Aktuell 2008

Aktuelles aus der Schweiz

                                                                                   Aktuell 2007           2006             2005            2004            2003         2002         2001 

Ab 24.1.08 werden alle Informationen über Regierungstätigkeiten in Legislative, deren Kommissionen und Exekutive auf der
Seite "Parlamente" aufgeführt.

Thema Kommentar/Details Datum
Der Bundesrat beantwortete die Interpellation von NR Donzé Walter. 08.3473 - Interpellation Massenbesäufnisse "Botellón". Strategie des BundesEinreichungsdatum 17.09.2008.  Der Interpellant erklärte sich befriedigt. 27.12.2008
Nationalrätin Jacqueline Fehr befragte den Bundesrat betr. Media-Abkommen EU-CH Wintersession 2008 - Zehnte Sitzung - 15.12.08-14h30
08.5428Fragestunde. Einreichungsdatum 15.12.08.
Bundesrätin  Calmy-Rey Micheline, antwortete.

 

27.12.2008
Der Bund verbietet 24-Stunden-Tankstellenshops.

Die Tankstellenshops im Kanton Zürich müssen nächstes Jahr am Morgen früh zwischen 1 und 5 Uhr schliessen. Der Grund: Die Angestellten dürfen dann gemäss Gesetz nicht arbeiten. (Quelle: Tages-Anzeiger online, 14.12.08
Kommentar: Es wäre interessant zu erfahren, wie sich die Regelung aufs Alkoholgeschäft auswirkt.

26.12.2008
Die Whiskey-Lobby ist heute wieder im Schweizer Fernsehen.
siehe Interventionen
Nachdem erst am 12.12.08 eine grössere Sequenz über Whiskey in der Sendung 10 vor 10 gesendet wurde, kommt heute um 18.00 auf SFzwei in Presse TV in der Sendung cash ein längerer Beitrag "Schweizer Whisky".
Kommentar: Es scheint, dass eine Agentur aktiv das Produkt Whisky am Schweizer Fernsehen vermarktet. Selbstverständlich keine Schleichwerbung. Die Beteiligten sind ja alles ehrenwerte Leute. Und von der UBI haben sie nichts zu befürchten.
20.12.2008
SuchtMagazin 06/2008

(Quelle: Newsletter Infodrog Nr. 7, Dez. 2008)

Es widmet sich dem Thema "Alkohol und Jugendschutz". Themen: Entwicklungen im Alkoholkonsum Jugendlicher in der Schweiz, Jugendschutz auf Ebene Kanton, Gemeinde - oder bei COOP, Umgang mit Botellones, Konsumentwicklung bei Alcopops oder Zusammenhänge zwischen Gewalt und Alkoholmissbrauch, etc. Inhaltsübersicht & Bestelltalon 17.12.2008
Forum für Suchtfragen vom 13. November 2008: Alkohol – Neue Strategien für ein altes Problem Die Präsentationen des Forums zum Thema Alkohol, dass von der Abteilung Sucht Gesundheitsdienste Basel-Stadt und dem Bereich Abhängigkeitserkrankungen der Universitären Psychiatrischen Kliniken Basel organisiert wurde, sind online erhältlich. (Quelle: Newsletter Infodrog Nr. 7, Dez. 2008) 17.12.2008
Tagung Lebenschancen stärken! Neue Ansätze in der Prävention bei Kindern, Jugendlichen und Familien.
Gegen 250 Fachleute nahmen an der Tagung vom 30.10.2008 im Berner Kultur-Casino teil. Alle Präsentationen sowie die Evaluation und einige Fotos sind online  erhältlich. (Quelle: Newsletter Infodrog Nr. 7, Dez. 2008)
17.12.2008
Der Tages-Anzeiger hat ein Buch für Kinder in alkoholbelasteten Familien besprochen. "Flaschenpost nach irgendwo" für Kinder und ein Teil für Erwachsene. (Wir haben am 25.11.08 auf der Seite "Unterricht" eine ausführliche Rezension gebracht.) Am Schluss wird bemängelt, es hätte keine Hilfsadressen für die Schweiz. Wir werden mit einem Leserbrief versuchen zu helfen. 17.12.2008
Nach den Baslern hat nun auch Zürich seinen Harassenlauf (gehabt?).

(Quelle: Tages-Anzeiger, 16.12.08)

Nachdem der Tages-Anzeiger bereits den Botellónes zum Durchbruch verholfen hat, bringt er nun einen ausführlichen Bericht über einen Bierathlon auf der Zürcher Allmend. Der leicht ironische Ton soll ihn wohl erträglicher machen. Die Läufer mussten zu zweit 6.5 km laufen und dabei eine Kiste mit 10 Fl. Bier mittragen und austrinken. Das sind je 10 Standard-Drinks in ca 30 Minuten, das entspricht rund 2 Promille im Blut. Es sollen sich auch richtige Triathleten beteiligt haben.
Kommentar: Da stellen sich Fragen: Hat die Stadt diesen Event erlaubt? Hat die Polizei die Wegfahrt überwacht? Werden solche Veranstaltungen wieder erlaubt? Wir werden uns erkundigen. Sollte es wirklich echte Triathleten darunter gehabt haben, gehörten diese gesperrt. (siehe Interventionen)
16.12.2008
Alkohol an Minderjährige in Winterthur. Zwei Restaurants haben am Samstag an Minderjährige Bier und Spirituosen vekauft. Serviertochter und Wirt werden verzeigt, die Eltern informiert.
(Quelle: Tages-Anzeiger, 16.12.08)
16.12.2008
10 vor 10 im Schweizer Fernsehen mit Werbespot für Whiskey.
SF1, 10 vor 10, 12.12.08
Kommentar: Am Ende der Sendung vom 12.12.08 wurde mehrere Minuten über Whiskey-Produktion, Vielfalt und Schweizer Exporte berichtet. Ein toller Schleich-Werbespot, der als Werbung auch nach einer eventuellen Revision des Radio- und Fernsehgesetzes nicht gestattet würde. Das wäre ein Leckerbissen für Medienrechtler. Nur will es keiner mit "denen da oben" verderben.          
(Wir haben bei der Eidg. Alkoholverwaltung interveniert. Intervenieren Sie auch! an info@eav.admin.ch)
14.12.2008
Schweizer fahren häufiger alkoholisiert, Ausländer häufiger zu schnell. Das zeigen neue Zahlen über schwere Verkehrsdelikte im Jahr 2007. Der Anteil der Ausländer liegt hier bei 36 Prozent. Allerdings, so schreibt die NZZaS, sei auch dies überdurchschnittlich, schliesslich betrage der Ausländeranteil an der Wohnbevölkerung lediglich 21 Prozent. (Quelle: NZZ online, 14.12.08)   Tages-Anzeiger online, 14.12.08 14.12.2008
Repräsentative Untersuchung des "Beobachters" betr. Strafmass. 2/3 der 700 Befragten würde Fahren in angetrunkenem Zustand mit bedingtem Gefängnis statt mit der jetzt üblichen bedingten Geldstrafe ahnden. Bedingte Geldstrafen seien weniger wirksam. (Quelle: Tages-Anzeiger, 13.12.08) 14.12.2008
Der Nationalrat beschloss zusätzliche Filmförderung. Gestern beschloss der Nationalrat zusätzliche 5 Mio. Franken für die Filmförderung. Kommentar: Ob das einen Zusammenhang mit dem Media-Abkommen CH-EU hat? 05.12.2008
Die Dezember-Ausgabe des Online-Magazins der Schweizerischen Fachstelle für Alkohol- und andere Drogenprobleme (SFA) ist erschienen. Sie ist artikelweise oder als Ganzes (pdf, 15S., 275Kb) online zugänglich. Aus dem Inhalt: SFA-Elternbriefe:
- Bevor Kinder kiffen oder trinken.
- St(r)andpunkt: Aperto gestrandet – Filiale muss Alkohol aus Regalen räumen

 

05.12.2008
Alkohol und Werbung - Vom Anreiz zum Konsum: Die SFA hat ein pädagogisches Hilfsmittel für die Oberstufe herausgegeben. Kommentar: Auch Politiker dürften es zu aktuellem Anlass lesen. Es fehlen: Ein Kapitel zur Schleichwerbung in den Medien. Material würden unsere Beschwerden bei der UBI liefern. Gerade dieses Thema könnte Jugendliche interessieren, da es so etwas wie Krimi-Charakter hat. Der Link auf unsere Webseite neben drei andern, die als interessant bezeichnet werden, fehlt ebenfalls. Über den Grund kann gerätselt werden. Die aktuelle politische Situation mit der Zusatzbotschaft des Bundesrates betr. Aufhebung des Werbeverbotes am Fernsehen für Wein  und Bier konnte noch nicht berücksichtigt werden. Das pädagogische Hilfsmittel (pdf, 12S., 236Kb) für Lehrpersonen der Oberstufe ist online auf den Seiten der Schweizerischen Fachstelle für Alkohol- und andere Drogenprobleme (SFA) erhältlich. 05.12.2008
Der Infoset-Newsletter Dezember 08 ist erschienen. Er bringt Infos zu allen Suchtgebieten, vor allem aus der Schweiz.
Newsletter be-/abbestellen.
05.12.2008
Die EVP wehrt sich entschieden gegen die Absicht des Bundesrates, neu die Werbung für Wein und Bier am Fernsehen zu erlauben. Der Bundesrat soll sich für die vom Schweizer Parlament beschlossenen Verbote wehren. Die Übernahme der mehr als unklugen EU-Richtlinie „Fernsehen ohne Grenzen“ ist ein völlig unnötiger Kniefall vor der EU. (Quelle: Google Alkoholpolitik Alert, 1.12.08) Schweiz Magazin, 30.11.08 02.12.2008
Teilnehmer des Winterthurer Botellóns werden gebüsst. 19 Personen wurden von der Stadtpolizei verzeigt, die Bussen zu gewärtigen haben. Der Anlass war von der Polizei beobachtet, fotografiert und gefilmt worden. In Zürich sei es nur zu drei Anzeigen gekommen. (Quelle: Tages-Anzeiger, 29.11.08) 29.11.2008
Bericht über lokale Gewaltprävention.

(Quelle: Tages-Anzeiger, 29.11.08)

Ein Bericht über die Umsetzung von Massnahmen in Illnau-Effretikon kommt zu einem positiven Ergebnis. Aus präventiver Sicht müssten aber weiterhin Problemzonen berücksichtigt werden: Alkoholkonsum und Vandalismus, mangelnde Erziehungsverantwortung der Eltern, Problemzonen in der Stadt.
Kommentar: Wie üblich keine Rede von wirksamer Primärprävention. (Jedenfalls im Zeitungsbericht)
29.11.2008
Der Bundesrat schlägt dem Parlament vor, dass auf allen Kanälen für Wein und Bier geworben werden darf.

Zusatzbotschaft Bundesrat

Tages-Anzeiger, 26.11.08

siehe auch Homepage, Top aktuell.

Unser ausführlicher Kommentar

Leserbrief pendent

Wegen eines Media-Abkommens  mit der EU zur Förderung der Filmwirtschaft kann der Bundesrat nicht verbieten, dass ausländische Werbefenster Alkohol anpreisen. Der Gerechtigkeit halber will er dies nun auch der SRG erlauben.
Kommentar: Die Schweiz soll jährlich rund 10 Mio. einzahlen und darf dafür an den Filmförderungsaktivitäten der EU teilnehmen. Z.B. Ausbildung, Vermarktung. Die staatlichen Schweizer Sender würden geschätzte 5 - 8 Mio. Fr. einnehmen. Diese paar Millionen sollen es rechtfertigen, dass wir fast die letzte nationale Werbebeschränkung opfern und einmal mehr der Jugend zeigen, wie wenig uns daran gelegen ist, die Jugend vor der Alkoholwerbung zu schützen. Die Änderung des Radio- und Fernsehgesetzes mit Alkoholwerbung auf Lokalsendern machte den Anfang und dient nun als Argument für die vollständige Freigabe. Dass der Einfluss der Werbung nicht erwiesen sei, wie Bundesrat Leuenberger im Fernsehen sagte, ist ein schlechter Witz. Tatsache ist, dass sich Bundesrat und Parlament noch kaum je auf Wissenschaft und Fachleute abgestützt haben sondern immer wieder sogenannt "politische" Entscheide zu Gunsten der Wirtschaft und zu Ungunsten der Volksgesundheit und der Sozialkosten gefällt haben.

27.11.2008
Bundesgerichtsurteil mit Parallele zur Alkoholwerbung

(Quelle: NZZ, 25.11.08)
Es ist nicht erlaubt, entlang von Autobahnen und -Strassen Werbung anzubringen. Auch nicht auf Anhängern. Einem, der glaubte, dies sei zulässig, sagte das Bundesgericht, "das Vorgehen basiere auf einem Geschäftskonzept, mit dem versucht werde, bewusst die gesetzliche Regelung zu umgehen." 25.11.2008
Jugendliche fordern stärkere Alkohol-Prävention. Jugendsession lanciert Petition.   (Quelle: Google Alkohol Alert, 24.11.08)  Die 200 Teilnehmer der diesjährigen Jugendsession in Bern sind alarmiert von Trink-Partys Gleichaltriger. Sie fordern eine zeitgemässe und härtere Prävention, welche neuen Phänomenen wie Rauschtrinken und «Botellones» Rechnung trägt. U.a. fordern sie eine schwarze Liste der Betriebe, die nichtberechtigten Jugendlichen Alkohol verkaufen.  tagesschau.sf.tv, 24.11.08 25.11.2008
Der Griff nach dem Alkohol soll Gossauer Minderjährigen erschwert werden. Eine entsprechende Massnahme tritt ab Januar in Kraft. 
Noch immer kommen unter 16Jährige an öffentlichen Festen zu leicht an Alkohol. Gossau nimmt die Veranstalter nun in die Pflicht – durch Schulung und schärfere Spielregeln. U.a. eine Kaution für Festbeizer von bis Fr. 2500.-- je nach Besucherzahl. Dies sei schweizweit bisher einmalig. (Quelle: Google Alkohol Alert, 22.11.08)  Tagblatt.ch, 22.11.08
24.11.2008
Neue Bewilligung für die Street Parade in Zürich. Erstmals erhält sie eine Dreijahres-Bewilligung. Die Gewalt sei stark zurückgegangen, das Präventionsprojekt habe sich bewährt. Die Organisatoren wollen vermehrt Gewicht auf neuen Techno-Sound legen. Die Auflagen der Stadt bleiben unverändert. (Quelle: Tages-Anzeiger, 19.11.08) 20.11.2008
Die eidgenössische Jugendsession 2008 steht vor der Tür. Ein Thema sei der Alkoholkonsum. Die Vorbereitungen für die eidgenössische Jugendsession 2008 laufen auf Hochtouren. Die OrganisatorInnen der Jugendsession freuen sich auf die vielen spannenden Diskussionen und Debatten, welche die 200 TeilnehmerInnen vom 21. bis am 23. November 2008 im und ums Bundeshaus in Bern führen werden.
(Quelle: Tink.ch Newsletter, 17.11.08)
19.11.2008
"Kinder der Landstrasse" - "Verdingkinder" und...

(Quelle: Tages-Anzeiger, 6.11.08)

Die Geschichte der Verdingkinder in der Schweiz wurde wissenschaftlich aufgearbeitet und in den Medien verbreitet. Der Bundesrat hat sich sogar im Namen der Gesellschaft für das viele zugefügte Leid entschuldigt.
Kommentar: Wie steht es aber um die seit über hundert Jahren bestehende vergleichbare Not der heute über 100'000 Kinder und Jugendlichen in alkoholbelasteten Familien in der Schweiz? Wann erkennt die Gesellschaft ihre Mitverantwortung und sorgt für wirksame Massnahmen, um den Alkoholkonsum drastisch zu senken, damit weniger Kinder leiden müssen?
Es ist natürlich viel einfacher, auf weit zurückliegendes Leid zu reagieren, für das man sich nicht verantwortlich fühlt, als sich einzugestehen, dass man selber ein kleines Opfer bringen, sein eigenes Verhalten ein wenig ändern müsste, damit sich die Verhältnisse ändern können. Wann gibt der Bundesrat hier ein gutes Beispiel?
(Quelle: Tages-Anzeiger, 6.11.08)

16.11.2008
In der Schweiz wird die Aktion "Weisse Weinachten" zum 1. Advent starten. Die deutsche Bundesdrogenbeauftragte Sabine Bätzing hat am 12.11.2008 in Bielefeld die freiwillige Selbstverpflichtung unterzeichnet, während der drei Weihnachtsfeiertage keinen Alkohol zu trinken. Damit ist sie die erste Drogenbeauftragte der Bundesregierung, die auch persönlich einen Beitrag zum Präventionskonzept der "Punktnüchternheit" leistet. Inzwischen wird die Kampagne von sieben Verbänden in Deutschland getragen. Auch hier kann unterschrieben werden: www.weisse-weihnachten.ch 15.11.2008
Kick-off-Veranstaltung zu Jugendschutz und Alkohol in Grindelwald.

Grindelwald ist eine Pilotgemeinde für das Projekt «Riskanter Alkoholkonsum von Jugendlichen – Jugendschutz in den Gemeinden» der Berner Gesundheit. Am Mittwochabend fand der Kick-off-Event mit einer Information und Workshops statt. Das Problem ist erkannt, erste Ideen allerdings zeigten, dass es nicht ganz leicht sein wird, in der Tourismusgemeinde Massnahmen umzusetzen. (Quelle: Google Alkohol Alert, 13.11.08)  Jungfrau-Zeitung, 13.11.08

15.11.2008
Die Tessiner Regierung will kein Ausgehverbot für Jugendliche. Dafür soll der Zugang der Jugendlichen zu alkoholischen Getränken erschwert werden. Fehlbare Verkäufer haben schärfere Strafen zu erwarten.
 (Quelle: Tages-Anzeiger, 13.11.08)
13.11.2008
Bundesrat bestimmt: Armee-Motorfahrzeugfahrer in Zukunft ohne Alkohol.

(Quelle: Google Alkohol Alert, 12.11.08)

Für Fahrer von Armeefahrzeugen gilt künftig die Nullpromille-Regel. Die Fahrberechtigung kann entzogen werden, wenn die Armeeangehörigen die Vorschriften über den Alkohol- und Betäubungsmittelkonsum missachten.

Der Bundesrat nahm im Rahmen der Teilrevision über den militärischen Strassenverkehr Anpassungen unter anderem im Bereich der Aus- und Weiterbildung vor, wie das VBS am Mittwoch mitteilte. Nicht zur Ausbildung zugelassen wird, wer ein Fahrzeug in angetrunkenem Zustand oder unter Betäubungsmitteleinfluss gelenkt hat. Nach wie vor gilt zudem, dass der Fahrzeugführer ab sechs Stunden vor dem Lenken eines militärischen Fahrzeuges keinen Alkohol trinken darf. 20minuten, 12.11.08
Kommentar: Gibt es auch Kontrollen? Gilt das auch bei Auslandeinsätzen? (Siehe "International": Deutsches Militär in Afghanistan.)
13.11.2008
Tankstellen-Shops: Kein Nachtverkauf ab 1.1.09 Das Arbeitsgesetz sieht zum Schutz der Angestellten ein Arbeitsverbot von 01-05 Uhr vor. Nur spezielle Branchen sind ausgenommen. (Quelle: Der Landbote, 12.11.08 12.11.2008
Die Tabakindustrie unterläuft die Tabaksteuern mit Billigzigaretten. Die British American Tobacco (BAT) gibt nach Parisienne Budget, die im Herbst für 5.50 Franken am Kiosk verkauft worden ist, bereits zum zweiten Mal innert eines halben Jahres eine Markenzigarette massiv verbilligt ab. Parisienne Kompost heisst die nächste Dumping-Zigarette. So will die Tabakindustrie junge Einsteiger zur Markenzigarette führen. (Quelle: Tages-Anzeiger, 11.11.08)
Kommentar: Wie bei den Alcopops genügen Steuern nicht. Es braucht Mindestpreise und ein Verbot für Aktionen. Der Gesetzgeber müsste reagieren.
12.11.2008
User fordern Stadionverbote nach den Urteilen in Basel Die Urteile werden von vielen Kommentatoren als viel zu milde betrachtet. (Quelle: Basler Zeitung, 7.11.08) mit vielen Kommentaren. 08.11.2008
Die Hooligans der "Schande von Basel" sind verurteilt. Keiner muss ins Gefängnis, alle 26 Angeklagten wurden schuldig gesprochen. Die meisten bedingt. Entlastend berücksichtigte das Gericht den erheblichen Alkoholkonsum(!).
(Quelle: Basler Zeitung, 7.11.08) mit vielen Kommentaren.
08.11.2008
Fast die Hälfte verstiess gegen das Gesetz. Resultat der Alkohol-Testkäufe in Meiringen und auf dem Bödeli.

Meiringen und die Gemeinden auf dem Bödeli haben im Oktober in 22 Läden und Gastronomiebetrieben Alkohol-Testkäufe durchgeführt. In zehn Fällen kam es zu Verstössen gegen die Jugendschutzbestimmungen. (Quelle: Google Alkohol Alert, 07.11.08)
Jungfrau-Zeitung, 6.11.08 
Kommentar: Seit der ersten Testaktion im Juni ist keine Besserung eingetreten. Trotz Vorwarnung in der Presse! Appelle ohne Strafen nützen nichts.

07.11.2008
Ausgangssperre für Schüler in Gossau SG Sie dürfen künftig nach 23 Uhr nur noch in Begleitung Erwachsener in der Öffentlichkeit erscheinen. Dies steht in einem neuen Polizeireglement. (Quelle: Tages-Anzeiger, 6.11.08) 06.11.2008
Der Bundesrat bringt 60 Massnahmen zur Verkehrssicherheit in die Vernehmlassung. Im Alkoholsektor sind vorgesehen:
- 0,0‰ für Berufschauffeure
- 0,0‰ für Neulenker während der ersten drei Jahre
- Nachschulung für Fehlbare mit Alkohol am Steuer
(Quelle: Tages-Anzeiger, 6.11.08)   NZZ, 5.11.08    SF-Tagesschau, 5.11.08
06.11.2008
Informationsmagazin der Eidgenössischen Alkoholverwaltung (EAV): Das Communica Herbst 08 (pdf, 20S., 1,7Mb) ist online erhältlich. Aus dem Inhalt: Alkoholkonsum leicht angestiegen; Testkäufe sind ein wirksames Mittel für die Einhaltung von Jugendschutzbestimmungen. (Quelle: Infoset, 5.11.08) 06.11.2008
Früherkennung und Frühintervention in Schulen hat Hochkonjunktur.

(Quelle: Infoset, 5.11.08)

Gleich mehrere Stellen bieten Hilfen an: Details im Newsletter von Infoset.
- 10 Jahre supra-f - Erkenntnisse und Folgerungen für die Frühintervention: Bestellung: Infodrog (office@infodrog.ch) . Textauszug (pdf, 4S., 230Kb)

- "Jugendliche richtig anpacken – Früherkennung und Frühintervention bei gefährdeten Jugendlichen": Gemeinsam von Bundesamt für Gesundheit (BAG) und Fachverband Sucht herausgegeben. Es kann gratis beim BAG bestellt werden.

- Früherkennung und Frühintervention in Schulen: Leitfaden (pdf, 62S., 2Mb)  Schweizerisches Netzwerk Gesundheitsfördernder Schulen (SNGS)

- Die psychische Gesundheit von Schülerinnen und Schülern: Factsheet (pdf, 12S., 119Kb) von RADIX, dem Schweizer Kompetenzzentrum für Gesundheitsförderung und Prävention.

- Elternbriefe der SFA - Spagat zwischen Freiräumen und Grenzen für Kinder: Acht Elternbriefe der Schweizerischen Fachstelle für Alkohol- und andere Drogenprobleme (SFA), kostenlos abonnieren.     Medienmitteilung der SFA.

- Früh übt sich: Kinder im Fokus der Suchtprävention: Wie eine aktuelle Analyse der SFA zeigt, sind Programme mit praktischen Übungen wie Rollenspielen am erfolgreichsten. Medienmitteilung der SFA. Ein Büchlein (pdf, 8S., 443Kb) mit einer Geschichte zu den Handpuppen ist online zugänglich.

- Blue Cocktail Bar - Alkoholfreie Cocktails für Jugendliche: Die alkoholfreie mobile Blue Cocktail Bar feiert ihr 10-jähriges Jubiläum. Aus diesem Grund bietet sie Schul- und Konfirmandenklassen vergünstigte Workshops an, in denen Jugendliche alkoholfreie Cocktails mixen und sich Gedanken über Süchte und ihr eigenes Konsumverhalten machen. Medienmitteilung (pdf, 2S., 100Kb) vom Blauen Kreuz. www.bluecocktailbar.ch

06.11.2008
Der Infoset-Newsletter November 2008 ist da. Anmeldung für Newsletter. 06.11.2008
Die Krebsliga warnt auf ihrer Webseite vor dem Alkoholkonsum: Alkohol ist ein bedeutender Krebs-Risikofaktor

(Quelle: Google Alkohol Alert, 04.11.08)

"Bereits wenig Alkohol erhöht das Risiko, an Mund-, Rachen-, Darm-, Speiseröhren-, Leber- oder Brustkrebs zu erkranken.
Ausserdem kann übermässiger Alkoholkonsum zu Abhängigkeit, zu weiteren Krankheiten und zu sozialen Problemen führen. Die Kombination von Alkohol und Tabak erhöht das Krebsrisiko um ein Vielfaches. Ausserdem sind alkoholische Getränke kalorienreich und daher ein wichtiger Faktor bei der Entstehung von Übergewicht. Es ist folglich empfehlenswert, auf Alkohol entweder ganz zu verzichten oder den Konsum so gering wie möglich zu halten. Krebsliga.ch
05.11.2008
Bund geht gegen K.o.-Tropfen vor. 
(Quelle: Tages-Anzeiger, 3.11.08)
Eben noch bei Jörg Haider im Gespräch: Fachleute stellen eine Zunahme von Vergiftungen mit unbeabsichtigt eingenommenen Betäubungsmitteln fest. Eine Überdosis führt zu tiefer Bewusstlosigkeit und Atemnot – in Kombination mit Alkohol kann dies tödlich sein. Nun greift das Bundesamt für Gesundheit ein. 04.11.2008
Delegiertenversammlung des Migros-Genossenschafts-Bundes Die DV hatte einen Antrag zu behandeln, der verlangte, der Name "migrolino" für die neuen Tankstellenshops in Zusammenarbeit mit Shell sei abzuändern, weil dort Alkohol verkauft werde und das sei in den Statuten verboten. Die DV befand, der Name sei nicht abzuändern, da migrolino nicht Migros sei. Sogar Duttweiler musste als Zeuge herhalten! (Quelle: Migros-Magazin, 3.11.08, Nr. 45, Seite 35/37) 03.11.2008
Workshop in Hinwil 30 sog. Schlüsselpositionen waren vertreten und verarbeiteten eine Situationsanalyse der Suchtpräventionsstelle. Diese werde die Diskussionsergebnisse zusammenfassen. Gemeinderat und Schulen würden dann das weitere Vorgehen besprechen. (Quelle: Tages-Anzeiger, 3.11.08) 03.11.2008
Die Behandlung von Alkoholkranken im Kanton Zürich. Von den rund 57'000 Alkoholkranken im Kanton Zürich sind drei Viertel in Behandlung. Die Forel-Klinik hat von der Gesundheitsdirektion den Auftrag erhalten, ein Ambulatorium und eine Tagesklinik in Zürich aufzubauen. Sie sollen von Ärzten und Ärztinnen geführt werden und dienen der Früherfassung. (Quelle: Tages-Anzeiger, 1.11.08) 03.11.2008
Vernehmlassung zum Präventionsgesetz Die Reaktionen würden verhalten ausfallen. Wie berichtet hält die Wirtschaft das Gesetz für unnötig und unverhältnismässig. Die FDP kritisiert und befürchtet ein Monopol. Die SP will, dass die Mission des neuen Instituts für Prävention und Gesundheitsförderung klar geregelt wird. SVP und CVP hätten noch nicht Stellung genommen. Die Kantone fordern eine klare Regelung der Kompetenzen. Die Kantonsärzte, die Gesundheitsdirektoren, die Allianz "Gesunde Schweiz" befürworten das Gesetz. (Quelle: NZZ, 31.10.08) 03.11.2008
Basler Gymnasium offeriert Wahlfach mit Wein-Degustation. (Quelle: Google Alkohol Alert, 30.10.08) Im Rahmen eines Wahlkurses degustiert eine Schulklasse am Gymnasium Liestal Wein. «Ziemlich fragwürdig», sagen die kantonalen Gesundheitsfachleute. Die Schule widerspricht: Die Diskussion um den vernünftigen Umgang mit Genussmitteln sei wichtig.  Basler Zeitung online, 30.10.08         Unser Leserbrief
Briefe an... Rektor Thomas Rätz
31.10.2008
Nicht alle schauen hin, wenn Junge trinken. Jugendarbeit Oberhasli organisiert Podium zu Alkohol und Tabak bei Jugendlichen. 

Alkohol- und Tabakkonsum und die Pubertät treffen sich manchmal in ungünstigen Konstellationen. Die Jugendarbeit Oberhasli hatte zum Podium eingeladen, um über die Problematik zu diskutieren. Rund 150 Personen folgten der Einladung ins Kirchgemeindehaus Meiringen. Das Thema brennt offensichtlich bei jeder Generation wieder unter den Nägeln. (Quelle: Google Alkohol Alert, 28.10.08) Jungfrau-Zeitung online, 27.10.08

29.10.2008
Jugendliche kritisieren Angebot für sie in Brienz. Diskussion zu regionaler Jugendkultur am Botellòn

Das Botellòn in Meiringen war ein Flop. Nur zehn Jugendliche fanden sich zum geplanten Massenbesäufnis ein. Dennoch dürfte es für die wenigen Teilnehmenden ein fruchtbarer Abend gewesen sein. Es ergab sich ein interessantes Gespräch mit einem Jugendbeauftragten über Ausgangsangebot, Heimreise und die Wertschätzung der Jugend in der Gesellschaft. Jungfrau-Zeitung online, 28.9.08

29.10.2008
Heimliche Tests: Alk-Kaufen ist in Zürich immer noch ein Kinderspiel.(Quelle: Google Alkohol Alert, 27.10.08) Tages-Anzeiger online, 27.10.08)

Offensichtlich ist es für Minderjährige überhaupt kein Problem, Alkohol zu kaufen. Bei Testkäufen erhielten selbst 14-jährige Lockvögel Alkohol in 8 von getesteten 16 Betrieben. Tankstellen schnitten besser ab. 
Kommentar: Bei den vielen Geschäften in Zürich ist es kaum möglich, die gleichen wiederholt zu testen. Also müssten die Strafen schon beim ersten Verstoss spürbar sein.

