Zusammenstellung der dieses Thema betreffenden Beiträge.
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Thema |
Kommentar/Details |
Datum |
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Der Bundesrat beantwortete die Interpellation von NR
Donzé Walter. |
08.3473 - Interpellation
Massenbesäufnisse "Botellón".
Strategie des Bundes Einreichungsdatum
17.09.2008. Der Interpellant erklärte sich
befriedigt. |
27.12.2008 |
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Teilnehmer des Winterthurer Botellóns werden gebüsst. |
19 Personen wurden von der Stadtpolizei verzeigt, die
Bussen zu gewärtigen haben. Der Anlass war von der
Polizei beobachtet, fotografiert und gefilmt worden. In
Zürich sei es nur zu drei Anzeigen gekommen.
(Quelle: Tages-Anzeiger, 29.11.08) |
29.11.2008 |
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Jugendliche kritisieren Angebot für sie in Brienz. Diskussion zu
regionaler Jugendkultur am Botellòn |
Das Botellòn in Meiringen war ein Flop. Nur zehn
Jugendliche fanden sich zum geplanten Massenbesäufnis ein. Dennoch
dürfte es für die wenigen Teilnehmenden ein fruchtbarer Abend gewesen
sein. Es ergab sich ein interessantes Gespräch mit einem
Jugendbeauftragten über Ausgangsangebot, Heimreise und die Wertschätzung
der Jugend in der Gesellschaft.
Jungfrau-Zeitung online, 28.9.08
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29.10.2008 |
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Botellón - Hinweise und Anregungen
für GemeindebehördenBotellón |
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01.10.2008 |
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Der Botellón in Uster blieb ohne Teilnehmer. |
Einzig die Polizei war mit Schäferhund vertreten.
Kommentar: Die Saison dafür scheint vorbei. Hoffentlich war es die
letzte. |
29.09.2008 |
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Botellónes und Herbstfeste |
Der Landbote vom 24.9.08 widmet eine ganze Seite dem Wein-Herbstfest in Benken.
Viele Stände, Festbeizen, erwartete 50'000 Besucher, ein Maturand, der zur
kostenpflichtigen Benutzung eines Alkoholtesters aufruft und die Frage an den
Organisator: "Handelt es sich eigentlich beim Weinländer Herbstfest, wo ja
traditionsgemäss stets reichlich Alkohol fliesst, um eine Art Botellón?"
Antwort: "Überhaupt nicht! Das Herbstfest ist die Leistungsschau einer modernen
und vielseitigen Gemeinde...."
Kommentar: Dazu passt sehr gut ein Leserbrief in der gleichen Nummer, in
dem eine Frau zum Winterthurer Botellón fragt: "Und wer sind denn die
Vorbilder?" |
24.09.2008 |
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2 Botellónes in Meilen und Zürich |
In Meilen rund 30 Jugendliche und in Zürich nur wenige. Die Organisatorin las
wie versprochen den Abfall in Meilen am Ende um 23 Uhr auf.
(Quelle: Tages-Anzeiger,
20.9.08) |
22.09.2008 |
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Nach dem Winterthurer Botellón. (Quelle:
Tages-Anzeiger,
20.9.08) |
250 Trinker waren gestern Abend an einem Bottelón in der Winterthur Altstadt.
Die Folge: Viel Müll, Lärm und Streit, dazu 2 Verletzte.
Kommentar: Vom Alkoholkonsum ist nicht die Rede. Auch nicht von Prävention. |
20.09.2008 |
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Nun soll auch Meilen ein Botellón erhalten. |
Die Initiantin hat sich mit den Behörden in Verbindung
gesetzt und einen Ordnungs- und Reinigungsdienst
organisiert. Die Gemeinde macht keine Zugeständnisse.
Sie müsse evtl. Kosten tragen. (Quelle: Tages-Anzeiger,
18.9.08) |
18.09.2008 |
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In Uster ZH ist ein Botellón angesagt. |
Für den 27.9.08 ist das Besäufnis geplant, die Stadt
konnte den Initianten nicht für eine Zusammenarbeit
gewinnen. Verschiedene Schutzmassnahmen sind geplant.
