: NZZ, 7.9.07)    20Minuten, 7.9.07
07.09.2007
Testkäufe in Gossau SG Zwei von zehn Gossauer Tankstellenshops und Imbissbuden verkauften Alkohol an Jugendliche unter 16 Jahren. Dies ergab ein Testkauf der Polizei.
 (Quelle: Google Alcohol Alert, 05.09.07)   stadt24.ch, 4.9.07
06.09.2007
Das "Suchtmagazin" Nr. 4, August 2007 ist erschienen. Aus dem Inhalt: - Begriffe, Konzepte und Menschenbilder in der Suchtprävention
- Rauschtrinkende Jugend - das Bundesamt für Gesundheit setzt auf die Stärkung des Jugendschutzes
- Alkoholpolitische Massnahmen als Teil einer ganzheitlichen Prävention
-
Prävention von Rauschtrinken in Jugendgruppen
06.09.2007
Merkblatt - Happy Hours der Eidgenössischen Alkoholverwaltung (EAV) Das Alkoholgesetz enthält Handels- und Werberestriktionen für Spirituosen und spirituosenhaltige Getränke. Diese verbieten grundsätzlich Vergünstigungen, Preisreduktionen und Aktionen sowie die entsprechende Werbung. Deshalb sind unter anderem folgende Anlässe illegal, falls auch Spirituosen und spirituosenhaltige Getränke inbegriffen sind: Happy Hours, Zwei für eins, Tre per uno, Mezzo Prezzo, All-Inclusive-Anlässe, Fünfliber-Abend usw. Das Merkblatt (pdf, 1S., 168Kb) ist auf den Seiten der Eidgenössischen Alkoholverwaltung (EAV) online erhältlich. (Quelle: Infoset, 5.9.07) 06.09.2007
Die "Standpunkte" 4/07 der SFA sind erschienen. Die Fachzeitschrift der Schweiz. Fachstelle für Alkohol- und andere Drogenprobleme enthält u.a. folgenden Artikel: (nicht online)
TV-Fenster auf für Alkoholwerbung?
06.09.2007
Der September-Newsletter Infoset ist erschienen Informationen zu allen Suchtgebieten, vor allem zum Inland.
Falls Sie ihn noch nicht abonniert haben: ein Klick genügt.
06.09.2007
Die SFA bietet Elternbriefe zum Thema Suchtmittel an. Die Schweiz. Fachstelle für Alkohol- und andere Drogenprobleme will die Eltern damit anregen, mit ihren Kindern über die Suchtmittel zu reden. Sie richten sich an Eltern von 12- bis 16 Jährigen und erscheinen in acht Ausgaben während zwei Schuljahren. (Quelle: Tages-Anzeiger, 06.09.07) acht Elternbriefe  Medienmitteilung der SFA. Flyer (pdf, 2S., 96Kb) 06.09.2007
Kurzintervention bei Berufsschülern mit Erfolg. Die Suchtpräventionsstelle Zürcher Oberland meldet, dass an einer Berufschule der Alkoholkonsum von 17-jährigen Schülerinnen und Schülern um 17-43% reduziert werden konnte. (Quelle: Tages-Anzeiger, 05.09.07) 05.09.2007
Coop's Tankstellenshops sollen stark vermehrt werden. Coop ist bereits führend mit 150 Coop Pronto Betriebe. Bis 2020 sollen es 230 bis 250 Tankstellen-Shops sein. (Quelle: Tages-Anzeiger, 04.09.07)
Kommentar: Damit könnte Coop seine Alkoholverkäufe stark ausweiten. Ein Grund mehr, die  Alkoholverkaufszeiten zu begrenzen.
05.09.2007
Die Zahl der tödlichen Unfälle wegen Alkohol am Steuer im 1. Sem. halbiert
Starben aus diesem Grund im ersten Semester 2006 auf Schweizer Strassen noch 31 Menschen, waren es dieses Jahr 15. Die Zahl der Schwerverletzten nahm dagegen zu. Der Grund sei noch nicht bekannt, sagt die bfu. Nachrichten.ch, 30.8.07    Tages-Anzeiger, 30.8.07
30.08.2007
Der Fahrer, der Ende Juni auf der A2 in Emmen in eine Baustelle gerast ist, hatte 1,76 Promille Alkohol im Blut.
Dagegen stand er nicht unter Drogen oder Medikamenten. Bei dem Unfall waren vier Bauarbeiter ums Leben gekommen. Dazu gabe es Verletzte und Schwerverletzte. Die Freundin eines Opfers beging Selbstmord. Der Fahrer ist noch in Untersuchungshaft. (Quelle: Google Alcohol Alert, 30.08.07) 
Nachrichten.ch, 30.8.07
30.08.2007
Das Thema "Alkoholismus" im "Club" von SF1 am 28.8.07 Im Zusammenhang mit der Plakataktion der SFA (Schweiz. Fachstelle für Alkohol- und andere Drogenprobleme) diskutierten gestern 2 Fachleute und mehrere Betroffene und eine Partnerin die Krankheit Alkoholismus.
 Unter der bewährten Leitung von Christine Maier schilderten die Betroffenen ihren Leidensweg und wie sie herausfanden. Besonders wurde auf die ca 100'000 alkoholbehinderten Kinder hingewiesen, denen besser geholfen werden sollte. Leider sind sie nur schwer erfassbar. Das Umfeld müsste besser reagieren.      SF1, 28.8.07
Kommentar: Als Einstiegsendung gut, nur sollten jetzt vertiefende Programme folgen. Es wurde nur personenzentriert diskutiert, die Frage nach der Umwelt, der Gesellschaft wurde kaum angeschnitten. Die Nachsorge, die der Behandlung folgen sollte, wurde nicht erwähnt.
29.08.2007
Gewalt in Notfallstationen in Zürcher Spitälern. Der typische aggressive Patient sei männlich, zwischen 20- und 40-jährig und stehe häufig unter Drogen- und Alkoholeinfluss. Die meisten Vorfälle ereigneten sich spät abends oder nachts. Für das Pflegepersonal werden Kurse durchgeführt, in denen auch Konsequenzen diskutiert würden. (Quelle: Tages-Anzeiger, 17.8.07)
Kommentar: Das Thema Alkoholpolitik wird unter Diskussion der Konsequenzen nicht erwähnt. Warum nicht?
28.08.2007
Radio DRS1 am 27.8.07 in "Espresso" über das Cassis-de-Dijon-Prinzip - mit Schleichwerbung. "Cassis de Dijon ist nicht nur ein Johannisbeerlikör aus dem Burgund, sondern auch der Name eines Prinzips, welches für die gegenseitige Anerkennung von Produkten steht, die innerhalb der EU hergestellt worden sind. Mit der Einführung des Cassis-de-Dijon-Prinzips sollen die Warenpreise in der Schweiz sinken. Dies kann für die Konsumentinnen und Konsumenten aber auch Nachteile haben. Espresso schaut genauer hin." Soweit der Einführungstext im Internet. Radio DRS1, 27.8.07
Kommentar: Nicht erwähnt wurde, dass am Schluss der Sendung minutenlang über den Johannisbeerlikör gesprochen wurde. Mehrere Personen durften ihre Meinung (meist positiv) über dessen geschmacklichen Vorzüge abgeben, der reinste Werbespot. Offenbar wollen die Verantwortlichen der UBI (Unabhängige Beschwerde-Instanz) demonstrieren, dass dies etwas Normales sei. Dem Radio ist von der UBI eine Fristverlängerung für die Einreichung ihrer Stellungnahme zu unserer Beschwerde zugestanden worden. Ob ihnen die richtigen Argumente nicht einfallen wollen?
28.08.2007
Aus: Politik + Patient 2/07 (Beilage der "Sprechstunde") Hsg.: Verband deutschschweizer. Ärzte-gesellschaften Unter dem Titel "Schwarzpeterspiele" wird die Frage behandelt, wo die Solidarität der Gesellschaft mit ihrem einzelnen Mitglied, das sich nicht ganz konform verhält, aufhören soll. Wie viele Kontrollen und Einschränkungen ihrer Freiheit ist die Gesellschaft bereit zu ertragen, um ihre nicht konformen Mitglieder abstrafen zu können? Die konkrete Umsetzung würde recht schwierig. Kommentar: Dazu wäre eine ehrliche Kosten:Nutzen-Analyse nötig. Und dabei erzielte Steuereinnahmen müssten der Prävention, der Schadendeckung und der Allgemeinheit zugute kommen. (siehe unser Projekt) 24.08.2007
Der radix-letter 08/07 ist erschienen. Information über Tätigkeiten in den Kantonen Zürich und Jura und in den Regionen.  22.08.2007
Wahlen 2007 in die Eidg. Räte Wer hat wie abgestimmt?   Datenbank seit 2003
Alle Abstimmungsdaten der Ratsmitglieder
Abstimmungsverhalten von ganzen Fraktionen
http://www.parlament.ch/wahlen-2007.htm
22.08.2007
Kriminalität und Alkohol: Die Stadt Luzern wartet auf den Kanton.

Jugendkriminalität und Alkoholexzesse bei Jugendlichen bereiten den Luzerner Stadtbewohnern immer mehr Sorgen. Trotzdem greift die Stadt kaum durch und wartet stattdessen, bis der Kanton harte Massnahmen beschliesst.

(Quelle: Google Alcohol Alert, 21.08.07)  20Minuten, 20.8.07
21.08.2007
Sozialer Arbeitsdienst für jugendliche Koma-Säufer vorgeschlagen. Verena Diener, ehemalige Zürcher Gesundheitsdirektorin und Ständeratskandidatin im Wahlkampf verlangte in der NZZ am Sonntag, dass jugendliche Rauschtrinker, die die öffentlichen Gesundheitsdienste in Anspruch nehmen, dafür mit einem Arbeitsdienst bezahlen. Laut BAG sind es 3-4 täglich. Sie sieht den Vorschlag als Alternative zur Öffnungszeiteinschränkung über Nacht. (Quelle: NZZ, 20.08.07)
Kommentar: In den USA kennt man die Arbeit für die Gesellschaft auch. Warum aber nur Jugendliche drankommen sollen, ist nicht nachvollziehbar. Die vielen Jugendlichen und Erwachsenen, die nicht ganz bis zur Alkoholvergiftung trinken, werden nicht erfasst, obwohl sie es auch nötig hätten. Die Einschränkung des Verkaufs wäre zur Konsumsenkung doch besser. Warum nicht beides?
20.08.2007
Basel: 13-Jähriger Schweizer mit türkischem Hintergrund soll zwei Mädchen sexuell missbraucht haben.

 

 

Er wurde in ein geschlossenes Jugendheim eingewiesen, um das weitere Vorgehen abzuklären, wie die Jugendanwaltschaft Basel-Stadt am Donnerstag mitteilte. Er habe mit der 16-Jährigen Geschlechtsverkehr gehabt. Das Opfer sei dabei derart betrunken gewesen, dass es sich kaum mehr zur Wehr setzen konnte, hiess es. Er habe die Opfer - beides Schweizerinnen - aus der Clique gekannt. Die Jugendanwaltschaft Basel-Stadt wies eindringlich darauf hin, dass alkoholisierte Jugendliche nicht nur Gefahr laufen, selbst Delikte zu begehen, sondern insbesondere auch leicht zu wehrlosen Opfern werden könnten.
(Quelle: NZZ, 17.8.07)  Basler Zeitung online, 17.8.07
Kommentar: Erstmals wird in einem solchen Zusammenhang von Behördenseite deutlich auf die Alkoholproblematik hingewiesen. Ob dies auch in die Schulprävention einfliesst? Aus meiner Erfahrung würde ich meinen nein.
17.08.2007
Street Parade: Weitere schwere Zwischenfälle

Sechs Tage nach der Zürcher Street Parade wird ein zweiter schwerer Zwischenfall bekannt: Nach einer Schlägerei liegt ein 19-jähriger Schweizer mit schweren Kopfverletzungen im Spital. Der junge Mann war kurz nach ein Uhr in der Nacht auf Sonntag, 12. August, beim Bahnhof Stadelhofen in eine Schlägerei mit mehreren Personen verwickelt. Der Grad der Verletzung wurde zunächst unterschätzt. Erst später habe sich dessen Zustand rapide verschlechtert, und der junge Mann wurde von den Ärzten in ein künstliches Koma versetzt. Inzwischen sei sein Zustand «kritisch, aber stabil».
(Quelle: Tages-Anzeiger, 17.8.07)  In der gleichen Zeitung berichten zwei Betroffene, die Lebenspartnerin und eine Grossmutter, von zwei Fällen (doppelter Schädelbruch; Hirnblutung und gebrochenes Kinn, im Koma) weiterer Gewaltakte nach der Street Parade und fragen nach dem Sinn einer solchen Veranstaltung und wie man "zufrieden" sein kann. (Wahrscheinlich, dass nicht noch mehr passiert ist.)
Kommentar: In England wühlt ein Bandenmord die Medien und die Behörden auf. (Siehe heute bei International) Bei uns geht man nach der Berichterstattung zur Tages-Ordnung über. Hauptsache, der Alkoholindustrie und ihren Helfershelfern geht es blendend. Ob sich wohl einige als Komplizen mitschuldig fühlen und deshalb nichts unternehmen oder hoffen sie einfach, ihr Bierchen oder ihr Prosecco werde nicht verteuert? Bis der Bundesrat seinen Nationalen Alkohol Plan herausbringt, haben sich die Emotionen ja sicher wieder gelegt und alles ist halb so schlimm.

17.08.2007
Trotz des Rückzugs von Bacardis Alcopops in Deutschland ist die Alkoholindustrie in der Schweiz sehr zufrieden. Bacardi hat in den letzten drei Jahren mit Alcopops durchschnittlich 45% Einbussen erlitten, denkt aber nicht an einen Rückzug.Diageo mit Smirnoff-Ice denkt weder in Deutschland noch in der Schweiz an einen Rückzug. Bacardi erfreue sich grosser Nachfrage bei Wodka-Flaschen und Rum, die zum Mischen benützt werden können. Sehr positiv sieht es bei den Bierbrauern aus, deren Mischgetränke sehr beliebt seien. Die Brauerei Eichhof führe neu einen Biermix mit Blutorangen. (Quelle: Tages-Anzeiger, 17.8.07) 17.08.2007
"Wer viel Alkohol trinkt, kann EM-Tickets gewinnen", titelte der K-Tipp Nr. 12 am 20.6.07. In einem kritischen Artikel beleuchtet er die Tatsache, dass der dänische Biermulti Carlsberg einer der Hauptsponsoren der Schweizer Fussballnationalmannschaft ist, was die SFA (Schweizerische Fachstelle für Alkohol- und andere Drogenprobleme) als stossend empfindet. Bei Feldschlösschen, das zu Carlsberg gehört, verweise man darauf, dass sie auch ein alkoholfreies Bier verkauften. K-Tipp verweist darauf, dass dieses Bier kaum erhältlich ist und die Firma auch keine TV-Werbung mehr dafür mache. 16.08.2007
Die Zürcher Street Parade forderte ein Todesopfer. Bei zwei Messerstechereien erlag ein 18-jähriger Schweizer seinen Verletzungen. Die Täter sind flüchtig. Zahlreiche Alkoholkonsumenten landeten auf den Pflegestationen oder im Spital. Auf 13 Sanitätsposten mussten 911 Personen gepflegt werden. 2006 waren es noch 503! (+81%). Polizei und Organisatoren äusserten sich zufrieden mit dem Ausgang.
Kommentar: Ist das nun Zynismus, Resignation oder Hilflosigkeit? Die Ankurbelung des Alkoholverkaufs mit eigenen Ständen hat jedenfalls die Stadt und die Organisatoren zu verantworten. Eine Klage würde nicht schaden, haben diese doch fahrlässig die Eskalation der Gewalt durch erleichterten Alkoholeinkauf in Kauf genommen, als sie vor zwei Jahren diese Verkaufsstände einführten. Bereits vor zwei Jahren gab es einen Toten zu beklagen.
(Quellen: Tages-Anzeiger, NZZ, Basler Zeitung, 13.8.07)
Ein Leserbrief im TA vom 14.8.07 bringt ebenfalls Unverständnis zum Ausdruck.
13.08.2007
Gezielte Polizei-Kontrollen nach der Street Parade in Zürich. Nach der Street Parade in Zürich ist fast 40 Fahrzeuglenkenden der Führerausweis entzogen worden, weil sie unter Alkohol- oder Drogeneinfluss heimfuhren. Das Polizeikonkordat der Nordwestschweiz hatte gezielt die Fahrfähigkeit der Raver kontrolliert. (Quelle: Basler Zeitung online, 12.8.07) 13.08.2007
Der Test beim Avec-Shop am Bahnhof St. Gallen ist vorbei. Der Avec-Shop am Bahnhof St.Gallen verkauft wieder Bier, Wein und Most an 16-Jährige. Der Testlauf mit Mindestalter 18 habe die Lärm- und Abfallsituation nicht verbessert, sagt Avec. Die Behörden sind anderer Meinung.
Der dreimonatige Versuch war aufgrund vom Klagen über jugendliche Alkoholkonsumenten gestartet worden. Der Stadtsprecher Weishaupt: «Wirklich besser würde die Situation mit einem generellen Alkohol-Verkaufsverbot ab 20 Uhr». (Quelle: Google Alcohol Alert, 10.8.07)  20minuten, 9.8.07
10.08.2007
Der Juli-Newsletter von Infodrog ist erschienen. Schweizerischen Koordinations- und Fachstelle Sucht
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09.08.2007
Der Infoset-Newsletter August 07 ist erschienen. Informationen zu allen Drogen-Themen, vor allem aus dem Inland.
Newsletter (ab-)bestellen
09.08.2007
Zahlen & Fakten der SFA: Update zur Online-Ausgabe Die Aktualisierungen betreffen u.a. die Kapitel "Alkohol - Konsum", "Alkohol - Besteuerung". (Quelle: Infoset-Newsletter, 9.8.07) 09.08.2007
Das BAV führt Alkohol- und Drogen-Grenzwerte ein.
Das Bundesamt für Verkehr (BAV) wird Alkohol- und Drogen-Grenzwerte für das Personal des öffentlichen Verkehrs einführen. Laut BAV-Sprecher Davide Demicheli ist derzeit noch offen, wie hoch diese Grenzwerte sein werden.
(Quelle: Google Alcohol Alert, 9.8.07)  azonline.ch, 9.8.07
09.08.2007
Bange Frage in
"20 Minuten": Droht «Happy Hour»-Verbot?
Die Eidg. Alkoholverwaltung will verstärkt gegen Betriebe vorgehen, die während «Happy Hours» harten Alkohol vergünstigt anbieten. Im Moment sind die Inspektoren daran, genaue Zahlen zu dem Phänomen zu erheben und Massnahmen zu prüfen. "20 Minuten", 8.8.07       Tages-Anzeiger, 9.8.07
Merkblatt (pdf, 1S., 168Kb) ist auf den Seiten der Eidgenössischen Alkoholverwaltung (EAV) online erhältlich.
09.08.2007
Mit massiven Schäden endete die Beachparty in Hemishofen am Wochenende. «Manche brachten den Alkohol schon mit»
Einige Partygänger beziehungsweise Spätheimkehrer sind am frühen Sonntagmorgen Richtung Stein am Rhein gezogen und haben, so stellte die Kantonspolizei später fest, zahlreiche Sachbeschädigungen begangen.
Sie schlugen Autoscheiben ein und zerstörten Verkehrssignale, schlugen an mehreren parkierten Fahrzeugen mit Steinen und Holzpfählen die Seiten- und Frontscheiben ein und versenkten auf dem Radweg zwischen Hemishofen und Stein am Rhein diverse Schachtdeckel. Zudem rissen die - noch unbekannten - Täter Strassenleitpfosten heraus und schlugen beim Buswartehäuschen der Station Strandbad Stein am Rhein eine Scheibe ein. Steins Stadtpräsident Franz Hostettmann nahm, nachdem er davon gehört hatte, am Sonntag den Schaden unter die Lupe, veranlasste sofort eine Reparatur und stellte Strafanzeige. (Quelle: Google Alcohol Alert, 7.8.07)  Schaffhauser Nachrichten, 7.8.07
09.08.2007
Alkoholkonsum erhöht die Risiken von Partydrogen