27.10.2008
In Gossau ZH gibt es einen Kodex zum Jugendschutz. Die Vereine können ihn freiwillig benützen. Der Gemeinderat unterstützt das Projekt. (Quelle: Tages-Anzeiger, 27.10.08) 27.10.2008
Fifa-Präsident Blatter beim Unfall nicht alkoholisiert. (Quelle: NZZ online, 24.10.08)
Fifa-Präsident Joseph Blatter war nicht alkoholisiert, als er am vergangenen Samstagnachmittag bei Hondrich einen Unfall verursachte. Auch bei den beiden anderen in den Unfall verwickelten Lenkern sei der Atemlufttest mit 0,0 Promille ausgefallen, schreibt die Berner Kantonspolizei am Freitag. Sie gebe die Resultate der Kontrollen aufgrund des öffentlichen Interesses an diesem Unfall bekannt.
Kommentar: Sehr erfreulich. Hätte die Polizei auch informiert, wenn der Befund anders gelautet hätte?
27.10.2008
Gründe für Alkohol in Bahnhof-Shops, Interview.

Das Lebensmittelgeschäft Aperto im Berner Bahnhof hat über Jahre alkoholische Getränke an Jugendliche verkauft. SBB-Mediensprecher Roland Marti erklärt, weshalb Bahnhof-Shops überhaupt Alkohol im Sortiment haben. (Quelle: Google Alkohol Alert, 25.10.08) Berner Zeitung, 25.10.08
Kommentar: "Der Laden lebt zum grossen Teil von Alkohol-Verkäufen", sagt der Journalist. Dann ist die SBB wohl auch am Umsatz beteiligt.

25.10.2008
Zwei Monate lang kein Alkoholverkauf in der Aperto Filiale im Bahnhof Bern. Die Berner Regierungsstatthalterin Regula Mader hat der Aperto-Filiale im Bahnhof Bern ein zweimonatiges Alkoholverbot erteilt. Dies, nachdem das Geschäft mehrmals gegen die Jugendschutzbestimmungen verstossen hatte. (Quelle: Google Alkohol Alert, 24.10.08)  SF Tagesschau, 24.10.08
Kommentar: Wurde hier vielleicht zum ersten Mal in der Schweiz durchgegriffen?
25.10.2008
Auch bei uns Autounfall eines Prominenten. Der FIFA-Präsident Sepp Blatter hatte am Samstag mit seinem 525-PS-Mercedes ein Auto überholt, dieses touchiert und einen korrekt entgegenkommenden Golf gerammt. Dessen Fahrer wurde leicht verletzt. Keinen Kommentar gab der Polizeisprecher Merki ab, ob Blatter Blut entnommen wurde. Weil die Strafverfolgung im Kanton Bern geheim ist, gebe man grundsätzlich keine Auskunft, sagte Merki auf Anfrage. Im Schweizer Fernsehen, 10 vor 10, wurde gesagt, es sei eine Blutprobe entnommen worden.  (Quelle: Tages-Anzeiger, 23./24.10.08) 24.10.2008
Neues Handbuch für Sucht-prävention bei Jugendlichen:
«Jugendliche richtig anpacken – Früherkennung und Frühintervention bei gefährdeten Jugendlichen»
Dieses Handbuch erklärt, was es mit der Früherkennung und der Frühintervention auf sich hat. Es führt in leicht verständlicher Sprache in die Thematik ein, erklärt Begriffe rund um die Prävention und erläutert Beispiele guter Praxis. Die Broschüre richtet sich an alle interessierten Fachpersonen, die mit Jugendlichen zu tun haben.
Herausgeber: Fachverband für Sucht und Bundesamt für Gesundheit. Gratis zu beziehen bei: www.bag.admin.ch/shop
22.10.2008
Die Migros Klubschule offeriert Weinfachkurs. Die Klubschule in Winterthur bietet einen Kurs an drei Abenden an: "Die Welt der Weine" mit Degustation. (Quelle: Winterthurer Zeitung, 22.10.08)
Kommentar: Der Kurs wird wohl auch andernorts stattfinden. Die Migros-Tochter Denner hat wahrscheinlich ihr Sortiment bereits abgestimmt.
22.10.2008
Der EU-Ministerrat gibt grünes Licht für Verhandlungen mit der Schweiz. Die EU-Kommission wurde ermächtigt, Verhandlungen über den Ausbau der Zusammenarbeit und den Abbau technischer Handelshemmnisse u.a. in den Bereichen Gesundheit und Konsumentenschutz aufzunehmen. (Quelle: NZZ, 21.10.08) 21.10.2008
Wie erwartet: Die Allianz der Wirtschaft ist gegen das Präventionsgesetz. Nach dem Nationalen Programm Alkohol NPA bekämpft die Wirtschaft auch das Präventionsgesetz, zu dem bis Ende Oktober die Vernehmlassung läuft.
(Quelle: NZZ, 21.10.08)
Kommentar: Die Wirtschaft schadet sich damit weiterhin nicht nur dem Land sondern auch sich selber.
21.10.2008
Mit Brennpunktarbeit gegen Littering und Alkohol im Kanton Uri.  (Google Alkohol Alert, 17.10.08)  urnerwochenblatt.ch, 17.10.08 14 Urner Gemeinden gehen mit dem Projekt «Toleranz, Intervention, Prävention» (TIP) neue Wege, um Jugendvandalismus einzudämmen. Seit vergangenem Mittwoch läuft das auf zwei Jahre angelegte Projekt, das Fr. 250'000 kostet. Die beiden Sozialarbeiter werden keine Polizeiarbeit übernehmen und keine Alterskontrollen durchführen. Die Repression habe nicht genützt.
Kommentar: Wo eine echte Alkoholpolitik fehlt, kostet es immer mehr. Zahlen müssen die falschen.
17.10.2008
"Merkmale einer kohärenten Suchtpolitik" Artikel von François van der Linde in der Neuen Zürcher Zeitung vom 17.10.08 im Hinblick auf die Volksabstimmung über die Revision des Betäubungsmittelgesetzes. Er postuliert die gemeinsame Behandlung aller Drogen unter der Bezeichnung "psychoaktive Substanzen". (Artikel (noch) nicht online)
Kommentar: Wenn er schreibt: "Schadensminderung muss aber auch die Gesellschaft vor schädlichen Auswirkungen des Konsums schützen. Dazu gehören beispielsweise die Auflösung von offenen Drogen- oder Alkoholszenen.", dann stimmt das wohl. In Bezug auf Alkohol gibt es aber weit schädlichere Auswirkungen auf die Gesellschaft, die hätten Erwähnung finden können.
17.10.2008
Zepra das Alkoholpräventionsprojekt «smartconnection» in St. Gallen. 
(Google Alkohol Alert, 7.10.08)
tagblatt.ch, 9.10.08
Vor rund einem Jahr lancierte Zepra das Alkoholpräventionsprojekt «smartconnection». Regierungspräsidentin Heidi Hanselmann und Stadtrat Nino Cozzio ziehen eine Zwischenbilanz. Bisher wurden an 78 Veranstaltungen über 10 000 Alkoholatemtests durchgeführt. Davon wurden mehr als 2000 Besucher unter 0,3 Promille gemessen. Was heisst, dass 8000 Jugendliche darüber lagen. Hanselmann bewertet das positiv: «Die Alkoholtests bewirken Diskussionen. So kommen wir mit den Jugendlichen ins Gespräch.» 11.10.2008
Nur wenige haben die Hausaufgaben erledigt. Alkohol-Testkäufe mit Jugendlichen werden wiederholt.

In den nächsten Wochen schicken die Bödeligemeinden sowie Meiringen wieder jugendliche Testkäufer in Detailhandels- und Gastrobetriebe, um herauszufinden, ob diese sich an die Vorschriften bezüglich Alkoholverkauf halten. Bereits im Juni fanden solche Tests statt – mit ernüchternden Resultaten. (Google Alkohol Alert, 7.10.08)Jungfrau Zeitung, 6.10.08 

08.10.2008
Standpunkte online Die September-Ausgabe des Online-Magazins der Schweizerischen Fachstelle für Alkohol- und andere Drogenprobleme (SFA) ist artikelweise oder als Ganzes (pdf, 15S., 185Kb) online zugänglich. (Quelle: Infoset Newsletter Oktober 2008) 08.10.2008
Zahlen & Fakten der SFA:

(Quelle: Infoset Newsletter Oktober 2008)

Die Schweizerische Fachstelle für Alkohol und andere Drogenprobleme (SFA) hat ein Update zur Online-Ausgabe von "Zahlen & Fakten" ins Netz gestellt. Die Aktualisierungen betreffen die Kapitel "Alkohol - Produktion und Handel", "Alkohol - Besteuerung", "Alkohol am Steuer" und "Alkohol - Konsum". 08.10.2008
Der Infoset-Newsletter Oktober 2008 ist erschienen Informationen zu allen Suchtproblemen, vor allem aus der Schweiz.
Newsletter bestellen
08.10.2008
"Alkoholkonsum Jugendlicher zwischen kultureller Anpassung und Risikoverhalten" Der Artikel (pdf, 5S., 1,9Mb) von Wolfgang Settertobulte ist in der Fachzeitschrift projugend der Aktion Jugendschutz, Landesarbeitsstelle Bayern e.V. erschienen und online erhältlich. Das Thema der aktuellen Ausgabe ist "Jugend am Absaufen? Riskanter Alkoholkonsum und Möglichkeiten der Prävention" (3/2008) (Quelle: Infoset Newsletter Oktober 2008) 08.10.2008
"Jugendgewalt und Alkohol - eine häufige Kombination": Dies das Thema des aktuellen Newsletters (pdf, 2S., 17Kb) der Zürcher Fachstelle zur Prävention des Alkohol- und Medikamenten-Missbrauchs (ZÜFAM) vom September 2008. (Quelle: Infoset Newsletter Oktober 2008)
Kommentar: Nachdem wir beim Fall der sexuellen Übergriffe in Seebach auf diesen Zusammenhang immer wieder hingewiesen hatten, wird nun auch offiziell von Fachkreisen das Thema aufgenommen. Es hat ziemlich gedauert.
08.10.2008
Neuer Leiter des Nationalen Programms Alkohol 2008 – 2012 (NPA) David Hess-Klein hat am 1. Oktober 2008 die Programmleitung übernommen. Ab sofort steht er für Auskünfte zum NPA zur Verfügung. Tel. 031 322 62 00 oder david.hess(at)bag.admin.ch  (Quelle: Infoset Newsletter Oktober 2008) 08.10.2008
Der Tages-Anzeiger widmet eine ganze Seite dem Chef der Bierbrauerei Eichhof.

Leserbrief vom 4.10.08

Er hat mit dem Verkauf an Heineken Millionen verdient. Jetzt jammert er, die Schweiz sei vom Rauchen bis zum Trinken eine Verbotsgesellschaft geworden. Botellónes seien nicht schlimm, früher hätten die Jungen auch ab und zu über die Stränge geschlagen. Als Ausgleich zum Leistungsdruck empfiehlt er ihnen Freundschaften schliessen und Kulturelles geniessen. (Quelle: Tages-Anzeiger, 4.10.08)
Kommentar: Viel zynischer geht es nicht. Von Verboten wird beim Alkohol seit 50 Jahren nur geredet. Ausser der späten Alcopopsteuer und der lange fälligen neuen Promillegrenze hat der schweizerische Gesetzgeber nichts Positives geleistet. Was in den Kantonen und Gemeinden an kleinen Verbesserungen gebracht wurde, sind meist Notmassnahmen. Und das Volk hat wertvolle Initiativen auf Anraten der Bundesbehörden und -Parlamentarier und auf Druck der Wirtschaft immer abgelehnt.
04.10.2008
Alkohol nun doch erst ab 18 Jahren im Kanton Baselland.
(Quelle: Google Alkohol Alert, 4.10.08) 

Der Kanton Baselland will schweizweit das Schutzalter 18 für den Verkauf von Alkohol durchsetzen. Basel-Stadt will Prävention statt Repression. Nun erhöhen einige Verkaufsläden selbst das Alterslimit – zum Beispiel Coop. Basler Zeitung, 3.10.08

04.10.2008
Der Alkohol- und Tabakkonsum von Schweizer Jugendlichen sei zurückgegangen.

(Google Alkohol Alert, 2.10.08) 

Nun ist diese Meldung auch in der Innerschweiz angekommen. Schwyzer Jugendliche haben die Nase vorn, was das «Kampftrinken» anbelangt. Am meisten missbräuchliche Fälle weist, wie schon im Jahr 2003, der Kanton Schwyz auf. Mussten in Schwyz 2003 36 Jugendliche im Spital behandelt werden, so waren es 2005 42 Fälle. Susanne Dillier sieht das grosse Problem darin, dass die Jugendschutzgesetze nicht überall durchgesetzt werden. Den Konsumrückgang begründet sie vor allem mit der Alcopopsteuer. Neue Schwyzer Zeitung, 2.10.08
Kommentar: Dass der Konsum immer noch höher ist als vor der Alcopopwelle bleibt ungesagt.

02.10.2008
Heute auf Radio DRS1 zu hören: Treffpunkt: "Von der Rebe in die Flasche."

Radio DRS1, 2.10.08

Kommentar: Ein weitere Werbesendung für Wein auf unserem Staatsradio. Natürlich ist alles nur Information! 2 Stunden: Reportage mit einem Winzer im Rebberg bei der Lese, langes Interview mit Weinfachfrau und alle Schlager, die den Wein besingen. Die Botellón-Meldungen müssen wohl kompensiert werden; oder ist es die erste Frucht der neuen Allianz gegen Werbeverbote? 02.10.2008
Botellón - Hinweise und Anregungen für Gemeindebehörden
Informationen über die rechtliche Situation in der Schweiz, Überlegungen zu möglichen Interventionen und Anregungen zur Prävention bietet die Suchtpräventionsstelle Zürcher Oberland in einem neuen Papier. (pdf)
01.10.2008
"Alkoholverbot" für SR-Technics-Angestellte. Ab 1.10.08 dürften die rund 3300 Angestellten auch ausserhalb der Arbeitszeit keinen Alkohol mehr konsumieren, schreibt der Tages-Anzeiger. Es gehe um die betriebliche Sicherheit und die Sicherheit der Mitarbeitenden.
Kommentar: Vermutlich gilt eine ähnliche Regelung wie für das fliegende Personal. Volle Abstinenz ist ja wohl kaum gemeint.
01.10.2008
Der Botellón in Uster blieb ohne Teilnehmer. Einzig die Polizei war mit Schäferhund vertreten. (Quelle: Tages-Anzeiger, 29.9.08)
Kommentar: Die Saison dafür scheint vorbei. Hoffentlich war es die letzte.
29.09.2008
Die Kantone Zürich und Basel-Stadt erhalten rauchfreie Restaurants. Nur noch unbediente Fumoirs sind gestattet. Wann die Gesetze in Kraft treten, ist noch nicht bestimmt. (Quelle: Tages-Anzeiger, 29.9.08)
Kommentar: Das Volk will endlich einen klaren Schutz vor dem Passivrauchen. Das könnte sich auch auf den Alkoholkonsum auswirken. - Hoffentlich nicht ungünstig auf die Unfallzahlen wie in Amerika.
29.09.2008
Ausschank von Alkohol wird in Benken schärfer kontrolliert.

Nachtrag zum Benkener Herbstfest: Mittels Testkäufen untersucht die Suchtpräventionsstelle den Alkoholverkauf an Jugendliche am Weinländer Herbstfest. (Google Alkohol Alert, 25.9.08)  Schaffhauser Nachrichten, 25.9.08

25.09.2008
Botellónes und Herbstfeste Der Landbote vom 24.9.08 widmet eine ganze Seite dem Wein-Herbstfest in Benken. Viele Stände, Festbeizen, erwartete 50'000 Besucher, ein Maturand, der zur kostenpflichtigen Benutzung eines Alkoholtesters aufruft und die Frage an den Organisator: "Handelt es sich eigentlich beim Weinländer Herbstfest, wo ja  traditionsgemäss stets reichlich Alkohol fliesst,  um eine Art Botellón?" Antwort: "Überhaupt nicht! Das Herbstfest ist die Leistungsschau einer modernen und vielseitigen Gemeinde...."
Kommentar: Dazu passt sehr gut ein Leserbrief in der gleichen Nummer, in dem eine Frau zum Winterthurer Botellón  fragt: "Und wer sind denn die Vorbilder?"
24.09.2008
2 Botellónes in Meilen und Zürich In Meilen rund 30 Jugendliche und in Zürich nur wenige. Die Organisatorin las wie versprochen den Abfall in Meilen am Ende um 23 Uhr auf. (Quelle: Tages-Anzeiger, 22.9.08) 22.09.2008
Nach dem Winterthurer Botellón. 250 Trinker waren gestern Abend an einem Bottelón in der Winterthur Altstadt. Die Folge: Viel Müll, Lärm und Streit, dazu 2 Verletzte. (Quelle: Tages-Anzeiger, 20.9.08) Kommentar: Vom Alkoholkonsum ist nicht die Rede. 20.09.2008
Fachperson für Leitung RADIX Zentralschweiz in Luzern gesucht Die bestehenden Standorte in Bern, Lausanne, Luzern und Zürich werden künftig regional ausgerichtet. Ziel ist es, je ein regional verankertes Supportzentrum für die Nordwestschweiz, die Romandie, die Zentral- und Ostschweiz zu betreiben. Für die Zentralschweiz wird eine Fachperson mit mehrjähriger Erfahrung in Gesundheitsförderung und Prävention gesucht.  www.radix.ch 19.09.2008
Im bfu-Magazin "sicher leben" wird Null Promille für Neulenker angesprochen. Es sei eine einfache Massnahme mit grosser Wirkung. Pro Jahr könnten 10 Todesopfer und 50 Schwerverletzte vermieden werden. Einige andere Länder Europas haben bereits ähnliche Vorschriften und profitieren davon. Bei der Bevölkerung sei eine grosse Akzeptanz vorhanden. Die Massnahme wird im Rahmen der "Via sicura" diskutiert. 19.09.2008
Der Zürcher Regierungsrat sagt, Testkäufe seien Sache der Gemeinden. Er unterstütze die Sache des Jugendschutzes und halte die Bestrafung von fehlbaren Verkäufern als notwendig. Ob Bussen nach Testkäufen rechtens seien, müssten aber die Gerichte entscheiden. (Quelle: Tages-Anzeiger, 18.9.08) 19.09.2008
Nun soll auch Meilen ein Botellón erhalten. Die Initiantin hat sich mit den Behörden in Verbindung gesetzt und einen Ordnungs- und Reinigungsdienst organisiert. Die Gemeinde macht keine Zugeständnisse. Sie müsse evtl. Kosten tragen. (Quelle: Tages-Anzeiger, 18.9.08) 18.09.2008
In Uster ZH ist ein Botellón angesagt. Für den 27.9.08 ist das Besäufnis geplant, die Stadt konnte den Initianten nicht für eine Zusammenarbeit gewinnen. Verschiedene Schutzmassnahmen sind geplant. Bei Beschädigungen werde eingeschritten. (Quelle: Zürcher Oberländer, 16.9.08) 17.09.2008
Fanüberwachung gegen Gewalt im Sport umstritten. Staatsrechtler Rainer Schweizer kritisiert das Vorgehen des Projektteams wegen des veröffentlichten Massnahmenpakets mit biometrischer Gesichtserkennung, Überwachungssystemen und Datenaustausch. Auch Pilotprojekte brächten eine gesetzliche Grundlage. Fanarbeit Schweiz fordert "Prävention kommt vor Repression."   (Quelle: Tages-Anzeiger, 16.9.08) TA-Artikel vom 15.09.08
Kommentar: Bei Prävention am Naheliegendsten wäre, das Alkoholproblem zu entschärfen.
16.09.2008
Energy Drinks im Test in Zeitschrift "saldo" vom 10.9.08 Auf allen Dosen sei richtig deklariert worden und es stehen Warnhinweise, z.B. nicht mit Alkohol mischen. Mehr als eine halbe Seite wird der Warnung von deutscher Behörde gewidmet, die u.a. ausführlich vor dem Mischen mit Alkohol warnt. Auf amerikanische alkoholhaltige Energy Drinks, die nach Protesten zum Teil aus dem Markt genommen wurden, wird nicht eingegangen (Quelle: saldo, 10.9.08. Artikel gegen Bezahlung) 15.09.2008
Jahresversammlung des Verbandes der Schweizer Presse

Gegen Werbeverbote. NZZ , 12.9.08

Der Verband der Schweizer Presse will die Allianz gegen Werbeverbote aufleben lassen, die 2007 eingeschlafen, bezw. aufgelöst worden sei. Die kommerziellen Grundlage der publizistischen Freiheit sei wegen Werbeverboten zunehmend bedroht. Die Freiheit des kommerziellen wie des publizistischen Wortes müsse gesichert werden.
Kommentar: Eine wundersame Verdrehung der Tatsachen: Die Presse, die sich von der Alkohollobby vereinnahmen lässt, hat sich von ihr der Freiheit berauben lassen, objektiv über das Alkoholproblem zu recherchieren und zu berichten. Würde sie sich befreien und unabhängig agieren, könnte sie z.B. bei der Verwirklichung unserer Projekt-Idee mit mehr Werbung rechnen und „schreiben was ist – und nicht was sein darf“. (Zitat J.-M. Büttner, Tages-Anzeiger)

13.09.2008
Zürich will Eventstadt sein und bleiben. Events sind ein umkämpftes Geschäft geworden. Auch die Stadt Zürich will stärker mitmischen, das gab Stadtpräsident Elmar Ledergerber bekannt. (Quelle: Tages-Anzeiger, 11.9.08) Der Kommentar dazu ist interessant. siehe Neustes Zitat 12.09.2008

13.09.2008

Kofi Annan, ehemaliger UNO-Generalsekretär erhält den mit Fr. 100'000 dotierten Gottlieb Duttweiler-Preis.

 (Quelle: Tages-Anzeiger, 9.9.08)

Der Friedensnobelpreisträger konnte die  Auszeichnung gestern in Rüschlikon entgegennehmen. "Annan selbst rief in seiner Festrede die hochkarätigen Gäste aus Politik und Wirtschaft, unter ihnen Bundespräsident Pascal Couchepin, dazu auf, sich zwei Herausforderungen zu stellen. Zum einen gelte es, die geistigen Barrieren zu überwinden, die oft noch das Denken über Afrika bestimmten. Zum andern sei es ratsam, Gottlieb Duttweilers gutem Beispiel in der Schweiz zu folgen und sich zu fragen, wie einem aufstrebenden Afrika geholfen werden könne, sein riesiges Potenzial zu erreichen."
Kommentar: Ob sich Kofi Annan bewusst ist, wie die Migros heute die Überzeugungen Duttweilers in der Alkoholfrage missachtet, indem sie Geschäfte mit der Alkoholindustrie tätigt, die in Afrika die Wirkung der Entwicklungshilfe herabsetzt und den Völkern, die kein soziales Auffangnetz haben, neue Not bringt?
09.09.2008
Der Sonntagsblick lanciert ein Saufspiel aus Amerika als Botellón-Nachfolger. Wir haben schon früher über Bier-Pong in den USA berichtet. (International, 9.4./23.5./9.7.08) Jetzt bringt der Sonntagsblick einen ausführlichen Artikel darüber. Selbstverständlich nur zur Hebung des Allgemeinwissens der intelligenten Leser! (Quelle: Sonntagsblick, 7.9.08) 08.09.2008
Interview mit Hermann T. Meyer auf Radio1 in Zürich (93,0 Mhz und im Internet Online unter www.radio1.ch) über Alkoholforschung. Hier das Gesprächsprotokoll vom 6.9.08 06.09.2008
Ergebnisse der Befragung der Motorfahrzeuglenkenden 2008: Immer weniger Fahrzeuglenkende geben an, in angetrunkenem Zustand gefahren zu sein, und die Zahl der Fahrzeuglenkenden, die das Prinzip «Kein Alkoholkonsum vor dem Fahren» befolgen, steigt kontinuierlich an. Dies eines der wichtigsten Ergebnisse (pdf, 8S., 315Kb) einer telefonischen Umfrage bei Fahrzeuglenkenden, die vom Bundesamt für Statistik (BFS) in Zusammenarbeit mit der Beratungsstelle für Unfallverhütung (bfu) durchgeführt wurde. (Quelle: Infoset-Newsletter September 08) 06.09.2008
Die Stellung der Kirchen zu Botellónes? Kommentar: Die Kirchen, die mit Recht, so viel von Menschenwürde halten, geben sich seltsam bedeckt in dieser Frage. Hat das wohl mit der in unserer grundsätzlichen Bemerkung auf der Homepage geäusserten Vermutung zu tun, dass Alkoholpolitik unbeliebt ist, weil sie auch die persönliche Konsumhaltung in Frage stellt? Oder sind der Kirche die Hände gebunden, seit fast jedes Kirchgemeindehaus über ein Alkoholpatent verfügt? - Beim geplanten Rausch wird die Menschenwürde vorsätzlich preisgegeben; denn Alkohol greift zuerst die menschlichen Funktionen im Gehirn an, reduziert den Menschen praktisch zum Tier.
Wenn menschliche Würde auch mit Gotteswürde zu tun hat, müssten unsere Kirchenoberen sich doch vehement für eine wirksame Alkoholpolitik einsetzen.
06.09.2008
Bewilligungspflicht für Botellónes fordert das Blaue Kreuz. Das Blaue Kreuz fordert in einer Medienmitteilung (pdf, 2S., 27Kb) vom 19. August, dass sich derartige Events wie andere öffentliche Anlässe der Bewilligungspflicht unterziehen und gewisse Auflagen erfüllen müssen. Artikel auf swissinfo.ch. (Quelle: Infoset-Newsletter September 08) 06.09.2008
Orientierungspapier der Berner Gesundheit zum Thema "Botellón": In diesem Papier (pdf, 2S., 27Kb) beschreibt die Berner Gesundheit worin sie die Probleme der Botellón-Anlässe sieht und was Eltern, Alkoholverkaufsstellen, Polizei und Ausbildungsstätten dagegen tun können und in welcher Form die Berner Gesundheit Unterstützung bietet und informiert. (Quelle: Infoset-Newsletter September 08) 06.09.2008
Faktenblatt zu Botellón:  des Bundesamtes für Gesundheit (BAG) Faktenblatt (pdf, 2S., 27Kb). In diesen Blatt wird der Begriff Botellón und die rechtliche Situation bei einem solchen Anlass erläutert. Weiter die Haltung des BAG und ein kleines FAQ, u.a. über die Einschätzung des BAG über die Gefährlichkeit solcher Anlässe. (Quelle: Infoset-Newsletter September 08)
Kommentar: Die gesundheitlichen Aspekte sind ungenügend dargestellt. Das Papier der Berner Gesundheit (siehe oben) ist wesentlich besser.
06.09.2008
Der Newsletter September von Infoset ist erschienen. Anmeldung für Newsletter. 06.09.2008
Im Kanton Uri ist das neue Gesundheitsgesetz in Kraft. Obwohl es seit September in Kraft ist, gilt eine einjährige Übergangsfrist. Ebenfalls für das Werbeverbot für Alkohol und Tabak mittels Plakaten.(Quelle: NZZ, 5.9.08) 05.09.2008
Wahlen bei Schweizer Presserat. Im Stiftungsrat sind nun nach langem Kampf auch die Verleger und die SRG vertreten, die mit neu je 3 Vertretern im 18 köpfigen Stiftungsrat Einsitz nehmen.(Quelle: NZZ, 5.9.08) 05.09.2008
Botellón in Zürich war das Top-Thema auf der Leserbriefseite des Tages-Anzeigers im August. (Wir waren dabei.)
(Quelle: Tages-Anzeiger, 5.9.08)
05.09.2008
Botellónes im Zürcher Oberland.

(Quelle: Tages-Anzeiger, 5.9.08)

Der Stadtpräsident von Uster denkt nicht daran, ein angekündigtes Massenbesäufnis in Uster zu verbieten. Das bringe nichts. Er fragt sich, ob ein solches mit Prävention verhindert werden könne.
Kommentar: Wahrscheinlich schon, aber nur mit konsequenter, langfristiger und umfassender Prävention. Bisher wurde die Zeit (Jahrzehnte) mit unnützer Alibiprävention vertan. Wir alle bezahlen dafür.
05.09.2008
Jugendliche dürfen in Däniken, ZH, noch draussen bleiben.

Ab September sollte es Jugendlichen verboten sein, sich nachts in Dänikon zu versammeln. Das Verbot sorgte für grossen Wirbel. Doch in Kraft getreten ist es bisher nicht. Zwei Rekurse liegen beim Bezirksrat. Bis dieser entscheidet, bleibt alles beim Alten. (Quelle: Tages-Anzeiger, 4.9.08)

04.09.2008
Polizei will YB-Spiele ohne Alkohol im Stadion.

Die Kantonspolizei schlägt Alarm: Das Gewaltproblem rund um die YB-Spiele könne mit polizeilichen Mitteln nicht gelöst werden. Manuel Willi, Polizeichef Region Bern, wünscht sich ein Alkoholverbot im Stade de Suisse. Die Fan-Kommentare sind gar nicht einverstanden.  (Google Alkohol Alert, 4.9.08)  NZZ, 4.9.08

04.09.2008
Botellón in der Winterthurer Altstadt angesagt. (Quelle: Tages-Anzeiger, 4.9.08) 300 Personen sollen sich bereits angemeldet haben. Der Polizeivorstand sei gelassen. Er hoffe auf die Vernunft der Winterthurer Jugend.
Kommentar: Wenn man auf seine früheren Erfahrungen mit den Studenten abstellt, tönt das nicht sehr hoffnungsvoll.
04.09.2008
"Chropfleerete" im Zürcher Gemeinderat nach dem Botellón, titelt der Tages-Anzeiger. (Quelle: Tages-Anzeiger, 4.9.08) Bei SVP und FDP wurde vor allem über die Kostenabwälzung und künftige Verbote gesprochen, die Grünen halten nichts von Verboten, die SP rügte die Medien für ihre Werbung, die mutwillige Zerstörung der Wiese hätte die Jugendlichen viel Goodwill gekostet. Einzig die EVP äusserte sich negativ über die Sauferei an sich.
Kommentar: Die Politiker sind offenbar nicht lernfähig.
04.09.2008
Bundesrat Couchepin übt sich in Jugendpolitik.

(Quelle: NZZ, 3.9.08)

In Zimmerwald bei Bern versammelte er die Medienvertreter zu seinem jährlichen Gespräch. Er kündigte eine Totalrevision des Jugendförderungsgesetzes an.
Kommentar: Eine Gruppe Jugendlicher hat wieder einmal gegen die Gesellschaft eine Art von Gewalt ausgeübt, wie z.B. 1968, und schon reagiert der Bundesrat. Es wäre doch angebracht, wenn die Politik von sich aus erkennen würde, dass es eine durchdachte Jugendpolitik (und Alkoholpolitik) als permanente Aufgabe braucht. Aber Achtung, nicht nur die offene Jugendarbeit braucht Mittel, auch die organisierte Vereinsjugend muss mindestens konkurrenzfähig sein, denn sie vermittelt Werte, die unsere Gesellschaft braucht.
03.09.2008
Streit um Polizeimassnahme vor Hochrisiko-Fussballspiel in Zürich.

