Briefe an ....

19.11.2006                                         Offener Brief

 

An die Stadtpolizei Zürich
Jugenddienst
Zeughausstrasse 31
8004 Zürich

 

Betr. bandenmässige Vergewaltigung eines jungen Mädchens

Sehr geehrte Damen und Herren,

In all den Berichten der Medien habe ich nirgends eine Frage nach dem eventuellen Einfluss von Alkohol gefunden. Wird da womöglich versucht, die Verantwortung der Gesellschaft auf diesem Gebiet zu verdrängen? Der Verdacht liegt nicht weit, wenn man die Untersuchung liest, die dieser Tage (15.11.06) von der Gesellschaft der englischen Polizei-Chef-Beamten veröffentlicht wurde: Bei 119 von 120 untersuchten Fällen von Vergewaltigung wurde der Einfluss von Alkohol gefunden. Erwartet wurden eigentlich andere Drogen wie GHB und Rohypnol. Alkohol ist offenbar auch in diesem Fall die Droge Nr. 1.

Im amerikanischen Repräsentantenhaus ist kürzlich ein Gesetz über die Prävention betr. Alkoholkonsum der Jugendlichen mit überwältigender Mehrheit angenommen worden und liegt jetzt beim Senat. Der Wortführer für das Gesetz sagte, dieses Problem müsse aus dem Schatten heraus ans grelle Licht der Öffentlichkeit gebracht werden. Und bei uns? Die Jugend sei der Spiegel der Gesellschaft. Diese Wahrheit ist für die Mehrheit der Politiker, die Alkoholindustrie, die Werbung und die Medien immer noch sehr fremd und wird aus Eigeninteresse oft verdrängt.

Die Links zur britischen Untersuchung finden Sie auf der Homepage von www.alkoholpolitik.ch ziemlich weit oben unter „Top aktuell“.

Ich hoffe, dass Sie diesen Aspekt ebenfalls berücksichtigen und ehrlich darüber informieren.

Mit freundlichen Grüssen

Hermann T. Meyer

 

PS   Ich bin persönlich auch sehr betroffen, bin ich doch in Seebach und Örlikon aufgewachsen und in den Schulhäusern Buhn und Buhnrain zur Schule gegangen.

 

Kopie an Stadträtin Esther Maurer

 

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Stand: 03.01.2009