Internationales  2004          
                                                                                                         
 

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Hier folgen in chronologischer Reihenfolge des Eingangs Neuigkeiten aus andern Ländern, die 
für die Schweiz auch interessant sein könnten.

Meldungen aus den USA stammen meist vom Marin Institute News Digest, einem Newsletter, der fast täglich mehrere interessante Artikel anbietet.
Er kann hier bestellt werden.  Aus urheberrechtlichen Gründen ist es uns nicht gestattet, ausführlich einzelne Artikel zu übernehmen oder zu übersetzen.
In Einzelfällen könnten wir auf Wunsch  eine Übersetzung per e-mail zustellen, falls wir zeitlich in der Lage sind.        

Zeitpunkt Thema Beschreibung
28.12.2004 Mitglieder des amerikanischen Kongresses arbeiten an einem Gesetz für eine nationale Medienkampagne gegen das Trinken von Minderjährigen. Alarmiert durch die geschätzten 10 Mio. Amerikaner, die vor dem 21. Altersjahr Alkohol konsumieren, sollen 19 Mio.$ für eine Medienkampagne eingesetzt werden, die sich vor allem an die Erwachsenen wendet. Diese geben Jugendlichen oft Alkohol, weil sie glauben, sie damit vom Konsum illegaler Drogen abzuhalten. (Quelle: Marin Institute Alcohol News) azcentral.com
24.12.2004 Das EU-Parlament wird bald eine Lesung zum Reglement
Ernährung und Gesundheits- Versprechen bei Nahrungsmitteln abhalten. 
(Quelle: Eurocare)
Im erklärenden Memorandum wird gesagt, dass Alkohol einer der wichtigsten Gesundheitsfaktoren in der EU darstellt und dass ein hoher Alkoholkonsum das Risiko von alkoholbedingten Krankheiten und für alle Todesfälle beträchtlich erhöht. Eurocare sammelt noch Beispiele von Gesundheitsversprechen im Zusammenhang mit Alkohol.
22.12.2004 Der neue EU-Kommissär Kyprianou legte seine Prioritäten für die nächsten 5 Jahre dar. Er will Übergewichtigkeit bekämpfen, das Rauchen eindämmen, die Jugend vor dem Alkoholmissbrauch schützen und die Konsumenten befähigen, mit Vertrauen im EU-internen Markt einzukaufen.
22.12.2004 Liechtenstein bleibt vorerst bei  0,8‰.
(Quelle: NZZ online)
Die Regierung will erst die Erfahrungen in der Schweiz abwarten, prüfe aber die Übernahme des schweizerischen Strassenverkehrsgesetzes.
Kommentar: Die Erfahrungen Österreichs, Deutschlands oder Frankreichs genügen offenbar nicht. Hoffen sie wohl auf einen Tourismus-Boom aus der Ostschweiz?
20.12.2004

BESCHLUSS DER  EU KOMMISSION vom 15.12.04
zur Einrichtung einer als „Exekutivagentur für das Gesundheitsprogramm“ bezeichneten Exekutivagentur für die Verwaltung der Gemeinschaftsmaßnahmen im Bereich der öffentlichen Gesundheit

gemäß der Verordnung (EG) Nr. 58/2003 des Rates
(2004/858/EG)

(in allen EU-Sprachen)

 

 

 

18.12.2004 Alkohol-Inserate werden im Internet und auf Radio/TV- Wellen von amerikanischen Federal Regulators kontrolliert.
(Quelle: Marin Institute Alcohol News) 
Nach Berechnung des Georgetown University's Center on Alcohol Marketing and Youth gab es im Jahr 2003 die Rekordzahl von 298,054 Alkohol-TV-Werbespots gegen 209,909 im Jahr 2001. Drei von vier waren für Bier, nur 5% für Wein. Modesto Bee, CA, December 17, 2004.
18.12.2004 Der City Council von Austin, TX, USA bewilligte $40'000 als Unterstützung eines alkoholfreien Strassenfestes an Silvester
(Quelle: Marin Institute Alcohol News) 
Das Fest ist Teil eines nationalen Programms, genannt Erste Nacht, das einen alkoholfreien Weg, das Neue Jahr zu feiern, propagieren soll. Es ist vor allem für Familien und Kinder gedacht und bis jetzt sehr erfolgreich. Für Texas ist es die erste derartige Feier. Die Handelskammer unterstützt das Fest ebenfalls.   ABC KVUE News, TX, December 16, 2004, gratis Registrierung evtl. erforderlich.
17.12.2004 Als Konsequenz nach der tödlichen Alkoholvergiftung eines Studenten im September hat die Leitung der Universität von Oklahoma, USA ein Alkohol- Verbot für alle Universitäts- Gemeinschafts- und Wohnräume erlassen.   Oklahoma ist die letzte von mehreren Universitäten im Land, die trocken werden, weil sie sich bemühen, das Rauschtrinken in den Griff zu kriegen.

(Quelle: Marin Institute Alcohol News) 

The Washington Times / United Press International

 

16.12.2004 In Kalifornien erhalten viele Schnapsläden von der Bundesverwaltung garantierte Darlehen, total Millionen von Dollars, damit sie existieren können.  Weil einige der Läden mehrfach durch Schiessereien und andere Gewalt aufgefallen sind, sollen diese Darlehen neu geprüft werden, sagt Bruce Thompson, ein Administrator für die SBA, the federal agency, the Small Business Administration.  (Quelle: Marin Institute Alcohol News) 
CBS5.com 1. Teil,/   2. Teil
14.12.2004 David gegen Goliath in the Bayou, USA. Ein Student der Louisiana State University starb an einer Alkoholvergiftung.  Die Eltern klagen gegen Winn-Dixie Stores, Bacardi USA und den Produzenten von Castillo Puerto Rican Rum, weil der Student nicht über das damit verbundene Risiko informiert wurde.
Pressrelease Marin Institute
14.12.2004 Im Giant-Stadium verletzen Bierverkäufer routinemässig die eigenen Regeln ihrer Firma, indem sie mehr als 2 Biere aufs mal und an Angetrunkene vekaufen.
 (Quelle: Marin Institute Alcohol News) 
In Hackensack wurde vor Geschworenen ein Fall verhandelt, in dem die Eltern eines Mädchens gegen den Konzessionär des Stadiums wegen Mitschuld klagen, weil die 1999 einem Sportfan 14 Biere verkauft hatten und dieser auf der Heimfahrt mit seinem Lastwagen mit 2,66‰ in das Auto der Eltern krachte. Das Mädchen ist seither halsabwärts gelähmt. The Star-Ledger, Dec. 11, 2004
14.12.2004 In der Zeitung Arizona Republic News, AZ, vom 12.12.04 wird die Frage der Erforschung des "Katers" diskutiert. Die als Medizin dagegen vekauften Mittel seien nicht von unabhängiger Stelle geprüft worden.  Der "Kater" sei wenig erforscht, weil die meisten Anstrengungen in das Studium der Abhängigkeit und für die gesundheitlichen Folgen des Alkoholkonsums investiert worden seien. Experten meinen, dass nur schon die Durchführung solcher Kater-Studien ethische Fragen aufwerfen würden. Solche Mittel könnten zum Mehrkonsum verleiten, was z.B. bei Busfahrer und Piloten verhängnisvoll wäre. (Quelle: Marin Institute Alcohol News) Arizona Republic News, AZ
11.12.2004 Nach verschiedenen Gewaltakten auf und neben den Champs-Eysées in Paris verlangt der Bürgermeister des 8. Arrondissements, dass die Polizei den nächtlichen Verkauf von Alkohol in den Convenience Stores verbietet und die Nebenstrassen besser kontrolliert. Vor zwei Wochen wurde ein Türwächter eines Striplokals erschossen, weil er einem Kunden den Eintritt verwehrte und am Tag darauf wurde ein 18-Jähriger erstochen.
Die Händler sagen allerdings, dass die Kriminalität in den letzten Jahren 30% gesunken sei.  (Quelle: Marin Institute Alcohol News) Artikel: Newsday.com, NY
10.12.2004 Die EU veröffentlicht mehrere Positionspapiere und Kommentare zum Marketing und zur Etikettierung von Lebensmitteln. (Versch. Spr.) Es geht dabei auch um die Sicherheit von Lebensmitteln, um die Frage, welche Anpreisungen betr. die Gesundheit dürfen verwendet werden; z.B. betr. Fettgehalt, aber auch Alkohol.
EU-Mitteilung: CCFL - Codex Committee on Food Labelling
10.12.2004 In Nebraska und den ganzen USA wird darüber diskutiert wann Bier zu Schnaps wird. Das Federal Tax and Trade Bureau soll im Januar oder Februar 05 entscheiden.
(Quelle: Marin Institute Alcohol News)
Die Frage ist, wie wird Bier, das mit Aromastoffen auf Schnapsbasis angereichert wird, klassifiziert. (z.B. Mike's Hard Lemonade, Smirnoff Ice und Zima). Das hat z.B. Einfluss auf Verkaufslizenzen; Alkoholsteuern können 31 Cents oder $3.75 pro Gallon betragen. Der Alkoholgehalt ist wie bei Bier 5-8%. Nach dem Federal Tax and Trade Bureau wird sich das Legislature's General Affairs Committee wieder damit befassen. Lincoln Journal Star, 8.12.04
08.12.2004 Die EU hat eine ganze Reihe von Dokumenten ins Web gestellt, die mit dem Aufbau eines europäischen Netzwerks für öffentliche Gesundheit im Zusammenhang stehen. Aus Anlass der Veröffentlichung des provisorischen Protokolls Meeting of the Network of Competent Authorities for health information and knowledge, Luxembourg, 05-06 July 2004 sind viele Dokumente in mehreren Sprachen erhältlich. EU-Mitteilung
08.12.2004 Die amerikanische Ärztegesellschaft verurteilt den Beschluss der nationalen Gesellschaft für Stock Car Rennen (NASCAR), den Schnaps-Fabrikanten das Sponsoring dieses Sports zu erlauben.  Wir berichteten am 11.11.04 darüber. Das gäbe ein falsches Signal an die Gesellschaft bezüglich Alkohol und Verkehr. Kinder und Jugendliche würden vermehrt der Alkohol-Werbung ausgesetzt. Da die Rennen im Fernsehen übertragen würden, wo Alkoholreklame verboten sei, werde dieses Verbot umgangen.
American Medical News, December 6, 2004
(Source: Marin Institute Alcohol News)
08.12.2004 Der Alkoholkonsum von Minderjährigen kann die Eltern teuer zu stehen kommen.
(Quelle: Marin Institute Alcohol News)
Manche US-Staaten haben Aufklärungsaktionen gestartet. Z.B. hat Rhode Island einen TV-Spot produziert: Fässchen: $43. Plastikbecher: $12.87. Notfallstation: $3,500. Anwalt: $25,000...  Monterey County Herald, CA, Dec. 5, 04
08.12.2004 Am 7.12.04 haben Commissioners neue Regeln für Geschäfte diskutiert, die Alkohol an Minderjährige verkauften. 
(Quelle: Marin Institute Alcohol News)
Bisher gab es im ersten Fall eine Strafe auf Bewährung, jetzt soll sofort die Alkohol-Lizenz für 30 Tage entzogen werden. Das wäre eine starke Botschaft an die Geschäftswelt.
WJBF News Channel 6, GA, December 6, 2004
08.12.2004 Das US-Arbeitsdepartement bietet Tipps für den kontrollierten Gebrauch von Alkohol bei Firmenanlässen an. 
(Quelle: Marin Institute Alcohol News)
Feststimmung bleibt nicht so festlich, wenn es nach  Firmenfesten zu Fahren im angetrunkenen Zustand und zu Konsequenzen führt. Für Arbeitgeber kann das zu vermehrten Absenzen, zusätzlicher Inanspruchnahme von Versicherungsleistungen und eventuell zu gesetzlicher Haftpflicht führen.  Society for Human Resource Management, VA, December 6, 2004
07.12.04 Staatsübergreifender Wein- Einkauf im Internet kommt vor das höchste US-Gericht. (Quelle: Marin Institute Alcohol News) 3000 kleine, unabhängige Winzer stehen dabei den US- Staaten und den Grossisten gegenüber. Letztere befürchten Umsatzeinbussen, die Staaten bangen um den Jugendschutz. Die richterliche Entscheidung wird im Frühling erwartet.    ABC NEWS
04.12.2004 Die amerikanische Gruppe BIGalcohol.com greift die Alkoholindustrie an und fragt, wo die Empörung des Volkes sei.
(Quelle: BIGalcohol.com)
(Siehe auch neuen Link)
Artikel vom 28. Nov. 04: Seien wir ehrlich: Die grossen Strategien der Alkoholindustrie führen zu Tod und Profiten.
1400 Kinder im College-Alter werden dieses Jahr alkoholbedingt sterben. Mehr als 100'000 der Gesamtbevölkerung werden deshalb sterben. Hier ein kurzer Blick auf die Strategien der Alkoholindustrie, die zum Tod der Menschen und zum Profit der Industrie führen.
03.12.2004 Die EU hat die Beiträge der Universitäten und der interessierten Firmen zum Reflexion Paper von David Byrne veröffentlicht.  Hier als Beispiel der Beitrag von Anheuser-Busch, der grössten Brauerei, der gut zum andern heutigen Eintrag passt. Anheuser-Busch rühmt sich seiner Aktionen zum verantwortungsbewussten Trinken seit 1985. Ebenfalls Beiträge geliefert haben: The Brewers of Europe und die World Federation of Advertisers.
03.12.2004 Das Center for Science in the Public Interest in Washington,D.C., USA prangert die Inseraten- Kampagne für Budweiser Light an. (Quelle: CSPI) Seiner Meinung nach verletzten sie klar Buchstaben und Geist des Reklame- und Marketing-Codex des Bier-Instiututes. Die Inserate-Serie zeigt Rugby- Schiedsrichter, die von Konsumenten Bier stehlen, um es selber zu trinken, den Diebstahl vor der Polizei leugnen und sich davonmachen. Die Selbstregulation der Industrie spiele einmal mehr nicht.
30.11.2004 Das Trinkproblem der Minderjährigen kostet die Einwohner des US-Staates Ohio 3,1 Mia.$. Das bedeutet Rang 6 landesweit.
(Quelle: Marin Institute Alcohol News)
Bill Sandford, Präsident und Direktor von "Compass", einer Fachstelle für Alkohol- und andere Drogen-Rehabilitation, sagte, dass in der Ferien- und Festzeit manche Eltern wegschauen, wenn die Kinder Alkohol nehmen oder sie offerieren ihnen sogar einen festlichen Wein. Das sei eine gefährliche Zeit.  Artikel in The Blade, OH, Nov. 24, 2004
26.11.2004 Gewalt nach einem NBA-Spiel (USA) Pacers-Pistons, nachdem sich die Feindseligkeiten und die Gewaltbereitschaft bei Spielern und Fans seit Jahren aufgebaut haben.
(Quelle: Marin Institute Alcohol News)
 "Wirf Alkohol in die Mischung und das Ganze explodiert wie ein Molotow- Coctail". NBA Kommissär David Stern schien es ernst zu sein, als er sagte, die Liga würde über Einschränkung des Alkohol- Verkaufs nachdenken. Das würde die Wahrscheinlichkeit solcher Zusammenstösse sicher verringern, aber die ganze Problematik der Spieler-Fan-Beziehung ist damit noch nicht gelöst. 
SI.com/Sports illustrated, 22.11.04
26.11.2004 Ein besonderes Parlaments- Komitee im Staat Missouri, USA, schlägt vor, dass Trunkenheit bei Jugendlichen strafbar werden soll.
(Quelle: Marin Institute Alcohol News)
Betrunkene Jugendliche sollen ihren Fahrausweis verlieren, Eltern sollen bestraft werden, wenn sie die Augen vor Schulparties mit Alkoholkonsum verschliessen. Erwachsene sollen bestraft werden, wenn sie zulassen, dass auf ihrem Grundstück von Minderjährigen Alkohol konsumiert wird, auch wenn sie ihn nicht besorgt haben. STLtoday.com
25.11.2004 Ein zorniger Pizza-Wirt in Colorado, USA greift den 5,3 Mia.$ schweren Starbucks-Kaffee-Giganten an, weil dieser Kaffee mit Liqueur tested und im März landesweit einführen will. (Quelle: Marin Institute Alcohol News) RockyMountainNews,  Nov. 24, 04.
Die weltweit 8700 Filialen werden in Amerika oft von Jugendlichen besucht. Dieser Mr. Zach Mann hat eine Protest-Webseite "stardrunks.com" aufgeschaltet und in der Stadt ein Stück Land an der Hauptstrasse in der Nähe eines Starbuck-Cafés gemietet, auf dem er 2400 Kreuze für die unter Alkoholeinfluss in Verkehrsunfällen 2003 gestorbenen Jugendlichen zwischen 15 und 20 Jahren aufstellte. 
24.11.2004 Die EU hat nun die Beiträge der Bürger zum Reflection- Paper des vorherigen Kommissärs für Gesundheit und Konsumentenschutz veröffentlicht. Hier der Link zu unserem Beitrag. Es ist der einzige, der aus der Schweiz eingereicht und veröffentlicht wurde. 
(Englisch)
19.11.2004 Mrs. Freudenthal, die first Lady von Wyoming, USA, führt ein Aufklärungs- Programm gegen das Trinken von Minderjährigen an. Eltern haben die Neigung, das jugendliche Trinken als einen Ritus beim Erwachsenwerden anzusehen, als Teil unserer Gesellschaft. Aber es ist Zeit, die kulturelle Norm zu ändern," sagte sie.
Siehe Details (D)
19.11.2004 Improving the Public Health of England. Das englische Gesundheitsministerium gibt ein Weissbuch heraus. Hier der Wortlaut, Kommentare, verschiedene Zeitungsberichte auf Englisch, kurzer Kommentar auf Deutsch.
18.11.2004 Die EU veröffentlicht den ersten Teil der Beiträge zum "reflection process on EU health policy".

