Ab 24.1.08 werden alle Informationen über Regierungstätigkeiten in
Legislative, deren Kommissionen und Exekutive auf der
Seite "Parlamente" aufgeführt.
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Thema |
Kommentar/Details |
Datum |
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Der Bundesrat beantwortete die Interpellation von NR
Donzé Walter. |
08.3473 - Interpellation
Massenbesäufnisse
"Botellón".
Strategie des Bundes Einreichungsdatum
17.09.2008. Der Interpellant erklärte sich
befriedigt. |
27.12.2008 |
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Nationalrätin Jacqueline Fehr befragte den Bundesrat betr.
Media-Abkommen EU-CH |
Wintersession 2008 - Zehnte Sitzung
- 15.12.08-14h30
 08.5428 Fragestunde.
 Einreichungsdatum
15.12.08.
Bundesrätin
Calmy-Rey
Micheline, antwortete. |
27.12.2008 |
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Der Bund verbietet 24-Stunden-Tankstellenshops. |
Die Tankstellenshops im Kanton Zürich
müssen nächstes Jahr am Morgen früh zwischen 1 und 5 Uhr
schliessen. Der Grund: Die Angestellten dürfen dann
gemäss Gesetz nicht arbeiten. (Quelle:
Tages-Anzeiger online, 14.12.08
Kommentar: Es wäre interessant zu erfahren, wie
sich die Regelung aufs Alkoholgeschäft auswirkt. |
26.12.2008 |
Die Whiskey-Lobby ist heute wieder im Schweizer Fernsehen.
siehe Interventionen |
Nachdem erst am 12.12.08 eine grössere Sequenz über
Whiskey in der Sendung 10 vor 10 gesendet wurde, kommt
heute um 18.00 auf SFzwei in Presse TV in der Sendung
cash ein längerer Beitrag "Schweizer Whisky".
Kommentar: Es scheint, dass eine Agentur aktiv
das Produkt Whisky am Schweizer Fernsehen vermarktet.
Selbstverständlich keine Schleichwerbung. Die
Beteiligten sind ja alles ehrenwerte Leute. Und von der
UBI haben sie nichts zu befürchten. |
20.12.2008 |
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SuchtMagazin 06/2008
(Quelle: Newsletter Infodrog Nr. 7, Dez. 2008) |
Es widmet sich dem Thema "Alkohol und Jugendschutz".
Themen: Entwicklungen im Alkoholkonsum Jugendlicher in
der Schweiz, Jugendschutz auf Ebene Kanton, Gemeinde -
oder bei COOP, Umgang mit Botellones, Konsumentwicklung
bei Alcopops oder Zusammenhänge zwischen Gewalt und
Alkoholmissbrauch, etc.
Inhaltsübersicht &
Bestelltalon |
17.12.2008 |
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Forum für Suchtfragen vom 13.
November 2008: Alkohol – Neue Strategien für ein altes Problem |
Die Präsentationen des Forums zum Thema Alkohol, dass
von der Abteilung Sucht Gesundheitsdienste Basel-Stadt
und dem Bereich Abhängigkeitserkrankungen der
Universitären Psychiatrischen Kliniken Basel organisiert
wurde, sind
online erhältlich. (Quelle:
Newsletter Infodrog Nr. 7, Dez. 2008) |
17.12.2008 |
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Tagung Lebenschancen stärken!
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Neue Ansätze in der
Prävention bei Kindern, Jugendlichen und Familien.
Gegen 250 Fachleute nahmen an der Tagung vom 30.10.2008
im Berner Kultur-Casino teil. Alle Präsentationen sowie
die Evaluation und einige Fotos sind
online
erhältlich. (Quelle: Newsletter
Infodrog Nr. 7, Dez. 2008) |
17.12.2008 |
|
Der Tages-Anzeiger hat ein Buch für Kinder in alkoholbelasteten
Familien besprochen. |
"Flaschenpost nach irgendwo" für Kinder und ein Teil für
Erwachsene. (Wir haben am
25.11.08 auf der Seite
"Unterricht" eine ausführliche Rezension gebracht.)
Am Schluss wird bemängelt, es hätte keine Hilfsadressen
für die Schweiz. Wir werden mit einem Leserbrief
versuchen zu helfen. |
17.12.2008 |
|
Nach den Baslern hat nun auch Zürich seinen Harassenlauf (gehabt?).
(Quelle:
Tages-Anzeiger, 16.12.08) |
Nachdem der Tages-Anzeiger bereits den Botellónes zum
Durchbruch verholfen hat, bringt er nun einen
ausführlichen Bericht über einen Bierathlon auf der
Zürcher Allmend. Der leicht ironische Ton soll ihn wohl
erträglicher machen. Die Läufer mussten zu zweit 6.5 km
laufen und dabei eine Kiste mit 10 Fl. Bier mittragen
und austrinken. Das sind je 10 Standard-Drinks in ca 30
Minuten, das entspricht rund 2 Promille im Blut. Es
sollen sich auch richtige Triathleten beteiligt haben.
Kommentar: Da stellen sich Fragen: Hat die Stadt
diesen Event erlaubt? Hat die Polizei die Wegfahrt
überwacht? Werden solche Veranstaltungen wieder erlaubt?
Wir werden uns erkundigen. Sollte es wirklich echte
Triathleten darunter gehabt haben, gehörten diese
gesperrt. (siehe Interventionen) |
16.12.2008 |
|
Alkohol an Minderjährige in Winterthur. |
Zwei Restaurants haben am Samstag an Minderjährige Bier
und Spirituosen vekauft. Serviertochter und Wirt werden
verzeigt, die Eltern informiert.
(Quelle:
Tages-Anzeiger, 16.12.08) |
16.12.2008 |
10 vor 10 im Schweizer Fernsehen mit Werbespot für Whiskey.
SF1, 10 vor 10,
12.12.08 |
Kommentar: Am Ende der Sendung vom 12.12.08 wurde
mehrere Minuten über Whiskey-Produktion, Vielfalt und
Schweizer Exporte berichtet. Ein toller
Schleich-Werbespot, der als Werbung auch nach einer
eventuellen Revision des Radio- und Fernsehgesetzes
nicht gestattet würde. Das wäre ein Leckerbissen für
Medienrechtler. Nur will es keiner mit "denen da oben"
verderben.
(Wir haben bei der Eidg. Alkoholverwaltung interveniert.
Intervenieren Sie auch! an info@eav.admin.ch) |
14.12.2008 |
|
Schweizer fahren häufiger alkoholisiert, Ausländer häufiger zu
schnell. |
Das zeigen neue Zahlen über schwere Verkehrsdelikte im
Jahr 2007. Der Anteil der Ausländer liegt hier bei 36
Prozent. Allerdings, so schreibt die NZZaS, sei auch
dies überdurchschnittlich, schliesslich betrage der
Ausländeranteil an der Wohnbevölkerung lediglich 21
Prozent. (Quelle:
NZZ online, 14.12.08)
Tages-Anzeiger online, 14.12.08 |
14.12.2008 |
|
Repräsentative Untersuchung des "Beobachters" betr. Strafmass. |
2/3 der 700 Befragten würde Fahren in angetrunkenem
Zustand mit bedingtem Gefängnis statt mit der jetzt
üblichen bedingten Geldstrafe ahnden. Bedingte
Geldstrafen seien weniger wirksam.
(Quelle: Tages-Anzeiger, 13.12.08) |
14.12.2008 |
|
Der Nationalrat beschloss zusätzliche Filmförderung. |
Gestern beschloss der Nationalrat zusätzliche 5 Mio.
Franken für die Filmförderung. Kommentar: Ob das
einen Zusammenhang mit dem Media-Abkommen CH-EU hat? |
05.12.2008 |
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Die Dezember-Ausgabe des Online-Magazins der Schweizerischen
Fachstelle für Alkohol- und andere Drogenprobleme (SFA)
ist erschienen. |
Sie ist
artikelweise oder als
Ganzes (pdf, 15S., 275Kb) online zugänglich. Aus dem
Inhalt: SFA-Elternbriefe:
- Bevor Kinder kiffen oder trinken.
- St(r)andpunkt: Aperto gestrandet – Filiale muss
Alkohol aus Regalen räumen |
05.12.2008 |
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Alkohol und Werbung - Vom Anreiz zum Konsum: Die SFA hat ein
pädagogisches Hilfsmittel für die Oberstufe herausgegeben. |
Kommentar: Auch Politiker dürften es zu aktuellem
Anlass lesen. Es fehlen: Ein Kapitel zur Schleichwerbung
in den Medien. Material würden unsere Beschwerden bei
der UBI liefern. Gerade dieses Thema könnte Jugendliche
interessieren, da es so etwas wie Krimi-Charakter hat.
Der Link auf unsere Webseite neben drei andern, die als
interessant bezeichnet werden, fehlt ebenfalls. Über den
Grund kann gerätselt werden. Die aktuelle politische
Situation mit der Zusatzbotschaft des Bundesrates betr.
Aufhebung des Werbeverbotes am Fernsehen für Wein
und Bier konnte noch nicht berücksichtigt werden. Das
pädagogische Hilfsmittel (pdf, 12S., 236Kb) für
Lehrpersonen der Oberstufe ist online auf den Seiten der
Schweizerischen Fachstelle für Alkohol- und andere
Drogenprobleme (SFA)
erhältlich. |
05.12.2008 |
|
Der Infoset-Newsletter Dezember 08 ist erschienen. |
Er bringt Infos zu allen Suchtgebieten, vor allem aus
der Schweiz.
Newsletter be-/abbestellen. |
05.12.2008 |
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Die EVP wehrt sich entschieden gegen die Absicht des Bundesrates,
neu die Werbung für Wein und Bier am Fernsehen zu erlauben. |
Der Bundesrat soll sich für die vom Schweizer
Parlament beschlossenen Verbote wehren. Die Übernahme
der mehr als unklugen EU-Richtlinie „Fernsehen ohne
Grenzen“ ist ein völlig unnötiger Kniefall vor der EU. (Quelle: Google Alkoholpolitik Alert,
1.12.08) Schweiz
Magazin, 30.11.08 |
02.12.2008 |
|
Teilnehmer des Winterthurer Botellóns werden gebüsst. |
19 Personen wurden von der Stadtpolizei verzeigt, die
Bussen zu gewärtigen haben. Der Anlass war von der
Polizei beobachtet, fotografiert und gefilmt worden. In
Zürich sei es nur zu drei Anzeigen gekommen.
(Quelle: Tages-Anzeiger, 29.11.08) |
29.11.2008 |
|
Bericht über lokale Gewaltprävention. (Quelle:
Tages-Anzeiger, 29.11.08) |
Ein Bericht über die Umsetzung von Massnahmen in
Illnau-Effretikon kommt zu einem positiven Ergebnis. Aus
präventiver Sicht müssten aber weiterhin Problemzonen
berücksichtigt werden: Alkoholkonsum und Vandalismus,
mangelnde Erziehungsverantwortung der Eltern,
Problemzonen in der Stadt.
Kommentar: Wie üblich keine Rede von wirksamer
Primärprävention. (Jedenfalls im Zeitungsbericht) |
29.11.2008 |
|
Der Bundesrat schlägt dem Parlament vor, dass auf allen Kanälen für
Wein und Bier geworben werden darf.
Zusatzbotschaft Bundesrat
Tages-Anzeiger, 26.11.08
siehe auch Homepage, Top
aktuell.
Unser ausführlicher Kommentar
Leserbrief pendent |
Wegen eines Media-Abkommens mit
der EU zur Förderung der Filmwirtschaft kann der
Bundesrat nicht verbieten, dass ausländische
Werbefenster Alkohol anpreisen. Der Gerechtigkeit halber
will er dies nun auch der SRG erlauben.
Kommentar: Die Schweiz soll jährlich rund 10 Mio.
einzahlen und darf dafür an den
Filmförderungsaktivitäten der EU teilnehmen. Z.B.
Ausbildung, Vermarktung. Die staatlichen Schweizer
Sender würden geschätzte 5 - 8 Mio. Fr. einnehmen. Diese
paar Millionen sollen es rechtfertigen, dass wir fast
die letzte nationale Werbebeschränkung opfern und einmal
mehr der Jugend zeigen, wie wenig uns daran gelegen ist,
die Jugend vor der Alkoholwerbung zu schützen. Die
Änderung des Radio- und Fernsehgesetzes mit
Alkoholwerbung auf Lokalsendern machte den Anfang und
dient nun als Argument für die vollständige Freigabe.
Dass der Einfluss der Werbung nicht erwiesen sei, wie
Bundesrat Leuenberger im Fernsehen sagte, ist ein
schlechter Witz. Tatsache ist, dass sich Bundesrat und
Parlament noch kaum je auf Wissenschaft und Fachleute
abgestützt haben sondern immer wieder sogenannt
"politische" Entscheide zu Gunsten der Wirtschaft und zu
Ungunsten der Volksgesundheit und der Sozialkosten
gefällt haben. |
27.11.2008 |
Bundesgerichtsurteil mit Parallele zur Alkoholwerbung
(Quelle: NZZ, 25.11.08) |
Es ist nicht erlaubt, entlang von Autobahnen und
-Strassen Werbung anzubringen. Auch nicht auf Anhängern.
Einem, der glaubte, dies sei zulässig, sagte das
Bundesgericht, "das Vorgehen basiere auf einem
Geschäftskonzept, mit dem versucht werde, bewusst die
gesetzliche Regelung zu umgehen."
|
25.11.2008 |
|
Jugendliche fordern stärkere Alkohol-Prävention. Jugendsession
lanciert Petition. (Quelle: Google Alkohol Alert,
24.11.08) |
Die 200 Teilnehmer der diesjährigen Jugendsession in
Bern sind alarmiert von Trink-Partys Gleichaltriger. Sie
fordern eine zeitgemässe und härtere Prävention, welche
neuen Phänomenen wie Rauschtrinken und «Botellones»
Rechnung trägt. U.a. fordern sie eine schwarze Liste der
Betriebe, die nichtberechtigten Jugendlichen Alkohol
verkaufen. tagesschau.sf.tv,
24.11.08 |
25.11.2008 |
|
Der Griff nach dem Alkohol soll Gossauer Minderjährigen erschwert
werden. Eine entsprechende Massnahme tritt ab Januar in Kraft. |
Noch immer kommen unter 16Jährige an öffentlichen
Festen zu leicht an Alkohol. Gossau nimmt die
Veranstalter nun in die Pflicht – durch Schulung und
schärfere Spielregeln. U.a. eine Kaution für
Festbeizer von bis Fr. 2500.-- je nach Besucherzahl.
Dies sei schweizweit bisher einmalig. (Quelle: Google Alkohol Alert,
22.11.08)
Tagblatt.ch, 22.11.08
|
24.11.2008 |
|
Neue Bewilligung für die Street Parade in Zürich. |
Erstmals erhält sie eine Dreijahres-Bewilligung. Die
Gewalt sei stark zurückgegangen, das Präventionsprojekt
habe sich bewährt. Die Organisatoren wollen vermehrt
Gewicht auf neuen Techno-Sound legen. Die Auflagen der
Stadt bleiben unverändert.
(Quelle:
Tages-Anzeiger, 19.11.08) |
20.11.2008 |
|
Die eidgenössische Jugendsession 2008 steht vor der Tür. Ein Thema
sei der Alkoholkonsum. |
Die Vorbereitungen für die eidgenössische Jugendsession
2008 laufen auf Hochtouren. Die OrganisatorInnen der
Jugendsession freuen sich auf die vielen spannenden
Diskussionen und Debatten, welche die 200
TeilnehmerInnen vom 21. bis am 23. November 2008
im und ums Bundeshaus in Bern führen werden.
(Quelle:
Tink.ch Newsletter, 17.11.08) |
19.11.2008 |
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"Kinder der Landstrasse" - "Verdingkinder" und...
(Quelle:
Tages-Anzeiger, 6.11.08) |
Die Geschichte der Verdingkinder in
der Schweiz wurde wissenschaftlich aufgearbeitet und in
den Medien verbreitet. Der Bundesrat hat sich sogar im
Namen der Gesellschaft für das viele zugefügte Leid
entschuldigt.
Kommentar: Wie steht es aber um die seit über
hundert Jahren bestehende vergleichbare Not der heute
über 100'000 Kinder und Jugendlichen in
alkoholbelasteten Familien in der Schweiz? Wann erkennt
die Gesellschaft ihre Mitverantwortung und sorgt für
wirksame Massnahmen, um den Alkoholkonsum drastisch zu
senken, damit weniger Kinder leiden müssen?
Es ist natürlich viel
einfacher, auf weit zurückliegendes Leid zu reagieren,
für das man sich nicht verantwortlich fühlt, als sich
einzugestehen, dass man selber ein kleines Opfer
bringen, sein eigenes Verhalten ein wenig ändern müsste,
damit sich die Verhältnisse ändern können. Wann gibt der
Bundesrat hier ein gutes Beispiel?
(Quelle:
Tages-Anzeiger, 6.11.08) |
16.11.2008 |
|
In der Schweiz wird die Aktion "Weisse Weinachten" zum 1. Advent
starten. |
Die deutsche Bundesdrogenbeauftragte Sabine Bätzing hat
am 12.11.2008 in Bielefeld die freiwillige
Selbstverpflichtung unterzeichnet, während der drei
Weihnachtsfeiertage keinen Alkohol zu trinken. Damit ist
sie die erste Drogenbeauftragte der Bundesregierung, die
auch persönlich einen Beitrag zum Präventionskonzept der
"Punktnüchternheit" leistet. Inzwischen wird die
Kampagne von sieben Verbänden in Deutschland getragen.
Auch hier kann
unterschrieben werden:
www.weisse-weihnachten.ch |
15.11.2008 |
|
Kick-off-Veranstaltung zu Jugendschutz und Alkohol in Grindelwald. |
Grindelwald ist eine Pilotgemeinde für
das Projekt «Riskanter Alkoholkonsum von Jugendlichen –
Jugendschutz in den Gemeinden» der Berner Gesundheit. Am
Mittwochabend fand der Kick-off-Event mit einer
Information und Workshops statt. Das Problem ist
erkannt, erste Ideen allerdings zeigten, dass es nicht
ganz leicht sein wird, in der Tourismusgemeinde
Massnahmen umzusetzen. (Quelle: Google Alkohol Alert,
13.11.08)
Jungfrau-Zeitung, 13.11.08 |
15.11.2008 |
|
Die Tessiner Regierung will kein Ausgehverbot für Jugendliche. |
Dafür soll der Zugang der Jugendlichen zu alkoholischen
Getränken erschwert werden. Fehlbare Verkäufer haben
schärfere Strafen zu erwarten.
(Quelle: Tages-Anzeiger,
13.11.08) |
13.11.2008 |
|
Bundesrat bestimmt: Armee-Motorfahrzeugfahrer in Zukunft ohne
Alkohol. (Quelle: Google Alkohol Alert,
12.11.08) |
Für Fahrer von Armeefahrzeugen gilt künftig die
Nullpromille-Regel. Die Fahrberechtigung kann entzogen
werden, wenn die Armeeangehörigen die Vorschriften über
den Alkohol- und Betäubungsmittelkonsum missachten.
Der Bundesrat nahm im Rahmen der Teilrevision über
den militärischen Strassenverkehr Anpassungen unter
anderem im Bereich der Aus- und Weiterbildung vor,
wie das VBS am Mittwoch mitteilte. Nicht zur
Ausbildung zugelassen wird, wer ein Fahrzeug in
angetrunkenem Zustand oder unter
Betäubungsmitteleinfluss gelenkt hat. Nach wie vor
gilt zudem, dass der Fahrzeugführer ab sechs Stunden
vor dem Lenken eines militärischen Fahrzeuges keinen
Alkohol trinken darf.
20minuten, 12.11.08
Kommentar: Gibt es auch Kontrollen? Gilt das
auch bei Auslandeinsätzen? (Siehe "International":
Deutsches Militär in Afghanistan.)
|
13.11.2008 |
|
Tankstellen-Shops: Kein Nachtverkauf ab 1.1.09 |
Das Arbeitsgesetz sieht zum Schutz der Angestellten ein
Arbeitsverbot von 01-05 Uhr vor. Nur spezielle Branchen
sind ausgenommen. (Quelle: Der Landbote,
12.11.08 |
12.11.2008 |
|
Die Tabakindustrie unterläuft die Tabaksteuern mit Billigzigaretten. |
Die British American Tobacco (BAT) gibt nach Parisienne
Budget, die im Herbst für 5.50 Franken am Kiosk verkauft
worden ist, bereits zum zweiten Mal innert eines halben
Jahres eine Markenzigarette massiv verbilligt ab.
Parisienne Kompost heisst die nächste Dumping-Zigarette.
So will die Tabakindustrie junge Einsteiger zur
Markenzigarette führen.
(Quelle: Tages-Anzeiger,
11.11.08)
Kommentar: Wie bei den Alcopops genügen Steuern
nicht. Es braucht Mindestpreise und ein Verbot für
Aktionen. Der Gesetzgeber müsste reagieren. |
12.11.2008 |
|
User fordern Stadionverbote nach den Urteilen in Basel |
Die Urteile werden von vielen Kommentatoren als viel zu
milde betrachtet. (Quelle:
Basler Zeitung, 7.11.08) mit vielen Kommentaren. |
08.11.2008 |
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Die Hooligans der "Schande von Basel" sind verurteilt. |
Keiner muss ins Gefängnis, alle 26 Angeklagten wurden
schuldig gesprochen. Die meisten bedingt. Entlastend
berücksichtigte das Gericht den erheblichen
Alkoholkonsum(!).
(Quelle:
Basler Zeitung, 7.11.08) mit vielen Kommentaren. |
08.11.2008 |
|
Fast die Hälfte verstiess gegen das Gesetz. Resultat der
Alkohol-Testkäufe in Meiringen und auf dem Bödeli. |
Meiringen und die Gemeinden auf
dem Bödeli haben im Oktober in 22 Läden und
Gastronomiebetrieben Alkohol-Testkäufe
durchgeführt. In zehn Fällen kam es zu
Verstössen gegen die Jugendschutzbestimmungen. (Quelle: Google Alkohol Alert,
07.11.08)
Jungfrau-Zeitung, 6.11.08
Kommentar: Seit der ersten Testaktion im
Juni ist keine Besserung eingetreten. Trotz
Vorwarnung in der Presse! Appelle ohne Strafen
nützen nichts.
|
07.11.2008 |
|
Ausgangssperre für Schüler in Gossau SG |
Sie dürfen künftig nach 23 Uhr nur noch in Begleitung
Erwachsener in der Öffentlichkeit erscheinen. Dies steht
in einem neuen Polizeireglement. (Quelle:
Tages-Anzeiger, 6.11.08) |
06.11.2008 |
|
Der Bundesrat bringt 60 Massnahmen zur Verkehrssicherheit in die
Vernehmlassung. |
Im Alkoholsektor sind vorgesehen:
- 0,0‰ für Berufschauffeure
- 0,0‰ für Neulenker während der ersten drei Jahre
- Nachschulung für Fehlbare mit Alkohol am Steuer
(Quelle: Tages-Anzeiger, 6.11.08)
NZZ, 5.11.08
SF-Tagesschau, 5.11.08 |
06.11.2008 |
|
Informationsmagazin der
Eidgenössischen Alkoholverwaltung (EAV): |
Das
Communica Herbst 08 (pdf, 20S., 1,7Mb) ist online
erhältlich. Aus dem Inhalt: Alkoholkonsum leicht
angestiegen; Testkäufe sind ein wirksames Mittel für die
Einhaltung von Jugendschutzbestimmungen.
(Quelle: Infoset, 5.11.08) |
06.11.2008 |
|
Früherkennung und Frühintervention in Schulen hat Hochkonjunktur.
(Quelle: Infoset, 5.11.08) |
Gleich mehrere Stellen bieten Hilfen an: Details im
Newsletter von Infoset.
- 10 Jahre supra-f - Erkenntnisse und
Folgerungen für die Frühintervention:
Bestellung:
Infodrog (office@infodrog.ch)
. Textauszug
(pdf, 4S., 230Kb)
- "Jugendliche richtig anpacken –
Früherkennung und Frühintervention bei gefährdeten
Jugendlichen": Gemeinsam von Bundesamt für
Gesundheit (BAG)
und
Fachverband Sucht herausgegeben.
Es kann gratis beim BAG bestellt werden.
- Früherkennung und Frühintervention in
Schulen:
Leitfaden (pdf, 62S., 2Mb) Schweizerisches
Netzwerk Gesundheitsfördernder Schulen (SNGS)
- Die psychische Gesundheit von Schülerinnen
und Schülern:
Factsheet (pdf, 12S., 119Kb) von
RADIX, dem Schweizer
Kompetenzzentrum für Gesundheitsförderung und
Prävention.
- Elternbriefe der SFA - Spagat zwischen
Freiräumen und Grenzen für Kinder: Acht
Elternbriefe der Schweizerischen Fachstelle für Alkohol-
und andere Drogenprobleme (SFA),
kostenlos
abonnieren.
Medienmitteilung der SFA.
- Früh übt sich: Kinder im Fokus der
Suchtprävention: Wie eine aktuelle Analyse der
SFA zeigt, sind
Programme mit praktischen Übungen wie Rollenspielen am
erfolgreichsten.
Medienmitteilung der SFA. Ein
Büchlein (pdf, 8S., 443Kb) mit einer Geschichte zu
den Handpuppen ist online zugänglich.
- Blue Cocktail Bar - Alkoholfreie Cocktails
für Jugendliche: Die alkoholfreie mobile Blue
Cocktail Bar feiert ihr 10-jähriges Jubiläum. Aus diesem
Grund bietet sie Schul- und Konfirmandenklassen
vergünstigte Workshops an, in denen Jugendliche
alkoholfreie Cocktails mixen und sich Gedanken über
Süchte und ihr eigenes Konsumverhalten machen.
Medienmitteilung (pdf, 2S., 100Kb) vom
Blauen Kreuz.
www.bluecocktailbar.ch |
06.11.2008 |
|
Der Infoset-Newsletter November 2008 ist da. |
Anmeldung für Newsletter. |
06.11.2008 |
|
Die Krebsliga warnt auf ihrer Webseite vor dem Alkoholkonsum:
Alkohol ist ein bedeutender Krebs-Risikofaktor (Quelle: Google Alkohol Alert,
04.11.08) |
"Bereits wenig Alkohol erhöht das Risiko, an Mund-, Rachen-, Darm-,
Speiseröhren-, Leber- oder Brustkrebs zu erkranken.
Ausserdem kann übermässiger Alkoholkonsum zu Abhängigkeit, zu weiteren
Krankheiten und zu sozialen Problemen führen. Die Kombination von Alkohol und
Tabak erhöht das Krebsrisiko um ein Vielfaches. Ausserdem sind alkoholische
Getränke kalorienreich und daher ein wichtiger Faktor bei der Entstehung von
Übergewicht. Es ist folglich empfehlenswert, auf Alkohol entweder ganz zu
verzichten oder den Konsum so gering wie möglich zu halten.
Krebsliga.ch |
05.11.2008 |
Bund geht gegen K.o.-Tropfen vor.
(Quelle: Tages-Anzeiger, 3.11.08) |
Eben noch bei Jörg Haider im Gespräch: Fachleute stellen eine Zunahme von
Vergiftungen mit unbeabsichtigt eingenommenen Betäubungsmitteln fest. Eine
Überdosis führt zu tiefer Bewusstlosigkeit und Atemnot – in Kombination mit
Alkohol kann dies tödlich sein. Nun greift das Bundesamt für Gesundheit ein. |
04.11.2008 |
|
Delegiertenversammlung des Migros-Genossenschafts-Bundes |
Die DV hatte einen Antrag zu behandeln, der verlangte, der Name "migrolino" für
die neuen Tankstellenshops in Zusammenarbeit mit Shell sei abzuändern, weil dort
Alkohol verkauft werde und das sei in den Statuten verboten. Die DV befand, der
Name sei nicht abzuändern, da migrolino nicht Migros sei. Sogar Duttweiler
musste als Zeuge herhalten! (Quelle:
Migros-Magazin, 3.11.08, Nr. 45, Seite 35/37) |
03.11.2008 |
|
Workshop in Hinwil |
30 sog. Schlüsselpositionen waren vertreten und verarbeiteten eine
Situationsanalyse der Suchtpräventionsstelle. Diese werde die
Diskussionsergebnisse zusammenfassen. Gemeinderat und Schulen würden dann das
weitere Vorgehen besprechen. (Quelle: Tages-Anzeiger, 3.11.08) |
03.11.2008 |
|
Die Behandlung von Alkoholkranken im Kanton Zürich. |
Von den rund 57'000 Alkoholkranken im Kanton Zürich sind drei Viertel in
Behandlung. Die Forel-Klinik hat von der Gesundheitsdirektion den Auftrag
erhalten, ein Ambulatorium und eine Tagesklinik in Zürich aufzubauen. Sie sollen
von Ärzten und Ärztinnen geführt werden und dienen der Früherfassung.
(Quelle: Tages-Anzeiger, 1.11.08) |
03.11.2008 |
|
Vernehmlassung zum Präventionsgesetz |
Die Reaktionen würden verhalten ausfallen. Wie berichtet hält die Wirtschaft das
Gesetz für unnötig und unverhältnismässig. Die FDP kritisiert und befürchtet ein
Monopol. Die SP will, dass die Mission des neuen Instituts für Prävention und
Gesundheitsförderung klar geregelt wird. SVP und CVP hätten noch nicht Stellung
genommen. Die Kantone fordern eine klare Regelung der Kompetenzen. Die
Kantonsärzte, die Gesundheitsdirektoren, die Allianz "Gesunde Schweiz"
befürworten das Gesetz. (Quelle: NZZ, 31.10.08) |
03.11.2008 |
|
Basler Gymnasium offeriert Wahlfach mit Wein-Degustation. (Quelle: Google Alkohol Alert,
30.10.08) |
Im Rahmen eines Wahlkurses degustiert eine Schulklasse am Gymnasium Liestal
Wein. «Ziemlich fragwürdig», sagen die kantonalen Gesundheitsfachleute. Die
Schule widerspricht: Die Diskussion um den vernünftigen Umgang mit Genussmitteln
sei wichtig. Basler
Zeitung online, 30.10.08
Unser Leserbrief
Briefe an... Rektor Thomas Rätz |
31.10.2008 |
|
Nicht alle schauen hin, wenn Junge trinken. Jugendarbeit Oberhasli
organisiert Podium zu Alkohol und Tabak bei Jugendlichen. |
Alkohol- und Tabakkonsum und die Pubertät treffen sich
manchmal in ungünstigen Konstellationen. Die Jugendarbeit Oberhasli
hatte zum Podium eingeladen, um über die Problematik zu diskutieren.
Rund 150 Personen folgten der Einladung ins Kirchgemeindehaus Meiringen.
Das Thema brennt offensichtlich bei jeder Generation wieder unter den
Nägeln. (Quelle: Google Alkohol Alert, 28.10.08)
Jungfrau-Zeitung online, 27.10.08
|
29.10.2008 |
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Jugendliche kritisieren Angebot für sie in Brienz. Diskussion zu
regionaler Jugendkultur am Botellòn |
Das Botellòn in Meiringen war ein Flop. Nur zehn
Jugendliche fanden sich zum geplanten Massenbesäufnis ein. Dennoch
dürfte es für die wenigen Teilnehmenden ein fruchtbarer Abend gewesen
sein. Es ergab sich ein interessantes Gespräch mit einem
Jugendbeauftragten über Ausgangsangebot, Heimreise und die Wertschätzung
der Jugend in der Gesellschaft.
Jungfrau-Zeitung online, 28.9.08
|
29.10.2008 |
|
Heimliche Tests: Alk-Kaufen ist in Zürich immer noch ein
Kinderspiel.(Quelle: Google Alkohol Alert, 27.10.08)
Tages-Anzeiger
online,
27.10.08) |
Offensichtlich ist es für Minderjährige überhaupt
kein Problem, Alkohol zu kaufen. Bei Testkäufen erhielten selbst
14-jährige Lockvögel Alkohol in 8 von getesteten 16 Betrieben.