(Quelle: NZZ, 3.9.08)

Im Mai 2007 verfügte das Polizeidepartement vor dem Spiel Zürich:GC ein Verkaufsverbot für Bier bei zwei Tankstellenshops und für Bier mit über 3 Vol.-% bei sechs Restaurants um das Hardturmstadion herum. 2 Parteien rekurrierten an den Regierungsrat, der ihnen recht gab. Nun hat das Verwaltungsgericht entschieden, der Regierungsrat, d.h Rita Furrer von der Volkswirtschaftsdirektion habe ihre Kompetenzen überschritten, zuständig sei der Statthalter. Dessen Entscheid kann wieder ans Verwaltungsgericht und dann ans Bundesgericht weitergezogen werden. 03.09.2008
Voranzeige: Samstag, 6. Sept. 2008, zwischen 10.10 und 10.50 Uhr: 5-6 min. Radio-Interview life mit Hermann T. Meyer auf Radio1 in Zürich (93,0 Mhz und im Internet Online unter www.radio1.ch) über Alkoholpolitik. Es ist eine Wissenschaftssendung, ein populärwissenschaftliches Magazin von und mit Dani Ambühl.
Gesprächsprotokoll vom 6.9.08
03.09.2008


06.09.2008

Eidgenössische Jugendsession vom 21. bis am 23. November im Bundehaus Bern. Zusammen mit 199 anderen Schweizer Jugendlichen zwischen 14 und 21 Jahren diskutierst du im frischen renovierten Bundeshaus über aktuelle Themen, die euch beschäftigen. Nutze die einmalige Chance PolitikerInnen zu treffen, neue Leute kennenzulernen und deine Zukunft selbst in die Hand zu nehmen. Anmeldung
Das Thema "Alkohol" soll auch auf der vorläufigen Traktandenliste stehen.
03.09.2008
Zum Zürcher Botellón, Nachlese.

(Quellen: Tages-Anzeiger, 2.9.08; Leserbrief pendent

NZZ, 2.9.08) mit Kommentar

 

Die Zeitungen berichten über die Aufräumarbeiten auf dem Rasen und in den Köpfen der Politiker. Der Schaden soll 20'000 Franken betragen. Politiker von links bis rechts wollen die Verantwortlichen zur Kasse bitten. Der TA-Chefredaktor liefert einen heuchlerischen Kommentar. Die NZZ meint, auch der Soziologe, der im Tages-Anzeiger zum Besuch des Botellón aufgefordert hatte, könnte belangt werden.
Kommentar: Es geht weiterhin nur um den wertvollen Rasen, die Gesundheit der Jugend ist nicht das Thema. Fr. 20'000.-- im Vergleich zu Fr. 300'000 bei jedem Krawall-Fussballspiel ist doch eine Bagatelle. Dabei weiss doch jeder, dass ein Betrunkener zuerst sein Verantwortungsbewusstsein verliert. Jeder Botellón dürfte nur erlaubt werden, wenn ein Sponsorenteam sich verpflichtet, nüchtern zu bleiben und anschliessend aufzuräumen. Das wäre doch ein Job für Eltern, Soziologen und Journalisten.
02.09.2008
Jugendschutz Alkohol und Tabak im Kanton Zürich - neue Schilder. Seit dem 1. Juli 2008 ist das neue Gesundheitsgesetz im Kanton Zürich in kraft.
Neu ist auch die kostenlose Weitergabe von Alkohol und die Abgabe und der Verkauf von Tabakprodukten an unter 16-Jährige verboten.
Die Stellen für Suchtprävention im Kanton Zürich haben dafür neue Hinweisschilder gestaltet, die dort bestellt werden können.
01.09.2008
Zum ersten Zürcher Botellón.
(Quelle: NZZ, 1.9.08) Tages-Anzeiger, 01.09.08
In ausführlichen Berichten meldet die Presse 2000 Teilnehmer, durchzogene Bilanz von Rettungskräften und Polizei. Ein Einsatz von Gummischrot, ein paar vorübergehende Festnahmen. 10 Verletzte kamen aus verschiedenen Gründen in Spitäler. 6 t Abfall. Die Blatterwiese musste wegen der Glasscherben gesperrt werden. Kosten: Mehrere 10'000 Franken. 01.09.2008
Botellón: Friedliches Trinkgelage in Bern

Eine Openair-Party mit über 1200 trinkfreudigen Besuchern - und keiner einzigen Toilette. So präsentiert sich die Botellón in Bern. Die Polizei hielt sich zurück. Es blieben 2,5 t Abfall. (Quelle: Tages-Anzeiger, 31.8.08)

01.09.2008
Die Berichterstattung zum Weltkrebskongress in Genf ist ungenau. (Quelle: Tages-Anzeiger, 30.8.08) Der Tages-Anzeiger setzt den grossen Titel "Rauchen und Bewegungsmangel erhöhen das Risiko. Im Kleingedruckten kommt dann zum Vorschein, dass Alkohol eine grosse Rolle als Krebsrisiko spielt. Ein Wissenschafter rät den Nichtrauchern, "ein gesundes Körpergewicht halten, körperlich aktiv sein, Alkohol - wenn überhaupt - nur in kleinen Mengen konsumieren und sich gesund ernähren." 01.09.2008
Erleichterung nach dem ersten Zürcher Botellón. Die Zeitungen melden, dass bei Redaktionsschluss um 21 Uhr gemäss Polizeiangaben rund tausend Teilnehmer friedlich versammelt waren, die Morgennachrichten von DRS1 berichteten von mehreren hundert Teilnehmern, wenig Problemen, aber von viel Abfall. Es fanden noch andere Grossanlässe in Zürich statt. 30.08.2008
Ärztliche Tipps für die geplante Sauferei.
(Quelle: Tages-Anzeiger, 29.8.08)

Für den Zürcher Stadtarzt Albert Wettstein liegt es drin, wenn ein Jugendlicher am Freitagabend am Botellón in Zürich eineinhalb Liter Bier trinkt. Was man auf keinen Fall trinken soll, ist Bier mit harten Drinks (Wodka) gemischt. Dies sei sehr gefährlich und könne zu Alkoholvergiftungen führen. Mädchen und Frauen seien gefährdeter als Burschen und Männer, da sie weniger Alkohol ertragen.

29.08.2008
Die NZZ mokiert sich über die Entwicklung des Worts "Massenbesäufnis". Es wird aufgezeigt, wie die ursprünglich entsetzte Berichterstattung sich nach dem Tages-Anzeiger-Interview mit einem Zürcher Sozialwissenschafter gewandelt und einer weniger aufgeregten Schreibweise Platz gemacht habe. Journalistische Spielregeln seien umgekehrt worden. (Quelle: NZZ, 29.8.08)
Kommentar: Was "ras" aber vergisst, ist, dass nie über die wirklichen Probleme des neuen Phänomens recherchiert und informiert wurde. Das hätte mit "moralischer Übersäuerung" nichts, aber mit journalistischer Pflicht (Presserat-Papiertiger) und Prävention zu tun. Prävention heisst ja vorsorgen, bevor das Kind in den Brunnen gefallen ist. 
29.08.2008
Vor dem Botellón in Zürich: Grossaufgebot der Hilfskräfte. Auch wenn man den Anlass nicht unterbinden könne, werde man auf den Jugendschutz achten. Unter 16-Jährige, die Alkohol konsumierten, würden unter Verrechnung der Kosten nach Hause gebracht. Die medizinische Hilfe für schwer Betrunkene werde ebenfalls verrechnet. (Wahrscheinlich bezahlt dann die Krankenkasse) Soweit die Stadtpolizei. Deren Vorsteherin, Esther Maurer ist immer noch der Meinung, jene, die mit dem Vorsatz des Besaufens hingingen, seien "im Hirn oben krank". (Quelle: NZZ, 29.8.08) 29.08.2008
Die gestrige Club-Sendung auf SF1: Massenbesäufnisse – viel Lärm um nichts? Kommentar: Eine Diskussionsrunde über Jugendalkoholismus ohne eine einzige Alkohol-Präventions-Fachperson. Was konnte da herauskommen? Es ist die grosse Ernüchterung. Sieg für die Alkoholindustrie. (Siehe unseren ausführlicheren Kommentar dazu) 27.08.2008
Der Kanton Luzern wird nun aktiv beim Jugendschutz. Die Luzerner Regierung plant nun Massnahmen. So soll eine Arbeitsgruppe eingesetzt werden, die einen kantonalen Alkoholaktionsplan erstellt. Zudem soll die gesetzliche Grundlage für Testkäufe geschaffen werden, mit denen man die Verkaufsstellen überprüfen will. Als dritte Massnahme will der Regierungsrat die Alkoholabgabe an unter 16-Jährige unter Strafe stellen.  (Google Alkohol Alert, 26.8.08) Zisch, Neue Luzerner Zeitung online, 26.8.08 26.08.2008
Telefonbefragung in der Schweiz zwischen Januar und März 2008. Im Fall von Alkohol am Steuer forderten 89 % eine konsequente Strafverfolgung. In Bezug auf Fahren in angetrunkenem Zustand schätzten 10 %, im Jahr 2007 zumindest einmal mit einem Alkoholwert von mindestens 0,8 Promille unterwegs gewesen zu sein. Die Befragung wurde vom Institut MIS Trend zwischen Januar und März telefonisch bei 6000 Personen mit Schweizer Wohnsitz durchgeführt. Auftrageber waren das Bundesamt für Statistik und die Beratungsstelle für Unfallverhütung. (Google Alkohol Alert, 26.8.08) News.search.ch, 25.8.08 26.08.2008
Massenbesäufnisse – viel Lärm um nichts? Heute abend im Club auf SF1, Moderation. Christine Maier Ausstrahlung SF 1: Dienstag, 26. August 2008, 22.20 Uhr
Ausstrahlung SF 1: Mittwoch, 27. August 2008, 01.40 Uhr
Ausstrahlung SF 1: Donnerstag, 28. August 2008, 12.45 Uhr
Ausstrahlung SF 1: Samstag, 30. August 2008, 14.20 Uhr
26.08.2008
Interview im Migros-Magazin zu den Botellónes mit Paul Nolte, Sozialwissenschafter.

(Quelle: Migros-Magazin, 25.8.08)

"Jugend und Alkohol" gehörten schon immer zusammen", lautet die dicke Überschrift. Er meint, Verbote und staatliche Regelungen seien grundsätzlich nicht geeignet, gesellschaftliche Probleme zu lösen. Eine freie Gesellschaft sollte auf Erziehung und nicht auf staatliche Verbote setzen.
Kommentar: Seine Aussagen sind voller Widersprüche, verkaufen sich aber gut. siehe unsern Leserbrief vom 25.8.08, den wir ausnahmsweise sofort veröffentlichen, da das Migros-Magazin unsere Briefe seit einiger Zeit ignoriert.
25.08.2008
"Es muss nicht immer Alkohol sein". Interview mit dem Initiator der Genfer Bolellónes.

1300 junge Menschen trafen sich im Juli im Parc aux Bastions in Genf zu einer ausgelassenen nächtlichen Party. Verabredet hatten sie sich über das Internetportal Face­book. Schweizer Zeitungen bezeichneten die Feier als »Massenbesäufnis« und behaupteten, die Jugendlichen hätten einen »Schweinestall« hinterlassen. (Google Alkohol Alert, 25.8.08) Jungle World online, 25.8.08

25.08.2008
Der Tages-Anzeiger lässt einen spanischen Soziologen zu Wort kommen. Artemio Baigorri, Autor von "Botellón. Un conflicto postmoderno" analysiert dieses für uns neue Trinkverhalten der Jugendlichen und erläutert, wie sie in Spanien damit umgehen. Er gibt zu, dass Minderjährige so leichter an Alkohol kommen, auch ganz junge. Jeder einzelne sei zuviel. (Quelle: Tages-Anzeiger, 22.8.08)
Kommentar: Er übersieht, dass auch das Botellón im Interesse der Alkoholindustrie ist. Dass die Repression in Spanien nicht half, ist verständlich. Leider fragt er nicht nach anderer Prävention, wie dieser Unsitte vorgebeugt werden kann. Die jahrhundertealte Trinktradition muss als Entschuldigung herhalten. Dabei ist erwiesen, dass der Jugendalkoholismus seit langem im Zunehmen begriffen ist und für die Zukunft eine schwere Hypothek darstellt.
23.08.2008
Die Stellung der beiden extremen Jungparteien zum Botellón. Die Jungsozialisten rufen zur Teilnahme auf, die Junge SVP des Kantons Zürich ist empört darüber und lädt zu einem alkoholfreien Mitgliederanlass der JSVP ein.
Kommentar: Es ist kurios: Die Jungen der SP, die immer geschlossen wichtige Präventionsmassnahmen unterstützt, sind für Botellóns, die Jungen der SVP, die immer geschlossen wirksame Prävention bekämpft sind dagegen. Leider gehen bei den meisten mit zunehmendem Alter die jugendlichen Ideale verloren. So ist bei der SVP mit keiner Besserung auf diesem Weg zu erhoffen. (Quelle: NZZ, 23.8.08)
23.08.2008
Pierre Maudet, Genfer Stadtrat und Präsident der Eidg. Jugendkommission zur Alkoholpolitik: Anlässlich einer Sitzung in Genf äusserte er eigenartige Ansichten zum Jugendschutz (siehe neueste Zitate) und unterstützungswürdige zu Freiräumen für Jugendliche. (Quelle: Tages-Anzeiger, 22.8.08) 23.08.2008
Das gestrige Genfer Massentrinken im Regen ertrunken. Nur 200 bis 300 wasserfeste Jugendliche wagten sich an das von der Stadtbehörde genehmigte Treffen. Anfänglich hätte es mehr Schaulustige als Teilnehmer gehabt.(Quelle: Tages-Anzeiger, 22.8.08) 23.08.2008
Heute auf Radio DRS1, 09.00: Treffpunkt: Werbung - die tägliche Verführung. Kommentar: Beinahe 2 Std. füllte Radio DRS1 mit ziemlich belanglosem Geplauder über die ach so harmlose Werbung. Eine eindeutige Werbeveranstaltung für die offenbar mit einem Imageproblem kämpfende Werbebranche. Kein Wort zu Werbeverboten, Suchtmittelwerbung, Sportsponsoring, Schleichwerbung für Alkohol. Das hätte natürlich den Rahmen der Sendung gesprengt. Recherchieren ein Fremdwort. Kommt dafür eine Fortsetzung? Gesamte Sendung, 45,4 MB mp3  DRS1, Treffpunkt, 22.8.08 22.08.2008
Der Tages-Anzeiger will beruhigen. In seinem Artikel "Jugendliche trinken weniger als auch schon" wird das Trinkverhalten Schweizer Jugendlicher mit Säulengrafik dargestellt. Gezeigt werden 4-Jahresschritte von 1986 bis 2006.
Kommentar: 2002 war die Alcopop-Spitze. Durch die Alcopop-Steuer brach deren Verkauf auf etwa einen Viertel ein. Der Konsum stieg, verglichen mit der Vor-Alcopop-Periode, trotzdem um gut 3,5%. Die Alcopop-Steuer vermochte somit den Konsum-Anstieg nicht ganz zu bremsen. Er war etwa gleich gross wie in der vorangehenden Periode 1994-98. Der Gesetzgeber unterliess es, zusätzlich zu reagieren. Auch das NPA (Nationales Programm Alkohol) in diesem Jahr wurde zur Alibiübung und mag die Jugendlichen zu ihren provokativen Botellóns ermutigt haben. (Quelle: Tages-Anzeiger, 22.8.08)  Leserbrief pendent
22.08.2008
Winterthurer Stadtrat unterliegt am Bundesgericht Das Bundesgericht sagt, Strassenbeizen brauchen eine Baubewilligung. Nun brauchen sämtliche bestehende Strassenbeizen eine Baubewilligung.
(Quelle: Tages-Anzeiger, 21.8.08)
21.08.2008
Auch heute grosse Medienpräsenz für Botellón Tages-Anzeiger und NZZ unterstützen die Entscheidung des Zürcher Stadtrates, das Massenbesäufnis nicht zu verbieten. Der Stadtrat wolle keinen Krieg gegen Jugendliche führen. (Quellen: Tages-Anzeiger, NZZ, 21.8.08Leserbrief NZZ, 21.8.08 21.08.2008

28.08.2008

Genf und Zürich tolerieren, Lausanne  lehnt Botellóns ab.

Tages-Anzeiger online, 20.8.08

 

siehe auch Homepage, Top aktuell

 

SF1, 10 vor 10, 20.8.08

Lausanne verbietet das am kommenden Samstag geplante «Massenbetrinken». Die Stadtregierung will eine solche Veranstaltung für den Alkoholkonsum im öffentlichen Raum nicht dulden.
Die Genfer Stadtregierung wird das für kommenden Freitagabend geplante «botellón» tolerieren. Allerdings ist die Bewilligung des Trinkgelages im Bastions-Park an Bedingungen geknüpft worden, wie Stadtpräsident Manuel Tornare am Mittwoch an einer Pressekonferenz bekannt gab. Die Stadt will Toiletten zur Verfügung stellen, während sich die Jugendlichen dazu verpflichtet hätten, Massnahmen zu treffen, um Auswüchse zu verhindern. Falls nötig, wollen sie auch Reinigungsequipen organisieren.
Der Zürcher Stadtrat hat heute beschlossen, dass er kollektive Saufveranstaltungen - so genannte Botellóns - in Zürich grundsätzlich missbilligt und ablehnt. Er hält zudem fest, dass zurzeit kein Bewilligungsgesuch für eine solche Veranstaltung vorliege. Eine Bewilligung würde der Stadtrat auch nicht erteilen, heisst es in einer Medienmitteilung. Für Sanitätsdienste will die Stadt nachträglich den Betroffenen Rechnung stellen. Von den spanischen Erfahrungen will man lernen.
Kommentar: Der Zürcher Stadtrat hat sich wie Genf für die weiche Linie entschieden. Die Kosten wird er nie eintreiben können. In den Online-Kommentaren wurde häufig erwähnt, wir hätten ja schon jede Menge öffentliche Besäufnisse, sie hätten nur beschönigende Namen, wie Fasnacht, Sechseläuten, Street Parade, Turnfeste, usw. Völlig richtig. Deshalb bräuchten wir eine richtige Alkoholpolitik.
20.08.2008
Die Medien sind weiter voll mit Meldungen zum Botellón

(Quellen: NZZ, Tages-Anzeiger, Zürcher Oberländer, Der Landbote, 20.8.08

Der Initiant in Zürich hat sich offiziell von seinem Aufruf distanziert. Die Medien hätten ihn falsch zitiert. Ein Soziologieprofessor wird zitiert mit: "Jugendliche, macht Massenbesäufnisse, es gibt Dümmeres!" Das Blaue Kreuz spricht sich für die Tolerierung mit flankierenden Massnahmen aus.
Kommentar: Eine offene, derartige neue Drogenszene sollte nicht in unser öffentliches Leben Eingang finden und wenn möglich zur Tradition werden. Wir haben schon genug ähnliche Konsumvarianten, welche die Volksgesundheit und die Gesellschaft allgemein belasten. Die bürgerlichen Politiker, die sich nun plötzlich mit den Konsequenzen ihrer neo-liberalen Propaganda konfrontiert sehen und zurückkrebsen, sollten dies als Wink des Schicksals erkennen und endlich zu einer echten Alkohol- und Jugendpolitik Hand bieten.
20.08.2008
Im ersten Halbjahr 2008 gab es im Kanton Luzern 17 Prozent mehr Unfälle durch Alkohol als im Vorjahr.
Dabei wurden auch neun Personen mehr verletzt. Die auf den 1.1.2005 eingeführte tiefere Promillegrenze von 0.5 Promille hat sich offensichtlich nur kurzfristig positiv auf das Unfallgeschehen ausgewirkt. (Quelle: polizeinews.ch, 18.8.08)
19.08.2008
Esther Maurer, die Zürcher Polizeivorsteherin will das Massenbesäufnis verhindern. Auch die Mutter des Organisators hofft, dass es nicht stattfindet. Dessen Name wurde im Tages-Anzeiger veröffentlicht. Der Stadtrat wird sich am Mittwoch an seiner Sitzung mit dem Botellón befassen. Tages-Anzeiger, 19.8.08  NZZ, 19.08.08 19.08.2008
Nun ruft ein 17-jähriger Lehrling zu Massenbesäufnis in Zürich auf. Nach dem spanischen Muster soll ein "Botellon" am 29. August 08 auf der Blatterwiese beim Chinagarten in Zürich stattfinden. Die Stadtpolizei klärt die rechtliche Situation ab. (Quelle: Tages-Anzeiger, 16.8.08) Tages-Anzeiger, 18.8.08 (mit vielen Kommentaren, auch unserem) 18.08.2008
Jetzt wollen die Wirte im Kanton Zürich wissen, ob Testkäufe erlaubt sind. Die Statthalter seien uneins, sagt Ueli Hofmann, Präsident der Statthalter-Konferenz. Ein Gericht müsste entscheiden. Ob aber die Wirte bis Bundesgericht gehen wollten, sei ungewiss. (Quelle: Tages-Anzeiger, 16.8.08) 18.08.2008
Nun gibt es auch in der Westschweiz Massenbesäufnisse.

(Quelle: Tages-Anzeiger, 14.8.08)

Nach dem Harassenlauf in Basel, der Street Parade in Zürich, werden nun auch in Lausanne und Genf Massenbesäufnisse organisiert. Die Behörden sind ratlos, es sei legal, sich in der Öffentlichkeit zu betrinken.  Der Tagesspiegel, 14.8.08
Kommentar: Sie haben sich offenbar noch nicht systematisch mit Alkoholpolitik in der ganzen Breite befasst. Es besteht dort ja auch kaum ein Problembewusstsein auf diesem Gebiet.
Es gäbe gesetzliche, kurzfristige Massnahmen, die andernorts bereits praktiziert werden. Viel wichtiger wäre es, wenn die kantonalen und nationalen Parlamentarier und Behörden endlich zu einer überparteilichen, wirksamen Alkoholpolitik fänden, die das gesellschaftliche Problem Alkohol in „erträgliche“ Bahnen lenken würde.  (siehe Leserbrief, 15.8.08) 
15.08.2008

 

 

 

19.08.2008

Testkäufe sind in der Schweiz zulässig. Jugendliche sollen weiterhin für Alkohol-Testkäufe eingesetzt werden dürfen. Das hat die Konferenz der Statthalter am Dienstag bekanntgegeben. Google Alkohol Alert, 14.8.08) Zürcher Unterländer, 14.8.08 15.08.2008
Zahlensalat zum Alkoholkonsum an der Street Parade.
Schutz und Rettung korrigiert ihre Patientenstatistik zum Grossanlass. An der Street Parade sind mehr Besucher wegen Alkohol- und Drogenkonsums behandelt worden als zunächst angegeben. Die Zahlen bedeuten trotzdem einen Rückgang gegenüber dem Vorjahr. (Quelle: NZZ, 14.8.08)
Kommentar: Ob mehr oder weniger ist doch egal. Zu klein sind die Zahlen ohnehin, weil die privat betreuten nicht erfasst werden. Wesentlich ist, dass mit solchen Grossanlässen unsere jüngeren Bevölkerungsschichten einem gewaltigen Konsumdruck ausgesetzt sind, dem viele nicht gewachsen sind. Die Alkoholisierung unserer Gesellschaft wird so in unerträglichem Masse gefördert. Das Gegenteil wäre nötig, wird aber auf diese Weise noch mehr erschwert. Die Behörden versagen.
15.08.2008
Blog von Kristina Bergmann mit Bezug zur Street Parade und Alkohol. ...Traurig bei der Streetparade machte mich eigentlich nur der Alkoholkonsum. ...Als ich in die arabisch-islamische Welt reiste, erregte meine grösste Bewunderung, dass dort Alkohol zum Feiern und Lustigsein keine oder eine untergeordnete Rolle spielt. Die Araber können Witze reissen, kreischen vor Lachen, auf Tischen tanzen und flirten und trinken dabei nur Tee! (Quelle: NZZ, 13.8.08) 15.08.2008
Die Zukunft der Street Parade soll noch in diesem Jahr entschieden werden. Der Gesamtstadtrat will über die Bewilligung für nächstes Jahr entscheiden. Nun sammelt das Polizeidepartement von allen beteiligten Stellen eine Bilanz ihrer Erfahrungen. Wichtig wird die Beurteilung des Alkoholkonsums sein. NZZ, 12.8.08 12.08.2008
Polizei bezeichnet Alkohol und Drogen an der Zürcher Street Parade weiterhin als «grosses Problem»
Einen Drittel weniger Verletzte behandelt als im Vorjahr. Von den offiziell 820 000 Besuchern der Street Parade haben 641 Personen medizinisch betreut werden müssen. Streitereien entstanden oft wegen übermässigen Alkoholkonsums; die meisten hatten keine gravierenden Folgen.  (Google Alkohol Alert, 11.8.08) NZZ, 11.8.08   (siehe auch Neustes Zitat auf der Homepage oder Zitate)
11.08.2008
"Die Sache mit dem Rausch", Artikel zur Street Parade in Zürich.

Die Street Parade hat in ihrer 17-jährigen Geschichte massive Umwälzungen erfahren - und mit ihr auch der Drogenkonsum. Das mittlerweile grösste Problem ist der Alkohol. Google Alkohol Alert, 8.8.08) Tages-Anzeiger, 7.8.08

09.08.2008
Wer mässig Alkohol trinkt, kann jetzt punkten. (Quelle: Google Alkohol Alert, 7.8.08)  Von offizieller Seite her hat das innovative Präventionsprojekt «Poinzz» aus Solothurn in Luzern einen Korb erhalten. Trotzdem soll schon bald in hiesigen Clubs auf Tour gegangen werden.  Neue Luzerner Nachrichten online, 6.8.08 09.08.2008
Der Infoset-Newsletter August 08 ist erschienen. Informationen zu allen Suchtgebieten.
Newsletter-Bestellung hier.
06.08.2008
Zahlen & Fakten der SFA: Die Schweizerische Fachstelle für Alkohol und andere Drogenprobleme (SFA) hat ein Update zur Online-Ausgabe von "Zahlen & Fakten" ins Netz gestellt. Die Aktualisierungen betreffen die Kapitel "Alkohol - Produktion und Handel" und "Alkohol - Besteuerung". (Quelle: Infoset-Newsletter August 08) 06.08.2008
Risiken und Nebenwirkungen von Pillen-Cocktails und Alkohol an der Zürcher Street Parade. Am 9. August tanzen die Fans der Street Parade erneut zu bebenden Rhythmen rund ums Zürcher Seebecken. Für sie hält die Schweizerische Fachstelle für Alkohol- und andere Drogenprobleme (SFA) Informationen über die Risiken des Substanzkonsums bereit. Die SFA rät davon ab, den Durst mit Alkohol zu löschen. Gefährlich ist, nach Ecstasy oder anderen Partydrogen zu greifen. Die Pillen und der gleichzeitige Konsum verschiedener Drogen erzeugen ungeahnte Folgen. SFA-Medienmitteilung, 4.8.08 04.08.2008
Testkäufe am Wettiger-Fäscht.  Ein Skandal.

(Quelle: Tages-Anzeiger, 2.8.08)

Knapp die Hälfte der Beizen, Bars und Feststände haben gegen die Jugendschutz-Bestimmungen verstossen. Dies sei ein besseres Ergebnis als bei "normalen" Betrieben. Die Gesundheitskommission will nun weitere Testkäufe durchführen.
Kommentar: Es ist ein Skandal, dass nach Jahren mit vielen Testkäufen in zahlreichen Gebieten der Schweiz immer noch der kleine Zusatzgewinn mehr zählt als die Gesundheit und die Zukunft der Jugendlichen. Wann wird endlich schweizweit einheitlich streng durchgegriffen?
02.08.2008
Schweizer tranken 2007 8,8 Liter reinen Alkohol pro Kopf(Quelle: Google Alkohol Alert, 29.7.08) swissinfo.ch, 28.7.08  Das sind zwei Deziliter mehr als im Vorjahr. Durchschnittlich wurden in der Schweiz im letzten Jahr 39,3 Liter Wein, 57,4 Liter Bier und 4 Liter Spirituosen konsumiert, wie aus der Statistik der Eidgenössischen Alkoholverwaltung (EAV) hervorgeht.
Medienmitteilung: Spirituosenstatistik 2007 der Alkoholverwaltung (PDF 176 KB)
30.07.2008
Der Zürcher Regierungsrat antwortet auf eine Anfrage im Kantonsrat betr. "Flat-Rate"-Parties.

 (Quelle: Google Alkohol Alert, 25.7.08) 

A N F R A G E     von Peter Ritschard (EVP, Zürich), Hans Fahrni (EVP, Winterthur) und Peter Reinhard (EVP, Kloten) betreffend  Alkohol an Jugendliche zu einer flat-rate"   Er findet, es seien keine neuen gesetzlichen Massnahmen nötig. Die bestehenden genügten.(Quelle: Tages-Anzeiger, 24.7.08)
Kommentar: Dass Flatrate-Parties mit den bestehenden Gesetzen nicht gestoppt werden können, zeigt die bisherige Praxis. Das Kontroll-Personal fehlt und der Wille durchzugreifen. Das Argument mit den wirksamen Testkäufen ist nicht stichhaltig, weil diese die Flatrate-Parties nicht einschliessen. Der Artikel mit dem Abgabeverbot an Betrunkene ist seit Menschengedenken im Gesetz und wurde noch kaum je durchgesetzt. Wahrscheinlich ist dessen Durchsetzung gar nicht möglich und das Gesetz hat nur Alibifunktion. Es täuscht vor, dass etwas unternommen wird.
27.07.2008
Die Schweizer Werbung SW ist in Sorge wegen Werbeverboten. Sie hat die jüngsten Entwicklungen aufdatiert und eine Tabelle mit den im Moment geltenden Vorschriften zusammengestellt. In insgesamt 21 Kantonen sind Motionen lanciert worden, lediglich drei Kantone haben Werbeverbote abgelehnt. Die Liste ist auf ihrer Webseite noch nicht erhältlich. Wahrscheinlich ein Versehen.
Schweizer Werbung, 22.7.08
24.07.2008
Die Suchtpräventionsstelle Zürich-Oberland sieht neuen Präventions-Ansatz.