Bei Beschädigungen werde eingeschritten. (Quelle:
Zürcher Oberländer, 16.9.08) |
17.09.2008 |
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Die Stellung der Kirchen zu Botellónes? |
Kommentar: Die Kirchen, die mit Recht, so viel
von Menschenwürde halten, geben sich seltsam bedeckt in
dieser Frage. Hat das wohl mit der in unserer
grundsätzlichen Bemerkung auf der Homepage geäusserten
Vermutung zu tun, dass Alkoholpolitik unbeliebt ist,
weil sie auch die persönliche Konsumhaltung in Frage
stellt? Oder sind der Kirche die Hände gebunden, seit
fast jedes Kirchgemeindehaus über ein Alkoholpatent
verfügt? - Beim geplanten Rausch wird die Menschenwürde
vorsätzlich preisgegeben; denn Alkohol greift zuerst die
menschlichen Funktionen im Gehirn an, reduziert den
Menschen praktisch zum Tier. Wenn menschliche Würde auch
mit Gotteswürde zu tun hat, müssten unsere Kirchenoberen
sich doch vehement für eine wirksame Alkoholpolitik
einsetzen. |
06.09.2008 |
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Bewilligungspflicht für
Botellónes fordert das Blaue
Kreuz. |
Das Blaue Kreuz
fordert in einer
Medienmitteilung (pdf, 2S., 27Kb) vom 19. August,
dass sich derartige Events wie andere öffentliche
Anlässe der Bewilligungspflicht unterziehen und gewisse
Auflagen erfüllen müssen.
Artikel auf swissinfo.ch.
(Quelle: Infoset-Newsletter September 08) |
06.09.2008 |
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Orientierungspapier der
Berner Gesundheit zum Thema "Botellón": |
In diesem
Papier (pdf, 2S., 27Kb) beschreibt die
Berner Gesundheit
worin sie die Probleme der Botellón-Anlässe sieht und
was Eltern, Alkoholverkaufsstellen, Polizei und
Ausbildungsstätten dagegen tun können und in welcher
Form die Berner Gesundheit Unterstützung bietet und
informiert. (Quelle:
Infoset-Newsletter Sept. 08) |
06.09.2008 |
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Faktenblatt zu Botellón:
des Bundesamtes für Gesundheit (BAG) |
Faktenblatt (pdf, 2S., 27Kb). In diesen Blatt wird
der Begriff Botellón und die rechtliche Situation bei
einem solchen Anlass erläutert. Weiter die Haltung des
BAG und ein kleines FAQ, u.a. über die Einschätzung des
BAG über die Gefährlichkeit solcher Anlässe.
(Quelle: Infoset-Newsletter September 08)
Kommentar: Die gesundheitlichen Aspekte
sind ungenügend dargestellt. Das Papier der Berner
Gesundheit (siehe oben) ist wesentlich besser. |
06.09.2008 |
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Botellón in Zürich war das Top-Thema |
auf der Leserbriefseite des Tages-Anzeigers im August.
(Wir waren dabei.)
(Quelle:
Tages-Anzeiger, 5.9.08) |
05.09.2008 |
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Botellónes im Zürcher Oberland. (Quelle:
Tages-Anzeiger, 5.9.08) |
Der Stadtpräsident von Uster denkt nicht daran, ein
angekündigtes Massenbesäufnis in Uster zu verbieten. Das
bringe nichts. Er fragt sich, ob ein solches mit
Prävention verhindert werden könne.
Kommentar: Wahrscheinlich schon, aber nur mit
konsequenter, langfristiger und umfassender Prävention.
Bisher wurde die Zeit (Jahrzehnte) mit unnützer
Alibiprävention vertan. (Ausnahmen: 0.5‰, Alcopopsteuer)
Wir alle bezahlen dafür. |
05.09.2008 |
Botellón in der Winterthurer Altstadt angesagt.
(Quelle:
Tages-Anzeiger, 4.9.08) |
300 Personen sollen sich bereits angemeldet haben. Der
Polizeivorstand sei gelassen. Er hoffe auf die Vernunft
der Winterthurer Jugend.
Kommentar: Wenn man auf seine früheren
Erfahrungen mit den Studenten abstellt, tönt das nicht
sehr hoffnungsvoll. |
04.09.2008 |
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"Chropfleerete" im Zürcher Gemeinderat nach dem Botellón,
titelt der Tages-Anzeiger. (Quelle:
Tages-Anzeiger, 4.9.08) |
Bei SVP und FDP wurde vor allem über die Kostenabwälzung
und künftige Verbote gesprochen, die Grünen halten
nichts von Verboten, die SP rügte die Medien für ihre
Werbung, die mutwillige Zerstörung der Wiese hätte die
Jugendlichen viel Goodwill gekostet. Einzig die EVP
äusserte sich negativ über die Sauferei an sich.