Tankstellen schnitten besser ab.
Kommentar: Bei den vielen Geschäften in Zürich ist es kaum
möglich, die gleichen wiederholt zu testen. Also müssten die Strafen
schon beim ersten Verstoss spürbar sein. |
27.10.2008 |
|
In Gossau ZH gibt es einen Kodex zum Jugendschutz. |
Die Vereine können ihn freiwillig benützen. Der Gemeinderat unterstützt das
Projekt. (Quelle: Tages-Anzeiger,
27.10.08) |
27.10.2008 |
|
Fifa-Präsident Blatter beim Unfall nicht alkoholisiert.
(Quelle: NZZ online, 24.10.08) |
|
27.10.2008 |
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Gründe für Alkohol in Bahnhof-Shops, Interview. |
Das Lebensmittelgeschäft Aperto im Berner Bahnhof
hat über Jahre alkoholische Getränke an Jugendliche verkauft.
SBB-Mediensprecher Roland Marti erklärt, weshalb Bahnhof-Shops
überhaupt Alkohol im Sortiment haben. (Quelle: Google Alkohol Alert,
25.10.08) Berner
Zeitung, 25.10.08
Kommentar: "Der Laden lebt zum grossen Teil von
Alkohol-Verkäufen", sagt der Journalist. Dann ist die SBB wohl auch
am Umsatz beteiligt. |
25.10.2008 |
|
Zwei Monate lang kein Alkoholverkauf in der Aperto Filiale im
Bahnhof Bern. |
Die Berner Regierungsstatthalterin Regula Mader hat der Aperto-Filiale im
Bahnhof Bern ein zweimonatiges Alkoholverbot erteilt. Dies, nachdem das Geschäft
mehrmals gegen die Jugendschutzbestimmungen verstossen hatte. (Quelle: Google Alkohol Alert,
24.10.08)
SF Tagesschau, 24.10.08
Kommentar: Wurde hier vielleicht zum ersten Mal in der Schweiz
durchgegriffen? |
25.10.2008 |
|
Auch bei uns Autounfall eines Prominenten. |
Der FIFA-Präsident Sepp Blatter hatte am Samstag mit seinem 525-PS-Mercedes ein
Auto überholt, dieses touchiert und einen korrekt entgegenkommenden Golf
gerammt. Dessen Fahrer wurde leicht verletzt. Keinen Kommentar gab der
Polizeisprecher Merki ab, ob Blatter Blut entnommen wurde. Weil die
Strafverfolgung im Kanton Bern geheim ist, gebe man grundsätzlich keine
Auskunft, sagte Merki auf Anfrage. Im Schweizer Fernsehen, 10 vor 10, wurde
gesagt, es sei eine Blutprobe entnommen worden. (Quelle:
Tages-Anzeiger,
23./24.10.08) |
24.10.2008 |
Neues Handbuch für Sucht-prävention bei Jugendlichen:
«Jugendliche richtig anpacken – Früherkennung und Frühintervention
bei gefährdeten Jugendlichen» |
Dieses Handbuch erklärt, was es mit der Früherkennung und der Frühintervention
auf sich hat. Es führt in leicht verständlicher Sprache in die Thematik ein,
erklärt Begriffe rund um die Prävention und erläutert Beispiele guter Praxis.
Die Broschüre richtet sich an alle interessierten Fachpersonen, die mit
Jugendlichen zu tun haben.
Herausgeber: Fachverband für Sucht und Bundesamt für Gesundheit. Gratis zu
beziehen bei:
www.bag.admin.ch/shop |
22.10.2008 |
|
Die Migros Klubschule offeriert Weinfachkurs. |
Die Klubschule in Winterthur bietet einen Kurs an drei Abenden an: "Die Welt der
Weine" mit Degustation. (Quelle: Winterthurer Zeitung, 22.10.08)
Kommentar: Der Kurs wird wohl auch andernorts stattfinden. Die
Migros-Tochter Denner hat wahrscheinlich ihr Sortiment bereits abgestimmt. |
22.10.2008 |
|
Der EU-Ministerrat gibt grünes Licht für Verhandlungen mit der
Schweiz. |
Die EU-Kommission wurde ermächtigt, Verhandlungen über den Ausbau der
Zusammenarbeit und den Abbau technischer Handelshemmnisse u.a. in den Bereichen
Gesundheit und Konsumentenschutz aufzunehmen. (Quelle:
NZZ, 21.10.08) |
21.10.2008 |
|
Wie erwartet: Die Allianz der Wirtschaft ist gegen das
Präventionsgesetz. |
Nach dem Nationalen Programm Alkohol NPA bekämpft die Wirtschaft auch das
Präventionsgesetz, zu dem bis Ende Oktober die Vernehmlassung läuft.
(Quelle:
NZZ, 21.10.08)
Kommentar: Die Wirtschaft schadet sich damit weiterhin nicht nur
dem Land sondern auch sich selber. |
21.10.2008 |
|
Mit Brennpunktarbeit gegen Littering und Alkohol
im Kanton Uri.
(Google Alkohol Alert,
17.10.08)
urnerwochenblatt.ch, 17.10.08 |
14 Urner Gemeinden gehen mit dem Projekt «Toleranz, Intervention, Prävention» (TIP)
neue Wege, um Jugendvandalismus einzudämmen. Seit vergangenem Mittwoch läuft das
auf zwei Jahre angelegte Projekt, das Fr. 250'000 kostet. Die beiden
Sozialarbeiter werden keine Polizeiarbeit übernehmen und keine Alterskontrollen
durchführen. Die Repression habe nicht genützt.
Kommentar: Wo eine echte Alkoholpolitik fehlt, kostet es immer mehr.
Zahlen müssen die falschen. |
17.10.2008 |
|
"Merkmale einer kohärenten Suchtpolitik" |
Artikel von François van der Linde in der Neuen Zürcher Zeitung vom 17.10.08 im
Hinblick auf die Volksabstimmung über die Revision des Betäubungsmittelgesetzes.
Er postuliert die gemeinsame Behandlung aller Drogen unter der Bezeichnung
"psychoaktive Substanzen". (Artikel (noch) nicht online)
Kommentar: Wenn er schreibt: "Schadensminderung muss aber auch die
Gesellschaft vor schädlichen Auswirkungen des Konsums schützen. Dazu gehören
beispielsweise die Auflösung von offenen Drogen- oder Alkoholszenen.", dann
stimmt das wohl. In Bezug auf Alkohol gibt es aber weit schädlichere
Auswirkungen auf die Gesellschaft, die hätten Erwähnung finden können.
|
17.10.2008 |
Zepra das Alkoholpräventionsprojekt «smartconnection» in St. Gallen.
(Google Alkohol Alert,
7.10.08)
tagblatt.ch, 9.10.08 |
Vor rund einem Jahr lancierte Zepra das Alkoholpräventionsprojekt «smartconnection».
Regierungspräsidentin Heidi Hanselmann und Stadtrat Nino Cozzio ziehen eine
Zwischenbilanz. Bisher wurden an 78 Veranstaltungen über 10 000 Alkoholatemtests
durchgeführt. Davon wurden mehr als 2000 Besucher unter 0,3 Promille gemessen.
Was heisst, dass 8000 Jugendliche darüber lagen. Hanselmann bewertet das
positiv: «Die Alkoholtests bewirken Diskussionen. So kommen wir mit den
Jugendlichen ins Gespräch.»
|
11.10.2008 |
|
Nur wenige haben die Hausaufgaben erledigt. Alkohol-Testkäufe mit
Jugendlichen werden wiederholt. |
In den nächsten Wochen schicken die Bödeligemeinden
sowie Meiringen wieder jugendliche Testkäufer in Detailhandels- und
Gastrobetriebe, um herauszufinden, ob diese sich an die Vorschriften
bezüglich Alkoholverkauf halten. Bereits im Juni fanden solche Tests
statt – mit ernüchternden Resultaten. (Google Alkohol Alert,
7.10.08)Jungfrau
Zeitung, 6.10.08
|
08.10.2008 |
|
Standpunkte online |
Die September-Ausgabe des Online-Magazins der Schweizerischen Fachstelle für
Alkohol- und andere Drogenprobleme (SFA) ist
artikelweise oder als
Ganzes (pdf, 15S., 185Kb) online zugänglich. (Quelle: Infoset
Newsletter Oktober 2008) |
08.10.2008 |
|
Zahlen & Fakten der SFA: (Quelle:
Infoset Newsletter Oktober 2008) |
Die Schweizerische Fachstelle für Alkohol und andere Drogenprobleme (SFA)
hat ein Update zur Online-Ausgabe von "Zahlen & Fakten" ins Netz gestellt. Die
Aktualisierungen betreffen die Kapitel "Alkohol
- Produktion und Handel", "Alkohol
- Besteuerung", "Alkohol
am Steuer" und "Alkohol
- Konsum". |
08.10.2008 |
|
Der Infoset-Newsletter Oktober 2008 ist erschienen |
Informationen zu allen Suchtproblemen, vor allem aus der Schweiz.
Newsletter bestellen |
08.10.2008 |
|
"Alkoholkonsum Jugendlicher zwischen kultureller Anpassung und
Risikoverhalten" |
Der
Artikel (pdf, 5S., 1,9Mb) von Wolfgang Settertobulte ist in der
Fachzeitschrift projugend der Aktion Jugendschutz, Landesarbeitsstelle Bayern
e.V. erschienen und online erhältlich. Das Thema der
aktuellen Ausgabe ist "Jugend am Absaufen? Riskanter Alkoholkonsum und
Möglichkeiten der Prävention" (3/2008) (Quelle: Infoset
Newsletter Oktober 2008) |
08.10.2008 |
|
"Jugendgewalt und Alkohol - eine häufige Kombination": |
Dies das Thema des
aktuellen Newsletters (pdf, 2S., 17Kb) der Zürcher Fachstelle zur Prävention
des Alkohol- und Medikamenten-Missbrauchs (ZÜFAM)
vom September 2008. (Quelle: Infoset Newsletter Oktober 2008)
Kommentar: Nachdem wir beim Fall der sexuellen Übergriffe in Seebach auf
diesen Zusammenhang immer wieder hingewiesen hatten, wird nun auch offiziell von
Fachkreisen das Thema aufgenommen. Es hat ziemlich gedauert. |
08.10.2008 |
|
Neuer Leiter des Nationalen Programms Alkohol
2008 – 2012 (NPA) |
David Hess-Klein
hat am 1. Oktober 2008 die Programmleitung übernommen. Ab sofort steht er
für Auskünfte zum NPA zur Verfügung. Tel. 031 322 62 00 oder
david.hess(at)bag.admin.ch
(Quelle: Infoset Newsletter Oktober 2008) |
08.10.2008 |
|
Der Tages-Anzeiger widmet eine ganze Seite dem Chef der Bierbrauerei
Eichhof. Leserbrief vom 4.10.08 |
Er hat mit dem Verkauf an Heineken Millionen verdient. Jetzt jammert er, die
Schweiz sei vom Rauchen bis zum Trinken eine Verbotsgesellschaft geworden.
Botellónes seien nicht schlimm, früher hätten die Jungen auch ab und zu über die
Stränge geschlagen. Als Ausgleich zum Leistungsdruck empfiehlt er ihnen
Freundschaften schliessen und Kulturelles geniessen. (Quelle: Tages-Anzeiger,
4.10.08)
Kommentar: Viel zynischer geht es nicht. Von Verboten wird beim Alkohol
seit 50 Jahren nur geredet. Ausser der späten Alcopopsteuer und der lange
fälligen neuen Promillegrenze hat der schweizerische Gesetzgeber nichts
Positives geleistet. Was in den Kantonen und Gemeinden an kleinen Verbesserungen
gebracht wurde, sind meist Notmassnahmen. Und das Volk hat wertvolle Initiativen
auf Anraten der Bundesbehörden und -Parlamentarier und auf Druck der Wirtschaft
immer abgelehnt. |
04.10.2008 |
Alkohol nun doch erst ab 18 Jahren im Kanton Baselland.
(Quelle: Google Alkohol Alert,
4.10.08) |
Der Kanton Baselland will schweizweit das
Schutzalter 18 für den Verkauf von Alkohol durchsetzen. Basel-Stadt
will Prävention statt Repression. Nun erhöhen einige Verkaufsläden
selbst das Alterslimit – zum Beispiel Coop.
Basler
Zeitung, 3.10.08 |
04.10.2008 |
|
Der Alkohol- und Tabakkonsum von Schweizer Jugendlichen sei
zurückgegangen.
(Google Alkohol Alert,
2.10.08) |
Nun ist diese Meldung auch in der Innerschweiz
angekommen. Schwyzer Jugendliche haben die Nase vorn, was das
«Kampftrinken» anbelangt. Am meisten missbräuchliche Fälle weist, wie
schon im Jahr 2003, der Kanton Schwyz auf. Mussten in Schwyz 2003 36
Jugendliche im Spital behandelt werden, so waren es 2005 42 Fälle.
Susanne Dillier sieht das grosse Problem darin, dass die
Jugendschutzgesetze nicht überall durchgesetzt werden. Den
Konsumrückgang begründet sie vor allem mit der Alcopopsteuer.
Neue Schwyzer Zeitung, 2.10.08
Kommentar: Dass der Konsum immer noch höher ist als vor der
Alcopopwelle bleibt ungesagt.
|
02.10.2008 |
|
Heute auf Radio DRS1 zu hören: Treffpunkt: "Von der Rebe in die
Flasche."
Radio DRS1, 2.10.08 |
Kommentar: Ein weitere Werbesendung für Wein auf unserem Staatsradio.
Natürlich ist alles nur Information! 2 Stunden: Reportage mit einem Winzer im
Rebberg bei der Lese, langes Interview mit Weinfachfrau und alle Schlager, die
den Wein besingen. Die Botellón-Meldungen müssen wohl kompensiert werden; oder
ist es die erste Frucht der neuen Allianz gegen Werbeverbote?
|
02.10.2008 |
|
Botellón - Hinweise und Anregungen
für Gemeindebehörden |
|
01.10.2008 |
|
"Alkoholverbot" für SR-Technics-Angestellte. |
Ab 1.10.08 dürften die rund 3300 Angestellten auch ausserhalb der Arbeitszeit
keinen Alkohol mehr konsumieren, schreibt der Tages-Anzeiger. Es gehe um die
betriebliche Sicherheit und die Sicherheit der Mitarbeitenden.
Kommentar: Vermutlich gilt eine ähnliche Regelung wie für das fliegende
Personal. Volle Abstinenz ist ja wohl kaum gemeint. |
01.10.2008 |
|
Der Botellón in Uster blieb ohne Teilnehmer. |
Einzig die Polizei war mit Schäferhund vertreten. (Quelle:
Tages-Anzeiger, 29.9.08)
Kommentar: Die Saison dafür scheint vorbei. Hoffentlich war es die
letzte. |
29.09.2008 |
|
Die Kantone Zürich und Basel-Stadt erhalten rauchfreie Restaurants. |
Nur noch unbediente Fumoirs sind gestattet. Wann die Gesetze in Kraft treten,
ist noch nicht bestimmt. (Quelle: Tages-Anzeiger, 29.9.08)
Kommentar: Das Volk will endlich einen klaren Schutz vor dem
Passivrauchen. Das könnte sich auch auf den Alkoholkonsum auswirken. -
Hoffentlich nicht ungünstig auf die Unfallzahlen wie in Amerika. |
29.09.2008 |
|
Ausschank von Alkohol wird in Benken schärfer kontrolliert. |
Nachtrag zum Benkener
Herbstfest: Mittels
Testkäufen untersucht die Suchtpräventionsstelle den Alkoholverkauf an
Jugendliche am Weinländer Herbstfest. (Google Alkohol Alert,
25.9.08)
Schaffhauser Nachrichten, 25.9.08 |
25.09.2008 |
|
Botellónes und Herbstfeste |
Der Landbote vom 24.9.08 widmet eine ganze Seite dem Wein-Herbstfest in Benken.
Viele Stände, Festbeizen, erwartete 50'000 Besucher, ein Maturand, der zur
kostenpflichtigen Benutzung eines Alkoholtesters aufruft und die Frage an den
Organisator: "Handelt es sich eigentlich beim Weinländer Herbstfest, wo ja
traditionsgemäss stets reichlich Alkohol fliesst, um eine Art Botellón?"
Antwort: "Überhaupt nicht! Das Herbstfest ist die Leistungsschau einer modernen
und vielseitigen Gemeinde...."
Kommentar: Dazu passt sehr gut ein Leserbrief in der gleichen Nummer, in
dem eine Frau zum Winterthurer Botellón fragt: "Und wer sind denn die
Vorbilder?" |
24.09.2008 |
|
2 Botellónes in Meilen und Zürich |
In Meilen rund 30 Jugendliche und in Zürich nur wenige. Die Organisatorin las
wie versprochen den Abfall in Meilen am Ende um 23 Uhr auf.
(Quelle: Tages-Anzeiger,
22.9.08) |
22.09.2008 |
|
Nach dem Winterthurer Botellón. |
250 Trinker waren gestern Abend an einem Bottelón in der Winterthur Altstadt.
Die Folge: Viel Müll, Lärm und Streit, dazu 2 Verletzte. (Quelle:
Tages-Anzeiger,
20.9.08) Kommentar: Vom Alkoholkonsum ist
nicht die Rede. |
20.09.2008 |
|
Fachperson für Leitung RADIX Zentralschweiz in
Luzern gesucht |
Die bestehenden Standorte in Bern, Lausanne, Luzern und Zürich werden künftig
regional ausgerichtet. Ziel ist es, je ein regional verankertes Supportzentrum
für die Nordwestschweiz, die Romandie, die Zentral- und Ostschweiz zu betreiben.
Für die Zentralschweiz wird eine Fachperson mit mehrjähriger Erfahrung in
Gesundheitsförderung und Prävention gesucht.
www.radix.ch
|
19.09.2008 |
|
Im
bfu-Magazin "sicher leben" wird Null Promille für
Neulenker angesprochen. |
Es sei eine einfache Massnahme mit grosser Wirkung. Pro
Jahr könnten 10 Todesopfer und 50 Schwerverletzte
vermieden werden. Einige andere Länder Europas haben
bereits ähnliche Vorschriften und profitieren davon. Bei
der Bevölkerung sei eine grosse Akzeptanz vorhanden. Die
Massnahme wird im Rahmen der "Via sicura" diskutiert. |
19.09.2008 |
|
Der Zürcher Regierungsrat sagt, Testkäufe seien Sache der
Gemeinden. |
Er unterstütze die Sache des Jugendschutzes und halte
die Bestrafung von fehlbaren Verkäufern als notwendig.
Ob Bussen nach Testkäufen rechtens seien, müssten aber
die Gerichte entscheiden. (Quelle:
Tages-Anzeiger,
18.9.08) |
19.09.2008 |
|
Nun soll auch Meilen ein Botellón erhalten. |
Die Initiantin hat sich mit den Behörden in Verbindung
gesetzt und einen Ordnungs- und Reinigungsdienst
organisiert. Die Gemeinde macht keine Zugeständnisse.
Sie müsse evtl. Kosten tragen. (Quelle: Tages-Anzeiger,
18.9.08) |
18.09.2008 |
|
In Uster ZH ist ein Botellón angesagt. |
Für den 27.9.08 ist das Besäufnis geplant, die Stadt
konnte den Initianten nicht für eine Zusammenarbeit
gewinnen. Verschiedene Schutzmassnahmen sind geplant.
Bei Beschädigungen werde eingeschritten. (Quelle:
Zürcher Oberländer, 16.9.08) |
17.09.2008 |
|
Fanüberwachung gegen Gewalt im Sport umstritten. |
Staatsrechtler Rainer Schweizer kritisiert das Vorgehen
des Projektteams wegen des veröffentlichten
Massnahmenpakets mit biometrischer Gesichtserkennung,
Überwachungssystemen und Datenaustausch. Auch
Pilotprojekte brächten eine gesetzliche Grundlage.
Fanarbeit Schweiz fordert
"Prävention kommt vor Repression."
(Quelle: Tages-Anzeiger,
16.9.08)
TA-Artikel vom 15.09.08
Kommentar: Bei Prävention am Naheliegendsten
wäre, das Alkoholproblem zu entschärfen. |
16.09.2008 |
|
Energy Drinks im Test in Zeitschrift "saldo" vom 10.9.08 |
Auf allen Dosen sei richtig deklariert worden und es
stehen Warnhinweise, z.B. nicht mit Alkohol mischen.
Mehr als eine halbe Seite wird der Warnung von deutscher
Behörde gewidmet, die u.a. ausführlich vor dem Mischen
mit Alkohol warnt. Auf amerikanische alkoholhaltige
Energy Drinks, die nach Protesten zum Teil aus dem Markt
genommen wurden, wird nicht eingegangen (Quelle:
saldo, 10.9.08. Artikel gegen Bezahlung) |
15.09.2008 |
|
Jahresversammlung des Verbandes der Schweizer Presse
Gegen Werbeverbote. NZZ , 12.9.08 |
Der Verband der Schweizer Presse
will die Allianz gegen Werbeverbote aufleben lassen, die
2007 eingeschlafen, bezw. aufgelöst worden sei. Die
kommerziellen Grundlage der publizistischen Freiheit sei
wegen Werbeverboten zunehmend bedroht. Die Freiheit des
kommerziellen wie des publizistischen Wortes müsse
gesichert werden.
Kommentar:
Eine wundersame Verdrehung der Tatsachen: Die
Presse, die sich von der Alkohollobby vereinnahmen
lässt, hat sich von ihr der Freiheit berauben lassen,
objektiv über das Alkoholproblem zu recherchieren und zu
berichten. Würde sie sich befreien und unabhängig
agieren, könnte sie z.B. bei der Verwirklichung unserer
Projekt-Idee mit mehr Werbung rechnen und „schreiben was
ist – und nicht was sein darf“. (Zitat J.-M. Büttner,
Tages-Anzeiger) |
13.09.2008 |
|
Zürich will Eventstadt sein und bleiben. |
Events sind ein umkämpftes Geschäft geworden. Auch die
Stadt Zürich will stärker mitmischen, das gab
Stadtpräsident Elmar Ledergerber bekannt. (Quelle:
Tages-Anzeiger,
11.9.08) Der Kommentar dazu ist interessant.
siehe Neustes
Zitat |
12.09.2008 13.09.2008 |
|
Kofi Annan, ehemaliger UNO-Generalsekretär erhält den mit
Fr. 100'000 dotierten Gottlieb Duttweiler-Preis. (Quelle:
Tages-Anzeiger,
9.9.08) |
Der Friedensnobelpreisträger konnte die
Auszeichnung gestern in Rüschlikon entgegennehmen.
"Annan selbst rief in seiner Festrede die hochkarätigen
Gäste aus Politik und Wirtschaft, unter ihnen
Bundespräsident Pascal Couchepin, dazu auf, sich zwei
Herausforderungen zu stellen. Zum einen gelte es, die
geistigen Barrieren zu überwinden, die oft noch das
Denken über Afrika bestimmten. Zum andern sei es ratsam,
Gottlieb Duttweilers gutem Beispiel in der Schweiz zu
folgen und sich zu fragen, wie einem aufstrebenden
Afrika geholfen werden könne, sein riesiges Potenzial zu
erreichen."
Kommentar: Ob sich Kofi Annan bewusst ist, wie
die Migros heute die Überzeugungen Duttweilers in der
Alkoholfrage missachtet, indem sie Geschäfte mit der
Alkoholindustrie tätigt, die in Afrika die Wirkung der
Entwicklungshilfe herabsetzt und den Völkern, die kein
soziales Auffangnetz haben, neue Not bringt? |
09.09.2008 |
|
Der Sonntagsblick lanciert ein Saufspiel aus Amerika als
Botellón-Nachfolger. |
Wir haben schon früher über Bier-Pong in den USA
berichtet. (International,
9.4./23.5./9.7.08) Jetzt bringt der Sonntagsblick
einen ausführlichen Artikel darüber. Selbstverständlich
nur zur Hebung des Allgemeinwissens der intelligenten
Leser! (Quelle:
Sonntagsblick, 7.9.08) |
08.09.2008 |
|
Interview mit Hermann T. Meyer auf Radio1 in Zürich |
(93,0 Mhz und
im Internet Online unter
www.radio1.ch) über Alkoholforschung. Hier das
Gesprächsprotokoll vom 6.9.08 |
06.09.2008 |
|
Ergebnisse der Befragung
der Motorfahrzeuglenkenden 2008: |
Immer weniger Fahrzeuglenkende geben an, in
angetrunkenem Zustand gefahren zu sein, und die Zahl der
Fahrzeuglenkenden, die das Prinzip «Kein Alkoholkonsum
vor dem Fahren» befolgen, steigt kontinuierlich an. Dies
eines der wichtigsten
Ergebnisse (pdf, 8S., 315Kb) einer telefonischen
Umfrage bei Fahrzeuglenkenden, die vom Bundesamt für
Statistik (BFS) in
Zusammenarbeit mit der Beratungsstelle für
Unfallverhütung (bfu)
durchgeführt wurde. (Quelle:
Infoset-Newsletter September 08) |
06.09.2008 |
|
Die Stellung der Kirchen zu Botellónes? |
Kommentar: Die Kirchen, die mit Recht, so viel
von Menschenwürde halten, geben sich seltsam bedeckt in
dieser Frage. Hat das wohl mit der in unserer
grundsätzlichen Bemerkung auf der Homepage geäusserten
Vermutung zu tun, dass Alkoholpolitik unbeliebt ist,
weil sie auch die persönliche Konsumhaltung in Frage
stellt? Oder sind der Kirche die Hände gebunden, seit
fast jedes Kirchgemeindehaus über ein Alkoholpatent
verfügt? - Beim geplanten Rausch wird die Menschenwürde
vorsätzlich preisgegeben; denn Alkohol greift zuerst die
menschlichen Funktionen im Gehirn an, reduziert den
Menschen praktisch zum Tier.
Wenn menschliche Würde auch mit Gotteswürde zu tun hat,
müssten unsere Kirchenoberen sich doch vehement für eine
wirksame Alkoholpolitik einsetzen. |
06.09.2008 |
|
Bewilligungspflicht für
Botellónes fordert das Blaue
Kreuz. |
Das Blaue Kreuz
fordert in einer
Medienmitteilung (pdf, 2S., 27Kb) vom 19. August,
dass sich derartige Events wie andere öffentliche
Anlässe der Bewilligungspflicht unterziehen und gewisse
Auflagen erfüllen müssen.
Artikel auf swissinfo.ch. (Quelle:
Infoset-Newsletter September 08) |
06.09.2008 |
|
Orientierungspapier der
Berner Gesundheit zum Thema "Botellón": |
In diesem
Papier (pdf, 2S., 27Kb) beschreibt die
Berner Gesundheit
worin sie die Probleme der Botellón-Anlässe sieht und
was Eltern, Alkoholverkaufsstellen, Polizei und
Ausbildungsstätten dagegen tun können und in welcher
Form die Berner Gesundheit Unterstützung bietet und
informiert. (Quelle: Infoset-Newsletter
September 08) |
06.09.2008 |
|
Faktenblatt zu Botellón: des
Bundesamtes für Gesundheit (BAG) |
Faktenblatt (pdf, 2S., 27Kb). In diesen Blatt wird
der Begriff Botellón und die rechtliche Situation bei
einem solchen Anlass erläutert. Weiter die Haltung des
BAG und ein kleines FAQ, u.a. über die Einschätzung des
BAG über die Gefährlichkeit solcher Anlässe.
(Quelle: Infoset-Newsletter September 08)
Kommentar: Die gesundheitlichen Aspekte
sind ungenügend dargestellt. Das Papier der Berner
Gesundheit (siehe oben) ist wesentlich besser. |
06.09.2008 |
|
Der Newsletter September von
Infoset ist erschienen. |
Anmeldung für Newsletter. |
06.09.2008 |
|
Im Kanton Uri ist das neue Gesundheitsgesetz in Kraft. |
Obwohl es seit September in Kraft ist, gilt eine
einjährige Übergangsfrist. Ebenfalls für das Werbeverbot
für Alkohol und Tabak mittels Plakaten.(Quelle:
NZZ, 5.9.08) |
05.09.2008 |
|
Wahlen bei Schweizer Presserat. |
Im Stiftungsrat sind nun nach langem Kampf auch die
Verleger und die SRG vertreten, die mit neu je 3
Vertretern im 18 köpfigen Stiftungsrat Einsitz nehmen.(Quelle:
NZZ, 5.9.08) |
05.09.2008 |
|
Botellón in Zürich war das Top-Thema |
auf der Leserbriefseite des Tages-Anzeigers im August.
(Wir waren dabei.)
(Quelle:
Tages-Anzeiger, 5.9.08) |
05.09.2008 |
|
Botellónes im Zürcher Oberland. (Quelle:
Tages-Anzeiger, 5.9.08) |
Der Stadtpräsident von Uster denkt nicht daran, ein
angekündigtes Massenbesäufnis in Uster zu verbieten. Das
bringe nichts. Er fragt sich, ob ein solches mit
Prävention verhindert werden könne.
Kommentar: Wahrscheinlich schon, aber nur mit
konsequenter, langfristiger und umfassender Prävention.
Bisher wurde die Zeit (Jahrzehnte) mit unnützer
Alibiprävention vertan. Wir alle bezahlen dafür. |
05.09.2008 |
|
Jugendliche dürfen in Däniken, ZH, noch draussen bleiben. |
Ab September sollte es
Jugendlichen verboten sein, sich nachts in Dänikon
zu versammeln. Das Verbot sorgte für grossen Wirbel.
Doch in Kraft getreten ist es bisher nicht. Zwei
Rekurse liegen beim Bezirksrat. Bis dieser
entscheidet, bleibt alles beim Alten. (Quelle:
Tages-Anzeiger, 4.9.08)
|
04.09.2008 |
|
Polizei will YB-Spiele ohne Alkohol im Stadion. |
Die Kantonspolizei schlägt Alarm:
Das Gewaltproblem rund um die YB-Spiele könne mit
polizeilichen Mitteln nicht gelöst werden. Manuel
Willi, Polizeichef Region Bern, wünscht sich ein
Alkoholverbot im Stade de Suisse. Die Fan-Kommentare
sind gar nicht einverstanden. (Google
Alkohol Alert, 4.9.08)
NZZ, 4.9.08
|
04.09.2008 |
|
Botellón in der Winterthurer Altstadt angesagt.
(Quelle:
Tages-Anzeiger, 4.9.08) |
300 Personen sollen sich bereits angemeldet haben. Der
Polizeivorstand sei gelassen. Er hoffe auf die Vernunft
der Winterthurer Jugend.
Kommentar: Wenn man auf seine früheren
Erfahrungen mit den Studenten abstellt, tönt das nicht
sehr hoffnungsvoll. |
04.09.2008 |
|
"Chropfleerete" im Zürcher Gemeinderat nach dem Botellón,
titelt der Tages-Anzeiger. (Quelle:
Tages-Anzeiger, 4.9.08) |
Bei SVP und FDP wurde vor allem über die Kostenabwälzung
und künftige Verbote gesprochen, die Grünen halten
nichts von Verboten, die SP rügte die Medien für ihre
Werbung, die mutwillige Zerstörung der Wiese hätte die
Jugendlichen viel Goodwill gekostet. Einzig die EVP
äusserte sich negativ über die Sauferei an sich.
Kommentar: Die Politiker sind offenbar nicht
lernfähig. |
04.09.2008 |
|
Bundesrat Couchepin übt sich in Jugendpolitik.
(Quelle:
NZZ, 3.9.08) |
In Zimmerwald bei Bern versammelte er die
Medienvertreter zu seinem jährlichen Gespräch. Er
kündigte eine Totalrevision des Jugendförderungsgesetzes
an.