(Leserbrief pendent)

Bei 16 - 20-Jährigen sei in erster Linie zu verhindern, dass soziale und berufliche Entwicklungsaufgaben verpasst würden. (Quelle: Kiebitz, 17.7.08)
Trinken und Kiffen: In der Jugend Chancen verpassen - Info Nr. 31
Kommentar: Dass dieser Aspekt bisher zu Unrecht vernachlässigt wurde, mag daher rühren, dass das Alkoholproblem nicht ganzheitlich gesehen wird, sondern nur gerade die aktuellen Themen interessieren, und dass die Beratungsstellen sich mehr für Sekundär- und Tertiär-Prävention einsetzen. Dasselbe passiert jetzt wieder mit dieser Prioritätensetzung. Wer spricht schon von den Hunderttausenden von Kindern, die später in alkoholbelasteten Familien der heutigen Bingetrinker aufwachsen müssen?
18.07.2008
Der Zürcher Stadtrat bleibt bei seinem Entscheid betr. Street Parade. An der diesjährigen Street Parade werden keine zusätzlichen Bars und Musikanlagen im Freien bewilligt. Eine diesbezügliche Petition wurde nicht berücksichtigt. Im Hauptbahnhof wird ab 22.00 Uhr kein Alkohol verkauft. Alkoholfreie Getränke müssen mindestens 2 Fr. billiger abgegeben werden als alkoholisches Bier. Alkohol-exzesse würden nicht mehr geduldet, sonst gäbe es für den Anlass keine Bewilligung mehr. (Quelle: Tages-Anzeiger, 17.7.08) 18.07.2008
Zürcher Regierungsrat gegen präventive Massnahme im Gastgewerbegesetz.

Motion 154/2008 Änderung des Gastgewerbegesetzes für zeitlich beschränktes Alkoholausschankverbot bei Grossveranstaltungen

Im Zürcher Gastgewerbegesetz soll vorerst kein «zeitlich beschränktes Alkoholausschankverbot» statuiert werden. Der Zeitpunkt für eine solche präventive Massnahme ist nach Meinung des Regierungsrates verfrüht. Neben gesundheitlichen und umweltrechtlichen Gesichtspunkten auch Sicherheitsaspekte ins Gastgewerbegesetz aufzunehmen, sprenge den «Charakter des Gesetzes». Dies schreibt der Regierungsrat in einer Stellungnahme vom Donnerstag zu einer Motion der beiden Kantonsräte Peter Ritschard (evp.) und Patrick Hächler (cvp.). Mit der präventiven Massnahme bei Grossveranstaltungen könne zudem nur ein Teil der Probleme gelöst werden. Zwar sei ein Zusammenhang zwischen übermässigem Alkoholkonsum und Gewalt unbestritten. Das Gastgewerbegesetz regle jedoch nur die Abgabe von Alkohol in Gaststätten und Verkaufsstellen. (Quelle: Google Alkohol Alert, 18.7.08)  NZZ-online, 17.7.08   
Kommentar: Man vermisst einen Alternativ-Vorschlag der Regierung. Das Argument "Sicherheitsaspekte" ist sehr eigenartig, geht es doch vor allem um Sicherheit im Gastgewerbegesetz. Salmonellen oder zu viel Alkohol oder zu früh Alkohol oder ein Messer im Magen - alles hat mit der Sicherheit von Gästen oder Passanten zu tun. Vielleicht entscheidet der Kantonsrat besser.

18.07.2008
Radio DRS1 fand wieder eine Serie, wo sie Weinwerbung unterbringen konnte. Unter dem Label "Sommergeschichten mit Geschichte" um 13.00 Uhr brachte es gestern als ersten viertelstündigen Beitrag den Glykol-Wein-Skandal in Österreich von 1985. Wir wurden informiert, was alles unternommen wurde, um den Skandal aus den Köpfen der Leute zu entfernen. Am Schluss gab es persönliche Aussagen, wofür der Wein gut sei und "zum Wohl". (Quelle: Radio DRS1, 16.7.08)
Kommentar: Selbstverständlich keine Weinschleichwerbung.
17.07.2008
Grosser Artikel einer Alkohol-Lobbyistin, der die angeblichen gesundheitlichen Vorteile von Bier anpreist. Es sei der Alkohol, also auch im Bier, was Gutes bewirke, dazu die andern Inhaltstoffe. Kein Hinweis auf Schädlichkeit.
Kommentar: Bis die Volksmeinung endgültig kippt, tanzt der Tages-Anzeiger auf allen Hochzeiten. Dass es dabei um Menschenleben geht, ist nicht wichtig.
16.07.2008
Testkäufe in Bubikon, ZH 4 von 14 Betriebe verkauften Alkohol an unter 16-Jährige, wie der Gemeinderat mitteilte. (29%) (Quelle: Tages-Anzeiger, 16.7.08) 16.07.2008
Bürgerliche Politiker haben die «Aktion Medienfreiheit» gegründet.

(Quelle: NZZ, 12.7.08)
Tages-Anzeiger, 12.7.08

Sie wollen gegen Bevormundung und Verbote im Kommunikationssektor kämpfen und sich für mehr Wettbewerb einsetzen. Werbeverbote dürfe es nicht für Produkte geben, die legal verkauft würden. Im Herbst soll es parlamentarische Vorstösse geben. Im Vorstand sitzt neben Philippo Leutenegger (fdp) auch Reto Wehrli (cvp).
Kommentar: Ob es ein Zufall ist, dass diese Gründung kurz nach dem Bundesrats-Entscheid zum verwässerten NPA erfolgt? Möchten sie die Gunst der Stunde nützen und nachstossen? Dass auch die CVP vertreten ist, zeigt einmal mehr deren sozial-politische Heuchelei. (Oder nennt man das einfach ein weites Spektrum?)
12.07.2008
Beide Basel gehen zusammen bei mehr Jugendschutz.

(Quelle: NZZ, 11.7.08)

Am Mittwoch stellte der Regierungsrat des Kantons Basel-Land eine Teilrevision des Gastgewerbegesetzes vor: Bewilligungspflicht für den Verkauf von Wein und Bier, Weitergabe von Alkoholika an Minderjährige wird strafbar, betrunkene Jugendliche dürfen von der Polizei in Obhut genommen werden und die Eltern müssen sie abholen. Basel-Stadt werde ähnliche Vorlage bringen. 12.07.2008
Generelles Verkaufsalter 18?

(Quelle: Tages-Anzeiger, 10.7.08)  

Es gilt erst im Kanton Tessin. Der Bund wagt sich nicht vor und verweist auf die Kantone. Aber auch die kantonalen Gesundheitsdirektoren seien mehrheitlich dagegen. Jetzt komme noch eine offizielle Umfrage bei den Kantonen.
Kommentar: Man kann sich fragen, was die Aufgabe der Gesundheitsdirektoren ist. Bessere Lösungen anstreben und dafür sich einsetzen oder den Weg des geringsten Widerstandes gehen. Die Kontrollen würden eher vereinfacht. Aber eben, der Umsatz könnte zurückgehen. Da fehlt es eindeutig an der richtigen Prävention, die solche Massnahmen verständlich und akzeptierbar macht.
10.07.2008
Verbesserungen des Jugendschutzes sind aktuell. (Quelle: Tages-Anzeiger, 10.7.08)   s/Kommentar Die Weitergabe von Alkoholika an Jugendliche unter dem Mindestalter ist im Kanton Bern seit 2 Jahren, im Kanton Zürich seit einer Woche verboten. In den Kantonen Schwyz, Zug und St. Gallen läuft die Diskussion darüber. Eltern sind ausgenommen, aber sie dürfen die Gesundheit des Kindes nicht gefährden.
Kommentar: Wie schön, dass man einmal gleicher Meinung sein darf.
10.07.2008
Das Bundesamt für Kommunikation führt regelmässige Programm-Beobachtung ein.

Die hiesigen Radio- und TV-Programme werden künftig regelmässig analysiert. Das Bundesamt für Kommunikation hat dazu Wissenschafter beauftragt. Ferner wird die SRG-Führung zentralisiert. (Quelle: NZZ, 10.7.08)
Kommentar: Hoffentlich wird auch die Alkohol-Schleichwerbung ein Thema.

10.07.2008
Alkohol und Medikamente, eine bisher wenig beachtete Problematik. Während in den USA die Problematik des Medikamentenmissbrauchs durch Jugendliche seit den 90er-Jahren aktuell ist, wird sie bei uns erst jetzt mehr beachtet. (Quelle: Google Alkohol Alert, 10.07.08)  NZZ, 10.7.08  Ärzte Zeitung.de, 8.7.08 10.07.2008
Die Zahl der Todesopfer und Schwerverletzten ist gegenüber 2006 gestiegen. Erstmals seit 2003 sind nicht nur mehr Schwerverletzte (5235 gegenüber 5066), sondern auch mehr Todesopfer (384 gegenüber 370) als im Vorjahr zu beklagen. Soweit einige der wichtigsten Ergebnisse der Statistik der Strassenverkehrsunfälle 2007, die vom Bundesamt für Statistik (BFS) herausgegeben wird. Die Zahl der Schwerverletzten mit Alkohol stieg um 0.6%, die der Toten sank um 5%
Kommentar: Die alkoholbedingten Zahlen sind immer noch besser als die Gesamt-Zahlen. Der Abwärtstrend seit der Einführung der 0.5‰-Grenze scheint zu Ende zu sein. Jetzt gilt es, das Erreichte zu halten. Ein nächster Schritt wäre die 0.2‰-Grenze, häufigere Kontrollen oder strengere Strafen. die Schweiz schneidet im internationalen Vergleich sehr schlecht ab. (siehe "International", 1.7.08) (Quelle: Basler Zeitung, 8.7.08)
08.07.2008
Studie zur Parteienfinanzierung in der Schweiz. Bei der FDP ist das nationale Budget 94% fremdfinanziert, bei der CVP und der SVP sind es 75%, bei der SP 62 und bei den Grünen 60%. (Quelle: NZZ, 8.7.08)
Kommentar: Da viele Beträge nicht über die Parteizentrale laufen, ist die Studie ziemlich wertlos. Auch werden die Quellen nicht offengelegt. Die Abhängigkeit der Parteien von den Geldgebern ist offensichtlich.
08.07.2008
Der Aufwand des Bundes für Öffentlichkeitsarbeit. Mit 69,2 Mio. Fr. und 237 Stellen hat der Bund 2007 Öffentlichkeitsarbeit betrieben. Der zweitgrösste Posten viel beim EDI, an. (BAG 5,5 Mio. Fr.) Das BAG finanzierte damit Informations- und Präventionskampagnen (Aids, Alkohol, Tabak, Organtransplantationen)  (Quelle: NZZ, 8.7.08)
Kommentar: Es scheint, als hätte das BAG einen Weg gefunden, gestrichene Präventionsbeträge zu kompensieren.
08.07.2008
Die Fachzeitschrift Abhängigkeiten 01/2008 ist erschienen:  Fachzeitschrift für Forschung und Praxis der Prävention und Behandlung. Folgende Beiträge sind online erhältlich:
- Tabakpolitik: Bremst oder stimuliert sie die Alkoholpolitik? Von Michel Graf (pdf) - - Sachkompetenz, Überzeugungskraft und Reaktionsfähigkeit sind die Basis für erfolgreiches Lobbying. Gespräch mit Reto Wiesli, Public Health-Lobbyist in Bern (pdf)    (Quelle: Infoset Newsletter Juli 08)
08.07.2008
Gesundheitsförderung und Prävention - Spectra Nr. 69: Informationsschrift  des Bundesamtes für Gesundheit (BAG). Die aktuelle Ausgabe (pdf, 12S., 1,9Mb) beschäftigt sich schwerpunktmässig mit dem Thema "Sport und Gewalt ". Aus dem Inhalt:
- Bei Gewalttaten ist oft Alkohol im Spiel
- Interview zur Euro 08: Interview mit Regula Mader, Regierungsstatthalterin im Amtbezirk Bern.      (Quelle: Infoset Newsletter Juli 08)
08.07.2008
Die Juni-Ausgabe des Online-Magazins der Schweizerischen Fachstelle für Alkohol- und andere Drogenprobleme (SFA) ist erschienen. Sie ist artikelweise oder als Ganzes (pdf, 12S., 185Kb) online zugänglich. Aus dem Inhalt: - Von Fussballfans und deren (Trink-)Sitten
          -  Transkulturelle Prävention und Gesundheitsförderung
          -  Alterslimite für Alkoholverkauf – Ein Plädoyer für 18 Jahre
 (Quelle: Infoset Newsletter Juli 08)

 

08.07.2008
Zahlen & Fakten der Schweizerischen Fachstelle für Alkohol und andere Drogenprobleme (SFA) Die SFA hat ein Update zur Online-Ausgabe von "Zahlen & Fakten" ins Netz gestellt. Die Aktualisierung betrifft u.a. das Kapitel "Alkohol und Jugendliche". (Quelle: Infoset Newsletter Juli 08) 08.07.2008
Unterschriftenkampagne von Public Health Schweiz zur Unterstützung des NPA.

(Quelle: Infoset Newsletter Juli 08)

In einer Reihe von Artikeln griff der Schweiz. Gewerbeverband zusammen mit anderen Organisationen BAG-Direktor Thomas Zeltner an und bezeichnete ihn als "Gesundheitstaliban".  Ziel ist es, die nationalen Programme im Bereich Alkohol, Tabak sowie Ernährung und Bewegung zu bekämpfen. Gleichzeitig wird versucht, das Präventionsgesetz abzuschiessen. Beides sind für Public Health Schweiz unverzichtbare Meilensteine für eine Stärkung von Gesundheitsförderung und Prävention. Daher hat Public Health Schweiz eine Unterschrifskampagne lanciert: über  1'000 Unterzeichnenden (pdf, 17S., 100Kb) haben sich für die Stellungnahme (pdf, 1S., 36Kb) "Für eine wirksame Prävention und Gesundheitsförderung – gegen Polemik und Verunglimpfung von Amtspersonen" auf der Website von Public Health Schweiz engagiert. Diese Unterschriften wurden am 9. Juni an Bundespräsident Couchepin übergeben.
Kommentar: Wenn die Fachleute nicht die Öffentlichkeit mobilisieren können, bewirken sie in Bern wenig. In der Presse war jedenfalls davon nichts zu lesen. Deshalb auch die verspätete Meldung hier.
08.07.2008
Der Infoset Newsletter Juli 2008 ist erschienen. Newsletter abbestellen Newsletter bestellen 08.07.2008
Migros und Shell arbeiten zusammen im Tankstellen-Bereich Unter dem Namen Migrolino werden künftig 162 Tankstellenshops geführt, an den Zapfsäulen gibt es Shell-Treibstoffe. Migrol-Benzin gibt es noch an 99 Tankstellen. Damit soll Coop besser konkurrenziert werden können. (Quelle: Tages-Anzeiger, 5.7.08)
Kommentar: Wie lange geht es noch, bis Migros den Namen ändert, um überall Alkohol verkaufen zu können?
05.07.2008
Die Rechtmässigkeit der Testkäufe wird im Kanton Zürich in Frage gestellt. (Quelle: Tages-Anzeiger, 5.7.08) Der Statthalter des Bezirks Dielsdorf im Kanton Zürich hat kürzlich eine Busse gegen einen Betrieb aufgehoben. Verdeckte Ermittlung sei nur gegen schwere Delikte erlaubt. Das Blaue Kreuz und die Gemeinde Stäfa haben bei Prof. Jositsch ein Gutachten eingeholt. Für ihn sind sie rechtens. Die Jugendlichen agierten nicht verdeckt. Im Kantonsrat wurde diesbezüglich eine Anfrage eingereicht. 05.07.2008
Die EURO 08 habe sich für Sponsoren nicht ausgezahlt. Dies findet das deutsche Marktforschungsinstitut Psychonomics. Das Image der Sponsoren sei nicht merklich beeinflusst worden. Bei einigen nahm die Markenpräsenz während der EM sogar ab. (Quelle: Tages-Anzeiger, 5.7.08) 05.07.2008
Die Sendung 10 vor 10 des Schweizer Fernsehens berichtete über randalierende Fussballfans in den Sonderzügen der SBB
Kaum ist die Euro 2008 vorbei, sorgen einheimische Hooligans für Schlagzeilen. Am Wochenende hat die Zürcher Kantonspolizei 63 randalierende Fussballfans festgenommen. Sie hatten nach einem Freundschaftsspiel im Zug randaliert. Leittragende dieser Vandalen sind an Matchtagen häufig die SBB und Bahnpassagiere. Nun fordern Politiker strenge Massnahmen. Die Clubs sollen Schäden tragen, nicht die Steuerzahler. SF1, 30.6./1.7.08
02.07.2008
Zürcher Wirte an der Street Parade Route sammeln Unterschriften. Für ihre Petition gegen ein Musik- und Barverbot im Freien haben die Limmatquai- und Niederdorfwirte erst 5500 statt der erhofften über 20'000 Unterschriften gesammelt. Einige sind deshalb über andere verärgert. (Quelle: Zürcher Oberländer, 2.7.08) 02.07.2008
Die Presse, Fernsehen und Radio berichten ausführlich über die ESPAD-Studie.

 

 

 

Leserbrief pendent

Kommentar: Während hier am 14.8.04 bei der letzten ESPAD-Studie noch kritisiert werden musste: "Presse und Tagesschau bringen die Meldung kommentarlos und gehen zur Tagesordnung über. Alle scheuen sich, das heisse Eisen richtig anzufassen." - reagieren die Medien heute ausführlich und im Fall des Tages-Anzeigers mit Jean-Martin Büttner's kritischem Kommentar (leider nicht online) sogar erstmals voll auf unserer Linie. Zu den Zahlen müsste man erwähnen, dass bei der letzten Erhebung die Auswahl der Schulklassen z.Teil fragwürdig war, d.h. gewisse untere Niveaux nicht mitmachen wollten. Trotzdem ist der Rückgang plausibel, weil seit 2003 die Alcopop-Verkäufe dank der Sondersteuer stark rückläufig sind. Da bei andern Getränken keine Massnahmen ergriffen wurden, sind viele Jugendliche auf andere Getränke ausgewichen, sonst wäre der Rückgang noch um einiges grösser. Die Alcopops haben ihren Zweck erfüllt und viele Kinder und Jugendliche, vor allem auch die Mädchen, und immer früher, zum Alkoholkonsum gebracht und das Rauschtrinken begünstigt. Tages-Anzeiger, 2.7.08     NZZ, 2.7.08 02.07.2008
Steht es wirklich so schlimm um unsere Jugend? fragt der Tages-Anzeiger einen Kolumnisten und Psychoanalytiker. Peter Schneider sagt nein. Die allgemeine Empörung sage nichts über den Zustand der Jugend aus. Und: "Zur Liberalisierung der Drogenpolitik gehört eine immer totalitärer agierende Präventionspolitik, was Alkohol, Fett und Tabak angeht."
Kommentar: Was Alkohol betrifft, kann davon keine Rede sein. Die einzig wirksame Prävention der letzten Jahre betraf die längst fällige 0.5‰-Promillegrenze und die Sondersteuer auf Alcopops, die den Rückgang beim jugendlichen Konsum bewirkt hat, nachdem er durch diese in die Höhe geschnellt war. Er ist ein Meister des Bagatellisierens und hat vom Alkoholproblem keine Ahnung. (Quelle: Tages-Anzeiger, 1.7.08)  
02.07.2008
Die Arena-Sendung im Schweizer Fernsehen befasste sich mit der Jugend Problem-Jugend - jetzt reichts, hiess das Thema. Thematisiert wurden die Ausgangssperren, die Rolle der Eltern, der Schule. Die der Gesellschaft wurde leicht angesprochen. Ellen Ringier fragte:„Warum haben wir denn eigentlich nicht solche Gesetze für die Erwachsenen? (...) Warum gibt es nicht ein generelles Alkoholverbot? (...) Denn es gibt viel mehr Tote wegen Erwachsenen, die alkoholisiert Auto fahren.“ SF1, 27.6.08 02.07.2008
Schweizer Jugendliche greifen weniger häufig zu Alkohol, Tabak und Cannabis Die neuste Schweizerische Schülerstudie zeigt: Jugendliche trinken, rauchen und kiffen heute weniger als vor vier Jahren. Alkohol bleibt aber das Problem Nummer 1. Im 2007 führte die Schweizerische Fachstelle für Alkohol- und andere Drogenprobleme (SFA) die Erhebung im Rahmen der europäischen Schülerbefragung zum Substanzgebrauch erneut durch. Die ersten Resultate wurden heute in Bern vorgestellt. SFA-Medienmitteilung, 1.7.08
Kommentar: Die Zahl der vernünftigen Jugendlichen steigt offenbar. Leider steigt dafür die Trinkmenge bei den Rauschtrinkern. Für die bräuchte es wirksame Massnahmen, keine Symptombekämpfung.
01.07.2008
Nachdem die Euro 08 in der Schweiz vorbei ist, wird Bilanz gezogen.

(Quelle: Tages-Anzeiger, 27.6.08)

Benedikt Weibel, der Bundesdelegierte für die Euro 08 äußert sich durchwegs positiv. Der Zürcher Regierungsrat Markus Notter, als Vertreter der kantonalen Justiz- und Polizeidirektoren vermeldet, die Polizei habe bis Mittwoch rund 50'000 Einsatztage geleistet. Nur 550 Personen wurden festgenommen - rund 90% präventiv, vor allem wegen zu viel Alkohol. Ca 3600 mussten von der Sanität gepflegt werden, meistens ebenfall wegen übermässigem Alkoholkonsum.
Kommentar: Bei rund 3 Mio. Fans 3500 Alkoholisierte in Pflege oder Haft - d.h. gut 1‰. Immerhin erfreulich, dass keine grösseren Ausschreitungen gemeldet wurden.
Umgerechnet auf Zürichs Bevölkerung ergäbe das etwa 100 pro Woche. Das scheint doch etwas viel. Dass mindestens 4 Tote im Zusammenhang mit der Euro 08 zu beklagen sind, wir nicht erwähnt.
27.06.2008
Neues Polizeigesetz in Chur ab 1. Juli in Kraft. Das vom Churer Stimmvolk am 24. Februar 2008 angenommene neue Polizeigesetz wird per 1. Juli 2008 in Kraft gesetzt. Die wichtigsten Neuerungen sind die suchtmittelfreien Zonen, das Alkoholkonsumverbot auf öffentlichem Grund im Siedlungsgebiet von 00.30 - 07.00 Uhr, der „Littering“-Artikel sowie die Erhebung von Ordnungsbussen an Ort und Stelle. (Quelle: Tages-Anzeiger, 27.6.08) Chur aktuelles, 26.6.08 27.06.2008
Der Bundesrat hat das neue Präventions-Gesetz in die Vernehmlassung geschickt. Die Prävention soll ausgebaut und koordiniert werden. Dazu ist die Gründung eines Instituts für Gesundheitsförderung geplant. Prävention soll Ziele erhalten und effizienter werden. Die Vernehmlassung dauert bis am 31. Oktober 2008. Innerhalb dieser Frist können Stellungnahmen beim Bundesamt für Gesundheit, Abteilung Multisektorale Projekte, 3003 Bern, eingereicht werden.
Kommentar: Auf dem Alkoholsektor sind Ziele sicher zu begrüssen. Nur mit Koordination ist nicht viel geholfen. Und für wirksame Verhältnisprävention wird das Parlament weiterhin nichts übrig haben, solange die Wirtschaft nicht umdenkt.
Quelle:  NZZ, 25.6.08  NZZ, 26.6.08; Tages-Anzeiger, 25.6.08;
Bundesrat Medienmitteilung, 25.6.08         Vernehmlassungsunterlagen, 25.6.08
26.06.2008
Studie zu Alkohol-Testkäufen in der Schweiz. Die im Auftrag des BAG erstellte Studie kommt zum Ergebnis, dass im Jahr 2000 in 84% der Fälle Alkohol verkauft wurde, 2007 noch in 28% der Fälle. Erfasst wurden 3557 Betriebe. Die Forschungsstelle meint, man erhalte den Eindruck, die Betriebe hätte zugelernt. "Die Wirtschaft" findet, dies sei ein Beweis, dass es keine weiteren Restriktionen brauche. (Quelle: NZZ, 26.6.08 26.06.2008
Die Barwa Real Estate Co. aus Katar investiert 300 Mio. Fr. in die Bürgenstock Hotels. 7 Hotels, 10 Restaurants, ein Theater etc. sollen bis 2011 entstehen, bis 2015 soll der Vollbetrieb möglich sein. Für uns interessant: Die Investor-Firma untersteht der Scharia. Alkohol wird geächtet. Nun sollen die Gewinne aus dem Alkoholgeschäft an Organisationen fliessen, die die sich der Alkoholopfer annehmen. (Quelle: Zürcher Oberländer, 25.6.08) 26.06.2008
Die SFA hat eine Europa-Karte mit den gültigen ‰- Werten veröffentlicht. Die Schweiz. Fachstelle für Alkohol- und andere Drogenprobleme empfiehlt, vor Antritt der Ferienreise, diese Information zu berücksichtigen. SFA-Medienmitteilung, 26.6.08 26.06.2008
Die Polizei im Tessin kontrolliert das Mindestalter Sie nahm in Mendrisio bei einer Bierhalle Personenkontrollen vor. 5 von 10 Minderjährigen hatten Alkohol konsumiert. Sie wurden den Eltern zugeführt. (Quelle: Tages-Anzeiger, 23.6.08) 23.06.2008
Interview mit BAG-Direktor Thomas Zeltner Auf einer halben Seite im Tages-Anzeiger kommt der BAG-Direktor zu Wort. Er verteidigt seine und des Bundesrats Politik und hofft, mit den vorhandenen Mitteln die ambitiösen Ziele des Bundesrats zu erreichen. (Quelle: Tages-Anzeiger, 21.6.08)
Kommentar: Klar, dass er diese Politik verteidigen muss. Es ändert aber nichts daran, dass dieses Programm praktisch nichts bringen kann. Sehr gut sein Text über die Wirtschaftsverbände. Das sagen wir schon lange, aber niemand will es hören.  (siehe Zitate)
21.06.2008
Auch Kerzers FR hat eine Sperrstunde für Jugendliche. Der Kanton Freiburg hat das neue Polizeireglement der Gemeine Kerzers genehmigt. Nun sei keine Einsprache mehr möglich. Jugendliche unter 16 dürfen ab 22 Uhr nicht mehr alleine auf die Strasse. (Quelle: Tages-Anzeiger, 18.6.08) 21.06.2008
Däniken ZH erlässt ein Aufenthaltsverbot für Gruppen von schulpflichtigen Jugendlichen ab 22 Uhr auf öffentlichem Grund. Die Stimmbürger beschlossen diese Regelung am Mittwoch auf Antrag des Gemeinderates mit 22:8 Stimmen. Man wolle mit Bussen erreichen, dass die Eltern ihre fehlbaren Kinder in die Schranken weisen. Die Rechtslage ist umstritten. Im Kanton Bern gibt es mehrere Gemeinden mit ähnlichen Regeln. (Quelle: Tages-Anzeiger, 20.6.08)   Tages-Anzeiger, 21.6.08 20.06.2008

 

21.06.2008

Neue Testkäufe in der Zürcher Fanzone mit schlechtem Ergebnis. 7 von 12 geprüften Barbetriebe verkauften Alkohol an 14- und 15-Jährige. Sie wurden verzeigt. (Quelle: Tages-Anzeiger, 20.6.08) 20.06.2008
Alkoholsucht mit Test früh erkennen.

Ich kann mich ohne ein Bierchen nicht mehr konzentrieren. Bin ich Alkoholiker? Ob ein Alkoholproblem vorliegt, lässt sich jetzt in der Forel-Klinik schnell und ambulant abklären. (Quelle: Tages-Anzeiger, 13.6.08)

19.06.2008
Der Bundesrat hat gestern entschieden: Es gibt keine wirksamen Massnahmen zur Linderung des Alkoholproblems. Die Präventionsmassnahmen aus den 90er-Jahren sollen erneuert werden. Bis 2012 soll das neue Präventionsgesetz in Kraft gesetzt sein. Alle seien damit zufrieden: Die Wirtschaft und die Suchtfachstellen.

(Quelle: NZZ, mit unserm online-Kommentar,  Tages-Anzeiger, mit Kommentar, 19.6.08)    Medienmitteilung EDI: Bundesrat verlängert Präventionsprogramme und setzt die Ziele bis 2012 fest                              

Kommentar: Nun haben wir die Bescherung. Ausser Spesen nichts gewesen! Wenn die Wirtschaft zufrieden ist, kann man sich den Stellenwert dieses Beschlusses ausrechnen. Dass die Fachstellen vordergründig zufrieden sind, versteht nur, wer die ganze Problematik kennt. Der Tages-Anzeiger titelt: "Ein Präventionsprogramm, das niemandem schadet." Richtig wäre: Eines, das ausser den Fachstellen niemandem nützt, aber das allen schadet, weil eine Gelegenheit verpasst ist, gewaltige Schäden zu vermindern. Dass jetzt wieder in die nutzlosen Verhaltenspräventionskampagnen investiert werden soll, um Aktionitis und Alibis zu demonstrieren, ist Betrug am Volk. Die Fachstellen und das BAG haben noch eine Chance: Wenn sie die neuen Kampagnen dafür einsetzen, die Bevölkerung zu motivieren, in Zukunft Verhältnisprävention zu unterstützen und die Wirtschaft zu überzeugen, dass Gesundheit sich auch für  sie rechnet und sie die Fronten wechselt. Gefragt sind nun die Kantone. Sie können auf ihrem Gebiet z.B. den Jugendschutz ein wenig verstärken. Einige sind schon dran.  siehe auch Briefe an...

19.06.2008
Beim Bund soll ein Gesetz in Vorbereitung sein, das einen Kurzkurs für Wirte vorschreibt. (Quelle: Tages-Anzeiger, 17.6.08) Seit im Zuge der Liberalisierung in den 90er-Jahren die Wirteprüfungen abgeschafft wurden, hat sich die Zahl der Betriebe explosionsartig erhöht. In den Lebensmittelbetrieben und Restaurants habe sich die Hygiene massiv verschlechtert. Das soll nun bessern, wenn jede Person, die in einem Lebensmittelbetrieb arbeitet, einen eintägigen Kurs absolvieren muss. 17.06.2008
Die Neuenburger Stadträtin Valérie Garbani ist wieder in den Schlagzeilen.
(Quelle: NZZ, 17.6.08)
1 1/2 Monate nach unserer letzten Meldung musste die Polizei wieder ausrücken, weil sie am frühen Morgen aus dem Fenster um Hilfe gerufen hatte. Ihr Partner habe sie geschlagen. Sie wolle Ende Jahr zurücktreten, wenn sie bis dann ihre Probleme nicht in den Griff bekommen habe. Die SP hält noch zu ihr. 17.06.2008
Das geplante eidg. Präventionsgesetz erhält eine Lobby.

