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Unsere Wikipedia-Beiträge: (bis 22.01.05)  English Pages 

Wirkungen auf das Gehirn und andere Schäden

Bedenklich ist, dass unter der schädlichen Wirkung des Alkohols zuerst auch die am höchsten entwickelten Fähigkeiten des Menschen leiden, z.B das Verantwortungsbewusstsein, soziales Verhalten und dass die Menschenwürde damit verloren geht.

Verfügbarkeit

Die Einschränkung der Verfügbarkeit ist eine der wenigen wirksamen Massnahmen, die ein Staat besitzt, um den Alkohol-Gesamtkonsum und damit die alkoholbedingten Schäden zu vermindern: Z.B. Laden- und Ausschank-Öffnungszeiten; Anzahl der Betriebe, die Alkohol verkaufen dürfen; Bewilligungen für Alkoholverkauf an Bedingungen knüpfen (Lizenz, Gebühren, Wirteprüfung, etc.); gesetzliches Mindestalter (mit Kontrollen und Strafen).

Gesetzliche Beschränkungen

In den USA gibt es immer noch Gemeinden mit einem totalen Alkoholverbot. (Gemeindeautonomie) Z.B. Weston ist noch eine von 17 Gemeinden in Massachusetts, die ein Alkoholverbot kennen. Letztes Jahr wurde seit mindestens 25 Jahren der erste Versuch gewagt, dies zu ändern. Ohne Erfolg.

Jugendschutz

In manchen Ländern, insbesondere den USA, gelten oft Bestimmungen, die als Mindestalter 21 vorsehen.

Kulturgeschichte des Alkohols

Die Alkohol-"Kultur"-Geschichte hat seit dem 19. Jh. eine dramatische Wende erfahren. Die industrielle Produktion und die vor allem nach dem 2. Weltkrieg einsetzende massive Vermarktung der alkoholischen Getränke führte zu einem grossen Überangebot in der 1. und 2. Welt, das mit allen Mitteln abgesetzt werden sollte. So wurden die Frauen und seit kurzem die Jugendlichen zu Zielgruppen der Nachfrage- und Absatzförderung. Inzwischen zählt man die alkoholbedingten Schäden zu den Zivilisationskrankheiten.

Seit Ende des letzten Jahrhunderts wird die Alkohol-"Kultur" als neue Form der Kolonisierung in die Entwicklungsländer exportiert, die ohne politische Erfahrung in der Prävention und ohne soziale Hilfsnetze dem Ansturm ziemlich hilflos ausgesetzt sind. Es wird wohl nicht lange dauern, bis auch diese Länder von der Werbung dermassen konditioniert sind, dass sie ihre Alkoholprobleme als kulturelle Errungenschaft feiern werden.

Weblinks

http://www.alkoholpolitik.ch Private, unabhängige und kritische Webseite

10.12.2005

Alkoholpolitik

Alkoholpolitik ist in der Schweiz wie auch in andern Ländern ein eher unbeliebtes Thema, weil sehr oft die eigene Konsumhaltung, wirtschaftliche Eigeninteressen oder einfach die gesellschaftliche Wirklichkeit einer objektiven Betrachtungs- und Handlungsweise im Wege stehen. (aus www.alkoholpolitik.ch) Deshalb ist es auch nicht überraschend, dass diesbezügliche Beiträge von Lobbyisten der Alkoholindustrie hier auf Wikipedia gelöscht worden sind. Alkoholpolitik sollte, wie Gesundheitspolitik allgemein, in jedem Staat ein integrierter Teil jeder politischen Frage sein. Leider ist dieser Zustand noch lange nicht erreicht. (Siehe oben!) Die Alkoholwerbung hat es fertiggebracht, in der Zeit nach dem 2. Weltkrieg die ganze Gesellschaft, d.h. auch die Frauen und Jugendlichen, zu überzeugen, dass alkoholische Getränke ein Kulturgut seien, die man nicht wie andere Güter behandeln dürfe. Je nach Lage der Länder und einheimischer Alkoholproduktion haben sich verschiedene Muster von Trinkverhalten ergeben. Z.B. die nördlichen skandinavischen-, die angelsächsischen-, die zentraleuropäischen- und die mediterranen Länder.

Auch in der Alkoholpolitik ergaben sich verschiedene Vorgehensweisen: Die skandinavischen Länder verschrieben sich einer rigorosen Alkoholkontrollpolitik mit staatlichem Monopol und hohen Alkoholsteuern. Sie brachten den Konsum auf 4-6 Liter reinen Alkohol herunter. Die mediterranen Staaten mit ihrem hohen Weinkosum erlebten einen eigentlichen Kulturwandel, indem sie den Konsum mehr als halbierten; trotzdem liegt er noch in der Spitzengruppe der Länder Europas mit über 10 L pro Kopf. Die mitteleuropäischen Länder versuchten mit mässigem Erfolg halbherzig die Konsumzahlen zu senken. Die Reduktionen folgen mehr dem allgemeinen Gesundheits- und Fitnesstrend als dass effektive Massnahmen ergriffen worden wären.