Kommentar: Die Politiker sind offenbar nicht
lernfähig. |
04.09.2008 |
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Zum Zürcher Botellón, Nachlese. (Quellen:
Tages-Anzeiger, 2.9.08;
Leserbrief veröffentlicht am
4.9.08
NZZ, 2.9.08) mit Kommentar
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Die Zeitungen berichten über die Aufräumarbeiten auf dem
Rasen und in den Köpfen der Politiker. Der Schaden soll
20'000 Franken betragen. Politiker von links bis rechts
wollen die Verantwortlichen zur Kasse bitten. Der
TA-Chefredaktor liefert einen heuchlerischen Kommentar.
Die NZZ meint, auch der Soziologe, der im Tages-Anzeiger
zum Besuch des Botellón aufgefordert hatte, könnte
belangt werden.
Kommentar: Es geht weiterhin nur um den
wertvollen Rasen, die Gesundheit der Jugend ist nicht
das Thema. Fr. 20'000.-- im Vergleich zu Fr. 300'000 bei
jedem Krawall-Fussballspiel ist doch eine Bagatelle.
Dabei weiss doch jeder, dass ein Betrunkener zuerst sein
Verantwortungsbewusstsein verliert. Jeder Botellón
dürfte nur erlaubt werden, wenn ein Sponsorenteam sich
verpflichtet, nüchtern zu bleiben und anschliessend
aufzuräumen. Das wäre doch ein Job für Eltern,
Soziologen und Journalisten. |
02.09.2008 |
Zum ersten Zürcher Botellón.
(Quelle:
NZZ, 1.9.08)
Tages-Anzeiger, 01.09.08 |
In ausführlichen Berichten meldet die Presse 2000
Teilnehmer, durchzogene Bilanz von Rettungskräften und
Polizei. Ein Einsatz von Gummischrot, ein paar
vorübergehende Festnahmen. 10 Verletzte kamen aus
verschiedenen Gründen in Spitäler. 6 t Abfall. Die
Blatterwiese musste wegen der Glasscherben gesperrt
werden. Kosten: Mehrere 10'000 Franken. |
01.09.2008 |
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Zum ersten Zürcher Botellón. |
In ausführlichen Berichten meldet die Presse 2000
Teilnehmer, durchzogene Bilanz von Rettungskräften und
Polizei. Ein Einsatz von Gummischrot, ein paar
vorübergehende Festnahmen. 10 Verletzte kamen aus
verschiedenen Gründen in Spitäler. 6 t Abfall. Die
Blatterwiese musste wegen der Glasscherben gesperrt
werden. Kosten: Mehrere 10'000 Franken. (Quelle:
NZZ, 1.9.08) |
01.09.2008 |
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Botellón: Friedliches Trinkgelage in Bern |
Eine Openair-Party mit über 1200
trinkfreudigen Besuchern - und keiner einzigen Toilette.
So präsentiert sich die Botellón in Bern. Die Polizei
hielt sich zurück. Es blieben 2,5 t Abfall.
(Quelle:
Tages-Anzeiger,
31.8.08) |
01.09.2008 |
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Erleichterung nach dem ersten Zürcher Botellón. |
Die Zeitungen melden, dass bei Redaktionsschluss um 21
Uhr gemäss Polizeiangaben rund tausend Teilnehmer
friedlich versammelt waren, die Morgennachrichten von
DRS1 berichteten von mehreren hundert Teilnehmern, wenig
Problemen, aber von viel Abfall. Es fanden noch andere
Grossanlässe in Zürich statt. |
30.08.2008 |
Ärztliche Tipps für die geplante Sauferei.
(Quelle:
Tages-Anzeiger,
29.8.08) |
Für den Zürcher Stadtarzt Albert
Wettstein liegt es drin, wenn ein Jugendlicher am
Freitagabend am Botellón in Zürich eineinhalb Liter
Bier trinkt. Was man auf keinen Fall trinken soll,
ist Bier mit harten Drinks (Wodka) gemischt. Dies
sei sehr gefährlich und könne zu Alkoholvergiftungen
führen. Mädchen und Frauen seien gefährdeter als
Burschen und Männer, da sie weniger Alkohol
ertragen.