 

Member States (national authorities) and Norway
Regional authorities, representative offices
Other European institutions and national parliaments
Members of the Health Policy Forum
Other International, European and National associations:
International associations
European associations  (R-119 EUROCARE)
National associations
18.11.2004 In Hessen, D, hat sich ein 13-Jähriger zu Tode getrunken.
(Quelle: Tages-Anzeiger, 18.11.04)
Er hatte in der Samstagnacht an einer Spontanparty mit 5 Jugendlichen zwischen 13 und 16 Jahren 3/4 einer Wodka- Flasche getrunken, die er zu Hause geholt hatte, nachdem sein Vater den andern verboten hatte, ihm Alkohol zu geben. Am Sonntagnachmittag starb er im Spital. 
Kommentar: Wer von unsern Jugendlichen weiss, dass Alkoholkonsum tödlich sein kann? Wer sagt es ihnen?
16.11.2004 Die Eltern der 6000 Schulkinder in Revere, MA, USA erhielten eine telefonische Botschaft des Schulvorstehers. Es ging um eine neue Initiative, in der die Eltern ermutigt werden, zu versprechen, wie sie ihre Kinder zwischen 9 und 13 Jahren vom Alkoholkonsum abhalten wollen. Die Namen der damit einverstandenen Eltern soll als Inserat veröffentlicht werden.  Sobering duty for parents
Boston Globe Education K-12, MA, November 14, 2004
Tomorrow evening, parents of Revere's 6,000 schoolchildren will receive a special recorded phone message from Superintendent Paul Dakin. In it, Dakin will outline a new initiative to encourage parents of students aged 9 to 13 to sign pledges on how they will help prevent their children from using alcohol. As part of the pledge campaign, Revere CARES plans to print ads listing parents who have signed the pledge and consented to having their names published. 

(Source: Marin Institute Alcohol News)
More on Adults and Underage Drinking
16.11.2004 Eine parlamentarische Eingabe schlägt in St. Louis, MO, USA vor, die Gesetze gegen Minderjährige, die Alkohol konsumieren und Erwachsene, die es ihnen erlauben, zu verschärfen.  Höhere Steuern, seit 1969 unverändert,  werden abgelehnt, denn Anheuser- Busch Cos. Inc, die in St. Louis beheimatet sind, sind dagegen, es würde arme Konsumenten und die Geschäfte benachteiligen.
Kommentar: Dies ist der beste Beweis dafür, dass Steuer- Erhöhungen wirksam sind. (Quelle: Marin Institute Alcohol News) 
St. Louis Post-Dispatch, MO, 14.11.2004
16.11.2004 An der Universität von Iowa, USA, stiegen die alkoholbedingten Arretierungen und Verzeigungen im letzten Jahr um 17%. Die jetzige Regelung erlaubt 19-Jährigen den Zutritt zu den Bars der Stadt. Phillip Jones, der vice president for Student Services sagte dazu: "Das bedeutet, wir haben eine Umwelt, die billigen Alkohol anbietet, der für Minderjährige erhältlich ist. Es sieht schlecht aus, wir sind unter den schlechtesten des Landes."

(Quelle: Marin Institute Alcohol News)    Daily Iowan, IA, November 12, 2004

13.11.2004 In Michigan, USA könnten die Schnapspreise des Detail- Handels in die Höhe gehen, die seit Ende der Prohibition von der Liquor Control Commission vorgeschrieben worden sind.  Ein Gesetz, das unterwegs zum Gouverneur ist, sieht vor, dass die Händler den Preis selber festsetzen können, aber mindestens in der Höhe des gegebenen Minimalpreises der Liquor Control Commission. Die Alkoholsteuer würde gleich bleiben, aber die Umsatzsteuer könnte dem Staat mehr einbringen. 
(Quelle: Marin Institute Alcohol News) WZZM 13 News, Nov. 11, 04
13.11.2004 Nun versuchen auch die Hersteller von Scotch Whiskey die Jungen mit süssen Aromen zu gewinnen.
(Quelle: Marin Institute Alcohol News)
Während mehr als einer Generation haben die Whiskey- Hersteller beobachten müssen, wie die Jungen den Vodka als Cocktailzutat verwendeten. Trotz Millionen für die Werbung kamen sie nicht weiter. Nun wollen sie auch mit Vanille- und Zitronengeschmack den Jungen und den Frauen den Konsum erleichtern. Wall Street Journal, Nov. 12, 2004
(Bezahlte Registrierung erforderlich)
12.11.2004 Im US-Staat Hawai wurden 500 Läden kontrolliert, ob sie Alkohol an Minderjährige abgeben.
(Quelle: Marin Institute News Digest)
Am meisten Verkäufe gab es mit 18% auf O'ahu, am wenigsten mit 6% auf Hawai'i.
Kommentar: Direkt märchenhafte Ergebnisse, wenn man mit den unsrigen vergleicht; und die haben Schutzalter 21! 
Honolulu Advertiser.com
12.11.2004 David Byrne, EU-Kommissär für Gesundheit und Konsumentenschutz gibt eine Zusammenfassung der eingegangenen Beiträge zur Zukunft der EU-Gesundheits- Politik. Report summarising the results(213 KB) of the Reflection Process
Zu Beginn steht: "Es gibt überwältigende Unterstützung für die Notwendigkeit, für gesunde Lebensstile zu werben, und für die Konzentration auf die Dringlichkeit, speziell das Rauchen, und auch Alkohol, Ernährung und Bewegung anzugehen." 
11.11.2004 Marin County und das Novato Polizei- Departement haben Staats- und Bundesbeiträge von total $900'000 erhalten, um u.a. Probleme im Zusammenhang mit dem Alkoholkonsum von Jugendlichen anzugehen. Das Programm des Polizeidepartements wird in Zusammenarbeit mit der County-Abteilung für Alkohol-, Drogen- und Tabak- Programme und dem Jugendleiter-Institut während der nächsten 2 1/2 Jahre umgesetzt.

(Quelle: Marin Institute News Digest)
Marin Independent-Journal, CA, November 10, 2004

11.11.2004 The Supreme Court, USA verkündete, dass ein alkoholisierter Fahrer, der einen Unfall verursacht, kein Gewaltverbrechen begangen hat.  Damit widersprach es der Bush-Administration. So müssen Einwanderer nicht mehr befürchten, nach Absitzen der Strafe ausgeschafft zu werden, wie es seit der Einwanderer-Reform von 1996 bei Gewaltverbrechen vorgesehen ist. 
(Quelle: Marin Institute News Digest/San Francisco Chronicle, Nov. 10, 2004
11.11.2004

 

16.11.2004

Der Motorsportverband NASCAR (Stock Car Rennen) in USA erlaubt ab nächster Saison  Spirituosenreklame auf den Autos.   Bier und Malzgetränke durften bereits werben. Die Firmen müssen sich an den Codex halten, d.h. keine Werbung, die sich an Minderjährige richtet. 
(Quelle: Marin Institute News Digest/  USA TODAY)
MSNBC News
09.11.2004 Das National Institute on Alcohol Abuse and Alcoholism, USA führt eine spezielle Webseite über das Trinken Minderjähriger. Sie enthält u.a. die wichtigsten Fakten und Titel von Untersuchungen: NIAAA Initiative on Underage Drinking
09.11.2004 Ein einjähriges Programm, das die Minderjährigen vom Alkoholkauf und die Erwachsenen vom Kauf und der Weitergabe an diese abhalten sollte, wird von der Polizei begrüsst. Es hatte über 70 Arretierungen im County und 529 im Staat New Jersey, USA zur Folge.    
Gloucester County Times, NJ, November 6, 2004
"Cops and Shops" platziert Undercover-Polizisten bei Türen und hinter Tresen von Restaurants, Alkoholläden und Bars, Polizisten spielen Angestellte und kontrollieren Ausweise.
(Source: Marin Institute News Digest)
09.11.2004 Heineken NV, der weltweit viertgrösste Brauer (in Verkäufen) will seine Flaschen mit einer Aufforderung zum "verantwortungsbewussten Trinken" versehen. Die Botschaft werde einen Hinweis auf eine Webseite mit Informationen über die Auswirkung des Alkoholkonsums und Konsumwegleitungen enthalten. (Quelle: Marin Institute News Digest)             (www.enjoyheinekenresponsibly.com)
Kommentar: So will  Heineken gegen eventuelle Strafklagen vorbeugen. Dass der Umsatz darunter leidet, muss nicht "befürchtet" werden. Reuters
09.11.2004 Die EU veröffentlicht die bis Ende Oktober 04 eingegangenen Beiträge zur Zukunft der EU- Gesundheitspolitik. Wir sind als Nr. 1 der Eingänge in der Kategorie Citizens (Bürger) und als einziger Schweizer Beitrag aufgeführt.

Results of the reflexion process

05.11.2004 Offizielle des  Montgomery County eröffneten eine Aufklärungs- Kampagne gegen das Trinken von Minderjährigen, wobei vor allem Eltern gedrängt werden sollen, keinen Alkohol für Teenage Parties bereitzustellen.  National würde 65% des von Jugendlichen konsumierten Alkohols von Erwachsenen gekauft, im County 80%. Der Slogan der Zweijahres-Kampagne heisst: Eltern, die Gastgeber sind, verlieren am meisten: Sei kein Partner beim Trinken von Minderjährigen. (Originaltext bei English texts)
(Quelle: Marin Institute News Digest/Washington Post, DC, November 4, 2004 (Free subscription required)

 

05.11.2004 In Caldwell County, KY, USA, durften während des Wahltages am letzten Dienstag in den lokalen Restaurants keine alkoholischen Getränke verkauft werden Dies hatten die Wähler mit 3285 : 2764 Stimmen wiederum beschlossen.