Das neueste Werk von Babor u.a. "Alkohol - Kein gewöhnliches Konsumgut" zeigt die wichtigsten Präventionsmassnahmen auf, die messbaren Erfolg bringen, d.h. den Konsum und damit die Schäden reduzieren: Preiserhöhungen durch generelle Alkoholsteuern, Einschränkung der Erhältlichkeit, Senkung der Promillegrenze im Verkehr, Verbot der Alkoholwerbung.

Ende der 90er-Jahre erfolgte in mehreren Ländern eine Liberalisierungswelle, in der viele einst hart erkämpfte Alkoholgesetze aufgehoben wurden. Namentlich die Bedürnisklausel, die die Anzahl von Gastwirtschaftsbetrieben in Relation zur Bevölkerungzahl eines Ortes beschränkte, würde heute auch von vielen Wirten wieder herbeigewünscht. In der Schweiz hat es gemäss Gastro Suisse Präsident 10'000 Betriebe zu viel.

Heute ist der überbordende Jugendalkoholismus die grösste Sorge der Fachleute und verantwortungsbewussten Politiker. Schnelle Lösungen sind nicht in Sicht. Denn die Jugend ist Spiegelbild der Gesellschaft. So lange diese sich nicht zu einem vernünftigen Konsum und weg von der alkoholfreudigen Lifestyle Mentalität entwickelt, wird auch die Jugend keine Veranlassung haben, ihr Trinkverhalten zu ändern.

Die Alkoholindustrie kämpft mit Hilfe der Werbebranche und der von ihnen mindestens teilweise abhängigen Massenmedien gegen die Interessen der Gesellschaft an. Sie bekennt sich inzwischen zu einem verantwortungsbewussten Alkoholkonsum und stellt interne Regeln auf, die das untermauern sollen. In der Realität wehrt sie sich aber standhaft gegen jede wirklich effektive Massnahme, die den Konsum reduzieren könnte. An sich verständlich, sie will ja verkaufen und Gewinn erzielen. Inzwischen ist der Markt in Europa praktisch gesättigt, und die marktbeherrschenden Multis haben längst ihre Schwerpunkte in die aufstrebenden grossen Märkte in Asien, Südamerika und Afrika verlegt. Dort haben sie fast unbeschränkte Entwicklungsmöglichkeiten - zu Lasten einer unwissenden, überforderten Bevölkerung, meist ohne soziales Netz.


Quellen: "Alkohol - Kein gewöhnliches Konsumgut" 357 S., Babor, Caetano, Casswell u.a., Hogrefe, Göttingen, 2005, ISBN 3-8017-1923, CHF 102.00 bei der SFA, Schweiz. Fachstelle für Alkohol- und andere Drogenprobleme, Lausanne „Zahlen und Fakten zu Alkohol und anderen Drogen 2004“ der SFA, Lausanne (pdf) "Global Status Report on Alcohol" 391 S., World Health Organization, Geneva, 1999, WHO/HSC/SAB/99.11 "Alcohol Policy and the Public Good" 226 S., Griffith Edwards et. al., WHO Europe, Oxford University Press 1994, ISBN 0 19 262561 6 Pbk/ ISBN 0 19 262562 4 Hbk "Alkohol und Massenmedien" 194 S., Regionale Veröffentlichungen der WHO, Europ. Schriftenreihe Nr. 62, ISBN 92 890 7344 6 / ISSN 0258-2155 "Thirsting for Markets" the global impact of corporate alcohol, 92 S., David H. Jernigan, The Marin Institute for the Prevention of Alcohol and Other Drug Problems, USA, 1997


Kommentar: Der Artikel wurde sofort als Essay oder Pamphlet zur Löschung empfohlen. Die Diskussion darüber dauert 7 Tage, dann wird entschieden. Wenn ich Zeit finde, schreibe ich einen neuen Artikel, mit mehr Enzyklopädie-Charakteristik.

 


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Legal considerations

In the United States there are still communities with a ban on alcohol sales. Weston is one of 17 communities in Massachusetts with such a ban. In 2003 there was the first attempt to change that rule after at least 25 years. It was not successful.

External links

Independent privat site in German with some English texts (http://www.alkoholpolitik.ch:)


Alcohol Politics - Public Health

As alcohol problems affect the whole society it is a part of the political responsability of governments and parliaments to build up an alcohol policy in order to reduce the harm by alcohol consumption. Alcohol politics are a rather unbeloved theme, because very often the own behaviour as consumers, personal economic interest or simply the social reality are a hinderance for an objective approach and way of acting. As best measures to reduce alcohol consumption scientific research has found price increase by taxing, the limitation of sales and the ban on advertising. Educational prevention has shown to be only effective by rising the knowledge and perhaps the readiness to accept higher prices. It doesn't change the drinking behaviour. (T. Babor, et.al.: No Ordinary Commodity: Alcohol and Public Policy, Oxford Press, 2003) The World Health Organization, the European Union and other regional bodies are working on alcohol action plans and programmes which should encourage individual states to introduce similar programmes. Unfortunately the alcohol industry is well organized and lobbying all over the world to undermine such efforts. They concentrate their expansion and promotion now to the Third World as sales in the industrialized countries have more or less stopped growing. The tragedy is that those countries in Africa and Asia are not used to fight against alcohol problems and there is no social network to help the families and the alcoholics.

 

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Stand: 23.12.2008