(Quelle: Tages-Anzeiger, NZZ, 16.6.08)

34 Organisationen haben am Freitag (endlich!) die Allianz "Gesunde Schweiz" gegründet. Ziel: Unterstützung des Präventionsgesetzes. Die Wirtschaft soll vom ökonomischen Nutzen von Gesundheitsförderung und Prävention überzeugt werden. Basler Zeitung, 16.6.08  Die Mitgliederliste (pdf, 1S.) und die gemeinsame Erklärung (pdf, 1S.) ist ebenfalls auf der Website von Public Health Schweiz erhältlich.
Kommentar: Spät kömmt sie, doch sie kömmt, ist man versucht zu sagen. Wir haben schon lange gefordert, dass die Gesundheitskreise sich vernetzen sollten. Dem Tages-Anzeiger und der NZZ ist es gerade eine Kurzmitteilung wert. Vielleicht kommt ja noch mehr nach.
16.06.2008
Test-Käufe in der Zürcher Fan-Zone mit erfreulichem Ergebnis. Nur in einer von 14 der geprüften Festbeizen am Bellevue hatten die 14- und 15-jährigen Jugendlichen Erfolg und erhielten Bier. Der Wirt wurde verzeigt. (Quelle: NZZ, 14.6.08) 14.06.2008
Die NZZ titelt "Confoederatio Praeventionitis" Gemeint sind natürlich die im Bund anstehenden Versuche, die schon lange anstehenden Regelungen im Suchtbereich zu treffen. (Quelle: NZZ, 14.6.08) (mit 2 Kommentaren, ein ausführlicher Leserbrief ist pendent)
Kommentar: Ein weiterer Versuch, mit Sarkasmus und Halbwahrheiten, die Notwendigkeit von dringenden Massnahmen ins Lächerliche zu ziehen und die Alkoholwirtschaft vor drohenden Umsatzeinbussen zu Lasten der Allgemeinheit zu schützen. Von einer ausgewogenen, ehrlichen Bearbeitung des Themas, wie es der Presserat vorschreibt, keine Spur.   U/Leserbrief     U/Online-Kommentar
14.06.2008
Evangelikale im Zürcher Kantonsrat wollen Ausgehverbot für Junge. Nächtliche Alkoholexzesse von Jugendlichen und ihre tatenlosen Eltern werden im Kantonsrat zu einem Traktandum. Kantonsrat Egli und Mitunterzeichner haben daher im Kantonsrat eine Motion eingereicht. Sie verlangt eine Gesetzesbestimmung, dass sich Kinder bis zum vollendeten 16. Lebensjahr von 24 bis 05 Uhr ohne Begleitung einer verantwortlichen Erziehungsperson nicht im öffentlichen Raum aufhalten dürften. Keine andere Partei unterstützt ihr Anliegen. (Quelle: Tages-Anzeiger, 13.6.08) 13.06.2008
In Winterthur steht das Albanifest wieder vor der Tür. Neben den Chilbibetrieben gibt es 70 Festwirtschaften von Vereinen, 40 Profiwirtschaften und 160 Verkaufsstände. Zum Jugendschutz gibt es erstmals ein Tattoo, das die Altersgrenzen verdeutlicht. Es berechtigt auch zur freien Fahrt auf dem städtischen ÖV-Netz. (Quelle: Tages-Anzeiger, 13.6.08) 13.06.2008
Im Bereich Migros Aare gibt es Alkohol bald flächendeckend.
Die Migros Aare sagt Ja zum Alkohol: Sie hat gestern entschieden, das neue Ladenkonzept Voi in ihrem gesamten Einzugsgebiet umzusetzen. In vielen kleinen Filialen wird es demnach bald einmal Alkohol zu kaufen geben. (Kantone Bern, Solothurn und Aargau) (Quelle: Google Alkohol Alert, 13.6.08)  espace.ch, 12.6.08 mit unserm Kommentar.
Kommentar: Wie im Artikel bemerkt, entfernt sich die Migros immer mehr vom Erbe ihres Gründers Gottlieb Duttweiler und von dem von ihm verfügten Verzicht auf den Verkauf von Alkohol. Wenn im Versuchsbetrieb die Alkoholverkäufe wirklich nur 1% des Umsatzes ausgemacht haben, ist nicht verständlich, warum auf dieses  Sortiment nicht verzichtet werden kann.
13.06.2008
Die NZZ wirbt für Absinth

(Quelle: NZZ, 12.06.08) 

Eine 2/3 Seite widmet die NZZ mit der Überschrift "Rendez-vous mit der "grünen Fee" dem Absinth. "Das Neuenburger Dorf Boveresse lässt zu Ehren des Absinths ein (be)rauschendes Fest steigen". Am Schluss wird noch gewarnt. Man müsse teuflisch auf der Hut sein, dass sie einem nicht den Kopf verdrehe. 12.06.2008
Ein Lehrstück im Nationalrat zur Gesundheitspolitik. Der Nationalrat lehnte es knapp ab, Raucherlokale zu verbieten, wenn kein Fumoir eingerichtet werden kann. Die Befürworter seien moderne Landvögte, es gehe um ein generelles Rauchverbot, es sei eine Hexenjagd gegen die Raucher, einer freiheitlichen Gesellschaft nicht würdig. (Quelle: NZZ, 12.06.08) 
Tages-Anzeiger, 12.6.08
Kommentar: Man kann sich etwa vorstellen, wie der Tenor in einer Debatte um das Nationale Programm Alkohol (NPA) ausfallen wird. Trotzdem ist klar, dass dies nur ein hoffnungsloses Rückzugsgefecht ist. Die Volksmehrheit hat längst eingesehen, was gut ist. Es geht einfach wie üblich ein bisschen länger und über die Kantone oder mit einer Volksinitiative.
12.06.2008
Erste Rayonverbote für betrunkene Randalierer  an der Euro 08 in Zürich Drei junge in Zürich wohnhafte Spanier randalierten am Dienstagabend im 9er-Tram. Sie schlugen eine Scheibe ein und wurden verhaftet. Der Schaden beläuft sich auf mehrer hundert Franken. Sie erhielten ein Rayonverbot für Fanzone, Fanmeile, Hauptbahnhof, Stadionbereich Letzigrund und 7 Monate für den Letzigrund während der Heimspiele von GC und FCZ sowie den Hauptbahnhof. (Quelle: NZZ, 12.06.08) 12.06.2008
85 Festnahmen an der Euro 08. Nach der Niederlage ihres Teams gegen die Türkei haben frustrierte Schweizer Fans unter anderem in Basel und Bern gewaltsam ihrem Ärger Luft gemacht. Vielerorts kam es zu Rangeleien zwischen Schweizer und türkischen Fangruppen. Wie die baselstädtische Polizei mitteilte, wurden sich anbahnende Konflikte zwischen meist alkoholisierten Fans aber durch rasche Interventionen verhindert. (Quelle: NZZ, 12.06.08) 12.06.2008
Die Arbeitsgruppe Jugendgewalt im Kanton Tessin mit Massnahmen-Katalog. An der diesjährigen Fasnacht wurde ein Student zu Tode geprügelt. Die darauf eingesetzte Arbeitsgruppe der Kantonsregierung schlägt 30 Massnahmen gegen die Jugendgewalt vor: Z.B. Nächtliche Sperrstunde für unbegleitete Minderjährige auf öffentlichem Grund. Abendliches Verkaufsverbot für Alkohol und höhere Bussen bei Widerhandlungen. Restriktivere Öffnungszeiten für Ausgehlokale. Kein öffentlicher Alkoholkonsum am Abend.  (Quelle: Basler Zeitung online, 11.6.08
Tages-Anzeiger, 10.6.08
11.06.2008
Alkoholtestkäufe im Kanton Zürich erfreuliche und enttäuschende Gemeinden.

(Quelle: Google Alkohol Alert, 11.6.08)

Dass die Alkoholverkäufe an Jugendliche generell zurückgehen, zeigt der Kanton Zürich. 2006 haben 32 Prozent der kontrollierten Betriebe Alkohol verkauft, ein Jahr später waren es 23 Prozent, und dieses Jahr sind es bis jetzt 15 Prozent. Allerdings gibt es immer noch Gemeinden mit enttäuschenden Ergebnissen.
(Quelle: Zürcher Oberländer online, 10.6.08) (mit unserm Kommentar) Tages-Anzeiger, 11.6.08
11.06.2008
Alkoholtestkäufe in Biel nach 10 Jahren immer noch enttäuschend.

(Quelle: Google Alkohol Alert, 11.6.08)

Im Mai 2008 hat die Fachstelle für Suchtprävention des Blauen Kreuzes bei insgesamt 24 Alkoholverkaufsstellen im Raum Biel die Einhaltung der Jugendschutzbestimmungen getestet. In 10 Geschäften wurden die 15-jährigen Jugendlichen mit Alkohol bedient. (41%) Dieses Resultat ist enttäuschend.  jesus.ch, 11.6.08
Kommentar: Wann endlich halten sich die Betriebe an das Jugendschutzgesetz? Sind diese Leute nicht auch Väter und Mütter? Wann nehmen die Behörden das Problem endlich ernst und erzwingen die Durchsetzung nach 10! Jahren Testkäufen?
11.06.2008
40 Prozent der Dübendorfer Betriebe verkauften bei Testkäufen Alkohol an Jugendliche. Die Tester zwischen 13 und 17 Jahren wurden nur bei 21% der getesteten Betriebe nach ihrem Alter und bei 39% nach ihrem Ausweis gefragt. Aus diesem negativen Ergebnis zieht die Stadt ihre Schlüsse und wird vermehrt Testkäufe durchführen.
(Quelle: Zürcher Oberländer online, 10.6.08) (mit unserm Kommentar)
10.06.2008
Zum Unfall in Illnau-Effretikon: In einem Telefongespräch mit Stefan Oberlin, Sprecher der Kantons-Polizei Zürich, wird klar, dass die Polizei aus Rücksicht auf die Angehörigen keine weiteren Untersuchungen anstellen wird. Ob die Staatsanwaltschaft weiter gehen wolle, sei dahingestellt.
Kommentar: Diese noble Haltung ist sicher unterstützenswert. Auf der andern Seite stellt sich doch die Frage einer eventuellen moralischen Mitverantwortung des Fussball-Clubs, die nun nicht ausgeschlossen werden kann. Eine Klarstellung wäre auch in dessen Interesse. Ganz unabhängig von der tatsächlichen Unfallursache zeigt dieses Vorgehen einmal mehr, dass die Todesfall-Statistik bei Alkoholunfällen geschönt ist.
10.06.2008
Kühl kalkulierte Beleidigung

 

Die Suchtfachverbände und Betroffenenorganisationen wehren sich gegen die Verunglimpfung der bundesrätlichen Präventionsstrategien.
Medienmitteilung am 25.4.08
10.06.2008
Drei Tote nach Unfall in Illnau-Effretikon. Erste Todesopfer an der Euro 08

Ein Selbstunfall in der Nähe von Illnau-Effretikon ZH hat gestern am Abend drei Todesopfer gefordert. Nach dem Verfolgen des Spiels Schweiz-Tschechien auf der Grossleinwand im Clublokal des FC Fehraltorf fuhr der 25-jährige Trainer mit zwei 15- und 16-jährigen Fussballspielerinnen in einer leichten Linkskurve mit seinem BMW mit grosser Geschwindigkeit gegen einen Baum. Die drei waren sofort tot, das Auto völlig zerfetzt. Ursache noch nicht abgeklärt.  kapo.zh.ch, 8.6.08

Kommentar: Grosse Trauer in den Familien, in Illnau-Effretikon, im Schulhaus, kaum 300m von meinem Domizil, und dann die Frage: Warum? Der Fahrer musste die Gefährlichkeit dieser Raserstrecke gekannt haben.
Wir werden die Untersuchungs-berichte abwarten.

Nachtrag: Der Tages-Anzeiger meldet am 10.6.08, Stefan Oberlin, Sprecher der Kantons-Polizei, sagt, man habe keine Hinweise auf Alkoholkonsum.

Kommentar: Das ist eine sehr eigenartige Formulierung. Wird da wieder blockiert wie lange Zeit in der Jugendgewalt-Diskussion? Ein Telefongespräch mit ihm erhärtet den Verdacht. Aus Pietät gegenüber den Angehörigen und weil gegen Tote nicht ermittelt wird. Unsere Todesfall-Statistik hat eine Grauzone.

09.06.2008

 

 

 

 

 

 

 

 

10.06.2008

Entscheid für oder gegen Alkohol bei der Migros betr. Voi-Kleinladen.
Nächste Woche wird die Migros entscheiden, ob das Konzept des Alkohol verkaufenden Migros-Kleinladens «Voi» breit umgesetzt werden soll. Über 60 Läden in den Kantonen Bern, Solothurn und Aargau kommen in Frage. Versuche seien positiv verlaufen.  (Quelle: Google Alkohol Alert, 8.6.08)  espace.ch, 8.6.08
08.06.2008
Zahlen & Fakten der SFA:(Quelle: Infoset Newsletter Juni 08) Die Statistikseiten der Schweizerischen Fachstelle für Alkohol und andere Drogenprobleme (SFA) wurden um ein neues Kapitel erweitert: Die Zahlen und Fakten zum Alkoholkonsum von Jugendlichen sind neu in einem gesonderten Kapitel zugänglich. Zudem wurden folgende Kapitel aktualisiert: Alkohol - Folgen des Konsums, Alkohol - Produktion und Handel, Tabak - Konsum. 06.06.2008
Drogeninfo Alkohol der Schweizerischen Fachstelle für Alkohol- und andere Drogenprobleme (SFA) ist in einer aktualisierten Version erschienen. Dieses Drogeninfo kann auch in gedruckter Form bei der SFA bestellt werden. (Quelle: Infoset Newsletter Juni 08) 06.06.2008
Der Infoset Newsletter Juni 08 ist erschienen. Informationen zu allen Suchtbereichen, vor allem aus der Schweiz.
Hier Newsletter bestellen
06.06.2008
Die Regierung des Kt. Zürich legt die Verordnungen zum neuen Gesundheitsgesetz vor.

NZZ, 6.6.08

u.a. Verordnung über die Bekämpfung des Suchtmittelmissbrauchs (vom 21. Mai 2008)  Sie soll nur eine Lebensdauer von ca 2 Jahren haben, da der Bund das übergeordnete Bundesgesetz überarbeitet. Die Verordnung konkretisiert vor allem das Rauchverbot in öffentlichen Gebäuden. Im Gesetz, das mit den Verordnungen auf 1.7.08 in Kraft tritt, steht auch ein Werbeverbot für Alkohol und Tabak auf öffentlichem Grund und in öffentlichen Gebäuden. Medienmitteilung Kt. ZH, 5.6.08
Kommentar:
In der Presse heisst es, das Werbeverbot bestehe auch auf öffentlich einsehbarem Privatgrund. Im Gesetz steht davon nichts. Kein Versehen des Sekretariats, bestätigt der Kanton. Also wurde die ursprüngliche Fassung entschärft. Möglicherweise wäre das Carlsberg-Tram dann nicht mehr möglich. Die Lungenliga hat das Referendum ergriffen, wegen der Fumoir-Ausnahmen in Gaststätten.
06.06.2008
Verleger und SRG neu in der Stiftung Presserat. Nun haben sie es geschafft: Die Verlegerverbände Schweizer Presse/Presse Suisse/Stampa Svizzera und die SRG SSR idée suisse gehören ab dem 1. Juli 2008 zur Trägerschaft des Schweizer Presserates. Dies hat dessen Stiftungsrat am Donnerstag in Zürich entschieden. (Quelle: Basler Zeitung, 5.6.08)
Kommentar: Dass nun die Journalisten ihren Pflichten besser nachkommen können, darf bezweifelt werden.
06.06.2008
Neues Mitglieder in der UBI (Unabhängige Beschwerde Instanz für Radio und TV)
Mariangela Wallimann-Bornatico wird Mitglied der UBI. Der Bundesrat hat die frühere Generalsekretärin der Bundesversammlung am Freitag in das Gremium gewählt. Vorher war die heute 60-jährige Juristin unter anderem stellvertretende Pressechefin der SRG. (Quelle: Basler Zeitung, 6.6.08)
Kommentar: Ist eine frühere Mitarbeiterin der SRG wirklich unabhängig?
06.06.2008
Im Kanton Bern kein nächtliches Ausgehverbot für Jugendliche. Der Grosse Rat einen Vorstoss für eine Sperrstunde für Jugendliche unter 16 Jahren nach 22 Uhr abgelehnt. Alle Votanten drückten jedoch ihre Sorge wegen Alkohol und Gewalt aus. (Quelle: NZZ, 6.6.08)
Kommentar: Lamentieren gehört heute zum guten Ton. Hilft aber nicht weiter.
06.06.2008
In Rüti, ZH, ist das Ergebnis von Testkäufen noch schlechter. 5 von 8 getesteten Betrieben haben Alkohol an Jugendliche verkauft. Der Gemeinderat kritisiert die "erschreckende" Unbekümmertheit von Patentinhaber und Personal. (Quelle: Tages-Anzeiger, 5.6.08)
Kommentar: Wie unbekümmert ist der Gemeinderat, dass er so lange gewartet hat? Es zeigt sich doch schon lange, dass nur Massnahmen etwas bewirken.
06.06.2008
Traurige Bilanz nach Alkohol-Testkäufen im Kt. Solothurn.  (Quelle: Google Alkohol Alert, 5.6.08)
Jeder zweite Betrieb hat trotz eines Verbots in den Monaten April und Mai Bier in Restaurants, Tankstellen- und Imbiss-Shops sowie Lebensmittelgeschäften an Jugendliche unter 16 Jahren verkauft. Die Jugendpolizei der Polizei Kanton Solothurn zeigte 43 Betriebe bei der Staatsanwaltschaft an. Basler Zeitung, 4.6.08
Kommentar: Und die Moral von der Geschicht? Es gibt keine.
05.06.2008
Gewalt und Alkohol in einem Tages-Anzeiger-Artikel

"Die jüngsten Messerattacken in Zürich sind symptomatisch für viele ähnliche Fälle: Ein Streit eskaliert, meist ist Alkohol im Spiel, und der Ausländeranteil unter den Beteiligen ist hoch." (Quelle: Tages-Anzeiger, 4.6.08)

04.06.2008
Im Kanton Uri ist das neue Gesundheitsgesetz vom Volk gutgeheissen worden. Es sieht ein allgemeines Rauchverbot in allgemein zugänglichen Räumen vor. Die Wirte dürfen aber Raucherzimmer einrichten. Dazu gibt es ein Werbeverbot für Alkohol und Tabak auf Plakaten und ähnlichen Werbeträgern, und ein Verkaufsverbot für Tabak an Jugendliche unter 16. J.
(Quelle: Tages-Anzeiger, 2.6.08)   Gesundheitsgesetz S. 635-650 im Amtsblatt)
02.06.2008
Der Aargauer Regierungsrat bringt ein neues Gesundheitsgesetz.
Die Kontrollen beim Alkohol- und Tabakverkauf an Jugendliche im Kanton Aargau sollen verschärft werden. Der Regierungsrat will mit dem neuen Gesundheitsgesetz den Gemeinden die Möglichkeit geben, Testkäufe durch Minderjährige anzuordnen. Neu ins Gesetz aufgenommen wird ein Abgabeverbot von alkoholischen Getränken an nicht zum Kauf berechtigte Jugendliche. Erwachsene, die Alkoholika kaufen und diese an unter 16-Jährige oder Spirituosen an unter 18-Jährige weitergeben, machen sich strafbar. Das Gesetz wird im August oder September im Grossen Rat behandelt. (Quelle: Google Alkohol Alert, 31.5.08) Basler Zeitung, 30.5.08  
Botschaft     (GR.08.141)       Medienmitteilung des Regierungsrates,
02.06.2008
Heute erscheint die neue Nummer von "Gesundheit Sprechstunde." Das Titel-Thema  heisst Alkohol und enthält u.a. ein Interview mit Hermann T. Meyer über Alkoholpolitik: Was läuft falsch in der Schweiz? Die Schäden werden dem Steuerzahler überlassen. Interview Seite 14     Ursprünglicher Interview-Text 30.05.2008
Mit dem Titel "Flächendeckende Umerziehung" holt die Weltwoche zu einem Rundumschlag gegen die Prävention aus:

"Prävention heisst das jüngste Zauberwort der Politik. Ob Depressionen, Asthma, Sekten oder Mobbing: Die staatlichen Gesundheitsförderer greifen immer rabiater durch. Ihre Bevormundungskampagnen verschlingen Millionen. Der Nutzen ist unbewiesen." (Quelle: Google Alkohol Alert, 29.5.08)   Weltwoche, 22/08 mit u/Kommentar
Kommentar: Natürlich geht es gegen das NPA. Komischerweise wird das Ungenügen der bisherigen Verhaltens-Prävention als Argument gegen die Wirkung versprechende Verhältnis-Prävention eingesetzt, die unbedingt verhindert werden muss. Dabei war die Verhaltensprävention und Gesundheitsförderung aufgekommen, nachdem die Politiker im Gefolge der Alkoholindustrie jede Verhältnisprävention zurückgewiesen haben.

29.05.2008
"Prävention und Gesundheitsförderung" Nr. 23, Mai 08 ist erschienen. Herausgeber: Institut für Sozial und Präventivmedizin der Universität Zürich.
Enthalten sind u.a. die Referate während des Zürcher Präventionstags vom 14.3.08, der schwergewichtig der Verhältnisprävention gewidmet war. (Wir berichteten)
Später (vielleicht) auf dieser Webseite zu finden.
28.05.2008
Versicherer machen Image-Werbung mit der Euro 08. Axa Winterthur und Allianz Suisse melden, dass sie allfällige Schäden nach Ausschreitungen an der Euro 09 grosszügig behandeln werden. Aber jeder Versicherer handelt nach dem eigenen Kleingedruckten.
Kommentar: Per Saldo zahlt aber doch jeder Versicherte mit seinen Prämien.
28.05.2008
Aldi wirbt mit billigem Alkohol. ALDI SUISSE inserierte ganzseitig u.a. für 1 Liter Sangria Premium Dolce Vita,
9 Vol.%,  mit vollaromatischen Zitronen- und Orangenauszügen, zu Fr. 1.99 und 1.5 Liter Sangria Rotweinbowle, 7 Vol.%, zu Fr. 2.29. (Quelle: Tages-Anzeiger, 26.5.08)
Kommentar: Jugendliche packt zu. So billig kommt man nicht so schnell wieder zu einem Vollrausch!
27.05.2008
Die Alkiszene in Winterthur hat sich verlagert. Die Lage am Pavillon hat sich normalisiert, die Alkis haben im Stadtpark niedergelassen, in direkter Nähe eines Pick n'Pays. (Quelle: Tages-Anzeiger, 26.5.08) 27.05.2008
Die Suchtpräventionsstelle Zürcher Oberland bietet Jugendschutz-Material für die Euro 08 an. Die gleichen Materialien können auch bei der SFA bezogen werden.
Bestellen bei http://www.sucht-praevention.ch/index_news.html
26.05.2008
Schweden sei Gesundheits-Weltmeister Der Weltmeister wurde mit den wichtigsten Gesundheitsdaten der teilnehmenden Länder ermittelt. Schweden siegte dank der Alkohol- und Tabakpolitik. Die Schweiz kam nicht so weit wegen Alkohol und Tabak! (Quelle: Gesundheitstipp, Mai 08;
als pdf
26.05.2008
Die Organisatoren der Street Parade wollen Alkohol-Prävention betreiben.

(Quelle: Zürcher Oberländer, 21.5.08)

Die Drohung der Stadträtin, die Bewilligung zu entziehen, hat die Organisatoren offenbar bewogen, etwas in Prävention zu tun: Rund 80 Helfer und Helferinnen sollen mit Flyern und Bons für Gratis-Mineralwasser unterwegs sein. Eine Hälfte versorge Ankommende mit Tipps, die andern sollen vor Ort auf Angetrunkene zugehen und sie zum Konsum von Wasser auffordern. 
Kommentar: Besser wäre es, die Leute würden sich nicht betrinken. So steht immer noch der Profit im Vordergrund.
24.05.2008
"Monitoringbericht Drogen und Sucht 2008" der Stadt Zürich. Der Bericht, erstellt im Auftrag der stadträtlichen Delegation für Drogen- und Sucht-politik erschien zum 4. Mal. Vor allem bei 16-18-Jährigen werde massiver Alkoholkonsum festgestellt. Die Jugendgewalt stehe vor allem mit dem hohen Alkoholkonsum in Verbindung und nicht mit illegalen Drogen. Trotzdem sei das Thema Drogen und Sucht in der Wahrnehmung der Bevölkerung in den Hintergrund getreten. (Quelle: Der Landbote, 22.5.08) Monitoringbericht Drogen und Sucht 2008 (pdf, 56S., 285Kb) 
Kommentar: Bei der Ermittlung der Wahrnehmung könnte es an der Fragestellung liegen. Beim Thema Drogen und Sucht wird vielleicht nicht an Jugend und Alkohol gedacht, sondern an die illegalen Drogen, die in den Untergrund verdrängt wurden.
24.05.2008
Der Tages-Anzeiger titelt: Präventiv gegen die Prävention.

Leserbrief

"Wirtschaft, Gewerbe und rechtsbürgerliche Politiker intensivieren ihren Widerstand gegen die Gesundheitsvorsorge des Bundesrates. Der hat nämlich einiges vor." Im halbseitigen Artikel berichtet J.-M. Büttner vor allem am Beispiel der Tabakfrage über die Widerstände und befasst sich dann auch mit dem NPA. Siehe auch unter "Neuste Zitate" auf der Homepage) (Quelle: Tages-Anzeiger, 23.5.08) 24.05.2008
Die Gesundheitskosten der Schweiz erreichen 2009
60 Mia. Franken.
Sie werden voraussichtlich um 4.2% steigen, gemäss einer Studie der Konjunktur-forschungsstelle der ETH Zürich. (Quelle: Tages-Anzeiger, 23.5.08)
Kommentar: Diese Kosten könnten verringert werden, wenn die Alkoholprävention verstärkt würde.
24.05.2008
Die ZFV-Unternehmungen an der Jahrespressekonferenz. Der Umsatz stieg um gut 12% auf die Rekordhöhe von 152,6 Mio. Fr. Die Gruppe ordnet ihr soziales Engagement neu. Der ZFV-Preis wird nach 10 Jahren gestrichen. Dafür werden jährlich Fr. 400'000 für spezielle Projekte bereitgestellt. Ein Viertel wird für die Alkoholprävention im Jugendbereich zur Verfügung gestellt. (Quelle: NZZ, 21.5.08) 24.05.2008
Die Gewinner des Zürcher Journalistenpreises wurden geehrt. "Zeit"-Chefredaktor Giovanni die Lorenzo führte dabei aus, die Preisträger erfüllten die Ansprüche, die an den Qualitätsjournalismus gestellt würden. Die Abo-Zeitungen müssten auf ihre traditionellen Stärken vertrauen: Dass man den Leser ernst nehme, auf Verlässlichkeit setze, die Glaubwürdigkeit bewahre, Orientierung biete und die Fähigkeit ausspiele, die öffentlichen Diskussionen massgeblich mitzugestalten. (Quelle: Tages-Anzeiger, 23.5.08) 24.05.2008
Die UBI hat nun endlich auch die dritte Beschwerden-Begründung zugestellt. Unsere Beschwerde gegen die Kassensturz-Sendung mit Degustations-Tests von Rosé-Weinen hat der UBI Unabhängige Beschwerde Instanz für Radio und Fernsehenoffenbar ziemlich Mühe bereitet, benötigte das Sekretariat doch mehr als 6 Monate, um die schriftliche Begründung zu erstellen. (Versand: 30.4.08, ferienhalber erst jetzt erhalten) Auf ihrer Webseite noch nicht dokumentiert. 23.05.2008
Alkoholtestkäufe in Nidwalden und Obwalden

Neue Obwaldner Zeitung online, 23.5.08

Während im vergangenen Jahr noch rund die Hälfte aller getesteten Läden und Restaurants Alkohol an Minderjährige verkauft hat, ist es diesmal etwa ein Drittel. Betrachtet man die Zahlen aber separiert in den beiden Kantonen, fällt ein riesiger Unterschied auf. In Obwalden wurden 20 Testkäufe durchgeführt, in 13 Fällen erhielten die Minderjährigen Alkohol – eine Quote von 65%. In Nidwalden waren es 2 von 24, d.h. ca 8%. Nun sucht man das Gespräch. Die Geschäftsleute wolle man nicht in ein Strafverfahren laufen lassen. (Quelle: Google Alkoholpolitik Alert, 23.5.08)
Kommentar: Dass die Obwaldner Behörden die Jugendlichen in eine kritische Lage bringen mit ihrer Schmusetaktik, ist nicht so wichtig. Wie viele der Wirte oder deren Freunde und Verwandte sind wohl in der Behörde?
23.05.2008
Postulat im Kantonsrat Zürich betr. Rauschtrinker in Spitälern. Die Spitäler sollen eingelieferte Rauschtrinker auch der Polizei melden, verlangen EDU und EVP. (Quelle: NZZ, 23.5.08) 23.05.2008
Coop erhöht das Mindestalter für Alkohol. Denner will nicht mitziehen. Ab dem 2. Juni 08 will der grösste Alkoholhändler der Schweiz nur noch an Personen über 18 Jahren Alkohol verkaufen. Das Personal werde geschult und müsse den Ausweis verlangen. Der Kanton Tessin habe diese Alterslimite generell. (Quellen: SF1, NZZ, 22./23.5.08) Tages-Anzeiger, 23.5.08   20minuten, 22.5.08 23.05.2008
Die Wirtschaft reagiert weiter auf das NPA. Unter der Führung des Gewerbes will die Industrie gegen neue Regulierungen aus Bern ankämpfen. Auch die Schweizer Werbung setzt sich stärker zur Wehr. Das «Komitee der Wirtschaft für eine sinnvolle Alkoholpolitik» soll umbenannt werden. Ein möglicher Name: «Interessengemeinschaft für eine vernünftige Genussmittelpolitik.»  (Quelle: Google Alkoholpolitik Alert, 21.5.08) Handelszeitung online, 20.5.08
Kommentar: Die meisten Wirtschaftsverbände, d.h. die ohne Alkoholinteressen, schneiden sich ins eigene Fleisch, wenn sie die Bestrebungen der Alkoholindustrie unterstützen und sich zu deren Komplizen machen. "Sinnvoll" oder "vernünftig" ist alles, was der Alkoholindustrie nützt.
23.05.2008
Gratiswasser für Fans an der Euro 08 in Zürich

Ihren Durst können Fussballfans in Zürich während der Europameisterschaft kostenlos mit Wasser löschen. Die Stadt montiert Zapfhahnen. Wie die Wasserversorgung Zürich gegenüber dem Radio «Energy» bestätigte, stellt sie in den kommenden Tagen zehn Zapfanlagen in der Fanmeile beim Bellevue auf.
(Quelle: Tages-Anzeiger, 16.5.08)

18.05.2008
«Der Alkohol ist viel zu billig» in der Schweiz.