Die Folgen des Konsums von Ecstasy und anderer Partydrogen sind unberechenbar, weil man nie sicher sein kann, welche Wirkstoffe sie enthalten. Wer zu Partydrogen zusätzlich Alkohol konsumiert, geht ein erhöhtes Risiko ein. Die Schweizerische Fachstelle für Alkohol- und andere Drogenprobleme (SFA) warnt davor, Drogen zu konsumieren oder mit anderen Substanzen zu mischen - auch nicht mit Alkohol. Während der Street Parade in Zürich am 11. August bietet die SFA wie jedes Jahr kostenlos ihre Ecstasy-Beratungshotline an: Ecstasy-Hotline der SFA: 0800 620 620
SFA-Medienmitteilung, Lausanne, 3. August 2007 (Vollversion auf Webseite)
"Street Parade wird zur Sauf Parade": Blick online, 6.8.07

08.08.2007
Streetwork-Team gegen Alkohol- und Pillenmissbrauch An der 16. Zürcher Street Parade vom kommenden Wochenende wird, wie bereits in den letzten Jahren, das Streetwork- Team des Sozialdepartementes mit zwei Standorten präsent sein. Ein besonderes Augenmerk gilt auch dem Alkoholkonsum Jugendlicher.  Basler Zeitung online, 6.8.07 06.08.2007
Der Vorschlag des Bundesamtes für Gesundheit (BAG) erhält Unterstützung aus Norwegen. Der Vorschlag, dass in Läden ab 21 Uhr keine alkoholischen Getränke mehr verkauft werden dürfen, sei eine gute Idee, findet ein Vertreter des norwegischen Gesundheitsinspektorats.  (Quelle: Google Alcohol Alert, 28.7.07) 
Bluewin News, 28.7.07
06.08.2007
Der Präsident der Gastro-Suisse fordert eine Lebensmittel-Prüfung und einen Fähigkeitsausweis für Wirte. Er möchte damit dem "Beizen-Sterben" Einhalt gebieten. Er will mit dem Verband der Kantonschemiker beim EDI vorsprechen, damit dieses minimale Standards in einer Verordnung festlege. (Quelle: NZZ, 30.07.07)
Kommentar: Es geht wohl eher darum, die Spreu vom Weizen zu trennen, d.h. die schlecht geführten Betriebe sollen eingehen und die Hürden für Neueinsteiger hoch gesetzt werden. Es hat schon sehr lange gedauert, bis das Gastgewerbe seine Fehler bei der Liberalisierung eingesehen hat und Gegensteuer gibt.
01.08.2007
Alkohol trinken bis zum Umfallen Eine Gruppe von Kindern im Primarschulalter trank so viel Alkohol, dass eines von ihnen ins Spital musste.   (Quelle: Google Alcohol Alert, 25.7.07) 
Freiburger Nachrichten
30.07.2007
Das Nationale Programm Alkohol (NPA) 2007-2011: Stimme eines Fachmanns. Das Bundesamt für Gesundheit (BAG) habe mit seinen Vorschlägen zur Eindämmung des Alkoholkonsums von Jugendlichen eine sinnvolle Diskussionsbasis gelegt, findet der Suchtexperte Ambros Uchtenhagen. Rauschtrinken sei aber ein «soziales Problem.» Dies sagte der Stiftungsratspräsident des Instituts für Sucht- und Gesundheitsforschung (ISGF) in einem am Freitag publizierten Interview mit den Zeitungen «Bund» und «St. Galler Tagblatt». (Quelle: Basler Zeitung, Tages-Anzeiger, 28.7.07)Leserbrief an Tages-Anzeiger 28.07.2007
Das Nationale Programm Alkohol (NPA) 2007-2011 ist in die Medien gelangt.  Radio DRS, Blick, NZZ und Tages-Anzeiger berichten teilweise sachlich, der Blick polemisch, der Tages-Anzeiger-Kommentar titelt "Eine nutzlose Schikane". Die Aufregung in den Zeitungen fokussiert sich auf einen Vorschlag, in Verkaufsgeschäften ein Alkoholverkaufs-verbot von 21 bis 07 Uhr einzuführen, wie es Genf bereits kennt. (Quellen: Blick, NZZ, Tages-Anzeiger, 26.07.07)
Siehe Homepage, Topp-aktuell,    3 Leserbriefe unterwegs
26.07.2007
Schlechte Noten für die Schweizer Alkohol- und Tabakpolitik: Die OECD hat die Gesundheitsdaten 2007 veröffentlicht. Beim Rauchen und Trinken liegen die Eidgenossen weit über dem OECD-Durchschnitt.
(Quelle: Google Alcohol Alert, 18.7.07)  20Minuten, 18.7.07  NZZ, 19.7.07
Kommentar: Diese Meldung, sprich Warnung, hatten wir schon früher. Genützt hat sie wenig. Die Politiker setzen immer noch auf "Pflästerli-Politik". Vielleicht bringt das neue Alkohol-Strategie-Papier des Bundesrates etwas gegen Ende Jahr? Aber bis eine Strategie dann umgesetzt ist...
21.07.2007
"Jugend im Rausch" Rundschau von SF1 am 4.7.07 Unkontrolliert gelangen Jugendliche an Alkohol und trinken bis zum Umfallen. Die Rundschau hat die Probe aufs Exempel gemacht. Eine Wochenendreportage aus Baden, Winterthur, Luzern und Schwyz. (Quelle: Blaues Kreuz)
http://www.blaueskreuz.ch/aktuell.html?&no_cache=1 oder http://www.sf.tv/sf1/rundschau/index.php?docid=20070704
19.07.2007
Testkäufe im Zürcher Oberland mit unerfreulichem Ergebnis In Egg, Gossau, Grüningen und neu Bubikon wurden 48 Betriebe getestet. Alkohol gabe es in Gossau bei 5%, in Grüningen bei mehr als 50%, in Egg bei 35,7% und in Bubikon bei 28.6% der Betriebe. Vergleicht man mit den Testkäufen des Vorjahres, gab es für Grüningen eine Zunahme von 46%! Nur in Gossau war es diesmal besser. Es soll Bussen für die Verkäufer bis Fr. 500.-- geben, im Wiederholungsfall soll es sehr hohe Bussen geben. 12.07.2007
Erstmals erwähnenswerte Bussen wegen Alkoholverkaufs an Jugendliche Zwei Ladenbesitzer wurden vom Strafgericht Basel-Stadt zu je Fr. 3000.-- Busse oder 30 Tagen Freiheitsstrafe verurteilt. Es seien noch weitere Verzeigungen pendent. (Quelle: Tages Anzeiger, 12.7.07) 12.07.2007
Medienkonferenz der Gesundheitsdirektion des Kt. Zug über das Gesundheitsverhalten der Zuger Jugendlichen. Gestern wurde zu verschiedenen Gesundheitsthemen informiert, basierend auf der Schülerbefragung 2007, 11-15-Jährige. 15-Jährige im Kanton Zug konsumieren zu viel und zu häufig Alkohol.
Hier einige der Unterlagen:
Medienmitteilung (pdf)    Präsentation (pdf)      Fact Sheet Alcohol (pdf)
10.07.2007
Strassenfest in Amriswil: Alkohol an Jugendliche abgegeben In Beizen am Amriswiler Strassenfest konnten Unter-16-Jährige Alkohol beziehen. Dies ergaben Testkäufe der Kantonspolizei. (Quelle: Google Alcohol-Alert, 10.7.07)    Thurgauer Zeitung 10.07.2007
Rückblick auf das Züri-Fäscht. Bei rund 2 Mio. Besuchern verlief das Fest im Rahmen der Erwartungen. 364 Personen erlitten Bagatellverletzungen, davon mussten 44 Personen in Spitalpflege gebracht werden. 43 Personen kamen in ärztliche Behandlung weil sie zu viel getrunken hatten. Die Polizei fand, die Probleme hätten im Rahmen eines üblichen Wochenendes gelegen. (Quelle: NZZ, 8.7.07) 09.07.2007
Der Tages-Anzeiger hat das Alkoholproblem der Jugend endgültig entdeckt. Nachdem J.-M. Büttner mit seinem starken Artikel "Der Rausch auf dem Felde" (3.7.07) die Wende eingeläutet hat, und unser Leserbrief dazu gebracht wurde, folgte nun ein Interview mit dem Chef des Jugenddienstes der Zürcher Kantons-Polizei mit der fetten Überschrift: "Der Alkohol ist das grösste Problem der Jugendlichen". Darin wird die auch von uns schon lange vertretene These wiederholt, die Jugend sei das Spiegelbild der Erwachsenen, mit der Gesellschaft stimme etwas nicht. Und eben, auch bei der Jugendgewalt spielt der Alkohol eine wichtige Rolle, was von gewissen Kreisen bisher strikte unter dem Deckel gehalten wurde. (Quelle: Tages-Anzeiger, 7.7.07)
Kommentar: Nun hätten die Politiker vor den Wahlen Gelegenheit, den Ball aufzunehmen und zu ihrem Standpunkt zu stehen. Die meisten werden das heisse Eisen aber wie bisher nicht anfassen, dabei wären hier Lorbeeren zu gewinnen. (siehe auch als Zitat unter das neueste Zitat auf der Homepage und in der Zitate-Sammlung)
08.07.07
Der infoset Newsletter Juli 2007 ist erschienen. Er bringt Informationen zu allen Suchtthemen vor allem in der Schweiz.
Newsletter (ab-)bestellen
06.07.07
In "Schweiz aktuell" brachte das Schweizer Fernsehen einen Bericht über einen Whisky-Brenner in der Schweiz. Als ob sie noch ernten wollten, so lange es noch nicht verboten ist: Das Schweizer Fernsehen hält das Thema Alkoholwerbung am Kochen. Etwa fünf Minuten lang durfte der Hersteller seinen Whisky am 3.7.07, ca 19.10 Uhr zelebrieren, ihn "nussig, sherryg und sehr gut" bewerten.
Kommentar: Eine weitere Beschwerde ist fällig.
06.07.07
Auch die "Winterthurer-Zeitung berichtet gross über das Albanifest. Das Kampftrinken nehme nicht nur in Winterthur "untolerierbare Ausmasse" an. Einige Untertitel: 10% alkoholabhängig; Sorglose Erwachsene; Alle Jahre wieder; Testkäufe am Albanifest: 30 Prozent fielen durch. Dazu 5 ziemlich belanglose Interviews mit Jugendlichen: "Was hältst du von jugendlichen Trinkern?"   (Quelle: Winterthurer Zeitung, 5.7.07) 06.07.07
"Schweizer trinken – und fahren" titelt der Tages-Anzeiger.
Bei einer gesamteuropäischen Verkehrskontrolle sind überdurchschnittlich viele Schweizer mit Alkohol am Steuer erwischt worden. 5,5 Prozent der Schweizer Fahrer waren alkoholisiert im Vergleich zu 3,2 Prozent im europäischen Mittel.    Tages-Anzeiger Online, 6.7.07   Swissinfo, 6.7.07
06.07.07
Miliärpolizei überschreitet ihre Befugnisse mit Alkohol-Test bei Zivilisten Auf einer Autobahnraststätte im Kanton Solothurn verlangten zwei Militärpolizisten von einem Automobilisten einen Alkoholtest. Dieser zeigte unter 0,5‰, da liessen sie den überraschten Mann gehen. Der Vorfall wird von den zuständigen Stellen bearbeitet. (Tages-Anzeiger, 6.7.07)
Kommentar: Vielleicht hätten die zwei MP's sich selber testen sollen. Das sieht nach Euphorie aus.
06.07.07
Die Schweizer Beteiligung bei der EU-Filmförderung bringt uns evtl. Alkohol-Werbung ins Haus. Europäische Fernsehsender sollen ab 2009 gemäss nach den Regeln des Herkunftslandes senden dürfen. Das könnte uns zusätzliche Werbung für Alkohol bringen, wenn wir uns weiter am Filmförderungsprogramm Media 2007 beteiligen wollen. Die Schweizer Privat-Sender verlangen bereits gleich lange Spiesse. (Quelle: NZZ, 6.7.07, Tages-Anzeiger, 5.7.07)  Basler Zeitung online, 4.7.07 06.07.07
"Kick80" darf weiter verkauft werden. (siehe Eintrag am 4.7.07) Der Gerichtsentscheid sei noch nicht rechtskräftig. Der Getränkehändler kann noch ans Bundesgericht gelangen. (Quelle: NZZ, 5.7.07) 06.07.07
Die "Standpunkte" 3/07 der SFA sind erschienen. U.a.: "Einen Schluck Wodka zum Frühstück". Alkoholabhängigkeit schon bei Jugendlichen. (Auf das Bild klicken, dann Titel wählen) 06.07.07
An der Fussball-Europameisterschaft im Juni 2008 wird bei vielen Fans auch der Alkohol mit im Spiel sein. Problematischer Alkoholkonsum an Grossanlässen kann schwerwiegende Folgen haben und zu Unfällen, Sachbeschädigungen und Gewalt führen. Eine Arbeitsgruppe bestehend aus städtischen, kantonalen und nationalen Partnern hat nun Empfehlungen für die Alkoholprävention an der EURO 2008 erarbeitet. SFA-Medienmitteilung, 4.7.07  Basler Zeitung online, 4.7.07
04.07.2007
Die Sendung Schweiz Aktuell im Schweizer Fernsehen brachte einen etwa 5-minütigen Beitrag über Schweizer Whisky. Kommentar: Selbstverständlich wird dies, wie bei andern ähnlichen Programmen, von den Programmverantwortlichen als erlaubte Information betrachtet. Es wäre wirklich an der Zeit, wenn dieser Unfug endlich abgestellt würde.     (Quelle: Schweiz aktuell, 3.7.07) 04.07.2007
Zahl der Verkehrstoten in der Schweiz weiter gesunken. Das Amt für Statistik meldet für das letzte Jahr 370 Verkehrstote, fast 10% weniger als letztes Jahr. Trotz grösserer Verkehrsdichte sind die Strassen sicherer geworden. In den letzten 12 Jahren sank die Zahl der Verkehrstoten durchschnittlich um 3,3% pro Jahr. Seit der neuen Promillegrenze im 1. Jahr um 20% und nun nochmals fast 10%. Experten meinen, die Angst vor Alkoholkontrollen nehme wieder ab.    (Quelle: NZZ, 4.7.07) 04.07.2007
Baden kämpft gegen die Auswüchse, die eine Partystadt nach sich ziehen. Die Polizei muss aufgestockt werden, weil in Baden mehr los ist als in den umliegenden Gemeinden. Von 2002 bis 2006 hat sich die Zahl der Veranstaltungen verdoppelt, die Zahl der Clubs stieg von 19 auf 35 und die der Takeaways von 18 auf 24. Gewaltverbrechen, oft verbunden mit Alkohol, sind die Folge.   (Quelle: TA, 4.7.07) 04.07.2007
Das Zürcher Verwaltungsgericht entschied gegen Alcopop-Getränke. Dass das Kantonale Labor im Zürcher Hauptbahnhof das Trendgetränk «Red Bull Kick 80» beschlagnahmt hat, ist nach Ansicht des Verwaltungsgerichtes rechtmässig. Das Produkt spreche gezielt Jugendliche an, befanden die Richter.
Die "Kick80" mit 80% Alkohol in Reagenzglasform waren in einem Kiosk verkauft worden. (Quelle: Radio DRS1, Regionalnachrichten ZH/SH, 4.7.07)  NZZ, 4.7.07
04.07.2007
2 SP-Politiker stellen ein 12 Punkte-Programm gegen Jugendgewalt vor. Daniel Jositsch und Chatal Galladé (Kandidaten für National- und Ständerat) wollen damit das Thema Jugendgewalt im Wahlkampf nicht der SVP allein überlassen. Die Vorschläge sollen auch ins Parlament gebracht werden.
Kommentar: Das Thema Alkohol haben sie nicht angefasst.
04.07.2007

