| Datum |
Thema |
Kommentar |
| 27.12.2002 |
Nun wissen wirs endlich: Carlsberg,
„das Bier für Sieger“, ist Hauptsponsor für die
Ski-WM in St. Moritz 2003!
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Es ist bekannt, dass grosse Anlässe
heute Mühe bekunden, zahlungskräftige Sponsoren zu
finden. Trotzdem ist es höchst bedauerlich, dass es
wiederum unsere Droge Nr. 1 sein muss, für die mit
diesem Grossanlass geworben werden darf. Unsere
gesellschaftliche Wirklichkeit zeigt sich wieder im
besten drogenfreundlichen Licht und macht all die vielen
gutgemeinten präventiven Bemühungen unserer Jugend
gegenüber unglaubwürdig und damit erfolglos.
Unsere Projekt-Idee würde
dieses unwürdige, ja groteske Schauspiel unnötig
machen. Für solche Grossanlässe wie auch für
kantonale und lokale Sport- und Kulturveranstaltungen
und –Vereine stünden viele Millionen u.a. für
Werbezwecke zur Verfügung.
Sind Sie nicht auch der Meinung,
man sollte nun möglichst bald dieses Projekt
vorantreiben, auch wenn im Moment die Aussichten klein
scheinen, eine Akzeptanz bei den vermeintlich
wirtschaftsfreundlichen Politikern zu finden? Unsere
Wirtschaft würde das frei werdende Geld sehr gerne
aufnehmen. Auch wenn sie sich vordergründig erst
dagegen sträuben sollte.
Bitte melden Sie sich nun,
wenn Sie das Projekt gut finden. Es geht darum, eine
Meinungsmacht aufzubauen. Wir werden Ihren Namen nur mit
Ihrem Einverständnis für weitere Propaganda verwenden.
Senden Sie uns ein kurzes e-mail oder kopieren Sie den
Antworttalon auf der Seite Projekt-Ergänzungen für
eine ausführlichere Stellungnahme. Vollbringen Sie
damit Ihre erste gute Tat im neuen Jahr. Sie könnten
damit risiko- und fast kostenlos zum Glücksbringer für
sich und unser Volk werden.
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| 18.12.2002 |
Der Bundesrat
verabschiedete heute die Botschaft zum neuen Radio- und
Fernseh-Gesetz. Es enthält u.a. die neue Bestimmung,
dass die Privatfernsehsender Werbung für Wein und Bier
betreiben dürfen.
Nächstes Jahr geht es in die
Kommissionen der Räte
Hier
der Link zum neuen Gesetzestext, 211 Seiten.
Auf Seite 57/58 Art. 1.3.7.2.4: "Beschränkte
Zulassung für Alkoholwerbung"
Auf Seite 204, Anhang Abb. 4: "Die Werbe- und
Sponsoringordnung im Überblick" (Tabelle)
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Der Bundesrat
hat sich also doch von der vereinigten Alkohol- und
Werbe-Lobby weichklopfen lassen. Wie sagte doch ein früheres
Bundesratsgremium:
"Das Ziel aller
Werbung ist die Steigerung des Umsatzes. Würde dieses
Ziel nicht erreicht, würden nicht jährlich Milliarden
von Werbefranken ausgegeben." (Der
Bundesrat 1978 in seiner Botschaft zur Änderung des
Alkoholgesetzes) (Quelle: SDA/Tages-Anzeiger 27.6.02)
Es bleibt
wieder einmal die Hoffnung, dass die Räte bei der
Behandlung des Gesetzes korrigierend eingreifen. Für
einmal hat der Bundesrat gemerkt, dass er in der
Bundesverfassung verpflichtet ist, bei der Gesetzgebung
für Schnaps für konsumsenkende Massnahmen zu sorgen.
Dass Wein und Bier etwa 84% des Alkoholkonsums ausmachen
und damit auch für den grössten Teil der Schäden
verantwortlich sind, scheint ihn nicht zu kümmern.