Kommentar: Eine Gruppe Jugendlicher hat wieder
einmal gegen die Gesellschaft eine Art von Gewalt
ausgeübt, wie z.B. 1968, und schon reagiert der
Bundesrat. Es wäre doch angebracht, wenn die Politik von
sich aus erkennen würde, dass es eine durchdachte
Jugendpolitik (und Alkoholpolitik) als permanente
Aufgabe braucht. Aber Achtung, nicht nur die offene
Jugendarbeit braucht Mittel, auch die organisierte
Vereinsjugend muss mindestens konkurrenzfähig sein, denn
sie vermittelt Werte, die unsere Gesellschaft braucht. |
03.09.2008 |
|
Streit um Polizeimassnahme vor Hochrisiko-Fussballspiel in
Zürich. (Quelle:
NZZ, 3.9.08) |
Im Mai 2007 verfügte das Polizeidepartement vor dem
Spiel Zürich:GC ein Verkaufsverbot für Bier bei zwei
Tankstellenshops und für Bier mit über 3 Vol.-% bei
sechs Restaurants um das Hardturmstadion herum. 2
Parteien rekurrierten an den Regierungsrat, der ihnen
recht gab. Nun hat das Verwaltungsgericht entschieden,
der Regierungsrat, d.h Rita Furrer von der
Volkswirtschaftsdirektion habe ihre Kompetenzen
überschritten, zuständig sei der Statthalter. Dessen
Entscheid kann wieder ans Verwaltungsgericht und dann
ans Bundesgericht weitergezogen werden. |
03.09.2008 |
|
Voranzeige: Samstag, 6. Sept. 2008, zwischen 10.10 und 10.50
Uhr: 5-6 min. Radio-Interview life |
mit Hermann T. Meyer auf Radio1 in Zürich (93,0 Mhz und
im Internet Online unter
www.radio1.ch) über Alkoholpolitik. Es ist eine
Wissenschaftssendung, ein populärwissenschaftliches
Magazin von und mit Dani Ambühl.
Gesprächsprotokoll vom 6.9.08 |
03.09.2008
06.09.2008
|
|
Eidgenössische Jugendsession vom 21. bis am 23. November im
Bundehaus Bern. |
Zusammen mit 199 anderen Schweizer Jugendlichen zwischen
14 und 21 Jahren diskutierst du im frischen renovierten
Bundeshaus über aktuelle Themen, die euch beschäftigen.
Nutze die einmalige Chance PolitikerInnen zu treffen,
neue Leute kennenzulernen und deine Zukunft selbst in
die Hand zu nehmen.
Anmeldung
Das Thema "Alkohol" soll auch auf der vorläufigen
Traktandenliste stehen. |
03.09.2008 |
|
Zum Zürcher Botellón, Nachlese. (Quellen:
Tages-Anzeiger, 2.9.08; Leserbrief pendent
NZZ, 2.9.08) mit Kommentar
|
Die Zeitungen berichten über die Aufräumarbeiten auf dem
Rasen und in den Köpfen der Politiker. Der Schaden soll
20'000 Franken betragen. Politiker von links bis rechts
wollen die Verantwortlichen zur Kasse bitten. Der
TA-Chefredaktor liefert einen heuchlerischen Kommentar.
Die NZZ meint, auch der Soziologe, der im Tages-Anzeiger
zum Besuch des Botellón aufgefordert hatte, könnte
belangt werden.
Kommentar: Es geht weiterhin nur um den
wertvollen Rasen, die Gesundheit der Jugend ist nicht
das Thema. Fr. 20'000.-- im Vergleich zu Fr. 300'000 bei
jedem Krawall-Fussballspiel ist doch eine Bagatelle.
Dabei weiss doch jeder, dass ein Betrunkener zuerst sein
Verantwortungsbewusstsein verliert. Jeder Botellón
dürfte nur erlaubt werden, wenn ein Sponsorenteam sich
verpflichtet, nüchtern zu bleiben und anschliessend
aufzuräumen. Das wäre doch ein Job für Eltern,
Soziologen und Journalisten. |
02.09.2008 |
|
Jugendschutz Alkohol und Tabak im Kanton Zürich - neue
Schilder. |
Seit dem 1. Juli 2008 ist das neue Gesundheitsgesetz im
Kanton Zürich in kraft.
Neu ist auch die kostenlose Weitergabe von Alkohol und
die Abgabe und der Verkauf von Tabakprodukten an unter
16-Jährige verboten.
Die
Stellen für Suchtprävention im Kanton Zürich haben
dafür neue Hinweisschilder gestaltet, die
dort
bestellt werden können. |
01.09.2008 |
Zum ersten Zürcher Botellón.
(Quelle:
NZZ, 1.9.08)
Tages-Anzeiger, 01.09.08 |
In ausführlichen Berichten meldet die Presse 2000
Teilnehmer, durchzogene Bilanz von Rettungskräften und
Polizei. Ein Einsatz von Gummischrot, ein paar
vorübergehende Festnahmen. 10 Verletzte kamen aus
verschiedenen Gründen in Spitäler. 6 t Abfall. Die
Blatterwiese musste wegen der Glasscherben gesperrt
werden. Kosten: Mehrere 10'000 Franken. |
01.09.2008 |
|
Botellón: Friedliches Trinkgelage in Bern |
Eine Openair-Party mit über 1200
trinkfreudigen Besuchern - und keiner einzigen Toilette.
So präsentiert sich die Botellón in Bern. Die Polizei
hielt sich zurück. Es blieben 2,5 t Abfall.
(Quelle:
Tages-Anzeiger,
31.8.08) |
01.09.2008 |
|
Die Berichterstattung zum Weltkrebskongress in Genf ist
ungenau. (Quelle: Tages-Anzeiger, 30.8.08) |
Der Tages-Anzeiger setzt den grossen Titel "Rauchen und
Bewegungsmangel erhöhen das Risiko. Im Kleingedruckten
kommt dann zum Vorschein, dass Alkohol eine grosse Rolle
als Krebsrisiko spielt. Ein Wissenschafter rät den
Nichtrauchern, "ein gesundes Körpergewicht halten,
körperlich aktiv sein, Alkohol - wenn überhaupt - nur in
kleinen Mengen konsumieren und sich gesund ernähren." |
01.09.2008 |
|
Erleichterung nach dem ersten Zürcher Botellón. |
Die Zeitungen melden, dass bei Redaktionsschluss um 21
Uhr gemäss Polizeiangaben rund tausend Teilnehmer
friedlich versammelt waren, die Morgennachrichten von
DRS1 berichteten von mehreren hundert Teilnehmern, wenig
Problemen, aber von viel Abfall. Es fanden noch andere
Grossanlässe in Zürich statt. |
30.08.2008 |
Ärztliche Tipps für die geplante Sauferei.
(Quelle:
Tages-Anzeiger,
29.8.08) |
Für den Zürcher Stadtarzt Albert
Wettstein liegt es drin, wenn ein Jugendlicher am
Freitagabend am Botellón in Zürich eineinhalb Liter
Bier trinkt. Was man auf keinen Fall trinken soll,
ist Bier mit harten Drinks (Wodka) gemischt. Dies
sei sehr gefährlich und könne zu Alkoholvergiftungen
führen. Mädchen und Frauen seien gefährdeter als
Burschen und Männer, da sie weniger Alkohol
ertragen.
|
29.08.2008 |
|
Die NZZ mokiert sich über die Entwicklung des Worts
"Massenbesäufnis". |
Es wird aufgezeigt, wie die ursprünglich entsetzte
Berichterstattung sich nach dem Tages-Anzeiger-Interview
mit einem Zürcher Sozialwissenschafter gewandelt und
einer weniger aufgeregten Schreibweise Platz gemacht
habe. Journalistische Spielregeln seien umgekehrt
worden. (Quelle:
NZZ, 29.8.08)
Kommentar: Was "ras" aber vergisst, ist, dass nie
über die wirklichen Probleme des neuen Phänomens
recherchiert und informiert wurde. Das hätte mit
"moralischer Übersäuerung" nichts, aber mit
journalistischer Pflicht (Presserat-Papiertiger) und
Prävention zu tun. Prävention heisst ja vorsorgen, bevor
das Kind in den Brunnen gefallen ist. |
29.08.2008 |
|
Vor dem Botellón in Zürich: Grossaufgebot der Hilfskräfte. |
Auch wenn man den Anlass nicht unterbinden könne, werde
man auf den Jugendschutz achten. Unter 16-Jährige, die
Alkohol konsumierten, würden unter Verrechnung der
Kosten nach Hause gebracht. Die medizinische Hilfe für
schwer Betrunkene werde ebenfalls verrechnet.
(Wahrscheinlich bezahlt dann die Krankenkasse) Soweit
die Stadtpolizei. Deren Vorsteherin, Esther Maurer ist
immer noch der Meinung, jene, die mit dem Vorsatz des
Besaufens hingingen, seien "im Hirn oben krank".
(Quelle:
NZZ, 29.8.08) |
29.08.2008 |
|
Die gestrige Club-Sendung auf SF1:
Massenbesäufnisse – viel Lärm um nichts? |
Kommentar: Eine Diskussionsrunde über
Jugendalkoholismus ohne eine einzige
Alkohol-Präventions-Fachperson. Was konnte da
herauskommen? Es ist die grosse Ernüchterung. Sieg für
die Alkoholindustrie. (Siehe
unseren ausführlicheren Kommentar dazu) |
27.08.2008 |
|
Der Kanton Luzern wird nun aktiv beim Jugendschutz. |
Die Luzerner Regierung plant nun Massnahmen. So soll
eine Arbeitsgruppe eingesetzt werden, die einen
kantonalen Alkoholaktionsplan erstellt. Zudem soll die
gesetzliche Grundlage für Testkäufe geschaffen werden,
mit denen man die Verkaufsstellen überprüfen will. Als
dritte Massnahme will der Regierungsrat die
Alkoholabgabe an unter 16-Jährige unter Strafe stellen. (Google
Alkohol Alert, 26.8.08)
Zisch, Neue Luzerner Zeitung online, 26.8.08 |
26.08.2008 |
|
Telefonbefragung in der Schweiz zwischen Januar und März
2008. |
Im Fall von Alkohol am Steuer forderten 89 % eine
konsequente Strafverfolgung. In Bezug auf Fahren in
angetrunkenem Zustand schätzten 10 %, im Jahr 2007
zumindest einmal mit einem Alkoholwert von mindestens
0,8 Promille unterwegs gewesen zu sein. Die Befragung
wurde vom Institut MIS Trend zwischen Januar und März
telefonisch bei 6000 Personen mit Schweizer Wohnsitz
durchgeführt. Auftrageber waren das Bundesamt für
Statistik und die Beratungsstelle für Unfallverhütung. (Google
Alkohol Alert, 26.8.08)
News.search.ch, 25.8.08 |
26.08.2008 |
|
Massenbesäufnisse – viel Lärm um nichts?
Heute abend im
Club auf SF1, Moderation. Christine Maier |
Ausstrahlung SF 1: Dienstag, 26. August 2008, 22.20 Uhr
Ausstrahlung SF 1: Mittwoch, 27. August 2008, 01.40 Uhr
Ausstrahlung SF 1: Donnerstag, 28. August 2008, 12.45
Uhr
Ausstrahlung SF 1: Samstag, 30. August 2008, 14.20 Uhr |
26.08.2008 |
|
Interview im Migros-Magazin zu den Botellónes mit Paul
Nolte, Sozialwissenschafter. (Quelle:
Migros-Magazin, 25.8.08) |
"Jugend und Alkohol" gehörten schon immer zusammen",
lautet die dicke Überschrift. Er meint, Verbote und
staatliche Regelungen seien grundsätzlich nicht
geeignet, gesellschaftliche Probleme zu lösen. Eine
freie Gesellschaft sollte auf Erziehung und nicht auf
staatliche Verbote setzen.
Kommentar: Seine Aussagen sind voller
Widersprüche, verkaufen sich aber gut. siehe unsern
Leserbrief vom 25.8.08,
den wir ausnahmsweise sofort veröffentlichen, da das
Migros-Magazin unsere Briefe seit einiger Zeit
ignoriert. |
25.08.2008 |
|
"Es muss nicht immer Alkohol sein". Interview mit dem
Initiator der Genfer Bolellónes. |
1300 junge Menschen trafen sich im Juli
im Parc aux Bastions in Genf zu einer ausgelassenen
nächtlichen Party. Verabredet hatten sie sich über das
Internetportal Facebook. Schweizer Zeitungen
bezeichneten die Feier als »Massenbesäufnis« und
behaupteten, die Jugendlichen hätten einen
»Schweinestall« hinterlassen. (Google
Alkohol Alert, 25.8.08)
Jungle World online, 25.8.08 |
25.08.2008 |
|
Der Tages-Anzeiger lässt einen spanischen Soziologen zu Wort
kommen. |
Artemio Baigorri, Autor von "Botellón. Un conflicto
postmoderno" analysiert dieses für uns neue
Trinkverhalten der Jugendlichen und erläutert, wie sie
in Spanien damit umgehen. Er gibt zu, dass Minderjährige
so leichter an Alkohol kommen, auch ganz junge. Jeder
einzelne sei zuviel. (Quelle:
Tages-Anzeiger,
22.8.08)
Kommentar: Er übersieht, dass auch das Botellón
im Interesse der Alkoholindustrie ist. Dass die
Repression in Spanien nicht half, ist verständlich.
Leider fragt er nicht nach anderer Prävention, wie
dieser Unsitte vorgebeugt werden kann. Die
jahrhundertealte Trinktradition muss als Entschuldigung
herhalten. Dabei ist erwiesen, dass der
Jugendalkoholismus seit langem im Zunehmen begriffen ist
und für die Zukunft eine schwere Hypothek darstellt. |
23.08.2008 |
|
Die Stellung der beiden extremen Jungparteien zum Botellón. |
Die Jungsozialisten rufen zur Teilnahme auf, die Junge
SVP des Kantons Zürich ist empört darüber und lädt zu
einem alkoholfreien Mitgliederanlass der JSVP ein.
Kommentar: Es ist kurios: Die Jungen der SP, die
immer geschlossen wichtige Präventionsmassnahmen
unterstützt, sind für Botellóns, die Jungen der SVP, die
immer geschlossen wirksame Prävention bekämpft sind
dagegen. Leider gehen bei den meisten mit zunehmendem
Alter die jugendlichen Ideale verloren. So ist bei der
SVP mit keiner Besserung auf diesem Weg zu erhoffen.
(Quelle: NZZ,
23.8.08) |
23.08.2008 |
|
Pierre Maudet, Genfer Stadtrat und Präsident der Eidg.
Jugendkommission zur Alkoholpolitik: |
Anlässlich einer Sitzung in Genf äusserte er eigenartige
Ansichten zum Jugendschutz (siehe
neueste Zitate) und unterstützungswürdige zu
Freiräumen für Jugendliche. (Quelle:
Tages-Anzeiger,
22.8.08) |
23.08.2008 |
|
Das gestrige Genfer Massentrinken im Regen ertrunken. |
Nur 200 bis 300 wasserfeste Jugendliche wagten sich an
das von der Stadtbehörde genehmigte Treffen. Anfänglich
hätte es mehr Schaulustige als Teilnehmer gehabt.(Quelle:
Tages-Anzeiger,
22.8.08) |
23.08.2008 |
|
Heute auf Radio DRS1, 09.00: Treffpunkt: Werbung - die
tägliche Verführung. |
Kommentar: Beinahe 2 Std. füllte Radio DRS1 mit
ziemlich belanglosem Geplauder über die ach so harmlose
Werbung. Eine eindeutige Werbeveranstaltung für die
offenbar mit einem Imageproblem kämpfende Werbebranche.
Kein Wort zu Werbeverboten, Suchtmittelwerbung,
Sportsponsoring, Schleichwerbung für Alkohol. Das hätte
natürlich den Rahmen der Sendung gesprengt.
Recherchieren ein Fremdwort. Kommt dafür eine
Fortsetzung?
Gesamte Sendung, 45,4 MB mp3
DRS1, Treffpunkt, 22.8.08 |
22.08.2008 |
|
Der Tages-Anzeiger will beruhigen. |
In seinem Artikel "Jugendliche trinken weniger als auch
schon" wird das Trinkverhalten Schweizer Jugendlicher
mit Säulengrafik dargestellt. Gezeigt werden
4-Jahresschritte von 1986 bis 2006.
Kommentar: 2002 war die Alcopop-Spitze. Durch die
Alcopop-Steuer brach deren Verkauf auf etwa einen
Viertel ein. Der Konsum stieg, verglichen mit der
Vor-Alcopop-Periode, trotzdem um gut 3,5%. Die
Alcopop-Steuer vermochte somit den Konsum-Anstieg nicht
ganz zu bremsen. Er war etwa gleich gross wie in der
vorangehenden Periode 1994-98. Der Gesetzgeber
unterliess es, zusätzlich zu reagieren. Auch das NPA
(Nationales Programm Alkohol) in diesem Jahr wurde zur
Alibiübung und mag die Jugendlichen zu ihren
provokativen Botellóns ermutigt haben. (Quelle:
Tages-Anzeiger,
22.8.08) Leserbrief pendent |
22.08.2008 |
|
Winterthurer Stadtrat unterliegt am Bundesgericht |
Das Bundesgericht sagt, Strassenbeizen brauchen eine
Baubewilligung. Nun brauchen sämtliche bestehende
Strassenbeizen eine Baubewilligung.
(Quelle:
Tages-Anzeiger, 21.8.08) |
21.08.2008 |
|
Auch heute grosse Medienpräsenz für Botellón |
Tages-Anzeiger und NZZ unterstützen die Entscheidung des
Zürcher Stadtrates, das Massenbesäufnis nicht zu
verbieten. Der Stadtrat wolle keinen Krieg gegen
Jugendliche führen. (Quellen:
Tages-Anzeiger, NZZ, 21.8.08)
Leserbrief NZZ, 21.8.08 |
21.08.2008 28.08.2008 |
|
Genf und Zürich tolerieren, Lausanne lehnt Botellóns ab.
Tages-Anzeiger online, 20.8.08
siehe auch Homepage,
Top aktuell SF1, 10 vor 10,
20.8.08 |
Lausanne verbietet das am kommenden Samstag
geplante «Massenbetrinken». Die Stadtregierung will eine
solche Veranstaltung für den Alkoholkonsum im
öffentlichen Raum nicht dulden.
Die Genfer Stadtregierung wird das für kommenden
Freitagabend geplante «botellón» tolerieren. Allerdings
ist die Bewilligung des Trinkgelages im Bastions-Park an
Bedingungen geknüpft worden, wie Stadtpräsident Manuel
Tornare am Mittwoch an einer Pressekonferenz bekannt
gab. Die Stadt will Toiletten zur Verfügung stellen,
während sich die Jugendlichen dazu verpflichtet hätten,
Massnahmen zu treffen, um Auswüchse zu verhindern. Falls
nötig, wollen sie auch Reinigungsequipen organisieren.
Der Zürcher Stadtrat hat heute beschlossen, dass
er kollektive Saufveranstaltungen - so genannte
Botellóns - in Zürich grundsätzlich missbilligt und
ablehnt. Er hält zudem fest, dass zurzeit kein
Bewilligungsgesuch für eine solche Veranstaltung
vorliege. Eine Bewilligung würde der Stadtrat auch nicht
erteilen, heisst es in einer Medienmitteilung. Für
Sanitätsdienste will die Stadt nachträglich den
Betroffenen Rechnung stellen. Von den spanischen
Erfahrungen will man lernen.
Kommentar: Der Zürcher Stadtrat hat sich wie Genf
für die weiche Linie entschieden. Die Kosten wird er nie
eintreiben können. In den Online-Kommentaren wurde
häufig erwähnt, wir hätten ja schon jede Menge
öffentliche Besäufnisse, sie hätten nur beschönigende
Namen, wie Fasnacht, Sechseläuten, Street Parade,
Turnfeste, usw. Völlig richtig. Deshalb bräuchten wir
eine richtige Alkoholpolitik. |
20.08.2008 |
|
Die Medien sind weiter voll mit Meldungen zum Botellón
(Quellen:
NZZ,
Tages-Anzeiger, Zürcher Oberländer, Der Landbote,
20.8.08 |
Der Initiant in Zürich hat sich offiziell von seinem
Aufruf distanziert. Die Medien hätten ihn falsch
zitiert. Ein Soziologieprofessor wird zitiert mit:
"Jugendliche, macht Massenbesäufnisse, es gibt
Dümmeres!" Das Blaue Kreuz spricht sich für die
Tolerierung mit flankierenden Massnahmen aus.
Kommentar: Eine offene, derartige neue
Drogenszene sollte nicht in unser öffentliches Leben
Eingang finden und wenn möglich zur Tradition werden.
Wir haben schon genug ähnliche Konsumvarianten, welche
die Volksgesundheit und die Gesellschaft allgemein
belasten. Die bürgerlichen Politiker, die sich nun
plötzlich mit den Konsequenzen ihrer neo-liberalen
Propaganda konfrontiert sehen und zurückkrebsen, sollten
dies als Wink des Schicksals erkennen und endlich zu
einer echten Alkohol- und Jugendpolitik Hand bieten.
|
20.08.2008 |
|
Im ersten Halbjahr 2008 gab es im Kanton Luzern 17 Prozent
mehr Unfälle durch Alkohol als im Vorjahr. |
Dabei wurden auch neun Personen mehr verletzt. Die
auf den 1.1.2005 eingeführte tiefere Promillegrenze
von 0.5 Promille hat sich offensichtlich nur
kurzfristig positiv auf das Unfallgeschehen
ausgewirkt. (Quelle:
polizeinews.ch, 18.8.08)
|
19.08.2008 |
|
Esther Maurer, die Zürcher Polizeivorsteherin will das
Massenbesäufnis verhindern. |
Auch die Mutter des Organisators hofft, dass es nicht
stattfindet. Dessen Name wurde im Tages-Anzeiger
veröffentlicht. Der Stadtrat wird sich am Mittwoch an
seiner Sitzung mit dem Botellón befassen.
Tages-Anzeiger, 19.8.08
NZZ, 19.08.08 |
19.08.2008 |
|
Nun ruft ein 17-jähriger Lehrling zu Massenbesäufnis in
Zürich auf. |
Nach dem spanischen Muster soll ein "Botellon" am 29.
August 08 auf der Blatterwiese beim Chinagarten in
Zürich stattfinden. Die Stadtpolizei klärt die
rechtliche Situation ab. (Quelle:
Tages-Anzeiger, 16.8.08)
Tages-Anzeiger, 18.8.08 (mit
vielen Kommentaren, auch
unserem) |
18.08.2008 |
|
Jetzt wollen die Wirte im Kanton Zürich wissen, ob Testkäufe
erlaubt sind. |
Die Statthalter seien uneins, sagt Ueli Hofmann,
Präsident der Statthalter-Konferenz. Ein Gericht müsste
entscheiden. Ob aber die Wirte bis Bundesgericht gehen
wollten, sei ungewiss. (Quelle:
Tages-Anzeiger, 16.8.08) |
18.08.2008 |
|
Nun gibt es auch in der Westschweiz Massenbesäufnisse. (Quelle: Tages-Anzeiger,
14.8.08) |
Nach dem Harassenlauf in Basel, der Street Parade in
Zürich, werden nun auch in Lausanne und Genf
Massenbesäufnisse organisiert. Die Behörden sind ratlos,
es sei legal, sich in der Öffentlichkeit zu betrinken.
Der Tagesspiegel, 14.8.08
Kommentar: Sie haben sich
offenbar noch nicht systematisch mit Alkoholpolitik in
der ganzen Breite befasst. Es besteht dort ja auch kaum
ein Problembewusstsein auf diesem Gebiet.
Es gäbe gesetzliche, kurzfristige Massnahmen, die
andernorts bereits praktiziert werden. Viel wichtiger
wäre es, wenn die kantonalen und nationalen
Parlamentarier und Behörden endlich zu einer
überparteilichen, wirksamen Alkoholpolitik fänden, die
das gesellschaftliche Problem Alkohol in „erträgliche“
Bahnen lenken würde. (siehe Leserbrief,
15.8.08)
|
15.08.2008
19.08.2008 |
|
Testkäufe sind in der Schweiz zulässig. |
Jugendliche sollen weiterhin für Alkohol-Testkäufe
eingesetzt werden dürfen. Das hat die Konferenz der
Statthalter am Dienstag bekanntgegeben. Google
Alkohol Alert, 14.8.08)
Zürcher Unterländer, 14.8.08 |
15.08.2008 |
|
Zahlensalat zum Alkoholkonsum an der Street Parade. |
|
15.08.2008 |
|
Blog von Kristina Bergmann mit Bezug zur Street Parade und
Alkohol. |
...Traurig bei der Streetparade machte mich eigentlich
nur der Alkoholkonsum. ...Als ich in die
arabisch-islamische Welt reiste, erregte meine grösste
Bewunderung, dass dort Alkohol zum Feiern und Lustigsein
keine oder eine untergeordnete Rolle spielt. Die Araber
können Witze reissen, kreischen vor Lachen, auf Tischen
tanzen und flirten und trinken dabei nur Tee! (Quelle:
NZZ, 13.8.08) |
15.08.2008 |
|
Die Zukunft der Street Parade soll noch in diesem Jahr
entschieden werden. |
Der Gesamtstadtrat will über die Bewilligung für
nächstes Jahr entscheiden. Nun sammelt das
Polizeidepartement von allen beteiligten Stellen eine
Bilanz ihrer Erfahrungen. Wichtig wird die Beurteilung
des Alkoholkonsums sein.
NZZ,
12.8.08
|
12.08.2008 |
|
Polizei bezeichnet Alkohol und Drogen an der Zürcher Street
Parade weiterhin als «grosses Problem» |
|
11.08.2008 |
|
"Die Sache mit dem Rausch", Artikel zur Street Parade in
Zürich. |
Die Street Parade hat in ihrer
17-jährigen Geschichte massive Umwälzungen erfahren -
und mit ihr auch der Drogenkonsum. Das mittlerweile
grösste Problem ist der Alkohol. Google
Alkohol Alert, 8.8.08) Tages-Anzeiger,
7.8.08 |
09.08.2008 |
|
Wer mässig Alkohol trinkt, kann jetzt punkten. (Quelle: Google
Alkohol Alert, 7.8.08) |
Von offizieller Seite her hat das innovative
Präventionsprojekt «Poinzz» aus Solothurn in Luzern
einen Korb erhalten. Trotzdem soll schon bald in
hiesigen Clubs auf Tour gegangen werden. Neue
Luzerner Nachrichten online, 6.8.08 |
09.08.2008 |
|
Der Infoset-Newsletter August 08 ist erschienen. |
Informationen zu allen Suchtgebieten.
Newsletter-Bestellung hier. |
06.08.2008 |
|
Zahlen & Fakten der SFA: |
Die Schweizerische Fachstelle für Alkohol und andere
Drogenprobleme (SFA)
hat ein Update zur Online-Ausgabe von "Zahlen & Fakten"
ins Netz gestellt. Die Aktualisierungen betreffen die
Kapitel "Alkohol
- Produktion und Handel" und "Alkohol
- Besteuerung". (Quelle:
Infoset-Newsletter August 08) |
06.08.2008 |
|
Risiken und Nebenwirkungen von
Pillen-Cocktails und Alkohol an der Zürcher Street Parade. |
Am 9. August tanzen die
Fans der Street Parade erneut zu bebenden Rhythmen rund
ums Zürcher Seebecken. Für sie hält die Schweizerische
Fachstelle für Alkohol- und andere Drogenprobleme (SFA)
Informationen über die Risiken des Substanzkonsums
bereit. Die SFA rät davon ab, den Durst mit Alkohol zu
löschen. Gefährlich ist, nach Ecstasy oder anderen
Partydrogen zu greifen. Die Pillen und der gleichzeitige
Konsum verschiedener Drogen erzeugen ungeahnte Folgen.
SFA-Medienmitteilung, 4.8.08 |
04.08.2008 |
|
Testkäufe am Wettiger-Fäscht. Ein Skandal.
(Quelle: Tages-Anzeiger, 2.8.08) |
Knapp die Hälfte der Beizen, Bars und Feststände haben
gegen die Jugendschutz-Bestimmungen verstossen. Dies sei
ein besseres Ergebnis als bei "normalen" Betrieben. Die
Gesundheitskommission will nun weitere Testkäufe
durchführen.
Kommentar: Es ist ein Skandal, dass nach Jahren
mit vielen Testkäufen in zahlreichen Gebieten der
Schweiz immer noch der kleine Zusatzgewinn mehr zählt
als die Gesundheit und die Zukunft der Jugendlichen.
Wann wird endlich schweizweit einheitlich streng
durchgegriffen? |
02.08.2008 |
|
Schweizer tranken 2007 8,8 Liter reinen Alkohol pro Kopf(Quelle: Google
Alkohol Alert, 29.7.08) swissinfo.ch,
28.7.08 |
Das sind zwei Deziliter mehr als im Vorjahr.
Durchschnittlich wurden in der Schweiz im letzten Jahr
39,3 Liter Wein, 57,4 Liter Bier und 4 Liter Spirituosen
konsumiert, wie aus der Statistik der Eidgenössischen
Alkoholverwaltung (EAV) hervorgeht.
Medienmitteilung: Spirituosenstatistik 2007 der
Alkoholverwaltung (PDF 176 KB) |
30.07.2008 |
|
Der Zürcher Regierungsrat antwortet auf eine Anfrage im
Kantonsrat betr. "Flat-Rate"-Parties. (Quelle: Google
Alkohol Alert, 25.7.08) |
A N F R A G E von Peter Ritschard
(EVP, Zürich), Hans Fahrni (EVP, Winterthur) und Peter
Reinhard (EVP, Kloten)
betreffend Alkohol an Jugendliche zu einer flat-rate"
Er findet, es seien keine neuen gesetzlichen Massnahmen
nötig. Die bestehenden genügten.(Quelle:
Tages-Anzeiger,
24.7.08)
Kommentar: Dass Flatrate-Parties mit den
bestehenden Gesetzen nicht gestoppt werden können, zeigt
die bisherige Praxis. Das Kontroll-Personal fehlt und
der Wille durchzugreifen. Das Argument mit den wirksamen
Testkäufen ist nicht stichhaltig, weil diese die
Flatrate-Parties nicht einschliessen. Der Artikel mit
dem Abgabeverbot an Betrunkene ist seit Menschengedenken
im Gesetz und wurde noch kaum je durchgesetzt.
Wahrscheinlich ist dessen Durchsetzung gar nicht möglich
und das Gesetz hat nur Alibifunktion. Es täuscht vor,
dass etwas unternommen wird. |
27.07.2008 |
|
Die Schweizer Werbung SW ist in Sorge wegen Werbeverboten. |
Sie hat die jüngsten Entwicklungen aufdatiert und eine
Tabelle mit den im Moment geltenden Vorschriften
zusammengestellt. In insgesamt 21 Kantonen sind Motionen
lanciert worden, lediglich drei Kantone haben
Werbeverbote abgelehnt. Die Liste ist auf ihrer Webseite
noch nicht erhältlich. Wahrscheinlich ein Versehen.
Schweizer Werbung, 22.7.08 |
24.07.2008 |
|
Die Suchtpräventionsstelle Zürich-Oberland sieht neuen
Präventions-Ansatz. (Leserbrief pendent) |
Bei 16 - 20-Jährigen sei in erster Linie zu verhindern,
dass soziale und berufliche Entwicklungsaufgaben
verpasst würden. (Quelle: Kiebitz,
17.7.08)
Trinken und Kiffen: In der Jugend Chancen verpassen -
Info Nr. 31
Kommentar: Dass dieser Aspekt bisher zu Unrecht
vernachlässigt wurde, mag daher rühren, dass das
Alkoholproblem nicht ganzheitlich gesehen wird, sondern
nur gerade die aktuellen Themen interessieren, und dass
die Beratungsstellen sich mehr für Sekundär- und
Tertiär-Prävention einsetzen. Dasselbe passiert jetzt
wieder mit dieser Prioritätensetzung. Wer spricht schon
von den Hunderttausenden von Kindern, die später in
alkoholbelasteten Familien der heutigen Bingetrinker
aufwachsen müssen? |
18.07.2008 |
|
Der Zürcher Stadtrat bleibt bei seinem Entscheid betr.