Testkäufe in Langenthal
Bei 4 von 6 Tests wurde Alkohol verkauft. In einem Fall wiederholt. Der Regierungsstatthalter will sich nun der Sache annehmen. Bereits im September und Februar hatten Testkäufe stattgefunden. 
(Quelle: Google Alcohol-Alert, 4.7.07)       espace.ch, 4.7.07
04.07.2007
Nun berichtete die Suchtpräventionsstelle über die Testkäufe in Zürich. Wir zitierten am 28.6.07 den Polizeibeamten, der darauf Bezug nahm. 11 (vor allem kleine Läden) von 20 verkauften Alkohol an Jugendliche. Bei den Tankstellen hat es gebessert (noch jede 6.) Es ging um die Sensibilisierung der Geschäfte im Hinblick auf das kommende Züri-Fäscht, weil sich Jugendliche oft vor dem Fest in Läden mit Ware eindecken. (Quellen: NZZ, Tages-Anzeiger, 3.7.07) 03.07.2007
Neue Töne beim Tages-Anzeiger Wahrscheinlich erstmals in den letzten Jahren ist in einem Artikel des Tages-Anzeigers auf die gesellschaftliche Relevanz des Alkoholproblems eingegangen worden: Jean-Martin Büttner: "Der Rausch auf dem Felde". Siehe Homepage: Neustes Zitat     Leserbrief vom 3.7.07, veröffentlicht am 6.7.07
siehe auch 19.7.07 mit Rundschau SF1 Sendung vom 4.7.07
03.07.2007
Das Albanifest in Winterthur und dessen Jugendschutz-Konzept. Das dreitägige Albanifest zog rund 100'000 Besucher an. Für die Jugendlichen war ein Stempel-Ausweis für den Bezug von Alkoholika geschaffen worden. (siehe 6.6.07) Der Tages-Anzeiger titelt heute "Jugendschutz mit Stempel war ein Flop", die NZZ zitiert das OK mit "Das war eine reine Sensibilisierungs-Geschichte, keine Korrektur". Der Tages-Anzeiger und die Polizei schickten Test-Käufer los mit unbefriedigendem Ergebnis. Die Jugendlichen waren vorher nicht informiert worden!
Kommentar: Der von Heineken gesponserte Stempel war eine Alibiübung; schlecht vorbereitet, von den Vereinen mit rund 75 Festzelten kaum akzeptiert. Sogar der Tages-Anzeiger wird hellhörig! Die Polizei habe nicht viel zu tun gehabt. Die Sanität betreute 120 Fälle. Nur die Pisserei und der Lärm machte Probleme. Die Organisatoren waschen ihre Hände in Unschuld.
(Quelle: Tages-Anzeiger, 30.6.07)                 NZZ, 2.7.07
02.07.2007
"Alkoholprobleme gehen uns alle an!"
Viel beachtete SFA-Kampagne startet erneut

Heute startet die Kampagne der Schweizerischen Fachstelle für Alkohol- und andere Drogenprobleme (SFA). Die Botschaft "Alkoholprobleme gehen uns alle an - Reden wir darüber!" vom letzten Jahr regte viele Menschen zum Nachdenken an. Dies hat eine landesweit repräsentative Internet-Umfrage gezeigt. Die Reaktionen machen deutlich, dass viele Alkoholkranke sowie Angehörige unter dem Alkoholproblem leiden. Die Botschaft in diesem Jahr bleibt gleich, neu sind die Gesichter auf den Plakaten.
(SFA-Medienmitteilung, 2.7.07)

02.07.2007
Lenker mit Alkohol und Drogen fährt bei Emmen LU drei Arbeiter zu Tode.

Er hatte 1.76‰ Alkohol im Blut. (6.7.07)

Die Autobahnbaustelle sei überdurchschnittlich gut gesichert gewesen. Nun wird gefragt, ob man die Baustellen noch sicherer machen könne.
Kommentar: Ob man die Fahrer noch sicherer machen könne, wird nicht gefragt. Auch nicht von der Presse. Das ist Pressefreiheit. Das Problem liegt nicht bei einzelnen evtl. unbelehrbaren Alkohol-Kriminellen, sondern bei der Gesellschaft, welche die Seuche Alkoholproblem tabuisiert und zulässt, dass, als Spitze des Eisbergs, immer wieder solche Eiterbeulen aufbrechen. Einzelne dürfen den Kopf hinhalten, schuldig sind wir alle.
(Quelle: Tages-Anzeiger, 30.6.07)
  Basler Zeitung, 29.06.07
01.07.2007
Unterwalden: Junge kommen leicht zu Alkohol

Jugendliche unter 16 Jahren konnten in Ob- und Nidwalden ziemlich problemlos Alkohol kaufen. 52 Läden, Restaurants und Bars wurden einem entsprechenden Test unterzogen, rund die Hälfte der Betriebe verkaufte sorglos Alkohol, obwohl die Kontrollen angekündigt wurden. Die nächsten Testkäufe in Ob- und Nidwalden finden im Herbst statt. (Quelle: zentralschweiz online, 30.6.07)
Kommentar: Erfreulich, dass auch die Innerschweiz testet. Bei der Strafpraxis wird es allerdings noch einige Zeit dauern, bis die Ergebnisse zufriedenstellen.

30.06.2007
Die katholische Synode des Kantons Zürich beschloss gestern den Umzug ihrer Paulus-Akademie ins Zürcher Limmathaus. Das Limmathaus wird allerdings erst 2012 zum Bildungshaus. Solange noch ist es der Sitz des Party-Club X-tra. Die Vermieterin, Genossenschaft Limmathaus, ziehe den ruhigen Seminarbetrieb dem ausschweifenden Partybetrieb vor.
Kommentar: Es ist zu befürchten, dass die Partybetreiber einen neuen Unterschlupf finden, oder sich die Partygänger einfach auf die andern Angebote verteilen werden.
(Quelle: Tages-Anzeiger, 28.6.07 online)
29.06.2007
Die SP fordert die Einberufung einer nationalen Konferenz gegen die Jugendgewalt. Es gehe darum, die bereits auf verschiedenen Ebenen laufenden Bestrebungen zur Eindämmung der Jugendgewalt optimal zu koordinieren, sagte die Berner Nationalrätin Evi Allemann am Donnerstag zu einem Grundlagenpapier der SP zum Thema Jugendgewalt.  (Quelle: Basler Zeitung online, 28.6.07)
Kommentar: Ob Alkohol ein Thema sein wird?
28.06.2007
Die Zahl der angezeigten Straftaten ist im vergangenen Jahr in der Schweiz gesunken. Der Anteil der minderjährigen Straftäter hat aber deutlich zugenommen. Laut der am Donnerstag veröffentlichten Kriminal- und Betäubungsmittelstatistik des Bundes ging die Zahl der Anzeigen im Vergleich zum Vorjahr um fünf Prozent auf 288'156 zurück.
(Quelle: Basler Zeitung online, 28.6.07)
Kommentar: Auch "10 vor 10" im Schweizer Fernsehen berichtete. Ein Zürcher Polizeibeamter meinte, sie hätten gerade eine Kontrolle bei Alkoholverkaufsstellen gemacht, wobei 11 von 20 Alkohol verbotenerweise verkauften. Aber beim Thema Alkohol fände die Polizei keine Unterstützung, sagte die Sprecherin. - Das ist uns schon lange aufgefallen. Alle haben Angst, das würde eine Nummer zu gross. Zusammen wäre man aber stark genug.
28.06.2007
Der Schweizer Presserat werde kaum zur Kenntnis genommen, lautet eine Kurzmeldung der NZZ heute. Seine Stellungnahmen würden in den Redaktionen selten gelesen und noch weniger diskutiert. Dies sei das Ergebnis einer Umfrage des Presserats bei 1329 Journalisten und Journalistinnen. In der Pressemitteilung des Presserates steht am Anfang:
90 Prozent der Medienschaffenden in allen Sprachregionen kennen den Presserat, den berufsethischen Kodex und immerhin 70 Prozent die den Kodex ergänzenden Richtlinien. Ebenso bekannt sind den Journalistinnen und Journalisten die Stellungnahmen des Presserates, die aber zu selten ganz gelesen und in den Redaktionen kaum diskutiert werden. Dies sind die wichtigsten Ergebnisse einer am Dienstag veröffentlichten, vom Institut für Angewandte Medienwissenschaft der Zürcher Hochschule Winterthur im Auftrag des Presserates durchgeführten schriftlichen Befragung von Schweizer Medienschaffenden zum «Bild des Schweizer Presserates».  (Quelle: NZZ, 28.6.07)                  Schweizer Presserat, 26.6.07  
Studie: Das Bild des Schweizer Presserates
Kommentar: Wen wunderts, wenn man dessen verlegerorientierte "Rechtssprechung" kennengelernt hat?)   
siehe unsere Beschwerde bei Briefe an...27.2.-13.7.06
28.06.2007
Wangen-Brüttisellen führt ihre Testkäufe zukünftig allein durch. Bei fehlbaren Betrieben sollen nun nicht nur die Angestellten, sondern auch die Inhaber gebüsst werden. Jene, die sich ans Gesetz halten, sollen eine Urkunde erhalten, die sie im Betrieb aufhängen können.  (Quelle: Tages-Anzeiger, 23.6.07) 25.06.2007
16-Jähriger nach Streit in Lebensgefahr, nach Alkoholkonsum in Hombrechtikon ZH Bei einer Grillstelle gab es einen Streit zwischen Jugendlichen. Einer erhielt einen lebensgefährlichen Schlag auf den Kopf. Erst 2 Stunden später wurde er vom Gemeindesicherheitsdienst ins Spital gebracht. Die Jugendlichen verschwanden.
(Quelle: Tages-Anzeiger, 25.6.07)
25.06.2007
Schwerverletzte Frau am Eidg. Turnfest in Frauenfeld Wildes Feiern sei einer 28-Jährigen im Festzelt zum Verhängnis geworden. Sie tanzte auf einem Tisch, der dann von Unbekannten über Kopfhöhe gehoben wurde, worauf sie hinunterfiel und mit schweren Verletzungen per Rega ins Spital geflogen wurde. Die Männer verschwanden unerkannt.  (Quelle: Tages-Anzeiger, 23.6.07)
Kommentar: Ob diesen in nüchternem Zustand Gewissensbisse kommen werden? Und den Veranstaltern?
25.06.2007
Nach einem halben Jahr bringen neuerliche Test-Käufe im Kanton Zug nur leichte Verbesserung.

In den Zuger Gemeinden Cham, Steinhausen, Hünenberg und Rotkreuz/Risch haben Jugendliche bei Testkäufen in 12 von 52 Fällen Alkohol erhalten. Das verantwortliche Verkaufspersonal wurde angezeigt. Vor einem halben Jahr hatten die Jugendlichen in 13 von 47 Fällen Alkohol erhalten. Die Testkäufe dienen der Durchsetzung des Kantonalen Alkohol-Aktionsplans. (Quelle: Google Alkohol-Alert, 22.6.07) 
Zentralschweiz online, 21.6.07     zio.ch, 21.6.07

22.06.2007
Im Kanton Zürich bringen Testkäufe langsame Verbesserung. An einem Turnfest in Bauma war der Erfolg hundertprozentig. Während in Illnau-Effretikon wieder 2 von Betrieben verzeigt werden mussten. Tankstellenshops seien immer noch ein Problem. Pfäffikon und Wetzikon melden eine Verbesserung.
(Quelle: Tages-Anzeiger, 20.6.07)
21.06.2007
Alkohol und Tabak kein Tabu mehr bei Migros.
Im Rahmen eines Pilotprojekts plant die Migros Aare ein neuartiges Shopkonzept für kleine Verkaufsstellen: Das schreibt die «Mittelland Zeitung» in ihrer Samstagsausgabe. In den beiden Kleinfilialen in Wangen an der Aare und in Köniz soll die neue Ladenkonfiguration ab November 2007 auf Herz und Nieren getestet werden. Mit Alkohol und Tabak, Migrosprodukten, geführt von selbständigen Franchisenehmerinnen unter dem Namen Voi-Läden.
Kommentar: Die Entfernung von den Ideen Gottlieb Duttweilers wird immer grösser. Da erstaunt es auch nicht, wenn im neusten Migros-Magazin mehrseitige Bierwerbung steht.    (Quelle: Google Alkohol-Alert, 19.6.07)  Espace.ch/Berner Zeitung, 19.6.07
19.06.2007
Konsum am Eidg. Turnfest in Frauenfeld Neben Esswaren wird mit dem Verkauf von 25'000 l Mineralwasser, 10'000 l Rivella, 7'500 l Milch und 100'000 l Bier gerechnet.
Kommentar: Sport soll gut sein für die Volksgesundheit. (siehe 14.6.07)
(Quelle: Tages-Anzeiger, 18.6.07)
19.06.2007
Die SFA macht auf die Promillegrenzen in Europa aufmerksam. Europakarte mit Promillegrenzen 19.06.2007
Die NZZ widmet dem Rauschtrinken eine volle Seite. "Die Schweizer Jugend - eine Generation von Rauschtrinkern?" "Ein Augenschein freitagabends in Zürich - und ein Blick in die Statistiken"  (Quelle: NZZ, 16.6.07)
Kommentar: Halbe Seite Bilder, halbe Seite Text, warum aber nicht online? Viel Beobachtung, einige Zusatzinformation, fertig. Wann bringt es ein Journalist endlich fertig, die gesellschaftliche Dimension aufs Tapet zu bringen, damit eine öffentliche lösungsorientierte Diskussion entstehen kann?
16.06.2007
Das neue Biergesetz tritt auf Anfang Juli 07 in Kraft. Am Freitag hat der Bundesrat entschieden, es trete mit der Verordnung in Kraft. Es tritt an Stelle des 73 Jahre alten Bundesratsbeschluss über die eidgenössische Getränkesteuer.   (Quelle: NZZ, 16.6.07) 16.06.2007
Heute biginnt in Frauenfeld das Eidgen. Turnfest. Die NZZ widmet der Geschichte der alkoholischen Begleiterscheinungen des Festes eine ganze Seite. Die Organisatoren sind stolz darauf, die ganze Wettkampfstätte alkoholfrei zu halten. In den danebenliegenden Festwirtschaften wird natürlich wie bisher gebechert. Das Konzept sei mit Swiss Olympic ausgetüftelt worden.
Kommentar: Schon zu meiner Jugendzeit hiessen die vier F: frisch, fromm, fröhlich, (v)foll. Es wird wohl noch Jahre dauern, bis die Einsicht auch in Sportkreisen wächst, dass solche Feste die besten Vorbilder für Jugendliche Saufbrüder abgeben. Und dass sie ihre Verantwortung endlich übernehmen sollten.
14.06.2007
Öffentliche Diskussion über Jugendgewalt im Klub X-tra in Zürich

(Quelle: Tages-Anzeiger, 13.6.07)

Rolf Weilenmann, Leiter des Jugenddienstes der Kantonspolizei Zürich, sagte u.a.: 90% der straffälligen Jugendlichen kommen aus zerrütteten Familienverhältnissen." So habe der Jugenddienst eben 3- und 14-jährige Mädchen verhaftet, die eine Schlägerei angezettelt hätten. "Der Vater war schon am Morgen betrunken." Alkohol und Drogen seien auch bei Jugendlichen eng mit Gewalt verbunden.
Kommentar: Man erinnere sich an unsere Interventionen im Zusammenhang mit den Vergewaltigungen in Zürich-Seebach, wo von den Amtsstellen und Fachleuten das Thema Alkohol vehement totgeschwiegen wurde.
14.06.2007
Die SFA engagiert sich für wirksamen Jugendschutz. Die Schweiz. Fachstelle für Alkohol- und andere Drogenprobleme hat heute eine Mitteilung zur verbotenen Alkoholabgabe an Jugendliche herausgegeben. Jeder dritte 15-Jährige beziehe an Verkaufsstellen Alkohol. Die SFA bietet Schilder und anderes Material für Verkaufsstellen an, mit den wichtigsten Hinweisen über die gesetzlichen Bestimmungen. SFA-Mitteilung, 12.6.07 11.06.2007
SP-Landrat Toni Moser hat zusammen mit 40 Landräten eine Motion eingereicht.