(Quelle: Marin Institute News Digest
The Times Leader, KY, November 3, 2004

Learn How to Influence Legislation

05.11.2004 In der Gemeinde Chelsea, MA USA wurden über das Wochenende 4 Erwachsene arretiert, weil sie für Jugendliche Alkohol gekauft hatten. Die Jugendlichen kauften Alkohol in Zusammenarbeit mit der Polizei. Die Täter erwartet eine Busse von 2000$. Diese Aktion soll noch 4-5 Jahre weitergeführt werden.
(Quelle: Marin Institute News Digest/See full text of article
Similar Efforts in San Diego

Alcohol and Youth Facts
04.11.2004 Der amerikanische Brauer Pete Coors, Rep. errang den angestrebten Sitz im Senat nicht.  Er wurde vom Hispano Ken Salazar knapp geschlagen und geht zurück als CEO von Coors, die eine Verbindung mit dem kanadischen Brauer Molson planen. Dieser würde neuer CEO. (Quelle: Marin Institute News Digest/RockyMountainNews.com
04.11.2004 Im US Staat Kentucky haben die Stimmbürger in 3 Gemeinden dem Alkohol- Ausschank zugestimmt. In London, Williamstown und Franklin dürfen nun Restaurants mit über 100 Plätzen, die mindestens 70% ihrer Einnahmen mit Essen erzielen, Alkohol ausschenken.
(Quelle: Marin Institute News Digest/Lexington Herald

 

03.11.2004 In den USA verliert das Bier Marktanteile gegenüber Wein und Spirituosen. Grund: Die Jungen ziehen süsse Getränke vor.  Die Jungen zwischen 21 und 24 Jahren sind für 30% des Bierkonsums verantwortlich. Aber immer mehr von ihnen ziehen süssere Getränke vor. Anheuser-Busch hat deshalb anfangs Oktober ein neues Bier mit Coffein, Ginseng und Frucht-Aromen eingeführt und andere werden folgen.
(Quelle: Marin Institute News Digest/ Hotel online)
30.10.2004 Freiwilliger Taxidienst für betrunkene Jugendliche entzweit die Gemeinde. (Vergleichbar mit unserer Aktion Nez Rouge) Das Programm "Sichere Fahrt", das in Greenwich und Darien erfolgreich war, gibt angetrunkenen Jugendlichen die Chance, Freiwillige anzurufen, die sie heimfahren. Dies hat nun Opposition hervorgerufen, die sagt, damit akzeptiere man das Trinken von Minderjährigen. (Quelle: Marin Institute News Digest/ The Advocate, CT, October 25, 2004
30.10.2004 In Texas wird versucht, unter dem Titel wirtschaftliche Entwicklung den Alkoholverkauf zu fördern.  Aber dem Steuereinkommen von 1 Mia.$ stehen ca 22 Mia.$ Sozialkosten gegenüber. Das sieht mehr wie wirtschaftliches Desaster aus. (Quelle: Marin Institute News Digest/ Dallas Morning News (free registering needed)
30.10.2004 Der Tod einer College Studentin in Boston, USA nach einem wichtigen Spiel. Ein Zeitungsbericht beleuchtet verschiedene Polizeitaktiken bei Sportveranstaltungen, bei denen der Alkoholausschank auch eine Rolle spielt. (Quelle: Marin Institute News Digest/The Harvard Crimson Inc.)
28.10.2004 Gestern ist der deutsche "Drogen- und Suchtrat" zu seiner konstituierenden Sitzung in Berlin, zusammengetreten.
Pressemitteilung mit Liste der Ratsmitglieder
Der Drogen- und Suchtrat hat die Aufgabe, die Umsetzung des "Aktionsplanes Drogen- und Sucht" zu begleiten. Dieser stellt die strategische Grundlage für die Drogen- und Suchtpolitik der kommenden Jahre dar.

Kommentar: Von 18 Mitgliedern sind gerade 3 Suchtfachleute.
26.10.2004 Der abtretende EU-Kommissär David Byrne rief im Juli auf, Ideen zur weiteren Entwicklung der Gesundheitspolitik in der EU einzureichen. (Siehe 17.7.04) Heute veröffentlicht die EU seinen Bericht und listet die eingegangenen über 170 Beiträge auf. Das Material wird dem neuen Kommissär übergeben.    Abschlussbericht (de,fr,en)
Liste der eingegangenen Beiträge. Unser Beitrag im Kapitel 7. Citizens)
Kommentar: Auch die Alkohol-, dieTabak- und die Werbeindustrie hat sich gemeldet. Die Gesundheit scheint ihnen wichtig zu sein...
25.10.2004 Am 6.10.04 berichteten wir hier über Self-regulation und Co-regulation in der EU.  Nun ist das Entwurfsprotokoll der Sektion der EU erschienen und EUROCARE hat dazu einen Kommentar verfasst. (engl.) 
25.10.2004 Die deutsche Bundesregierung reagiert empört auf die neuen Alcopops in Pulverform.  Sowohl die Verbraucherschutzministerin Renate Künast wie die Drogenbeauftrage Marion Caspers-Merk wollen Massnahmen gegen dieses Produkt ergreifen. Eine Ausweitung der Sondersteuer sei möglich.
(Quelle: Die tageszeitung)
22.10.2004 Die Staats-Universität von New York erhält $100'000 für eine Anti-Rausch- Trinken-Kampagne. 
(Quelle: Marin Institute News Digest/BIGalcohol.com
Das Geld stammt vom The Century Council, eine Präventions- Institution der Alkoholindustrie (Big Alcohol), die seit 1991 $130 Mio. investiert hat. Die Kehrseite der Medaille ist, dass der durchschnittliche Student im Jahr 55'000 Alkoholinserate oder -Spots sieht. Die Industrie macht 20% Umsatz mit Minderjährigen und 30% mit Problemtrinkern.
22.10.2004 In England erhalten Bier- flaschen ab November eine Gesundheitswarnung

(Quelle: Harvard Health News/Guardian Unlimited)

Die Grossbrauereien Scottish & Newcastle, die Kronenbourg und Foster herstellen, bringen auf der Etikette von Newcastle Brown Ale einen Aufruf zu  verantwortungsbewusstem Trinken an. Sie wollen damit das Rauschtrinken reduzieren. Andere Marken sollen in den nächsten Monaten folgen. 
Kommentar: Nach ihren grossen Gewinnen mit Alcopops können sie sich ein bisschen "Saubermann"-Image leisten, im Bewusstsein, dass dies kaum Auswirkungen hat.
22.10.2004 Die führende Pro-Putin-ParteiRusslands will das öffentliche Bier- Trinken verbieten, das für das städtische Leben der männlichen Russen charakteristisch ist.  Der Pro-Kopf-Konsum beträgt 113 Pints Bier pro Jahr, was einer Verdoppelung im letzten Jahrzehnt entspricht. Das Bier hat einen Alkoholgehalt von 9 - 10% und hat den Wodka-Konsum abgelöst. 

(Quelle:  Harvard Health News/Guardian Unlimited, 17.10.04)

21.10.2004 EU-Kommissär für Gesundheit und Konsumentenschutz, David Byrne, zieht die Bilanz seiner zu Ende gehenden Amtszeit.
Zu Alkohol findet man unter Public Health:
7. Recommendation on drinking of alcohol by young people (2001/458/EC)
8. Council Conclusions on a Community strategy to reduce alcohol-related harm (2001)   Pressemitteilung der EU (pdf)
Kommentar: Etwas mager. Beim Tabak ging einiges mehr.
Hoffentlich erreichen die laufenden Arbeitsgruppen konkrete Ergebnisse.
21.10.2004 Die französische Vereinigung für die Prävention bei Alkoholismus und Abhängigkeit hat Präsident Chirac aufgefordert, gegen die Aufweichung des Loi Evin aufzutreten. Die Vereinigung umfasst Hunderte von Ärzten und Psychiater. Die französische Nationalversammlung verabschiedete eine Änderung der Werbebeschränkungen auf Alkoholika. Der Senat muss darüber auch noch befinden.
A.N.P.A.A.:Communiqué de presse du 18 octobre 2004

Source: Marin Institute News Digest Artikel:
Newsday.com
19.10.2004 In einem Musterprozess um eine tödliche Alkoholfahrt wurden die Partyveranstalter in Nancy, Frankreich  freigesprochen. (Quelle:
Basler Zeitung online)
Das Strafgericht sprach heute ein Ehepaar frei, dessen volltrunkener Gast vor vier Jahren als Geisterfahrer einen Frontalzusammenstoss mit fünf Toten verursacht hatte.
Die Verteidigung hatte geltend gemacht, ihre Mandanten hätten alles in ihrer Macht Stehende unternommen, um Jean-Sébastien F. vom Fahren abzuhalten.
17.10.2004 In Stockach (Süddeutschland) wird von den Vereinen diskutiert, ob an der Fasnacht von den wirtenden Vereinen keine Alkopops verkauft werden sollten.  Es zeichnet sich ab, dass die hochprozentigen Alkohol-Mixgetränke zumindest von den großen Vereinen geächtet werden könnten. Ein entsprechender Vorschlag von VfR-Chef Klaus Delisle findet nach einer SÜDKURIER- Umfrage die große Zustimmung vieler anderer Vereine.
(Quelle: Google News Alert
17.10.2004 In Nordrhein-Westfalen, BRD wird Alkohol als Brausepulver in Tüten übers Internet verkauft und damit die Alcopops-Sondersteuer umgangen. 
(Quelle: Google News Alert/
Internet: www.subyou.de)
Unter dem Logo Subyou - be true werden im Internet vier Geschmacksrichtungen angeboten: "Blackberry Wodka", "Tropical White Rum", "Limette White Rum" und "Blutorange Wodka". Wird das Pulver (65g mit kaltem Wasser (o,25 - 0,275 l) angerührt, soll ein Mischgetränk mit 4,8% Alkohol entstehen. Eine Packung mit 15 Tüten kostet 29.95€
Kommentar: Dies hört sich wie ein schlechter Witz an. Aber was Grosskonzerne dürfen, kann Kleinunternehmern nicht verwehrt werden: Sich auf Kosten der Allgemeinheit bereichern. Bert Brecht lässt grüssen.
17.10.2004 Das oberste Gericht der USA befasst sich mit Alkohol- Verkäufen übers Internet.

Quelle: Marin Institute

Es wird im Dezember Argumente anhören betreffend zukünftige Gesetze in Michigan und New York, die es ausserstaatlichen Weinfarmern verbieten sollen, direkt an Kunden zu verkaufen. 36 US-Staaten hatten früher in diesem Jahr das Bundesgericht angerufen, es soll ein staatliches Recht bestätigen, das den Verkauf und Vertrieb von Alkohol regelt. 

17.10.2004 Nach einer Untersuchung des amerikanischen Centers for Disease Control and Prevention, haben 38,5% der Amerikaner über 18 Jahren im vergangenen Jahr keinen Alkohol konsumiert. Kommentar des Marin Institutes: Soziale Normen lassen uns folgern, dass Alkoholtrinken normal ist, jeder es tut und dass es eine Art Ritus für High School- und College Studenten ist. Allerdings erzählt uns die Statistik eine andere Geschichte. (..) Während fast 40% keinen Alkohol trinken, bezahlen wir alle die finanziellen und die emotionalen Kosten für die schädlichen Folgen. ... 
(Quelle: Marin Institute, 10/17/04, Alcohol Test: View results)
17.10.2004 Die französische National- Versammlung hat zu Gunsten der Weinlobby die Loi Evin gelockert. (102:12 Stimmen)

(Tages-Anzeiger, 15.10.04)

Ausgerechnet in der Mitte der "Woche des sicheren Strassenverkehrs" hat sie das weitgehende Werbeverbot für alle Produkte mit Herkunftsbezeichnung praktisch ausser Kraft gesetzt. Weltweit sei letztes Jahr 260 Mio hl Wein produziert, aber nur 130 Mio. hl verkauft worden. Frankreich sei am Überschuss mit 20% beteiligt. Der Konsum sank von Anfang der Sechziger Jahre bis heute von 100 l auf knapp 58 l pro Kopf und Jahr. 
06.10.2004 In der EU tagte am 1.10.04 die Studiengruppe der "Einheitsmarkt-Beobachtung" (Single Market Observatory, SMO)

(Quelle: Eurocare)

Thema war Self-regulation und Co-regulation. Bis Ende Jahr soll ein Bericht vorliegen. Es geht darum, wie weit die Firmen ihre eigenen internen Regeln aufstellen können, z.B. bei der Alkoholwerbung, und/oder wie stark der Gesetzgeber auf diesem Gebiet selber tätig wird. 
Kommentar:
Bekanntlich hat sich bei der Alkoholwerbung die Selbstregulierung nicht bewährt.
03.10.2004 Der Schlussbericht des EU- finanzierten Projekts "European ELISAD internet 
gateway on alcohol and other drugs". Final report,  Dec. 03 
ist erschienen
Das von der Uni Bremen geleitete Projekt will eine Bibliothek der im Internet verfügbaren Literatur (Webseiten) über Alkohol und andere Drogen aufbauen. Die SFA ist Mitglied. Auch Schweizer Webseiten (unsere inkl.) sind erfasst.