Street Parade. |
An der diesjährigen Street Parade werden keine
zusätzlichen Bars und Musikanlagen im Freien bewilligt.
Eine diesbezügliche Petition wurde nicht berücksichtigt.
Im Hauptbahnhof wird ab 22.00 Uhr kein Alkohol verkauft.
Alkoholfreie Getränke müssen mindestens 2 Fr. billiger
abgegeben werden als alkoholisches Bier. Alkohol-exzesse
würden nicht mehr geduldet, sonst gäbe es für den Anlass
keine Bewilligung mehr. (Quelle:
Tages-Anzeiger, 17.7.08) |
18.07.2008 |
|
Zürcher Regierungsrat gegen präventive Massnahme im
Gastgewerbegesetz.
Motion 154/2008 Änderung des Gastgewerbegesetzes für
zeitlich beschränktes Alkoholausschankverbot bei
Grossveranstaltungen |
Im Zürcher Gastgewerbegesetz soll vorerst kein
«zeitlich beschränktes Alkoholausschankverbot»
statuiert werden. Der Zeitpunkt für eine solche
präventive Massnahme ist nach Meinung des
Regierungsrates verfrüht. Neben gesundheitlichen und
umweltrechtlichen Gesichtspunkten auch
Sicherheitsaspekte ins Gastgewerbegesetz
aufzunehmen, sprenge den «Charakter des Gesetzes».
Dies schreibt der Regierungsrat in einer
Stellungnahme vom Donnerstag zu einer Motion der
beiden Kantonsräte Peter Ritschard (evp.) und
Patrick Hächler (cvp.). Mit der präventiven
Massnahme bei Grossveranstaltungen könne zudem nur
ein Teil der Probleme gelöst werden. Zwar sei ein
Zusammenhang zwischen übermässigem Alkoholkonsum und
Gewalt unbestritten. Das Gastgewerbegesetz regle
jedoch nur die Abgabe von Alkohol in Gaststätten und
Verkaufsstellen. (Quelle: Google
Alkohol Alert, 18.7.08)
NZZ-online, 17.7.08
Kommentar: Man vermisst einen
Alternativ-Vorschlag der Regierung. Das Argument
"Sicherheitsaspekte" ist sehr eigenartig, geht es
doch vor allem um Sicherheit im Gastgewerbegesetz.
Salmonellen oder zu viel Alkohol oder zu früh
Alkohol oder ein Messer im Magen - alles hat mit der
Sicherheit von Gästen oder Passanten zu tun.
Vielleicht entscheidet der Kantonsrat besser.
|
18.07.2008 |
|
Radio DRS1 fand wieder eine Serie, wo sie Weinwerbung
unterbringen konnte. |
Unter dem Label "Sommergeschichten mit Geschichte" um
13.00 Uhr brachte es gestern als ersten viertelstündigen
Beitrag den Glykol-Wein-Skandal in Österreich von 1985.
Wir wurden informiert, was alles unternommen wurde, um
den Skandal aus den Köpfen der Leute zu entfernen. Am
Schluss gab es persönliche Aussagen, wofür der Wein gut
sei und "zum Wohl". (Quelle:
Radio DRS1, 16.7.08)
Kommentar: Selbstverständlich keine
Weinschleichwerbung. |
17.07.2008 |
|
Grosser Artikel einer Alkohol-Lobbyistin, der die
angeblichen gesundheitlichen Vorteile von Bier anpreist. |
Es sei der Alkohol, also auch im Bier, was Gutes
bewirke, dazu die andern Inhaltstoffe. Kein Hinweis auf
Schädlichkeit.
Kommentar: Bis die Volksmeinung endgültig kippt,
tanzt der Tages-Anzeiger auf allen Hochzeiten. Dass es
dabei um Menschenleben geht, ist nicht wichtig. |
16.07.2008 |
|
Testkäufe in Bubikon, ZH |
4 von 14 Betriebe verkauften Alkohol an unter
16-Jährige, wie der Gemeinderat mitteilte. (29%)
(Quelle:
Tages-Anzeiger, 16.7.08) |
16.07.2008 |
|
Bürgerliche Politiker haben die «Aktion Medienfreiheit»
gegründet. (Quelle:
NZZ, 12.7.08)
Tages-Anzeiger, 12.7.08 |
Sie wollen gegen Bevormundung und Verbote im
Kommunikationssektor kämpfen und sich für mehr
Wettbewerb einsetzen. Werbeverbote dürfe es nicht für
Produkte geben, die legal verkauft würden. Im Herbst
soll es parlamentarische Vorstösse geben. Im Vorstand
sitzt neben Philippo Leutenegger (fdp) auch Reto Wehrli
(cvp).
Kommentar: Ob es ein Zufall ist, dass diese
Gründung kurz nach dem Bundesrats-Entscheid zum
verwässerten NPA erfolgt? Möchten sie die Gunst der
Stunde nützen und nachstossen? Dass auch die CVP
vertreten ist, zeigt einmal mehr deren sozial-politische
Heuchelei. (Oder nennt man das einfach ein weites
Spektrum?) |
12.07.2008 |
|
Beide Basel gehen zusammen bei mehr Jugendschutz.
(Quelle: NZZ, 11.7.08) |
Am Mittwoch stellte der Regierungsrat des Kantons
Basel-Land eine Teilrevision des Gastgewerbegesetzes
vor: Bewilligungspflicht für den Verkauf von Wein und
Bier, Weitergabe von Alkoholika an Minderjährige wird
strafbar, betrunkene Jugendliche dürfen von der Polizei
in Obhut genommen werden und die Eltern müssen sie
abholen. Basel-Stadt werde ähnliche Vorlage bringen. |
12.07.2008 |
|
Generelles Verkaufsalter 18? (Quelle:
Tages-Anzeiger, 10.7.08) |
Es gilt erst im Kanton Tessin. Der Bund wagt sich nicht
vor und verweist auf die Kantone. Aber auch die
kantonalen Gesundheitsdirektoren seien mehrheitlich
dagegen. Jetzt komme noch eine offizielle Umfrage bei
den Kantonen.
Kommentar: Man kann sich fragen, was die Aufgabe
der Gesundheitsdirektoren ist. Bessere Lösungen
anstreben und dafür sich einsetzen oder den Weg des
geringsten Widerstandes gehen. Die Kontrollen würden
eher vereinfacht. Aber eben, der Umsatz könnte
zurückgehen. Da fehlt es eindeutig an der richtigen
Prävention, die solche Massnahmen verständlich und
akzeptierbar macht. |
10.07.2008 |
|
Verbesserungen des Jugendschutzes sind aktuell.
(Quelle:
Tages-Anzeiger, 10.7.08)
s/Kommentar |
Die Weitergabe von Alkoholika an Jugendliche unter dem
Mindestalter ist im Kanton Bern seit 2 Jahren, im Kanton
Zürich seit einer Woche verboten. In den Kantonen
Schwyz, Zug und St. Gallen läuft die Diskussion darüber.
Eltern sind ausgenommen, aber sie dürfen die Gesundheit
des Kindes nicht gefährden.
Kommentar: Wie schön, dass man einmal gleicher
Meinung sein darf. |
10.07.2008 |
|
Das Bundesamt für Kommunikation führt regelmässige
Programm-Beobachtung ein. |
Die hiesigen Radio- und TV-Programme werden
künftig regelmässig analysiert. Das Bundesamt für
Kommunikation hat dazu Wissenschafter beauftragt.
Ferner wird die SRG-Führung zentralisiert. (Quelle:
NZZ, 10.7.08)
Kommentar: Hoffentlich wird auch die
Alkohol-Schleichwerbung ein Thema.
|
10.07.2008 |
|
Alkohol und Medikamente, eine bisher wenig beachtete
Problematik. |
Während in den USA die Problematik des
Medikamentenmissbrauchs durch Jugendliche seit den
90er-Jahren aktuell ist, wird sie bei uns erst jetzt
mehr beachtet. (Quelle: Google Alkohol
Alert, 10.07.08)
NZZ, 10.7.08
Ärzte Zeitung.de, 8.7.08 |
10.07.2008 |
|
Die Zahl der Todesopfer und Schwerverletzten ist gegenüber
2006 gestiegen. |
Erstmals seit 2003 sind nicht nur mehr Schwerverletzte
(5235 gegenüber 5066), sondern auch mehr Todesopfer (384
gegenüber 370) als im Vorjahr zu beklagen. Soweit einige
der wichtigsten Ergebnisse der
Statistik der Strassenverkehrsunfälle 2007, die vom
Bundesamt für Statistik (BFS) herausgegeben wird. Die
Zahl der Schwerverletzten mit Alkohol stieg um 0.6%, die
der Toten sank um 5%
Kommentar: Die alkoholbedingten Zahlen sind immer
noch besser als die Gesamt-Zahlen. Der Abwärtstrend seit
der Einführung der 0.5‰-Grenze scheint zu Ende zu sein.
Jetzt gilt es, das Erreichte zu halten. Ein nächster
Schritt wäre die 0.2‰-Grenze, häufigere Kontrollen oder
strengere Strafen. die Schweiz schneidet im
internationalen Vergleich sehr schlecht ab. (siehe
"International", 1.7.08) (Quelle:
Basler Zeitung, 8.7.08) |
08.07.2008 |
|
Studie zur Parteienfinanzierung in der Schweiz. |
Bei der FDP ist das nationale Budget 94%
fremdfinanziert, bei der CVP und der SVP sind es 75%,
bei der SP 62 und bei den Grünen 60%. (Quelle:
NZZ, 8.7.08)
Kommentar: Da viele Beträge nicht über die
Parteizentrale laufen, ist die Studie ziemlich wertlos.
Auch werden die Quellen nicht offengelegt. Die
Abhängigkeit der Parteien von den Geldgebern ist
offensichtlich. |
08.07.2008 |
|
Der Aufwand des Bundes für Öffentlichkeitsarbeit. |
Mit 69,2 Mio. Fr. und 237 Stellen hat der Bund 2007
Öffentlichkeitsarbeit betrieben. Der zweitgrösste Posten
viel beim EDI, an. (BAG 5,5 Mio. Fr.) Das BAG
finanzierte damit Informations- und Präventionskampagnen
(Aids, Alkohol, Tabak, Organtransplantationen)
(Quelle: NZZ, 8.7.08)
Kommentar: Es scheint, als hätte das BAG einen
Weg gefunden, gestrichene Präventionsbeträge zu
kompensieren. |
08.07.2008 |
|
Die Fachzeitschrift
Abhängigkeiten 01/2008 ist erschienen: |
Fachzeitschrift für Forschung und Praxis der
Prävention und Behandlung. Folgende Beiträge sind online
erhältlich:
-
Tabakpolitik: Bremst oder stimuliert sie die
Alkoholpolitik? Von Michel Graf (pdf) - -
Sachkompetenz, Überzeugungskraft und Reaktionsfähigkeit
sind die Basis für erfolgreiches Lobbying. Gespräch
mit Reto Wiesli, Public Health-Lobbyist in Bern (pdf)
(Quelle: Infoset Newsletter Juli 08) |
08.07.2008 |
|
Gesundheitsförderung und
Prävention - Spectra Nr. 69: |
Informationsschrift des Bundesamtes für Gesundheit
(BAG). Die
aktuelle Ausgabe (pdf, 12S., 1,9Mb) beschäftigt sich
schwerpunktmässig mit dem Thema "Sport und Gewalt ". Aus
dem Inhalt:
- Bei Gewalttaten ist oft Alkohol im Spiel
- Interview zur Euro 08: Interview mit Regula Mader,
Regierungsstatthalterin im Amtbezirk Bern.
(Quelle: Infoset Newsletter Juli 08) |
08.07.2008 |
|
Die Juni-Ausgabe des Online-Magazins der Schweizerischen
Fachstelle für Alkohol- und andere Drogenprobleme (SFA) ist
erschienen. |
Sie ist
artikelweise oder als
Ganzes (pdf, 12S., 185Kb) online zugänglich. Aus dem
Inhalt: - Von Fussballfans und deren (Trink-)Sitten
- Transkulturelle
Prävention und Gesundheitsförderung
- Alterslimite für
Alkoholverkauf – Ein Plädoyer für 18 Jahre
(Quelle: Infoset Newsletter Juli 08) |
08.07.2008 |
|
Zahlen & Fakten der Schweizerischen
Fachstelle für Alkohol und andere Drogenprobleme (SFA) |
Die SFA hat ein Update zur Online-Ausgabe von "Zahlen &
Fakten" ins Netz gestellt. Die Aktualisierung betrifft
u.a. das Kapitel "Alkohol
und Jugendliche". (Quelle: Infoset
Newsletter Juli 08) |
08.07.2008 |
|
Unterschriftenkampagne von
Public Health Schweiz zur Unterstützung des NPA.
(Quelle:
Infoset Newsletter Juli 08) |
In einer Reihe von Artikeln griff der Schweiz.
Gewerbeverband zusammen mit anderen Organisationen
BAG-Direktor Thomas Zeltner an und bezeichnete ihn als "Gesundheitstaliban".
Ziel ist es, die nationalen Programme im Bereich
Alkohol,
Tabak sowie
Ernährung und Bewegung zu bekämpfen. Gleichzeitig
wird versucht, das
Präventionsgesetz abzuschiessen. Beides sind für
Public Health
Schweiz unverzichtbare Meilensteine für eine
Stärkung von Gesundheitsförderung und Prävention. Daher
hat Public Health Schweiz eine
Unterschrifskampagne lanciert: über
1'000 Unterzeichnenden (pdf, 17S., 100Kb) haben sich
für die
Stellungnahme (pdf, 1S., 36Kb) "Für eine wirksame
Prävention und Gesundheitsförderung – gegen Polemik und
Verunglimpfung von Amtspersonen" auf der Website von
Public Health Schweiz engagiert. Diese Unterschriften
wurden am 9. Juni an Bundespräsident Couchepin
übergeben.
Kommentar: Wenn die Fachleute nicht die
Öffentlichkeit mobilisieren können, bewirken sie in Bern
wenig. In der Presse war jedenfalls davon nichts zu
lesen. Deshalb auch die verspätete Meldung hier. |
08.07.2008 |
|
Der Infoset Newsletter Juli 2008 ist erschienen. |
Newsletter bestellen |
08.07.2008 |
|
Migros und Shell arbeiten zusammen im Tankstellen-Bereich |
Unter dem Namen Migrolino werden künftig 162
Tankstellenshops geführt, an den Zapfsäulen gibt es
Shell-Treibstoffe. Migrol-Benzin gibt es noch an 99
Tankstellen. Damit soll Coop besser konkurrenziert
werden können.
(Quelle:
Tages-Anzeiger, 5.7.08)
Kommentar: Wie lange geht es noch, bis Migros den
Namen ändert, um überall Alkohol verkaufen zu können? |
05.07.2008 |
|
Die Rechtmässigkeit der Testkäufe wird im Kanton Zürich in
Frage gestellt. (Quelle:
Tages-Anzeiger, 5.7.08) |
Der Statthalter des Bezirks Dielsdorf im Kanton Zürich
hat kürzlich eine Busse gegen einen Betrieb aufgehoben.
Verdeckte Ermittlung sei nur gegen schwere Delikte
erlaubt. Das Blaue Kreuz und die Gemeinde Stäfa haben
bei Prof. Jositsch ein Gutachten eingeholt. Für ihn sind
sie rechtens. Die Jugendlichen agierten nicht verdeckt.
Im Kantonsrat wurde diesbezüglich eine Anfrage
eingereicht. |
05.07.2008 |
|
Die EURO 08 habe sich für Sponsoren nicht ausgezahlt. |
Dies findet das deutsche Marktforschungsinstitut
Psychonomics. Das Image der Sponsoren sei nicht merklich
beeinflusst worden. Bei einigen nahm die Markenpräsenz
während der EM sogar ab. (Quelle:
Tages-Anzeiger, 5.7.08) |
05.07.2008 |
|
Die Sendung 10 vor 10 des Schweizer Fernsehens berichtete
über randalierende Fussballfans in den Sonderzügen der SBB |
Kaum ist die Euro 2008 vorbei, sorgen einheimische
Hooligans für Schlagzeilen. Am Wochenende hat die
Zürcher Kantonspolizei 63 randalierende Fussballfans
festgenommen. Sie hatten nach einem
Freundschaftsspiel im Zug randaliert. Leittragende
dieser Vandalen sind an Matchtagen häufig die SBB
und Bahnpassagiere. Nun fordern Politiker strenge
Massnahmen. Die Clubs sollen Schäden tragen, nicht
die Steuerzahler.
SF1, 30.6./1.7.08
|
02.07.2008 |
|
Zürcher Wirte an der Street Parade Route sammeln
Unterschriften. |
Für ihre Petition gegen ein Musik- und Barverbot im
Freien haben die Limmatquai- und Niederdorfwirte erst
5500 statt der erhofften über 20'000 Unterschriften
gesammelt. Einige sind deshalb über andere verärgert.
(Quelle: Zürcher Oberländer, 2.7.08) |
02.07.2008 |
|
Die Presse, Fernsehen und Radio berichten ausführlich über
die ESPAD-Studie.
Leserbrief pendent |
Kommentar: Während hier am 14.8.04 bei der
letzten ESPAD-Studie noch kritisiert werden musste: "Presse und Tagesschau bringen die Meldung kommentarlos
und gehen zur Tagesordnung über. Alle scheuen sich, das heisse Eisen
richtig anzufassen." - reagieren die Medien heute ausführlich und im Fall
des Tages-Anzeigers mit Jean-Martin Büttner's kritischem
Kommentar (leider nicht online) sogar erstmals voll auf
unserer Linie. Zu den Zahlen müsste man erwähnen, dass
bei der letzten Erhebung die Auswahl der Schulklassen
z.Teil fragwürdig war, d.h. gewisse untere Niveaux nicht
mitmachen wollten. Trotzdem ist der Rückgang plausibel,
weil seit 2003 die Alcopop-Verkäufe dank der
Sondersteuer stark rückläufig sind. Da bei andern
Getränken keine Massnahmen ergriffen wurden, sind viele
Jugendliche auf andere Getränke ausgewichen, sonst wäre
der Rückgang noch um einiges grösser. Die Alcopops haben
ihren Zweck erfüllt und viele Kinder und Jugendliche,
vor allem auch die Mädchen, und immer früher, zum
Alkoholkonsum gebracht und das Rauschtrinken begünstigt.
Tages-Anzeiger, 2.7.08
NZZ,
2.7.08 |
02.07.2008 |
|
Steht es wirklich so schlimm um unsere Jugend? fragt der
Tages-Anzeiger einen Kolumnisten und Psychoanalytiker. |
Peter Schneider sagt nein. Die allgemeine Empörung sage
nichts über den Zustand der Jugend aus. Und: "Zur
Liberalisierung der Drogenpolitik gehört eine immer
totalitärer agierende Präventionspolitik, was Alkohol,
Fett und Tabak angeht."
Kommentar: Was Alkohol betrifft, kann davon keine
Rede sein. Die einzig wirksame Prävention der letzten
Jahre betraf die längst fällige 0.5‰-Promillegrenze und
die Sondersteuer auf Alcopops, die den Rückgang beim
jugendlichen Konsum bewirkt hat, nachdem er durch diese
in die Höhe geschnellt war. Er ist ein Meister des
Bagatellisierens und hat vom Alkoholproblem keine
Ahnung. (Quelle: Tages-Anzeiger, 1.7.08)
|
02.07.2008 |
|
Die Arena-Sendung im Schweizer Fernsehen befasste sich mit
der Jugend |
Problem-Jugend - jetzt reichts, hiess das Thema.
Thematisiert wurden die Ausgangssperren, die Rolle der
Eltern, der Schule. Die der Gesellschaft wurde leicht
angesprochen. Ellen Ringier fragte:„Warum haben wir denn
eigentlich nicht solche Gesetze für die Erwachsenen?
(...) Warum gibt es nicht ein generelles Alkoholverbot?
(...) Denn es gibt viel mehr Tote wegen Erwachsenen, die
alkoholisiert Auto fahren.“
SF1, 27.6.08 |
02.07.2008 |
|
Schweizer Jugendliche greifen
weniger häufig zu Alkohol, Tabak und Cannabis |
Die neuste
Schweizerische Schülerstudie zeigt: Jugendliche trinken,
rauchen und kiffen heute weniger als vor vier Jahren.
Alkohol bleibt aber das Problem Nummer 1. Im 2007 führte
die Schweizerische Fachstelle für Alkohol- und andere
Drogenprobleme (SFA) die Erhebung im Rahmen der
europäischen Schülerbefragung zum Substanzgebrauch
erneut durch. Die ersten Resultate wurden heute in Bern
vorgestellt.
SFA-Medienmitteilung, 1.7.08
Kommentar: Die Zahl der vernünftigen Jugendlichen
steigt offenbar. Leider steigt dafür die Trinkmenge bei
den Rauschtrinkern. Für die bräuchte es wirksame
Massnahmen, keine Symptombekämpfung. |
01.07.2008 |
|
Nachdem die Euro 08 in der Schweiz vorbei ist, wird Bilanz
gezogen.
(Quelle: Tages-Anzeiger, 27.6.08) |
Benedikt Weibel, der Bundesdelegierte für die Euro 08
äußert sich durchwegs positiv. Der Zürcher Regierungsrat
Markus Notter, als Vertreter der kantonalen Justiz- und
Polizeidirektoren vermeldet, die Polizei habe bis
Mittwoch rund 50'000 Einsatztage geleistet. Nur 550
Personen wurden festgenommen - rund 90% präventiv, vor
allem wegen zu viel Alkohol. Ca 3600 mussten von der
Sanität gepflegt werden, meistens ebenfall wegen
übermässigem Alkoholkonsum.
Kommentar: Bei rund 3 Mio. Fans 3500
Alkoholisierte in Pflege oder Haft - d.h. gut 1‰.
Immerhin erfreulich, dass keine grösseren
Ausschreitungen gemeldet wurden.
Umgerechnet auf Zürichs Bevölkerung ergäbe das etwa 100
pro Woche. Das scheint doch etwas viel. Dass mindestens
4 Tote im Zusammenhang mit der Euro 08 zu beklagen sind,
wir nicht erwähnt. |
27.06.2008 |
|
Neues Polizeigesetz in Chur ab 1. Juli
in Kraft. |
Das vom Churer Stimmvolk am 24.
Februar 2008 angenommene neue Polizeigesetz wird per 1.
Juli 2008 in Kraft gesetzt. Die wichtigsten Neuerungen
sind die suchtmittelfreien Zonen, das
Alkoholkonsumverbot auf öffentlichem Grund im
Siedlungsgebiet von 00.30 - 07.00 Uhr, der „Littering“-Artikel
sowie die Erhebung von Ordnungsbussen an Ort und Stelle.
(Quelle: Tages-Anzeiger, 27.6.08)
Chur aktuelles, 26.6.08 |
27.06.2008 |
|
Der Bundesrat hat das neue Präventions-Gesetz in die
Vernehmlassung geschickt. |
Die Prävention soll ausgebaut und koordiniert werden.
Dazu ist die Gründung eines Instituts für
Gesundheitsförderung geplant. Prävention soll Ziele
erhalten und effizienter werden. Die Vernehmlassung
dauert bis am 31. Oktober 2008. Innerhalb dieser Frist
können Stellungnahmen beim Bundesamt für Gesundheit,
Abteilung Multisektorale Projekte, 3003 Bern,
eingereicht werden.
Kommentar: Auf dem Alkoholsektor sind Ziele
sicher zu begrüssen. Nur mit Koordination ist nicht viel
geholfen. Und für wirksame Verhältnisprävention wird das
Parlament weiterhin nichts übrig haben, solange die
Wirtschaft nicht umdenkt.
Quelle:
NZZ, 25.6.08
NZZ, 26.6.08;
Tages-Anzeiger, 25.6.08;
Bundesrat Medienmitteilung, 25.6.08
Vernehmlassungsunterlagen, 25.6.08 |
26.06.2008 |
|
Studie zu Alkohol-Testkäufen in der Schweiz. |
Die im Auftrag des BAG erstellte Studie kommt zum
Ergebnis, dass im Jahr 2000 in 84% der Fälle Alkohol
verkauft wurde, 2007 noch in 28% der Fälle. Erfasst
wurden 3557 Betriebe. Die Forschungsstelle meint, man
erhalte den Eindruck, die Betriebe hätte zugelernt. "Die
Wirtschaft" findet, dies sei ein Beweis, dass es keine
weiteren Restriktionen brauche. (Quelle:
NZZ, 26.6.08 |
26.06.2008 |
|
Die Barwa Real Estate Co. aus Katar investiert 300 Mio. Fr.
in die Bürgenstock Hotels. |
7 Hotels, 10 Restaurants, ein Theater etc. sollen bis
2011 entstehen, bis 2015 soll der Vollbetrieb möglich
sein. Für uns interessant: Die Investor-Firma untersteht
der Scharia. Alkohol wird geächtet. Nun sollen die
Gewinne aus dem Alkoholgeschäft an Organisationen
fliessen, die die sich der Alkoholopfer annehmen.
(Quelle: Zürcher Oberländer, 25.6.08) |
26.06.2008 |
|
Die SFA hat eine Europa-Karte mit den gültigen ‰- Werten
veröffentlicht. |
Die Schweiz. Fachstelle für Alkohol- und andere
Drogenprobleme empfiehlt, vor Antritt der Ferienreise,
diese Information zu berücksichtigen.
SFA-Medienmitteilung, 26.6.08 |
26.06.2008 |
|
Die Polizei im Tessin kontrolliert das Mindestalter |
Sie nahm in Mendrisio bei einer Bierhalle
Personenkontrollen vor. 5 von 10 Minderjährigen hatten
Alkohol konsumiert. Sie wurden den Eltern zugeführt.
(Quelle:
Tages-Anzeiger, 23.6.08) |
23.06.2008 |
|
Interview mit BAG-Direktor Thomas Zeltner |
Auf einer halben Seite im Tages-Anzeiger kommt der
BAG-Direktor zu Wort. Er verteidigt seine und des
Bundesrats Politik und hofft, mit den vorhandenen
Mitteln die ambitiösen Ziele des Bundesrats zu
erreichen. (Quelle:
Tages-Anzeiger, 21.6.08)
Kommentar: Klar, dass er diese Politik
verteidigen muss. Es ändert aber nichts daran, dass
dieses Programm praktisch nichts bringen kann. Sehr gut
sein Text über die Wirtschaftsverbände. Das sagen wir
schon lange, aber niemand will es hören.
(siehe
Zitate) |
21.06.2008 |
|
Auch Kerzers FR hat eine Sperrstunde für Jugendliche. |
Der Kanton Freiburg hat das neue Polizeireglement der
Gemeine Kerzers genehmigt. Nun sei keine Einsprache mehr
möglich. Jugendliche unter 16 dürfen ab 22 Uhr nicht
mehr alleine auf die Strasse.
(Quelle:
Tages-Anzeiger, 18.6.08) |
21.06.2008 |
|
Däniken ZH erlässt ein Aufenthaltsverbot für Gruppen von
schulpflichtigen Jugendlichen ab 22 Uhr auf öffentlichem
Grund. |
Die Stimmbürger beschlossen diese Regelung am Mittwoch
auf Antrag des Gemeinderates mit 22:8 Stimmen. Man wolle
mit Bussen erreichen, dass die Eltern ihre fehlbaren
Kinder in die Schranken weisen. Die Rechtslage ist
umstritten. Im Kanton Bern gibt es mehrere Gemeinden mit
ähnlichen Regeln. (Quelle:
Tages-Anzeiger, 20.6.08)
Tages-Anzeiger, 21.6.08 |
20.06.2008
21.06.2008 |
|
Neue Testkäufe in der Zürcher Fanzone mit schlechtem
Ergebnis. |
7 von 12 geprüften Barbetriebe verkauften Alkohol an 14-
und 15-Jährige. Sie wurden verzeigt.
(Quelle:
Tages-Anzeiger, 20.6.08) |
20.06.2008 |
|
Alkoholsucht mit Test früh erkennen. |
Ich kann mich ohne ein Bierchen nicht
mehr konzentrieren. Bin ich Alkoholiker? Ob ein
Alkoholproblem vorliegt, lässt sich jetzt in der
Forel-Klinik schnell und ambulant abklären. (Quelle:
Tages-Anzeiger, 13.6.08) |
19.06.2008 |
|
Der Bundesrat hat gestern
entschieden: Es gibt keine wirksamen Massnahmen zur
Linderung des Alkoholproblems. Die Präventionsmassnahmen aus
den 90er-Jahren sollen erneuert werden. Bis 2012 soll das
neue Präventionsgesetz in Kraft gesetzt sein. Alle seien
damit zufrieden: Die Wirtschaft und die Suchtfachstellen. |
(Quelle:
NZZ, mit unserm online-Kommentar,
Tages-Anzeiger, mit Kommentar, 19.6.08) Medienmitteilung
EDI: Bundesrat verlängert Präventionsprogramme und setzt
die Ziele bis 2012 fest
Kommentar: Nun haben wir die Bescherung. Ausser Spesen nichts
gewesen! Wenn die Wirtschaft zufrieden ist, kann man sich den Stellenwert dieses
Beschlusses ausrechnen. Dass die Fachstellen vordergründig zufrieden sind,
versteht nur, wer die ganze Problematik kennt. Der Tages-Anzeiger titelt: "Ein
Präventionsprogramm, das niemandem schadet." Richtig wäre: Eines, das ausser den
Fachstellen niemandem nützt, aber das allen schadet, weil eine Gelegenheit
verpasst ist, gewaltige Schäden zu vermindern. Dass jetzt wieder in die
nutzlosen Verhaltenspräventionskampagnen investiert werden soll, um Aktionitis
und Alibis zu demonstrieren, ist Betrug am Volk. Die Fachstellen und das BAG
haben noch eine Chance: Wenn sie die neuen Kampagnen dafür einsetzen, die
Bevölkerung zu motivieren, in Zukunft Verhältnisprävention zu unterstützen und
die Wirtschaft zu überzeugen, dass Gesundheit sich auch für sie rechnet
und sie die Fronten wechselt. Gefragt sind nun die Kantone. Sie können auf ihrem
Gebiet z.B. den Jugendschutz ein wenig verstärken. Einige sind schon dran.
siehe auch Briefe an... |
19.06.2008 |
|
Beim Bund soll ein Gesetz in Vorbereitung sein, das einen
Kurzkurs für Wirte vorschreibt. (Quelle:
Tages-Anzeiger, 17.6.08) |
Seit im Zuge der Liberalisierung in den 90er-Jahren die Wirteprüfungen
abgeschafft wurden, hat sich die Zahl der Betriebe explosionsartig erhöht. In
den Lebensmittelbetrieben und Restaurants habe sich die Hygiene massiv
verschlechtert. Das soll nun bessern, wenn jede Person, die in einem
Lebensmittelbetrieb arbeitet, einen eintägigen Kurs absolvieren muss. |
17.06.2008 |
Die Neuenburger Stadträtin Valérie Garbani ist wieder in den
Schlagzeilen.
(Quelle: NZZ, 17.6.08) |
1 1/2 Monate nach unserer letzten Meldung musste die Polizei wieder ausrücken,
weil sie am frühen Morgen aus dem Fenster um Hilfe gerufen hatte. Ihr Partner
habe sie geschlagen. Sie wolle Ende Jahr zurücktreten, wenn sie bis dann ihre
Probleme nicht in den Griff bekommen habe. Die SP hält noch zu ihr. |
17.06.2008 |
|
Das geplante eidg. Präventionsgesetz erhält eine Lobby.