Jemand schrieb kürzlich in der Presse, früher sei der
Bundesrat mutig vorangeschritten, heute verstecke er
sich hinter dem konservativen Parlament. Wie wahr!
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| .12.2002 |
Promillegrenze
im Strassenverkehr:
Die Behandlung der Änderungen im
Strassenverkehrsgesetz im Nationalrat ist aus Zeitgründen
auf später verschoben worden.
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Hoffen wir,
dass dies keine weitere Verzögerung beim Inkrafttreten
der neuen Promillegrenze bewirkt. |
| 27.11.2002 |
Alkopops - vom
Internet:
www.eav.ch
"26. November 2002
Stand der Vernehmlassung
Steuererhöhung im
Alkoholbereich
Am 21. Oktober 2002 hat die Eidgenössische
Alkoholverwaltung EAV interessierte Kreise informiert,
dass sie eine Vorlage zur Alkoholsteuererhöhung
vorbereitet. Gleichzeitig wurde eingeladen, sich dazu zu
äussern.
Die zahlreichen Rückmeldungen geben der EAV die Möglichkeit,
verschiedene Gesichtspunkte, die in diesem Ausmass bis
jetzt entgangen sind, besser einzubeziehen. Da es nicht
möglich ist, der ganzen Problematik in kurzer Zeit
gerecht zu werden, sieht die EAV im jetzigen Zeitpunkt
davon ab, die Vorlage weiterzuleiten. Zuerst werden die
Argumente, die zum Teil entgegengesetzte Interessen
verfolgen, analysiert und danach Lösungsansätze
vorbereitet. Diese werden wir anschliessend mit den
betroffenen Branchen besprechen.
Die Vorlage zur Erhebung einer Sondersteuer auf
Alcopops wird indessen weiterverfolgt und eine Botschaft
ans Parlament wird vorbereitet.
Auskunft:
Lucien Erard, Direktor der EAV, 031 309 13 65
Christoph Zurbrügg, stellvertretender Direktor EAV, 031
309 13 70"
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Da haben wir
die Bescherung! Die Lobby des Spirituosenverbandes hat
sich einmal mehr durchgesetzt. Das kommt davon, wenn man
auf dem Gebiet der Gesundheitspolitik die interessierten
Wirtschaftskreise mitbestimmen lässt. Sie sagen
letztlich, wieviel Gesundheit uns gut tut. Sie werden so
viele "wissenschaftliche Untersuchungen" aus
ihrer eigenen Küche vorlegen, dass die Bundesbehörden
über Jahre eingedeckt sind und ihnen Hören und Sehen
vergeht. Ihnen wäre dringend die Lektüre des neuen
"The Globe" über die internationale
Alkohol-Lobby zu empfehlen. Siehe Kapitel Internationales.
Der Tages-Anzeiger berichtet am
27.11.02 unter dem zynischen Titel "Teurere
Alkopops", die angesprochene Sondersteuer dürfte
nicht vor 2004 in Kraft treten. Damit sind mindestens
drei Jahrgänge Jugendlicher mit dem billigen Stoff
versorgt und auf den Geschmack gekommen. Wen (f)reuts?
Die Politiker, die hier neue Prioritäten
setzen und auch das Einhalten der Bundesverfassung überwachen
müssten, sind meist mit ihren internen Problemchen
beschäftigt. Da bleibt (zum Glück für sie) keine Zeit
für mutige Taten.
Art. 105 der Bundesverfassung:
"Die Gesetzgebung über
Herstellung, Einfuhr, Reinigung und Verkauf gebrannter
Wasser ist Sache des Bundes. Der Bund trägt
insbesondere den schädlichen Wirkungen des
Alkoholkonsums Rechnung."
Wir besitzen kein
Bundesverfassungsgericht, darum ist die
Bundesversammlung Aufsichtsorgan.