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29.08.2008 |
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Die NZZ mokiert sich über die Entwicklung des Worts
"Massenbesäufnis". |
Es wird aufgezeigt, wie die ursprünglich entsetzte
Berichterstattung sich nach dem Tages-Anzeiger-Interview
mit einem Zürcher Sozialwissenschafter gewandelt und
einer weniger aufgeregten Schreibweise Platz gemacht
habe. Journalistische Spielregeln seien umgekehrt
worden. (Quelle:
NZZ, 29.8.08)
Kommentar: Was "ras" aber vergisst, ist, dass nie
über die wirklichen Probleme des neuen Phänomens
recherchiert und informiert wurde. Das hätte mit
"moralischer Übersäuerung" nichts, aber mit
journalistischer Pflicht (Presserat-Papiertiger) und
Prävention zu tun. Prävention heisst ja vorsorgen, bevor
das Kind in den Brunnen gefallen ist. |
29.08.2008 |
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Vor dem Botellón in Zürich: Grossaufgebot der Hilfskräfte. |
Auch wenn man den Anlass nicht unterbinden könne, werde
man auf den Jugendschutz achten. Unter 16-Jährige, die
Alkohol konsumierten, würden unter Verrechnung der
Kosten nach Hause gebracht. Die medizinische Hilfe für
schwer Betrunkene werde ebenfalls verrechnet.
(Wahrscheinlich bezahlt dann die Krankenkasse) Soweit
die Stadtpolizei. Deren Vorsteherin, Esther Maurer ist
immer noch der Meinung, jene, die mit dem Vorsatz des
Besaufens hingingen, seien "im Hirn oben krank".
(Quelle:
NZZ, 29.8.08) |
29.08.2008 |
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Die gestrige Club-Sendung auf SF1:
Massenbesäufnisse – viel Lärm um nichts? |
Kommentar: Eine Diskussionsrunde über
Jugendalkoholismus ohne eine einzige
Alkohol-Präventions-Fachperson. Was konnte da
herauskommen? Es ist die grosse Ernüchterung. Sieg für
die Alkoholindustrie. (Siehe
unseren ausführlicheren Kommentar dazu) |
27.08.2008 |
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Massenbesäufnisse – viel Lärm um nichts?
Heute abend im
Club auf SF1, Moderation. Christine Maier |
Ausstrahlung SF 1: Dienstag, 26. August 2008, 22.20 Uhr
Ausstrahlung SF 1: Mittwoch, 27. August 2008, 01.40 Uhr
Ausstrahlung SF 1: Donnerstag, 28. August 2008, 12.45
Uhr
Ausstrahlung SF 1: Samstag, 30. August 2008, 14.20 Uhr |
26.08.2008 |
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Interview im Migros-Magazin zu den Botellónes mit Paul
Nolte, Sozialwissenschafter. (Quelle:
Migros-Magazin, 25.8.08) |
"Jugend und Alkohol" gehörten schon immer zusammen",
lautet die dicke Überschrift. Er meint, Verbote und
staatliche Regelungen seien grundsätzlich nicht
geeignet, gesellschaftliche Probleme zu lösen. Eine
freie Gesellschaft sollte auf Erziehung und nicht auf
staatliche Verbote setzen.
Kommentar: Seine Aussagen sind voller
Widersprüche, verkaufen sich aber gut. siehe unsern
Leserbrief vom 25.8.08,
den wir ausnahmsweise sofort veröffentlichen, da das
Migros-Magazin unsere Briefe seit einiger Zeit
ignoriert. |
25.08.2008 |
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"Es muss nicht immer Alkohol sein". Interview mit dem
Initiator der Genfer Bolellónes. |
1300 junge Menschen trafen sich im Juli im Parc aux
Bastions in Genf zu einer ausgelassenen nächtlichen
Party. Verabredet hatten sie sich über das
Internetportal Facebook. Schweizer Zeitungen
bezeichneten die Feier als »Massenbesäufnis« und
behaupteten, die Jugendlichen hätten einen
»Schweinestall« hinterlassen. (Google
Alkohol Alert, 25.8.08)
Jungle World online, 25.8.08 |
25.08.2008 |
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Der Tages-Anzeiger lässt einen spanischen Soziologen zu Wort
kommen. |
Artemio Baigorri, Autor von "Botellón. Un conflicto
postmoderno" analysiert dieses für uns neue
Trinkverhalten der Jugendlichen und erläutert, wie sie
in Spanien damit umgehen. Er gibt zu, dass Minderjährige
so leichter an Alkohol kommen, auch ganz junge. Jeder
einzelne sei zuviel. (Quelle:
Tages-Anzeiger,
22.8.08)
Kommentar: Er übersieht, dass auch das Botellón
im Interesse der Alkoholindustrie ist. Dass die
Repression in Spanien nicht half, ist verständlich.
