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Veranstaltungen
(Diese Seite wird weiterentwickelt)

Bericht
1. Europäische Alkoholpolitik-Konferenz im Hinblick auf ein grösseres
Europa
Bridging the GAP / Den Graben überbrücken
16.-19. Juni 2004 Hotel Sofitel Victoria - Warschau -
Polen
Report
by EUROCARE, included in the new issue of "THE GLOBE"
No 1 & 2 - 2004
(engl.)
http://www.eurocare.org/content/search/(offset)/10?SearchText=Bridging+the+Gap
Bericht von H.T. Meyer:
Mit-Sponsoren: PARPA The State Agency for Prevention of
Alcohol-Related Problems
EPHA
The European Public Health Alliance
YFJ
The European Youth Forum
ECF
European Cultural Foundation
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Einleitung - Allgemeine Bemerkungen
Eurocare hat eine Konferenz organisiert,
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die, wie selten so erlebt, von ausgesprochen freundlichem Geist der
Teilnehmenden und Organisatoren geprägt war. (Ausnahme: Anfangs einige
eher unwirsche und hilflose Aussagen von Vertretern der Alkoholindustrie)
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die in einem ziemlich luxuriösen Rahmen erstklassige Bedingungen
für eine speditive Abwicklung bot
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die die Teilnehmenden mit köstlichen Genüssen der Hotelküche
verwöhnte, was beim Galadinner im festlichen Lichthof der Technischen Universität einen
wörtlich spektakulären Höhepunkt erreichte
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deren Informationen und Diskussionen sich hoffentlich in den
einzelnen Ländern im Rahmen von deren Alkoholpolitik niederschlagen werden. Der weltweite
Bedarf an wirksamen Präventions- und Rehabilitations-Massnahmen ist nach wie vor in allen
Ländern gewaltig, auch wenn langsam die Einsicht Platz greift, dass Alkohol keine normale Handelsware
ist. Wenn EU intern und in den GATS-Verhandlungen in dieser Hinsicht Fortschritte erzielt würden, hätte
dies auch auf andere Länder wie die Schweiz positive Auswirkungen.
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Diese Konferenz war der Beginn
des Projekts „Bridging the Gap“. Dieses hatte damit einen
ausgezeichneten Start. Während der Konferenz wurden 4
Arbeitsgruppen aus Vertretern der in Eurocare mitarbeitenden Länder
gebildet. Für die Schweiz arbeitet Matthias Meyer (für SFA) in der
Gruppe „Alcohol-Policy-Advocacy“ (etwa: Lobbying). Es sind auch
eine Summerschool der Arbeitsgruppe „Jugend und Alkohol“,
weitere Treffen von Forschern und denen, die mit den
Forschungsergebnissen arbeiten wollen, und anderes in Planung. Man
darf gespannt sein! |
Als Gegengewicht zu den naturgemäss eher theoretischen Referaten
wurden eine ganze Palette an künstlerischen oder didaktischen Elementen eingebaut:
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-Ein speziell aus England eingeflogenes Komikerpaar mit lebensgrossen Handpuppen mit aggressiven
Dialogen vom Balkon herunter sorgte in den Rollen eines Journalisten und eines Brauereidirektors für
intelligente, von britischem, satirischen Humor geprägte
Auflockerung; die Redezeit überziehende
Referenten wurden von ihnen erbarmungslos zum Abbrechen
aufgefordert: Rick Conte, Jasper King und Matt Rudkin (Texte und Regie) e-mail:
rickconte@hotmail.com.
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Als weitere künstlerische Beilage wirkte die
Cartoonistin Dagmara Pater, Berlin (www.dagmarapater.com), die laufend Plakate mit bissigen Illustrationen zum
Thema Alkohol kreierte und ausstellte.
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Ein weiblicher "Teufels
Advokat" war in der Person von Jo Revill, Gesundheits-Redaktorin beim
"Observer", England, eingeladen worden, deren Aufgabe es war, die
Referenten mit der Stimme des Volkes oder der Gegenseite herauszufordern. Daneben leitete sie am Ende
der Konferenz das Podiumsgespräch.
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Der grösste künstlerische
Beitrag war der Auftakt mit dem Multimedia-Theaterstück "Alcoholiens",
von einer polnischen Laientheatertruppe "Wybrzezak",
die das Stück speziell zu diesem Anlass auf Englisch umgeschrieben und eingeübt hat, und mit dem sie im
Herbst in den Highschools Polens auf Tourné gehen wird. Sprechtheater, Computeranimation und Comics waren
auf überzeugende Weise kombiniert und mit grosem, eigentlich professionellem Können, dargeboten
worden. Diese Gruppe ist im In- und Ausland mit ihrer Arbeit mit Kindern und Jugendlichen bekannt
geworden, die sie mit harten sozialen Problemen, wie Drogen, Alkoholmissbrauch, Sexualverhalten, sowie
Gewalt an Schulen und in Familien konfrontiert.