Tankstellenshops sollen ab 21 Uhr keinen Alkohol mehr verkaufen. Auch der Verkauf von alkoholischen Getränken über die Gasse in Gast- und Festwirtschaften soll auf die Zeit von 6 bis 21 Uhr eingeschränkt werden.
(Quelle: Google Alcohol-Alert, 8.6.07)       zentralschweiz.online, 7.6.07

08.06.2007
Winterthur veröffentlicht seine "Suchtpolitik 2007-2011" Die Strategie sei eine Weiterentwicklung des "Massnahmepakets Drogen" von 1992. Sie berücksichtigt neu auch die legalen Drogen. Der Stadtrat hat 22 Massnahmen für die Umsetzung der neuen Suchtpolitik beschlossen.
(Quelle: NZZ, 7.6.07) Suchtpolitik 2007-2011, pdf 32 S.   Ausführlicher Kommentar
07.06.2007
Die Organisatoren des Winterthurer Albani-Festes haben nun die angekündigten Jugendschutzmassnahmen bekanntgegeben. (Quelle: Der Landbote, Tages-Anzeiger, 6.6.07) Wenn sich Jugendliche bei einem Verkaufsstand ausweisen, erhalten sie einen ihrem Alter entsprechenden Stempel auf die Hand aufgedrückt, der sie zum Kauf von bestimmten Alkoholika berechtigt. Das Stempelsystem sei weniger betrugsanfällig als die Abgabe von farbigen Bändeln. Es habe den Sponsor und Getränkelieferanten Heineken Fr. 10'000.-- gekostet.
Kommentar: Damit glauben sich die Veranstalter "aus dem Schneider". Die Zeitung "Der Landbote" hat unbeabsichtigt auf den Kern der Sache hingewiesen: Sie illustrieren den Bericht mit einer Foto einer Festwirtschaft mit Erwachsenen. Solange die Erwachsenen-Gesellschaft in der heute üblichen Weise dem Alkoholkonsum frönt, wird sich auch die Jugend als deren Spiegel nicht motiviert fühlen, es anders zu halten. Stempel und Bändel sind da nur Alibi-Symptombekämpfung.
06.06.2007
Jahresbericht der Suchtpräventionsstelle der Stadt Zürich: Der Jahresbericht 2006 (pdf, 12S., 2Mb) der Suchtpräventionsstelle der Stadt Zürich ist online erhältlich. 05.06.2007
Fachverband Sucht - Jahresbericht 2006: Der aktuelle Suchtspiegel 1/07 (pdf, 20S., 1.6Mb) informiert über die Aktivitäten des Fachverbands und seiner Fachgruppen im vergangenen Jahr. 05.06.2007
Jahresbericht der Berner Gesundheit: Der Jahresbericht 2006 (pdf, 27S., 236Kb) der Berner Gesundheit ist online erhältlich. 05.06.2007
Jahresbericht der Eidgenössischen Alkoholverwaltung (EAV): Jahresbericht der Eidgenössischen Alkoholverwaltung (EAV): Mit dem Jahresbericht 2006 (pdf, 32S., 834Kb) legt die Alkoholverwaltung Rechenschaft über ihre Tätigkeit ab. Er bietet einen Einblick in die Aufgabengebiete der verschiedenen EAV-Abteilungen und stellt die laufenden Projekte der EAV vor. 05.06.2007
Zahlen & Fakten von der SFA: Die Schweizerische Fachstelle für Alkohol und andere Drogenprobleme (SFA) hat ein Update zur Online-Ausgabe von "Zahlen & Fakten" ins Netz gestellt. Die Aktualisierungen betreffen u.a. die Kapitel Alkohol - Produktion und Handel 05.06.2007
Die Fachzeitschrift Abhängigkeiten 01/2007 ist erschienen: Fachzeitschrift für Forschung und Praxis der Prävention und Behandlung.  Folgende Beiträge sind online erhältlich: 05.06.2007
Der Juni-Newsletter von Infoset ist erschienen. Er enthält Informationen zu allen Suchtformen vor allem aus der Schweiz.
Hier bestellen
05.06.2007
Zwei Zürcher 6.Klässler mit Alkohol zusammengebrochen. Einer hatte eine Flasche Whiskey von zu Hause mitgebracht. Der Tages-Anzeiger bringt eine kurze 11-Zeilen-Meldung, der Blick einen langen Artikel mit Meinungen von Fachleuten und bereits vielen Kommentaren im Web. Hier unser Kurzkommentar auf die Frage der Redaktion: "Trinken junge Leute heute wirklich mehr als früher?"
Kommentar: Was soll diese rhetorische Frage? Die Fakten sprechen doch eine deutliche Sprache. Jetzt kommt es nur darauf an, ob das neue nationale Alkoholprogramm des Bundes Massnahmen bringt, die die Situation langfristig verbessern können. Die Erwachsenen müssen endlich ihre Verantwortung wahrnehmen, dann wird Prävention für Jugendliche glaubwürdig.
05.06.2007
Die EVP verlangt im Kt. Bern ein Gesetz, das Flat-Rate-Parties verbietet. «Der Kanton Bern darf nicht zuwarten, bis es zu Todesfällen kommt», reagiert jetzt Grossrat und Alkoholexperte Ruedi Löffel auf den Trend. Er und die EVP rufen den Kanton dazu auf, solche Sausen zu verbieten. Die Partei geht im Jugendschutz noch weiter: Um auch spontanen Privatgelagen einen Riegel zu schieben, fordert die EVP wieder ein Alkoholverkaufsverbot an Tankstellenshops. «Gerade diese begünstigen durch die verlängerten Öffnungszeiten und die mangelhafte Einhaltung der Jugendschutzvorschriften Alkoholexzesse von Jugendlichen», so Löffel.
(Quelle: 20minuten, 3.6.07)
04.06.2007
Volketswil ZH bereitet seine Dorffeste vor. Die Gemeinde will mit den Vereinen zusammen verhindern, dass sich die Jugendlichen bei den Festen betrinken. Sie setzt lädt Vereisvertreter und Gastronomie zu Informationsveranstaltungen ein. Kontrollen soll es am Fest keine geben. Später sollen Alkohol-Verkaufsstellen mit einem Logo ausgezeichnet werden, die sich an die Gesetze halten.
Kommentar: Man kann nur hoffen, dass kein schwerer Unfall eintritt. Für sie hätte es allerdings kaum Konsequenzen. Bei uns hat es noch kaum Haftpflichtfälle mit Verurteilungen gegeben.  (Quelle: Tages-Anzeiger, 31.5.07)
31.05.2007
Legale Drogen seien in der Stadt Zürich im Trend. Der städtische Monitoring-Bericht zu Drogen und Sucht zeige eine Verlagerung von den illegalen zu den legalen Drogen. Alkohol sei die Problemsubstanz Nr. 1. Es gäbe Hinweise darauf, dass bei Cannabis und Kokain eine gewisse Sättigung erreicht sei.
(Quelle: Tages-Anzeiger, 26.5.07)
Kommentar: Alkohol ist schon immer Problemsubstanz Nr. 1 gewesen. Man hat ihn nur mit Hilfe der illegalen Drogen in den Hintergrund gedrängt. Durch das sichtbare Rauschtrinken wird er nun konkreter wahrgenommen und sogar die Medien kommen nicht darum herum, ihn zu dokumentieren. Warten wir jetzt auch darauf, bis der Markt gesättigt ist?
28.05.2007
In der Eishalle Wetzikon fand der Auftakt zum 7. Pub-Festival statt.

(Quelle: Tages-Anzeiger, 21.5.07)

20 Bars und Clubs aus der Region waren mit aufwändigen Ständen präsent. Am Samstag war "Partynight". Die Mitarbeiterin der Fachstelle für "Alkohol- und Drogenprävention im Strassenverkehr meinte: "Es ist schon komisch, hinter einer Non-Alcoholic-Bar zu stehen und so viele Besoffene zu sehen."
Kommentar: Die Jugend ist das Spiegelbild der Erwachsenenwelt. Wen wundert das Rauschtrinken der Jugendlichen?
23.05.2007
Das Bundesgericht akzeptiert Haaranalyse als Beweis für alkoholbedingte Fahruntüchtigkeit. Laut Bundesgericht ist die Haaranalyse nicht eine neue und direkte Methode, die sich nach Meinung der Bundesrichter durchsetzen dürfte, sie liefere auch sichere Befunde, welche die durchaus heiklen Umfeldabklärungen in der Regel überflüssig machten.
(Quelle: Tages-Anzeiger, 23.3.07)   SF-Tagesschau, 22.5.07
23.05.2007
Mutter mit mindestens 2.42‰ baute im Febr. 06 Totalschaden. (Quelle: Tages-Anzeiger, 23.3.07) Auf dem Rücksitz waren ihre 10-jährigen Zwillinge. 2002 erhielt sie bereits wegen Alkoholproblemen unbefristeten Führerscheinentzug. Die Therapie sei erfolgreich. Der Richter schob die dreimonatige Freiheitsstrafe zugunsten weiterer Therapie auf.
Kommentar: Ob die alkoholbehinderten Kinder auch die dringend nötige Therapie erhalten, steht nicht im Bericht.
23.05.2007
"Signifikanter Nonsens" titelt die NZZ am Sonntag am 20.5.07

"Die meisten Studien seien falsch, sagt der Epidemiologe John Ioannidis. Denn trotz korrekter Statistik schummeln Forscher an anderer Stelle. Untersuchungen über Nutzen und Risiken von Lebensmitteln stimmen fast nie." Von Andreas Hirstein. «Die Mehrzahl der wissenschaftlichen Studien ist falsch», sagt John Ioannidis von der griechischen Universität Ioannina. Allzu naiv vertrauten viele Forscher darauf, eine ungenügende Datengrundlage mit Hilfe einer umso komplexeren Statistik retten zu können. Geradezu die Regel sei dieses Vorgehen in der Epidemiologie, die zum Beispiel nach gesundheitlichen Auswirkungen von Nahrungsmitteln und Umweltgiften oder nach genetischen Risikofaktoren für Krebserkrankungen sucht. «Wir wollten nur zeigen, dass man statistisch signifikante Zusammenhänge immer finden kann, wenn man an den in einer Studie erhobenen Daten nur genügend viele Hypothesen ausprobiert», sagt er. In seinem Fall waren es die 223 Diagnosen, deren Auftreten er mit dem Sternzeichen der Patienten verbinden wollte. In anderen Studien ist es Rotwein, der Herz-Kreislauf-Erkrankungen verhindert; Salz, das Bluthochdruck hervorruft; Handys, die Krebs auslösen; oder Grüntee und Knoblauch, die uns von so ziemlich jedem Übel befreien. Und immer sind die Resultate statistisch signifikant, mit wissenschaftlicher Akribie erarbeitet.
Kommentar: Wir danken der NZZ am Sonntag für diesen längst fälligen Artikel. Sie hebt sich damit erfreulich von andern Presseerzeugnissen ab, die immer noch unter dem Interessenkonflikt zwischen Inseratenabteilung und Redaktion leiden.

22.05.2007
Raubüberfall nach durchzechter Nacht in Winterthur. Drei 18- und 19-jährige Schweizer überfielen am frühen Donnerstag drei jüngere Jugendliche und nahmen ihnen Zigaretten und Geld ab. Sie konnten verhaftet werden.
(Quelle: Tages-Anzeiger, 19.5.07)
21.05.2007
Das Schweizer Fernsehen erhielt vom BAKOM nun doch einen Brief wegen evtl. unerlaubter Alkohol-Werbung. Auch der Ombudsmann beschäftige sich nun mit dem Fall, der von einem Zuschauer bemängelt worden sei. (Siehe unsere Seite "Interventionen".) Es handelt sich um die Sendung "Start-Up", wo Jungunternehmer vorgestellt werden. Diese verhilft der Firma Wineaway zu einer ausführlichen Verkaufswerbung.
Kommentar: Wir warten gespannt auf das Ergebnis unserer Beschwerde. Der Nachweis, dass Schmiergelder geflossen sein könnten, wird allerdings kaum zu erbringen sein. Es ist eigenartig, dass Schleichwerbung nur als solche angesehen wird, wenn Geld geflossen ist. Die Wirkung ist doch die gleiche, ob mit oder ohne Geld.
20.05.2007
Am nächsten Donnerstag darf um das Hardturm-Stadion nur Leichtbier verkauft werden. (Quelle: SonntagsZeitung, 20.5.07) Im Zürcher Hardturm findet dann das "Hochrisiko-Spiel" FCZ-GC statt, das Stadtrivalen-Derby. Die Stadtpolizei verfügte, dass rund um das Stadion von 16.00 Uhr bis Freitag, 02.00 Uhr ausser Leichtbier mit unter 3 Vol-% keine alkoholischen Getränke verkauft werden dürfen. Dies sei eine temporäre Änderung des Wirtepatentes. Der städtische Wirteverband findet dies "schikanös". Er will eventuell eine koordinierte Beschwerde einreichen. 20.05.2007
An der Euro 08 möchte die Polizei in den Fanzonen am liebsten ein Alkohol-Verbot. (Quelle: SonntagsZeitung, 20.5.07) Hensler, Präsident der Konferenz der Kantonalen Polizeikommandanten der Schweiz und Mitglied in der Projektleitung Sicherheit der Euro 08 möchte am liebsten ein Alkoholverbot in den Fanzonen. Er könne den Veranstaltern aber nichts vorschreiben. Für ihn ist aber klar: "Es braucht einheitliche und klare Kriterien der Kantone bei der Bewilligung von Public-Viewing-Anlässen für die Euro 08." 20.05.2007
"Das grosse Saufen" titelte die Sonntagszeitung im Tages-Anzeiger-Inserat, als Vorschau, am Samstag, 2cm gross.
(Quelle: SonntagsZeitung, 20.5.07)
Im Untertitel hiess es: "Wie Kinder Rauschtrinker werden und was man dagegen tun kann." Das verhiess einen interessanten, lösungsorientierten, recherchierten Artikel. Aber weit gefehlt: In der Sonntagszeitung hiess es nur noch "Rauschtrinken, nüchtern betrachtet" und im Untertitel "Mit Alkoholexzessen gefährden Jugendliche ihre Gesundheit. Prävention soll dies verhindern." Was dann kommt sind fünf Spalten halbseitige altbekannte Informationen und ein mindestens gleichgrosses Foto von trinkenden Jugendlichen.
Kommentar: Damit hat sich die Hoffnung einmal mehr zerschlagen, unter dem neuen Verleger-Chef würde Tamedia dem Alkoholproblem, seiner Bedeutung in der Schweizer Presselandschaft entsprechend, gerecht.
20.05.2007
Die Eidgenössischen Alkoholverwaltung (EAV) veröffentlichte die Statistik für 2006.

Gemäss den heute von der Eidgenössischen Alkoholverwaltung (EAV) publizierten Zahlen ist der Pro-Kopf-Konsum von Spirituosen im vergangenen Jahr leicht angestiegen. Der Markt wird dabei immer stärker vom Import dominiert: Nicht einmal mehr ein Fünftel der in der Schweiz konsumierten Spirituosen stammt aus einheimischer Produktion.
Der Pro-Kopf-Konsum von Spirituosen stieg in der Schweiz 2006 im Vergleich zum Vorjahr von 3.8 auf 3.9 Liter zu 40 Volumenprozent. Dem zugrunde liegt der Gesamtkonsum von 116 086 hl Spirituosen zu 100 Volumenprozent. Gegenüber dem Jahr 2005 mit 114 093hl kommt dies einer Zunahme von 1.75% gleich.
Mit dem Konsumanstieg bei den Spirituosen nahm auch der Gesamtverbrauch alkoholischer Getränke zu: von 8.5 Liter reinem Alkohol im Jahr 2005 auf 8.6 Liter im vergangenen Jahr. In dieser Gesamtrechnung glich der Mehrkonsum an Bier den tieferen Konsum von Wein und Obstwein aus. EAV-Medieninformation, 14.5.07

15.05.2007
Bilanz des Zürcher Integrations- und Präventionsprojekts Zipps gegen die Gewalt unter Jugendlichen. Ergebnis: "Ein Erfolg für die Wissenschaft aber nur schwache Resultate in den Schulen." Der Autor des im Juni erscheinenden Buches dazu, Manuel Eisner, am Schluss der Präsentation: "Aber Programme können helfen, etwas anzustossen. Doch nur, wenn sie mit hoher Qualität umgesetzt werden - sonst sollte man es lieber bleiben lassen." - In Zürich wird vorläufig nichts unternommen.
(Quelle: Tages-Anzeiger, 11.05.07)
Kommentar: Dieser Befund überrascht nicht. Er deckt sich mit Ergebnissen bei der Alkoholprävention in Schulen. Der Hauptgrund trifft so ziemlich auf beide Typen zu. Siehe Zitat aus "Alkohol und Massenmedien" oben auf der Homepage.
14.05.2007
Zwei Meldungen aus dem Newsletter der Suchtpräventionsstelle Zürcher Oberland vom 7.5.07
Kurzintervention Rauschtrinken
Die Stadtpolizei Uster sieht sich immer wieder mit Jugendlichen konfrontiert, die so betrunken sind, dass sie nicht mehr alleine nach Hause kommen oder sogar der Spitalpflege bedürfen. Die Suchtpräventionsstelle Zürcher Oberland hat eine Methode der Kurzintervention entwickelt, die in diesen Fällen zum Einsatz kommt.
 
Dorffest Volketswil: Jugendschutz soll gewährleistet werden
Die Gemeinde Volketswil hat, im Rahmen ihrer lokalen Alkohlpolitik, beschlossen, den Jugendschutz am kommenden Dorffest (15. - 17. Juni 2007) zu gewährleisten. Die Gesundheitsbehörde lädt gemeinsam mit dem Organisationskommittee alle beteiligten Vereine zu einer Schulung der Suchtpräventionsstelle Zürcher Oberland ein.
12.05.2007
Alkoholkonsum verursacht jährlich 3’500 Todesfälle in der Schweiz

Alkoholkonsum ist einer der wichtigsten Risikofaktoren für vorzeitigen Tod und Krankheitslast in der Schweiz. In einer vom Bundesamt für Gesundheit (BAG) in Auftrag gegebenen Studie stellt das Zürcher Institut für Sucht- und Gesundheitsforschung fest, dass im Jahr 2002 in der Schweiz 2'432 Todesfälle bei Männern und 1'033 Todesfälle bei Frauen durch Alkoholkonsum verursacht wurden.
Medienmitteilung ISGF, 10.5.07   (Quelle: Heute, 12.5.07)

12.05.2007
Der Mai 07 Newsletter von Infose-Direct ist erschienen. Er orientiert über alle Suchtgebiete, vor allem über Themen in der Schweiz.

Hier Newsletter bestellen

12.05.2007
Elisad Gateway - http://www.addictions
info.eu:

Wir sind darin enthalten.