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| 26.11.2002 |
HIV/Aids
und Alkohol |
Am kommenden
1. Dezember ist Aids-Tag. Eine Gelegenheit, darauf
hinzuweisen, dass die Aidsverbreitung mit Alkohol recht
viel zu tun hat. (Was gerne verdrängt wird.) Bei Forschungsberichten
können Sie eine Zusammenfassung der Erkenntnisse
finden, sowie einen Link zum englischen Originaltext. |
| 25.11.2002 |
Aus der
Programmvorschau des Tages-Anzeigers für den 23.11.02
in RADIO - TIPPS: DRS 1, 8.30, Trend - Das
Wirtschaftsmagazin: "Sponsern die Sponsoren den
Sport zu Tode? Immer mehr Unternehmen investieren
ihre Sponsoring Budgets in Mega-Events und sogenannte
Trend-Sportarten - und vergessen dabei die
traditionellen Träger des Leistungs-Sports, die Verbände
und Vereine." |
Wir haben die
Sendung leider nicht gehört, aber es stellt sich doch
die Frage, wurde wohl auch darüber gesprochen, ob die
Sponsoren der Suchtmittel-Industrie unser Volk zu Tode
sponsern?
Die Alkoholreklame ist bald in allen Sportstadien unübersehbar,
sogar der Name von Sportstätten ist im Gespräch als
Reklameträger. Wahrscheinlich der Versuch, ein späteres
Werbeverbot zu umgehen.
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| 22.11.2002 |
Die sozialen
Unfallkosten sind neu berechnet worden. Eine
Untersuchung im Auftrag des Bundesamtes für
Raumentwicklung kommt neu auf mehr als 12 Mia.Fr.
(Quelle: SRG-Web/Tages-Anzeiger) |
Die
immateriellen Kosten wurden endlich den europäischen
Ansätzen entsprechend angepasst. Das bedeutet auch für
die vielen alkoholbedingten Unfälle eine grosse
Steigerung der Kosten.
Die Studie habe allerdings keine
direkten Konsequenzen. Auch wenn der öffentliche
Verkehr noch besser abschneidet als bisher. Umso mehr wäre
es an der Zeit, die alkoholbedingten Sozialkosten
endlich nach dem Verursacherprinzip durch Steuern wieder
hereinzuholen.
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| 14.11.2002 |
Die
Fernmeldekommission des Nationalrates lehnte es mit
12 : 10 Stimmen ab, in einer vorgezogenen
Teilrevision des Radio- und Fernsehgesetzes die
Werbevorschriften zu lockern und Alkoholwerbung in
privaten Fernsehsendern zu gestatten. (Quelle: AP/Tages-Anzeiger vom 13.11.02) |
Ein kleiner
aber wichtiger Teilsieg der Vernunft. Warum sollte denn
Alkoholwerbung bei Privatsendern eingeführt werden, wo
man weiss, dass gerade diese bei Jugendlichen beliebt
sind. Und dies in einer Zeit, in der der Alkoholkonsum
der Jugendlichen immer mehr zu grosser Besorgnis Anlass
gibt und die Gesellschaft mit ihrer Reaktion ständig
weit hintennach hinkt. Man weiss auch, dass Prävention
bei Jugendlichen nichts bringt, so lange die
gesellschaftliche Wirklichkeit völlig anders aussieht
als die Präventionsbotschaften. Nur weil einige ihr
Geschäft zu Lasten unserer Jugend und unseres Volkes
machen wollen? Hoffen wir auf den Nationalrat, dass er
seiner Kommission folgen wird!
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| 09.11.2002 |
Ein
alkoholisierter Fahrer mit gut 0,8 Promille fuhr am
23.7.01 trotz entzogenem Führerschein und laufender
Probezeit zum Biereinkauf. Nun ist er in einer
geschlossenen Klinik und wird isoliert verwahrt.