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| Teilnehmende: Statt
der erhofften 200 kamen 350 Fachleute aus 33 Ländern, wovon die
aussereuropäischen USA, Canada, Sri Lanka und Neuseeland. 120
TeilnehmerInnen stellte erfreulicherweise das Gastland Polen, das damit
die einmalige Gelegenheit nutzte, mit der Fachwelt Kontakt zu
bekommen.
Die Schweiz war mit 12 qualifizierten TeilnehmerInnen (davon 3 von
internationalen Organisationen: ILO, WHO und Blaukreuz International) gut
vertreten und stellte auch mehrere Referent(inn)en.
Die Alkoholindustrie war mit 8 Teilnehmenden innerhalb der belgischen
Delegation vertreten und hatte, nicht überraschend, einen schweren Stand.
www.alkoholpolitik.ch
Es bereitete dem Berichterstatter natürlich immer eine gewisse
Genugtuung, wenn er in Diskussionen darauf hinweisen konnte, dass diese
oder jene Information bereits auf unserer Webseite verfügbar wäre. So
wuchs das Interesse an der Webseite laufend, und es wurde auch mit Hilfe
eines speziell für diesen Anlass gestalteten Grossplakates noch
gefördert. Dieses Plakat wird in die Homepage aufgenommen. Später wird
es auch eine deutsche Fassung geben. Die Teilnehmenden mit E-Mail-Adresse werden den nächsten
Newsletter erhalten.
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Ergebnis aus
Schweizer Sicht Die Schweizer TeilnehmerInnen pflegten
kollegialen, lockeren Kontakt und benützten die Gelegenheit, die
gegenseitigen Aufgabenbereiche kennenzulernen, Erfahrungen und
Informationen auszutauschen, was für die zukünftige Arbeit nützlich
sein kann. Im Hinblick auf die praktische Verwertbarkeit und die
professionelle Darbietung war sicher die Darstellung der "Zahlen und
Fakten" der SFA (Schweizer Fachstelle für Alkohol- und andere
Drogenprobleme) durch den bisherigen Leiter von deren Dokuzentrum, ein
Highlight unter den Referaten.
Ergebnisse der Konferenz für die Schweiz sehe ich folgendermassen:
1. Es ist sehr wichtig, dass unsere nationalen Verantwortlichen in der
Politik und in den entsprechenden Bundesämtern auf solchen Konferenzen vertreten
sind und Informationen aus erster Hand erhalten.
2. Das BAG Bundesamt für Gesundheit sollte mit dem
Volkswirtschaftsdepartement bald Kontakt aufnehmen und Möglichkeiten der GATS
DOHA-Verhandlungs-Runde abklären. (Siehe Referat 01)
3. Es sollte vermehrt Alkoholprävention, die wirksam ist, basierend auf den
heute vorliegenden wissenschaftlichen Daten betrieben werden. Dies sollte der
Allgemeinheit und den PolitikerInnen erklärt werden.
4. Die Schweiz benötigt dringend eine umfassende Alkoholpolitik, die der
Volksgesundheit dient.
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Die Referate,
Arbeitsgruppen und Diskussionen:
Eurocare plant, die Referate ins Internet zu stellen. Hier werden dann einige der
Referate verlinkt und mit Bemerkungen versehen.
Die Referate sind alle auf Englisch gehalten worden.
01. Jim Grieshaber-Otto, Independent Trade Policy Consultant at Cedar Isle
Research, BC, Canada:
World Trade Organization and alcohol policy. ak
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Die Referate,
Arbeitsgruppen und Diskussionen:(Forts.)
02. Dr. Peter Anderson MD, PhD, MPH, International Consultant in
Public Health:
The Risk of Alcohol in Europe
03. Sally
Casswell, Prof. of Social and Health Research, Director
of the Centre for Social and Health Outcome Research and Evaluation (SHORE)
at Massey University, New Zealand, Chair of the Alcohol Policy Strategy
Advisory Committee WHO:
No Ordinary Commodity: Alcohol and Public Policy |
04.
Prof. Thomas F. Babor, Ph.D, M.P.H. Professor and
Chairman of Community Medicine and Health Care, University of Connecticut
School of Medicine, Farmington, CT, USA:
Communicating About Alcohol:
Educational and Regulatory Policies |
05.
Dr. Alain Rigaud, President of
ANPA, Expert on Alcohol and Drug problems for the French Minister of
Health, Lecturer at Universities:
The Loi Evin
EUROCARE
Report
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