 

03.10.2004 Eine suggestive Werbe- Kampagne des Tasmanischen Brauers James Boag hat alkoholgegnerische Gruppen und solche gegen sexuelle Gewalt in Australien in Aufruhr versetzt.  Die fotografischen Plakate mit stark sexistischer Darstellung verstossen gegen die eigenen Regeln der Selbstkontrolle der Alkoholindustrie. Sie verbinden Alkohol mit sexueller Gewalt. Die Brauerei wäscht die Hände in Unschuld.
Source: Marin Institute News Digest/Herald Sun)
03.10.2004 Anheuser-Busch, weltweiter Bier- Branchenleader, wird Sponsor der Olympischen Sommerspiele 2008 in Peking. China ist der grösste Wachstumsmarkt für Bier. Anheuser- Busch hat bereit über 1 Mia.$ dort in drei Brauereien investiert. Anheuser-Busch wird ebenfalls Bier-Sponsor für die Olympischen Winterspiele 2006 in Turin und für das amerikanische Olympische Komitee.
02.10.2004 Eine Anklagekammer in Texas hat Bacardi USA angeklagt, eine illegale Wahlkampfspende von 20'000$ bezahlt zu haben. Die Anklageerhebung steht im Zusammenhang mit Fundraising- Aktivitäten des republikanischen Mehrheitsführers Tom DeLay im Jahr 2002.  (Source: Marin Institute News Digest/The Miami Herald, September 23, 2004)
02.10.2004 Nancy Freudenthal, die First-Lady von Wyoming, USA, trat einer nationalen Arbeitsgruppe bei, die versucht, das Trinken Minderjähriger zu reduzieren. Die Gruppe von Ärzten und Fachleuten steht unter dem Patronat des National Institute on Alcohol Abuse and Alcoholism, das Teil des National Institutes of Health ist.
(Quelle: Marin Institute News Digest/Billingsgazette.com
02.10.2004 Eine Kommission der irischen Regierung empfiehlt der Regierung, die Steuern auf Bier und Spirituosen zu erhöhen, um den Alkohol- Konsum zu senken. Der Alkoholkonsum verursacht dem Land jährlich Schäden von 2,65 Mia.€ an Gesundheitskosten, Autounfällen und Absenzen bei der Arbeit, meldet ein Regierungsbericht.

Quelle: Marin Institute News Digest/Bloomberg, Ireland, September 23, 2004)

02.10.2004 Nach den Teilstaaten geht nun die amerikanische Regierung gegen die Tabak-Firmen vor und verlangt 280 Mia.$ unrechtmässig erzielte Gewinne. Sie benützt dazu ein Gesetz zur Bekämpfung des organisierten Verbrechens. Die Tabakfirmen hätten in riesigem Umfang konspiriert, um die gesundheitsschädlichen Wirkungungen des Tabaks zu verheimlichen. 
(Quelle: Harvard School of Public Health/The Economist)
02.10.2004 Twinning-Projekt in Warschau zur Unterstützung der polnischen Drogenpolitik ist gestartet.
Die Senatsverwaltung für Gesundheit, Soziales und Verbraucherschutz Berlin und das Bundesministerium für Gesundheit und Soziale Sicherung unterstützen damit Beitrittskandidaten und neue Mitglieder der EU beim Aufbau ihrer Strukturen für die Drogenbekämpfung.
02.10.2004 13 Counties in Kalifornien (inkl. San Diego) teilen sich eine US-Regierungs- Subvention von 10,2 Mio.$, um Präventions- Massnahmen gegen das Rausch-Trinken in den Gemeinden zu finanzieren.  "Binge drinking ist ein Gemeindeproblem, das uns alle betrifft, und es wird nur auf lokaler Ebene gelöst, indem zusammengearbeitet wird, damit eine Änderung in der Art und Weise, wie die Gesellschaft das Bing Drinking unserer Jugend betrachtet, erreicht wird", sagte Kathryn Jett, director of the Department of Alcohol and Drug Programs. 
(Quelle: Marin Institute News Digest, 21.9.04/The San Diego Channel Com)
02.10.2004 Der designierte neue EU-Kommissär für Gesundheit und Konsumentenschutz, Hr. Markos Kyprianou hat schriftlich Stellung zu Fragen über seine Person bezogen. Er hält sich als gut qualifiziert für dieses Amt (12 Jahre Parlamentsmitglied, 5 Jahre im EU-Zypern-Parlamentskomitee, Stadtrat von Nicosia). Er steht hinter der neuen Verfassung der EU.
Am 7. 0kt. 04 wird das Hearing vor dem Parlament stattfinden, wo er während 3 Stunden befragt werden wird.
02.10.2004 Die WHO kritisierte u.a., dass in Tschechien Bier billiger ist als alkoholfreie Getränke Sie bezeichnete es als das absolute Nichtvorhandensein von Kontrollen auf den Verkäufen von Alkohol, von Einschränkungen bei Werbung und Sponsoring bei Jugend- und Sportveranstaltungen in Tschechien. 
(Quelle: The Prague Post/The Harvard School of Public Health)
02.10.2004 Die englische Medienbehörde Ofcom wird am 1.11.04 einen Massnahmenkatalog im Entwurf vorlegen, der die Alkoholwerbung massiv einschränken würde.

Die Getränkeindustrie  befürchtet eine Reduzierung der Alkoholwerbung um 85 Prozent. Die Medienbehörde wird vor allem jene Werbung verbannen, die an Jugendliche gerichtet ist. 
Quelle: Media Guardian.  http://www.guardian.co.uk/media. /Pressetext Austria
(siehe Meldung hier am 6.9.04)

02.10.2004 Vom 7.-9. Sept. 04 fand in Den Haag eine wichtige Konferenz "Shaping the EU Health Community: Balancing Health, Social Development and Internal Market" statt. Organisator war das Netherlands Institute for Care and Welfare (NIZW). 
Hier finden Sie  2 Referate, die einen guten Einblick über die Stellung, die die Gesundheitspolitik, u.a. auch die Alkoholpolitik, in der EU hat, sowie eine gute kurze Zusammenfassung durch Eurocare.  PPT-Präsentationen können bei uns per e-mail abgefragt werden.
12.09.2004 Das Hanf-Journal online berichtet über die Umgehung der Alcopop-Sondersteuer in Deutschland. Die Produzenten bringen das Bier-Gemisch, das erst noch billiger wird und ab 16-Jährige verkauft werden darf.
Kommentar: Diese Variante der Umgehung war absehbar. Nur stimmt leider die am Ende des Artikels gepriesene Ansicht nicht, dass Aufklärung das "Heilmittel" sei. 
12.09.2004 Kroatien führte im August die 0,0-Promille-Grenze ein.

(Quelle: Google News Alert/Autosieger.de)

Laut ADAC sind auch Radfahrer, Motorradfahrer und -Beifahrer betroffen. 
PW-Fahrer zahlen bei bis zu 0,5 Promille rund 195 Euro und bei bis zu 1,5 Promille 260 Euro Geldbusse, Radler bei 1,5 Promille bis zu 220 Euro.
06.09.2004 "alcohol ALERT" 2/2004 ist erschienen. Auch online.
(englisch)
U.a.: Artikel zu Strategie-Papier der britischen Regierung: "Nach dem langen Warten, Schwindel und Ausweichen". 
Wissenschafter protestieren, dass der Chef der Portman Group in ein Alkoholforschungs-Gremium Einsitz nehmen soll. 
Die Regierung will die alkoholbedingte Gewalt bekämpfen.
Alkohol am Steuer: Die Regierung widerspricht ihrer eigenen früheren Beweisführung.
Ofcom revidiert die Regeln für die Alkohol-Werbung.
04.09.2004 Nun verlangt auch in Österreich ein Politikerin einen verstärkten Kampf gegen Alcopops (Quelle: Google News Alert) Pressemitteilung Die FP-Stadträtin Karin Landauer, Wien, fordert in einem Pressegespräch eine "Präventionssteuer" auf Alcopops, die den jetzigen Preis der Getränke verdoppelt. Die Kontrollen in Verkaufsstellen müssten intensiviert werden. Wien habe das Jugendschutzgesetz nicht vollzogen.
02.09.2004 Die World Wine Trade Group, eine informelle Interessengruppe von 7 aussereuropäischen Weinländern, ist daran, eine gemeinsame Linie für die Etikettierung zu finden. Es ist dabei auch beabsichtigt, die Etikettierungsregeln in andern Ländern zu beeinflussen.

(Quelle: CSPI's Alcohol Policies Project WASHINGTON REPORT)

 

02.09.2004 In Mecklenburg-Vorpommern wird die ESPAD-Studie zur Kenntnis genommen und es wird vermehrt Prävention gefordert. Kommentar: Die Ergebnisse in Deutschland sind ähnlich wie bei uns. Nur wird dort offenbar auch in der Presse ein Handlungsbedarf festgestellt. 
01.09.2004 Auch in Österreich kommen Jugendliche leicht an Alkohol.
(Quelle: Google-News Alert)
Volltext: Networld
Zwei von drei Geschäfte verkaufen Jugendlichen Alkohol. Dies ergab ein Test des österreichischen Konsumentenschutz-Magazins "Konsument" in Wien. Erprobt wurde diese Frage am Beispiel der umstrittenen Alkohol-Limonaden, auch Alkopops genannt.
28.08.2004 Der Absturz von Matti Nykänen, titelt die Berliner Morgenpost heute.

(Quelle: Google-News Alert)

Der finnische Skispringer-Nationalheld ist wieder in eine Messerstecherei verwickelt. Er hat seit seinen ersten Erfolgen mit 18 Jahren ein Alkoholproblem. 
Kommentar: U.a. bei der Hälfte der Gewaltvergehen oder -Verbrechen ist Alkohol im Spiel. Aber nur bei bekannten Namen gibt es deswegen eine Schlagzeile. Wir zahlen Notfallstationen, Polizei und Justiz, das Alkoholgewerbe hat den Profit.
26.08.2004 Die amerikanischen Partner der Kampagne "Prevent underage Drinking" des Institute for Alcohol Awareness (IIAA) wird an der Konferenz in San Diego die neueste, wirksamste Waffe im Kampf gegen das jugendliche Trinken vorstellen. Im Kongress soll ein Gesetz eingebracht werden, das u.a. die Installation von lebensrettenden elektronischen Technologien in Restaurants, Bars, Detailläden und andern Verkaufsstellen vorsieht, mit denen das Alter überprüft werden kann.

 

(Quelle: Marin Institute News Digest)

26.08.2004 Diese Woche versammeln sich gegen 1000 Fachleute in San Diego, um die Umsetzung der Empfehlungen des "National Academy report" zu besprechen.  Der Kongress nahm die Empfehlungen zu einer nationalen Strategie zur Reduzierung des jungendlichen Alkoholkonsums nicht an, und seither wurden mehr als 3000 Amerikaner getötet und fast 1 Mio. verletzt: im Verkehr, bei Schiessereien, Messerstechereien, durch Ertrinken, bei Feuer, durch Selbstmord und Alkoholvergiftung - alle im Zusammenhang mit Trinken unter der Altersgrenze. 
(Quelle: Marin Institute News Digest) The New York Times, 25.8.04)
24.08.2004 In Hannover kamen zur Reincarnation Techno-Parade 100'000 statt erwartete 400'000 Teilnehmer. Schon Stunden vor Beginn gab es viele Betrunkene, um die sich Notärzte kümmerten. Regen, Kälte und Alkohol - Knapp 100 000 Besucher bei Technoparade titelte die Braunschweiger Zeitung, online.  Die Ordnungshüter sorgen sich um die steigende Gewaltbereitschaft und die immer jüngeren Alkoholopfer. 
Kommentar: Kein Wunder, wenn die Stadt vor einem Jahr einem Schnapsbrenner erlaubte, Gratismuster abzugeben. Jetzt durfte er seinen Schnaps im Fläschchen verkaufen!L
20.08.2004

 

 

27.08.04    

Der Tages-Anzeiger berichtet heute, dass Schweden die Schnaps-Steuern auf den 1.1.05 um 40% senken werde. (Parlamentsentscheid noch ausstehend)
Auch die NZZ berichtet darüber, allerdings neutraler.
 "Die nordischen Staaten geben sich im Kampf gegen den Alkohol geschlagen", heisst es im Untertitel. 
Kommentar:  Ob der Staat mit der Steuersenkung finanziell besser fährt, darf bezweifelt werden. Die Logik des Reporters ist wenig nachvollziehbar. Verlierer ist jedenfalls die Volksgesundheit, die Gesellschaft. Häme ist fehl am Platz. Die EU ist daran, ihre Gesundheitspolitik zu überdenken. Die gegenwärtigen Erfahrungen der nordischen Länder geben genug Stoff für neue Überlegungen.
19.08.2004 Die rechtsbürgerliche französische Regierung hat eine Ergänzung des Gesetzes für die Volksgesundheit betr. Alcopops durchgedrückt, die per 1.1.05 in Kraft tritt.

Gesetzestext
  JFrankreich führt den europaweiten Kampf gegen die Alcopops an. Alarmiert durch den starken Konsumanstieg in mehreren Nachbarländern wurde eine Sondersteuer eingeführt. Nun hat das Parlament den Begriff Alcopops ausgeweitet, um Umgehungen zu erschweren und die Steuer auf 11 €/dl reinen Alkohol verdoppelt. Die Mehreinnahmen gehen an die Zentrale der Sozialversicherungen. 
14.08.2004 In den USA sank die Zahl der Toten und Verletzten auf den Autobahnen 2003, vor allem dank häufigerer Benutzung    der Gurten und geringerer Zahl von alkoholbedingten Unfällen.
Nachdem die letzten 14 Staaten die Promillegrenze auf 0,8! gesenkt hatten, um nicht Staatsbeiträge zu verlieren, sanken die Alkoholunfälle zum ersten Mal seit 1999, obwohl die Verkehrsdichte zunahm.
MSNBC News, Original   (Quelle: Marin Institute News Digest)
14.08.2004

Die EU veröffentlichte früher erstellte Dokumente: Partnerships for Health in Europe." engl., pdf Arbeitspapier von 2002 und die Gesundheits Strategie 2000-2006, deutsch

Im Arbeitspapier heisst es S. 25 unter Vorgeschlagenen Aktionen: Analyse possible common approaches to key health determinants, in particular on tobacco and alcohol (Analysieren von gemeinsamem möglichen Vorgehen bei massgeblichen Gesundheitsfaktoren, speziell bei Tabak und Alkohol.