(Quelle: Tages-Anzeiger, NZZ, 16.6.08) |
34 Organisationen haben am Freitag (endlich!) die Allianz "Gesunde Schweiz"
gegründet. Ziel: Unterstützung des Präventionsgesetzes. Die Wirtschaft soll vom
ökonomischen Nutzen von Gesundheitsförderung und Prävention überzeugt werden.
Basler Zeitung, 16.6.08 Die
Mitgliederliste (pdf, 1S.) und die
gemeinsame Erklärung (pdf, 1S.) ist ebenfalls auf der Website von
Public Health Schweiz erhältlich.
Kommentar: Spät kömmt sie, doch sie kömmt, ist man versucht zu sagen. Wir
haben schon lange gefordert, dass die Gesundheitskreise sich vernetzen sollten.
Dem Tages-Anzeiger und der NZZ ist es gerade eine Kurzmitteilung wert.
Vielleicht kommt ja noch mehr nach. |
16.06.2008 |
|
Test-Käufe in der Zürcher Fan-Zone mit erfreulichem
Ergebnis. |
Nur in einer von 14 der geprüften Festbeizen am Bellevue hatten die 14- und
15-jährigen Jugendlichen Erfolg und erhielten Bier. Der Wirt wurde verzeigt.
(Quelle: NZZ, 14.6.08) |
14.06.2008 |
|
Die NZZ titelt "Confoederatio Praeventionitis" |
Gemeint sind natürlich die im Bund anstehenden Versuche, die schon lange
anstehenden Regelungen im Suchtbereich zu treffen. (Quelle:
NZZ, 14.6.08) (mit 2 Kommentaren, ein ausführlicher Leserbrief ist pendent)
Kommentar: Ein weiterer Versuch, mit Sarkasmus und Halbwahrheiten, die
Notwendigkeit von dringenden Massnahmen ins Lächerliche zu ziehen und die
Alkoholwirtschaft vor drohenden Umsatzeinbussen zu Lasten der Allgemeinheit zu
schützen. Von einer ausgewogenen, ehrlichen Bearbeitung des Themas, wie es der
Presserat vorschreibt, keine Spur.
U/Leserbrief
U/Online-Kommentar |
14.06.2008 |
|
Evangelikale im Zürcher Kantonsrat wollen Ausgehverbot für
Junge. |
Nächtliche Alkoholexzesse von Jugendlichen und ihre tatenlosen Eltern werden im
Kantonsrat zu einem Traktandum. Kantonsrat Egli und Mitunterzeichner haben daher
im Kantonsrat eine Motion eingereicht. Sie verlangt eine Gesetzesbestimmung,
dass sich Kinder bis zum vollendeten 16. Lebensjahr von 24 bis 05 Uhr ohne
Begleitung einer verantwortlichen Erziehungsperson nicht im öffentlichen Raum
aufhalten dürften. Keine andere Partei unterstützt ihr Anliegen. (Quelle:
Tages-Anzeiger, 13.6.08) |
13.06.2008 |
|
In Winterthur steht das Albanifest wieder vor der Tür. |
Neben den Chilbibetrieben gibt es 70 Festwirtschaften von Vereinen, 40
Profiwirtschaften und 160 Verkaufsstände. Zum Jugendschutz gibt es erstmals ein
Tattoo, das die Altersgrenzen verdeutlicht. Es berechtigt auch zur freien Fahrt
auf dem städtischen ÖV-Netz. (Quelle:
Tages-Anzeiger, 13.6.08) |
13.06.2008 |
|
Im Bereich Migros Aare gibt es Alkohol bald flächendeckend. |
Die Migros Aare sagt Ja zum Alkohol: Sie hat gestern entschieden, das neue
Ladenkonzept Voi in ihrem gesamten Einzugsgebiet umzusetzen. In vielen
kleinen Filialen wird es demnach bald einmal Alkohol zu kaufen geben.
(Kantone Bern, Solothurn und Aargau) (Quelle: Google
Alkohol Alert, 13.6.08)
espace.ch, 12.6.08
mit unserm Kommentar.
Kommentar: Wie im Artikel bemerkt, entfernt sich die Migros immer
mehr vom Erbe ihres Gründers Gottlieb Duttweiler und von dem von ihm
verfügten Verzicht auf den Verkauf von Alkohol. Wenn im Versuchsbetrieb die
Alkoholverkäufe wirklich nur 1% des Umsatzes ausgemacht haben, ist nicht
verständlich, warum auf dieses Sortiment nicht verzichtet werden kann.
|
13.06.2008 |
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Die NZZ wirbt für Absinth (Quelle:
NZZ, 12.06.08) |
Eine 2/3 Seite widmet die NZZ mit der Überschrift "Rendez-vous mit der "grünen
Fee" dem Absinth. "Das Neuenburger Dorf Boveresse lässt zu Ehren des Absinths
ein (be)rauschendes Fest steigen". Am Schluss wird noch gewarnt. Man müsse
teuflisch auf der Hut sein, dass sie einem nicht den Kopf verdrehe. |
12.06.2008 |
|
Ein Lehrstück im Nationalrat zur Gesundheitspolitik. |
Der Nationalrat lehnte es knapp ab, Raucherlokale zu verbieten, wenn kein Fumoir
eingerichtet werden kann. Die Befürworter seien moderne Landvögte, es gehe um
ein generelles Rauchverbot, es sei eine Hexenjagd gegen die Raucher, einer
freiheitlichen Gesellschaft nicht würdig. (Quelle:
NZZ,
12.06.08)
Tages-Anzeiger, 12.6.08
Kommentar: Man kann sich etwa vorstellen, wie der Tenor in einer
Debatte um das Nationale Programm Alkohol (NPA) ausfallen wird. Trotzdem ist
klar, dass dies nur ein hoffnungsloses Rückzugsgefecht ist. Die Volksmehrheit
hat längst eingesehen, was gut ist. Es geht einfach wie üblich ein bisschen
länger und über die Kantone oder mit einer Volksinitiative. |
12.06.2008 |
|
Erste Rayonverbote für betrunkene Randalierer an der
Euro 08 in Zürich |
Drei junge in Zürich wohnhafte Spanier randalierten am Dienstagabend im
9er-Tram. Sie schlugen eine Scheibe ein und wurden verhaftet. Der Schaden
beläuft sich auf mehrer hundert Franken. Sie erhielten ein Rayonverbot für
Fanzone, Fanmeile, Hauptbahnhof, Stadionbereich Letzigrund und 7 Monate für den
Letzigrund während der Heimspiele von GC und FCZ sowie den Hauptbahnhof.
(Quelle:
NZZ, 12.06.08) |
12.06.2008 |
|
85 Festnahmen an der Euro 08. |
Nach der Niederlage ihres Teams gegen die Türkei haben frustrierte Schweizer
Fans unter anderem in Basel und Bern gewaltsam ihrem Ärger Luft gemacht.
Vielerorts kam es zu Rangeleien zwischen Schweizer und türkischen Fangruppen.
Wie die baselstädtische Polizei mitteilte, wurden sich anbahnende Konflikte
zwischen meist alkoholisierten Fans aber durch rasche Interventionen verhindert.
(Quelle:
NZZ,
12.06.08) |
12.06.2008 |
|
Die Arbeitsgruppe Jugendgewalt im Kanton Tessin mit
Massnahmen-Katalog. |
An der diesjährigen Fasnacht wurde ein Student zu Tode geprügelt. Die darauf
eingesetzte Arbeitsgruppe der Kantonsregierung schlägt 30 Massnahmen gegen die
Jugendgewalt vor: Z.B. Nächtliche Sperrstunde für unbegleitete Minderjährige auf
öffentlichem Grund. Abendliches Verkaufsverbot für Alkohol und höhere Bussen bei
Widerhandlungen. Restriktivere Öffnungszeiten für Ausgehlokale. Kein
öffentlicher Alkoholkonsum am Abend. (Quelle:
Basler Zeitung online, 11.6.08)
Tages-Anzeiger, 10.6.08 |
11.06.2008 |
|
Alkoholtestkäufe im Kanton Zürich erfreuliche und
enttäuschende Gemeinden. (Quelle: Google
Alkohol Alert, 11.6.08)
|
Dass die Alkoholverkäufe an Jugendliche generell zurückgehen, zeigt der Kanton
Zürich. 2006 haben 32 Prozent der kontrollierten Betriebe Alkohol verkauft, ein
Jahr später waren es 23 Prozent, und dieses Jahr sind es bis jetzt 15 Prozent.
Allerdings gibt es immer noch Gemeinden mit enttäuschenden Ergebnissen.
(Quelle:
Zürcher Oberländer online, 10.6.08) (mit unserm
Kommentar) Tages-Anzeiger, 11.6.08 |
11.06.2008 |
|
Alkoholtestkäufe in Biel nach 10 Jahren immer noch
enttäuschend. (Quelle: Google
Alkohol Alert, 11.6.08)
|
Im Mai 2008 hat die Fachstelle für Suchtprävention des
Blauen Kreuzes bei insgesamt 24 Alkoholverkaufsstellen im Raum Biel die
Einhaltung der Jugendschutzbestimmungen getestet. In 10 Geschäften wurden die
15-jährigen Jugendlichen mit Alkohol bedient. (41%) Dieses Resultat ist
enttäuschend.
jesus.ch, 11.6.08
Kommentar: Wann endlich halten sich die Betriebe an das
Jugendschutzgesetz? Sind diese Leute nicht auch Väter und Mütter? Wann nehmen
die Behörden das Problem endlich ernst und erzwingen die Durchsetzung nach 10!
Jahren Testkäufen? |
11.06.2008 |
|
40 Prozent der Dübendorfer Betriebe verkauften bei
Testkäufen Alkohol an Jugendliche. |
Die Tester zwischen 13 und 17 Jahren wurden nur bei 21% der getesteten Betriebe
nach ihrem Alter und bei 39% nach ihrem Ausweis gefragt. Aus diesem negativen
Ergebnis zieht die Stadt ihre Schlüsse und wird vermehrt Testkäufe durchführen.
(Quelle:
Zürcher Oberländer online, 10.6.08) (mit unserm
Kommentar) |
10.06.2008 |
|
Zum Unfall in Illnau-Effretikon: |
In einem Telefongespräch mit Stefan Oberlin, Sprecher der Kantons-Polizei
Zürich, wird klar, dass die Polizei aus Rücksicht auf die Angehörigen keine
weiteren Untersuchungen anstellen wird. Ob die Staatsanwaltschaft weiter gehen
wolle, sei dahingestellt.
Kommentar: Diese noble Haltung ist sicher unterstützenswert. Auf der
andern Seite stellt sich doch die Frage einer eventuellen moralischen
Mitverantwortung des Fussball-Clubs, die nun nicht ausgeschlossen werden kann.
Eine Klarstellung wäre auch in dessen Interesse. Ganz unabhängig von der
tatsächlichen Unfallursache zeigt dieses Vorgehen einmal mehr, dass die
Todesfall-Statistik bei Alkoholunfällen geschönt ist.
|
10.06.2008 |
|
Kühl kalkulierte Beleidigung
|
Die Suchtfachverbände und
Betroffenenorganisationen wehren sich gegen die Verunglimpfung der
bundesrätlichen Präventionsstrategien.
Medienmitteilung am 25.4.08
|
10.06.2008 |
|
Drei Tote nach Unfall in Illnau-Effretikon. Erste Todesopfer an
der Euro 08 |
Ein Selbstunfall in der Nähe von Illnau-Effretikon ZH hat
gestern am Abend drei Todesopfer gefordert. Nach dem Verfolgen des Spiels
Schweiz-Tschechien auf der Grossleinwand im Clublokal des FC Fehraltorf fuhr der
25-jährige Trainer mit zwei 15- und 16-jährigen Fussballspielerinnen in einer
leichten Linkskurve mit seinem BMW mit grosser Geschwindigkeit gegen einen Baum.
Die drei waren sofort tot, das Auto völlig zerfetzt. Ursache noch nicht
abgeklärt.
kapo.zh.ch, 8.6.08
Kommentar:
Grosse Trauer in den Familien, in Illnau-Effretikon, im Schulhaus, kaum 300m von
meinem Domizil, und dann die Frage: Warum? Der Fahrer musste die Gefährlichkeit
dieser Raserstrecke gekannt haben.
Wir werden die Untersuchungs-berichte abwarten.
Nachtrag: Der Tages-Anzeiger meldet am 10.6.08, Stefan Oberlin, Sprecher
der Kantons-Polizei, sagt, man habe keine Hinweise auf Alkoholkonsum.
Kommentar: Das ist eine sehr eigenartige Formulierung. Wird da wieder
blockiert wie lange Zeit in der Jugendgewalt-Diskussion? Ein Telefongespräch mit
ihm erhärtet den Verdacht. Aus Pietät gegenüber den Angehörigen und weil gegen
Tote nicht ermittelt wird. Unsere Todesfall-Statistik hat eine Grauzone. |
09.06.2008
10.06.2008 |
|
Entscheid für oder gegen Alkohol bei der Migros betr. Voi-Kleinladen. |
Nächste Woche wird die Migros entscheiden, ob das Konzept des Alkohol
verkaufenden Migros-Kleinladens «Voi» breit umgesetzt werden soll. Über 60
Läden in den Kantonen Bern, Solothurn und Aargau kommen in Frage. Versuche
seien positiv verlaufen. (Quelle: Google
Alkohol Alert, 8.6.08)
espace.ch, 8.6.08
|
08.06.2008 |
|
Zahlen & Fakten der SFA:(Quelle:
Infoset Newsletter Juni 08) |
Die Statistikseiten der Schweizerischen Fachstelle für Alkohol und andere
Drogenprobleme (SFA) wurden um ein neues
Kapitel erweitert: Die Zahlen und Fakten zum
Alkoholkonsum von Jugendlichen sind neu in einem gesonderten Kapitel
zugänglich. Zudem wurden folgende Kapitel aktualisiert:
Alkohol - Folgen des Konsums,
Alkohol - Produktion und Handel,
Tabak - Konsum. |
06.06.2008 |
|
Drogeninfo Alkohol der Schweizerischen
Fachstelle für Alkohol- und andere Drogenprobleme (SFA) |
ist in einer aktualisierten Version erschienen. Dieses
Drogeninfo kann auch in gedruckter Form bei der SFA bestellt werden.
(Quelle: Infoset Newsletter Juni 08) |
06.06.2008 |
|
Der Infoset Newsletter Juni 08 ist erschienen. |
Informationen zu allen Suchtbereichen, vor allem aus der Schweiz.
Hier Newsletter bestellen |
06.06.2008 |
|
Die Regierung des Kt. Zürich legt die Verordnungen zum neuen
Gesundheitsgesetz vor.
NZZ, 6.6.08 |
u.a.
Verordnung über die Bekämpfung des Suchtmittelmissbrauchs
(vom 21. Mai 2008)
Sie soll nur eine Lebensdauer von ca 2 Jahren haben,
da der Bund das übergeordnete Bundesgesetz überarbeitet. Die Verordnung
konkretisiert vor allem das Rauchverbot in öffentlichen Gebäuden. Im Gesetz, das
mit den Verordnungen auf 1.7.08 in Kraft tritt, steht auch ein Werbeverbot für
Alkohol und Tabak auf öffentlichem Grund und in öffentlichen Gebäuden.
Medienmitteilung Kt. ZH, 5.6.08
Kommentar: In der Presse heisst es, das Werbeverbot bestehe auch
auf öffentlich einsehbarem Privatgrund. Im Gesetz steht davon nichts. Kein Versehen des Sekretariats,
bestätigt der Kanton. Also wurde die ursprüngliche Fassung entschärft.
Möglicherweise wäre das Carlsberg-Tram dann nicht mehr möglich. Die Lungenliga hat das Referendum
ergriffen, wegen der Fumoir-Ausnahmen in Gaststätten.
|
06.06.2008 |
|
Verleger und SRG neu in der Stiftung Presserat. |
Nun haben sie es geschafft: Die Verlegerverbände Schweizer Presse/Presse Suisse/Stampa
Svizzera und die SRG SSR idée suisse gehören ab dem 1. Juli 2008 zur
Trägerschaft des Schweizer Presserates. Dies hat dessen Stiftungsrat am
Donnerstag in Zürich entschieden. (Quelle:
Basler Zeitung, 5.6.08)
Kommentar: Dass nun die Journalisten ihren Pflichten besser nachkommen
können, darf bezweifelt werden. |
06.06.2008 |
|
Neues Mitglieder in der UBI (Unabhängige Beschwerde Instanz für
Radio und TV) |
Mariangela Wallimann-Bornatico wird Mitglied der UBI. Der Bundesrat hat die
frühere Generalsekretärin der Bundesversammlung am Freitag in das Gremium
gewählt. Vorher war die heute 60-jährige Juristin unter anderem
stellvertretende Pressechefin der SRG. (Quelle:
Basler Zeitung, 6.6.08)
Kommentar: Ist eine frühere Mitarbeiterin der SRG wirklich
unabhängig?
|
06.06.2008 |
|
Im Kanton Bern kein nächtliches Ausgehverbot für Jugendliche. |
Der Grosse Rat einen Vorstoss für eine Sperrstunde für Jugendliche unter 16
Jahren nach 22 Uhr abgelehnt. Alle Votanten drückten jedoch ihre Sorge wegen
Alkohol und Gewalt aus. (Quelle: NZZ, 6.6.08)
Kommentar: Lamentieren gehört heute zum guten Ton. Hilft aber nicht
weiter.
|
06.06.2008 |
|
In Rüti, ZH, ist das Ergebnis von Testkäufen noch schlechter. |
5 von 8 getesteten Betrieben haben Alkohol an Jugendliche verkauft. Der
Gemeinderat kritisiert die "erschreckende" Unbekümmertheit von Patentinhaber und
Personal. (Quelle:
Tages-Anzeiger, 5.6.08)
Kommentar: Wie unbekümmert ist der Gemeinderat, dass er so lange
gewartet hat? Es zeigt sich doch schon lange, dass nur Massnahmen etwas
bewirken. |
06.06.2008 |
|
Traurige Bilanz nach Alkohol-Testkäufen im Kt. Solothurn. (Quelle: Google
Alkohol Alert, 5.6.08) |
Jeder zweite Betrieb hat trotz eines Verbots in den Monaten April und Mai
Bier in Restaurants, Tankstellen- und Imbiss-Shops sowie
Lebensmittelgeschäften an Jugendliche unter 16 Jahren verkauft. Die
Jugendpolizei der Polizei Kanton Solothurn zeigte 43 Betriebe bei der
Staatsanwaltschaft an.
Basler Zeitung, 4.6.08
Kommentar: Und die Moral von der Geschicht? Es gibt keine.
|
05.06.2008 |
|
Gewalt und Alkohol in einem Tages-Anzeiger-Artikel |
"Die jüngsten Messerattacken in Zürich sind symptomatisch für
viele ähnliche Fälle: Ein Streit eskaliert, meist ist Alkohol im Spiel, und der
Ausländeranteil unter den Beteiligen ist hoch." (Quelle:
Tages-Anzeiger, 4.6.08) |
04.06.2008 |
|
Im Kanton Uri ist das neue Gesundheitsgesetz vom Volk gutgeheissen
worden. |
Es sieht ein allgemeines Rauchverbot in allgemein zugänglichen Räumen vor. Die
Wirte dürfen aber Raucherzimmer einrichten. Dazu gibt es ein Werbeverbot für
Alkohol und Tabak auf Plakaten und ähnlichen Werbeträgern, und ein
Verkaufsverbot für Tabak an Jugendliche unter 16. J.
(Quelle:
Tages-Anzeiger, 2.6.08)
Gesundheitsgesetz S. 635-650 im Amtsblatt) |
02.06.2008 |
|
Der Aargauer Regierungsrat bringt ein neues Gesundheitsgesetz. |
Die Kontrollen beim Alkohol- und Tabakverkauf an Jugendliche im Kanton
Aargau sollen verschärft werden. Der Regierungsrat will mit dem neuen
Gesundheitsgesetz den Gemeinden die Möglichkeit geben, Testkäufe durch
Minderjährige anzuordnen. Neu ins Gesetz aufgenommen wird ein Abgabeverbot
von alkoholischen Getränken an nicht zum Kauf berechtigte Jugendliche.
Erwachsene, die Alkoholika kaufen und diese an unter 16-Jährige oder
Spirituosen an unter 18-Jährige weitergeben, machen sich strafbar. Das
Gesetz wird im August oder September im Grossen Rat behandelt. (Quelle: Google
Alkohol Alert, 31.5.08)
Basler Zeitung, 30.5.08
Botschaft ( GR.08.141)
Medienmitteilung des Regierungsrates,
|
02.06.2008 |
|
Heute erscheint die neue Nummer von
"Gesundheit
Sprechstunde." |
Das Titel-Thema heisst Alkohol und enthält u.a. ein Interview mit Hermann
T. Meyer über Alkoholpolitik: Was läuft falsch in der Schweiz? Die Schäden
werden dem Steuerzahler überlassen. Interview Seite
14
Ursprünglicher Interview-Text |
30.05.2008 |
|
Mit dem Titel "Flächendeckende Umerziehung" holt die Weltwoche zu
einem Rundumschlag gegen die Prävention aus: |
"Prävention heisst das jüngste Zauberwort der Politik. Ob
Depressionen, Asthma, Sekten oder Mobbing: Die staatlichen Gesundheitsförderer
greifen immer rabiater durch. Ihre Bevormundungskampagnen verschlingen
Millionen. Der Nutzen ist unbewiesen." (Quelle: Google
Alkohol Alert, 29.5.08)
Weltwoche, 22/08 mit u/Kommentar
Kommentar: Natürlich geht es gegen das NPA. Komischerweise wird das
Ungenügen der bisherigen Verhaltens-Prävention als Argument gegen die Wirkung
versprechende Verhältnis-Prävention eingesetzt, die unbedingt verhindert werden
muss. Dabei war die Verhaltensprävention und Gesundheitsförderung aufgekommen,
nachdem die Politiker im Gefolge der Alkoholindustrie jede Verhältnisprävention
zurückgewiesen haben. |
29.05.2008 |
|
"Prävention und Gesundheitsförderung" Nr. 23, Mai 08 ist erschienen. |
Herausgeber: Institut für Sozial und Präventivmedizin der Universität Zürich.
Enthalten sind u.a. die Referate während des Zürcher Präventionstags vom
14.3.08, der schwergewichtig der Verhältnisprävention gewidmet war. (Wir
berichteten)
Später (vielleicht) auf dieser Webseite zu finden. |
28.05.2008 |
|
Versicherer machen Image-Werbung mit der Euro 08. |
Axa Winterthur und Allianz Suisse melden, dass sie allfällige Schäden nach
Ausschreitungen an der Euro 09 grosszügig behandeln werden. Aber jeder
Versicherer handelt nach dem eigenen Kleingedruckten.
Kommentar: Per Saldo zahlt aber doch jeder Versicherte mit seinen
Prämien. |
28.05.2008 |
|
Aldi wirbt mit billigem Alkohol. |
ALDI SUISSE inserierte ganzseitig u.a. für 1 Liter Sangria Premium Dolce Vita,
9 Vol.%, mit vollaromatischen Zitronen- und Orangenauszügen, zu Fr. 1.99
und 1.5 Liter Sangria Rotweinbowle, 7 Vol.%, zu Fr. 2.29.
(Quelle:
Tages-Anzeiger, 26.5.08)
Kommentar: Jugendliche packt zu. So billig kommt man nicht so schnell
wieder zu einem Vollrausch! |
27.05.2008 |
|
Die Alkiszene in Winterthur hat sich verlagert. |
Die Lage am Pavillon hat sich normalisiert, die Alkis haben im Stadtpark
niedergelassen, in direkter Nähe eines Pick n'Pays. (Quelle:
Tages-Anzeiger, 26.5.08) |
27.05.2008 |
|
Die Suchtpräventionsstelle Zürcher Oberland bietet
Jugendschutz-Material für die Euro 08 an. |
Die gleichen Materialien können auch bei der SFA bezogen werden.
Bestellen bei http://www.sucht-praevention.ch/index_news.html |
26.05.2008 |
|
Schweden sei Gesundheits-Weltmeister |
Der Weltmeister wurde mit den wichtigsten Gesundheitsdaten der teilnehmenden
Länder ermittelt. Schweden siegte dank der Alkohol- und Tabakpolitik. Die
Schweiz kam nicht so weit wegen Alkohol und Tabak! (Quelle:
Gesundheitstipp, Mai
08;
als pdf |
26.05.2008 |
|
Die Organisatoren der Street Parade wollen Alkohol-Prävention
betreiben. (Quelle: Zürcher Oberländer, 21.5.08) |
Die Drohung der Stadträtin, die Bewilligung zu entziehen, hat die Organisatoren
offenbar bewogen, etwas in Prävention zu tun: Rund 80 Helfer und Helferinnen
sollen mit Flyern und Bons für Gratis-Mineralwasser unterwegs sein. Eine Hälfte
versorge Ankommende mit Tipps, die andern sollen vor Ort auf Angetrunkene
zugehen und sie zum Konsum von Wasser auffordern.
Kommentar: Besser wäre es, die Leute würden sich nicht betrinken. So
steht immer noch der Profit im Vordergrund. |
24.05.2008 |
|
"Monitoringbericht Drogen und Sucht 2008" der Stadt Zürich. |
Der Bericht, erstellt im Auftrag der stadträtlichen Delegation für Drogen- und
Sucht-politik erschien zum 4. Mal. Vor allem bei 16-18-Jährigen werde massiver
Alkoholkonsum festgestellt. Die Jugendgewalt stehe vor allem mit dem hohen
Alkoholkonsum in Verbindung und nicht mit illegalen Drogen. Trotzdem sei das
Thema Drogen und Sucht in der Wahrnehmung der Bevölkerung in den Hintergrund
getreten. (Quelle: Der Landbote, 22.5.08)
Monitoringbericht Drogen und Sucht 2008 (pdf, 56S., 285Kb)
Kommentar: Bei der Ermittlung der Wahrnehmung könnte es an der
Fragestellung liegen. Beim Thema Drogen und Sucht wird vielleicht nicht an
Jugend und Alkohol gedacht, sondern an die illegalen Drogen, die in den
Untergrund verdrängt wurden. |
24.05.2008 |
|
Der Tages-Anzeiger titelt: Präventiv gegen die Prävention.
Leserbrief |
"Wirtschaft, Gewerbe und rechtsbürgerliche Politiker intensivieren ihren
Widerstand gegen die Gesundheitsvorsorge des Bundesrates. Der hat nämlich
einiges vor." Im halbseitigen Artikel berichtet J.-M. Büttner vor allem am
Beispiel der Tabakfrage über die Widerstände und befasst sich dann auch mit dem
NPA. Siehe auch unter "Neuste Zitate"
auf der Homepage) (Quelle:
Tages-Anzeiger, 23.5.08) |
24.05.2008 |
Die Gesundheitskosten der Schweiz erreichen 2009
60 Mia. Franken. |
Sie werden voraussichtlich um 4.2% steigen, gemäss einer Studie der
Konjunktur-forschungsstelle der ETH Zürich. (Quelle:
Tages-Anzeiger, 23.5.08)
Kommentar: Diese Kosten könnten verringert werden, wenn die
Alkoholprävention verstärkt würde. |
24.05.2008 |
|
Die ZFV-Unternehmungen an der Jahrespressekonferenz. |
Der Umsatz stieg um gut 12% auf die Rekordhöhe von 152,6 Mio. Fr. Die Gruppe
ordnet ihr soziales Engagement neu. Der ZFV-Preis wird nach 10 Jahren
gestrichen. Dafür werden jährlich Fr. 400'000 für spezielle Projekte
bereitgestellt. Ein Viertel wird für die Alkoholprävention im Jugendbereich zur
Verfügung gestellt. (Quelle: NZZ, 21.5.08) |
24.05.2008 |
|
Die Gewinner des Zürcher Journalistenpreises wurden geehrt. |
"Zeit"-Chefredaktor Giovanni die Lorenzo führte dabei aus, die Preisträger
erfüllten die Ansprüche, die an den Qualitätsjournalismus gestellt würden. Die
Abo-Zeitungen müssten auf ihre traditionellen Stärken vertrauen: Dass man den
Leser ernst nehme, auf Verlässlichkeit setze, die Glaubwürdigkeit bewahre,
Orientierung biete und die Fähigkeit ausspiele, die öffentlichen Diskussionen
massgeblich mitzugestalten. (Quelle: Tages-Anzeiger, 23.5.08) |
24.05.2008 |
|
Die UBI hat nun endlich auch die dritte Beschwerden-Begründung
zugestellt. |
Unsere Beschwerde gegen die Kassensturz-Sendung mit Degustations-Tests von
Rosé-Weinen hat der UBI Unabhängige Beschwerde Instanz für
Radio und Fernsehenoffenbar ziemlich Mühe bereitet, benötigte das
Sekretariat doch mehr als 6 Monate, um die schriftliche Begründung zu erstellen.
(Versand: 30.4.08, ferienhalber erst jetzt erhalten) Auf ihrer Webseite noch
nicht dokumentiert. |
23.05.2008 |
|
Alkoholtestkäufe in Nidwalden und Obwalden
Neue Obwaldner Zeitung online, 23.5.08 |
Während im vergangenen Jahr noch rund die Hälfte aller getesteten Läden und
Restaurants Alkohol an Minderjährige verkauft hat, ist es diesmal etwa ein
Drittel. Betrachtet man die Zahlen aber separiert in den beiden Kantonen,
fällt ein riesiger Unterschied auf. In Obwalden wurden 20 Testkäufe
durchgeführt, in 13 Fällen erhielten die Minderjährigen Alkohol – eine Quote
von 65%. In Nidwalden waren es 2 von 24, d.h. ca 8%. Nun sucht man das
Gespräch. Die Geschäftsleute wolle man nicht in ein Strafverfahren laufen
lassen. (Quelle: Google
Alkoholpolitik Alert, 23.5.08)
Kommentar: Dass die Obwaldner Behörden die Jugendlichen in eine
kritische Lage bringen mit ihrer Schmusetaktik, ist nicht so wichtig. Wie
viele der Wirte oder deren Freunde und Verwandte sind wohl in der Behörde?
|
23.05.2008 |
|
Postulat im Kantonsrat Zürich betr. Rauschtrinker in Spitälern. |
Die Spitäler sollen eingelieferte Rauschtrinker auch der Polizei melden,
verlangen EDU und EVP. (Quelle:
NZZ, 23.5.08) |
23.05.2008 |
|
Coop erhöht das Mindestalter für Alkohol. Denner will nicht
mitziehen. |
Ab dem 2. Juni 08 will der grösste Alkoholhändler der Schweiz nur noch an
Personen über 18 Jahren Alkohol verkaufen. Das Personal werde geschult und müsse
den Ausweis verlangen. Der Kanton Tessin habe diese Alterslimite generell.
(Quellen: SF1, NZZ, 22./23.5.08)
Tages-Anzeiger, 23.5.08
20minuten, 22.5.08 |
23.05.2008 |
|
Die Wirtschaft reagiert weiter auf das NPA. |
Unter der Führung des Gewerbes will die Industrie gegen neue Regulierungen aus
Bern ankämpfen. Auch die Schweizer Werbung setzt sich stärker zur Wehr. Das
«Komitee der Wirtschaft für eine sinnvolle Alkoholpolitik» soll umbenannt
werden. Ein möglicher Name: «Interessengemeinschaft für eine vernünftige
Genussmittelpolitik.» (Quelle: Google Alkoholpolitik Alert,
21.5.08)
Handelszeitung online, 20.5.08
Kommentar: Die meisten Wirtschaftsverbände, d.h. die ohne
Alkoholinteressen, schneiden sich ins eigene Fleisch, wenn sie die Bestrebungen
der Alkoholindustrie unterstützen und sich zu deren Komplizen machen. "Sinnvoll"
oder "vernünftig" ist alles, was der Alkoholindustrie nützt. |
23.05.2008 |
|
Gratiswasser für Fans an der Euro 08 in Zürich |
Ihren Durst können Fussballfans in Zürich während der
Europameisterschaft kostenlos mit Wasser löschen. Die Stadt montiert Zapfhahnen.