Nach zwölf Jahren tritt Lucien Erard, Direktor der Eidgenössischen Alkoholverwaltung, zurück. Im Interview verteidigt er die umstrittene Alkoholpolitik des Bundes. Auch höhere Steuern könnten wirksam sein, sagt Erard. (Quelle: Google Alkoholpolitik Alert, 17.5.08) Tagblatt.ch, 16.5.08

18.05.2008
Edition obsan
Schweizerisches Gesundheitsobservatorium - Jahresbericht 2007
 
Inhalt: Der Jahresbericht 2007 dokumentiert die Arbeiten des Obsan im vergangenen Jahr anhand der sechs neuen thematischen Kompetenzbereiche, liefert aktuelle Informationen über die Personal- und Finanzlage und präsentiert die Jahresziele 2008. Er ist auf Deutsch und Französisch erschienen.  
18.05.2008
Verhandlungen mit der EU über ein Freihandelsabkommen im Agrar- und Lebensmittelbereich sowie im Bereich der öffentlichen Gesundheit. Konsultation gemäss Artikel 152 Absatz 3 des Parlamentsgesetzes. Die Aussenpolitische Kommission des Ständerates (APK-S) ist vom Bundesrat über die Eckwerte des Mandats für die Verhandlungen mit der EU zum Freihandel im Agrar- und Lebensmittelsektor sowie in den Bereichen Gesundheit, Lebensmittelsicherheit und allgemeine Produktsicherheit konsultiert worden. Diese Verhandlungen sollen zum Abschluss von Freihandelsabkommen im Agrar- und Lebensmittelbereich sowie im Bereich der öffentlichen Gesundheit führen. 12.05.2008
Die Polizeivorsteherin von Zürich droht, die Street Parade 2009 nicht mehr zu bewilligen. Dies sorgt in der Party-Szene für Wirbel. die Veranstalter, der Tourismus-Direktor u.a. sind gar nicht erfreut. Die Probleme seien nicht grösser als bei andern Grossveranstaltungen. Zürich sei durch die Street Parade als fröhliche Stadt bekannt geworden. (Quelle: Google Alkohol Alert, 9.5.08) Tages-Anzeiger, 8.5.08)
Kommentar: Jeder Anlass mit auffälligem Alkoholausschank wird für die Jugend zum schlechten Vorbild. Resultat: Prävention ist unglaubwürdig, unwirksam - Jugendalkoholismus; dieser wird von der dafür verantwortlichen und daran verdienenden Erwachsenenwelt mit Recht beklagt, aber jene, die dagegen vorgehen, werden kritisiert.
12.05.2008
Auch die SBB sehen kein Alkoholverbot in Zügen vor.(Quelle: Google Alkohol Alert, 9.5.08) Tages-Anzeiger, 8.5.08) Dies sei ein Wettbewerbsvorteil gegenüber dem Auto, auf den sie nicht verzichten wollen.
Kommentar: Vielleicht wollen sie ja auch ihre Alkoholwerbung nicht in Frage stellen müssen. Sie werden auch den Druck der Werbeauftraggeber spüren. Geld stinkt auch hier nicht. Wie lange dauerte es bis zum Rauchverbot in Zügen? Wahrscheinlich braucht es erst noch ein paar Todesfälle von Unschuldigen.
12.05.2008
In Zürich kaperten 250 Jugendliche ein Tram und feierten eine Alkohol-Party. Am  Samstagabend, 3.5.08, kaperten rund 250 Jugendliche beim Central das 7er-Tram und feierten eine alkoholdurchtränkte Party. Die Bilanz: Polizeieinsatz mit Gummischrot und Tränengas, eine Verhaftung, 10'000 Franken Sachschaden. Ein Trinkverbot in Trams und Bussen kommt für die Verkehrsbetriebe Zürich (VBZ) dennoch nicht in Frage: «Wir haben keine gravierenden Probleme mit alkoholisierten Fahrgästen», sagt Sprecherin Daniela Tobler. (Quelle: Google Alkohol Alert, 9.5.08) Tages-Anzeiger, 8.5.08) 12.05.2008
Standpunkte online

Die Aprilausgabe des Online-Magazin der Schweizerischen Fachstelle für Alkohol- und andere Drogenprobleme (SFA) ist artikelweise <http://www.sfa-ispa.ch/index.php?IDthemepub=11&langue=D&IDpubvis=1> oder als Ganzes <http://www.sfa-ispa.ch/SFA_ISPA_Standpunkteonline_GrandAngle.php?IDpub=581&langue=D> (pdf, 15S., 185Kb) online zugänglich. (Quelle: Infoset Newsletter Mai)

07.05.2008
Zahlen & Fakten der SFA, Update der Online-Ausgabe

Die Schweizerische Fachstelle für Alkohol und andere Drogenprobleme (SFA <http://www.sfa-ispa.ch>) hat ein Update zur Online-Ausgabe von "Zahlen & Fakten" ins Netz gestellt. Die Aktualisierung betrifft u.a. das Kapitel "Alkohol - Folgen des Alkoholkonsums <http://www.sfa-ispa.ch/index.php?IDtheme=98&IDarticle=1354&langue=D>" (Quelle: Infoset Newsletter Mai)

07.05.2008
Der Mai Newsletter von Infoset ist erschienen. Informationen zu allen Suchtthemen, vor allem aus der Schweiz.
Infoset-Newsletter bestellen
07.05.2008

Jugend an Festen schützen - Jugendschutzkonzept in Wald, ZH

Oft trinken Jugendliche an Festveranstaltungen zuviel oder kommen leicht zu Alkohol. Die Gemeinde Wald verfasste ein Jugendschutzkonzept für Festveranstaltungen und will damit Vereine und Institutionen schulen.
(Quelle: Google Alkohol Alert, 4.5.08)
ZOonline, 2.5.08 

07.05.2008
Der Kanton Bern will das Koma-Saufen unterbinden. Auf Anfang Juli tritt im Kanton Bern das Verbot von so genannten «Flat rate»- und «All you can drink»-Parties in Kraft. Alkohol soll nicht mehr gratis oder zu einem festen Preis ohne Berücksichtigung der Menge abgegeben werden dürfen.
(Quelle: Blick online, 29.4.08)
29.04.2008
Pfäffikon ZH stellt Mittel für die Prävention bei Festen zur Verfügung. Eine Checkliste und eine Liste mit freiwilligen Massnahmen für Vereine bei der Organisation von Anlässen. Dank solcher einfach zu handhabender Unterlagen sei die Einhaltung der Jugendschutz-Gesetze gewährleistet. (Quelle: Tages-Anzeiger, 29.4.08)
www.pfaeffikon.ch
Kommentar: Es wäre schön, wenn es so einfach wäre. Ohne Kontrollen funktioniert  es nicht!
29.04.2008
In Neuenburg ist die Stadträtin mit Alkoholproblemen mit dem zweitbesten Ergebnis wiedergewählt worden. Der Tages-Anzeiger meint im Kommentar, die Partei hätte den Mut nicht aufgebracht, sie aus dem Rennen zu nehmen, um sie vor sich selbst zu schützen.  (Quelle: Tages-Anzeiger, 28.4.08)
Kommentar: Man kann nur hoffen, dass sie Hilfe in Anspruch nimmt. Wir wünschen ihr viel Kraft. (Wir berichteten am 17.4.08 hier darüber.)
28.04.2008
Die Wirte im Zürcher Niederdorf bereiten Petition vor. Sie fühlen sich geprellt, weil die Stadt während der Street Parade keine Openair- Veranstaltungen mehr zulassen will. Am Dienstag beginne die Unterschriftensammlung. Die SP des Kantons unterstütze sie. 26.04.2008
Alkohol-Testkäufe in Zürich mit verbessertem Resultat. Am 24.4.08 erhielten 2 von 18 Jugendlichen illegal Bier ausgeschenkt. Im November 2007 waren noch 9 von 10 bedient worden. Wirte und Ladenpersonal seien jetzt sensibilisiert. (Quelle: NZZ, 26.4.08) 26.04.2008
Die Regierung von Basel-Stadt will das Polizeigesetz ergänzen. Der neue Art. 42a soll einen "befristeten Platzverweis" erlauben. Der Artikel wäre präventiv vor Ausbruch der Gewalt anwendbar. Der Grosse Rat muss darüber beraten.   (Quelle: Basler Zeitung, 25.4.08, NZZ) 25.04.2008
Zürcher Polizeigesetz zur Prüfung beim Bundesgericht.
 
Verschiedene Einsprecher wollen prüfen lassen, ob das Gesetz der Bundesverfassung und der Europäischen Menschenrechtskonvention standhält. Das Gesetz wurde im Februar vom Stimmvolk gutgeheissen, schon damals stand eine Beschwerde im Raum. (Quelle: NZZ online, 25.4.08)
25.04.2008
Die Schweizerische Vereinigung der Markenspirituosen (SVM) greift mit einer Studie ein.(Quelle: Google Alkohol Alert, 25.04.08)
swissinfo.ch, 24.4.08
Sie behauptet, die Präventionsmassnahmen des Bundes gegen missbräuchlichen Alkoholkonsum seien fraglich: Mit Verboten könne der Konsum von alkoholischen Getränken nicht gesenkt werden.
Laut einer Studie, die die Vereinigung in Auftrag gegeben hatte, trinken vor allem ältere Leute täglich Alkohol, meistens Wein oder Bier. Mengenmässig konsumieren die 35- bis 54-Jährigen am meisten. Jugendliche trinken dagegen vor allem am Wochenende und deutlich weniger.
Kommentar: Der Konsum der unter 18-Jährigen wurde nicht erfasst. Somit ist die Studie sinnlos. Die Vereinigung versucht, die Rolle der Spirituosen zu verharmlosen. Sie möchte, dass vermehrt Verhaltensprävention geleistet werde, weil sie genau weiss, dass diese praktisch nichts bringt.
25.04.2008
Der Blick berichtet über den Angriff auf das BAG und seinen Direktor. "Das soll unser "Gesundheits-Taliban" sein." wird getitelt. Es wird Gelegenheit zu einer Abstimmung gegeben. Benützen Sie die Gelegenheit zur Meinungsäußerung: Quelle: Blick, 22.4.08  Stand im Moment: 59% : 41% pro BAG 23.04.2008
Für oder gegen Rayonverbote, Stellungnahmen im Tages-Anzeiger vom 23.4.08. Koni Loepfe, SP und Claudio Zanetti, SVP geben ihre Meinung kund. Loepfe meint, ein Rayonverbot für besoffene und randalierende Jugendliche sei entweder Willkür oder ein unangebrachter Kuschelkurs. Sachbeschädiger sollten zur Kasse gebeten werden. Zanetti sagt, ein Rayonverbot bedeute aus den Augen aus dem Sinn. Es gelte, den Ursachen auf den Grund zu gehen. Man müsse fragen, warum sich die bisherigen Präventionsmassnahmen als weitgehend nutzlos erwiesen haben. Er wirft den andern eine verfehlte Politik vor und meint, Jugendalkoholismus bekämpfe man, indem man einen unverkrampften, auf Eigenverantwortung setzenden Umgang mit Alkohol vorlebe, nicht mit prohibitiven Massnahmen.
Kommentar: Beide haben recht. Allerdings sucht Zanetti den Fehler bei den andern, dabei ist es gerade seine Partei, die in Bern bisher jede sinnvolle Massnahme bekämpft hat. Und seine Kreise rüsten jetzt schon gegen das neue Nationale Programm Alkohol, bevor es richtig diskutiert wurde. Das gute Beispiel vorleben funktioniert schon seit Jahrtausenden, seit es Alkoholprobleme gibt, nicht und wird es auch weiterhin nicht. Die SVP opfert unsere Jugend ihren Illusionen und Verdrängungen. (Leserbrief  veröffentlicht am 25.4.08.)
23.04.2008
Das Migros-Magazin entwickelt sich zur Alkohol-Werbe-Postille. 14 Tage seit der letzten "Alkohol-Nummer" bietet das Magazin in Nr. 17 vom 21.4.08 wieder 5 Seiten Wein-Lifestyle und 3 Seiten Küche mit Bier.
Kommentar: 5 Seiten über Wein, pünktlich zum Willkomm des neuen Verwaltungsrats aus der Weinbranche. Die Coop-Zeitung muss überboten werden. Unser Leserbrief zur letzten Nummer wurde nicht gebracht. Kritik ist unerwünscht.
22.04.2008
Wissenschafter sollen glaubwürdiger werden. Die Akademien der Wissenschaften Schweiz (der Verbund der Dachgesellschaften) hat mittels eines Memorandums Grundsätze zur wissenschaftlichen Integrität und Verfahrensregeln für den Umgang mit Verstössen publiziert. Die Publikation kann kostenlos bezogen werden bei: Schweizerische Akademie der Medizinischen Wissenschaften, Petersplatz 13, 4051 Basel Tel. 061 269 90 30, Fax 061 269 90 39, mail@samw.ch Medienmitteilung, 21.4.08  (Quelle: NZZ, 22.4.08) 22.04.2008
Die Winterthurer Alki-Szene im Pavillon ist weg. Die Zahl der kontrollierten Personen sei seit Anfang April von 80 auf 30 gesunken, die Anzahl Auswärtiger von 15 auf 5. Acht Rayonverbote wurden ausgesprochen. In der Drogenanlaufstelle hat sich die Besucherzahl auf 100 pro Tag verdoppelt. (Quelle: Tages-Anzeiger, 22.4.08) 22.04.2008
Euro 2008: Kodex zur Alkoholprävention unterzeichnet und an BR Schmid übergeben. Die Direkt- und Wiederverkäufer von alkoholischen Getränken an der Euro 08 haben Bundesrat Schmid einen unterzeichneten Kodex überreicht, in dem sie sich verpflichten, die Jugendschutzbestimmungen des jeweiligen Kantons einzuhalten und in Fanzonen und an Public-Viewing-Anlässen alkoholfreie Getränke günstiger als alkoholische abzugeben. (Basler-Zeitung, Tages-Anzeiger, 22.4.08)
Kommentar: Die Selbstregulierung ist ja gut und recht, allerdings ist es nur ein Versprechen, bestehende Gesetze einzuhalten, was eigentlich selbstverständlich sein müsste. Damit hofft man, weitergehenden Massnahmen zuvorzukommen. Hoffentlich gibt es genügend häufige Kontrollen mit, falls nötig, Sanktionen.
22.04.2008
Pub-Festival in Wetzikon an 9 statt wie bisher an 7 Tagen . Dieses Jahr erstmals in 9 Partynächten zum 8. Mal in der Eishalle auf über 3000 Quadratmetern mit 22 Bars. Quelle:  (Quelle: Tages-Anzeiger, 21.4.08)
Kommentar: Gibt es immer noch zu wenig Alkoholprobleme im Oberland, und ist die Stadt Wetzikon derart von der Eishallen-Betreiberin abhängig, dass sie das bewilligt? Die Fachstelle für Alkohol- und Drogenprävention im Strassenverkehr darf die Besucher zu pflichtbewusstem Verhalten animieren. Wie schön!
21.04.2008
Alkohol-Testkäufe in der Region Basel: Erfreuliche Bilanz

In der Region wurden gestern Alkohol-Testkäufe durchgeführt. Erfreuliches Ergebnis: Alle 14 besuchten Shops hielten sich an die Richtlinien. (Quelle: Google Alkohol Alert, 19.04.08)  20minuten, 17.04.08

21.04.2008
Rückblick der Volketswiler Projektgruppe "Alkoholpolitik" auf 4 Jahre Präventionsarbeit.

 (Quelle: Google Alkoholpolitik Alert, 18.04.08) Zürcher Oberländer, 17.4.08

Es sei schon viel erreicht worden, die Arbeit gehe aber nicht aus. Gesundheitsvorsteher Jean-Philippe Pinto ist stolz darauf. «Die Vision vor vier Jahren war es, die Schlüsselpersonen zu vernetzen, den Alkoholverkauf an Jugendliche einzuschränken und eine Kontinuität in die Prävention zu bringen. Die meisten Punkte konnten wir in den letzten Jahren umsetzen.» Nun sollen die Eltern mehr einbezogen werden. 
Kommentar: Allein schon dass ein Gemeinderat die Aufgabe ernst nimmt, ist erfreulich. Leider sind es schweizweit noch viel zu wenige. Die einen meinen, sie könnten das Problem aussitzen, die andern tun nichts, bevor sie von Bern oder dem Kanton gezwungen werden.

21.04.2008
2/3 der Wirte sind durch mindestens 5-jährige Lieferverträge und/oder Darlehen an ihre Brauerei gebunden. Die Brauereien spielen oft die Bank. Eigenartigerweise duldet die Wettbewerbskommission dieses System, das kartellähnliche Züge trägt. Der Kommentar des Tages-Anzeigers wirft ihr Strukturerhaltung vor.
Kommentar: Es ist denkbar, dass dieses System die Preise hochhält und damit einen Mehrkonsum verhindert. Gesundheitspolitisch also sinnvoll. Besser wäre es, wenn mittels Steuern dieser Mehrwert abgeschöpft würde, um damit Prävention und Rehabilitation zu bezahlen. Das bestehende System verhindert, dass unrentable Betriebe verschwinden. Das Angebot bleibt zu gross. (Quelle: Tages-Anzeiger, 18.4.08)
18.04.2008
Die Gegner des Neuen Programms Alkohol (NPA) haben sich formiert. Eine Reihe Wirtschaftsverbände haben sich zum "Komitee der Wirtschaft für eine sinnvolle Alkoholpolitik" zusammengeschlossen. Die bisherige Opposition auf der Ebene der Brancheninteressen soll nun auf die Ebene grundsätzlicher gesellschafts- und ordnungspolitischer Fragestellungen gehoben werden. Das Komitee wehrt sich gegen "Überregulierungen und Einschränkungen der Wirtschaftsfreiheit". (Quelle: NZZ, 18.4.08)  Schweizerischer Gewerbeverband, 11.4.08   Schweizer Fernsehen, 22.4.08
Kommentar: Mit dieser Breitseite gegen das Bundesamt für Gesundheit (BAG) und dessen Direktor ist wohl der Kampf gegen das NPA eröffnet. Es ist wieder das übliche Bild: Die grossen Wirtschaftsverbände stellen sich hinter die Einzelinteressen der Alkoholwirtschaft und vernachlässigen die Interessen der Gesamtwirtschaft in Bezug auf Gesundheit und Wohlstand für alle. (EU-Slogan) Was soll nun daran sinnvoll sein?
18.04.2008
Der Zürcher Stadtrat will am eingeschränkten Alkohol-Verkauf festhalten. Die Regierung des Kantons wollte ihr diese Massnahme bei Hochrisikospielen in der Nähe des Stadions untersagen. Jetzt geht der Stadtrat vor Verwaltungsgericht.
(Quelle: NZZ, 18.4.08)
18.04.2008
"Wirte ertrinken in einem Meer von roten Zahlen", titelt der Tages-Anzeiger am 17.4.08. "Die Wirtschaft brummt, in den Beizen wird wieder konsumiert. Trotzdem schreiben zwei von drei Gastronomen Verlust, wenn sie sauber kalkulieren." Gastro suisse denkt sogar an ein nationales Gastgewerbegesetz, das minimale Voraussetzungen für Wirte enthalten sollte. Pro Jahr treten 25% der Wirte als Mitglieder aus und werden wieder ersetzt.
Kommentar: Jedes Jahr das gleiche Lied: Zu viele Betriebe dank der von der Branche selber forcierten Liberalisierung in den 90er-Jahren. Leidtragende sind schliesslich die Steuerzahler und die Volksgesundheit durch zu grosses Angebot.
17.04.2008
Die Neuenburger Stadtpräsidentin hat ein Alkoholproblem.

Quelle: Tages-Anzeiger; NZZ (gemäss Webseite Neuenburg falsche Angaben zum Amt), 17.4.08

Die Stadtpräsidentin und ehemalige SP-Nationalrätin Valerie Garbani ist in letzter Zeit mehrmals betrunken in Polizeiakten aufgefallen. Stadtratsitzungen habe sie ausgelassen. Sie habe Probleme und leide unter familiärer Gewalt. Den Führerschein musste sie auch schon abgeben. Ihre Partei will sie in 2 Wochen wieder aufstellen.
Kommentar: Bei Alkoholproblemen am Arbeitsplatz kann mit Kündigungsdruck und Sozialhilfestellung einiges erreicht werden. Ob dies bei einer Stadtpräsidentin auch der richtige Weg ist, kann bezweifelt werden. Ihre Partei sollte ihr eine Auszeit mit Gelegenheit zur Therapie gewähren. Umso mehr, als die Wahlen nach dem  Proporzsystem stattfinden. Geht sie gestärkt aus der Krise hervor, ist sie für die Partei und für die Stadt viel wertvoller.
17.04.2008
In Zürich werden die Boulevard-Bars an der Street-Parade verboten. Begründet wird das Verbot mit zunehmenden Alkoholexzessen und einer kontinuierlich steigenden Gewaltbereitschaft. Die Gastronomen laufen Sturm, reden von reiner Willkür. Es sei ihr bester Tages-Umsatz. Gastro Zürich Präsident Ernst Bachmann will mit der Stadt reden.  (Quelle: Tages-Anzeiger, 16.4.08)
Kommentar: Der Kommentator nennt das Verbot "absurd". Wir finden es eher folgerichtig. Nach Jahren ständiger Ausweitung des Alkoholangebotes mit entsprechenden Konsequenzen wird nun zurückbuchstabiert. Besser wäre es, man würde nicht warten bis schädliche Folgen eintreten, sondern diese voraussehen und keine entsprechenden Bewilligungen erteilen. Aber das ist sicher schwieriger.
16.04.2008
Alkohol an 15-Jährige im Kanton Thurgau abgegeben.
Eine 15-jährige Schülerin führte für die Kantonspolizei Thurgau auf Ersuchen des Bezirksamtes Weinfeldenn stichprobenweise Testkäufe in Shops bei Tankstellen und Kiosken sowie einem Imbisstand durch, um an Alkohol zu kommen. Betroffen waren Geschäfte in Weinfelden, Berg, Bürglen und Märstetten. In zwei von neun Fällen wurde ihr Alkohol verkauft. Die fehlbaren Personen werden beim zuständigen Bezirksamt angezeigt. (Quelle: Google Alkohol Alert, 14.04.08)    polizeinews.ch, 14.4.08
15.04.2008
Alkohol-Lobbyist im Migros-Verwaltungsrat. Der Walliser FDP-Nationalrat Jean-René Germanier, Geschäftsführer eines Weinbetriebs, wurde von den Delegierten der zehn regionalen Genossenschaften in den Verwaltungsrat des Migros Genossenschaftsbundes gewählt.
Kommentar: Mit diesem Alkohol-Aktivisten ist nun neben dem Bier- auch das Wein-know-how ganz oben vertreten.  (Quelle: Tages-Anzeiger, 14.4.08)
14.04.2008
Heineken übernimmt den Getränketeil von Eichhof.

Eichhofs nationale Expansion hat Heineken zugesetzt. Heineken zahlt 290 Millionen Franken und gibt «eine gewisse Beschäftigungsgarantie» für das obere Kader. Mehr nicht. Der Standort in Luzern ist also nicht gesichert. Didier Debrosse, Chefmanager Region Westeuropa, sagte vor den Medien bewusst vage: man habe «keine Pläne, den Betrieb einzustellen». Der Biermulti freut sich aber bereits über den Coup, den Marktanteil auf 29 Prozent zu erhöhen. (Quelle: Tages-Anzeiger, 11.4.08)

11.04.2008
Drei Basler Restaurants wollen während der Euro 08 nicht Getränke der Sponsoren ausschenken. Nun werden sie eingezäunt. Im Juni errichten die Euro-Organisatoren täglich am Mittag eine mehr als zwei Meter hohe Absperrung um den Aussenbereich der drei aneinander grenzenden Lokale. Nach Mitternacht, wenn die Fanzone schliesst, wird die mit Bast und Pflanzen verzierte Sperre jeweils wieder abgebaut. (Quelle: Tages-Anzeiger, 10.4.08) 10.04.2008
«Wänd ir de ganz Obig Sirup trinke?» Filmprojekt einer Oberstufenschule im Kt. Zürich
Wenn Alkohol als Folge des Gruppendrucks konsumiert wird, kommt es schon mal zu Exzessen. Ein Film von Oberstufenschülern in Ossingen beschäftigt sich mit diesem Thema. (Quelle: Google Alkohol Alert, 10.04.08) Schaffhauser Nachrichten, 9.4.08
10.04.2008
Nachtzuschlag auf Alkohol? Die Wochenend-Nachtbusse in Stadt und Region St. Gallen.

 

Nachtbusse sind eine gute Sache. Auch wenn Sicherheitsleute mitfahren müssen. Strittig war am FDP-Papagei vom Montag, wer für die Zusatzkosten fürs Sicherheitspersonal aufkommen soll. FDP-Stadtparlamentarier Albert Rüesch, der im Publikum sass, stellte in der Diskussion fest, dass die Probleme gar nicht von den Nachtbussen, sondern vom übermässigen Alkoholkonsum ausginge. Er fragte (ohne eine schlüssige Antwort zu bekommen), ob es nicht ein Ansatz sein könnte, statt des Sicherheitszuschlags für die Nachtbusse einen Nachtzuschlag auf Alkohol zu erheben. (Quelle: Google Alkohol Alert, 10.04.08)  St. Galler Tagblatt, 10.4.08

10.04.2008
Jugend vor Alkohol schützen. Euro 08 Fanzonen in Bern.
In den Euro-08-Fanzonen Berns müssen mindestens drei alkoholfreie Getränke günstiger angeboten werden als Bier. Das sagte gestern in der grossrätlichen Fragestunde der Berner Polizeidirektor Hans-Jürg Käser (FDP).
Jeder Organisator einer Fanzone müsse ein Jugendschutzkonzept erstellen, sagte Käser. Bei grösseren Anlässen sei das Konzept den Bewilligungsbehörden einzureichen. Verbindlich vorgeschrieben sei zudem, dass Hinweisschilder mit den Jugendschutzbestimmungen in mehreren Sprachen an den Kassen, Theken und Wänden anzubringen sind. Das Personal werde geschult. Für die Kontrolle zur Einhaltung der Bestimmungen seien die Gemeinden zuständig. (Quelle: Google Alkohol Alert, 10.04.08)  mzbern.ch
10.04.2008
Der Grüninger Gemeinderat will keine Jugendkommission. Dafür soll der Verein Grüninger Jugend die offene Jugendarbeit leisten. Die Probleme seien noch nicht gravierend. (Quelle: Tages-Anzeiger, 9.4.08) 09.04.2008
Neftenbach, ZH, hat sich ein Jugendschutzleitbild gegeben. Das Regelwerk in Form von Merkblättern wird an die Schulen und die Eltern verteilt. Der Erfolg hange davon ab, ob die Eltern die Kinder darauf ansprechen.
(Quelle: Der Landbote, 9.4.08)
09.04.2008
Der grosse Gemeinderat von Illnau-Effretikon macht sein "Schulreisli" zu Carlsberg. Im Feldschlösschen zu Rheinfelden erhielten sie eine Führung inklusive Werbung und Degustation. Und zwar weil Carlsberg einer der Hauptsponsoren der Euro 08 und Sponsor des Effretiker Stadtfestes ist. (Quelle: Zürcher Oberländer, 9.4.08)
Kommentar: Selbstverständlich nicht, weil Bier das Lieblingsgetränk der Minderjährigen ist. Selbstverständlich lassen sich die Gemeinderäte in der Alkoholfrage auch nicht korrumpieren...
09.04.2008
Der radix-letter 4/2008 ist erschienen. Es wird auf vier Dienstleistungen hingewiesen: „Leitfaden für eine Alkoholpolitik Ihrer Gemeinde“ (jordi@radix.ch); „Qualitätskriterien Gesundheitsfördernde Schule"; kostenlose Coachings für Projektentwicklung; Buchtip: "Public Health-Psychologie: Individuum und Bevölkerung zwischen Verhältnissen und Verhalten" (infoDoc) 09.04.2008
Der April Newsletter von Infoset ist erschienen. Informationen zu allen Suchtthemen, vor allem aus der Schweiz.
Infoset-Newsletter bestellen
08.04.2008
Lombardi muss nicht ins Gefängnis. Der Tessiner Ständerat wird deshalb im Amt bleiben. Er wurde wegen Verkehrsdelikten vom Einzelrichter nur zu Geldstrafen verurteilt.
Kommentar: Er fährt zum Glück nicht mehr selber. Er kann sich einen Chauffeur leisten, was ihm mildernde Umstände einbrachte...
07.04.2008
Die Baselbieter Hooligan-Verordnung kann angewendet werden. Das Bundesgericht hat entschieden, dass Basel-Land das Hooligan-Gesetz anwenden dar. Im Gegensatz zu Zürich, das den Polizei-Gewahrsam neu regeln muss und das innerhalb von zwei Monaten. 07.04.2008
MEDIA-Abkommen, Lösung im Streit um Werbeverbote gesucht. Gespräche zwischen EU und Schweiz werden fortgesetzt.

Beim Streit zwischen der EU und der Schweiz um die Schweizer Werbeverbote für Alkohol, Politik und Religion ist das letzte Wort noch nicht gesprochen. Beide Seiten suchen nach einer Lösung; die Gespräche zwischen Bern und Brüssel gehen weiter. Dies ist das Resultat eines Treffens zum MEDIA-Abkommen am Freitag in Brüssel. Vereinbart wurden Treffen zwischen Rundfunkrechtsexperten aus der Schweiz und der EU, wie der Delegationsleiter und stellvertretende Direktor des Bundesamtes für Kultur (BAK), Marc Wehrlin, der Nachrichtenagentur SDA sagte. (Quelle: Google Alkoholpolitik Alert, 05.04.08)       persönlich.com, 5.4.08

06.04.2008
Das Zürcher Massnahme-Paket stösst auf Widerstand Die Demokratischen Juristen meinen, es sei nicht zulässig, betrunkene Jugendliche, die nur die öffentliche Ordnung stören, in Polizeigewahrsam zu nehmen. Ab 2009 tritt das neue kantonale Polizeigesetz in Kraft. Änderungen der städtischen Polizeiverordnung müssen evtl. vorgenommen werden. (Quelle: Tages-Anzeiger, 4.4.08 Stellungnahme der Demokratischen Juristen, 3.4.08
Kommentar: Hat die Stadt Zürich keine Rechtskonsulenten, welche die Rechtslage im voraus prüfen können?
04.04.2008
Das Bundesgericht hebt die Zürcher Einführungsverordnung zum Hooligangesetz auf. Das Bundesgesetz über Massnahmen gegen Gewalt anlässlich von Sportveranstaltungen könne nicht vom Regierungsrat mit einer blossen Verordnung umgangen werden. (Quelle: Tages-Anzeiger, 4.4.08) 04.04.2008
Massnahmen gegen Jugendliche Alkoholkonsumenten im Zürcher Oberland nicht so umfassend wie in Zürich. Effretikon hat gar keine Ausnüchterungszelle und kein entsprechendes Personal. In Dübendorf werden stark Betrunkene zur Ausnüchterung nach Zürich gebracht. Auch Uster und Wetzikon haben mit dem Problem zu kämpfen und ihre eigenen Methoden. Z.B. Präventionsprogramme. (Quelle: Tages-Anzeiger, 4.4.08) 04.04.2008
Bei Testkäufen in Zürich Kaum Alkohol an Minderjährige verkauft

Bei Testkäufen der Stadtpolizei anlässlich des Fussballspiels zwischen GC und Basel wurden nur in einem von 10 Betrieben rund um das Letzigrundstadion Alkohol an 14-jährige Jugendliche verkauft. Bei den letzten Testkäufen im November 2007 war noch in neun von zehn Fällen verbotenerweise Alkohol an Jugendliche verkauft worden. Die Kontrollen sollen weitergehen. (Quelle: Google Alkohol Alert, 03.04.08)
Kommentar: Wie wäre wohl das Ergebnis mit knapp unter 16-jährigen Testkäufern?
(Quelle: Tages-Anzeiger, online 3.4.08)

04.04.2008
Die Drogenszene im Winterthurer Musikpavillon wurde vertrieben. Nach 15 Jahren hat nun ein Blumenhändler den Musikpavillon übernommen. Die Stadt will den Platz davor weiter beleben. Die Polizei markiert ständige Präsenz mit zwei Polizisten und einem Bürocontainer am Rande. Vertreter der Alkiszene seien immer noch anzutreffen. 03.04.2008
Alkoholverbot bei Risikospielen nicht rechtens.