13.08.2004 Der neue Präsident der EU- Kommission hat die Ressorts den neuen Kommissären zugeteilt. Das EU-Parlament beschliesst am 1.11.04  Mitteilung der EU Das Ressort Gesundheit und Verbraucherschutz erhält der Zypriote Markos Kyprianou.  Er wird Nachfolger des Iren David Byrne. Es ist zu hoffen,  dass er dessen engagierte Arbeit ebenso weiterführt.
Fotos und Namen der neuen Kommission
12.08.2004 Namibia unternimmt Anstrengungen, um das Alkoholproblem einzudämmen.
(Quelle: Marin Institute News Digest)
Full text engl. (Registr.)
Die Gesundheitsministerin hat eine Bewegung gegründet, die Koalition für verantwortungsbewusstes Trinken (CORD) um das Trinkverhalten der Bevölkerung zu beeinflussen. 
Kommentar: Die Alkoholindustrie ist darin massgeblich vertreten, was in Bezug auf den Erfolg nicht gerade zuversichtlich stimmt.
12.08.2004 Der französische Gesundheitsminister will dafür sorgen, dass Etiketten von alkoholischen Getränken einen Warnhinweis erhalten. Nur einen Tag nach der Meldung aus Lille (siehe letzter Text) reagiert die französische Regierung. Weinexporte nach den USA tragen den Warnhinweis bereits. Auch eine Präventionskampagne soll folgen. (Quelle: Marin Institute News Digest)   Artikel auf englisch
12.08.2004 Ein französischer Staatsanwalt in Lille prüft ein Klage gegen den Staat und die Alkoholindustrie. (Quelle: Marin Institute News Digest) Es geht um die Alkoholschäden beim ungeborenen Kind.
6000 Kinder werden in Frankreich jährlich mit Alkoholschäden geboren. Schwangere würden nicht vor dem Alkoholkonsum gewarnt.
Original text UPI
12.08.2004 Guter Artikel über die jetzige Alkoholproblematik in England. (Quelle: Marin Institute News Digest) Fakten: Sozialkosten 35 Mia.$/Jahr. Pro Kopf-Konsum seit 1951 fast verdoppelt. Der Konsum junger Frauen seit 1992 66% höher auf 12.6 Drinks pro Woche. Leberzirrhose-Tote seit 1950 mehr als verfünffacht.
Full text (free inscription necessary)
12.08.2004 Die Duma, das russische Parlament behandelte am 5.8.04 die Einschränkung der Bierreklame am Fernsehen. Hauptbeweggrund dafür ist die besorgniserregende Zunahme der Zahl alkoholabhängiger Kinder.
(Quelle: Marin Institute News Digest)
Full text (free inscription necessary) (englisch)
02.08.2004 Das deutsche Gesundheits- Ministerium meldet, dass ab heute die Alkopop-Steuer wirkt. Die Sondersteuer wird für Alkohol-Prävention verwendet. Die Steuer beträgt 80 - 90 Cent pro Flasche, je nach Grösse und Gehalt. Die Länder werden aufgerufen, die Kontrollen zu verstärken. Eine neue Broschüre ist erhältlich.  Pressemitteilung
30.07.2004 "THE GELOBE" No. 1 & 2 2004 ist erschienen und im Internet zu lesen Der meiste Platz ist der grossen Internationalen Konferenz "Bridging the Gap" von EUROCARE gewidmet, die vom 16.-19. Juni 04 in Warschau mit starker Schweizer Beteiligung stattgefunden hat.
30.07.2004 Das Kurzprotokoll einer Sitzung bei der EU mit Vertretern von NGO's über Alkohol und Gesundheit vom 16.7.04 in Luxembourg ist erschienen. Unter den Teilnehmern figuriert auch Matthias Meyer, General Council on Addiction Problems aus der Schweiz.
Ein Arbeitspapier zu einem koordinierten Vorgehen zur Bekämpfung alkoholbedingter Schäden wird überarbeitet und Ende Jahr der neuen Kommission eingereicht werden.
Protokoll, engl. pdf, 4 Seiten
30.07.2004 Vorläufiges Protokoll einer Sitzung der Arbeitsgruppe Alkohol und Gesundheit der EU  Sitzung mit Vertretern von Mitgliedstaaten, EEA-Ländern, neuen Beitrittsländern, 9./10.6.04 
Protokoll (pdf, 10 Seiten, engl.)
28.07.2004 Ab nächsten Monat soll in USA ein Gerät in den Verkauf kommen, mit dem Alkohol inhaliert wird. (Quelle: Marin Institute News Digest) Ein County-Parlamentarier in Suffolk, Jon Cooper, hat deshalb eine Gesetzesvorlage eingereicht, die Verkauf, Kauf und Benützung dieses Gerätes (Alkohol without liquid, AWOL) verbieten soll. (Newsday, NY, July 23, 2004)
Produzent: Spirit Partner's Inc., UK, für $ 2995.-
27.07.2004 Dem amerikanischen Kongress liegt ein neues Gesetz vor, mit dem der  Alkoholkonsum Minderjähriger bekämpft werden soll. Es soll heissen: ‘‘Sober Truth on Preventing Underage Drinking Act’’, or the ‘‘STOP Underage Drinking Act’’. 
Hier Details: engl.
Gesetzestext (engl. 29 S. pdf)
Jedermann wird aufgerufen, ihren Abgeordneten zu schreiben.
24.07.2004 Die Unfähigkeit, den Alkoholkonsum in den Griff zu kriegen, hat in England das Ausmass einer nationalen Krise angenommen. Die Debatte dreht sich gegenwärtig vor allem darum, dass einige Pubs ihre Öffnungszeiten selber bestimmen können. Damit soll dem übermässigen Rauschtrinken durch "letzte Bestellungen" vor der Polizeistunde entgegengewirkt werden. Fachleute erwarten nur Mehrkonsum.
New York Times, 23.7.04 (Gratis Registration erforderlich)
24.07.2004 High Schools in den USA senken den Tabak- und Alkoholkonsum ihrer Studenten durch Social Norms Interventions Soziale Normen sind eine effektive Methode, wurde an der National Social Norms Conference in Chicago berichtet.
(Quelle: Marin Institure News Digest) 

 

24.07.2004 Die Aktion Sport-TV ohne Alkoholreklame in den USA, Zwischenbericht Pressemitteilung
Mehr als 200 Colleges in der National Collegiate Athletic Association (NCAA) haben sich verpflichtet, mit Alkoholwerbung bei College-Sport-Radiosendungen aufzuhören.
23.07.2004 Frankreich will mit neuen Marketingmethoden seinen Wein besser exportieren können. Seit Jahren nimmt der französische Weinexport zu Gunsten der Konkurrenz aus der Neuen Welt ab. Auch der Konsum im Inland ist rückläufig. (In 40 Jahren -40%) Dafür soll dieses Jahr 20% mehr produziert werden als 2003.    NZZonline
23.07.2004 In der Flathead Reservation, USA, starben 4 Knaben innerhalb von 5 Monaten an Alkoholvergiftung. Die Kindersterblichkeit unter den Indianern der USA stellt die der Weissen in den Schatten. Sie ist stark mit der Armut (Arbeitslosigkeit 40-60%) und der Geschichte verknüpft. 
DenverPost.com Original engl. (Quelle: Alcohol and Health, Harvard)
22.07.2004

Potenziale und Ansätze der Prävention - aktuelle Entwicklungen in Deutschland, Publikation des Bundesministerium für Gesundheit und Soziale Sicherung, Bonn/Berlin von Rosmarie Apitz1 & Priv.-Doz. Dr. med. Stefan F. Winter

Auf 15 Seiten (pdf) wird das Thema Gesundheitsförderung und Prävention dargestellt. U.a.:"Die Förderung der Gesundheit muss zukünftig zu einem Leitbild der Gesundheitspolitik und anderer Politikbereiche werden. Ziel muss eine gesundheitsförderliche Gesamtpolitik sein". (Schmidt 2002)
Kommentar:  Es fällt auf, dass der Alkohol in den Überlegungen keine Rolle spielt. Ist der Druck der Alkohollobby derart gross, dass eines der grössten Gesundheitsrisiken einfach ausgeklammert werden kann? 

17.07.2004 Gleichzeitig mit seiner Rede ruft David Byrne die Öffentlichkeit auf, an der Entwicklung der zukünftigen EU-Gesundheitspolitik mitzuwirken. Öffentliche Körperschaften, Interessengruppen und individuelle Bürgerinnen und Bürger sind eingeladen, bis am 15. Oktober 2004 Beiträge für diesen Reflexionsprozess zu leisten. Commissioner Byrne’s reflection paper “Enabling good health for alld en f  (213 KB). Darin legt er die Grundprinzipien dar, die die EU-Gesundheitspolitik befolgen sollten.
17.07.2004 David Byrne, EU-Kommissär für Gesundheit und Konsumentenschutz hielt eine Rede: Die Zukunft der Gesundheit in Europa (15.7.04)
Pressemitteilung auf deutsch
U.a. sagte er: "Gesundheit erzeugt Wohlstand. Gute Gesundheit und wirtschaftliches Gedeihen gehen Hand in Hand. Wird in die Gesundheit investiert, steigt die Lebenserwartung, was wiederum das Bruttosozialprodukt anhebt."  Rede im Wortlaut, Grundlagentext, nur engl.
Kommentare an: reflection-health-strategy@cec.eu.int
15.07.2004 Der Europ. Gerichtshof in Luxembourg hat am 13.7.04  eine Klage von Bacardi u.a. gegen die französische Fersehwerbungsbeschränkung zurückgewiesen.    J DAS IN FRANKREICH GELTENDE VERBOT DER INDIREKTEN FERNSEHWERBUNG FÜR ALKOHOLISCHE GETRÄNKE IST MIT DEM GEMEINSCHAFTSRECHT VEREINBAR. Damit darf Frankreich weiterhin mit seinem Loi Evin auch gegen gewisse indirekte Fernseh-Alkoholwerbung einschreiten.
Pressemitteilung und weitere Links  
12.07.2004 Deutschland hat nun per 1.7.04 auch eine Alcopops- Sondersteuer.

Medienmitteilung

Der Bundestag hat heute den Einspruch des Bundesrates gegen das "Gesetz zur Verbesserung des Schutzes junger Menschen vor Gefahren des Alkohol- und Tabakkonsums" zurückgewiesen. Damit ist das Gesetz in der am 6. Mai vom Bundestag beschlossenen Fassung endgültig verabschiedet.
10.07.2004 Neues Programm in den USA, um das Trinken der Jugendlichen zu reduzieren: "Hinter jedem Jugendlichen mit einem Bier steht ein Erwachsener, der es ermöglicht hat."  Viele Fachleute behaupten, dass die Todesfälle infolge Alkoholkonsums von Jugendlichen zurückgehen würden, wenn Erwachsene einfach mehr Verantwortungsgefühl zeigen würden. Die Bundesregierung tested nun diese Theorie mit einer Untersuchung bis 2006 in vier Städten.
(Quelle: Marin Institute News Digest) Journal News, NY, July 7, 04
09.07.2004 Der Tages-Anzeiger berichtete, dass ein Institut errechnet habe, dass das Ausscheiden der Engländer bei der EM die Wirtschaft 470 Mio. € gekostet habe. Kommentar: Richtig wäre wohl zu melden, dass vor allem Pubs und Brauereien weniger Umsatz gemacht, die Wirtschaft und die Gesellschaft als Ganzes aber gewonnen haben. (Weniger Gewalt, Kriminalität und Gesundheitskosten, die eingesparten Gelder verbleiben in der Wirtschaft)
06.07.2004 Eine Task Force der Gaelic Athletic Assoc. in Irland bringt nach einem Jahr mit Konsultationen einen weitgefassten Bericht heraus, in welchem sie u.a. empfiehlt, die Sponsoren- Verträge mit Alkoholfirmen zu beenden. Weitere Empfehlungen: Einstellung eines Vollzeitoffiziellen, der für ein vernünftiges Umgehen mit Alkohol werben solle und für die Aufstellung und Durchsetzung von Verhaltensregeln. Cups für siegreiche Mannschaften aller Stufen sollten nicht mit alkoholischen Getränken gefüllt werden.
(Quelle: Marin Institute News Digest)
Full text Gratis Registrierung nötig
Kommentar: Zur Nachahmung bestens empfohlen!
05.07.2004 Die deutsche Regierung plant ein Präventionsgesetz. Herzstück des Präventionsgesetzes soll die Stiftung Prävention werden. Dort sollen alle Aktivitäten organisiert und finanziert werden.   Gesundheitsbewusstes Verhalten und Prävention - das sind also zwei Dimensionen: Das eigene Wohlbefinden und die Zukunftsfähigkeit der Sozialversicherungen. Deshalb sollen gesundheitsbewusstes Verhalten und Prävention durch ein eigenständiges Präventionsgesetz gestärkt werden.
"Prävention soll zur nationalen Aufgabe werden. 
05.07.2004 Das französische Parlament wird eine Gesetzesänderung behandeln, die mehr Wein- Werbung zulassen würde. Quelle: Marin Institute News Digest) Die französischen Winzer möchten, dass mehr von ihrem Wein getrunken würde. Sie fühlen sich von ausländischen Weinen konkurrenziert. Deshalb wollen sie mehr werben können. Die Ärzteschaft ist dagegen. Originaltext engl.