Wie die Wasserversorgung Zürich gegenüber dem Radio «Energy» bestätigte, stellt
sie in den kommenden Tagen zehn Zapfanlagen in der Fanmeile beim Bellevue auf.
(Quelle:
Tages-Anzeiger, 16.5.08) |
18.05.2008 |
|
«Der Alkohol ist viel zu billig» in der Schweiz. |
Nach zwölf Jahren tritt Lucien Erard, Direktor der
Eidgenössischen Alkoholverwaltung, zurück. Im Interview verteidigt er die
umstrittene Alkoholpolitik des Bundes. Auch höhere Steuern könnten wirksam sein,
sagt Erard. (Quelle: Google Alkoholpolitik Alert,
17.5.08)
Tagblatt.ch, 16.5.08 |
18.05.2008 |
|
Edition obsan
Schweizerisches
Gesundheitsobservatorium - Jahresbericht 2007
|
Inhalt: Der Jahresbericht 2007
dokumentiert die Arbeiten des Obsan im vergangenen Jahr anhand der sechs
neuen thematischen Kompetenzbereiche, liefert aktuelle Informationen über
die Personal- und Finanzlage und präsentiert die Jahresziele 2008. Er ist
auf Deutsch und Französisch erschienen.
|
18.05.2008 |
|
Verhandlungen mit der EU über ein
Freihandelsabkommen im Agrar- und Lebensmittelbereich sowie im
Bereich der öffentlichen Gesundheit. |
Konsultation gemäss Artikel 152 Absatz 3 des
Parlamentsgesetzes. Die Aussenpolitische Kommission des Ständerates
(APK-S) ist vom Bundesrat über die Eckwerte des Mandats für die Verhandlungen
mit der EU zum Freihandel im Agrar- und Lebensmittelsektor sowie in den
Bereichen Gesundheit, Lebensmittelsicherheit und allgemeine
Produktsicherheit konsultiert worden. Diese Verhandlungen sollen zum Abschluss
von Freihandelsabkommen im Agrar- und Lebensmittelbereich sowie im Bereich
der öffentlichen Gesundheit führen.
|
12.05.2008 |
|
Die Polizeivorsteherin von Zürich droht, die Street Parade 2009
nicht mehr zu bewilligen. |
Dies sorgt in der Party-Szene für Wirbel. die Veranstalter, der
Tourismus-Direktor u.a. sind gar nicht erfreut. Die Probleme seien nicht grösser
als bei andern Grossveranstaltungen. Zürich sei durch die Street Parade als
fröhliche Stadt bekannt geworden. (Quelle: Google Alkohol Alert,
9.5.08)
Tages-Anzeiger, 8.5.08)
Kommentar: Jeder Anlass mit auffälligem Alkoholausschank wird für die
Jugend zum schlechten Vorbild. Resultat: Prävention ist unglaubwürdig, unwirksam
- Jugendalkoholismus; dieser wird von der dafür verantwortlichen und daran
verdienenden Erwachsenenwelt mit Recht beklagt, aber jene, die dagegen vorgehen,
werden kritisiert. |
12.05.2008 |
|
Auch die SBB sehen kein Alkoholverbot in Zügen vor.(Quelle: Google
Alkohol Alert, 9.5.08)
Tages-Anzeiger, 8.5.08) |
Dies sei ein Wettbewerbsvorteil gegenüber dem Auto, auf den sie nicht verzichten
wollen.
Kommentar: Vielleicht wollen sie ja auch ihre Alkoholwerbung nicht in
Frage stellen müssen. Sie werden auch den Druck der Werbeauftraggeber spüren.
Geld stinkt auch hier nicht. Wie lange dauerte es bis zum Rauchverbot in Zügen?
Wahrscheinlich braucht es erst noch ein paar Todesfälle von Unschuldigen. |
12.05.2008 |
|
In Zürich kaperten 250 Jugendliche ein Tram und feierten eine
Alkohol-Party. |
Am Samstagabend, 3.5.08, kaperten rund 250 Jugendliche beim Central das
7er-Tram und feierten eine alkoholdurchtränkte Party. Die Bilanz: Polizeieinsatz
mit Gummischrot und Tränengas, eine Verhaftung, 10'000 Franken Sachschaden. Ein
Trinkverbot in Trams und Bussen kommt für die Verkehrsbetriebe Zürich (VBZ)
dennoch nicht in Frage: «Wir haben keine gravierenden Probleme mit
alkoholisierten Fahrgästen», sagt Sprecherin Daniela Tobler. (Quelle: Google
Alkohol Alert, 9.5.08)
Tages-Anzeiger, 8.5.08) |
12.05.2008 |
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Standpunkte online |
Die Aprilausgabe des
Online-Magazin der Schweizerischen Fachstelle für Alkohol- und andere
Drogenprobleme (SFA) ist artikelweise <http://www.sfa-ispa.ch/index.php?IDthemepub=11&langue=D&IDpubvis=1>
oder als Ganzes <http://www.sfa-ispa.ch/SFA_ISPA_Standpunkteonline_GrandAngle.php?IDpub=581&langue=D>
(pdf, 15S., 185Kb) online zugänglich. (Quelle: Infoset Newsletter
Mai) |
07.05.2008 |
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Zahlen & Fakten der SFA, Update der Online-Ausgabe |
Die Schweizerische Fachstelle
für Alkohol und andere Drogenprobleme (SFA <http://www.sfa-ispa.ch>)
hat ein Update zur Online-Ausgabe von "Zahlen & Fakten" ins Netz gestellt. Die
Aktualisierung betrifft u.a. das Kapitel "Alkohol -
Folgen des Alkoholkonsums <http://www.sfa-ispa.ch/index.php?IDtheme=98&IDarticle=1354&langue=D>"
(Quelle: Infoset Newsletter Mai) |
07.05.2008 |
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Der Mai Newsletter von Infoset ist erschienen. |
Informationen zu allen Suchtthemen, vor allem aus der Schweiz.
Infoset-Newsletter bestellen |
07.05.2008 |
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Jugend an Festen schützen - Jugendschutzkonzept in Wald, ZH |
Oft trinken Jugendliche an
Festveranstaltungen zuviel oder kommen leicht zu Alkohol. Die Gemeinde Wald
verfasste ein Jugendschutzkonzept für Festveranstaltungen und will damit Vereine
und Institutionen schulen.
(Quelle: Google Alkohol Alert,
4.5.08)
ZOonline, 2.5.08 |
07.05.2008 |
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Der Kanton Bern will das Koma-Saufen unterbinden. |
Auf Anfang Juli tritt im Kanton Bern das Verbot von so genannten «Flat rate»-
und «All you can drink»-Parties in Kraft. Alkohol soll nicht mehr gratis oder zu
einem festen Preis ohne Berücksichtigung der Menge abgegeben werden dürfen.
(Quelle:
Blick online, 29.4.08) |
29.04.2008 |
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Pfäffikon ZH stellt Mittel für die Prävention bei Festen zur
Verfügung. |
Eine Checkliste und eine Liste mit freiwilligen Massnahmen für Vereine bei der
Organisation von Anlässen. Dank solcher einfach zu handhabender Unterlagen sei
die Einhaltung der Jugendschutz-Gesetze gewährleistet. (Quelle:
Tages-Anzeiger, 29.4.08)
www.pfaeffikon.ch
Kommentar: Es wäre schön, wenn es so einfach wäre. Ohne Kontrollen
funktioniert es nicht! |
29.04.2008 |
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In Neuenburg ist die Stadträtin mit Alkoholproblemen mit dem
zweitbesten Ergebnis wiedergewählt worden. |
Der Tages-Anzeiger meint im Kommentar, die Partei hätte den Mut nicht
aufgebracht, sie aus dem Rennen zu nehmen, um sie vor sich selbst zu schützen.
(Quelle:
Tages-Anzeiger, 28.4.08)
Kommentar: Man kann nur hoffen, dass sie Hilfe in Anspruch nimmt. Wir
wünschen ihr viel Kraft. (Wir berichteten am 17.4.08 hier darüber.) |
28.04.2008 |
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Die Wirte im Zürcher Niederdorf bereiten Petition vor. |
Sie fühlen sich geprellt, weil die Stadt während der Street Parade keine
Openair- Veranstaltungen mehr zulassen will. Am Dienstag beginne die
Unterschriftensammlung. Die SP des Kantons unterstütze sie. |
26.04.2008 |
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Alkohol-Testkäufe in Zürich mit verbessertem Resultat. |
Am 24.4.08 erhielten 2 von 18 Jugendlichen illegal Bier ausgeschenkt. Im
November 2007 waren noch 9 von 10 bedient worden. Wirte und Ladenpersonal seien
jetzt sensibilisiert. (Quelle: NZZ, 26.4.08) |
26.04.2008 |
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Die Regierung von Basel-Stadt will das Polizeigesetz ergänzen. |
Der neue Art. 42a soll einen "befristeten Platzverweis" erlauben. Der Artikel
wäre präventiv vor Ausbruch der Gewalt anwendbar. Der Grosse Rat muss darüber
beraten. (Quelle:
Basler Zeitung, 25.4.08, NZZ) |
25.04.2008 |
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Zürcher Polizeigesetz zur Prüfung beim Bundesgericht.
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Verschiedene Einsprecher wollen prüfen lassen, ob das Gesetz der
Bundesverfassung und der Europäischen Menschenrechtskonvention
standhält. Das Gesetz wurde im Februar vom Stimmvolk gutgeheissen, schon
damals stand eine Beschwerde im Raum. (Quelle:
NZZ online, 25.4.08)
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25.04.2008 |
Die Schweizerische Vereinigung der Markenspirituosen (SVM) greift
mit einer Studie ein.(Quelle: Google Alkohol Alert,
25.04.08)
swissinfo.ch, 24.4.08 |
Sie behauptet, die Präventionsmassnahmen des Bundes gegen missbräuchlichen
Alkoholkonsum seien fraglich: Mit Verboten könne der Konsum von alkoholischen
Getränken nicht gesenkt werden.
Laut einer Studie, die die Vereinigung in Auftrag gegeben hatte, trinken vor
allem ältere Leute täglich Alkohol, meistens Wein oder Bier. Mengenmässig
konsumieren die 35- bis 54-Jährigen am meisten. Jugendliche trinken dagegen vor
allem am Wochenende und deutlich weniger.
Kommentar: Der Konsum der unter 18-Jährigen wurde nicht erfasst. Somit
ist die Studie sinnlos. Die Vereinigung versucht, die Rolle der Spirituosen zu
verharmlosen. Sie möchte, dass vermehrt Verhaltensprävention geleistet werde,
weil sie genau weiss, dass diese praktisch nichts bringt. |
25.04.2008 |
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Der Blick berichtet über den Angriff auf das BAG und seinen
Direktor. |
"Das soll unser "Gesundheits-Taliban" sein." wird getitelt. Es wird Gelegenheit
zu einer Abstimmung gegeben. Benützen Sie die Gelegenheit zur Meinungsäußerung:
Quelle:
Blick, 22.4.08 Stand im Moment: 59% : 41% pro BAG |
23.04.2008 |
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Für oder gegen Rayonverbote, Stellungnahmen im Tages-Anzeiger vom
23.4.08. |
Koni Loepfe, SP und Claudio Zanetti, SVP geben ihre Meinung kund. Loepfe meint,
ein Rayonverbot für besoffene und randalierende Jugendliche sei entweder Willkür
oder ein unangebrachter Kuschelkurs. Sachbeschädiger sollten zur Kasse gebeten
werden. Zanetti sagt, ein Rayonverbot bedeute aus den Augen aus dem Sinn. Es
gelte, den Ursachen auf den Grund zu gehen. Man müsse fragen, warum sich die
bisherigen Präventionsmassnahmen als weitgehend nutzlos erwiesen haben. Er wirft
den andern eine verfehlte Politik vor und meint, Jugendalkoholismus bekämpfe
man, indem man einen unverkrampften, auf Eigenverantwortung setzenden Umgang mit
Alkohol vorlebe, nicht mit prohibitiven Massnahmen.
Kommentar: Beide haben recht. Allerdings sucht Zanetti den Fehler bei den
andern, dabei ist es gerade seine Partei, die in Bern bisher jede sinnvolle
Massnahme bekämpft hat. Und seine Kreise rüsten jetzt schon gegen das neue
Nationale Programm Alkohol, bevor es richtig diskutiert wurde. Das gute Beispiel
vorleben funktioniert schon seit Jahrtausenden, seit es Alkoholprobleme gibt, nicht und wird es auch weiterhin
nicht. Die SVP opfert unsere Jugend ihren Illusionen und Verdrängungen.
(Leserbrief veröffentlicht am 25.4.08.) |
23.04.2008 |
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Das Migros-Magazin entwickelt sich zur Alkohol-Werbe-Postille. |
14 Tage seit der letzten "Alkohol-Nummer" bietet das Magazin in Nr. 17 vom
21.4.08 wieder 5 Seiten Wein-Lifestyle und 3 Seiten Küche mit Bier.
Kommentar: 5 Seiten über Wein, pünktlich zum Willkomm des neuen
Verwaltungsrats aus der Weinbranche. Die Coop-Zeitung muss überboten werden.
Unser Leserbrief zur letzten Nummer wurde nicht gebracht. Kritik ist
unerwünscht. |
22.04.2008 |
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Wissenschafter sollen glaubwürdiger werden. |
Die Akademien der Wissenschaften Schweiz (der Verbund der Dachgesellschaften)
hat mittels eines Memorandums Grundsätze zur wissenschaftlichen Integrität und
Verfahrensregeln für den Umgang mit Verstössen publiziert. Die Publikation kann
kostenlos bezogen werden bei: Schweizerische Akademie der Medizinischen
Wissenschaften, Petersplatz 13, 4051 Basel Tel. 061 269 90 30, Fax 061 269 90
39, mail@samw.ch.
Medienmitteilung, 21.4.08 (Quelle: NZZ, 22.4.08) |
22.04.2008 |
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Die Winterthurer Alki-Szene im Pavillon ist weg. |
Die Zahl der kontrollierten Personen sei seit Anfang April von 80 auf 30
gesunken, die Anzahl Auswärtiger von 15 auf 5. Acht Rayonverbote wurden
ausgesprochen. In der Drogenanlaufstelle hat sich die Besucherzahl auf 100 pro
Tag verdoppelt. (Quelle: Tages-Anzeiger, 22.4.08) |
22.04.2008 |
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Euro 2008: Kodex zur Alkoholprävention unterzeichnet und an BR
Schmid übergeben. |
Die Direkt- und Wiederverkäufer von alkoholischen Getränken an der Euro 08 haben
Bundesrat Schmid einen unterzeichneten Kodex überreicht, in dem sie sich
verpflichten, die Jugendschutzbestimmungen des jeweiligen Kantons einzuhalten
und in Fanzonen und an Public-Viewing-Anlässen alkoholfreie Getränke günstiger
als alkoholische abzugeben. (Basler-Zeitung,
Tages-Anzeiger, 22.4.08)
Kommentar: Die Selbstregulierung ist ja gut und recht, allerdings ist es
nur ein Versprechen, bestehende Gesetze einzuhalten, was eigentlich
selbstverständlich sein müsste. Damit hofft man, weitergehenden Massnahmen
zuvorzukommen. Hoffentlich gibt es genügend häufige Kontrollen mit, falls nötig,
Sanktionen. |
22.04.2008 |
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Pub-Festival in Wetzikon an 9 statt wie bisher an 7 Tagen . |
Dieses Jahr erstmals in 9 Partynächten zum 8. Mal in der Eishalle auf über 3000
Quadratmetern mit 22 Bars. Quelle:
(Quelle: Tages-Anzeiger, 21.4.08)
Kommentar: Gibt es immer noch zu wenig Alkoholprobleme im
Oberland, und ist die Stadt Wetzikon derart von der Eishallen-Betreiberin
abhängig, dass sie das bewilligt? Die Fachstelle für Alkohol- und
Drogenprävention im Strassenverkehr darf die Besucher zu pflichtbewusstem
Verhalten animieren. Wie schön! |
21.04.2008 |
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Alkohol-Testkäufe in der Region Basel: Erfreuliche Bilanz |
In der Region wurden gestern Alkohol-Testkäufe durchgeführt. Erfreuliches
Ergebnis: Alle 14 besuchten Shops hielten sich an die Richtlinien. (Quelle: Google
Alkohol Alert, 19.04.08)
20minuten,
17.04.08 |
21.04.2008 |
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Rückblick der Volketswiler Projektgruppe "Alkoholpolitik" auf 4
Jahre Präventionsarbeit. (Quelle: Google
Alkoholpolitik Alert, 18.04.08) Zürcher
Oberländer, 17.4.08 |
Es sei schon viel erreicht worden, die Arbeit gehe aber
nicht aus. Gesundheitsvorsteher Jean-Philippe Pinto ist stolz darauf. «Die
Vision vor vier Jahren war es, die Schlüsselpersonen zu vernetzen, den
Alkoholverkauf an Jugendliche einzuschränken und eine Kontinuität in die
Prävention zu bringen. Die meisten Punkte konnten wir in den letzten Jahren
umsetzen.» Nun sollen die Eltern mehr einbezogen werden.
Kommentar: Allein schon dass ein Gemeinderat die Aufgabe ernst nimmt,
ist erfreulich. Leider sind es schweizweit noch viel zu wenige. Die einen
meinen, sie könnten das Problem aussitzen, die andern tun nichts, bevor sie
von Bern oder dem Kanton gezwungen werden.
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21.04.2008 |
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2/3 der Wirte sind durch mindestens 5-jährige Lieferverträge
und/oder Darlehen an ihre Brauerei gebunden. |
Die Brauereien spielen oft die Bank. Eigenartigerweise duldet die
Wettbewerbskommission dieses System, das kartellähnliche Züge trägt. Der
Kommentar des Tages-Anzeigers wirft ihr Strukturerhaltung vor.
Kommentar: Es ist denkbar, dass dieses System die Preise hochhält und
damit einen Mehrkonsum verhindert. Gesundheitspolitisch also sinnvoll. Besser
wäre es, wenn mittels Steuern dieser Mehrwert abgeschöpft würde, um damit
Prävention und Rehabilitation zu bezahlen. Das bestehende System verhindert,
dass unrentable Betriebe verschwinden. Das Angebot bleibt zu gross.
(Quelle: Tages-Anzeiger, 18.4.08) |
18.04.2008 |
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Die Gegner des Neuen Programms Alkohol (NPA) haben sich formiert. |
Eine Reihe Wirtschaftsverbände haben sich zum "Komitee der Wirtschaft für eine
sinnvolle Alkoholpolitik" zusammengeschlossen. Die bisherige Opposition auf der
Ebene der Brancheninteressen soll nun auf die Ebene grundsätzlicher
gesellschafts- und ordnungspolitischer Fragestellungen gehoben werden. Das
Komitee wehrt sich gegen "Überregulierungen und Einschränkungen der
Wirtschaftsfreiheit". (Quelle: NZZ, 18.4.08)
Schweizerischer Gewerbeverband, 11.4.08
Schweizer Fernsehen, 22.4.08
Kommentar: Mit dieser Breitseite gegen das Bundesamt für Gesundheit (BAG)
und dessen Direktor ist wohl der Kampf gegen das NPA eröffnet. Es ist wieder das
übliche Bild: Die grossen Wirtschaftsverbände stellen sich hinter die
Einzelinteressen der Alkoholwirtschaft und vernachlässigen die Interessen der
Gesamtwirtschaft in Bezug auf Gesundheit und Wohlstand für alle. (EU-Slogan) Was
soll nun daran sinnvoll sein? |
18.04.2008 |
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Der Zürcher Stadtrat will am eingeschränkten Alkohol-Verkauf
festhalten. |
Die Regierung des Kantons wollte ihr diese Massnahme bei Hochrisikospielen in
der Nähe des Stadions untersagen. Jetzt geht der Stadtrat vor
Verwaltungsgericht.
(Quelle: NZZ, 18.4.08) |
18.04.2008 |
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"Wirte ertrinken in einem Meer von roten Zahlen", titelt der
Tages-Anzeiger am 17.4.08. |
"Die Wirtschaft brummt, in den Beizen wird wieder konsumiert. Trotzdem schreiben
zwei von drei Gastronomen Verlust, wenn sie sauber kalkulieren." Gastro suisse
denkt sogar an ein nationales Gastgewerbegesetz, das minimale Voraussetzungen
für Wirte enthalten sollte. Pro Jahr treten 25% der Wirte als Mitglieder aus und
werden wieder ersetzt.
Kommentar: Jedes Jahr das gleiche Lied: Zu viele Betriebe dank der von
der Branche selber forcierten Liberalisierung in den 90er-Jahren. Leidtragende
sind schliesslich die Steuerzahler und die Volksgesundheit durch zu grosses
Angebot. |
17.04.2008 |
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Die Neuenburger Stadtpräsidentin hat ein Alkoholproblem.
Quelle: Tages-Anzeiger; NZZ (gemäss Webseite
Neuenburg falsche Angaben zum Amt), 17.4.08 |
Die Stadtpräsidentin und ehemalige SP-Nationalrätin Valerie Garbani ist in
letzter Zeit mehrmals betrunken in Polizeiakten aufgefallen. Stadtratsitzungen
habe sie ausgelassen. Sie habe Probleme und leide unter familiärer Gewalt. Den
Führerschein musste sie auch schon abgeben. Ihre Partei will sie in 2 Wochen
wieder aufstellen.
Kommentar: Bei Alkoholproblemen am Arbeitsplatz kann mit Kündigungsdruck
und Sozialhilfestellung einiges erreicht werden. Ob dies bei einer
Stadtpräsidentin auch der richtige Weg ist, kann bezweifelt werden. Ihre Partei
sollte ihr eine Auszeit mit Gelegenheit zur Therapie gewähren. Umso mehr, als
die Wahlen nach dem Proporzsystem stattfinden. Geht sie gestärkt aus der
Krise hervor, ist sie für die Partei und für die Stadt viel wertvoller. |
17.04.2008 |
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In Zürich werden die Boulevard-Bars an der Street-Parade verboten. |
Begründet wird das Verbot mit zunehmenden Alkoholexzessen und einer
kontinuierlich steigenden Gewaltbereitschaft. Die Gastronomen laufen Sturm,
reden von reiner Willkür. Es sei ihr bester Tages-Umsatz. Gastro Zürich
Präsident Ernst Bachmann will mit der Stadt reden. (Quelle:
Tages-Anzeiger,
16.4.08)
Kommentar: Der Kommentator nennt das Verbot "absurd". Wir finden es eher
folgerichtig. Nach Jahren ständiger Ausweitung des Alkoholangebotes mit
entsprechenden Konsequenzen wird nun zurückbuchstabiert. Besser wäre es, man
würde nicht warten bis schädliche Folgen eintreten, sondern diese voraussehen
und keine entsprechenden Bewilligungen erteilen. Aber das ist sicher
schwieriger. |
16.04.2008 |
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Alkohol an 15-Jährige im Kanton Thurgau abgegeben. |
Eine 15-jährige Schülerin führte für die Kantonspolizei Thurgau auf Ersuchen
des Bezirksamtes Weinfeldenn stichprobenweise Testkäufe in Shops bei
Tankstellen und Kiosken sowie einem Imbisstand durch, um an Alkohol zu
kommen. Betroffen waren Geschäfte in Weinfelden, Berg, Bürglen und
Märstetten. In zwei von neun Fällen wurde ihr Alkohol verkauft. Die
fehlbaren Personen werden beim zuständigen Bezirksamt angezeigt. (Quelle: Google Alkohol Alert, 14.04.08)
polizeinews.ch, 14.4.08
|
15.04.2008 |
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Alkohol-Lobbyist im Migros-Verwaltungsrat. |
Der Walliser FDP-Nationalrat Jean-René Germanier, Geschäftsführer eines
Weinbetriebs, wurde von den Delegierten der zehn regionalen Genossenschaften in
den Verwaltungsrat des Migros Genossenschaftsbundes gewählt.
Kommentar: Mit diesem Alkohol-Aktivisten ist nun neben dem Bier- auch das
Wein-know-how ganz oben vertreten. (Quelle:
Tages-Anzeiger,
14.4.08) |
14.04.2008 |
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Heineken übernimmt den Getränketeil von Eichhof. |
Eichhofs nationale Expansion hat Heineken zugesetzt. Heineken
zahlt 290 Millionen Franken und gibt «eine gewisse Beschäftigungsgarantie» für
das obere Kader. Mehr nicht. Der Standort in Luzern ist also nicht gesichert.
Didier Debrosse, Chefmanager Region Westeuropa, sagte vor den Medien bewusst
vage: man habe «keine Pläne, den Betrieb einzustellen». Der Biermulti freut sich
aber bereits über den Coup, den Marktanteil auf 29 Prozent zu erhöhen. (Quelle:
Tages-Anzeiger,
11.4.08) |
11.04.2008 |
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Drei Basler Restaurants wollen während der Euro 08 nicht Getränke
der Sponsoren ausschenken. |
Nun werden sie eingezäunt. Im Juni errichten die Euro-Organisatoren täglich am
Mittag eine mehr als zwei Meter hohe Absperrung um den Aussenbereich der drei
aneinander grenzenden Lokale. Nach Mitternacht, wenn die Fanzone schliesst, wird
die mit Bast und Pflanzen verzierte Sperre jeweils wieder abgebaut. (Quelle:
Tages-Anzeiger,
10.4.08) |
10.04.2008 |
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«Wänd ir de ganz Obig Sirup trinke?» Filmprojekt einer
Oberstufenschule im Kt. Zürich |
Wenn Alkohol als Folge des Gruppendrucks konsumiert wird, kommt es schon mal
zu Exzessen. Ein Film von Oberstufenschülern in Ossingen beschäftigt sich
mit diesem Thema. (Quelle: Google Alkohol Alert, 10.04.08)
Schaffhauser Nachrichten, 9.4.08
|
10.04.2008 |
|
Nachtzuschlag auf Alkohol? Die Wochenend-Nachtbusse in Stadt und
Region St. Gallen. |
Nachtbusse sind eine gute Sache. Auch wenn
Sicherheitsleute mitfahren müssen. Strittig war am FDP-Papagei vom Montag, wer
für die Zusatzkosten fürs Sicherheitspersonal aufkommen soll.
FDP-Stadtparlamentarier Albert Rüesch, der im Publikum sass, stellte in der
Diskussion fest, dass die Probleme gar nicht von den Nachtbussen, sondern vom
übermässigen Alkoholkonsum ausginge. Er fragte (ohne eine schlüssige Antwort zu
bekommen), ob es nicht ein Ansatz sein könnte, statt des Sicherheitszuschlags
für die Nachtbusse einen Nachtzuschlag auf Alkohol zu erheben. (Quelle: Google
Alkohol Alert, 10.04.08)
St. Galler Tagblatt, 10.4.08 |
10.04.2008 |
|
Jugend vor Alkohol schützen. Euro 08 Fanzonen in Bern. |
In den Euro-08-Fanzonen Berns müssen mindestens drei
alkoholfreie Getränke günstiger angeboten werden als
Bier. Das sagte gestern in der grossrätlichen
Fragestunde der Berner Polizeidirektor Hans-Jürg Käser
(FDP).
Jeder Organisator einer Fanzone müsse ein
Jugendschutzkonzept erstellen, sagte Käser. Bei grösseren
Anlässen sei das Konzept den Bewilligungsbehörden
einzureichen. Verbindlich vorgeschrieben sei zudem, dass
Hinweisschilder mit den Jugendschutzbestimmungen in mehreren
Sprachen an den Kassen, Theken und Wänden anzubringen sind.
Das Personal werde geschult. Für die Kontrolle zur
Einhaltung der Bestimmungen seien die Gemeinden zuständig. (Quelle: Google
Alkohol Alert, 10.04.08)
mzbern.ch
|
10.04.2008 |
|
Der Grüninger Gemeinderat will keine Jugendkommission. |
Dafür soll der Verein Grüninger Jugend die offene Jugendarbeit leisten. Die
Probleme seien noch nicht gravierend. (Quelle: Tages-Anzeiger,
9.4.08) |
09.04.2008 |
|
Neftenbach, ZH, hat sich ein Jugendschutzleitbild gegeben. |
Das Regelwerk in Form von Merkblättern wird an die Schulen und die Eltern
verteilt. Der Erfolg hange davon ab, ob die Eltern die Kinder darauf ansprechen.
(Quelle: Der Landbote, 9.4.08) |
09.04.2008 |
|
Der grosse Gemeinderat von Illnau-Effretikon macht sein "Schulreisli"
zu Carlsberg. |
Im Feldschlösschen zu Rheinfelden erhielten sie eine Führung inklusive Werbung
und Degustation. Und zwar weil Carlsberg einer der Hauptsponsoren der Euro 08
und Sponsor des Effretiker Stadtfestes ist. (Quelle: Zürcher
Oberländer, 9.4.08)
Kommentar: Selbstverständlich nicht, weil Bier das Lieblingsgetränk der
Minderjährigen ist. Selbstverständlich lassen sich die Gemeinderäte in der
Alkoholfrage auch nicht korrumpieren... |
09.04.2008 |
|
Der radix-letter 4/2008 ist erschienen. |
Es wird auf vier Dienstleistungen hingewiesen: „Leitfaden für eine
Alkoholpolitik Ihrer Gemeinde“ (jordi@radix.ch);
„Qualitätskriterien
Gesundheitsfördernde Schule"; kostenlose
Coachings für
Projektentwicklung; Buchtip: "Public Health-Psychologie: Individuum und
Bevölkerung zwischen Verhältnissen und Verhalten" (infoDoc) |
09.04.2008 |
|
Der April Newsletter von Infoset ist erschienen. |
Informationen zu allen Suchtthemen, vor allem aus der Schweiz.
Infoset-Newsletter bestellen |
08.04.2008 |
|
Lombardi muss nicht ins Gefängnis. |
Der Tessiner Ständerat wird deshalb im Amt bleiben. Er wurde wegen
Verkehrsdelikten vom Einzelrichter nur zu Geldstrafen verurteilt.
Kommentar: Er fährt zum Glück nicht mehr selber. Er kann sich einen
Chauffeur leisten, was ihm mildernde Umstände einbrachte... |
07.04.2008 |
|
Die Baselbieter Hooligan-Verordnung kann angewendet werden. |
Das Bundesgericht hat entschieden, dass Basel-Land das Hooligan-Gesetz anwenden
dar. Im Gegensatz zu Zürich, das den Polizei-Gewahrsam neu regeln muss und das
innerhalb von zwei Monaten. |
07.04.2008 |
|
MEDIA-Abkommen, Lösung im Streit um Werbeverbote gesucht.
Gespräche zwischen EU und Schweiz werden fortgesetzt. |
Beim Streit zwischen der EU und der Schweiz um die Schweizer
Werbeverbote für Alkohol, Politik und Religion ist das letzte Wort noch nicht
gesprochen. Beide Seiten suchen nach einer Lösung; die Gespräche zwischen Bern
und Brüssel gehen weiter. Dies ist das Resultat eines Treffens zum
MEDIA-Abkommen am Freitag in Brüssel. Vereinbart wurden Treffen zwischen
Rundfunkrechtsexperten aus der Schweiz und der EU, wie der Delegationsleiter und
stellvertretende Direktor des Bundesamtes für Kultur (BAK), Marc Wehrlin, der
Nachrichtenagentur SDA sagte. (Quelle: Google Alkoholpolitik Alert,
05.04.08)
persönlich.com, 5.4.08 |
06.04.2008 |
|
Das Zürcher Massnahme-Paket stösst auf Widerstand |
Die Demokratischen Juristen meinen, es sei nicht zulässig, betrunkene
Jugendliche, die nur die öffentliche Ordnung stören, in Polizeigewahrsam zu
nehmen. Ab 2009 tritt das neue kantonale Polizeigesetz in Kraft. Änderungen der
städtischen Polizeiverordnung müssen evtl. vorgenommen werden. (Quelle:
Tages-Anzeiger,
4.4.08)
Stellungnahme der Demokratischen Juristen, 3.4.08
Kommentar: Hat die Stadt Zürich keine Rechtskonsulenten, welche die
Rechtslage im voraus prüfen können? |
04.04.2008 |
|
Das Bundesgericht hebt die Zürcher Einführungsverordnung zum
Hooligangesetz auf. |
Das Bundesgesetz über Massnahmen gegen Gewalt anlässlich von
Sportveranstaltungen könne nicht vom Regierungsrat mit einer blossen Verordnung
umgangen werden. (Quelle:
Tages-Anzeiger,
4.4.08)
|
04.04.2008 |
|
Massnahmen gegen Jugendliche Alkoholkonsumenten im Zürcher Oberland
nicht so umfassend wie in Zürich. |
Effretikon hat gar keine Ausnüchterungszelle und kein entsprechendes Personal.