Leider fragt er nicht nach anderer Prävention, wie
dieser Unsitte vorgebeugt werden kann. Die
jahrhundertealte Trinktradition muss als Entschuldigung
herhalten. Dabei ist erwiesen, dass der
Jugendalkoholismus seit langem im Zunehmen begriffen ist
und für die Zukunft eine schwere Hypothek darstellt. |
23.08.2008 |
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Die Stellung der beiden extremen Jungparteien zum Botellón. |
Die Jungsozialisten rufen zur Teilnahme auf, die Junge
SVP des Kantons Zürich ist empört darüber und lädt zu
einem alkoholfreien Mitgliederanlass der JSVP ein.
Kommentar: Es ist kurios: Die Jungen der SP, die
immer geschlossen wichtige Präventionsmassnahmen
unterstützt, sind für Botellóns, die Jungen der SVP, die
immer geschlossen wirksame Prävention bekämpft sind
dagegen. Leider gehen bei den meisten mit zunehmendem
Alter die jugendlichen Ideale verloren. So ist bei der
SVP mit keiner Besserung auf diesem Weg zu erhoffen.
(Quelle: NZZ,
23.8.08) |
23.08.2008 |
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Pierre Maudet, Genfer Stadtrat und Präsident der Eidg.
Jugendkommission zur Alkoholpolitik: |
Anlässlich einer Sitzung in Genf äusserte er eigenartige
Ansichten zum Jugendschutz (siehe
neueste Zitate) und unterstützungswürdige zu
Freiräumen für Jugendliche. (Quelle:
Tages-Anzeiger,
22.8.08) |
23.08.2008 |
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Das gestrige Genfer Massentrinken im Regen ertrunken. |
Nur 200 bis 300 wasserfeste Jugendliche wagten sich an
das von der Stadtbehörde genehmigte Treffen. Anfänglich
hätte es mehr Schaulustige als Teilnehmer gehabt.(Quelle:
Tages-Anzeiger,
22.8.08) |
23.08.2008 |
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Der Tages-Anzeiger will beruhigen. |
In seinem Artikel "Jugendliche trinken weniger als auch
schon" wird das Trinkverhalten Schweizer Jugendlicher
mit Säulengrafik dargestellt. Gezeigt werden
4-Jahresschritte von 1986 bis 2006.
Kommentar: 2002 war die Alcopop-Spitze. Durch die
Alcopop-Steuer brach deren Verkauf auf etwa einen
Viertel ein. Der Konsum stieg, verglichen mit der
Vor-Alcopop-Periode, trotzdem um gut 3,5%. Die
Alcopop-Steuer vermochte somit den Konsum-Anstieg nicht
ganz zu bremsen. Er war etwa gleich gross wie in der
vorangehenden Periode 1994-98. Der Gesetzgeber
unterliess es, zusätzlich zu reagieren. Auch das NPA
(Nationales Programm Alkohol) in diesem Jahr wurde zur
Alibiübung und mag die Jugendlichen zu ihren
provokativen Botellóns ermutigt haben. (Quelle:
Tages-Anzeiger,
22.8.08) Leserbrief pendent |
22.08.2008 |
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Auch heute grosse Medienpräsenz für Botellón |
Tages-Anzeiger und NZZ unterstützen die Entscheidung des
Zürcher Stadtrates, das Massenbesäufnis nicht zu
verbieten. Der Stadtrat wolle keinen Krieg gegen
Jugendliche führen. (Quellen:
Tages-Anzeiger, NZZ, 21.8.08) |
21.08.2008 |
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Genf und Zürich tolerieren, Lausanne lehnt Botellóns ab.