Das Portal bietet einen freien Zugang zu etwa 1000 qualitativ hochwertigen Internet-Quellen zum Thema Alkohol, Drogen und Sucht aus 35 Europäischen Ländern. Die Suche im Katalog ist auf Englisch sowie in weiteren 16 Sprachen möglich. NutzerInnen des Portals können Informationen und Publikationen zu Aufklärung und Prävention, Suchtkrankenhilfe, Forschung oder Politik finden, sich über Aktivitäten im eigenen Land sowie in anderen Ländern informieren, sowie nach Einrichtungen und Organisationen im Suchtbereich recherchieren. Eine Medienmitteilung (pdf, 1S., 23Kb) und ein Flyer (pdf, 1S., 167Kb) sind online erhältlich. 12.05.2007
In Winterthur wird das 36. Albanifest vorbereitet. An der Frühjahrsversammlung des Festkomitees wird über das zunehmende Rauschtrinken informiert. Das Festkomitee verschliesse die Augen nicht davor und schreibe Jugendschutz gross. Man denkt u.a. an die farbliche Kennzeichnung der Altersgruppen. Im Juni soll genauer informiert werden. (Quelle: Winterthurer Zeitung, 3.5.07) 12.05.2007
Neue Regeln für die Schifffahrt. Der Bundesrat hat in der revidierten Binnenschifffahrtsverordnung auf die Festlegung eines Blutalkoholgrenzwertes für Schiffsführer verzichtet. Dafür fehle die gesetzliche Grundlage. Das Führen eines Schiffes in angetrunkenem Zustand sei aber trotzdem verboten. Das Gesetz sieht Gefängnis bis 6 Monate und Bussen bis 2000 Franken vor. Die Zürcher Kantonspolizei halte sich an 0,8‰. (Quelle: NZZ, 3.5.07) 12.05.2007
Der Verleger von Tamedia, Heinrich Coninx, tritt zurück. (Quelle: Tages-Anzeiger, 3.5.07) Er war 20 Jahre Verwaltungsrats-Präsident der Tamedia und fast 30 Jahre Verleger des Tages-Anzeigers. Im Tages-Anzeiger erscheint eine Seite mit Würdigungen seiner Tätigkeit. Kommentar: Selbstverständlich fallen nur Lobesworte. Wer wollte schon das eigene Nest mit kritischen Voten beschmutzen und sich damit selbst belasten. 12.05.2007
Die Umsätze in der Gastrowirtschaft sind dank der guten Konjunktur gestiegen. Allein in den ersten 3 Monaten dieses Jahres stiegen sie um 3,3%. Trotzdem wirtschaften die meisten schlecht. "Ein Viertel aller Chefs von Gastrobetrieben wechseln jedes Jahr die Stelle", sagt Hans Peyer, Vizedirektor von Gastrosuisse.
Kommentar: Gründe gibt es offenbar viele; dass bei 30'000 Betrieben ein Drittel zu viele sind, wird nicht mehr erwähnt.  (Quelle: NZZ, Tages-Anzeiger, 26.4.07)
12.05.2007
Der Tages-Anzeiger informiert über Werbung in Blogs im Internet. Danach werden Blogs durch Werbefirmen manipuliert. In der Schweiz sei das nicht gut möglich, wird von Fachleuten behauptet. (Quelle: Tages-Anzeiger, 27.4.07)
Kommentar: Wer aber die offizielle Moral dieser Leute an ihren Taten misst, wird von keiner Manipulation überrascht sein.
12.05.2007
Die "Standpunkte" 2/07 der SFA sind erschienen. u.a. Genau hinsehen und individuell unterstützen
Alkoholkonsum erhöht das Risiko fürVerletzungen
12.05.2007
Radio DRS lässt sich auch nicht lumpen. Es bringt in der Sendung "Persönlich" gleich eine geballte Ladung Alkoholwerbung: Interviews mit Rosmarie Zuber, Schnapsbrennerin, und Viktor Stocker, Bierbrauer
Persönlich, Sonntag, 13. Mai 2007, 10.03-11.00 h, DRS1
Persönlich (Z), Sonntag, 13. Mai 2007, 22.05-23.00 h, DRS1
Kommentar: Sie sind ja alle so nett. Und was andere dürfen, können wir auch. (siehe auch Interventionen)
12.05.2007
Das Schweizer Fernsehen hat ein neues Programm entdeckt, das Alkoholwerbung ermöglicht. In der Sendung "START-UP" werden Jungunternehmer vorgestellt. Von 937 Bewerbern sind noch 13 im Rennen, darunter auch die Internet-Weinplattform Giveawine. Das Geschäftsmodell von Fleurop sei für den Weinhandel übernommen worden, d.h. Wein-Verschenken per Mausklick. (Quelle: TELE 17/07)
Kommentar: Was meint das BAKOM dazu?. Wie wird die Altersgrenze kontrolliert? Wann kommen Bier und Schnaps dazu? (Alkoholhandel im Internet läuft natürlich schon - unkontrolliert) (siehe auch Interventionen)
12.05.2007
Kein Referendum gegen das ungenügende Gesundheitsgesetz im Kanton Zürich Weder die Lungenliga noch der Verein Zürich Rauchfrei werden das Referendum gegen das Gesundheitsgesetz ergreifen, das die Suchtmittelwerbung nur auf öffentlichem Grund verbietet. Gegen die Übermacht der Werbebranche sei ein Abstimmungskampf kaum zu gewinnen.   (Quelle: Tages-Anzeiger, 25.4.07)
Kommentar: Da könnten sie recht haben, d.h. wir sind der Werbebranche ausgeliefert. Sie zwingt uns ihre Meinung auf, sie terrorisiert das Volk, das seine Rechte nicht mehr ausüben kann. So weit haben wir es gebracht, und wir regen uns über die Herren Putin und Berlusconi auf, die ihr Volk auch über die Medien zu beherrschen versuchen.
25.04.2007
Nachtrag zur Bemerkung zum Amoklauf in den USA, 19.4.07. Editorial im The Guardian, London: "Die USA ist nicht das einzige Land, in dem plötzlich zufällige Waffengewalt in scheinbar alltägliche Zustände explodierte, um Leben, Familien und Gemeinden zu zerstören. Aber die USA sind eines der wenigen Länder, das kollektiv unwillig scheint und politisch unfähig ist, irgend etwas ernsthaftes zu tun, damit solches nicht wieder passiert."  (Übersetzung H.T. Meyer)
Kommentar: Wieder drängt sich die Parallele zu unserm Alkoholproblem auf.
(Quelle: Harvard World Health News, 20.4.07)          The Guardian, 18.4.07
21.04.2007
Der Tages-Anzeiger widmet einem Rückblick auf die Vergewaltigung in Zürich-Seebach 2 Seiten. Das Thema Alkohol wird von keinem der Gesprächspartner angesprochen. Man will möglichst nicht mehr darüber sprechen.
(Quelle: Tages-Anzeiger, 19.4.07)
19.04.2007
Amoklauf in Virginia, USA, Bluttat in Baden, usw. Nach dem Blutbad in Blacksburg und mehreren Fällen von Tötungsdelikten mit Schusswaffen in der Schweiz wird die Diskussion über das Aufbewahren der Armeewaffe zu Hause wieder aktuell.
Kommentar: Die Alkohol-Diskussion könnte parallel geführt werden. Vernünftiger, gefahrloser Gebrauch gegen verantwortungslosen, ausser Kontrolle geratenen Gebrauch. Die Ideologen des extremen Liberalismus sind sehr aktiv.
19.04.2007
Der Bundesrat will Drogen- und Alkoholtests für Angestellte des öffentlichen Verkehrs. Die Forderung ist schon in einem Gesetzesentwurf zur Bahnreform enthalten, den der Bundesrat verabschiedet hat. Sie soll vor allem für Mitarbeiter unter 40 Jahren gelten.
(Quelle: Tages-Anzeiger, 18.4.07)
19.04.2007
Der Verein Sorgim beteiligt sich an den Wahlen zum Migros-Parlament. Dieser Verein hat sich das Ziel gesetzt, die Ideale von Migros-Gründer G. Duttweiler hoch zu halten und zu verteidigen. Er ist u.a. gegen den Alkohol- und Tabak-Verkauf bei Denner. Im Juni 2008 wird der Genossenschaftsrat für 4 Jahre gewählt. Sorgim tritt mit 520 Kandidaten in den Genossenschaften Aare, Basel, Luzern, Ostschweiz und Zürich an. 1-2% der Genossenschafter müssen die Kandidaten unterstützten. Dafür läuft jetzt die Unterschriftensammlung an. Sonst gibt es eine stille Wahl. 19.04.2007
Die SFA sucht eine/n Leiter/in der Forschungs-Abteilung (100%). Die Schweiz. Fachstelle für Alkohol- und andere Drogenprobleme in Lausanne inseriert heute in den Stellenanzeigern. Eingabetermin ist der 25. Mai 2007.
(Quellen: Tages-Anzeiger, NZZ, 14.4.07)
14.04.2007
In Volketswil ZH regt sich Widerstand bei Wirten gegen die Alkohol-Test-Käufe der Gemeinde. Einige Wirte finden Kontrollen perfid. Die Testjugendlichen seien zu alt aussehend. Und bei Kontrollen in hektischen Zeiten sei es normal, dass nicht immer genau hingeschaut werde. Der Gesundheitsvorstand hat kein Verständnis für die Kritik. Bei der letzten Kontrolle waren die Testpersonen eher zu jung, denn alle 24 kontrollierten Betriebe bestanden. (Quelle: Tages-Anzeiger, 14.4.07) 14.04.2007
Die Zürcher Kantonspolizei präsentierte die Verkehrs-Unfallstatistik. 2006 starben 53 Personen bei Verkehrsunfällen, 6 oder 12.8% mehr als im Vorjahr. Alkoholbedingt sank die Zahl von 5 auf 3 (-40%) die Zahl der alkoholbedingt Verletzten stieg allerdings von 275 auf 332. (+20,7%) (Quelle: NZZ, 12.4.07)
Kommentar: Der positive Effekt der tieferen Promillegrenze blieb erhalten. Strenge Kontrollen und zusätzliche Massnahmen sind weiterhin nötig.
12.04.2007
"Communica", der Eidg. Alkoholverwaltung, Frühling 07, ist erschienen.
(Quelle: Infoset, April 07)
Mit interessanten Artikeln. Z.B.: Russland, der Wodka und die Probleme.
Alkohol – Sucht oder Segen? (Interview mit Beda M. Stadler, Direktor des Instituts für Immunologie am Inselspital in Bern, der mit provokativen Äusserungen aufwartet, die, obwohl wahrscheinlich nicht so gemeint, von der Alkohollobby ausgeschlachtet werden können.  Communica Frühling 07 (pdf, 16S., 1,2Mb)
06.04.2007
Die SFA hat online ihre "Zahlen und Fakten" nach-geführt. Die Schweizerische Fachstelle für Alkohol und andere Drogenprobleme (SFA) hat ein Update zur Online-Ausgabe von "Zahlen & Fakten" ins Netz gestellt. Es betrifft u.a. die Kapitel Alkohol - Konsum, Tabak - Konsum
(Quelle: Infoset, April 07)
06.04.2007
Der Kanton Thurgau will 0,0‰ für Neulenker. Der Regierungsrat des Kt. Thurgau verlangt in einem Brief vom Bundesrat ein Alkoholverbot für Neulenker während der dreijährigen Probezeit. Dazu möchte er bei Alkohol am Steuer zwingend einen Fahrausweisentzug. (Quelle: Der Landbote, 4.4.07) 04.04.2007
Die Zürcher Gesundheitsdirektion veröffentlicht den dritten Gesundheitsbericht. Zum Thema Alkohol: Zürcher Männer, auch die Jugendlichen, trinken etwas weniger als der Deutschschweizer Durchschnitt, der Konsum bei 16-19-Jährigen ist aber deutlich gestiegen, vor allem bei jungen Frauen. Man müsse nun entscheiden, welche Risikogruppen speziell angegangen werden sollen. Die Mittel seien beschränkt. Mit 2,5 Mio. Franken für Prävention und Gesundheitsförderung komme man nicht weit, meinte die Gesundheitsdirektorin. (Quellen: NZZ, Tages-Anzeiger, u.a., 4.4.07) 04.04.2007
Die SAJV (Schweiz. Arbeitsgemeinschaft der Jugendverbände stellte an ihrer DV am Samstag ein neues Präventionsprojekt vor. Thema ist das Rauschtrinken in Jugendgruppen. Es gibt eine mehrtägige Ausbildung für Jugendleiter zur Sensibilisierung und zum Kennenlernen von Massnahmen zu Prävention und Intervention.
(Quelle: Schweizer Fernsehen 10 vor 10, 1.4.07)    Tages-Anzeiger, 2.4.07
SAJV-Projekt Rauschtrinken     oder hier
02.04.2007
In der Neuen Zürcher Zeitung wird einer (se) seinen Frust über die "Verbotsgesellschaft" los.

(Quelle: NZZ, 31.3.07)

Er ärgert sich über "die Koalition aus moralisierender Abstinenzbewegung, expandierender Suchtpräventions-Branche und öffentlicher Hand, welche die Kampagnen dirigiert und finanziert." Weiter "die abstinenten Tugendwächter", das Paradigma der suchtfreien Gesellschaft, die Feinstaub-Hysterie, eine kleinbürgerliche Auseinanersetzung um Verbote aller Art, Tugendwächter aus allen politischen Lagern," usw. Kommentar: Man fragt sich, ob der Rücktritt des Chefredaktors am gleichen Tag nun bereits einen solchen Qualitätsabfall zur Folge hat. Von Sachkompetenz und Logik keine Spur, auch nicht von Verantwortungsbewusstsein gegenüber der Gesellschaft. 01.04.2007
Margrit Kessler ist vom St. Galler Kantonsgericht in allen Punkten freigesprochen worden. Die Präsidentin der Schweizerischen Patientenorganisation hat damit einen achtjährigen Streit mit dem Chefarzt Jochen Lange gewonnen. Dies ist auch für die Lage von Konsumentenschutz-Organisationen wichtig, die damit freie Bahn haben für ihr weiteres Engagement. 30.03.2007
Das Gesundheitsgesetz wird nächsten Montag nochmals beraten.
(Quelle: Tages-Anzeiger, 30.3.07)
Im Zürcher Kantonsrat wird die 2. Lesung des neuen Gesundheitsgesetzes nochmals eine heisse Debatte auslösen. EVP-Kantonsrat Hans Fahrni will mit einem Rückkommensantrag erreichen, dass Werbung für Tabak und Alkohol auf Privatgrund auch verboten wird, wenn sie vom öffentlichen Grund aus einsehbar ist.
30.03.2007
Wikipedia erhält Konkurrenz
(Quelle: Tages-Anzeiger, 27.3.07)
Am 26.3.07 sei Citizendium in Vollbetrieb gegangen. Es soll ähnlich wie Wikipedia funktionieren, d.h. viele Freiwillige schreiben Artikel und ergänzen nach neusten Erkenntnissen. Der Mitbegründer von Wikipedia, Larry Sanger, will mit dem neuen Projekt höhern Ansprüchen der Wissenschaftlichkeit genügen. 29.03.2007
Pierre Arnold ist gestorben.
(Quellen: NZZ, Tages-Anzeiger, 27.3.07)
Der letzte Wegbegleiter von Migros-Gründer Gottlieb Duttweiler ist im Alter von 85 Jahren gestorben. Er hat das geistige Erbe des Gründers immer hoch gehalten und, gemäss Tages-Anzeiger, "Am Schluss ärgerte er sich nur noch über seine Migros". Die Übernahme von Globus habe er als Aushöhlung des Alkoholverkaufsverbots kritisiert. 29.03.2007
Die Schulpflege reagiert mit einem Strafenkatalog auf den Vorfall mit dem Mädchen im Schullager.

(Quelle: Tages-Anzeiger, 26.3.07)

Wir berichteten am 14.3.07 darüber. Bereits beim ersten Vorfall in einem Lager oder andern schulischen Anlass wird der fehlbare Schüler, die Schülerin, nach Hause geschickt und für die restliche Schulzeit von allen Lagern und Reisen ausgeschlossen.
Kommentar: Als Reallehrer hielt ich diese Linie bereits vor 20 Jahren ein und wurde von der Schulpflege unterstützt. Lehrerkollegen, die auf "gute Kumpels" machten und über solche Ausrutscher grosszügig hinwegsahen, hielten sich allerdings für die besseren Pädagogen, - und schonten ihre Nerven.
26.03.2007
Nach ihrem Pilotprojekt im Kanton Zürich dehnt die Erdölvereinigung ihre Testkäufe auf die ganze Deutschschweiz aus. Ab Mitte Jahr sollen in den 800 Tankstellenshops Testkäufe stattfinden. Das Personal soll sensibilisiert werden. Die jungen Käufer sollen mit Plakaten auf die Ausweispflicht aufmerksam gemacht werden. Fehlbares Personal soll gemassregelt werden.
(Quelle: NZZ, 26.3.07)
26.03.2007
Der Schweizer Presserat einigte sich Anfang Jahr mit den Werbern und Verlegern auf "Empfehlungen zum Umgang mit bezahlter Werbung". Laut diesem Verhaltenskodex muss der Leser immer erkennen können, ob die Inhalte redaktionellen Ursprungs oder als Werbefläche platziert und fremdfinanziert sind. Dieser Vorgang ist auf einen welschen Verein zurückzuführen, der sich "Die Information in Gefahr" nennt. 4 Journalisten und eine Journalistin gründeten ihn 2006. Sie richteten eine Petition an die Verleger in der es heisst: "Das Hauptziel ist nicht mehr, den Leser zu informieren. Zu oft seien Strategien der Verführung wichtiger als die Information oder vermischten sich mit ihr." 500 welsche Journalistinnen und Journalisten hatten die Petition unterzeichnet. (Quelle: Tages-Anzeiger, 22.3.07)
Kommentar: Die NZZ berichtete darüber am 10.1.07! Wir auch. Der Tages-Anzeiger brauchte fast 4 Monate. Ob sich nun seine Haltung ändert? Schön wärs!
22.03.2007
Die Zahl der Fahrausweis-Entzüge stieg 2006 gegenüber dem Vorjahr um 17,8% an. Das Bundesamt für Strassen (ASTA) gab die Zahlen gestern bekannt. Die Entzüge wegen Alkohol nahmen um 10.8% auf 18600 zu. Als Grund können die strengeren Kontrollen angenommen werden.
Tages-Anzeiger online, 22.3.07
22.03.2007
Verkäufe in den Duty-free Shops auf CH-Flughäfen. Der Bundesrat beantwortet ein Interpellation. 06.3450 - Interpellation Verschärfte Sicherheitsbestimmungen auf Schweizer Flughäfen. Folgen, von Brun Franz, vom 27.09.2006. Die Ausgaben pro Passagier seien zurückgegangen: Zürich -5.2%, Genf -7.7%. Der Bundesrat meint, dies sei u.a. auch eine erwünschte Folge der Alkohol- und Tabakprävention. Die Umsätze waren in Zürich +4.6%, in Genf -1%. Befürchtet war ein Umsatzeinbruch infolge der verschärften Sicherheits-Kontrollen.
Kommentar: So kann eine Umsatzzunahme als Erfolg der Prävention verkauft werden.
(Quelle: NZZ, 20.3.07)
20.03.2007
Pascal Bruderer wird neue Präsidentin der Lauterkeitskommission. Die SP-Nationalrätin übernimmt die Nachfolge von Bundesrätin Doris Leuthard. Die Kommission für die Lauterkeit in der Werbung ist ein Selbstkontrollorgan der Werbebranche. 20.03.2007
Urdorf ZH liess Testkäufe durchführen. Von 2 Läden und 6 Restaurants hielten sich 2 nicht ans Verbot. (25%) Sie wurden gebüsst. 19.03.2007
Der Bundesrat unterstützt ein Postulat zur Jugendgewalt. 06.3646 - Postulat Jugendgewalt. Mehr Effizienz und Wirkung in der Prävention,von NR Amherd Viola , vom 06.12.2006 19.03.2007
Das Gesundheitsamt des Kt. Zug hat einen Newsletter herausgegeben. Gesunde Zuger Schulen, Schwerpunktthema Alkoholmissbrauch. Im Inhalt u.a.: Rauschtrinken, Alkoholprobleme in der Familie, Angebote des Gesundheitsamtes, Veranstaltungshinweis, Wettbewerb.
Newsletter Nr. 2, März 2007
16.03.2007
Die Gossauer Schweizer Meister der Unihockeyaner UHCevi ist Werbeträger für Suchtprävention. Auch in den kommenden 3 Saisons wollen sie für die Suchtpräventionskommission mit ihren Leibchen "NO Drugs" werben. Bei Alkohol und Tabak werde auf die Eigenverantwortung der Spieler gesetzt. Sie werde wahrgenommen. Die Gemeinde sponsort die komplette Ausrüstung des 1. Teams. (Quelle: Zürcher Oberländer, 14.3.07) 14.03.2007
Alkohol im Schul-Skilager der Oberstufe Pfäffikon ZH in Sedrun. Ein Mädchen  wäre beinahe gestorben.