Zwei Restaurantbetreiber haben erfolgreich gegen ein Alkoholausschankverbot beim Derby zwischen dem FCZ und GC beim Regierungsrat des Kt. Zürich rekurriert. Unklar ist, ob der Entscheid Konsequenzen für künftige Rayonverbote hat. Rekurs ans Verwaltungsgericht ist möglich. (Quelle: Tages-Anzeiger, 3.4.08)  NZZ, 3.4.08

03.04.2008
Massnahmenpaket gegen Gewalteskalationen bei Grossveranstaltungen.

 Medienmitteilung der Stadt Zürich zu Händen des Gemeinderats, 2.4.08.

 

Mit Postulat vom 28. September 2005 verlangt Gemeinderat Thomas Marthaler (SP) einen Bericht über präventive und repressive Massnahmen gegen Gewalteskalation. Dieser Bericht wurde heute vom Stadtrat zuhanden des Gemeinderats verabschiedet. Darin heisst es u.a.:
Reduktion des Alkoholkonsums
Bei Hochrisikospielen wird im Stadion auf Initiative der Stadionbetreiberin (Stadt Zürich) und der Sportverbände kein Alkohol mehr ausgeschenkt. Im Umfeld des Stadions wird der Alkoholverkauf bei solchen Spielen eingeschränkt, was sich positiv auf die Sicherheit ausgewirkt hat.
Kommentar: Leider erlitt dieser Plan gleichentags einen Rückschlag, indem der Regierungsrat einen Rekurs von zwei betroffenen Wirten guthiess. (Siehe oben)
03.04.2008
Die Stadt Zürich setzt auf Repression. (Das sei in Ergänzung bestehender Massnahmen.)

Mitteilung der Stadt Zürich, 2.4.08

 

"Zürich verbietet öffentliche Besäufnisse", titelt gross der Tages-Anzeiger. Der erste Satz im Text: "Alkohol spielt eine entscheidende Rolle bei der Jugendgewalt." Der Stadtrat hat gestern acht Massnahmen veröffentlicht, mit denen er die Jugendgewalt in Zürich markant reduzieren will. Gewalt und Waffenbesitz sollen nicht mehr toleriert werden. (Quelle: Tages-Anzeiger, 3.4.08)   NZZ, 3.4.08
Kommentar: Es hat ziemlich lange gedauert. Aber jetzt ist es doch bestätigt, was wir seit langem betont haben. Und nun wird mit einer ganzen Palette vor allem auf die Jugend losgegangen. Auch die Eltern und die Verkäufer sind im Visier. Aber kein Wort von Primär-Prävention. Die Erwachsenengesellschaft wird weitgehend geschont. Das ist politisch auch viel unproblematischer.
03.04.2008
Die UBI (Unabhängige Beschwerdeinstanz für Radio und Fernsehen) veröffentlichte ihren Jahresbericht 2007. Die Durchschnittliche Verfahrensdauer betrug 6,2 Monate gegenüber dem Vorjahr mit 4.5 Monaten. Die Dauer betrug zwischen 1,5 und 11 Monaten. Grund sei die hohe Arbeitsbelastung des Sekretariates.

(Quelle: NZZ, 2.4.08)

02.04.2008
Ständerat Filippo Lombardi möchte im Amt bleiben. Sein Prozess hat nun begonnen. Trotz seiner 2005 abgegebenen schriftlichen Erklärung möchte er auch nach einer Verurteilung im Amt bleiben. Die CVP-Leitung sieht aber keinen Grund dafür. (Quelle: Tages-Anzeiger, 1.4.08) 02.04.2008
Im Parlament in Bern hat sich eine Parlamentarische Gruppe Suchtpolitik, Prävention und Jugendschutz gebildet.

Groupe parlementaire Politique des addictions, prévention et protection de la jeunesse Präsidium: wird im Juni bestimmt
Sekretariate: - Fachverband Sucht, Herr Markus Theunert, Generalsekretär,
Weinbergstrasse 25, 8001 Zürich, Tel.044/266.60.60 theunert@fachverbandsucht.ch
- GREA, Monsieur Jean-Félix Savary, Secrétaire général, Rue des Pêcheurs 8, Case postale 638, 1401 Yverdon-les-Bains Tel. 024/420.22.61   jf.savary@grea.ch

02.04.2008
Mit der letzten Nummer 14 vom 31.3.08 des Migros-Magazins nimmt die Migros eine neue Stufe im Alkohol-Rally:

Migros-Magazin 14 (pdf)
Seite 89
Seite 26

 

Einmal auf drei Seiten die Präsentation eines Absinth-Liebhabers in Verbindung mit einer Köchin für ein Rezept mit Absinth und zum zweiten mit einem ganzseitigen Inserat der Eichhof-Brauerei, die sich als Wohltäter in Sachen Wassersituation in den Schweizer Bergen aufspielen kann. Am 5.3.08 meldeten wir auf "International" Gutes tun - die beste Werbung für die Alkoholindustrie. Übrigens: Die Migros, die sonst so viel auf ihre Warendeklarationen Wert legt, verschweigt bei der Inhaltsangabe des Absinth, dass darin das Nervengift Thujon enthalten ist, das in höherer Dosierung Verwirrtheit und epileptische Krämpfe (Konvulsionen) hervorrufen kann. Aus diesem Grund wurde in der Europäischen Union der Thujongehalt in alkoholischen Getränken auf 35 mg/kg begrenzt. Auch der hohe Alkoholgehalt von 45-75% wird nicht erwähnt.     Leserbrief pendent. 01.04.2008
Jugend und Alkohol: Sonderschau an der OFFA in St. Gallen.
Der Alkoholkonsum der Jugendlichen wird als Problem wahrgenommen. Fest steht, von der feuchtfröhlichen Party bis zum gefährlichen Saufgelage verlaufen die Grenzen oft fliessend. Die Hemmschwelle sinkt und das Aggressionspotential steigt. Von dieser Entwicklung sind auch die Degustationshallen 4 und 5 der Olma Messen St. Gallen betroffen. Dieser unerfreulichen Entwicklung möchten die Olma Messen St. Gallen in enger Zusammenarbeit mit der St. Galler Stiftung für Suchthilfe, welche seit vielen Jahren im Präventionsbereich tätig ist und über eine grosse Fachkompetenz verfügt, mit verschiedenen Massnahmen entgegenwirken. Die Aktivitäten starten im Rahmen der OFFA, welche vom 2. bis 6. April stattfindet, und werden an der kommenden OLMA noch verstärkt. (Quelle: Google Alkohol Alert, 31.03.08)      stadt24.ch, 31.3.08
01.04.2008
Die SAJV feierte gestern ihr 75-jähriges Bestehen mit einem Fest in Bern. Neben Alkoholika wurde eine gute Auswahl an ausgefallenen alkoholfreien Getränken offeriert. Die Schweizerische Arbeitsgemeinschaft der Jugendverbände, die Dachorganisation der nationalen Jugendorganisationen, kann auf eine bewegte Geschichte zurückblicken. U.a. betreibt sie heute auch zwei Projekte in der Suchtprävention: Voilà, Kinder- und jugendgerechte Gesundheitsförderung und Suchtprävention; sowie "Rauschlos glücklich - Bewusster Alkoholkonsum - Jugendliche zeigen wie".
Kommentar: Die Jugendverbände sollten sich viel mehr profilieren können als die Jugendgemeinschaft, die den Eltern Gewähr bietet, dass ihre Kinder bei ihr nicht Gefahr laufen, Alkoholprobleme zu bekommen. (NZZ, 31.3.08)
30.03.2008
Ziel des Trinkers ist der Rausch. Maturaarbeit in Altdorf.
Zwei Maturanden sind schockiert, wie viele Junge wegen Alkohol im Spital landen. Präventive Wirkung versprechen sie sich von neuen Jugendlokalen. Die beiden sportlichen Maturanden gehen am Wochenende gerne mit Kollegen aus und wissen deshalb, was abends in Altdorf los ist. (Quelle: Google Alkohol Alert, 27.03.08) ZISCH Neue Urner Zeitung online, 27.3.08
28.03.2008

Alkoholfreie Trinksprüche: Glosse in der WOZ zum Zürcher Carlsberg-Tram.

 

"Gleich zu Beginn ein kurzer Nachtrag zum Carlsberg-Tram, Zürichs elektrifizierter Saufpropaganda. Vergangene Woche veröffentlichte die Schweizerische Fachstelle für Alkohol- und andere Drogenprobleme eine Medienmitteilung mit dem Titel «Euro 2008: Damit die Fans den Alkohol im Griff behalten». …"   (Quelle: Google Alkohol Alert, 27.03.08)     WOZ Die Wochenzeitung, 27.3.08
Kommentar: Die aufgeworfene Frage, warum die SFA nicht auf die "elektrifizierte Saufpropaganda" reagierte, ist uns auch ein Rätsel.

28.03.2008
Wald ZH rüstet sich für die Euro 2008

(Quelle: Newsletter Suchtprävention Zürcher Oberland, 25.3.08

Der Schwertplatz in der Gemeinde Wald verwandelt sich während der Fussball-EM in ein Zelt-Stadion mit Grossleinwand. Neben der Live-Übertragung von sämtlichen Spielen gestalten Vereine, Organisationen und die Jugendarbeit ein attraktives Rahmenprogramm. Geplant ist ein berauschendes Fest – allerdings ohne Alkoholexzesse. Um den gesetzlichen Jugendschutzbestimmungen in Sachen Alkohol Rechnung zu tragen, hat die Arbeitsgruppe Prävention ein Präventionskonzept für Dorffeste erarbeitet. Teil dieses Konzepts ist eine Checkliste mit verbindlichen Massnahmen zur Umsetzung der bestehenden Gesetze. Überdies lässt Wald sämtliche Festwirte durch die Suchtprävention Zürcher Oberland schulen und zeigt damit, dass die Gemeinde ihre Verantwortung wahrnimmt. 26.03.2008
Das Bundesamt für Strassen veröffentlicht Zahlen zu den Führerausweisentzügen. 150 Ausweisentzüge weniger als im Vorjahr wurden verzeichnet. Jene wegen Angetrunkenheit stiegen hingegen um 2,8% auf 19133 Fälle von gesamthaft 72051. (Quelle: NZZ, 20.3.08) 20.03.2008
Altersalkoholismus in der Schweiz. Der Tages-Anzeiger widmet ihm eine ganze Seite unter Beizug von mehreren Fachstellen, vor allem mit Dr. Thomas Meyer, Direktor der Forel-Klinik. Alt gewordene Alkoholiker bilden mit 70% die grösste Gruppe, dann gibt es den Alkoholismus als Symptom von Alterskrankheiten und den durch die Umstände des Altwerdens bedingten Alkoholismus. (Quelle: Tages-Anzeiger, 20.3.08)
Kommentar: Nicht erwähnt wird, dass die grösste Gruppe mittelfristig mit wirksamen Präventionsmassnahmen wesentlich reduziert werden könnte. 
20.03.2008
Kampftrinker sollen Arztkosten selbst zahlen. SVP-Nationalrat Toni Bortoluzzi hat die angekündigte Motion nun eingereicht.

Die Linke sei empört. Nationalrätin Yvonne Gilli, (Grüne Partei) verlangt statt dessen Prävention, Durchsetzung der Alterslimiten, Verkaufsverbot am Abend und Rabatte auf Krankenkassen-Prämien für gesunden Lebenswandel. Ein Krankenkassen-Vertreter befürchtet Abgrenzungsprobleme. Sie haben Rabatte bisher abgelehnt. 08.3164 - Motion "Eigenverantwortung bei exzessivem Alkohol- und Drogenmissbrauch"
Kommentar: Zu befürchten ist eine Null-Lösung, weil jeder angeblich die bessere hat. (Quelle: Tages-Anzeiger, 20.3.08)

20.03.2008
Die Erdölvereinigung meldet weiteres Wachstum des Tankstellennetzes. Damit verbunden ebenfalls eine Zunahme und die Vergrösserung der Tankstellenshops. Markentankstellen +41 auf 3637 anfangs Januar 08. (Quelle: Zürcher Oberländer, 19.3.08)  Kommentar: Der Alkoholmarkt wird laufend weiter ausgedehnt. 19.03.2008
Winterthur will mit 10 andern Gemeinden des Bezirks den Jugendalkoholismus angehn. Mit der Kampagne "Klarsicht 16/18" wollen die Suchtpräventionsstelle Winterthur den Kampf gegen die Schlupflöcher im Jugendschutz verstärken. Die Zuständigkeiten und die Strafen für fehlbare Wirte seien auf dem Lande noch sehr unterschiedlich geregelt. (Quelle: NZZ, 18.3.08) 18.03.2008
EURO 2008: Damit Fans den Alkohol im Griff behalten.

Für viele Fans der Fussball-Europameisterschaft wird der Alkohol eine Rolle spielen. Übermässiger Alkoholkonsum an Grossanlässen kann zu Unfällen, Sachbeschädigungen oder Gewaltakten führen. Eine Arbeitsgruppe aus städtischen, kantonalen und nationalen Partnern ruft vor dem ersten Anpfiff die wichtigsten Präventionsmassnahmen in Erinnerung und hat zu einer Informationsveranstaltung nach Bern eingeladen. (Quelle: SFA-Medienmitteilung vom 18. März 2008)

18.03.2008
Die schriftliche Begründung zweier von drei  Beschwerden an die UBI ist nach 5 Monaten eingetroffen. Die Unabhängige Beschwerde Instanz für Radio und Fernsehen hat zwei der drei Begründungen endlich fertiggestellt. Sie sind sehr ausführlich und zeigen, dass nach heutigem Recht an Radio und Fernsehen praktisch ohne Probleme über Alkohol berichtet werden kann, was beste Werbemöglichkeiten zum Nulltarif ermöglicht. Die Definition von Schleichwerbung für ein Produkt, für das Werbung illegal ist, bedarf dringend einer gesetzlichen Neufassung, die einschränkender sein müsste als für ein normal bewerbbares Produkt. Das Argument, der Verkauf von Alkoholika sei legal, ist ungenügend.   Siehe Sonderseite mit weiterem Kommentar. 18.03.2008
Der 19. Zürcher Präventionstag fand gestern in Zürich statt. Es war ein richtiger Aufsteller. Denn nach 20 Jahren hat die Zürcher Gesundheitspolitik erkannt, dass es neben der Gesundheitsförderung in Form der Verhaltensprävention auch die Verhältnisprävention braucht. Und dies nicht nur im Tabak- sondern auch im Alkoholsektor. Als ich vor 20 Jahren auf die Gefahren einer einseitigen Verhaltensprävention aufmerksam machte, wurde ich ausgelacht.  Die Folgen sind zum Teil schon bekannt. Siehe Sonderseite 15.03.2008
Grosser Rat Basel-Stadt: Für mehr Alkohol-Prävention.
Der Grosse Rat Basel-Stadt wünscht mehr Jugendschutz vor Alkoholmissbrauch. Er hat dazu am Mittwoch eine EVP-Motion an die Regierung überwiesen. Die Ratslinke setzte sich dabei mit 33 gegen 24 Stimmen bei 7 Enthaltungen gegen die Rechte durch. (Quelle: Google Alkohol Alert, 13.03.08)  Basler Zeitung online, 12.3.08
13.03.2008
Der Schwyzer Kantonsrat wandelte gestern eine Motion, die eine Ergänzung des Gastgewerbegesetzes forderte, mit knapper Mehrheit in ein Postulat um.
Dem Kantonsrat ist klar: In Sachen Schutz der Jugend vor Alkoholmiss-brauch gibts Handlungsbedarf. Nur über die Dringlichkeit war man sich uneins.
Die von SP-Kantonsrätin Romy Lalli (Brunnen) und Mitunterzeichnern eingereichte Motion verlangte die Schaffung einer gesetzlichen Grundlage für Alkohol-Testkäufe, die Strafbarkeit der Weitergabe von Alkohol an Minderjährige, die Einführung eines Sirupartikels sowie ein Verkaufsverbot von Alkohol an Kiosken und Shops ab 21 Uhr. (Quelle: Google Alkohol Alert, 13.03.08)    Neue Schwyzer Zeitung online, 13.3.08
Kommentar: Eile mit Weile. Ein CVP Bierbrauer gab in der Debatte eines Politikers unwürdige Sätze von sich. Solche Leute müssten in Ausstand treten.
13.03.2008
Antwort des Zürcher Regierungsrats. Eine Anfrage aus Kreisen der EDU, EVP und CVP betr. illegalen Alkoholverkauf an Jugendliche beantwortet der Regierungsrat dahingehend, dass das kantonale Labor den Gemeinden empfohlen habe, vermehrt den Wirten das Patent zu entziehen. Die Suchtpräventionsstellen planten, zur EURO 08 das Verkaufspersonal zu sensibilisieren. (Quelle: NZZ, 13.3.08) 13.03.2008
Übliche Wochenendgewalt mit Totem und Schwerverletzten. In Wädenswil stach ein alkoholisierter 15-Jähriger auf einen 17-Jährigen ein, der schwer verletzt wurde, an der Zürcher Langstrasse wurde der Sicherheitschef einer Bar mit mehreren Schüssen regelrecht hingerichtet. Ob Alkohol im Spiel war, wird nicht erwähnt. Auch die Aargauer Polizei berichtet von einem anstrengenden Wochenende. (Quelle: Tages-Anzeiger, 10.03.08) 10.03.2008
Demo gegen das neue Polizeigesetz in Chur. Etwa 50 Teilnehmer beteiligten sich am Samstag in Chur an einer unbewilligten Demonstration gegen das neue Polizeigesetz. Als sie ausartete nahm die Polizei vorübergehend 14 Personen fest. (Quelle: Tages-Anzeiger, 10.03.08) 10.03.2008
Der Infoset Newsletter März 08 ist erschienen. Er bringt Neuigkeiten aus allen Suchtbereichen, vor allem aus der Schweiz. Newsletter (ab-)bestellen 06.03.2008
Nationales Programm Alkohol 2008 – 2012: Bericht zur Anhörung ist erschienen. Zwischen dem 26. Oktober 2007 und dem 21. Januar 2008 führte das BAG eine Anhörung zum NPA durch. Wir berichteten. Es wurden 97 Adressaten eingeladen, zum NPA Stellung zu nehmen. Insgesamt sind 98 Stellungnahmen eingegangen, davon 32 von Organisationen, die nicht eingeladen waren. Der Bericht (pdf, 62S., 432Kb) über die Ergebnisse der Anhörung und ein Begleitbrief (pdf, 2S., 174Kb) von Thomas Zeltner sind online erhältlich.  (Quelle: Infoset Newsletter März 08) 06.03.2008
Justizdirektor Morin, Basel-Stadt, bekämpft wieder den "Verbotsstaat."
In Basel gibt es immer mehr Gesetze, die immer weniger durchgesetzt werden. Dagegen wehrt sich der grüne Justizdirektor Guy Morin: «Der Staat sollte fähig sein, ein nicht funktionierendes Gesetz wieder zurückzunehmen.» Damit widerspricht er den Politikern, die der Polizei Versagen vorwerfen. Beim Alkoholverkauf soll die Regierung in Liestal auf die geplante Erhöhung der Alterslimite auf 18 verzichten: «Es kann nicht sein, dass die beiden Basel den Umgang mit Alkohol unterschiedlich regeln». (Quelle: BaslerZeitung, 4.3.08) Ganzes Interview nur gegen Bezahlung.
Kommentar: Siehe auch hier am 11.1.08. Warum schließt er sich nicht der Vorlage von Basel-Land an? Und verlangt die entsprechenden Mittel?
04.03.2008
Kennen Sie POINZZ?

POINZZ ist ein Belohnungsprogramm für junge Leute,

die beim Besuch von Clubs und Veranstaltungen weniger Alkohol konsumieren. Wer genussvoll feiert, macht vor dem Nachhausegehen den Blastest. Wer genussvoll gefeiert hat, kriegt Punkte. Die Punkte können auf der Homepage www.poinzz.ch verwaltet und regelmässig gegen verschiedene Angebote (CDs, Konzertticktes, Kinokarten, Gästelistenplätze, Reisegutscheine, elektronische Goodies, Mode etc.) getauscht werden.
POINZZ wurde im Sommer 2007 gestartet und wird an diversen Veranstaltungen in 5 Deutschweizer Kantonen umgesetzt. Weitere Kantone kommen laufend dazu.
Machen Sie sich doch selbst ein Bild: http://www.poinzz.ch

03.03.2008
Standpunkte online Nr. 01/2008 Februar der SFA (Schweiz. Fachstelle für Alkohol- und andere Drogen) ist erschienen. Inhalt: Nüchterne Fahranfänger für eine „Via sicura“
- Kein Alkohol für Fahranfänger: doppelte Unerfahrenheit bremsen
- Alkohol und Schwangerschaft - Die Gefahr besteht, die Grenze fehlt
-"Jugendliche sind Teil der Gesellschaft, nicht nur ihr Spiegel" Interview mit Pro Juventute
- Nachgefragt: Mit Expertenwissen überzeugen Arbeit der EKAL
03.03.2008
Voranzeige: TV VOX, am Mittwoch, 5.3.08: BBC exklusiv; Das Drogen ABC David Nutt, Uni Bristol und ein Team haben die 20 gängigsten Drogen von anerkannten Experten nach ihrem Gefahrenpotential neu einstufen lassen. Hier die Rangfolge: 1. Heroin, 2. Kokain, 3. Schlafmittel, 4. Methadon, 5. Alkohol.
(Quelle: TELE, 09/08) (Wir haben am 24.3.07 über die Studie berichtet: Development of a rational scale to assess the harm of drugs of potential misuse / Entwicklung einer rationalen Skala zur Erfassung der Schäden von Drogen mit Missbrauchspotenzial.)
01.03.2008

An Orten mit grossem Publikumsaufmarsch soll an der EURO 08 Gratiswasser aus Hydranten gespendet werden. Dies schlägt die EVP in Zürich in einer Medienmitteilung zur Prävention von gesundheitlichen Problemen und übermässigem Alkoholkonsum vor. Sie hat eine Idee der Eidg. Kommission für Alkoholfragen aufgenommen und entsprechende Vorstösse in den Städten Basel, Bern und Zürich eingereicht.  (Quelle: Tages-Anzeiger, 29.2.08) 01.03.2008
Unkontrollierte Gewalt-Prävention. Wirkung vorbeugender Massnahmen werde kaum überprüft. Denis Ribeaud vom Pädag. Institut der Uni Zürich und Manuel Eisner haben 2006 die Studie "Prävention von Jugendgewalt" verfasst. Die NZZ widmet diesem Thema einen grösseren Artikel. Stichworte: Bei uns keine Evaluation nach Aktionen, keine Geld dafür, sehr teuer.(Quelle: NZZ, 29.2.08)
Kommentar: Das Thema Alkoholprävention wird nicht berührt. Diese Form von Prävention könnte sogar Geld einbringen, der Erfolg wäre offensichtlich. Leserbrief
01.03.2008

 


08.03.2008

Suva: «Alkohol hat kaum Einfluss auf Schneesportunfälle», aber die Meinungen sind geteilt.

Sport und Alkohol gehören nicht zusammen – darin sind sich die meisten einig. Doch ob Alkohol auf den Skipisten ein Problem ist und ob betrunkene Skifahrer häufiger in Schneesportunfälle verwickelt sind, darüber herrscht Uneinigkeit – auch mangels statistischer Erhebungen. Trotzdem wird heftig argumentiert.
 (Quelle: Google Alkohol Alert, 19.2.08)             Jungfrau-Zeitung, 29.2.08

01.03.2008
Der Bundesrat reagiert auf die gestern veröffentlichte Untersuchung der SFA mit einer Agenturmeldung. Die Medien melden, der Bundesrat werde sich noch dieses Jahr mit dem NPA (Nationales Programm Alkohol) befassen, das vom BAG federführend in seinem Auftrag erstellt worden ist. Sein Schwerpunkt liegt auf der Bekämpfung des Jugend-Alkoholismus. (Quellen: Tages-Anzeiger, NZZ, Radio DRS1, 29.2.08)
Kommentar: Damit sagt er nichts Neues. Aber vielleicht fasst das BAG mit der Untersuchung im Rücken Mut, wirksame Massnahmen zu fordern. Die Gefahr besteht allerdings, dass mit der Fokussierung auf die Jugendlichen der gesamtgesellschaftliche Zusammenhang verloren geht oder bewusst unterdrückt wird.
29.02.2008
Zürich hat einen zweiten 24-Stundenshop - an der Langstrasse. Der Inhaber will noch expandieren: ans Bellevue, nach Zürich-West und Örlikon. Er brüstet sich mit einem reichhaltigen Alkoholika-Sortiment. (Quelle: Zürcher Oberländer, 27.2.08)   
Kommentar: Nach den Tankstellenshops nun noch näher an die Szene mit dem Stoff. Wann kommt das Verursacherprinzip? Für die halbseitige Gratis(?)-Reklame der Zeitung wird er dankbar sein.  Leserbrief, 27.2.08
27.02.2008
Jugendliche Betrunkene in der Notaufnahme im Zürcher Oberland Im Spital Uster seien es immer noch mehrheitlich Erwachsene, ein bis zweimal monatlich auch Jugendliche, die wegen übermässigem Alkoholkonsum eingeliefert würden. Im Spital Wetzikon stelle man klar eine Zunahme der eingelieferten Jugendlichen fest. Die Co-Leiterin der Zürcher Fachstelle zur Prävention des Alkohol- und Medikamentenmissbrauchs stellt eine Zunahme des Rauschtrinkens von Jugendlichen fest und diese würden immer jünger. (Quelle: Zürcher Oberländer, 27.2.08) 27.02.2008
Die StimmbürgerInnen der Stadt Chur bewilligen das schärfste Polizeigesetz der Schweiz. Es wurde mit 5051 zu 3435 Stimmen angenommen (60% ja). Die Stimmbeteiligung erreichte 38,29%. Die umstrittenste neue Regelung betrifft ein Verbot, zwischen 0.30 und 7.00 Uhr auf öffentlichem Grund Alkohol zu konsumieren. Fehlbare zahlen an Ort Fr. 50.-- Busse. (Quelle: Tages-Anzeiger, 25.2.08, NZZ, 25.2.08
Kommentar: Wir berichteten hier am 30.1.08. Alkoholfreie Zonen gibt es bereits in vielen ausländischen Städten von Deutschland bis Neuseeland, auch tagsüber. Ob eine Verlagerung in private Räume stattfinden wird, muss abgewartet werden. Einen gewissen eindämmenden Effekt wird die Massnahme trotzdem haben. Die Gefahr besteht, dass es bei Politikern bewirkt: "Aus den Augen - aus dem Sinn". Es ist deshalb verständlich, wenn Fachleute meinen, mehr Prävention wäre besser. Nur müsste man dann auch den Mut haben zu sagen welche Prävention.
25.02.2008
In Winterthur: Trinken und Dealen Der Stadtrat will endlich handeln. Der Musikpavillon, seit Jahren der Alkitreff, der nun noch zum Heroin-Handelsort geworden ist, soll mehr Polizeipräsenz erhalten. Für März stellt er ein Massnahmepaket in Aussicht.  (Quelle: Tages-Anzeiger, 19.2.08) 20.02.2008
Der Tages-Anzeiger titelt: "Besoffene und Babys auf dem Schlitten." "Alpine und voralpine Spitäler bemerken, dass Nachtschlitteln populärer wird - auch weil vor dem Schlittelplausch of noch ein Fondue mit Weisswein und Kirsch oder eine fröhliche Trinkrunde ohne Essen auf dem Programm steht. Alkohol spielt bei Schlittelunfällen eine grosse Rolle, sagt Christian Ryf, Chefchirurg im Spital Davos." (Quelle: Tages-Anzeiger, 20.2.08) 20.02.2008
Neue Unfallstatistik der BfU Mehr Tote und Schwerverletzte auf Schweizer Strassen. Immer noch rückläufig ist dagegen die Zahl der Toten wegen Alkoholeinfluss. (Quelle: NZZ, 20.2.08)
Kommentar: Dass der starke Rückgang nach der Einführung der 0,5 Promillegrenze immer noch gehalten werden kann, ist ein sehr positives Ergebnis.
20.02.2008
Ergebnisse einer Maturaarbeit
Cannabis und Alkohol an der Mittelschule im Kt. Uri
Neun von 234 Schülerinnen und Schülern des Kollegis trinken nie Alkohol. 16 Prozent hatten schon mehrmals einen Vollrausch, und ein Drittel kifft mehr oder weniger regelmässig. (Quelle: Google Alkohol Alert, 19.2.08)  Urner Wochenblatt 20.02.2008
Ladenbesitzer um den Letzigrund in Zürich prüfen Rekurs gegen Alkoholverbot bei Fussballspielen. Die Polizei meldet, dank der Massnahme sei die Gewalt zurückgegangen. Nun wollen die Ladenbesitzer das polizeiliche Verbot, das auf schwachen Füssen stehe, möglicherweise bekämpfen. (Quelle: Tages-Anzeiger, 16.2.08) 18.02.2008
Stadt und Suchthilfe St. Gallen für Einschränkung des Alkoholverkaufs

Die SBB haben den Verkauf von Alkohol eingeschränkt. Nun wird eine solche Regelung für die ganze Stadt gefordert. Die Gegner bezweifeln aber eine positive Wirkung. (Quelle: Google Alkohol Alert, 11.2.08)  St. Galler Tagblatt, 11.2.08
Kommentar: Die Alkoholwirtschaft ist natürlich gegen jede Verbesserung. Es geht um ihr Geld. D.h. alle Massnahmen, die sie ablehnen, müssen ergriffen werden.