 

29.06.2004 Führende Fachleute aus 39 US-Bundesstaaten nahmen an einem 4-tägigen Treffen in Pittsburgh teil.
(Quelle: Marin Institute News Digest)
Diese sechste in einer Serie nationaler Veranstaltungen, "Statewide Initiatives Leadership", vereinigte Alkoholpräventions-Initiativen von Universitäten, Politologen, Regierungsbeamten, Mitgliedern von Alkohol- Lizenz-Ämtern sowie College- und Universitäts-Personal. Thema war dieses Jahr höhere Alkoholsteuern und andere Massnahmen, um das Trinken Minderjähriger und das risikohafte Trinken unter College Studenten zu bekämpfen.
27.06.2004 Die Amsterdam Gruppe führt im August in Warschau eine Konferenz über Alcohol und Schadenreduzierung durch.  Die europ. Alkoholindustrie versucht, die Eurocare-Konferenz vom 1.-19. Juni 04 in Warschau für ihre Zwecke zu vermarkten. Siehe auch Alkohol-Lobby
26.06.2004 Das Marin Institute reagiert auf den Plan des Bierfabrikanten Coors, die Altersgrenze für Bier zu senken. Peter Coors, der sich in den US Senat wählen lassen will, möchte, dass die Altersgrenze von 21, die seit 20 Jahren besteht, und schon viele Leben gerettet hat, gesenkt wird.
(Source: Marin Institute News Digest)
Statement von Direktor Mark Pertschuk
25.06.2004 Die Duma (russisches Parlament) behandelt auf Antrag der Stadt Moskau die gesetzliche Regulierung des Bierkonsums. (Quelle: Harvard School of Public Health) Bier war bisher, als leichtes alkoholisches Getränk, nicht reglementiert, auch wenn es 9 oder 10% Alkohol enthält. Auch die Werbung war frei und nicht sparsam mit Anpreisungen im Gesundheitsbereich oder für Jugendliche. Das soll nun ändern: Mindestalter 18, Einschränkungen in Bezug auf Verkaufsorte und Werbung. Originalartikel
24.06.2004 Der US Staat Georgia soll Bier mit höherem Alkoholgehalt erhalten.
 
Bier mit bis zu 14% (bisher 6%) Alkohol soll zugelassen werden. Im Unterschied zu früheren Jahren soll sich kaum Widerstand rühren. Interessierte Kreise haben Lobbyisten angestellt, die wichtige Leute überzeugen sollen. 
(Quelle: Marin Institute News Digest)
23.06.2004 David Byrnes, der EU-Kommissär für Gesundheit und Konsumentenschutz hielt eine Rede vor den deutschen Zeitungsverlegern "Pressefreiheit gegen Konsumentenschutz - Wie sie miteinander versöhnt werden können." Er hielt der Presse vor, sie setzten ihre eigenen Interessen über die des Gemeinwohls. Leider ist er bei der Alkoholwerbung nicht so einsichtig wie bei der Tabakwerbung, deren Einschränkung er vehement verteidigt.
Text der Rede (pdf)
23.06.2004 Nigel Wrangham sagte, dass Präventionsprogramme nicht immer wirken, weil sie auf den einzelnen abzielen statt auf die Gruppe. (Quelle: Marin Institute News Digest) Wenn eine Gruppe beeinflusst werden sollte, geht es nur mit Änderungen in der Umwelt: Preiserhöhung beim Alkohol, Beschränkung der Öffnungszeiten und der Anzahl Läden, Training des Personals betr. Kontrollen von Ausweisen und die Registrierung von grossen Gebinden, z.B. Fässchen.
See full text of article/Zeitungsartikel
23.06.2004 Das Oireachtas-Komitee für Gesundheit und Kinder in Irland empfiehlt der Regierung, innerhalb von 3 Jahren die Alkoholwerbung zu verbieten. Die Regierung soll auch in der EU eine Kampagne in dieser Richtung führen. Weitere Vorschläge des Komitees: Verbot für Alkohol-Firmen, die Sportanlässe sponsern, Verdoppelung der Steuern auf Alcopops, Preiskontrollen für alkoholfreie Drinks in Restaurants, damit diese eher getrunken werden.
(Quelle: Marin Institute News Digest)
23.06.2004 Die deutsche Regierung arbeitet an einem Präventionsgesetz

 

In Übereinstimmung für eine ziel- und ergebnisbezogene Stärkung und Weiterentwicklung von Gesundheitsförderung und Prävention in Deutschland verständigten sich die Spitzenverbände der GKV und das Bundesministerium für Gesundheit und Soziale Sicherung auf 5 Eckpunkte.
23.06.2004 David BYRNE
European Commissioner for Health and Consumer Protection sprach über:
Driving Public Health in Europe – The role of Workplace Health Promotion
In seine Ansprache an der 4. European Conference on Promoting Workplace Health in Dublin, am 14.6.2004 erwähnte er wohl die Wichtigkeit eines gesunden Lebensstiles, Rauchen am Arbeitsplatz, Übergewicht, hohen Blutdruck, Stress, usw., Alkohol aber vergass er. Warum wohl?
Medienmitteilung der EU
23.06.2004 In Hollywood und England werden Zensurmassnahmen ins Auge gefasst, um Kinder vor Raucher- und Trinkszenen in Filmen zu schützen. Wenn die Filme klassifiziert werden, können Rauchen und Trinken wie Sex und Gewalt als Kriterien gewichtet werden.
Auch das British Board of Film Classification hat Rauchen und Trinken in einen Katalog aufgenommen, der bei der Klassifizierung verwendet wird. Eine Vernehmlassung läuft noch. (Quelle: Marin Institute News Digest)  See full Text
23.06.2004 "Bridging the Gap", die 
1. Europäische Alkoholpolitik-Konferenz im Hinblick auf ein grösseres Europa hat vom 1.-19.6.04 in Warschau stattgefunden.
Mit mehr als 350 Teilnehmern, davon einem Dutzend aus der Schweiz, vielen führenden Fachleuten und einer Fülle von Themen war sie ein grosser Erfolg. Nun kommt die grosse Aufgabe ihrer Umsetzung in den einzelnen Ländern und in der EU. 
Siehe Bericht
14.06.2004 Deutsch-französische Tagung zur Suchtprävention bei Jugendlichen, am 7.6.04 in Freiburg „Ähnliche Probleme, gemeinsame Lösungsstrategien“
Erfahrungsaustausch speziell zur Tabak- und Alkoholprävention bei Jugendlichen.
14.06.2004 Die grösste englische Tabakfirma BAT testet Zigaretten mit Vanille- und Schokoladengeschmack British American Tobacco (Lucky Strike, Rothmans) haben wissenschaftliche Versuche an Tieren in Kanada unternommen. 
Kommentar: Die Alcopops lassen grüssen! Die Kinder warten schon! (Quelle: HARVARD SCHOOL OF PUBLIC HEALTH)
14.06.2004 EU veröffentlichte das Protokoll einer Sitzung des Netzes der zuständigen Behörden für den Aktionsschwerpunkt Informations- und Wissensstand in Gesundheitsfragen vom 15./16.12.03  Health information: Event:
Network of Competent Authorities for health information and knowledge. Second meeting, Luxembourg, 15-16 December 2003

Deutsche Version other languages available
14.06.2004 The Wall Street Journal vom 24.5.04 berichtete, dass die Schnaps-Industrie mit ihrem führenden Konzern Diageo gegenüber dem Bier Boden gutmacht. Seit dem Ende der Prohibition hat die Schnaps-Industrie sich eher zurückgehalten, weil sie ein schlechtes Image hat. Nun hält sie aber 27% des US-Schnapsmarktes und hat in allen Parlamenten ihre Lobbyisten. So konnte sie in mehreren Staaten den Schnapsverkauf am Sonntag durchbringen. (Quelle: Marin Institute News Digest) Originaltext nur mit bezahlter Registrierung möglich
14.06.2004 Der britische Premier Blair warnte die Alkoholindustrie

Voller Text

Wenn die Alkoholindustrie nicht mehr unternehme, um das Rauschtrinken zu reduzieren, werde sie gezwungen sein, sich an den Kosten zu beteiligen. (Quelle: The Guardian/Marin Institute News Digest) 21.5.04
13.06.2004 Die Stadtversammlung von Weston MA, USA, lehnte einen Antrag auf Aufhebung des Alkoholverkaufsverbot mit 97:67 Stimmen ab. Voller Zeitungstext
Weston ist noch eine von 17 Gemeinden in Massachusetts, die ein Alkoholverbot kennen. Dies war seit mindestens 25 Jahren der erste Versuch, dies zu ändern.
15.05.2004 Namhafte Persönlichkeiten des College Sports in USA haben in einem Aufruf die Mitglieder des Repräsentantenhauses gebeten, die Resolution 575 zu unterstützen. Die Resolution fordert die Colleges und die NCAA auf, freiwillig mit der Werbung für Alkohol während der College-Sport-Radiosendungen aufzuhören.

Text des Aufrufs, Liste der Mitunterzeichner (engl.)

 

12.05.04 Der englische Innenminister sprach gestern an einer Konferenz von Polizei-Chefs, dass die Regierung gegen Happy-Hours und Alkoholwerbung mit tiefen Preisen scharf durchgreifen wolle.  David Blunkett berichtete, wie alkoholbedingte Gewalt die vorhandenen Resourcen austrocknet. Er schätzt, dass die 4,5 Mio. antisozialen Zwischenfälle pro Jahr 1 Mia.£  kosten. Von der Alkoholindustrie wird nun erwartet, dass sie verantwortungsvoll handelt und das Rauschtrinken bekämpft. Die Regierung erhofft sich von der neuen 24-Stunden Öffnungszeit eine Besserung der Situation.
(Quelle: Marin Institute News Digest) Bericht The Guardian 
10.05.2004 Die englische Regierung hat das seit 1998 erwartete Strategiepapier "The Alcohol Harm Reduction Strategy for England" am 15.3.04 herausgebracht.
Siehe "alcohol ALERT" 2004/1
Wie befürchtet, erweist es sich als Produkt einer engen Zusammenarbeit der Regierung mit der Alkoholindustrie. Weitere Untersuchungen werden in Aussicht gestellt, aber kaum konkrete Massnahmen in Angriff genommen. Der Zusammenhang des Gesamtkonsums mit der Schadenmenge und der Einfluss der Erhältlichkeit werden in Abrede gestellt.
10.05.2004 CSPI und MADD reagieren auf den Lobbying Blitz der Bierindustrie in USA mit Grossinserat und Flugblättern. Kürzlich wimmelte es im US Capitol von Repräsentanten der Bier Industrie, die ihre Generalversammlung abhielten und dazu ein grosse Lobbying-Aktion veranstalteten. Aktions-Aufruf (d/e)
08.05.04 Deutscher Bundestag verabschiedet „Gesetz zum Schutz junger Menschen vor Gefahren des Alkohol- und Tabakkonsums“ Sondersteuer auf Alkopops und Kleinstverkaufsmengen für Zigaretten festgelegt.
Inkraftsetzung auf 1.7.04 (Der Bundestag ist nicht zustimmungspflichtig)
08.05.04 Eine neue Studie zeigt, dass die überwiegende Mehrheit der amerikanischen Bevölkerung eine Erhöhung der staatlichen Alkoholsteuern unterstützt.  Die am 4.5.04 veröffentlichte Studie der American Medical Association Office of Alcohol and Other Drug Abuse zeigt, dass 90% der Bevölkerung über den Alkoholkonsum von Jugendlichen und Minderjährigen besorgt ist und im Verhältnis von 2:1 eine Erhöhung der Alkoholsteuern zu Gunsten von Präventionsprogrammen unterstützen.
Ganzer Zeitungsartikel
08.05.04 Kontrollen übers Wochenende in Douglas und Sarpy counties in Nebraska, USA bei 273 Geschäften fanden die bisher geringste Zahl von Alkoholverkäufen an unter 21-Jährige.
(Quelle: Marin Institut News Digest)
Gerade 9,5% der Betriebe verkauften an Minderjährige während der Kontrollen im Rahmen des Projekts Extra Mile. Dieser erreichte Fortschritt ist gewaltig. 8 Vollzugs-Agenturen im Omaha Metro Gebiet und 19 junge Erwachsene waren an den Kontrollen beteiligt. 98% der Betriebe prüften Identität und Alter der jungen Käufer. 42% der fehlbaren Geschäfte überprüften das Alter nicht, 58% überprüften das Alter und verkauften trotzdem.
See full text of article
08.05.04 Paul Evans, Boston's Polizeikommissär konnte mit Erfolg das Trinken von Minderjährigen reduzieren, indem er eine Politik der "alkoholfreien Zonen" und "Party-Patrouillen" einführte.  Im Jahrzehnt seines Wirkens wurde die Mordrate seiner Stadt um Zweidrittel gesenkt. Er arbeitete eng mit den Universitäten zusammen.