(Quelle: Tages-Anzeiger, 14.3.07)

Ein deutscher Tourist hatte auf ihre Bitte vier Mädchen eine Flasche Grappa gekauft. 2 tranken sie aus, eines blieb bewusstlos im Schnee liegen. Glücklicherweise reagierte die Lagerleitung richtig. Das Mädchen hätte sterben können, an Alkoholvergiftung oder/und wegen Erfrieren.
Kommentar: Eine ähnliche Situation erlebte ich in einem Sommerlager im Tessin. Ich überzeugte den Lehrer, ärztliche Hilfe zu holen. Im Spital wurde dem Mädchen der Magen ausgepumpt. Ich rechnete nachher den Alkoholgehalt im Blut aus. Sie hätte sterben können. Lehrer und Schulbehörden reagierten erstaunt, die Suchtprävention hielt es nicht für nötig, die Möglichkeit einer tödlichen Alkoholvergiftung bei ihrem Schulhauseinsatz zu thematisieren. - Der erwachsene Käufer müsste belangt werden können. Übrigens: Direkt über dem Artikel steht ein Inserat für eine "Spezialaktion für billigen "Spitzen-Wein"!
14.03.2007
Der Bundesrat hat eine Motion betr. Sirupgetränke ablehnend beantwortet. 06.3876 - Motion Handelshemmnisse für Sirupgetränke abschaffen; von NR Hany Urs, vom 20.12.2006. Im Plenum noch nicht behandelt.
Der Bundesrat will erst die Vernehmlassung zum revidierten Lebensmittelgesetz abwarten. 
14.03.2007
Der Bundesrat hat eine Interpellation betr. Warnhinweisen auf Alkoholflaschen beantwortet. 06.3851 - Interpellation Irreführende Warnhinweise bald auch auf Alkoholflaschen? von NR Brunner Toni, vom 20.12.2006. Im Plenum noch nicht behandelt .
Der Bundesrat beruhigt, es seien keine solche Massnahmen vorgesehen. Sobald die EU diese einführe, werde es ein Thema. Warnhinweise seien nicht irreführend. Am Schluss entscheide das Parlament.
14.03.2007
Der Bundesrat hat eine Interpellation beantwortet. Er sieht keinen weiteren Handlungsbedarf. 06.3744 - Interpellation Policy für Industrieunabhängige Forschung im Gesundheitsbereich, von NRHeim Bea ,vom 19.12.2006. Im Plenum noch nicht behandelt.
Kommentar: Im Alkoholbereich wäre sie wichtig. Dieser wird aber nicht als Schwerpunkt gesehen.
14.03.2007
Der Bundesrat hat eine Interpellation betr. Jugendgewalt ablehnend beantwortet. 06.3869 - Interpellation Teilnahme der Schweiz an Daphne III, dem Präventionsprogramm gegen Gewalt der EU, von NR Schenker Silvia, vom 20.12.2006. Im Plenum noch nicht behandelt.
Einzelne Organisationen könnten sich bewerben. Es sei aber umständlich.
14.03.2007
Der Bundesrat hat eine Motion betr. Jugendgewalt ablehnend beantwortet. 06.3647 - Motion Jugendgewalt. Inpflichtnahme der Eltern, von NR Amherd Viola, vom 06.12.2006. Im Plenum noch nicht behandelt 14.03.2007
Der Bundesrat hat ein Postulat betr. Jugendgewalt ablehnend beantwortet. 06.3645 - Postulat Jugendgewalt. Stärkung des Menschenrechts- und Grundrechtsbewusstseins,  von NR Amherd Viola, vom 06.12.2006. Im Plenum noch nicht behandelt. 14.03.2007
Die Stadtpolizei Winterthur verstärkt den Jugenddienst. Sein Bestand wird von 3 auf 4 erhöht. Sie reagiert damit auf die vermehrte Jugendgewalt. Sie führt spezielle Patrouillen am Wochenende ein und ist an neuralgischen Punkten präsent. Dadurch sei auch mehr Prävention möglich.
(Quelle: Tages-Anzeiger, 13.3.07)
13.03.2007
Auf Ende Jahr erhält der Schweizer Presserat einen neuen Präsidenten. Der bisherige, Peter Studer wird ersetzt durch Dominique von Burg, von der Tribune de Genève.
Kommentar: Die welschen Journalisten sind kritischer betr. Abhängigkeit von den Verlegern als die Deutschweizer. Vielleicht gibt es da Fortschritte?
09.03.2007
Radio DRS bringt neue Wissenschaft-Sendung. Ab 17.3.07 bringt DRS2 am Samstag, 12.40 Uhr die Wochenrubrik "Wissenschaft DRS2". Während rund 25 Min. gibt es 4-5 Beiträge und einen News-Block.
Kommentar: Ob sich die Mitarbeiter über die Probleme bei der Berichterstattung von Forschungsberichten wohl klar sind?
09.03.2007
Der Gemeinderat von Weisslingen ZH unterstützt die Jugendarbeit in Vereinen. Ab 2008 erhalten die Vereine einen Pro-Kopf-Beitrag von Fr. 50.-- pro jugendliches Mitglied. Sind die Erfahrungen gut, könnte dies ein jährlich wiederkehrender Beitrag werden. (Quelle: Tages-Anzeiger, 9.3.07)
Kommentar: Das ist eine gute Art von Prävention. Die Jugendarbeit braucht Mittel, um konkurrenzfähig zu sein. Voraussetzung ist natürlich eine sinnvolle Verwendung.
09.03.2007
Der Ständerat lehnte die Motion Germanier einstimmig ab. Siehe "Top aktuell". 08.03.2007
Kurzgespräche mit rauschtrinkenden BerufsschülerInnen SchülerInnen von vier Klassen des Berufsbildungszentrums Uster haben im Rahmen eines Pilotprojektes Fragebogen zum Alkoholkonsum ausgefüllt. Aufgrund ihrer Angaben zum Rauschtrinken (5 Getränke und mehr pro Trinkgelegenheit) finden im März während zweier Schullektionen in Kleingruppen Kurzgespräche mit denjenigen SchülerInnen statt, die die Grenze zum Rauschtrinken überschreiten.
Weitere Informationen: Suchtprävention Zürcher Oberland
07.03.2007
Nachtrag zum Migros-Denner-Deal. Ein Leserbriefschreiber im Tages-Anzeiger beklagt heute den Kauf und die Abkehr von der Gründer-Ethik. Er erwähnt u.a. eine M-Budgetparty in Rimini bei der Bier und Kondome im Lunchpaket angeboten worden seien.
In der Presse erscheinen Inserate, in denen die Lieferanten von Migros aufgefordert werden, gemeinsam dem Preisdruck der zwei Grossverteiler zu widerstehen.
07.03.2007
Verkehrskontrollen im Kt. Zürich übers Wochenende In der Nacht auf Samstag wurden 19 alkoholisierte Fahrer verzeigt. Am Sonntagmorgen in der Stadt Zürich zwischen 5 und 7 Uhr waren es 5 von 26 kontrollierten Fahrern, d.h. fast jeder 5.!  (Quelle: NZZ, 5.3.07) 06.03.2007
Die "Standpunkte" 1/07 der SFA sind erschienen. Thema u.a.: Jugendliche rauchen und trinken weniger. Die Schweizer Schülerbefragung 2006.
Kommentar: Wenn der Leiter der Schülerstudie sagt: "Wirklich überrascht hat mich der Rückgang des Alkoholkonsums", kann man sich nur wundern. Vergleicht man die Grafik "Wöchentlicher Alkoholkonsum", sieht man, dass die Zahlen der 15-Jährigen seit 1994 stetig ansteigen, bei den Mädchen sogar seit 1986. 2002 war der Höchststand im Zusammenhang mit den neuen Alcopops, deren Konsum nach der Sondersteuer auf etwa einen Viertel zurückging. Die Zahl der wöchentlichen Konsumenten liegt aber immer noch über 1998. (Nicht online)
06.03.2007
Der Zürcher Kantonsrat versagt. In der gestrigen Sitzung verabschiedete er das Gesundheitsgesetz mit einem Pseudo-Plakatwerbeverbot für Alkohol und Tabak auf öffentlichem Grund. (siehe Top aktuell auf der Homepage) 06.03.2007
Zahlen & Fakten von der SFA Die Schweizerische Fachstelle für Alkohol und andere Drogenprobleme (SFA) hat ein Update zur Online-Ausgabe von "Zahlen & Fakten" ins Netz gestellt. Die Aktualisierungen betreffen das Kapitel "Alkohol". 05.03.2007
Der Infoset-Newsletter März 2007 ist erschienen. Mit Informationen aus allen Suchtgebieten, vor allem aus der Schweiz.
Newsletter (ab-)bestellen
05.03.2007
Die SFA (Schweiz. Fachstelle für Alkohol- und andere Drogenprobleme) hat ein Lehrmittel zum Thema Alkoholwerbung herausgegeben. "Alkohol und Werbung: Vom Anreiz zum Konsum" Das Lehrmittel ist online (pdf, 12S., 236Kb) erhältlich und kann bei der Schweizerischen Fachstelle für Alkohol- und andere Drogenprobleme (SFA) bestellt werden (CHF 4.00).
Auf unserer Seite "Hinweise für Unterrichtende" ist eine nähere Beschreibung mit Hinweisen zur Vertiefung des Stoffes zu finden.
(Quelle: Infoset Newsletter März 07)
05.03.2007

An der Wädenswiler Fasnacht funktionierte das "Bändeli-System".

Jugendliche mussten einen farbigen Bändel tragen. Es soll keine Alkoholleichen gegeben haben. Allerdings gaben ältere Personen Alkohol an junge weiter.
(Quelle: Tages-Anzeiger, 28.2.07)

28.02.2007

Alkohol- und Tabakwerbung im Zürcher Kantonsrat

Die Debatte im Rahmen den neuen Gesundheitsgesetzes ist gestern aus Zeitgründen  um eine Woche verschoben worden.
(Quelle: Tages-Anzeiger, 27.2.07)

27.02.2007

In Zürich habe die Abschreckung mit der 0,5-Promillegrenze ihre Wirkung verloren.

Die Stadtpolizei meldet für 2006 25% mehr Verzeigungen wegen Alkohol am Steuer als im Vorjahr, bei etwa gleicher Kontrollhäufigkeit.
Kommentar: Es wäre interessant zu erfahren, ob dies mit dem zunehmenden Party----(un)wesen im Zusammenhang steht, und ob die Kontrollen an den gleichen Orten stattfanden.
(Quelle: Tages-Anzeiger, 27.2.07)

27.02.2007

Heute diskutiert der Zürcher Kantonsrat das Gesundheitsgesetz mit Einschränkung der Suchtmittelwerbung.

Die Neue Zürcher Zeitung widmet diesem Ereignis zwei Artikel, einen sachlichen mit dem Titel "Plakatwände ohne Marlboro-Mann" und einen, der wie üblich die Wirkung der Werbung verharmlost, mit der Überschrift "Plakate stinken nicht". Es wäre an der Zeit, dass sich Journalisten ihre Argumente nicht nur bei der interessierten Industrie holten und unserer Jugend eine Chance geben würden.  (Quelle: NZZ, 23.2.07)   Am 2.2.07 lobte sich der gleiche Journalist (ras) noch für sein intensives Quellenstudium.                             (siehe Leserbrief dazu)

26.02.2007

Der Bundesrat beantwortet eine Interpellation von NRMenétrey-Savary Anne-Catherine 06.3776 - Interpellation .
Probleme bei der Stiftung "Gesundheitsförderung Schweiz"
23.02.2007
Der Bundesrat beantwortet eine Interpellation von NR Haller Ursula positiv. 06.3749 - Interpellation: Verlangt wird wissenschaftliche Studie zum Thema Drogen/Gewaltverbrechen
Kommentar: Erfreulich, es tut sich offenbar doch etwas auf diesem tabuisierten Gebiet.
Siehe unsere Sonderseite zu diesem Thema.
23.02.2007
Die bfu veröffentlichte die Unfall- und Opferzahlen im Strassenverkehr von 2006. Todesopfer insgesamt: -9%; alkoholbedingte Tote: -19%!
Schwere Verletzungen insgesamt: +16%; alkoholbedingt: +9%. Die bfu verlangt weiterhin häufige Kontrollen und 0‰ für Neulenker. (wie in Deutschland)
Kommentar: Die weiter markant rückläufige Zahl bei den alkoholbedingten Toten ist sehr erfreulich, hatten doch einige Stellen schon mit dem Gegenteil gerechnet. Umso mehr zeigt sich wie nötig und erfolgreich die neue Promillegrenze war und ist und wie für viele es traurig ist, dass sie nicht schon viel früher eingeführt wurde.
21.02.2007
Im Zusammenhang mit der Schülerbefragung (siehe Homepage, Top aktuell) verwies die NZZ auf einen Artikel vom 17.6.06. «Frisch gestreichelt - Wir werben für mehr Zärtlichkeit» von Felix Mäder-
Die Schweizer Suchtprävention als Spiegel gesellschaftlicher Werte und Normen. In der Art und Weise der Suchtprävention lassen sich ideologische Strömungen und gesellschaftliche Werte ablesen.
Kommentar: Der Artikel ist sehr interessant, weist aber auch Mängel auf: Z.B. Die Sicht auf die Rolle der Alkohol- und Werbeindustrie ist völlig ausgeblendet. Wir werden im Kapitel Unterricht auf den Artikel näher eingehen.
21.02.2007
An den Von-Wattenwyl-Gesprächen befasste sich der Bundesrat auch mit der Jugendgewalt. Das Ausmass sei beunruhigend. Sie finde häufig in Gruppen statt und der Alkohol spiele oft eine Rolle. Die Eidg. Kommission für Kinder- und Jugendfragen hat einen differenzierten Umgang mit dem Thema Jugendgewalt gefordert.
(Quelle: Tages-Anzeiger, 17.2.07)  Pressemitteilung der Eidg. Kommission, 16.2.07
17.02.2007
Perspektive Schweiz hat die Umfrageergebnisse 2006 veröffentlicht. Gesundheitspolitik war ein Thema.
Kurzfassung (21 Seiten) pdf
Vollständige Fassung (123 Seiten)
pdf
17.02.2007
Die Schweiz. Fachstelle für Alkohol- und andere Drogenprobleme SFA-ISPA erlässt einen Aufruf zur Fasnacht. Alkohol an der Fasnacht: Auch Veranstalter tragen Verantwortung. Im närrischen Treiben trinken viele auch gerne und reichlich Alkohol. Die SFA empfiehlt einen sorgfältigen Umgang mit Alkohol und weist auf die Verantwortung der Fasnachtsveranstaltenden hin: Diese können einiges tun, um Alkoholexzesse und die damit verbundenen negativen Folgen zu verhindern. ....  SFA, 7.2.0717.02.2007
Das Bundeshaus veröffentlicht eine Liste der pendenten parlamentarischen Vorstösse. Hier interessierende Stellen:
06.3749 Ip. Haller: Wissenschaftliche Studie zum Thema Drogen/Gewaltverbrechen
06.3645 Po. Amherd: Jugendgewalt. Stärkung des Menschenrechts- und Grundrechtsbewusstseins
06.3646 Po. Amherd: Jugendgewalt. Mehr Effizienz und Wirkung in der Prävention
06.3647 Mo. Amherd: Jugendgewalt. Inpflichtnahme der Eltern
06.3744 Ip. Heim: Policy für Industrieunabhängige Forschung im Gesundheitsbereich
06.487 Pa.Iv. Zisyadis: Schutz der schweizerischen Weinbautradition
06.3851 Ip. Brunner: Irreführende Warnhinweise bald auch auf Alkoholflaschen?
06.5291 Fra. Bugnon: Äusserungen zum Wein
15.02.2007
Eine UNICEF-Studie vergleicht das Befinden der Kinder in Industrie-Staaten. Die heutige Radiosendung "Espresso" von DRS1 erwähnt das schlechte Abschneiden der Schweiz beim Jugendalkoholismus. Prävention sei dringend.
Siehe den ausführlichen Bericht auf der Homepage bei "Top aktuell".
15.02.2007
Das Bundesamt für Sport und Swiss Olympic bieten einen Lehrgang zum "Master of Advanced Studies im Sportmanagement" an. Diese Weiterbildung für Schweizer Sportfunktionäre beginnt im März am Swiss Sport Management Center in Freiburg.