In Dübendorf werden stark Betrunkene zur Ausnüchterung nach Zürich gebracht.
Auch Uster und Wetzikon haben mit dem Problem zu kämpfen und ihre eigenen
Methoden. Z.B. Präventionsprogramme. (Quelle: Tages-Anzeiger, 4.4.08)
|
04.04.2008 |
|
Bei Testkäufen in Zürich Kaum Alkohol an Minderjährige verkauft |
Bei Testkäufen der Stadtpolizei anlässlich des Fussballspiels
zwischen GC und Basel wurden nur in einem von 10 Betrieben rund um das
Letzigrundstadion Alkohol an 14-jährige Jugendliche verkauft. Bei den letzten
Testkäufen im November 2007 war noch in neun von zehn Fällen verbotenerweise
Alkohol an Jugendliche verkauft worden. Die Kontrollen sollen weitergehen. (Quelle: Google Alkohol Alert,
03.04.08)
Kommentar: Wie wäre wohl das Ergebnis mit knapp unter 16-jährigen
Testkäufern?
(Quelle: Tages-Anzeiger,
online
3.4.08)
|
04.04.2008 |
|
Die Drogenszene im Winterthurer Musikpavillon wurde vertrieben. |
Nach 15 Jahren hat nun ein Blumenhändler den Musikpavillon übernommen. Die Stadt
will den Platz davor weiter beleben. Die Polizei markiert ständige Präsenz mit
zwei Polizisten und einem Bürocontainer am Rande. Vertreter der Alkiszene seien
immer noch anzutreffen. |
03.04.2008 |
|
Alkoholverbot bei Risikospielen nicht rechtens. |
Zwei Restaurantbetreiber haben erfolgreich gegen ein
Alkoholausschankverbot beim Derby zwischen dem FCZ und GC beim Regierungsrat des
Kt. Zürich rekurriert. Unklar ist, ob der Entscheid Konsequenzen für künftige
Rayonverbote hat. Rekurs ans Verwaltungsgericht ist möglich. (Quelle:
Tages-Anzeiger,
3.4.08)
NZZ,
3.4.08 |
03.04.2008 |
|
Massnahmenpaket gegen Gewalteskalationen bei Grossveranstaltungen. Medienmitteilung der Stadt Zürich zu Händen des Gemeinderats,
2.4.08.
|
Mit Postulat vom 28. September 2005 verlangt Gemeinderat Thomas
Marthaler (SP) einen Bericht über präventive und repressive Massnahmen
gegen Gewalteskalation. Dieser Bericht wurde heute vom Stadtrat zuhanden
des Gemeinderats verabschiedet. Darin heisst es u.a.:
Reduktion des Alkoholkonsums
Bei Hochrisikospielen wird im Stadion auf Initiative der
Stadionbetreiberin (Stadt Zürich) und der Sportverbände kein Alkohol
mehr ausgeschenkt. Im Umfeld des Stadions wird der Alkoholverkauf
bei solchen Spielen eingeschränkt, was sich positiv auf die
Sicherheit ausgewirkt hat.
Kommentar: Leider erlitt dieser Plan gleichentags einen
Rückschlag, indem der Regierungsrat einen Rekurs von zwei
betroffenen Wirten guthiess. (Siehe oben)
|
03.04.2008 |
|
Die Stadt Zürich setzt auf Repression. (Das sei in Ergänzung
bestehender Massnahmen.) Mitteilung der
Stadt Zürich, 2.4.08
|
"Zürich verbietet öffentliche Besäufnisse", titelt gross der Tages-Anzeiger. Der
erste Satz im Text: "Alkohol spielt eine entscheidende Rolle bei der
Jugendgewalt." Der Stadtrat hat gestern acht Massnahmen veröffentlicht, mit
denen er die Jugendgewalt in Zürich markant reduzieren will. Gewalt und
Waffenbesitz sollen nicht mehr toleriert werden. (Quelle:
Tages-Anzeiger,
3.4.08)
NZZ, 3.4.08
Kommentar: Es hat ziemlich lange gedauert. Aber jetzt ist es doch
bestätigt, was wir seit langem betont haben. Und nun wird mit einer ganzen
Palette vor allem auf die Jugend losgegangen. Auch die Eltern und die Verkäufer
sind im Visier. Aber kein Wort von Primär-Prävention. Die
Erwachsenengesellschaft wird weitgehend geschont. Das ist politisch auch viel
unproblematischer. |
03.04.2008 |
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Die UBI (Unabhängige Beschwerdeinstanz für Radio und Fernsehen)
veröffentlichte ihren Jahresbericht 2007. |
Die Durchschnittliche Verfahrensdauer betrug 6,2 Monate gegenüber dem Vorjahr
mit 4.5 Monaten. Die Dauer betrug zwischen 1,5 und 11 Monaten. Grund sei die
hohe Arbeitsbelastung des Sekretariates. (Quelle: NZZ, 2.4.08) |
02.04.2008 |
|
Ständerat Filippo Lombardi möchte im Amt bleiben. |
Sein Prozess hat nun begonnen. Trotz seiner 2005 abgegebenen schriftlichen
Erklärung möchte er auch nach einer Verurteilung im Amt bleiben. Die CVP-Leitung
sieht aber keinen Grund dafür. (Quelle: Tages-Anzeiger, 1.4.08) |
02.04.2008 |
|
Im Parlament in Bern hat sich eine
Parlamentarische Gruppe Suchtpolitik, Prävention und Jugendschutz
gebildet. |
Groupe parlementaire Politique des addictions, prévention et
protection de la jeunesse Präsidium: wird im Juni bestimmt
Sekretariate: - Fachverband Sucht, Herr Markus Theunert, Generalsekretär,
Weinbergstrasse 25, 8001 Zürich, Tel.044/266.60.60
theunert@fachverbandsucht.ch
- GREA, Monsieur Jean-Félix Savary, Secrétaire général, Rue des Pêcheurs
8, Case postale 638, 1401 Yverdon-les-Bains Tel. 024/420.22.61
jf.savary@grea.ch |
02.04.2008 |
Mit der letzten Nummer 14 vom 31.3.08 des Migros-Magazins nimmt die
Migros eine neue Stufe im Alkohol-Rally:
Migros-Magazin 14 (pdf)
Seite 89
Seite 26 |
Einmal auf drei Seiten die Präsentation eines Absinth-Liebhabers in Verbindung
mit einer Köchin für ein Rezept mit Absinth und zum zweiten mit einem
ganzseitigen Inserat der Eichhof-Brauerei, die sich als Wohltäter in Sachen
Wassersituation in den Schweizer Bergen aufspielen kann. Am 5.3.08 meldeten wir
auf "International"
Gutes tun - die beste Werbung für die Alkoholindustrie. Übrigens:
Die Migros, die sonst so viel auf ihre Warendeklarationen Wert legt, verschweigt
bei der Inhaltsangabe des Absinth, dass darin das Nervengift Thujon enthalten
ist, das in höherer Dosierung Verwirrtheit und epileptische Krämpfe
(Konvulsionen) hervorrufen kann. Aus diesem Grund wurde in der Europäischen
Union der Thujongehalt in alkoholischen Getränken auf 35 mg/kg begrenzt. Auch
der hohe Alkoholgehalt von 45-75% wird nicht erwähnt.
Leserbrief pendent. |
01.04.2008 |
|
Jugend und Alkohol: Sonderschau an der OFFA in St. Gallen. |
Der Alkoholkonsum der Jugendlichen wird als Problem wahrgenommen. Fest
steht, von der feuchtfröhlichen Party bis zum gefährlichen Saufgelage
verlaufen die Grenzen oft fliessend. Die Hemmschwelle sinkt und das
Aggressionspotential steigt. Von dieser Entwicklung sind auch die
Degustationshallen 4 und 5 der Olma Messen St. Gallen betroffen. Dieser
unerfreulichen Entwicklung möchten die Olma Messen St. Gallen in enger
Zusammenarbeit mit der St. Galler Stiftung für Suchthilfe, welche seit
vielen Jahren im Präventionsbereich tätig ist und über eine grosse
Fachkompetenz verfügt, mit verschiedenen Massnahmen entgegenwirken. Die
Aktivitäten starten im Rahmen der OFFA, welche vom 2. bis 6. April
stattfindet, und werden an der kommenden OLMA noch verstärkt. (Quelle: Google Alkohol Alert,
31.03.08)
stadt24.ch, 31.3.08
|
01.04.2008 |
|
Die SAJV feierte gestern ihr 75-jähriges Bestehen mit einem Fest in
Bern. Neben Alkoholika wurde eine gute Auswahl an ausgefallenen
alkoholfreien Getränken offeriert. |
Die Schweizerische Arbeitsgemeinschaft der Jugendverbände, die Dachorganisation
der nationalen Jugendorganisationen, kann auf eine bewegte Geschichte
zurückblicken. U.a. betreibt sie heute auch zwei Projekte in der
Suchtprävention: Voilà, Kinder- und jugendgerechte Gesundheitsförderung und
Suchtprävention; sowie "Rauschlos
glücklich - Bewusster Alkoholkonsum - Jugendliche zeigen wie".
Kommentar: Die Jugendverbände sollten sich viel mehr profilieren können
als die Jugendgemeinschaft, die den Eltern Gewähr bietet, dass ihre Kinder bei
ihr nicht Gefahr laufen, Alkoholprobleme zu bekommen.
(NZZ, 31.3.08) |
30.03.2008 |
|
Ziel des Trinkers ist der Rausch. Maturaarbeit in Altdorf. |
Zwei Maturanden sind schockiert, wie viele Junge wegen Alkohol im Spital
landen. Präventive Wirkung versprechen sie sich von neuen Jugendlokalen. Die
beiden sportlichen Maturanden gehen am Wochenende gerne mit Kollegen aus und
wissen deshalb, was abends in Altdorf los ist. (Quelle: Google Alkohol Alert,
27.03.08)
ZISCH Neue Urner Zeitung online, 27.3.08
|
28.03.2008 |
|
Alkoholfreie Trinksprüche: Glosse in der WOZ zum
Zürcher Carlsberg-Tram.
|
"Gleich zu Beginn ein kurzer Nachtrag zum Carlsberg-Tram,
Zürichs elektrifizierter Saufpropaganda. Vergangene Woche veröffentlichte die
Schweizerische Fachstelle für Alkohol- und andere Drogenprobleme eine
Medienmitteilung mit dem Titel «Euro 2008: Damit die Fans den Alkohol im Griff
behalten». …" (Quelle: Google Alkohol Alert,
27.03.08)
WOZ Die Wochenzeitung, 27.3.08
Kommentar: Die aufgeworfene Frage, warum die SFA nicht auf die
"elektrifizierte Saufpropaganda" reagierte, ist uns auch ein Rätsel. |
28.03.2008 |
|
Wald ZH rüstet sich
für die Euro 2008 (Quelle:
Newsletter
Suchtprävention Zürcher Oberland, 25.3.08 |
Der Schwertplatz in der Gemeinde Wald verwandelt sich
während der Fussball-EM in ein Zelt-Stadion mit Grossleinwand. Neben der
Live-Übertragung von sämtlichen Spielen gestalten Vereine, Organisationen und
die Jugendarbeit ein attraktives Rahmenprogramm. Geplant ist ein berauschendes
Fest – allerdings ohne Alkoholexzesse. Um den gesetzlichen
Jugendschutzbestimmungen in Sachen Alkohol Rechnung zu tragen, hat die
Arbeitsgruppe Prävention ein Präventionskonzept für Dorffeste erarbeitet. Teil
dieses Konzepts ist eine Checkliste mit verbindlichen Massnahmen zur Umsetzung
der bestehenden Gesetze. Überdies lässt Wald sämtliche Festwirte durch die
Suchtprävention Zürcher Oberland schulen und zeigt damit, dass die Gemeinde ihre
Verantwortung wahrnimmt. |
26.03.2008 |
|
Das Bundesamt für Strassen veröffentlicht Zahlen zu den
Führerausweisentzügen. |
150 Ausweisentzüge weniger als im Vorjahr wurden verzeichnet. Jene wegen
Angetrunkenheit stiegen hingegen um 2,8% auf 19133 Fälle von gesamthaft 72051.
(Quelle: NZZ, 20.3.08) |
20.03.2008 |
|
Altersalkoholismus in der Schweiz. |
Der Tages-Anzeiger widmet ihm eine ganze Seite unter Beizug von mehreren
Fachstellen, vor allem mit Dr. Thomas Meyer, Direktor der Forel-Klinik. Alt
gewordene Alkoholiker bilden mit 70% die grösste Gruppe, dann gibt es den
Alkoholismus als Symptom von Alterskrankheiten und den durch die Umstände des
Altwerdens bedingten Alkoholismus. (Quelle: Tages-Anzeiger,
20.3.08)
Kommentar: Nicht erwähnt wird, dass die grösste Gruppe mittelfristig mit
wirksamen Präventionsmassnahmen wesentlich reduziert werden könnte. |
20.03.2008 |
|
Kampftrinker sollen Arztkosten selbst zahlen. SVP-Nationalrat Toni
Bortoluzzi hat die angekündigte Motion nun eingereicht. |
Die Linke sei empört. Nationalrätin Yvonne Gilli, (Grüne Partei)
verlangt statt dessen Prävention, Durchsetzung der Alterslimiten, Verkaufsverbot
am Abend und Rabatte auf Krankenkassen-Prämien für gesunden Lebenswandel. Ein
Krankenkassen-Vertreter befürchtet Abgrenzungsprobleme. Sie haben Rabatte bisher
abgelehnt. 08.3164
- Motion "Eigenverantwortung bei
exzessivem Alkohol- und Drogenmissbrauch"
Kommentar: Zu befürchten ist eine Null-Lösung, weil jeder angeblich die
bessere hat. (Quelle:
Tages-Anzeiger, 20.3.08) |
20.03.2008 |
|
Die Erdölvereinigung meldet weiteres Wachstum des Tankstellennetzes. |
Damit verbunden ebenfalls eine Zunahme und die Vergrösserung der
Tankstellenshops. Markentankstellen +41 auf 3637 anfangs Januar 08.
(Quelle: Zürcher Oberländer, 19.3.08) Kommentar:
Der Alkoholmarkt wird laufend weiter ausgedehnt. |
19.03.2008 |
|
Winterthur will mit 10 andern Gemeinden des Bezirks den
Jugendalkoholismus angehn. |
Mit der Kampagne "Klarsicht 16/18" wollen die Suchtpräventionsstelle Winterthur
den Kampf gegen die Schlupflöcher im Jugendschutz verstärken. Die
Zuständigkeiten und die Strafen für fehlbare Wirte seien auf dem Lande noch sehr
unterschiedlich geregelt. (Quelle: NZZ, 18.3.08) |
18.03.2008 |
|
EURO 2008: Damit Fans den Alkohol im Griff behalten. |
Für viele Fans der Fussball-Europameisterschaft wird der Alkohol eine
Rolle spielen. Übermässiger Alkoholkonsum an Grossanlässen kann zu Unfällen,
Sachbeschädigungen oder Gewaltakten führen. Eine Arbeitsgruppe aus städtischen,
kantonalen und nationalen Partnern ruft vor dem ersten Anpfiff die wichtigsten
Präventionsmassnahmen in Erinnerung und hat zu einer Informationsveranstaltung
nach Bern eingeladen. (Quelle:
SFA-Medienmitteilung vom 18. März 2008) |
18.03.2008 |
|
Die schriftliche Begründung zweier von drei Beschwerden an die
UBI ist nach 5 Monaten eingetroffen. |
Die Unabhängige Beschwerde Instanz für Radio und Fernsehen hat zwei der drei
Begründungen endlich fertiggestellt. Sie sind sehr ausführlich und zeigen, dass
nach heutigem Recht an Radio und Fernsehen praktisch ohne Probleme über Alkohol
berichtet werden kann, was beste Werbemöglichkeiten zum Nulltarif ermöglicht.
Die Definition von Schleichwerbung für ein Produkt, für das Werbung illegal ist,
bedarf dringend einer gesetzlichen Neufassung, die einschränkender sein müsste
als für ein normal bewerbbares Produkt. Das Argument, der Verkauf von Alkoholika
sei legal, ist ungenügend. Siehe
Sonderseite mit weiterem Kommentar. |
18.03.2008 |
|
Der 19. Zürcher Präventionstag fand
gestern in Zürich statt. |
Es war ein richtiger
Aufsteller. Denn nach 20 Jahren hat die Zürcher Gesundheitspolitik erkannt, dass
es neben der Gesundheitsförderung in Form der
Verhaltensprävention auch die Verhältnisprävention
braucht. Und dies nicht nur im Tabak- sondern auch im
Alkoholsektor. Als ich vor 20 Jahren auf die Gefahren
einer einseitigen Verhaltensprävention aufmerksam
machte, wurde ich ausgelacht. Die Folgen sind zum
Teil schon bekannt. Siehe Sonderseite |
15.03.2008 |
|
Grosser Rat Basel-Stadt: Für mehr Alkohol-Prävention. |
Der Grosse Rat Basel-Stadt wünscht mehr Jugendschutz vor Alkoholmissbrauch.
Er hat dazu am Mittwoch eine EVP-Motion an die Regierung überwiesen. Die
Ratslinke setzte sich dabei mit 33 gegen 24 Stimmen bei 7 Enthaltungen gegen
die Rechte durch. (Quelle: Google Alkohol Alert,
13.03.08)
Basler Zeitung online, 12.3.08
|
13.03.2008 |
|
Der Schwyzer Kantonsrat wandelte gestern eine Motion, die eine
Ergänzung des Gastgewerbegesetzes forderte, mit knapper Mehrheit in
ein Postulat um. |
Dem Kantonsrat ist klar: In Sachen Schutz der Jugend vor Alkoholmiss-brauch
gibts Handlungsbedarf. Nur über die Dringlichkeit war man sich uneins.
Die von SP-Kantonsrätin Romy Lalli (Brunnen) und Mitunterzeichnern
eingereichte Motion verlangte die Schaffung einer gesetzlichen Grundlage für
Alkohol-Testkäufe, die Strafbarkeit der Weitergabe von Alkohol an
Minderjährige, die Einführung eines Sirupartikels sowie ein Verkaufsverbot
von Alkohol an Kiosken und Shops ab 21 Uhr. (Quelle: Google Alkohol Alert,
13.03.08)
Neue Schwyzer Zeitung online, 13.3.08
Kommentar: Eile mit Weile. Ein CVP Bierbrauer gab in der Debatte
eines Politikers unwürdige Sätze von sich. Solche Leute müssten in Ausstand
treten.
|
13.03.2008 |
|
Antwort des Zürcher Regierungsrats. |
Eine Anfrage aus Kreisen der EDU, EVP und CVP betr. illegalen Alkoholverkauf an
Jugendliche beantwortet der Regierungsrat dahingehend, dass das kantonale Labor
den Gemeinden empfohlen habe, vermehrt den Wirten das Patent zu entziehen. Die
Suchtpräventionsstellen planten, zur EURO 08 das Verkaufspersonal zu
sensibilisieren. (Quelle: NZZ, 13.3.08) |
13.03.2008 |
|
Übliche Wochenendgewalt mit Totem und Schwerverletzten. |
In Wädenswil stach ein alkoholisierter 15-Jähriger auf einen 17-Jährigen ein,
der schwer verletzt wurde, an der Zürcher Langstrasse wurde der Sicherheitschef
einer Bar mit mehreren Schüssen regelrecht hingerichtet. Ob Alkohol im Spiel
war, wird nicht erwähnt. Auch die Aargauer Polizei berichtet von einem
anstrengenden Wochenende. (Quelle:
Tages-Anzeiger, 10.03.08) |
10.03.2008 |
|
Demo gegen das neue Polizeigesetz in Chur. |
Etwa 50 Teilnehmer beteiligten sich am Samstag in Chur an einer unbewilligten
Demonstration gegen das neue Polizeigesetz. Als sie ausartete nahm die Polizei
vorübergehend 14 Personen fest. (Quelle:
Tages-Anzeiger, 10.03.08) |
10.03.2008 |
|
Der Infoset Newsletter März 08 ist erschienen. |
Er bringt Neuigkeiten aus allen Suchtbereichen, vor allem aus der Schweiz.
Newsletter (ab-)bestellen |
06.03.2008 |
|
Nationales Programm Alkohol 2008 – 2012: Bericht
zur Anhörung ist erschienen. |
Zwischen dem 26. Oktober 2007 und dem 21. Januar 2008 führte das
BAG eine Anhörung zum NPA durch. Wir
berichteten. Es wurden 97 Adressaten eingeladen, zum NPA Stellung zu nehmen.
Insgesamt sind 98 Stellungnahmen eingegangen, davon 32 von Organisationen, die
nicht eingeladen waren. Der
Bericht (pdf, 62S., 432Kb) über die Ergebnisse der Anhörung und ein
Begleitbrief (pdf, 2S., 174Kb) von Thomas Zeltner sind online erhältlich.
(Quelle: Infoset Newsletter März 08) |
06.03.2008 |
|
Justizdirektor Morin, Basel-Stadt, bekämpft wieder den
"Verbotsstaat." |
In Basel gibt es immer mehr Gesetze, die immer weniger durchgesetzt werden.
Dagegen wehrt sich der grüne Justizdirektor Guy Morin: «Der Staat sollte
fähig sein, ein nicht funktionierendes Gesetz wieder zurückzunehmen.» Damit
widerspricht er den Politikern, die der Polizei Versagen vorwerfen. Beim
Alkoholverkauf soll die Regierung in Liestal auf die geplante Erhöhung der
Alterslimite auf 18 verzichten: «Es kann nicht sein, dass die beiden Basel
den Umgang mit Alkohol unterschiedlich regeln». (Quelle:
BaslerZeitung, 4.3.08) Ganzes Interview nur gegen Bezahlung.
Kommentar: Siehe auch hier am 11.1.08. Warum schließt er sich nicht
der Vorlage von Basel-Land an? Und verlangt die entsprechenden Mittel?
|
04.03.2008 |
|
Kennen Sie POINZZ? POINZZ ist ein Belohnungsprogramm für junge
Leute, |
die beim Besuch von Clubs und Veranstaltungen weniger Alkohol
konsumieren. Wer genussvoll feiert, macht vor dem Nachhausegehen den Blastest.
Wer genussvoll gefeiert hat, kriegt Punkte. Die Punkte können auf der Homepage
www.poinzz.ch verwaltet und regelmässig gegen verschiedene Angebote (CDs,
Konzertticktes, Kinokarten, Gästelistenplätze, Reisegutscheine, elektronische
Goodies, Mode etc.) getauscht werden.
POINZZ wurde im Sommer 2007 gestartet und wird an diversen Veranstaltungen in 5
Deutschweizer Kantonen umgesetzt. Weitere Kantone kommen laufend dazu.
Machen Sie sich doch selbst ein Bild:
http://www.poinzz.ch |
03.03.2008 |
|
Standpunkte online Nr. 01/2008 Februar der SFA (Schweiz.
Fachstelle für Alkohol- und andere Drogen) ist erschienen. |
Inhalt: Nüchterne Fahranfänger für eine „Via
sicura“
- Kein Alkohol für Fahranfänger: doppelte Unerfahrenheit bremsen
- Alkohol und Schwangerschaft - Die Gefahr besteht, die Grenze fehlt
-"Jugendliche sind Teil der Gesellschaft, nicht nur ihr Spiegel"
Interview mit Pro Juventute
- Nachgefragt: Mit Expertenwissen überzeugen Arbeit der EKAL |
03.03.2008 |
|
Voranzeige: TV VOX, am Mittwoch, 5.3.08: BBC exklusiv; Das
Drogen ABC |
David Nutt, Uni Bristol und ein Team haben die 20 gängigsten Drogen von
anerkannten Experten nach ihrem Gefahrenpotential neu einstufen lassen. Hier die
Rangfolge: 1. Heroin, 2. Kokain, 3. Schlafmittel, 4. Methadon, 5. Alkohol.
(Quelle: TELE, 09/08) (Wir haben am
24.3.07 über die Studie berichtet: Development of a rational scale to assess the
harm of drugs of potential misuse / Entwicklung einer rationalen Skala
zur Erfassung der Schäden von Drogen mit Missbrauchspotenzial.) |
01.03.2008
|
|
An Orten mit grossem Publikumsaufmarsch soll an der EURO 08
Gratiswasser aus Hydranten gespendet werden. |
Dies schlägt die EVP in Zürich in einer Medienmitteilung zur Prävention von
gesundheitlichen Problemen und übermässigem Alkoholkonsum vor. Sie hat eine Idee
der Eidg. Kommission für Alkoholfragen aufgenommen und entsprechende Vorstösse
in den Städten Basel, Bern und Zürich eingereicht. (Quelle:
Tages-Anzeiger, 29.2.08) |
01.03.2008 |
|
Unkontrollierte Gewalt-Prävention. Wirkung vorbeugender Massnahmen
werde kaum überprüft. |
Denis Ribeaud vom Pädag. Institut der Uni Zürich und Manuel Eisner haben 2006
die Studie "Prävention von Jugendgewalt" verfasst. Die NZZ widmet diesem Thema
einen grösseren Artikel. Stichworte: Bei uns keine Evaluation nach Aktionen,
keine Geld dafür, sehr teuer.(Quelle: NZZ, 29.2.08)
Kommentar: Das Thema Alkoholprävention wird nicht berührt. Diese Form von
Prävention könnte sogar Geld einbringen, der Erfolg wäre offensichtlich.
Leserbrief |
01.03.2008
08.03.2008
|
|
Suva: «Alkohol hat kaum Einfluss auf Schneesportunfälle», aber die
Meinungen sind geteilt. |
Sport und Alkohol gehören nicht zusammen – darin sind sich die
meisten einig. Doch ob Alkohol auf den Skipisten ein Problem ist und ob
betrunkene Skifahrer häufiger in Schneesportunfälle verwickelt sind, darüber
herrscht Uneinigkeit – auch mangels statistischer Erhebungen. Trotzdem wird
heftig argumentiert.
(Quelle: Google Alkohol Alert,
19.2.08)
Jungfrau-Zeitung, 29.2.08 |
01.03.2008 |
|
Der Bundesrat reagiert auf die gestern veröffentlichte Untersuchung
der SFA mit einer Agenturmeldung. |
Die Medien melden, der Bundesrat werde sich noch dieses Jahr mit dem NPA
(Nationales Programm Alkohol) befassen, das vom BAG federführend in seinem
Auftrag erstellt worden ist. Sein Schwerpunkt liegt auf der Bekämpfung des
Jugend-Alkoholismus. (Quellen: Tages-Anzeiger, NZZ, Radio DRS1,
29.2.08)
Kommentar: Damit sagt er nichts Neues. Aber vielleicht fasst das BAG mit
der Untersuchung im Rücken Mut, wirksame Massnahmen zu fordern. Die Gefahr
besteht allerdings, dass mit der Fokussierung auf die Jugendlichen der
gesamtgesellschaftliche Zusammenhang verloren geht oder bewusst unterdrückt
wird. |
29.02.2008 |
|
Zürich hat einen zweiten 24-Stundenshop - an der Langstrasse. |
Der Inhaber will noch expandieren: ans Bellevue, nach Zürich-West und Örlikon.
Er brüstet sich mit einem reichhaltigen Alkoholika-Sortiment.
(Quelle: Zürcher Oberländer, 27.2.08)
Kommentar: Nach den Tankstellenshops nun noch näher an die Szene mit dem
Stoff. Wann kommt das Verursacherprinzip? Für die halbseitige Gratis(?)-Reklame
der Zeitung wird er dankbar sein. Leserbrief,
27.2.08 |
27.02.2008 |
|
Jugendliche Betrunkene in der Notaufnahme im Zürcher Oberland |
Im Spital Uster seien es immer noch mehrheitlich Erwachsene, ein bis zweimal
monatlich auch Jugendliche, die wegen übermässigem Alkoholkonsum eingeliefert
würden. Im Spital Wetzikon stelle man klar eine Zunahme der eingelieferten
Jugendlichen fest. Die Co-Leiterin der Zürcher Fachstelle zur Prävention des
Alkohol- und Medikamentenmissbrauchs stellt eine Zunahme des Rauschtrinkens von
Jugendlichen fest und diese würden immer jünger. (Quelle:
Zürcher Oberländer, 27.2.08) |
27.02.2008 |
|
Die StimmbürgerInnen der Stadt Chur bewilligen das schärfste
Polizeigesetz der Schweiz. |
Es wurde mit 5051 zu 3435 Stimmen angenommen (60% ja). Die Stimmbeteiligung
erreichte 38,29%. Die umstrittenste neue Regelung betrifft ein Verbot, zwischen
0.30 und 7.00 Uhr auf öffentlichem Grund Alkohol zu konsumieren. Fehlbare zahlen
an Ort Fr. 50.-- Busse. (Quelle:
Tages-Anzeiger, 25.2.08,
NZZ, 25.2.08
Kommentar: Wir berichteten hier am 30.1.08. Alkoholfreie Zonen gibt es
bereits in vielen ausländischen Städten von Deutschland bis Neuseeland, auch
tagsüber. Ob eine Verlagerung in private Räume stattfinden wird, muss abgewartet
werden. Einen gewissen eindämmenden Effekt wird die Massnahme trotzdem haben.
Die Gefahr besteht, dass es bei Politikern bewirkt: "Aus den Augen - aus dem
Sinn". Es ist deshalb verständlich, wenn Fachleute meinen, mehr Prävention wäre
besser. Nur müsste man dann auch den Mut haben zu sagen welche Prävention. |
25.02.2008 |
|
In Winterthur: Trinken und Dealen |
Der Stadtrat will endlich handeln. Der Musikpavillon, seit Jahren der Alkitreff,
der nun noch zum Heroin-Handelsort geworden ist, soll mehr Polizeipräsenz
erhalten. Für März stellt er ein Massnahmepaket in Aussicht. (Quelle: Tages-Anzeiger,
19.2.08) |
20.02.2008 |
|
Der Tages-Anzeiger titelt: "Besoffene und Babys auf dem Schlitten." |
"Alpine und voralpine Spitäler bemerken, dass Nachtschlitteln populärer wird -
auch weil vor dem Schlittelplausch of noch ein Fondue mit Weisswein und Kirsch
oder eine fröhliche Trinkrunde ohne Essen auf dem Programm steht. Alkohol spielt
bei Schlittelunfällen eine grosse Rolle, sagt Christian Ryf, Chefchirurg im
Spital Davos." (Quelle: Tages-Anzeiger, 20.2.08) |
20.02.2008 |
|
Neue Unfallstatistik der BfU |
Mehr Tote und Schwerverletzte auf Schweizer Strassen. Immer noch rückläufig ist
dagegen die Zahl der Toten wegen Alkoholeinfluss. (Quelle: NZZ,
20.2.08)
Kommentar: Dass der starke Rückgang nach der Einführung der 0,5
Promillegrenze immer noch gehalten werden kann, ist ein sehr positives Ergebnis. |
20.02.2008 |
Ergebnisse einer Maturaarbeit
Cannabis und Alkohol an der Mittelschule im Kt.