Tages-Anzeiger online, 20.8.08
siehe auch Homepage,
Top aktuell SF1, 10 vor 10,
20.8.08 |
Lausanne verbietet das am kommenden Samstag
geplante «Massenbetrinken». Die Stadtregierung will eine
solche Veranstaltung für den Alkoholkonsum im
öffentlichen Raum nicht dulden.
Die Genfer Stadtregierung wird das für kommenden
Freitagabend geplante «botellón» tolerieren. Allerdings
ist die Bewilligung des Trinkgelages im Bastions-Park an
Bedingungen geknüpft worden, wie Stadtpräsident Manuel
Tornare am Mittwoch an einer Pressekonferenz bekannt
gab. Die Stadt will Toiletten zur Verfügung stellen,
während sich die Jugendlichen dazu verpflichtet hätten,
Massnahmen zu treffen, um Auswüchse zu verhindern. Falls
nötig, wollen sie auch Reinigungsequipen organisieren.
Der Zürcher Stadtrat hat heute beschlossen, dass
er kollektive Saufveranstaltungen - so genannte
Botellóns - in Zürich grundsätzlich missbilligt und
ablehnt. Er hält zudem fest, dass zurzeit kein
Bewilligungsgesuch für eine solche Veranstaltung
vorliege. Eine Bewilligung würde der Stadtrat auch nicht
erteilen, heisst es in einer Medienmitteilung. Für
Sanitätsdienste will die Stadt nachträglich den
Betroffenen Rechnung stellen. Von den spanischen
Erfahrungen will man lernen.
Kommentar: Der Zürcher Stadtrat hat sich wie Genf
für die weiche Linie entschieden. Die Kosten wird er nie
eintreiben können. In den Online-Kommentaren wurde
häufig erwähnt, wir hätten ja schon jede Menge
öffentliche Besäufnisse, sie hätten nur beschönigende
Namen, wie Fasnacht, Sechseläuten, Street Parade,
Turnfeste, usw. Völlig richtig. Deshalb bräuchten wir
eine richtige Alkoholpolitik. |
20.08.2008 |
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Die Medien sind weiter voll mit Meldungen zum Botellón
(Quellen:
NZZ,
Tages-Anzeiger, Zürcher Oberländer, Der Landbote,
20.8.08 |
Der Initiant in Zürich hat sich offiziell von seinem
Aufruf distanziert. Die Medien hätten ihn falsch
zitiert. Ein Soziologieprofessor wird zitiert mit:
"Jugendliche, macht Massenbesäufnisse, es gibt
Dümmeres!" Das Blaue Kreuz spricht sich für die
Tolerierung mit flankierenden Massnahmen aus.
Kommentar: Eine offene, derartige neue
Drogenszene sollte nicht in unser öffentliches Leben
Eingang finden und wenn möglich zur Tradition werden.
Wir haben schon genug ähnliche Konsumvarianten, welche
die Volksgesundheit und die Gesellschaft allgemein
belasten. Die bürgerlichen Politiker, die sich nun
plötzlich mit den Konsequenzen ihrer neo-liberalen
Propaganda konfrontiert sehen und zurückkrebsen, sollten
dies als Wink des Schicksals erkennen und endlich zu
einer echten Alkohol- und Jugendpolitik Hand bieten.
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20.08.2008 |
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Esther Maurer, die Zürcher Polizeivorsteherin will das
Massenbesäufnis verhindern. |
Auch die Mutter des Organisators hofft, dass es nicht
stattfindet. Dessen Name wurde im Tages-Anzeiger
veröffentlicht. Der Stadtrat wird sich am Mittwoch an
seiner Sitzung mit dem Botellón befassen.
Tages-Anzeiger, 19.8.08
NZZ, 19.08.08 |
19.08.2008 |
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Nun ruft ein 17-jähriger Lehrling zu Massenbesäufnis in
Zürich auf. |
Nach dem spanischen Muster soll ein "Botellon" am 29.
August 08 auf der Blatterwiese beim Chinagarten in
Zürich stattfinden. Die Stadtpolizei klärt die
rechtliche Situation ab. (Quelle:
Tages-Anzeiger, 16.8.08)
Tages-Anzeiger, 18.8.08 (mit
vielen Kommentaren, auch
unserem) |
18.08.2008 |