Kommentar: Vorschlag zum Lehrstoff: Neue Sieges- und Verlierer-Rituale ohne Alkohol. - Wie kann das Alkoholsponsoring im Sport vermieden werden?  (Z.B. mit unserer Projekt-Idee) - Wie wird der Sport seiner Vorbildfunktion wieder gerecht?

08.02.2007
Die Kriminalstatistik 2006 im Kanton Zürich zeigt eine wachsende Zahl von brutaler Gewalt.
(Quelle: Tages-Anzeiger,  10 vor 10 SF1, 8.2.07)
In der Notfallchirurgie des Unispitals nehmen typische Schlägereiverletzungen zu. Verletzungen durch Gewaltübergriffe haben sich von 2001 bis 2005 verdreifacht. Die meisten Verletzungen erfolgen im Rahmen der Spassgesellschaft an Parties, oft unter Alkohol- und Drogeneinfluss. Wàhrend die Gesamtzahl der Kriminalfälle leicht rückläufig war, sind die Zahlen bei der Jugendkriminalität (unter 18 J.) stark gestiegen: sexuelle Gewalt: +27%, schwere Gewaltanwendung: +135%.   08.02.2007
Schon wieder Alkoholwerbung im Schweizer Fernsehen Die Sendung Sport Aktuell auf SF2 brachte einen ausführlichen Bericht über eine Schnapsbrennerei in Are, dem Ort der Ski-WM. Als Reporterin wirkte die Frau von Bernhard Russi, die mit auffordernder Geste den Schnaps anpries.
Kommentar: Sport und Alkohol - immer wieder findet die Alkohollobby Mittel und Wege, für diese unheilige Allianz zu werben. Ob diese Schleichwerbung nicht auch eine Art von Korruption darstellt?
07.02.2007
Alles im Griff? - Gemeinsam gegen 1 Glas zu viel

(Quelle: Infoset Newsletter Febr. 07)

Bis Ende 2007 erarbeitet das Bundesamt für Gesundheit im Auftrag des Bundesrates ein
Nationales Programm Alkohol 2007-2011. In der Zwischenzeit ist es wichtig, die
Öffentlichkeit weiterhin zum  Thema Rauschtrinken zu sensibilisieren.
Besondere Sorgen bereitet der  Alkoholmissbrauch bei Jugendlichen. Deshalb werden mit der neuen,  visuell starken  "Alles im  Griff?-Kampagne die Jugendlichen gezielt auf die negativen Auswirkungen des problematischen Alkoholkonsums angesprochen.
http://www.bag.admin.ch/themen/drogen/00039/00602/index.html?lang=de
07.02.2007
Literaturliste zur Temperenz- und Abstinenzbewegung

(Quelle: Infoset Newsletter Febr. 07)
Die Abstinenzbewegung (auch Temperenzbewegung) ist eine soziale Bewegung, die vor
allem Ende des 19. Jahrhunderts bis Beginn des 20. Jahrhunderts ihren Höhepunkt hatte.
http://www.akzept.org/pdf/veroeffentlichungen_pdf/nr19/bibliogr_vomrausch.pdf (pdf, 333S., 2,6Mb) ist auf den Seiten des Bundesverbandes für akzeptierende Drogenarbeit und humane Drogenpolitik erhältlich. http://www.akzept.org/ und umfasst vor allem Publikationen aus der genannten Zeitperiode. Weitere Infos zu dieser
Bewegung sind auf http://de.wikipedia.org/wiki/Abstinenzbewegung und auf http://hls-dhs-dss.ch/textes/d/D16445.php Historisches Lexikon der Schweiz erhältlich.
07.02.2007
Der Kanton Wallis vergibt einen Preis zur Förderung von Projekten gegen den Suchtmittelmissbrauch. Den Kantonalen Preis "Alkoholzehntel" zur Bekämpfung der Ursachen und  Konsequenzen
des Suchtmittelmissbrauchs, verleiht der Staatsrat des  Kantons Wallis alle zwei
Jahre. Der  Preis wird dem Fonds Alkoholzehntel entnommen. Infos sind auf http://www.vs.ch erhältlich (Anmeldeschluss ist der 30.06.2007). (Quelle: Infoset Newsletter Febr. 07)
07.02.2007
"Abhängigkeiten 2007/3 ist erschienen.

(Quelle: Infoset Newsletter Febr. 07)

Thema: Eine neue Suchtpolitik für die Schweiz?
http://www.sfa-ispa.ch/index.php?IDthemepub=10&langue=D&IDpubvis=466"
2 Artikel sind online erhältlich:
"Nur eine gemeinsame Position gibt uns eine Chance im politischen Prozess".
Abhängigkeiten im Gespräch mit Bruno Erni (pdf, 4S., 138Kb).http://www.sfa-ispa.ch/DocUpload/abh03_06.Erni.pdf
"Suchtpolitik und Suchtarbeit im internationalen Spannungsfeld". Von Ambros Uchtenhagen
(pdf, 8S., 75Kb) http://www.sfa-ispa.ch/DocUpload/abh03_06.Uchtenhagen.pdf
07.02.2007
Der Newsletter Februar von Infoset ist erschienen. Informationen über alle Suchtgebiete. http://www.infoset.ch
Newsletter bestellen: http://www.infoset.ch/de/MainFrame.shtm?location=http://www.infoset.ch/de/MainFrame.shtm?location=http://www.infoset.ch/de/service/newsletter.htm&menu=Inhalt.htm&menu=Inhalt
07.02.2007
Die Medien als unkritische Helfer der Behörden. (2)
(siehe 29.1.07)

(Quelle: Tages-Anzeiger, 27.1.07, NZZ, 2.2.07)

 

ras. berichtet in der NZZ etwas länger und später, aber legt Wert darauf, dass er nicht auf Pressematerial abstelle, sondern die ganze Studie gelesen habe. Er meint, eine zentrale Aufgabe der Medien bestehe darin zu vermitteln, was Experten herausgefunden haben. Wenn diese ihre Arbeit gut gemacht hätten, gäbe es keinen Grund, von ihrer Darlegung und Argumentation abzuweichen.
Kommentar: Um zu beurteilen, ob diese ihre Arbeit gut gemacht haben, braucht es einiges Fachwissen zum betreffenden Gebiet. Beim Thema Alkohol braucht es leider auch einen Verleger mit Charakter, der ohne Vorurteile zulässt, dass der Leserschaft ehrlich und objektiv berichtet wird. (In der Schweiz leider eine rare Spezies.)
02.02.2007
Ein Ratsbericht der seriösen Neuen Zürcher Zeitung vom 1.2.07 lässt tief blicken. (Und liefert Stoff für die Basler Fasnacht.) Zitat:"Das überforderte Parlament". "23 Uhr war schon vorbei, als die letzten Parlamentarier Dienstagnacht ihre Voten im Rathaus zu Zürich vorlasen. Um sie herum hingen Ratskollegen mit glasigen Augen in den Bänken, andere versammelten sich draussen vor der Tür zur Jassrunde; Bier und Wein als Pausengetränk lähmten die Zungen, Pöbeleien übertönten die Voten im Saal. Das Zürcher Kantonsparlament pfiff nach 30 Stunden Debatte über den kantonalen Verkehrsrichtplan aus dem letzten Loch. Der immer noch nicht beendete Streit um Strassenbau, Parkplätze und Schienenverkehr hatte den Rat niedergestreckt, ausgelaugt, überfordert."
Kommentar: Wer glaubt, einen solchen Sitzungsmarathon mit Bier und Wein besser zu bewältigen, ist allerdings geistig überfordert und gehört nicht in einen Rat mit hohen Anforderungen. Statt Bier und Wein wäre Zürcher Traubensaft zu empfehlen, z.B. Staatskeller. Wir haben früher mit Traubensaft die Nächte mit klarem Kopf durchgetanzt.
02.02.2007
Neue Trends im Nachrichtenjournalismus

(Quelle: Tages-Anzeiger, 30.1.07)

Ein klarer Trend sei sichtbar. Die News gehen online. Auch im deutschsprachigen Raum gibt es Experimente: Die "Frankfurter Allgemeine Zeitung" z.B. erlaubt ihren registrierten Online-Lesern, an jedem Artikel Kommentare anzufügen.
Kommentar:  Auf den ersten Blick scheint diese Entwicklung die Stellung des Lesers zu stärken. Der Verlag hat aber auch so genug technische Möglichkeiten, seine Interessen zu wahren. (Wir machten die Erfahrung mit der New York Times.) Auch kann die Alkoholindustrie professionelle Überwacher einsetzen, die unangenehme Kommentare sofort kontern.
02.02.2007
Gesucht: Jugendlicher Mitarbeiter für Gesundheitsförderung Die Schweizerische Arbeitsgemeinschaft der Jugendverbände (SAJV) sucht für diesen 40%-Job eine jugendliche vielseitige Persönlichkeit nach Bern.
30.01.2007
Bundesrat Schmid lud zum runden Tisch über Gewalt im Sport. Persönlichkeiten aus Sportverbänden und Behörden diskutierten heute und wollen konkrete Regeln aufstellen. Im Juni soll ein weiteres Treffen folgen. Zum Abschluss verabschiedeten die Teilnehmenden eine gemeinsame «Erklärung des Schweizer Sports zur Bekämpfung von Gewalt im und um den Sport». Sie bildet die Basis für einen Aktions- und Massnahmenplan, der die rasche Umsetzung von Projekten zur Bekämpfung von Gewalt in Sport gewährleisten soll, wie es in einem Communiqué des Eidg. Departements für Verteidigung, Bevölkerungsschutz und Sport (VBS) heisst. (Quelle: SF1 "Tagesschau", 29.1.07)
NZZ online, 29.1.07
29.01.2007
Die Medien als unkritische Helfer der Behörden.

(Quelle: Tages-Anzeiger, 27.1.07, NZZ, 2.2.07)

Die Medienforschungsfirma Publicom untersuchte die Berichterstattung von elektronischen- und Printmedien in den Kantonen St. Gallen und Zürich nach 42 Medienkonferenzen von Behörden. 80% der positiven Selbstdarstellungen wurden umgehend unkritisch  weitergegeben. Das politische Geschehen wurde oft konfliktreicher dargestellt, als es war, um Emotionen zu wecken und um damit mehr Beachtung zu erhalten.
Kommentar: Offenbar auch im Umgang mit Behörden keine Recherchierfreudigkeit.
29.01.2007
Die Berufsschule Uster widmete eine Woche der Suchprävention, einen halben Tag pro Klasse. Ein Thema war das Rauschtrinken. Eine Lehrerin meint u.a., dass sie sich keinen Illusionen hingebe. Das Verhalten werde sich kaum ändern, aber auf eine Bewusstseinsänderung dürfe man hoffen.
Kommentar: Dass sich mit einem halben Tag Präventionslektionen viel ändern könnte, wird niemand erwarten. Wie wäre es mit etwas kritischer Alkoholpolitik? (Quelle: NZZ, 27.1.07)
29.01.2007
Eine Mutter reagiert mit einem Leserbrief auf den Tages-Anzeiger Artikel vom 22.1.07 zu Jugendparties. Sie kritisiert den zu geringen Preisunterschied zwischen alkoholischen und alkoholfreien Getränken und fragt, warum Bier mit Wodka oder Tequila an 16-Jährige abgegeben werden, wo doch Alcopops erst ab 18 verkauft werden dürfen.
Kommentar: Wir finden dies ungesetzlich und werden der Frage nachgehen.
(Quelle: Tages-Anzeiger, 25.1.07)
25.01.2007
Die Testkäufe, organisiert von der Erdölvereinigung im Kt. Zürich zeigen eine leichte Verbesserung. Im Herbst führte die Erdölvereinigung mit ihrem Personal Schulungskurse durch. Die Resultate verbesserten sich dann von Oktober bis Dezember von 58% auf 66% richtigen Verhaltens. Es wird gehofft, auf 80% positive Resultate zu kommen.
(Quelle: u.a. NZZ 31.1.07)
25.01.2007
Die Suchtprävention im Bezirk Andelfingen Kt. ZH berichtet über ihre Testkäufe. Die zweite Testserie brachte vor allem in den Läden bessere Ergebnisse. Bei einem Fest gingen die Käufe von 86% auf 10% zurück, beim Weinländer Herbstfest in Dachsen dagegen erhielten 8 von 10 Jugendlichen immer noch Alkohol. Die 24 Gemeinden werden nun aufgefordert, bei Abgabe von Alkoholpatenten die Unterzeichnung einer Jugendschutz-Vereinbarung zu verlangen. (Quelle: Der Landbote, 24.1.07)24.01.2007
Im Kanton Basel-Stadt hat die Zahl der Unfälle unter Alkoholeinfluss im letzten Jahr um 11,4% abgenommen.
(Von 105 auf 93) Die Zahl aller Verkehrsunfälle ging nur um 1,5% zurück.
Kommentar: Erfreulich, dass auch noch im 2. Jahr nach Einführung der 0,5‰-Grenze ein weiterer deutlicher Rückgang zu verzeichnen ist.
(Quelle: Polizeinews online, 21.1.07)
22.01.2007
Der Tages-Anzeiger entdeckt das Rauschtrinken der Jugendlichen.

(Quelle: Tages-Anzeiger, 22.1.07)
Trotz der grossen Aufmachung in der Printausgabe ist der Artikel online nicht zu finden.

Mit Bild auf der Titelseite und einer ganzen Seite auf Zürich und Region berichtet er über "Immer jüngere Rauschtrinker" und "Mit einer Flasche Wodka in den Partyrausch". Der Winterthurer Psychiater Toni Berthel meint (Titel) "Es ist nicht so, dass die Jugendlichen heute schwieriger sind". Er gibt Eltern Ratschläge und meint auch, dass Jugendschutzgesetze konsequenter umgesetzt werden müssten.
Kommentar: Man ist versucht zu zitieren: "Spät kömmt er, doch er kömmt". Es ist normal, dass der Partyveranstalter verharmlost, aber wie einmal der Zürcher Beauftragte für Gesundheitsförderung und Prävention, Roland Stähli, sagte: "Hinter jedem Suchtmittel, das ein Halbwüchsiger konsumiert, steht ein Erwachsener, der Geld verdient. Das verurteile ich." Für die Folgen werden Partyveranstalter nicht mitverantwortlich gemacht. Und die Bevölkerung, die Medien (lange) und die Politiker schauen mehrheitlich tatenlos zu. Dass die Eltern Ratschläge befolgen und richtig reagieren werden, ist ja wohl eine bequeme Illusion. Die Zeit für eine generelle und massive Alkoholsteuer mit Mindestpreisen und Alkoholverkaufsverboten in Tankstellen und ähnlichen Shops ist überreif.
22.01.2007
Das Kinderspital Zürich veröffentlicht die Jahres-Statistik der Kinderschutz-Gruppe. Letztes Jahr waren 40% der Täter minderjährig. In 15 von 86 Fällen sexueller Ausbeutung lag eine Vergewaltigung vor.(17%) Im Vorjahr waren es 18 von 92 Fälle 20%. "Es handle sich um ein gesamtgesellschaftliches Problem, dessen sich auch die Politiker annehmen solltenl" (Quelle: NZZ, 20.1.07)
Kommentar: Könnte die Tatsache, dass die Vergewaltiger immer jünger werden (schreibt der Tages-Anzeiger) auch damit zusammen hängen, dass die Alkoholkonsumenten immer jünger werden? Selbstverständlich wird nicht darüber geschrieben.
20.01.2007
Die Kommission für soziale Sicherheit und Gesundheit des Zürcher Kantonsrats hat das Gesundheitsgesetz vorbereitet. Es soll noch vor den Wahlen zur Abstimmung in den Kantonsrat gelangen. Bis auf die Präventionsmassnahmen wurde Einigkeit erreicht. Unterschiede bestehen bei der Suchtplakatwerbung (nur auf öffentlichem Grund oder auch wenn auf privatem Grund einsehbar verboten) und beim Schutzalter 18. (Eine Minderheit möchte, dass Alkohol und Tabak ab 16 Jahren zu kaufen erlaubt sind).
(Quelle: Tages-Anzeiger, 18.1.07 und NZZ 18.1.07)
18.01.2007
Das Open Forum Davos 2007 lädt zu 7 Veranstaltungen ein.
(Quelle: Inserate in NZZ und Tages-Anzeiger)
Veranstalter ist der Schweizerische Evangelische Kirchenbund und das World Economic Forum. Themen sind die Spitzengehälter, Entwicklungshilfe, Energieverbrauch, Öl, die multikulturelle Gesellschaft, Religionen und der Friede, Marken - Götter von heute?
Kommentar: Das Alkoholproblem hat es noch immer nicht aufs Podest geschafft. Seine Behandlung muss schon sehr anspruchsvoll und unangenehm sein.
17.01.2007
Der Hedinger Gemeinderat will nun keine Jugendszene mehr am Bahnhof dulden. Gespräche mit der Kantonspolizei würden laufen. Die Einhaltung der Polizeistunde im Restaurant Zügig und der Wartsaal würden nun besser kontrolliert.
Kommentar: Nachher ist man immer klüger. Warum immer erst nachher?
17.01.2007
Bei Coop Pronto am Zürcher Schaffhauserplatz gibts Alkohol nur ab 18.

(Quelle: heute, 16.1.07)

Der Laden ist auch samstags bis 23.00 Uhr offen. An den Wochenenden soll es um den Platz herum Alkoholparties geben, die diesem Laden angelastet werden. Die neue Altersregelung sei ein Pilotprojekt nur für diesen Laden, sagt Coop. Der Quartiervereinspräsident ist damit nicht zufrieden, er will auf politischer Ebene ein Alkoholverbot für solche Shops erreichen.
Kommentar: Recht hat er. Es wäre höchste Zeit - auch für Tankstellenshops.
17.01.2007
Das Winterthurer Suchtstrategie-Papier wurde offiziell vorgestellt.