Uri |
Neun von 234 Schülerinnen und Schülern des Kollegis trinken nie Alkohol. 16
Prozent hatten schon mehrmals einen Vollrausch, und ein Drittel kifft mehr oder
weniger regelmässig. (Quelle: Google Alkohol Alert,
19.2.08)
Urner Wochenblatt |
20.02.2008 |
|
Ladenbesitzer um den Letzigrund in Zürich prüfen Rekurs gegen
Alkoholverbot bei Fussballspielen. |
Die Polizei meldet, dank der Massnahme sei die Gewalt zurückgegangen. Nun wollen
die Ladenbesitzer das polizeiliche Verbot, das auf schwachen Füssen stehe,
möglicherweise bekämpfen. (Quelle: Tages-Anzeiger,
16.2.08) |
18.02.2008 |
|
Stadt und Suchthilfe St. Gallen für Einschränkung des
Alkoholverkaufs |
Die SBB haben den Verkauf von Alkohol eingeschränkt. Nun
wird eine solche Regelung für die ganze Stadt gefordert. Die Gegner bezweifeln
aber eine positive Wirkung. (Quelle: Google Alkohol Alert,
11.2.08)
St. Galler Tagblatt, 11.2.08
Kommentar: Die Alkoholwirtschaft ist natürlich gegen jede Verbesserung.
Es geht um ihr Geld. D.h. alle Massnahmen, die sie ablehnen, müssen ergriffen
werden. |
12.02.2008 |
|
Heute abend in
Radio DRS 1 Doppelpunkt |
Doppelpunkt live: Bier, Whisky-Cola oder Wodka? Jugendliche im Rausch! Eine
Diskussionsrunde mit Fachleuten, Jugendlichen und Publikum. Do. 7.2.08, 20.03
Uhr, Wiederholung: Fr. 8.2.08, DRS 2, 15.00 Uhr
Hier unser Kommentar |
07.02.2008 |
|
Der Infoset Newsletter Februar 2008 ist da. |
Informationen zu allen Suchtformen, Schweiz und etwas Ausland.
Newsletter abonnieren |
06.02.2008 |
|
Faktenblätter zu Alkohol:
Auf den Seiten des (BAG)
Bundesamts für Gesundheit |
Neu folgende Faktenblätter zum Thema Alkohol:
Kinder und Jugendliche (pdf, 3S., 34Kb),
Alkohol und Gewalt (pdf, 4S., 35Kb) und
Unfälle und Verletzungen (pdf, 3S., 33Kb). (Quelle: Infoset
Newsletter Februar 08) |
06.02.2008 |
|
Weitere Stellungnahmen zum NPA. (Quelle: Infoset
Newsletter Februar 08) |
•S•S•A•M•
Schweizerische Gesellschaft für Suchtmedizin
Fachverband Sucht |
06.02.2008 |
|
Am Rande der Solothurner Filmtage betonte BAK-Direktor Jean-Frédéric
Jauslin die Bedeutung einer Beteiligung der Schweiz am
Media-Abkommen mit der EU. (Quelle: Google Alkohol Alert,
1.2.08) |
Das Parlament hat den Bundesrat im Dezember beauftragt, erneut über das
Media-Abkommen mit der Europäischen Union zu verhandeln, um die schweizerischen
TV-Werbeverbote für Alkohol, Politik und Religion zu retten. Die Gespräche über
die Beteiligung der Schweiz an diesem Abkommen nach 2010 drohten "sehr heikel"
zu werden, erklärte BAK-Direktor Jean-Frédéric Jauslin am Freitag in Solothurn.
Bundespräsident Pascal Couchepin will das Thema am Rande der Berlinale im
Februar bei einem Treffen mit der deutschen Bundeskanzlerin Angela Merkel
erörtern.
swissinfo, 25.1.08
Tages-Anzeiger,
25.1.08 siehe u/Briefe an
... |
04.02.2008 |
Die Bündner Regierung unterstützt das Nationale Programm Alkohol
2008-2012.
(Quelle: Google Alkohol Alert,
31.1.08) |
Der Alkoholmissbrauch sei eines der grössten sozial-medizinischen Probleme,
teilte die Regierung am Donnerstag mit. In der Vernehmlassung gibt die Exekutive
allerdings zu bedenken, die Schwierigkeit des sehr umfassenden
Massnahmenkatalohttp://www.ssam.ch/?download=NPA
SSAM Stellungnahme.pdfges liege darin, auf Probleme zu reagieren, ohne neue Eingriffe
in die persönliche Freiheit und in die freie Marktwirtschaft vorzunehmen.
Volksblatt Liechtenstein, 31.1.08 |
04.02.2008 |
Repräsentative Umfrage des "SonntagsBlick": Alkohol nur an über
18-Jährige. (Quelle: Google Alkohol Alert,
3.2.08)
|
Den Alkoholmissbrauch von Jugendlichen halten 89 % der Befragten für ein
"beträchtliches" bis "sehr grosses" Problem. Eine Mehrheit ist für die
Anhebung der Alterslimite 16 um zwei Jahre. Eine härtere Bestrafung der
Ladenbesitzer, die Alkohol illegal an Jugendliche abgeben, halten 81 % für
eine taugliche Massnahme. Den eingeschränkten Verkauf am Abend halten
hingegen 58 % für untauglich.
News search.ch, 3.2.08
Kommentar: Das Trinkverhalten der Erwachsenen darf nicht tangiert
werden. Das schlechte Vorbild soll bleiben.
|
04.02.2008 |
|
SVP will Rauschtrinker zur Kasse bitten. |
Zu diesem Zweck plant die Partei in der Frühlingssession einen Vorstoss im
Parlament. Laut Nationalrat Toni Bortoluzzi sind die zentralen Forderungen
bereits klar. Nicht die Krankenkasse soll künftig bezahlen, wenn "einer
wegen missbräuchlichen Alkoholkonsums ins Spital eingeliefert werden muss",
sondern der Betroffene und die Eltern. Das gelte auch bei Sachbeschädigungen
im Rausch. Den genauen Inhalt der Motion wolle die SVP nächste Woche
definieren, hiess es. (Quelle:
News search.ch, 3.2.08
SonntagsBlick, 2.2.08
Kommentar: Nun kommt Bewegung in die Sache. Das NPA beginnt zu
wirken.
Die Kommentare im SonntagsBlick online sind durchwegs positiv.
|
04.02.2008 |
Schlägereien und Alkohol-Unfälle zum Fasnachts-Auftakt
(Quelle: Google Alkohol Alert,
3.2.08) |
Die erste Fasnachts-Nacht dieses Jahres
verlief im Baselbiet recht turbulent: Zwischen gestern Samstag und heute
Sonntagmorgen leistete die Polizei im unteren Kantonsteil mehrere Dutzend
Einsätze. Es kam – meist unter Alkoholeinfluss - zu mehreren Schlägereien und
alkoholbedingten Verkehrsunfällen. Ernsthaft verletzt wurde niemand.
Onlinereports
News, 3.2.08
Kommentar: Diese Meldung als Beispiel unter vielen. |
04.02.2008 |
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Die Eidg. Alkoholverwaltung erhält neuen Chef. |
Direktor Lucien Erard, der sein Amt mit grossem Engagement ausgeführt hat, geht in
Pension. Nachfolger werde Alexandre Schmidt, bisher persönlicher Mitarbeiter von
Bundesrat Merz. Wir wünschen Lucien Erard einen zukunftsorientierten, angenehmen
Ruhestand bei guter Gesundheit mit viel Zeit für Liegengebliebenes. (Quelle: Tages-Anzeiger, 31.1.08) |
31.01.2008 |
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Im Kassensturz vom 29.1.08 wurde das nächtliche
Alkoholverkaufsverbot diskutiert. |
CVP-Ständerat und Alkohol-Lobbyist Frick stand der Geschäftsführer der
Suchtfachleute, Theunert, gegenüber. Frick polterte wie gewohnt über
Verbotsgesellschaft, Theunert hielt mit Fakten dagegen und verwies auf das
Modell Genf, wo die Regelung bereits besteht.
Kassensturz Homepage
U/Kommentar bei Leserbriefen |
31.01.2008 |
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"Bieridee der Stadt Zürich" titelt heute der Ktipp zum
Carlsberg-Tram Euro08. |
"Mit einem Euro-08-Tram werben die Verkehrsbetriebe Zürich (VBZ)
prominent für Carlsberg-Bier. Angeblich die alkoholfreie Variante. Nur: In den
Läden findet man dieses Produkt kaum." "Die VBZ sehen ihre Grundsätze mit dem
Carlsberg-Tram nicht verletzt: «Es wird für ein nicht-alkoholisches Produkt
geworben. Deshalb verstossen wir nicht gegen unsere Geschäftsbedingungen»,
erklärt Nicolas Adolph von den VBZ." (Quelle:
Ktipp, 30.1.08) (evtl. nur für Abonnenten und Käufer)
Kommentar: Es gibt auch ein Gesetz gegen den unlauteren Wettbewerb.
Konsumenten-Organisationen könnten damit klagen. Dazu die Kommission für
Lauterkeit in der Werbung. Im Ktipp-Artikel werden wir zitiert und es findet sich ein Link
auf unsere Webseite. (online). siehe Interventionen, 16.1.08 |
30.01.2008 |
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In Chur wird über das strngste Polizeigesetz der Schweiz abgestimmt. |
Z.B.: Wer zwischen 0.30 und 07.00 Uhr im Freien Alkohol
konsumiert, soll 50 Franken Busse zahlen. Im Visier stehen junge Rauschtrinker.
Der Gemeinderat hat das Gesetz im Herbst mit 14:7 Stimmen angenommen. (Quelle:
Tages-Anzeiger, 29.1.08) |
30.01.2008 |
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Analyse der Rückfallquoten durch das Bundesamt für Statistik. |
Bei Alkohol am Steuer betrage sie etwa 10% innerhalb von drei Jahren. Nach
Diebstahl (20%) ist das mit Drogenhandel (auch 10%) ein Spitzenplatz.
Kommentar: Bei einer Kontrolldichte von nur 6% können sich auch Ersttäter
darauf verlassen, kaum mehr ein 2. Mal erwischt zu werden. |
29.01.2008 |
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Kein Alkohol über die Gasse ab 22 Uhr auf SBB-Bahnhöfen. |
Ab 1.4.08 mit Toleranzfrist bis Ende Mai soll auf den SBB Bahnhöfen kein Alkohol
mehr über die Gasse verkauft werden. Das sei Jugendschutz und soll Saufparties
nach Sportanlässen verhindern. Die Zahl der
betroffenen Läden sei gering. Nur 20 Läden im ganzen Land müssten umstellen. Die
meisten seien schon vor 22 Uhr geschlossen. Die SBB und ihre Geschäftspartner
hätten sofort handeln wollen, sagte SBB-Sprecher Scherz. Deshalb habe man sich
vorläufig einmal auf 22 Uhr festgelegt. Strengere gesetzliche Vorgaben würden
berücksichtigt. Die Rhätische Bahn (RhB) und die BLS AG sind von der Neuregelung
der SBB nicht betroffen. Auf Arealen von RhB-Bahnhöfen befänden sich keine
Verkaufsgeschäfte, und die Kioskbetriebe seien um 22 Uhr bereits geschlossen,
sagte Mediensprecher Peider Härtli auf Anfrage. Das gleiche sei bei der BLS der
Fall, sagte ein Sprecher. (Quelle:
Tages-Anzeiger, 29.1.08)
20minuten, 28.1.08
Basler Zeitung online, 28.1.08
Kommentar: Wie die BAZ berichtet, scheint es doch keine Flucht nach vorne
zu sein, um den NPA auszuhebeln. Offenbar sind die Geschäfte gar nicht
abgeneigt. |
29.01.2008 |
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Der Zürcher Stadtrat beantwortet eine dringliche Interpellation
betr. Alkohol-ausschank bei Hochrisiko-Spielen. |
Dringliche Interpellation von Hans Bachmann betreffend
Fussball-Europameisterschaft 2008, Verbot von Alkoholausschank in
Speisegaststätten. Der Stadtrat hält an seinen Massnahmen fest und sagt, sie
hätten sich bewährt.
(Quelle: 20Minuten, 28.1.08)
Protokoll des Stadtrates, 24.1.08 (unten) |
28.01.2008 |
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Mäuderball in Einsiedeln mit übermässig viel Alkohol. (Quelle: Google Alkohol Alert,
27.1.08)
polizeinews.ch,
26.1.08 |
Die Polizei hatte einiges zu tun. Mehr als zweitausend Ausgehfreudige,
vorwiegend junge Personen, besuchten am Freitagabend, 25. Januar 2008, den
Mäuderball in Einsiedeln. Der Bezirksrat hatte mehr als einem Dutzend
Gastgewerbebetrieben eine Verlängerung der Öffnungszeit bis morgens um 4 Uhr
bewilligt. Der Mäuderball brachte nicht nur gute Stimmung und fantasievolle
Fasnachtskostüme, sondern mit zunehmendem Alkoholgenuss auch
Sachbeschädigungen, Nachtruhestörungen, Pöbeleien und Schlägereien. Ein
privater Sicherheitsdienst und die Polizei standen im Einsatz und hatten
reichlich zu tun.
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27.01.2008 |
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"Ausgangssperren und verordnete Abstinenz" titelt die NZZ heute
polemisch. |
In der ersten grösseren Stellungnahme zum neuen Nationalen Programm Alkohol gibt
die NZZ einen Überblick und beleuchtet einzelne Massnahmen zum Jugendschutz im
NPA und bei den Kantonen. (Quelle:
NZZ, 26.1.08)
Kommentar: Es ist verdienstvoll, dass die NZZ den Anfang einer
öffentlichen Diskussion einleitet, die hoffentlich weitergeht. Wir werden einen
Leserbrief beitragen. |
26.01.2008 |
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Grenzwächter erhalten Polizeikompetenzen für Alkoholkontrollen. |
Die Grenzwächter dürfen neu auch verdachtsfreie Alkoholkontrollen durchführen,
beim Grenzübertritt und im Grenzraum. Sie werden speziell ausgebildet und
erhalten die Messgeräte. (Quelle: Tages-Anzeiger, 24.1.08) |
24.01.2008 |
Testkäufe in Kriens, LU als Abschlussarbeit von fünf
Sekundarschülerinnen.
(Quelle: Tages-Anzeiger, 24.1.08) |
30 von 36 Betrieben verkauften den 15-Jährigen Alkohol. Sie bezahlen Fr. 200.--
Busse plus Verfahrenskosten. Die Urteile sind rechtskräftig, 2 Fälle noch
pendent.
Kommentar: Die Bussen sollten die Mädchen für die Klassenkasse erhalten,
das wäre nachhaltige Prävention. |
24.01.2008 |
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Verbindliche Preisvorgaben der Stadt Zürich für die Euro08. |
Ein halber Liter Mineral soll Fr. 5.-- kosten, die gleiche Menge Bier Fr. 6.--.
In der Fan-Zone am Bellevue darf bis 24.00 Uhr ausgeschenkt werden, in den
Fan-Meilen bis 01.00 Uhr, am rechten Seeufer bis 24.00 Uhr.
(Quellen: Tages-Anzeiger, NZZ, 24.1.08)
Kommentar: Was die übrigen alkoholfreien Getränke kosten, ist damit nicht
bestimmt. Das Gastgewerbegesetz schreibt vor: "Alkoholführende Gastwirtschaften
haben eine Auswahl alkoholfreier Getränke nicht teurer anzubieten als das
billigste alkoholhaltige Getränk in der gleichen Menge." |
24.01.2008 |
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Nationales Programm Alkohol NPA |
Unser ausführlicher Kommentar zu den
bekanntgewordenen Kritiken im Rahmen der eben zu Ende gegangenen Vernehmlassung. |
23.01.2008 |
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Jugendschutz/Alkoholpolitik in Volketswil, ZH |
Alkoholtestkäufe, obwohl sie positiv gewirkt haben, würden nur vom eigentlichen
Problem ablenken. Jugendalkoholismus sei ein Problem der ganzen Gesellschaft.
(Quelle:
Tages-Anzeiger, 22.1.08) Leider nicht online.
Leserbrief vom 23.1.08
Kommentar: Wie überall haben sie auch in Volketswil Mühe, das
Alkoholproblem in seiner ganzen Dimension zu erkennen und die richtigen Schlüsse
zu ziehen. |
23.01.2008 |
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Im neuen Gesundheitsgesetz des Kt. Zürich soll die Weitergabe von
Alkohol an Jugendliche strafbar werden. |
Da wird eine Gesetzeslücke geschlossen: Der Kauf von Alkohol für Jugendliche
wird im Kanton Zürich bald mit Bussen bis zu 50 000 Franken
geahndet. «Die Abgabe von Alkohol an Personen unter 16 Jahren oder gebrannten
Wassern an Personen unter 18 Jahren ist auch dann verboten, wenn sie kostenlos
erfolgt und kann mit einer Busse geahndet werden», bestätigt Roland Stähli,
Präventionsbeauftragter des Kantons Zürich. (Quelle:
20minuten, 22.1.08)
Kommentar: Ein kleines aber nötiges Schrittchen in der richtigen
Richtung. Werden aber auch die nötigen Mittel für die Durchsetzung
bereitgestellt? Sonst haben wir einen neuen Papiertiger, eine Alibiübung. Eine
nationale Lösung wäre natürlich noch besser. |
22.01.2008 |
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Die Presse berichtet über das Ergebnis der Vernehmlassung zum NAP
(Nationales Programm Alkohol) |
Der Tages-Anzeiger berichtet in der Druckausgabe wenig, online aber ausführlich.
Selbstverständlich sind der Bürgerblock der Parteien und die Alkoholwirtschaft
dagegen und die Suchtfachleute dafür. Dass mindestens einige Kantone das NPA
begrüssen, wird eigenartigerweise nicht erwähnt. (Quellen:
Tages-Anzeiger, 22.1.08)
Basler Zeitung online, 21.1.08
espace.ch, 22.1.08
ausführlich mit Quellen, die unkontrolliert (auch falsche) wiedergegeben werden. (ausführlicher
Kommentar zu den Kommentaren, 23.1.08.) |
22.01.2008
23.01.2008 |
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Winterthurer Stadtrat will Szene mehr kontrollieren. |
An seiner dreitägigen Klausurtagung beschloss der Stadtrat, die Süchtigen beim
Musikpavillon polizeilich öfter zu kontrollieren. Die Situation habe sich
verschärft und sei unhaltbar. (Quelle: Tages-Anzeiger, 21.1.08) |
21.01.2008 |
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Der Regierungsrat des Kantons Bern begrüsst das nationale Programm
Alkohol 2008-2012. |
Diese Vorgabe gibt einen Überblick über die politischen Ziele im Zusammenhang
mit Alkohol. (Quelle:
espace.ch, 18.1.08
Kommentar: Die Stellungnahme des Kt. Bern ist zu begrüssen. Es ist zu
hoffen, dass die Berner Parlamentarier auch die notwendigen wirklich wirksamen
Massnahmen unterstützen werden. Alibiübungen hatten wir schon genug. |
18.01.2008 |
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Zwölf Nidwaldner Detaillisten werden keinen Alkohol mehr an
Minderjährige verkaufen. |
Aus Überzeugung und weil es das Personal entlastet. Mit einem Brief sind
Detaillisten im Dezember aufgefordert worden, Alkohol nur noch an 18-Jährige
und Ältere zu verkaufen. Verschickt haben ihn zehn Nidwaldner Gemeinden, die
sich in der Alkoholprävention unter dem Begriff «Gemeinden handeln»
zusammengetan haben. Engelberg folgt noch. Die Geschäftsführer von zwölf
Läden haben bis jetzt eine Vereinbarung unterzeichnet.
(Quelle: Google Alkohol Alert, 17.1.08)
ZISCH, Neue Nidwaldner Zeitung online, 17.1.08
|
17.01.2008 |
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Carlsberg Bier-Werbung auf Trams in Zürich |
Vier Trams wurden zur Euro08 umgespritzt und werben für Sponsoren, darunter für
Carlsberg Bier. Ganz klein steht unter Carlsberg: "non alcoholic". Von weitem
ist nur das grüne Carlsberg-Tram zu erkennen. Der gewünschte Effekt ist klar.
Welches Bier dann verkauft wird, müsste untersucht werden. Die städtische VBZ
unterläuft damit ihren Grundsatz: Keine Alkoholwerbung. (Quelle:
Tages-Anzeiger, 16.1.08)
VBZ.ch
siehe auch Interventionen, 16.01.08
Leserbrief, 18.1.08 |
16.01.2008 |
|
Der Regierungsrat des Kantons Schaffhausen sagt Ja
zu Nationalen Programmen Alkohol sowie Ernährung und Bewegung
|
Der Regierungsrat begrüsst grundsätzlich die vom
Bundesamt für Gesundheit ausgearbeiteten Programme Alkohol sowie Ernährung und
Bewegung 2008 - 2012. … Die Regierung spricht sich beim Programm
Alkohol für eine Priorisierung auf Massnahmen für Schule und Elternhaus aus. Die
Massnahmen sollten auf durchsetzbaren gesetzlichen Regelungen basieren. Weiter
verlangt der Regierungsrat, dass der Bund eine Koordinationsrolle übernimmt und
die Kantone finanziell unterstützt.
(Quelle: Google Alkohol Alert, 13.1.08)
Medienmitteilung, 8.1.08
Kommentar: Schwergewicht auf Schule und Elternhaus - sieht wie Alibiübung
aus. |
13.01.2008 |
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Die NZZ geht sehr kritisch auf den Verhaltenskodex der Presse ein. |
Unter dem Titel "147 Keuschheitsgelübde" heisst es, "Der Verhaltenskodex für
"saubere" Medien fördert Heuchelei".
(Quelle: NZZ,11.1.08)
Kommentar: So deutlich hat es nicht einmal J.-M. Büttner vom Tages-Anzeiger
geschrieben. Es entspricht vollkommen unserer Erfahrung mit unserer Beschwerde
beim Presserat. (siehe
Neustes Zitate auf der Homepage) |
11.01.2008 |
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Der neue Präsident des Schweizer Presserates im Interview mit der
NZZ. |
Er ist für die Mitgliedschaft der Verleger im Verband, damit er von allen
Akteuren der Medienbranche getragen werde. Er will die Öffentlichkeitsarbeit
verbessern, die Sitzungen des Presserates sollen mit der Zeit öffentlich werden
und den "Röschtigraben" zwischen welscher und deutschsprachiger Presse möchte er
überwinden helfen.
(Quelle: NZZ,11.1.08) |
11.01.2008 |
|
Alkohol, Gewalt und Ausländer: Guy Morin, der baselstädtische
Justizdirektor, bricht mehr als ein Tabu. |
"Gegen "Verbots-Gesellschaft": Anders
als seine freisinnige Baselbieter Amtskollegin Sabine Pegoraro will der grüne
Basler Justizdirektor keine verschärften Alkoholverbote für Minderjährige. Mehr
gesellschaftliche Verantwortung statt Augenwischerei mit nicht vollziehbaren
Gesetzen sind seine Ansätze gegen die zunehmende Verrohung von Jugendlichen.
(Quelle: Google Alkohol Alert, 11.1.08)
Online
reports, 10.1.08
Kommentar: Wo sind die Politiker, welche die gesellschaftliche
Verantwortung voranbringen? Damit Gesetze vollzogen werden können, braucht es
oft zusätzliche Mittel, die von den Politikern nicht bereitgestellt werden.
Nachträglich diese Gesetze als nicht vollziehbar auszublenden ist wahrlich
Augenwischerei. (siehe auch Leserbrief dazu) |
11.01.2008 |
|
Der Kanton Basel-Land gibt ein revidiertes Gastgewerbegesetz mit
verschärftem Jugendschutz in die Vernehmlassung.
 |
Die Baselbieter Regierung will schärfer gegen den Alkoholverkauf an
Jugendliche vorgehen. Die Altersgrenze soll auf 18 Jahre erhöht, die private
Weitergabe an Jugendliche strafbar und der Bier- und Weinverkauf generell
wieder bewilligungspflichtig werden. Die Massnahmen sollen mit einer
Revision des kantonalen Gastgewerbegesetzes umgesetzt werden, die die
Regierung am Mittwoch in die Vernehmlassung gegeben hat. Der Konsum von
Alkohol ist und bleibe legal, sagte Justiz- und Polizeidirektorin Sabine
Pegoraro vor den Medien; verringert werden solle aber dessen Verfügbarkeit
für Jugendliche. (Quelle:
Basler Zeitung online, 9.1.08)
Gegenüberstellung des bisherigen und des neuen Rechts
Vorlage Regierungsrat an Landrat, Nov. 07
20Minuten, 10.1.08
Ein uns zugestellter Vernehmlassungs-Beitrag (pdf) |
09.01.2008
29.01.2008 |
|
Nicht mehr angetrunkene Autofahrer seit Promillesenkung in der
Schweiz. |
Seit der Senkung der Blutalkoholgrenzwertes von 0,8 auf 0,5 Promille Anfang 2005
sind in der Schweiz anteilsmässig nicht mehr angetrunkene Autofahrer erwischt
worden. Allerdings haben die Polizeien seither bedeutend mehr kontrolliert.
Mehr als ein Drittel aller Autofahrerinnen und -fahrer, die von der Polizei
angehalten wurden, mussten im Juni 2005 für eine Alkoholkontrolle ins Röhrchen
blasen, wie das Bundesamt für Statistik (BFS) mitteilte. Im Juni 2007 wurden
erneut 16 Prozent mehr Tests durchgeführt. (Quelle:
Basler Zeitung online, 8.1.07) Der prozentuale Anteil der jährlich
kontrollierten Fahrzeuglenkenden in der Schweiz wird auf rund 6 Prozent
geschätzt. Zum Vergleich: 2004 betrug dieser Anteil in Frankreich 14 Prozent und
in Finnland sogar 35 Prozent.
Medienmitteilung Bundesamt für Statistik, 8.1.07 (pdf)
Leserbriefe, 9.1.08
Kommentar: Erhofft wurde ein Rückgang, befürchtet eine Zunahme. Soll man
nun zufrieden sein? Die Chance, kontrolliert zu werden, ist immer noch zu klein.
(siehe Homepage Top aktuell, 9.1.07 und
Interventionen, 9.1.07) |
08.01.2008 |
|
ex press – Hauszeitschrift der
Klinik Südhang: "Alkohol
am Steuer". |
Vierteljährlich erscheinende Zeitschrift der Klinik Südhang. Der
ungekürzte Artikel: "Fahren
in angetrunkenem Zustand: Die Ambivalenz des Therapeuten"
(Quelle:
Infoset Newsletter Januar 2008) |
06.01.2008 |
|
Alkoholprävention an der
Fussball-Europameisterschaft EURO 2008.
(Quelle:
Infoset Newsletter Januar 2008) |
Eine Gruppe von Präventionsfachstellen hat gemeinsam Hilfsmittel erarbeitet, die
im Rahmen der EURO 2008 einen Beitrag zur Prävention von alkoholbedingten
Problemen und zum Jugendschutz leisten sollen. Das Leitbild
"Alkoholprävention im Rahmen der UEFA EURO 2008", Empfehlungen für
Präventionsmassnahmen und diverse Materialien sind auf den
Seiten der Schweizerischen Fachstelle für Alkohol und andere Drogenprobleme
(SFA) erhältlich. Die
Suchtpräventionsstelle Zürcher
Oberland bietet eine
Checkliste (pdf, 2S., 102Kb) für Bewilligungsbehörden und Festveranstalter
zur Sicherstellung des Jugendschutzes an. |
06.01.2008 |
Broschüre "Alkohol - wie viel ist
zu viel?" und "Promille Tabelle"
(Quelle: Infoset Newsletter
Januar 2008) |
Die
Broschüre "Alkohol - wie viel ist zu viel?" wurde neu in diverse Sprachen
übersetzt: spanisch, portugiesisch, türkisch, bosnisch/kroatisch/serbisch und
tamilisch. Sie kann in der jeweiligen Sprache gratis bestellt und/oder
heruntergeladen werden. Die
Promilletabelle wurde ebenfalls in die genannten Sprachen übersetzt. Beides
ist auf den Seiten der Schweizerischen Fachstelle für Alkohol- und andere
Drogenprobleme (SFA) erhältlich. |
06.01.2008 |
|
Der Infoset Newsletter Januar 2008 ist erschienen. |
Informationen zu allen Suchtformen vor allem aus der Schweiz.
Link zur
Bestellung |
06.01.2008 |
|
"Betrunken auf Kosten der Prämienzahler" titelt der
Tages-Anzeiger gross auf Seite 3 am 4.1.08 |
"Alkoholexzesse, Schlägereien, Skiunfälle: Das sind die
negativen Seiten der Silvestertage. Eines haben sie gemeinsam: Die Rechnung
bezahlt die Allgemeinheit.
Für sie gab es keine Ferien: Polizei, Sanitäter, Rega-Piloten und Ärzte standen
über die Feiertage im Dauereinsatz. Sie mussten die negativen Folgen des
Silvesters bewältigen: Schlägereien schlichten, Betrunkene zusammenlesen,
Verunfallte von den Skipisten fliegen. In den Spitälern dann flickten die Ärzte
alle wieder zusammen." Die Krankenkassen zahlen, die Unfallversicherung deckt
sogar alles, nur beim Unfall-Taggeld kann Regress genommen werden.
Kommentar: Wahrscheinlich erstmals ein recherchierter Artikel zu diesem
Thema. Vielleicht auf Grund meines heute erschienen Leserbriefs oder gestrigen
Kommentars? Jetzt kommt die nächste Frage: Wer ändert das System? Soweit wird
(noch) nicht gefragt. Trotzdem, man dankt. Siehe
Leserbrief |
04.01.2008 |
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Die NZZ thematisiert die Euro08 mit einer Artikelreihe |
Heute über die "visuelle Allgegenwart der Fussball-Europameisterschaft 2008 im
öffentlichen Raum." Mit gewaltigen Werbeanstrengungen ist zu rechnen. Auch für
Alkohol. (Quelle: NZZ, 3.1.08) Trotz vohandenem
Dossier Euro08 nicht online
Kommentar: Auch die UEFA will mit Alkohol verdienen, nachdem sich die
FIFA an der WM schon nicht davon abhalten liess. |
03.01.2008 |
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Eine Reportage über den Alkoholkonsum an Silvester in Bern verbindet
der Tages-Anzeiger mit einer Studie über die Zahl von
Alkoholvergiftungen im Inselspital Bern. |
Während Hans Marty, Leitender Arzt des medizinischen Notfalls berichtet, es
hätte keine Alkoholvergiftungen im Inselspital in der Silvesternacht gegeben,
wundert das den Leiter des Ambulanz-Notfallzentrums, Mischler: "Wir hatten viele
Einsätze wegen Alkohols. Dort (im Inselspital) wollte man keine Patienten
aufnehmen, weil man voll sei." Deshalb habe man die Fälle auf die anderen Berner
Spitäler verteilen müssen. (Quelle: Tages-Anzeiger, 3.1.08)
(leider nicht online)
Kommentar: Somit ist klar: Wenn die Studie nicht alle Berner
Spitäler umfasst, ist sie wertlos und suggeriert Harmlosigkeit des Problems. Wer
hat ein Interesse daran? Und wann kommt ein Journalist oder eine Redaktion
darauf, solche und andere Fragen, die der Artikel nahelegt, selber zu stellen? |
03.01.2008 |
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Die Nachfrage nach Nez Rouge war leicht rückläufig |
Im Rahmen der Aktion Nez Rouge sind über die Feiertage 3,2 % weniger Leute als
2006/2007 nach Hause gebracht worden. Die Organisatoren sehen darin Anzeichen
für ein Umdenken.
(Quelle: Google Alkohol Alert, 3.1.08)
Bieler Tagblatt online, 2.1.08 |
03.01.2008 |