Bericht: TIMES ONLINE (Quelle: Marine Institute News Digest)

08.05.04 In den Parlamenten verschiedener Staaten der USA wird über die Erhöhung der Alkoholsteuern verhandelt.

Washington Report April 04

Z.B. in Connecticut +10%; in Kentucky Ersatz der Alkoholsteuern durch eine erhöhte Umsatzsteuer auf allen Getränken, dadurch würden die Steuern bei Preiserhöhungen ebenfalls ansteigen; in Michigan wurde die Erhöhung von 64 auf 75% abgelehnt; in Maryland, Hawaii, Iowa, Missouri und New Mexico befinden sich Vorlagen in den Kommissionen. In Maryland steht eine Verdreifachung der Steuern zur Diskussion.
01.05.04 Die Los Angeles Times, CA schrieb am 25.4.04, die meisten im Staat Kalifornien erwarteten eine Steuererhöhung. Vier Jahre nacheinander erlebt der Staat Kalifornien eine Budgetkrise. Die meisten Kalifornier unterstützen nun Steuererhöhungen. 80% unterstützen eine Erhöhung der Tabak- und Alkoholsteuern.
(Quelle: Marin Institute News Digest) Originalartikel (Gratisregistr.)
01.05.04 Eine Studie unterstützt die Bestrebungen, gegen die 116 Mia.$-Alkoholindustrie in USA gerichtlich vorzugehen, weil sich deren Marketing auch an Minderjährige richtet. Die Studie des Center on Alcohol Marketing and Youth (CAMY), die kürzlich vom Georgetown University's Center on Alcohol Marketing and Youth vorgestellt wurde, sagt,dass die Alkohol-Industrie im Jahr 2002 mehr als $990 Mio. für Fernsehreklame ausgab, die vom Publikum im Alter von 12 bis 20 gesehen wurde.  Siehe auch Seite Forschungsergebnisse
Washington Times (Quelle: Marin Institute News Digest)
24.04.04

 

Das staatliche Komitee für Regierungs-Organisation in San Francisco lehnte ein Gesetz ab, das die Öffnungszeiten für Bars und  Restaurants von 02.00 auf 04.00 Uhr verlängern sollte. Dem Gesetz wurde mit 12:5 Stimmen die Unterstützung verweigert; damit sollte es chancenlos sein. Gegner argumentierten, dass die Verlängerung grössere medizinische und Sicherheitskosten bringen würden, die höher wären als der Nutzen für den Staat. 
(Quelle: Marin Institute News Digest/Independent Journal, CA, April 20, 2004)
24.04.04 Drogenbericht der deutschen Bundesregierung Maßnahmen gegen Alkoholkonsum bei Jugendlichen - Zahl der Drogentoten auf tiefstem Stand seit 1989
Pressemitteilung
15.04.04 Im führenden Wissenschaftsmagazin "Nature" erschien am 8.4.04 ein grosser Artikel über die gesundheitliche Bedeutung der alkoholischen Getränke Volksgesundheit: Der Dämon Alkohol. In unserer Presse erschienen in den letzten Tagen kurze Artikel, die sich hier orientierten. Die wichtigen Stellen liessen sie meistens aus.
Kurz: Nur eine kleine Gruppe kann vom positiven Effekt fürs Herz profitieren. Das zu kommunizieren ist kaum möglich. Die Politiker versagen, obwohl die Mittel vorhanden wären, die Schäden einzudämmen.  Hier war der Originalartikel der auf Untersuchungen von Prof. J. Rehm, Zürich, basiert.
14.04.2004 Im amerikanischen Repräsentantenhaus wurde am 25.3.04 die Resolution Nr. 575 eingebracht.
Darin wird die National Collegiate Athletic Association (NCAA) aufgerufen, mit jedweder Alkoholwerbung während Radio- und Fernsehsendungen über College-Sportsanlässe aufzuhören. 
(Quelle: Marin Institute News Digest)
See the Campaign for Alcohol-Free Sports TV
See full text of article
10.04.2004

 

15.04.04

Im Mai findet die 57.  Generalversammlung der WHO statt (Quelle: The Ottawa Citizen/fasae)
Resolutionstext
Zum ersten Mal in 20 Jahren steht das Thema Alkohol auf der Traktandenliste. Kanada und 4 andere Mitgliedsländer haben eine Resolution eingebracht, dass Alkoholwerbung mit einem Hinweis zum Gesundheitsrisiko versehen werden soll. 
10.04.2004 Das amerikanische Alcohol and Tobacco Tax and Trade Bureau (TTB) hat eine öffentliche Erklärung und vorübergehende Regeln herausgegeben. (Quelle: The Center for Science in the Public Interest, Washington, DC) Es geht um die Werbung und Etikettierung mit Angaben von Kalorien und Gehalt an Kohlehydraten in alkoholischen Getränken. TTB will vermeiden, dass die Alkoholindustrie mit dem tiefen Kohlehydrat-Anteil ihrer Getränke als Teil einer gesundheitsfördernden Diät oder einer Abmagerungskur wirbt, wie es in den letzten Monaten viele Brauer und Schnapsproduzenten getan haben.
TTB Press Release:    TTB Ruling 2004-1:     (Übersetzung auf Wunsch zustellbar)
10.04.2004 Die deutsche Staatssekretärin und Drogenbeauftragte besuchte die Schweiz

Marion Caspers-Merk, hat sich in Bern mit Bundesrat Pascal Couchepin zum Informationsaustausch zu gesundheits- und drogenpolitischen Themen, wie zum Beispiel Alkopops, Tabak- und Drogenkonsum, Gesundheitsförderung und grenzüberschreitende Gesundheitsversorgung getroffen. 

06.04.2004 Das Departement zur Kontrolle alkoholischer Getränke in Kalifornien startet im April, dem Alkohol-Bewusstsein-Monat, ein Programm, das helfen soll, die Jugend nüchterner zu machen und Alkoholhändler einzuschüchtern. Wenn bei jugendlichen (unter 21) Beteiligten eines Unfalles ein Zusammenhang mit Alkohol gefunden wird, werden staatliche Untersuchungsbeamte aktiv, die nachforschen, wo der Alkohol illegal an die Jugendlichen verkauft wurde. Erweist sich ein lizenziertes Geschäft als überführt, den Alkohol an Minderjährige verkauft zu haben, wird die Lizenz auf Zeit oder endgültig entzogen.
(Quelle: Marin Institur News Digest)
01.04.2004 Am 4. Juli, dem amerikan. Unabhängigkeitstag, wird an den städtischen Stränden von San Diego, Kalif., eine Menge Leute erwartet, die dem Alkohol frönen werden.
(Quelle: Marin Institute News Digest) 
Eine Gruppe von Einwohnern verlangt nun ein Alkoholverbot an diesen Stränden an diesem Tag. Sie erwarten Krawalle. Einige Gemeinden wehren sich aber dagegen. Letztes Jahr zählte die Polizei 289'000 Menschen. Sie nahm 14 Verhaftungen vor und verhängte 552 Bussen wegen Vergehen im Zusammenhang mit Alkohol. Es sei der strengste Tag im Jahr für sie.
Originalartikel
26.03.2004 In den USA steht der Frühlings-Kurzurlaub vor der Tür.

Original-Leserbrief, engl.

(Quelle: Marin Institute News Digest)

Rund 400'000 Jugendliche, vor allem Studenten, reisen zum traditionellen Spring Break nach Daytona Beach, Padre Island oder zu internationalen Destinationen in Mexico oder Jamaica, wo mit dem unkontrollierten Jugendschutzalter 18 Werbung gemacht wird. Wissenschafter berichten, dass männliche Jugendliche 18 und weibliche 10 Drinks pro Tag konsumieren. Mehr als die Hälfte der männlichen und 40% der weiblichen Besucher trinken jeweils bis zur Übelkeit oder Bewusstlosigkeit. Kriminelle und sexuelle Gewalt sind häufig. Colleges und Universitäten werden aufgefordert, die Werbung für diese Trips zu verbieten.
24.03.2004 In Frankreich will die Regierung den Alkoholkonsum massiv senken.

Pressemitteilung von A.N.P.A., der französischen Organisation für Alkoholprävention

Leserbrief unterwegs

Laut Tages-Anzeiger soll der Alkoholkonsum bis im Jahr 2008 um 20% reduziert werden. Auf Weinplakate kommen Warnungsaufdrucke, die zu mässigem Konsum raten (für Männer bis 3 Gläser täglich) und im Fernsehen werden Spots gesendet. Dies trotz potenter Alkohol-Lobby.
Kommentar: Im Gegensatz zur schweizerischen verdient diese bürgerliche Regierung in dem Fall Anerkennung. Sie wird aber kaum darum herumkommen, noch wirksamere Massnahmen zu ergreifen, wie sie es beim Tabak auch getan hat. Die volkswirtschaftlichen Schäden sollen sich laut KOPP-Studie vom Jahr 2000 auf 17,5 Mia.€ belaufen, nicht auf 10 Mia. €, wie im Artikel angegeben.
24.03.2004 Seit 1987 ist in den USA der Monat April "Alcohol Awareness Month", d.h. man soll sich während dieses Monats der Alkoholprobleme bewusst werden. Das Thema dieses Jahres heisst: "Teens and Alcohol Don’t Mix". Die Aktion wird vom National Council on Alcoholism and Drug Dependence, Inc. (NCADD) gesponsored. 
(Quelle: Marin Institute News Digest, 23.3.04)
19.03.2004 Das Marin Institute, USA ruft erneut auf, gegen eine Werbekampagne von Diageo zu protestieren. In TV-Werbesports bringt Diageo den St.Patricks-Tag in Verbindung mit Weihnachten und Guiness-Bier als Geschenk. Es richtet sich an junge Männer und verstösst gegen die eigenen Richtlinien von Diageo. Beschreibung und Mail-Formular
16.03.04 Bierreklame und Sport an Universitäten und Colleges in USA
(Quelle: Marin Institute News Digest)
Etwa 1400 Studenten sterben jährlich alkoholbedingt und 500'000 werden verletzt. Nun hat das Center for Science in the Public Interest eine Kampagne begonnen, in der 1200 Colleges und Universitäten aufgefordert werden, die sogenannte College-Verpflichtung zu unterschreiben, die bedeutet, an Sportanlässen Alkoholwerbung am Fernsehen zu unterbinden.
12.03.2004 Study: Alcohol Web sites attracting kids (Studie in den USA: Alkohol-Webseiten wirken auf Kinder anziehend) 9.3.2004 Die Studie beim Center on Alcohol Marketing and Youth at Georgetown University schätzte, dass Alkohol-Webseiten gegen 700'000 Besuche von Minderjährigen in der Zeit von Juli bis Dezember 03 erhielten. Siehe Forschungsergebnisse
11.03.2004

 

16.03.2004

Fusion der belgischen Brauerei Interbrew mit der brasilianischen AmBev.
(Quelle: Tages-Anzeiger)
Die 4. und 5. weltgrössten Brauereien werden den bisherigen Marktführer, die Amerikaner Anheuser-Busch, an der Spitze ablösen mit einer Jahresproduktion von 190 Mio. hl. In Deutschland ist Interbrew bereits Marktführer.
Eine mexikanische Brauerei hat Klage gegen die Fusion eingereicht. (Quelle: Tages-Anzeiger, 13.3.04)
03.03.2004 Die EU fordert auf, Projekte in Bezug auf öffentliche Gesundheit anzumelden
EU-Protokoll mit der EFTA
Aufforderung zur Einreichung von Vorschlägen
Eingeladen sind neben den EU-Mitgliedern und Kandidaten auch die EFTA-Staaten Island, Liechtenstein und Norwegen. Die Schweiz hat das Protokoll offenbar nicht unterzeichnet, das auch ihren Institutionen Zugang zu den finanziellen Hilfen im Rahmen des EU-Aktionsplanes öffentliche Gesundheit 2003-08 ermöglichen würde. 
01.03.2004 Die Deutsche Bundesregierung will eine Sondersteuer auf Alcopops einführen.
Pressemitteilung

Die Drogenbeauftragte der Bundesregierung, Marion Caspers-Merk, bestätigt die Meldungen zum Gesetzentwurf, nach denen die Bundesregierung eine Sonderabgabe von 83 Cent für 275 ml-Flaschen auf branntweinhaltige Alkopops erheben und die Mindestverkaufsmenge von 17 Zigaretten pro Schachtel festlegen will. "Jugendschutz hat Vorrang!"

01.03.2004 Zwei nationale Konsumentenorganisationen in den USA verlangten die Deklaration des Inhalts auf den Flaschen von Alkoholika

Vom Federal Alcohol and Tobacco Tax and Trade Bureau wurden in einer Petition Ende letzten Jahres mehr detaillierte Alkohol-Etiketten verlangt. Vor allem die Kalorienangaben interessierten im Zusammenhang mit dem Kampf gegen die Übergewichtigkeit. Zeitungsartikel engl.
(Quelle: Marin Institute News Digest)

25.02.2004 Warum gibt es auf den amerikanischen Universitäten so viel sexuelle Gewalt? (Quelle: Marin Institute News Digest) nach einer kürzlichen nationalen Untersuchung durch die 
Harvard School of Public Health wurden 4.7% der Frauen im Collegealter vergewaltigt. Von diesen Opfern waren höchst erstaunliche 72% während des Vorfalls betrunken.
Ganzer Artikel engl. 
24.02.2004 Hit-and Run- Schnaps-Werbung in den USA. Gegenwärtig läuft eine Kampagne gegen diese Art von Werbung, die an Jugendliche gerichtet ist, dies aber abstreitet.
Originalbericht mit Link-Maske zum Protestieren

(Quelle: Marin Institute News Digest)

Die Aktion begann im Okt. 03, als Einwohner von Syracuse, N.Y. eine formelle Beschwerde beim Distilled Spirits Council of the US (DISCUS) einreichte. Sie beschwerten sich über Plakate der "Sei vorsichtig"-Kampagne von Goldschlager (Diageo) die mit minderjährigen Models in lächerlichen Schutzbekleidungen angeblich vor dem unvorsichtigen Genuss des Schnapses warnten. Nachdem die Kampagne mehrere Monate auf verschiedenen Ebenen gelaufen war, wurden die Plakate zurückgezogen, weil man sich ja an die eigenen Regeln halten wolle. Hit-and Run = Zuschlagen und dann davonlaufen. billboards and phone kiosk ads for Goldschlager Cinnamon Schnapps  
23.02.2004 Der Alkoholkonsum Minderjähriger wird im Brennpunkt des Alkohol- Besinnungsmonats 2004 in den USA sein. 