12.02.2008
Heute abend in Radio DRS 1 Doppelpunkt Doppelpunkt live: Bier, Whisky-Cola oder Wodka? Jugendliche im Rausch! Eine Diskussionsrunde mit Fachleuten, Jugendlichen und Publikum. Do. 7.2.08, 20.03 Uhr, Wiederholung: Fr. 8.2.08, DRS 2, 15.00 Uhr    Hier unser Kommentar 07.02.2008
Der Infoset Newsletter Februar 2008 ist da. Informationen zu allen Suchtformen, Schweiz und etwas Ausland.
Newsletter abonnieren
06.02.2008
Faktenblätter zu Alkohol: Auf den Seiten des (BAG) Bundesamts für Gesundheit Neu folgende Faktenblätter zum Thema Alkohol: Kinder und Jugendliche (pdf, 3S., 34Kb), Alkohol und Gewalt (pdf, 4S., 35Kb) und Unfälle und Verletzungen (pdf, 3S., 33Kb). (Quelle: Infoset Newsletter Februar 08) 06.02.2008
Weitere Stellungnahmen zum NPA. (Quelle: Infoset Newsletter Februar 08) •S•S•A•M•  Schweizerische Gesellschaft für Suchtmedizin

Fachverband Sucht

06.02.2008
Am Rande der Solothurner Filmtage betonte BAK-Direktor Jean-Frédéric Jauslin die Bedeutung einer Beteiligung der Schweiz am Media-Abkommen mit der EU.   (Quelle: Google Alkohol Alert, 1.2.08) Das Parlament hat den Bundesrat im Dezember beauftragt, erneut über das Media-Abkommen mit der Europäischen Union zu verhandeln, um die schweizerischen TV-Werbeverbote für Alkohol, Politik und Religion zu retten. Die Gespräche über die Beteiligung der Schweiz an diesem Abkommen nach 2010 drohten "sehr heikel" zu werden, erklärte BAK-Direktor Jean-Frédéric Jauslin am Freitag in Solothurn. Bundespräsident Pascal Couchepin will das Thema am Rande der Berlinale im Februar bei einem Treffen mit der deutschen Bundeskanzlerin Angela Merkel erörtern.  swissinfo, 25.1.08  Tages-Anzeiger, 25.1.08    siehe u/Briefe an ... 04.02.2008
Die Bündner Regierung unterstützt das Nationale Programm Alkohol 2008-2012.
(Quelle: Google Alkohol Alert, 31.1.08) 
Der Alkoholmissbrauch sei eines der grössten sozial-medizinischen Probleme, teilte die Regierung am Donnerstag mit. In der Vernehmlassung gibt die Exekutive allerdings zu bedenken, die Schwierigkeit des sehr umfassenden Massnahmenkatalohttp://www.ssam.ch/?download=NPA SSAM Stellungnahme.pdfges liege darin, auf Probleme zu reagieren, ohne neue Eingriffe in die persönliche Freiheit und in die freie Marktwirtschaft vorzunehmen.
Volksblatt Liechtenstein, 31.1.08
04.02.2008
Repräsentative Umfrage des "SonntagsBlick": Alkohol nur an über 18-Jährige.

(Quelle: Google Alkohol Alert, 3.2.08) 

Den Alkoholmissbrauch von Jugendlichen halten 89 % der Befragten für ein "beträchtliches" bis "sehr grosses" Problem. Eine Mehrheit ist für die Anhebung der Alterslimite 16 um zwei Jahre. Eine härtere Bestrafung der Ladenbesitzer, die Alkohol illegal an Jugendliche abgeben, halten 81 % für eine taugliche Massnahme. Den eingeschränkten Verkauf am Abend halten hingegen 58 % für untauglich.
News search.ch, 3.2.08
Kommentar: Das Trinkverhalten der Erwachsenen darf nicht tangiert werden. Das schlechte Vorbild soll bleiben.
04.02.2008
SVP will Rauschtrinker zur Kasse bitten.
Zu diesem Zweck plant die Partei in der Frühlingssession einen Vorstoss im Parlament. Laut Nationalrat Toni Bortoluzzi sind die zentralen Forderungen bereits klar. Nicht die Krankenkasse soll künftig bezahlen, wenn "einer wegen missbräuchlichen Alkoholkonsums ins Spital eingeliefert werden muss", sondern der Betroffene und die Eltern. Das gelte auch bei Sachbeschädigungen im Rausch. Den genauen Inhalt der Motion wolle die SVP nächste Woche definieren, hiess es. (Quelle: News search.ch, 3.2.08  SonntagsBlick, 2.2.08
Kommentar: Nun kommt Bewegung in die Sache. Das NPA beginnt zu wirken.
Die Kommentare im SonntagsBlick online sind durchwegs positiv.
04.02.2008
Schlägereien und Alkohol-Unfälle zum Fasnachts-Auftakt
(Quelle: Google Alkohol Alert, 3.2.08) 

Die erste Fasnachts-Nacht dieses Jahres verlief im Baselbiet recht turbulent: Zwischen gestern Samstag und heute Sonntagmorgen leistete die Polizei im unteren Kantonsteil mehrere Dutzend Einsätze. Es kam – meist unter Alkoholeinfluss - zu mehreren Schlägereien und alkoholbedingten Verkehrsunfällen. Ernsthaft verletzt wurde niemand.  Onlinereports News, 3.2.08
Kommentar: Diese Meldung als Beispiel unter vielen.

04.02.2008
Die Eidg. Alkoholverwaltung erhält neuen Chef. Direktor Lucien Erard, der sein Amt mit grossem Engagement ausgeführt hat, geht in Pension. Nachfolger werde Alexandre Schmidt, bisher persönlicher Mitarbeiter von Bundesrat Merz. Wir wünschen Lucien Erard einen zukunftsorientierten, angenehmen Ruhestand bei guter Gesundheit mit viel Zeit für Liegengebliebenes. (Quelle: Tages-Anzeiger, 31.1.08) 31.01.2008
Im Kassensturz vom 29.1.08 wurde das nächtliche Alkoholverkaufsverbot diskutiert. CVP-Ständerat und Alkohol-Lobbyist Frick stand der Geschäftsführer der Suchtfachleute, Theunert, gegenüber. Frick polterte wie gewohnt über Verbotsgesellschaft, Theunert hielt mit Fakten dagegen und verwies auf das Modell Genf, wo die Regelung bereits besteht.
Kassensturz Homepage    U/Kommentar bei Leserbriefen
31.01.2008
"Bieridee der Stadt Zürich" titelt heute der Ktipp zum Carlsberg-Tram Euro08.

"Mit einem Euro-08-Tram werben die Verkehrsbetriebe Zürich (VBZ) prominent für Carlsberg-Bier. Angeblich die alkoholfreie Variante. Nur: In den Läden findet man dieses Produkt kaum." "Die VBZ sehen ihre Grundsätze mit dem Carlsberg-Tram nicht verletzt: «Es wird für ein nicht-alkoholisches Produkt geworben. Deshalb verstossen wir nicht gegen unsere Geschäftsbedingungen», erklärt Nicolas Adolph von den VBZ."   (Quelle: Ktipp, 30.1.08) (evtl. nur für Abonnenten und Käufer)
Kommentar: Es gibt auch ein Gesetz gegen den unlauteren Wettbewerb. Konsumenten-Organisationen könnten damit klagen. Dazu die Kommission für Lauterkeit in der Werbung. Im Ktipp-Artikel werden wir zitiert und es findet sich ein Link auf unsere Webseite. (online). siehe Interventionen, 16.1.08

30.01.2008
In Chur wird über das strngste Polizeigesetz der Schweiz abgestimmt.

Z.B.: Wer zwischen 0.30 und 07.00 Uhr  im Freien Alkohol konsumiert, soll 50 Franken Busse zahlen. Im Visier stehen junge Rauschtrinker. Der Gemeinderat hat das Gesetz im Herbst mit 14:7 Stimmen angenommen. (Quelle: Tages-Anzeiger, 29.1.08)

30.01.2008
Analyse der Rückfallquoten durch das Bundesamt für Statistik. Bei Alkohol am Steuer betrage sie etwa 10% innerhalb von drei Jahren. Nach Diebstahl (20%) ist das mit Drogenhandel (auch 10%) ein Spitzenplatz.
Kommentar: Bei einer Kontrolldichte von nur 6% können sich auch Ersttäter darauf verlassen, kaum mehr ein 2. Mal erwischt zu werden.
29.01.2008
Kein Alkohol über die Gasse ab 22 Uhr auf SBB-Bahnhöfen. Ab 1.4.08 mit Toleranzfrist bis Ende Mai soll auf den SBB Bahnhöfen kein Alkohol mehr über die Gasse verkauft werden. Das sei Jugendschutz und soll Saufparties nach Sportanlässen verhindern. Die Zahl der betroffenen Läden sei gering. Nur 20 Läden im ganzen Land müssten umstellen. Die meisten seien schon vor 22 Uhr geschlossen. Die SBB und ihre Geschäftspartner hätten sofort handeln wollen, sagte SBB-Sprecher Scherz. Deshalb habe man sich vorläufig einmal auf 22 Uhr festgelegt. Strengere gesetzliche Vorgaben würden berücksichtigt. Die Rhätische Bahn (RhB) und die BLS AG sind von der Neuregelung der SBB nicht betroffen. Auf Arealen von RhB-Bahnhöfen befänden sich keine Verkaufsgeschäfte, und die Kioskbetriebe seien um 22 Uhr bereits geschlossen, sagte Mediensprecher Peider Härtli auf Anfrage. Das gleiche sei bei der BLS der Fall, sagte ein Sprecher. (Quelle: Tages-Anzeiger, 29.1.08)        20minuten, 28.1.08         Basler Zeitung online, 28.1.08 
Kommentar: Wie die BAZ berichtet, scheint es doch keine Flucht nach vorne zu sein, um den NPA auszuhebeln. Offenbar sind die Geschäfte gar nicht abgeneigt.
29.01.2008
Der Zürcher Stadtrat beantwortet eine dringliche Interpellation betr. Alkohol-ausschank bei Hochrisiko-Spielen.

Dringliche Interpellation von Hans Bachmann betreffend Fussball-Europameisterschaft 2008, Verbot von Alkoholausschank in Speisegaststätten. Der Stadtrat hält an seinen Massnahmen fest und sagt, sie hätten sich bewährt.
(Quelle: 20Minuten, 28.1.08)  Protokoll des Stadtrates, 24.1.08 (unten)

28.01.2008
Mäuderball in Einsiedeln mit übermässig viel Alkohol.

(Quelle: Google Alkohol Alert, 27.1.08) 

polizeinews.ch, 26.1.08

Die Polizei hatte einiges zu tun. Mehr als zweitausend Ausgehfreudige, vorwiegend junge Personen, besuchten am Freitagabend, 25. Januar 2008, den Mäuderball in Einsiedeln. Der Bezirksrat hatte mehr als einem Dutzend Gastgewerbebetrieben eine Verlängerung der Öffnungszeit bis morgens um 4 Uhr bewilligt. Der Mäuderball brachte nicht nur gute Stimmung und fantasievolle Fasnachtskostüme, sondern mit zunehmendem Alkoholgenuss auch Sachbeschädigungen, Nachtruhestörungen, Pöbeleien und Schlägereien. Ein privater Sicherheitsdienst und die Polizei standen im Einsatz und hatten reichlich zu tun.
27.01.2008
"Ausgangssperren und verordnete Abstinenz" titelt die NZZ heute polemisch. In der ersten grösseren Stellungnahme zum neuen Nationalen Programm Alkohol gibt die NZZ einen Überblick und beleuchtet einzelne Massnahmen zum Jugendschutz im NPA und bei den Kantonen. (Quelle: NZZ, 26.1.08)
Kommentar: Es ist verdienstvoll, dass die NZZ den Anfang einer öffentlichen Diskussion einleitet, die hoffentlich weitergeht. Wir werden einen Leserbrief beitragen.
26.01.2008
Grenzwächter erhalten Polizeikompetenzen für Alkoholkontrollen. Die Grenzwächter dürfen neu auch verdachtsfreie Alkoholkontrollen durchführen, beim Grenzübertritt und im Grenzraum. Sie werden speziell ausgebildet und erhalten die Messgeräte. (Quelle: Tages-Anzeiger, 24.1.08) 24.01.2008
Testkäufe in Kriens, LU als Abschlussarbeit von fünf Sekundarschülerinnen.
(Quelle: Tages-Anzeiger, 24.1.08)
30 von 36 Betrieben verkauften den 15-Jährigen Alkohol. Sie bezahlen Fr. 200.-- Busse plus Verfahrenskosten. Die Urteile sind rechtskräftig, 2 Fälle noch pendent.

Kommentar: Die Bussen sollten die Mädchen für die Klassenkasse erhalten, das wäre nachhaltige Prävention.
24.01.2008
Verbindliche Preisvorgaben der Stadt Zürich für die Euro08. Ein halber Liter Mineral soll Fr. 5.-- kosten, die gleiche Menge Bier Fr. 6.--. In der Fan-Zone am Bellevue darf bis 24.00 Uhr ausgeschenkt werden, in den Fan-Meilen bis 01.00 Uhr, am rechten Seeufer bis 24.00 Uhr. (Quellen: Tages-Anzeiger, NZZ, 24.1.08)
Kommentar: Was die übrigen alkoholfreien Getränke kosten, ist damit nicht bestimmt. Das Gastgewerbegesetz schreibt vor: "Alkoholführende Gastwirtschaften haben eine Auswahl alkoholfreier Getränke nicht teurer anzubieten als das billigste alkoholhaltige Getränk in der gleichen Menge."
24.01.2008
Nationales Programm Alkohol NPA Unser ausführlicher Kommentar zu den bekanntgewordenen Kritiken im Rahmen der eben zu Ende gegangenen Vernehmlassung. 23.01.2008
Jugendschutz/Alkoholpolitik in Volketswil, ZH Alkoholtestkäufe, obwohl sie positiv gewirkt haben, würden nur vom eigentlichen Problem ablenken. Jugendalkoholismus sei ein Problem der ganzen Gesellschaft.
(Quelle: Tages-Anzeiger, 22.1.08)   Leider nicht online.  Leserbrief vom 23.1.08
Kommentar: Wie überall haben sie auch in Volketswil Mühe, das Alkoholproblem in seiner ganzen Dimension zu erkennen und die richtigen Schlüsse zu ziehen.
23.01.2008
Im neuen Gesundheitsgesetz des Kt. Zürich soll die Weitergabe von Alkohol an Jugendliche strafbar werden.

Da wird eine Gesetzeslücke geschlossen: Der Kauf von Alkohol für Jugendliche wird im Kanton Zürich bald mit Bussen bis zu 50 000 Franken geahndet. «Die Abgabe von Alkohol an Personen unter 16 Jahren oder gebrannten Wassern an Personen unter 18 Jahren ist auch dann verboten, wenn sie kostenlos erfolgt und kann mit einer Busse geahndet werden», bestätigt Roland Stähli, Präventionsbeauftragter des Kantons Zürich. (Quelle: 20minuten, 22.1.08)
Kommentar: Ein kleines aber nötiges Schrittchen in der richtigen Richtung. Werden aber auch die nötigen Mittel für die Durchsetzung bereitgestellt? Sonst haben wir einen neuen Papiertiger, eine Alibiübung. Eine nationale Lösung wäre natürlich noch besser.

22.01.2008
Die Presse berichtet über das Ergebnis der Vernehmlassung zum NAP (Nationales Programm Alkohol) Der Tages-Anzeiger berichtet in der Druckausgabe wenig, online aber ausführlich.
Selbstverständlich sind der Bürgerblock der Parteien und die Alkoholwirtschaft dagegen und die Suchtfachleute dafür. Dass mindestens einige Kantone das NPA begrüssen, wird eigenartigerweise nicht erwähnt. (Quellen: Tages-Anzeiger, 22.1.08)  Basler Zeitung online, 21.1.08      espace.ch, 22.1.08 ausführlich mit Quellen, die unkontrolliert (auch falsche) wiedergegeben werden.   (ausführlicher Kommentar zu den Kommentaren, 23.1.08.)
22.01.2008

 

 

23.01.2008

Winterthurer Stadtrat will Szene mehr kontrollieren. An seiner dreitägigen Klausurtagung beschloss der Stadtrat, die Süchtigen beim Musikpavillon polizeilich öfter zu kontrollieren. Die Situation habe sich verschärft und sei unhaltbar. (Quelle: Tages-Anzeiger, 21.1.08) 21.01.2008
Der Regierungsrat des Kantons Bern begrüsst das nationale Programm Alkohol 2008-2012. Diese Vorgabe gibt einen Überblick über die politischen Ziele im Zusammenhang mit Alkohol. (Quelle: espace.ch, 18.1.08
Kommentar: Die Stellungnahme des Kt. Bern ist zu begrüssen. Es ist zu hoffen, dass die Berner Parlamentarier auch die notwendigen wirklich wirksamen Massnahmen unterstützen werden. Alibiübungen hatten wir schon genug.
18.01.2008
Zwölf Nidwaldner Detaillisten werden keinen Alkohol mehr an Minderjährige verkaufen.
Aus Überzeugung und weil es das Personal entlastet. Mit einem Brief sind Detaillisten im Dezember aufgefordert worden, Alkohol nur noch an 18-Jährige und Ältere zu verkaufen. Verschickt haben ihn zehn Nidwaldner Gemeinden, die sich in der Alkoholprävention unter dem Begriff «Gemeinden handeln» zusammengetan haben. Engelberg folgt noch. Die Geschäftsführer von zwölf Läden haben bis jetzt eine Vereinbarung unterzeichnet.  (Quelle: Google Alkohol Alert, 17.1.08) 
ZISCH, Neue Nidwaldner Zeitung online, 17.1.08
17.01.2008
Carlsberg Bier-Werbung auf Trams in Zürich Vier Trams wurden zur Euro08 umgespritzt und werben für Sponsoren, darunter für Carlsberg Bier. Ganz klein steht unter Carlsberg: "non alcoholic". Von weitem ist nur das grüne Carlsberg-Tram zu erkennen. Der gewünschte Effekt ist klar. Welches Bier dann verkauft wird, müsste untersucht werden. Die städtische VBZ unterläuft damit ihren Grundsatz: Keine Alkoholwerbung. (Quelle: Tages-Anzeiger, 16.1.08)  VBZ.ch
siehe auch Interventionen, 16.01.08    Leserbrief, 18.1.08
16.01.2008
Der Regierungsrat des Kantons Schaffhausen sagt Ja zu Nationalen Programmen Alkohol sowie Ernährung und Bewegung Der Regierungsrat begrüsst grundsätzlich die vom Bundesamt für Gesundheit ausgearbeiteten Programme Alkohol sowie Ernährung und Bewegung 2008 - 2012. … Die Regierung spricht sich beim Programm Alkohol für eine Priorisierung auf Massnahmen für Schule und Elternhaus aus. Die Massnahmen sollten auf durchsetzbaren gesetzlichen Regelungen basieren. Weiter verlangt der Regierungsrat, dass der Bund eine Koordinationsrolle übernimmt und die Kantone finanziell unterstützt. (Quelle: Google Alkohol Alert, 13.1.08) Medienmitteilung, 8.1.08
Kommentar: Schwergewicht auf Schule und Elternhaus - sieht wie Alibiübung aus.
13.01.2008
Die NZZ geht sehr kritisch auf den Verhaltenskodex der Presse ein. Unter dem Titel "147 Keuschheitsgelübde" heisst es, "Der Verhaltenskodex für "saubere" Medien fördert Heuchelei". (Quelle: NZZ,11.1.08)
Kommentar: So deutlich hat es nicht einmal J.-M. Büttner vom Tages-Anzeiger geschrieben. Es entspricht vollkommen unserer Erfahrung mit unserer Beschwerde beim Presserat.   (siehe Neustes Zitate auf der Homepage)
11.01.2008
Der neue Präsident des Schweizer Presserates im Interview mit der NZZ. Er ist für die Mitgliedschaft der Verleger im Verband, damit er von allen Akteuren der Medienbranche getragen werde. Er will die Öffentlichkeitsarbeit verbessern, die Sitzungen des Presserates sollen mit der Zeit öffentlich werden und den "Röschtigraben" zwischen welscher und deutschsprachiger Presse möchte er überwinden helfen. (Quelle: NZZ,11.1.08) 11.01.2008
Alkohol, Gewalt und Ausländer: Guy Morin, der baselstädtische Justizdirektor,  bricht mehr als ein Tabu.

"Gegen "Verbots-Gesellschaft": Anders als seine freisinnige Baselbieter Amtskollegin Sabine Pegoraro will der grüne Basler Justizdirektor keine verschärften Alkoholverbote für Minderjährige. Mehr gesellschaftliche Verantwortung statt Augenwischerei mit nicht vollziehbaren Gesetzen sind seine Ansätze gegen die zunehmende Verrohung von Jugendlichen. (Quelle: Google Alkohol Alert, 11.1.08)

Online reports, 10.1.08
Kommentar: Wo sind die Politiker, welche die gesellschaftliche Verantwortung voranbringen? Damit Gesetze vollzogen werden können, braucht es oft zusätzliche Mittel, die von den Politikern nicht bereitgestellt werden. Nachträglich diese Gesetze als nicht vollziehbar auszublenden ist wahrlich Augenwischerei. (siehe auch Leserbrief dazu)

11.01.2008
Der Kanton Basel-Land gibt ein revidiertes Gastgewerbegesetz mit verschärftem Jugendschutz in die Vernehmlassung.

 

 

                     

Die Baselbieter Regierung will schärfer gegen den Alkoholverkauf an Jugendliche vorgehen. Die Altersgrenze soll auf 18 Jahre erhöht, die private Weitergabe an Jugendliche strafbar und der Bier- und Weinverkauf generell wieder bewilligungspflichtig werden. Die Massnahmen sollen mit einer Revision des kantonalen Gastgewerbegesetzes umgesetzt werden, die die Regierung am Mittwoch in die Vernehmlassung gegeben hat. Der Konsum von Alkohol ist und bleibe legal, sagte Justiz- und Polizeidirektorin Sabine Pegoraro vor den Medien; verringert werden solle aber dessen Verfügbarkeit für Jugendliche. (Quelle: Basler Zeitung online, 9.1.08 Gegenüberstellung des bisherigen und des neuen Rechts
Vorlage Regierungsrat an Landrat, Nov. 07     20Minuten, 10.1.08
Ein uns zugestellter Vernehmlassungs-Beitrag (pdf)
09.01.2008

 

 

 

 

29.01.2008

Nicht mehr angetrunkene Autofahrer seit Promillesenkung in der Schweiz.

 

Seit der Senkung der Blutalkoholgrenzwertes von 0,8 auf 0,5 Promille Anfang 2005 sind in der Schweiz anteilsmässig nicht mehr angetrunkene Autofahrer erwischt worden. Allerdings haben die Polizeien seither bedeutend mehr kontrolliert.
Mehr als ein Drittel aller Autofahrerinnen und -fahrer, die von der Polizei angehalten wurden, mussten im Juni 2005 für eine Alkoholkontrolle ins Röhrchen blasen, wie das Bundesamt für Statistik (BFS) mitteilte. Im Juni 2007 wurden erneut 16 Prozent mehr Tests durchgeführt. (Quelle: Basler Zeitung online, 8.1.07) Der prozentuale Anteil der jährlich kontrollierten Fahrzeuglenkenden in der Schweiz wird auf rund 6 Prozent geschätzt. Zum Vergleich: 2004 betrug dieser Anteil in Frankreich 14 Prozent und in Finnland sogar 35 Prozent. Medienmitteilung Bundesamt für Statistik, 8.1.07 (pdf)   Leserbriefe, 9.1.08
Kommentar: Erhofft wurde ein Rückgang, befürchtet eine Zunahme. Soll man nun zufrieden sein? Die Chance, kontrolliert zu werden, ist immer noch zu klein. (siehe Homepage Top aktuell, 9.1.07 und Interventionen, 9.1.07)
08.01.2008
ex press – Hauszeitschrift der Klinik Südhang: "Alkohol am Steuer".  Vierteljährlich erscheinende Zeitschrift der Klinik Südhang. Der ungekürzte Artikel: "Fahren in angetrunkenem Zustand: Die Ambivalenz des Therapeuten" (Quelle: Infoset Newsletter Januar 2008) 06.01.2008
Alkoholprävention an der Fussball-Europameisterschaft EURO 2008.

(Quelle: Infoset Newsletter Januar 2008)

Eine Gruppe von Präventionsfachstellen hat gemeinsam Hilfsmittel erarbeitet, die im Rahmen der EURO 2008 einen Beitrag zur Prävention von alkoholbedingten Problemen und zum Jugendschutz leisten sollen. Das Leitbild "Alkoholprävention im Rahmen der UEFA EURO 2008", Empfehlungen für Präventionsmassnahmen und diverse Materialien sind auf den Seiten der Schweizerischen Fachstelle für Alkohol und andere Drogenprobleme (SFA) erhältlich. Die Suchtpräventionsstelle Zürcher Oberland bietet eine Checkliste (pdf, 2S., 102Kb) für Bewilligungsbehörden und Festveranstalter zur Sicherstellung des Jugendschutzes an. 06.01.2008
Broschüre "Alkohol - wie viel ist zu viel?" und "Promille Tabelle"
(Quelle:
Infoset Newsletter Januar 2008)
Die Broschüre "Alkohol - wie viel ist zu viel?" wurde neu in diverse Sprachen übersetzt: spanisch, portugiesisch, türkisch, bosnisch/kroatisch/serbisch und tamilisch. Sie kann in der jeweiligen Sprache gratis bestellt und/oder heruntergeladen werden. Die Promilletabelle wurde ebenfalls in die genannten Sprachen übersetzt. Beides ist auf den Seiten der Schweizerischen Fachstelle für Alkohol- und andere Drogenprobleme (SFA) erhältlich. 06.01.2008
Der Infoset Newsletter Januar 2008 ist erschienen. Informationen zu allen Suchtformen vor allem aus der Schweiz.
Link zur Bestellung
06.01.2008
"Betrunken auf Kosten der Prämienzahler" titelt der Tages-Anzeiger gross auf Seite 3 am 4.1.08

"Alkoholexzesse, Schlägereien, Skiunfälle: Das sind die negativen Seiten der Silvestertage. Eines haben sie gemeinsam: Die Rechnung bezahlt die Allgemeinheit.
Für sie gab es keine Ferien: Polizei, Sanitäter, Rega-Piloten und Ärzte standen über die Feiertage im Dauereinsatz. Sie mussten die negativen Folgen des Silvesters bewältigen: Schlägereien schlichten, Betrunkene zusammenlesen, Verunfallte von den Skipisten fliegen. In den Spitälern dann flickten die Ärzte alle wieder zusammen." Die Krankenkassen zahlen, die Unfallversicherung deckt sogar alles, nur beim Unfall-Taggeld kann Regress genommen werden.
Kommentar: Wahrscheinlich erstmals ein recherchierter Artikel zu diesem Thema. Vielleicht auf Grund meines heute erschienen Leserbriefs oder gestrigen Kommentars? Jetzt kommt die nächste Frage: Wer ändert das System? Soweit wird (noch) nicht gefragt. Trotzdem, man dankt.    Siehe Leserbrief

04.01.2008
Die NZZ thematisiert die Euro08 mit einer Artikelreihe Heute über die "visuelle Allgegenwart der Fussball-Europameisterschaft 2008 im öffentlichen Raum." Mit gewaltigen Werbeanstrengungen ist zu rechnen. Auch für Alkohol.  (Quelle: NZZ, 3.1.08)  Trotz vohandenem Dossier Euro08 nicht online
Kommentar: Auch die UEFA will mit Alkohol verdienen, nachdem sich die FIFA an der WM schon nicht davon abhalten liess.
03.01.2008
Eine Reportage über den Alkoholkonsum an Silvester in Bern verbindet der Tages-Anzeiger mit einer Studie über die Zahl von Alkoholvergiftungen im Inselspital Bern. Während Hans Marty, Leitender Arzt des medizinischen Notfalls berichtet, es hätte keine Alkoholvergiftungen im Inselspital in der Silvesternacht gegeben, wundert das den Leiter des Ambulanz-Notfallzentrums, Mischler: "Wir hatten viele Einsätze wegen Alkohols. Dort (im Inselspital) wollte man keine Patienten aufnehmen, weil man voll sei." Deshalb habe man die Fälle auf die anderen Berner Spitäler verteilen müssen. (Quelle: Tages-Anzeiger, 3.1.08) (leider nicht online)
Kommentar: Somit ist klar: Wenn die Studie nicht alle Berner Spitäler umfasst, ist sie wertlos und suggeriert Harmlosigkeit des Problems. Wer hat ein Interesse daran? Und wann kommt ein Journalist oder eine Redaktion darauf, solche und andere Fragen, die der Artikel nahelegt, selber zu stellen?
03.01.2008
Die Nachfrage nach Nez Rouge war leicht rückläufig Im Rahmen der Aktion Nez Rouge sind über die Feiertage 3,2 % weniger Leute als 2006/2007 nach Hause gebracht worden. Die Organisatoren sehen darin Anzeichen für ein Umdenken. (Quelle: Google Alkohol Alert, 3.1.08)    Bieler Tagblatt online, 2.1.08 03.01.2008

   Homepage                       Aktuell 2007            2006            2005               2004           2003        2002         2001 

Letzte Bearbeitung: 30.12.2008

 

 

Inhaltsverzeichnis 

Entwicklungen der schweizerischen Alkoholpolitik der letzten Jahre anhand von Leserbriefen

Aktuell

Hinweise für Unterrichtende

Ihre Meinung interressiert uns

Links zu Fachleuten und Institutionen

Internationales

Briefe an ....

Die Lobby-Arbeit der globalen Alkoholindustrie

Veranstaltungen

Parlamentsdebatten

Zitatensammlung

Newsletter

Forschungsergebnisse

Archiv

English Texts      

Dossiers: Suchtmittelwerbung; Alcopops; Absinth; WTO - GATS; Alkoholkonsum Jugendlicher; Alkohol und Verkehr /  Drink Driving; Wein (Alkohol) sei (mässig genossen) gesund; Sport und Alkohol; Strukturelle Prävention; NPA (Nationales Programm Alkohol); botellón

Geschichten

Interventionen

Wir über uns

Projekt-Idee     Project in English


Herausgeber/Editor:

Hermann T. Meyer, Projekte und Dienstleistungen, Lindenstr. 32, CH-8307 Effretikon, Switzerland, 
Tel. +41 (0)52 343 58 75, Fax: +41 (0)52 343 59 29    e-mail

Copyright © 2001-2008: Hermann T. Meyer. Alle Rechte vorbehalten. Unsere eigenen Texte dürfen gerne unter Quellenangabe übernommen und weiterverbreitet werden. Fremde Texte entsprechen nicht unbedingt unserer eigenen Auffassung.

All rights reserved. Our own texts may be copied and distributed with stating the source. Texts from other sources do not necessarily represent our views.

Stand: 03.01.2009