(Quelle: Tages-Anzeiger, 17.1.07)

Obwohl es sich wahrscheinlich nur um Jugendschutzmassnahmen handelt, titelt der Tages-Anzeiger grossspurig: "Dem Alkohol den Kampf angesagt."
Kommentar: Es wäre ja schön, wenn dem so wäre. Wie wir am 12.1.07 kommentierten, geht es um das verzweifelte Bemühen, Akzeptanz für Massnahmen zu erreichen, und das ist offenbar nur auf dem kleinsten gemeinsamen Nenner möglich: Man massregelt die Jungen, die sich nicht wehren können.
17.01.2007
Die Presse berichtet, dass mit dem neuen Strafrecht die elektronische Fussfessel ihre rechtliche Basis verliere. In Europa wie auch in den USA bewährt sich das "Electronic Monitoring" bei Kurzstrafen, auch bei FiaZ-Urteilen und allgemein bei vielen alkohol- und drogenabhängigen Tätern. Kriminologen und Fachbeamte finden es falsch, diese günstige und erfolgversprechende Methode aufzugeben.
(Quelle: Tages-Anzeiger, 16.1.07, NZZ, 17.1.07)
17.01.2007
Die Polizei hat zwei junge Männer wegen Sachbeschädigungen verhaftet. Sie hatten in stark angetrunkenem Zustand für 12'000 Fr. Schäden angerichtet.
Kommentar: Es ist immer das gleiche: Alkohol enthemmt, und dann wird man übermütig oder mutig und vergisst die gute Kinderstube. Aber darüber spricht man doch nicht.
(Quelle, Tages-Anzeiger, 16.1.07)
16.01.2007
Die Schlägerei in Hedingen füllt auch heute ganze Zeitungsseiten. Auch das Opfer sei angetrunken gewesen. Die Bandenszene in Hedingen ist offenbar nicht neu. Letztes Jahr sei ein Mann mit brennbarer Flüssigkeit übergossen und angezündet worden. Er überlebte, die Täter wurden nicht gefasst. Die Gemeinde hat eine private Sicherheitspatrouille aufgebaut. (Quelle, Tages-Anzeiger, NZZ, 16.1.07)16.01.2007
16-Jähriger schlägt 39-jährigen Mann zu Tode. Eine Schlägerei beim Bahnhof Hedingen fordert ein Todesopfer. Der Haupttäter konnte verhaftet werden. Laut Radio 24 soll er alkoholisiert gewesen und aus der Bahnhofbar gekommen sein. (Quellen: Tages-Anzeiger Printausgabe und online, NZZ, 15.1.07)
Kommentar: Ist Alkohol immer noch kein Thema? Oder vielleicht die Verantwortlichkeit des Wirts der Bahnhofbar? Siehe "Mitschuld" beim Aargauer Obergerichtsurteil. Aber wozu viel Aufhebens machen. Im Verkehr wird ja auch laufend gestorben! In der Print-Ausgabe erwähnt der T-A den Alkohol, online nicht, die NZZ auch nicht.
15.01.2007
Am Tag nach dem Migros-Denner-Deal Wir haben die Presse in Zürich kritisch gelesen. Siehe Sonderseite.13.01.2007
Fragwürdiges Urteil des Aargauer Obergerichts wegen eines Alkohol-Unfalles.

(Quelle: Tages-Anzeiger, 12.1.07)

Schon wieder ein eigenartiges Urteil nach der neuen Strafprozessordnung. Statt 30 Monate unbedingt erhält nun ein betrunkener Fahrer 20 Monate bedingt, obwohl er schon 4 Ausweisentzüge vorzuweisen hatte. Ein Mitfahrer war im überladenen Wagen gestorben. Die Mitfahrer seien mitschuldig, weil sie sich bewusst zu einem angetrunkenen Fahrer gesetzt hätten. Kommentar im Tages-Anzeiger: "Unhaltbares Urteil". Das Bundesgericht hätte schon oft betont, es gäbe im Strafrecht keine Verschuldenskompensation.
Kommentar: Es macht den Anschein, als ob die Gerichte nun die 0,5‰-Grenze kompensieren müssten. Das riecht ganz nach einem Thriller von John Grisham.
12.01.2007
Winterthur hat ein Strategiepapier "Suchtpolitik Winterthur 2007-2011 herausgebracht Der Suchtmittelkonsum sei in unserer Gesellschaft eine Tatsache. Deshalb müssten die Jugendlichen lernen, mit der Suchtgefahr verantwortungsbewusst umzugehen. Im Strategie-Papier seien vor allem Zielvorstellungen und wenige konkrete Massnahmen formuliert zum Zweck eines wirksamen Jugendschutzes. Das Papier geht nun in die Vernehmlassung zu den Parteien und den Gemeinden im Bezirk. (Quelle: NZZ, 12.1.07)   Stadt Winterthur, 11.1.07
Kommentar: Einmal mehr liegt der Fokus auf den Jugendlichen, die sich nicht wehren. Politik des geringsten Widerstandes.  Ungeachtet der Tatsache, dass aufklärende Prävention bei Jugendlichen nichts bringt. Wie wollen sie den "sinnvollen Umgang mit Suchtmitteln lehren"? Das war Theorie der Neunziger-Jahre und hat sich als undurchführbar erwiesen. Bei den schlechten Vorbildern und der gesellschaftlichen Wirklichkeit auch logisch ein Unsinn. Die Jugend ist bekanntlich der Spiegel der Gesellschaft. Da wurden Fachleute von den Politikern für eine Alibiübung über den Tisch gezogen. Oder waren es nur "Fachleute"?  (Leserbrief unterwegs)
12.01.2007
Die Verleger sollen Anfang 2008 in den Presserat aufgenommen werden.(Quelle: NZZ, 12.1.07) Bisher hatten sich die Arbeitnehmer geweigert, die Verleger aufzunehmen. Der Verleger-Vertreter sagte, die Verleger hätten ein grosses Interesse an einem Einsitz im Presserat.
Kommentar: Ihr Interesse ist natürlich. So können sie die "Recht"-Sprechung des Presserates sogar direkt beeinflussen. Es ist interessant, was sich alles in der Presselandschaft bewegt. Da wird wohl versucht, lecke Stellen abzudichten.
12.01.2007
Die WEF-kritische Koalition Public Eye vergibt wieder den Schmähpreis für unverantwortliche Unternehmer. 6 Anwärter wurden aus über 40 Vorschlägen in den Kategorien "Global Player" und "Swiss" nominiert. Neu sollen auch gute Firmen gelobt werden.
Kommentar: Bewahrheitet sich die Übernahme von Denner samt Alkoholgeschäft durch die Migros, würde sie für uns zum Topfavoriten für den WEF Negative Award aufsteigen. (Quelle: Tages-Anzeiger, 12.1.07)         NZZ online, 11.1.07
12.01.2007
Die Migros soll Denner kaufen wollen. Der Tages-Anzeiger berichtet heute gross auf der Frontseite und im Innern, dass Philippe Gaydoul Denner verkaufen wolle. (Siehe Top aktuell auf Homepage)12.01.2007
Die NZZ berichtet, wie die Engländer den Kampf gegen die Fussball Hooligans gewonnen haben. Gewonnen wurde dank "Erziehungsmassnahmen" und "zero tolerance". Wer betrunken oder im Besitz von Alkohol beim Stadion eintrifft, erhält keinen Zutritt und macht sich sogar strafbar. Für schwere Vergehen kann es bis zu 10 Jahren Haftstrafe geben. Das Mitführen von Alkohol in Zug oder Bus auf dem Weg zum Stadion ist auch verboten. Im Jahr 2000 seien rund 1000, d.h. 30% der Verhaftungen auf Alkohol zurückzuführen gewesen. (d.h. die Mehrheit der Vergehen)
Kommentar: Unsere Verantwortlichen halten sich immer noch bedeckt und hoffen wohl, um unpopuläre Entscheide herumzukommen.  (Quelle: NZZ, 10.1.07)
10.01.2007
Am Bezirksgericht Zürich fällte eine Einzelrichterin ein eigenartiges Urteil. Ein vermögender Unternehmer wurde zum 3. Mal wegen Alkohol am Steuer verurteilt. Er hatte mindestens 2,1‰. Der Verteidiger verlangte, dass nach dem milderen Tarif geurteilt werde, da der Fall noch unter altem Strafrecht geschah. Er erhielt 60 Tage unbedingtes Gefängnis, aufgehoben durch ambulante Therapie, statt einer sechsstelligen Busse. Die Begründung steht noch aus. (Quelle: NZZ, 10.1.07)
Kommentar: Wo ist da die Strafe? Unzurechnungsfähig? Wer?
10.01.2007
Das Sorgenbarometer der Konsumentinnen und Konsumenten ist stabil. Die Befragung durch das Konsumentenforum (kf) bei über 1000 Personen im November und Dezember ergab wiederum an erster Stelle die steigenden Gesundheitskosten. An zweiter und dritter Stelle folgen die Sorge um Internetkriminalität und um aggressive Werbung.(Quelle: Basler Zeitung online, 10.1.0710.01.2007
Die Verbände der Schweizer Presse und der Werber haben sich auf Verhaltenskodex geeinigt.

(Quelle: NZZ, 10.1.07
An der Dreikönigstagung der Schweizer Verleger in Zürich haben sich die Vertreter von Redaktionen, Verlagen und Werber auf Verhaltensrichtlinien geeinigt, die eine strikte Trennung von redaktionellen Texten und Werbung garantieren soll. Die NZZ schreibt dazu unter dem Titel "Keuschheitsgelübde" am Schluss: "Ob sich alle Mitglieder dieser Verbände an die hehren Vorsätze halten werden, bleibt allerdings angesichts der bereits etablierten publizistisch-kommerziellen Grauzonen eine offene Frage."
Kommentar: Typischer Fall von Alibi-Selbstregulierung. Nun hat die Branche zu den Rechten und Pflichten beim Presserat noch eins drauf gegeben. An der Unabhängigkeit der Verleger, nur das zu bringen, was ihnen passt, ändert sich nichts, ebenso nichts an der vorauseilenden Selbstzensur der Redaktionen.  Erfreulich offener Kommentar der NZZ.
10.01.2007
Journalismus im Internet-Zeitalter: Zehnte Dreikönigstagung der Schweizer Verleger in Zürich

 

Aus dem Referat von Claudia Mast, Professorin für Kommunikationswissenschaft und Journalistik an der Stuttgarter Universität Hohenheim, zitiert die NZZ online heute:
"Die Kernkompetenz der gedruckten Zeitungen bewege sich weg von Information hin zur Erklärung des Geschehens, zur Wissensvermittlung. Zeitungen seien Push-Medien, die den Lesern Überraschungen bieten und sie mit Gesprächsstoff beliefern könnten. Journalisten seien künftig weniger Chronisten als Erklärer der Tagesaktualitäten." 
Kommentar: Vielleicht dürfen wir mit der Zeit doch noch auf eine vertiefte Berichterstattung zum Alkoholproblem hoffen. Siehe dazu obenstehende Meldung.
10.01.2007
Die IG Freiheit von SVP-Nationalrat Peter Spuhler vergibt den "rostigen Paragraphen". Sie will gegen unnötige Gesetze und Verbote kämpfen.
Kommentar: Die sollten sich selber prämieren. Für eine unnötige, schädliche Alkoholpolitik, für Freiheit ohne Verantwortung und für unnötige Dummheit, die sich selbst, der Wirtschaft und uns allen schadet. (auch Leserbrief)   (Quelle: Basler Zeitung online, 10.1.07)
10.01.2007
Das Zürcher Blaue Kreuz zieht Bilanz nach einem Jahr Testkäufen. Total wurden 926 Testkäufe in 41 von 171 Gemeinden durchgeführt. Die Tankstellen mit 51% illegaler Verkäufe schnitten am schlechtesten ab. Feste/Vereine waren mit 42% nicht viel besser. In Gemeinden, die erstmals getestet wurden, gab es 40% illegale Verkäufe, in Gemeinden, in den öfters getestet wurde, gab es noch 25%. (Quelle: NZZ, 9.1.07)09.01.2007
Die "Schweizer Werbung" macht ganzseitige Eigenwerbung.

(gesehen in FUTURA, Das Bildungsmagazin, Nr. 1/2007)

Titel: "Was ist Werbung? Werbung ist Kommunikation!" Unter dem Untertitel "Medien- und Werbefreiheit" steht: "Ebenso wesentlich ist die Medien- und Pressefreiheit. Sie erlaubt freie Meinungsäusserung, welche die Basis für die Meinungsbildung in einer Demokratie ist. Eng mit der Pressefreiheit verbunden ist die Werbefreiheit. Wer ein Produkt herstellt, soll es auch bewerben können."
Kommentar: Pressefreiheit gibt es nur für die Verleger. Sie unterdrücken beim Thema Alkohol die freie Meinungsbildung in unserer Demokratie. Sie üben eine unkontrollierte Macht aus, die für unser Land schädlich ist. Die Werber üben sich hier beim Vorspiegeln falscher Tatsachen. Eine Werbefreiheit gibt es nicht (nur in den Köpfen der Werber). Unsere Handels- und Gewerbefreiheit kennt Ausnahmen, dort, wo das Volk geschädigt wird, z.B. bei der Suchtmittelreklame.
08.01.2007
Fortsetzung zu Nachwehen zum grössten Silvester-Feuerwerk der Schweiz.
(Quelle: Tages-Anzeiger, 8.1.07)
Der Tages-Anzeiger steht voll auf die Bremse mit einem gross getitelten Artikel: "Kein Weg führt zurück zu Zwingli". Und: "Wer das Festen verbietet, straft die Falschen."
Kommentar: Die alte Taktik der Werbeverbot-Gegner: Man schreit lauthals, es werde alles verboten, um jede Korrektur an Missständen zu verhindern. (Übrigens, Zürich war doch einmal stolz auf Zwingli?)
08.01.2007
"Communica", Winter 06 der Eidg. Alkoholverwaltung ist erschienen. Aus dem Inhalt: - EU-Alkoholpolitik stösst auf grosses Interesse
- Die Eidg. Alkoholverwaltung im Jahr 2015: Alles wird anders, aber nichts geht verloren.
- Die Anfänge der Temperenz- und Abstinenzbewegung in der Schweiz: Rochat und Forel -     Verwandtschaft ohne Bekanntschaft
06.01.2007
Ein geschichtlicher Bericht zuhanden des Bundesamtes für Gesundheit, Sektion Alkohol zur schweizerischen Alkoholpolitik ist erschienen. Titel: Liste politischer Geschäfte im Alkoholbereich 1848 – 2005 und historischer Kommentar (pdf)     Aus dem Inhalt:
4. Themenschwerpunkte
4.1 Volksabstimmungen: Volksinitiativen und Referenden
4.2 Alkoholzehntel
4.3 Abgabealter
4.4 Strassen
4.5 Getränkesteuer
4.6 Werbung
4.7 Rebbau und Weinwirtschaft
4.8 Prävention als Grundlage der Alkoholpolitik
4.9 Akteure der „Alkoholpolitik“

Kommentar: Wertvolle Auflistungen der politischen Geschäfte. Die Bedeutung der Abstinenzbewegung für die Prävention der ersten 100 Jahre in der Schweiz ist ungenügend dargestellt.  Der Bericht ist auch auf der Homepage als Dokument am linken Rand abrufbar.

05.01.2007
Der Januar Newsletter von Infoset ist erschienen. Informationen zu allen Suchtbereichen, vor allem aus der Schweiz.
Hier bestellen
05.01.2007
Die Nachwehen zum grössten Silvesterfeuerwerk der Schweiz

(Quellen: Tages-Anzeiger und NZZ)
Kommentar NZZ, 4.1.07

Schlagzeilen in der Tagespresse:
34 Tonnen Abfall / Mehr Alkohol und mehr Polizeieinsätze / Trunkenheit, Schlägereien, Lärm, Sachbeschädigungen / Silvester am Bellevue: Ekel erregender Schauplatz / Entzauberter Silvester
Kommentar: (freundlich) Gut haben sie sich übergeben, sonst hätte es vielleicht Tote durch Alkoholvergiftung gegeben.
(zynisch) Schade, dass es keine Tote gegeben hat, dann würde sich vielleicht in der Politik etwas bewegen. (Da in Sachen Alkohol ja ständig ohne Skrupel über Leichen gegangen wird, ist diese Variante doch nicht zu empfehlen.)         (Leserbrief mit diesem Text)
04.01.2007
Die Aktion "Nez Rouge" hat während diesen Festtagen 36% mehr Personen nach Hause gebracht als letztes Jahr. Kommentar: Die Organisatoren verstehen sich zu recht als Verbesserer der Verkehrssicherheit. Trotzdem bleiben wir bei unserem Kommentar vom 28.12.06
(Quelle: NZZ online, 1.1.07)
02.01.2007
"Zwischen Euphorie und Absturz" titelt die Sonntagszeitung. und "Alkohol provoziert Glücksgefühle, zu viel davon einen Katzenjammer" schreibt HELGA KESSLER. Sie gibt einen einfachen Überblick über die Wirkung des Alkohols aufs Gehirn und kommt zum Schluss, dass es gegen den Kater keine wirklichen Gegenmittel gibt.
(Quelle: Sonntagszeitung, 31.12.06)
02.01.2007

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Letzte Bearbeitung: 30.12.2008

 

Inhaltsverzeichnis 

Entwicklungen der schweizerischen Alkoholpolitik der letzten Jahre anhand von Leserbriefen

Aktuell

Hinweise für Unterrichtende

Ihre Meinung interressiert uns

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Internationales

Briefe an ....

Die Lobby-Arbeit der globalen Alkoholindustrie

Veranstaltungen

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Dossiers: Suchtmittelwerbung; Alcopops; Absinth; WTO - GATS; Alkoholkonsum Jugendlicher; Alkohol und Verkehr /  Drink Driving; Wein (Alkohol) sei (mässig genossen) gesund; Sport und Alkohol; Strukturelle Prävention; NPA (Nationales Programm Alkohol); botellón

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Stand: 03.01.2009