(Quelle: Marin Institute News Digest)

 

Der Besinnungsmonat wird vom National Council on Alcoholism and Drug Dependence gesponsort, der sein 60-jähriges Bestehen feiert. 
"Save a Life -- End Underage Drinking" (Rette ein Leben - beende das Trinken von Minderjährigen) ist das Motto dieses Monats, der mit einem alkoholfreien Weekend am 2.4.04 beginnt. Während der Zeit werden Gruppen des NCADD im ganzen Land von Jugendlichen geplante und durchgeführte Anlässe sponsern, und Eltern und andere Erwachsene werden eingeladen, während 72 Stunden alkoholfrei zu leben, um zu zeigen, dass man sich auch ohne Alkohol gut amüsieren kann.
18.02.2004 Diageo, der grösste Schnapskonzern öffnet den Weg für Schnaps-Sponsoren. (Bericht in Advertising Age, January 26, 2004) (Bezahltes Abo benötigt) Die Whiskeymarke Crown Royal wird Hauptsponsor beim Motorsport Anlass "International Race of Champions". Das bringt Diageo ihrem Ziel näher, mit Bier auf dem Marketing-Spielfeld gleichzuziehen, das dieses noch beherrscht. Es ist das erste Mal, dass eine Schnaps-Marke zum Hauptsponsor eines Sportanlasses aufsteigt. 
18.02.2004 Artikel in der PIONEER PRESS am 9.2.04 über die Bedeutung des Alkohol-Problems in den USA Anlässlich einer Ausstellung im Staats-Capitol über die wachsende Drogengefahr der Methamphetamine schrieb Rubén Rosario, dass das Alkoholproblem so gross sei, dass dafür eine Dauerausstellung nötig wäre. Sie erwähnt einige Zahlen für die USA: 100'000 Tote pro Jahr, $185 Mia. Sozialkosten = $ 683 pro Kopf und Jahr. 22 Mio. Alkoholiker, davon 2 - 3 Mio., die Hilfe erhalten.
17.02.2004 Am 6.2.04 fand in Sante Fe, N.M ein Protestmarsch statt. Gefordert wurde das Selbstbestimmungsrecht für Gemeinden beim Alkoholverkauf, das heute beim einzelnen Staat liegt.  beteiligt waren mehrere hundert Einwohner der Gemeinden von Gallup, Zuni Pueblo und Navajo Nation. Sie möchten vor allem einen Verkaufstopp auf Getränken, wie angereichertem Wein und Malzschnaps, die auf Problemtrinker ausgerichtet seien. Die Indianer haben ein grosses Alkoholproblem, weshalb sie mehr Einfluss auf die Verkäufe haben wollen.
Zum Artkel von THE NEW MEXICO CHANNEL.COM
17.02.2004 Im März 2000 verabschiedete die Weltbank eine Aussage zu alkoholischen Getränken.
Seither hat sie keine Investments in die Alkoholproduktion mehr getätigt.
Sie hat auch ein Fact-Sheet herausgegeben, mit Vorschlägen, wie die alkoholbezogenen Schäden reduziert werden könnten. Sie liegt dabei erfreulicherweise voll auf der aktuellen Linie. Siehe dazu den Bericht im neuen "THE GLOBE". (Siehe Meldung vom 15.2.04)
15.02.2004 Alcopops - Der Renner bei Minderjährigen: Die deutsche Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (BZgA) hat Ende 2003 Repräsentativerhebungen zu "Bekanntheit, Kauf und Konsum von Alcopos" durchgeführt. Danach ist der Konsum dramatisch angestiegen, und im Vergleich zu 1998 werden viermal soviele Alcopops von der Gesamtbevölkerung gekauft, von Jugendlichen sogar noch mehr. Medienmitteilung der BZgA.  Artikel auf netdoktor.de zur Studie.
15.02.2004 Das Deutsche Bundesministerium für Gesundheit und Soziale Sicherheit hat einen Aktionsplan Drogen und Sucht herausgebracht. Kommentar: Der Aktionsplan erwähnt richtigerweise den Zusammenhang zwischen Gesamtkonsum und alkoholbedingten Schäden. Bei den Massnahmen wird aber immer noch auf die Gesundheitsförderung gesetzt, die bekanntermassen kaum zählbaren Erfolg bringt, den Konsum nicht senken kann. Dabei soll auch die Zusammenarbeit mit der Alkoholindustrie gepflegt werden, die kontraproduktiv ist.
15.02.2004

 

 

24.02.2004

Die beiden weltgrössten Brauereien Anheuser-Busch und SABMiller wurden auf 4 Mia. $ verklagt, weil sich ihre Werbung an Minderjährige richte. Ein Anwalt aus Seattle reichte die Klage am 3.2.04 in Los Angeles ein, weil dort ein entsprechendes Gesetz existiert und sowohl Einzelpersonen wie auch der Staatsanwalt bei Verletzung von Konsumentenschutz-Gesetzen klagen können. Er hatte bereits in 13 US-Staaten gegen Tabakfirmen geklagt.
Quelle: Marin Institute Newsletter
Bericht der AdAge.com siehe auch ausführlichen Artikel
15.02.2004 THE GLOBE Issue 4, 2003 ist erschienen und sehr empfehlenswert.

(Dort auch als pdf-Datei erhältlich)

- Die Weltbank äussert sich zu Alkohol.
- Steigender Pro-Kopf-Konsum und diesbezügliche Schäden: Vorschläge, wie
      der Herausforderung begegnet werden kann.  
- Korruptionsaffäre beim schwedischen Staatsmonopol
- Eine italienische Erfolgs-Geschichte
- Reklame und Preis-Effekte beim Trinken von Jugendlichen
- Die Kluft überbrücken (Europ. Alkohol-Politik Konferenz in Warschau) 
      Konferenzbeschreibung und Anmeldemöglichkeit
14.02.2004 Das Parlament von New Hampshire USA berät ein Gesetz, das Eltern verbietet, Alkoholparties mit fünf oder mehr Minderjährigen Gastrecht zu gewähren. Das Gesetz HB 464 benötigt noch die Unterschrift des Gouverneurs. Es schützt auch Eltern, die eine Party beenden wollen oder die die Polizei rufen, wenn sie feststellen, was im Gange ist. Das Gesetz ist weitgehend auf die Initiative von High School Studenten zurückzuführen. (Quelle: Marin Institute Newsletter) Bericht des Foster's Daily Democrat, Dover N.H.
14.02.2004 Eine fünfjährige Anstrengung, das Trinken von Jugendlichen zu reduzieren, ist eine Erfolgstory geworden.

(Quelle: Marin Institute Newsletter)

Die Connecticut Post (CT) vom 2.2.2004 berichtet über dieses Programm in Stratford USA. Eine staatliche Koalition nimmt es nun auf ihre Webseite auf. Der Anteil der Läden, die Alkohol an Minderjährige verkauften, ging von 60 - 70% auf 20% zurück.
Der Erfolg ist das Resultat der Zusammenarbeit einer gemischten Gruppe von Polizeibeamten, Jugendlichen, Gemeinde-Autoritäten sowie lokalen und Staats-Politikern, die den Verkauf von Alkohol an  Minderjährigen und dessen Konsum bekämpften.
14.02.2004 Der Generalstaatsanwalt von Michigan USA rekuriert an das Oberste Bundesgericht
(Bericht der The Detroit News vom 31.1.04) Quelle: Marin Institute Newsletter)
Mike Cox verlangt einen Entscheid, ob Michigan weiterhin den Direktversand von Alkoholika an Private verbieten darf. Es herrscht gegenwärtig einige Verwirrung durch verschiedene Gerichtsentscheide auf tieferer Stufe und unterschiedliche Gesetze in den Bundesstaaten. Der Direktversand unterläuft die Alterslimiten und die staatlichen Alkoholsteuern.
30.01.2004 In IOWA USA wird auf neue Art versucht, die Altersgrenzen beim Alkoholverkauf durchzusetzen. In IOWA möchte eine Gruppe die Parlamentarier veranlassen, ein Gesetz zu schaffen, das den Alkohol-Detailisten vorschreibt, die Bier-Fässchen zu numerieren und die Käufer für ihre Nummer unterschreiben zu lassen. Die erwachsenen Käufer sollen so die Verantwortung spüren, das Bier nicht an Jugendliche weiterzugeben. (Quelle: Marin Institute Newsletter)
Zeitungsbericht
29.01.2004 Die US-Regierung wird mit 150 Mio.$ eine grosse nationale Medienkampagne starten. die die Verbindung von Alkohol mit illegalen Drogen zeigt und sich an Jugendliche und Eltern richtet. Bereits 1998 wurde diese Verbindung angestrebt, doch wurde aus Geldmangel darauf verzichtet. Nachdem im September eine Studie der National Academy of Science gezeigt hatte, wie sehr die Eltern die Bedeutung des jugendlichen Trinkens im Zusammenhang mit dem Drogenkonsum unterschätzten, wird jetzt darauf zurückgekommen. die Alkoholindustrie ist gar nicht erfreut. (Quelle: Marin Institute Newsletter)
Zeitungsbericht auf Englisch
28.01.2004 Den Gewinn der Alkoholindustrie, die sozialen Kosten dem Steuerzahler

(Quelle: Marin Institute Newsletter)

In seinem Artikel im gestrigen San Francisco Chronicle schreibt R. Konrad Moore, dass Alkohol und Tabak hohe Sozialkosten verursachen. Während es in letzter Zeit gelang, einige der Kosten im Zusammenhang mit Tabak auf die Zigarettenfirmen abzuwälzen, hat es die Alkoholindustrie bisher verstanden, solchen Entschädigungszahlungen zu entgehen. Bei der heutigen Notwendigkeit, im öffentlichen Haushalt zu sparen, sei es an der Zeit, die Alkoholindustrie und deren Aktionäre ebenso haftbar zu machen. 
Originalbericht auf Englisch
27.01.2004 Bernalillo County (NM) USA führt Razzien durch wegen Alkoholverkäufen an Minderjährige Nebenverkaufsstellen, wie Tankstellenshops in der Albuquerque Gegend sollen während des Jahres das Ziel von Razzien der Deputy Sheriffs sein. Sie müssen mit Bussen bis 1000$ rechnen. Originalzeitungsbericht auf Englisch (Quelle: Marin Institute Newsletter)
24.01.2004 Eine neue Verordnung könnte von Rowdy-Bars verlangen, früher zu schliessen. Eine vorgeschlagene städtische Verordnung durch den City Kommissär von Portland könnte Portland zur ersten Stadt in Oregon (USA) machen, die die Kompetenz hat, Geschäften vorzuschreiben, wann und wie sie alkoholische Getränke verkaufen können. (Quelle: Marin Institute Newsletter)
Link zum Originalbericht
23.01.2004 Die amerikanische Stadt Mobile City (AL) hat Probleme mit ihrer Street Parade. Die Polizei von Mobile City (AL) schlägt vor, während der Street Parade "Mardi Gras" eine alkoholfreie Zone einzuführen und mit Bussen (116$) durchzusetzen. Auch sollen Büchsen und Flaschen, die sich als Wurfkörper eignen, während des Umzugs verboten werden. (Quelle: Marin Institute Newsletter)
(Lokaler Zeitungsbericht) (Englisch)
23.01.2004  Die EU hat eine grosse Übersicht über die Alkoholpolitik in den Mitgliedsländern und Norwegen herausgebracht. Die Überschrift lautet: Alcohol Policies in EU Member States and Norway. A Collection of Country Reports edited by Esa Österberg and Thomas Karlsson. 468 S., pdf (englisch)
Link zum Original
19.01.2004 Weniger Tote auf Frankreichs Strassen

(Quelle: Tages-Anzeiger vom 14.1.04)

 

Harte repressive Massnahmen haben in Frankreich zu mehr als 1500 weniger Toten auf den Strassen geführt. Z.B. Höchststrafen für Trunkenheit am Steuer von mehr als 100'000.- Franken, mehr Verkehrspolizei, Radarfallen. 
Kommentar: Werden bei uns ein bisschen strengere Vorschriften aufgestellt, wird sofort die Freiheit in Gefahr gesehen und auf das freiheitliche Beispiel Frankreichs verwiesen.
17.01.2004 Eine amerikanische Stadt wird nach 10 Jahren die Alkoholpatentgebühren erhöhen. Inver Grove Heights (MN) Rat plant, die bisher pauschalen Gebühren nach Umsatz abzustufen und zu erhöhen. Im Bericht der "Sun Newspaper" vom 15.1.04 spielt der Gesundheitsgedanke aber keine Rolle. (Amerikanisch) 
(Quelle: Marin Institute Newsletter)
17.01.2004 Kampagne für alkoholfreies Sportfernsehen in den USA.

Diese Kampagne ist ein Projekt des Zentrums für Wissenschaft im Interesse der Öffentlichkeit. 

Die CSPI schrieb allen Präsidenten und Sport-Direktoren in der National Collegiate Athletic Association (NCAA) und verlangte einen Zusatz zum College-Gelübde, die Reform der Alkoholreklame in den einzelnen Schulen, auf Konferenz-Ebene und innerhalb der NCAA zu unterstützen. Die Staatsuniversität von Ohio, Heim des College Football Landesmeisters von 2002 ist die erste Schule, welche die Verpflichtung unterschrieb. (Quelle: Marin Institute Newsletter/Join Together Direct, January 15, 2004) The Campaign for Alcohol-Free Sports TV 
09.01.2004 Regional Alcohol Action Plans für Südost-Asien und Asien Die Erstellung eines Alkohol Aktions Plans für Südost-Asien ist für das Treffen der Gesundheitsminister im September in New Delhi, Indien im Rahmen des SAERO (South East Asian Regional Office der WHO) traktandiert.

Die Teilnehmer der 20. Tagung der IFNGO (Intern. Federation of NGOs) in Colombo, Sri Lanka verlangten einstimmig von der WHO einen Alkohol Aktionsplan für Asien.
(Quelle: IOGT-International)

                  Internationales 2008      2008/1. Halbjahr    2007       2006     2005      2003       2002        2001

 

Inhaltsverzeichnis 

Entwicklungen der schweizerischen Alkoholpolitik der letzten Jahre anhand von Leserbriefen

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Dossiers: Suchtmittelwerbung; Alcopops; Absinth; WTO - GATS; Alkoholkonsum Jugendlicher; Alkohol und Verkehr /  Drink Driving; Wein (Alkohol) sei (mässig genossen) gesund; Sport und Alkohol; Strukturelle Prävention; NPA (Nationales Programm Alkohol); botellón

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Stand: 30.12.2008