(SDA/Tages-Anzeiger, 8.11.02) |
25 Jahre lang
hat dieser 41-jährige notorische Blaufahrer immer
wieder gegen das Gesetz verstossen. Gefängnisstrafen
und Therapien nützten nichts. Über Personen- und
Sachschäden sagt der Bericht nichts aus. Aber nur schon
diese juristischen und therapeutischen Massnahmen während
25 Jahren haben uns ein Vermögen gekostet. |
| 09.11.2002 |
Die Fachstelle
"Alkohol am Steuer nie" befragte
Clubbesucherinnen und -Besucher im Kt. Zürich über
ihre Absicht, heimzufahren. 9 von 76 hatten viel Alkohol
oder Drogen konsumiert und wollten trotzdem selber
fahren. 3 waren stark alkoholisiert, 6 standen unter
massivem Drogeneinfluss. (SDA/Tages-Anzeiger,
6.11.02) |
Je tiefer die
Promillegrenze, desto einfacher ist es für den
Konsumenten, sein Verhalten anzupassen. Je klarer sein
Kopf noch ist, desto leichter fällt es, die richtige
Entscheidung zu treffen. |
| 09.11.2002 |
Zur Abstimmung
im Nationalrat über die 0,5 Promillegrenze im
Strassenverkehr:
Holländische Wissenschafter der
Universität Amsterdam fanden unter Laborbedingungen
heraus, dass schon 0,4 Promille Blutalkohol einen
negativen Effekt auf das Fehlerkontrollzentrum in unserm
Gehirn haben. Wenn Alkohol diese Struktur in unserm
Gehirn beeinträchtigt, habe das bestimmt negative
Konsequenzen auf unsere Fahrkünste. (Quelle: Science, online,
7.11.02/Tages-Anzeiger, 8.11.02)
|
Ein weiteres
Glied in der Beweiskette.
"Science" ist eines der zwei
renommiertesten Wissenschaftblätter, bei dem sehr genau
nachgeprüft wird, bevor eine Arbeit veröffentlicht
wird.
Das wird die Ewiggestrigen nicht
hindern, weiter mit dem Leben Unschuldiger zu spielen.
Sie entscheiden bekanntlich nach politischen Grundsätzen,
d.h. bei ihnen entsprechend wirtschaftlicher
Verflechtung, sprich "Filz" und gegen des
Volkes Interesse. Das ist auch eine Form von Korruption.
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| 07.11.2002 |
Die Schweizer
Spirituosenhändler wehren sich gegen angekündigte
Steuererhöhung auf Alcopops. Laut Agentur AP sollen
sie mitgeteilt haben, mit höhern Steuern würden weder
der Alkoholkonsum verringert noch die Volksgesundheit
verbessert. Von einer nennenswerten Konsumsteigerung könne
keine Rede sein. |
Jede der drei
hier zitierten Aussagen ist nachweislich falsch und
wider besseres Wissen verkündet. Wenn die Spirituosenhändler
sich nur auf ihre eigenen "wissenschaftlichen"
Befunde abstützen, wundert es einen ja nicht.
Wer nach dieser Verlautbarung immer noch meint, mit der
Alkoholindustrie sei eine Zusammenarbeit im Präventions-Sektor
möglich, macht sich wohl doch falsche Hoffnungen. Wir
meinen, eine gewisse minime Glaubwürdigkeit sollte ein
Partner doch aufweisen. |
| 31.10.2002 |
Soll Tabak-
und Alkoholwerbung verboten werden? Nach einer
Umfrage, die in COOPZeitung Nr.44 vom 30.10.02 veröffentlicht
wurde, sollen 52% der Bevölkerung für und 35 % gegen
ein solches Verbot sein. |
Leider wissen
wir aus Erfahrung, dass die StimmbürgerInnen bei einer
Abstimmung der geballten Kraft der Gegnerlobby eines
Verbotes nicht gewachsen wären. Immerhin ist es
erfreulich, dass das Grundwissen vorhanden wäre. Jetzt
noch ein weiteres Werbefenster beim Privat-Fernsehen zu
öffnen erscheint doch sehr widersinnig. |
| 30.10.2002 |
Etwa ein
Dutzend der international bedeutendsten Forscher auf dem
Gebiet der Alkoholprobleme bestritten am 28./29. Okt. 02
auf der Jubiläumstagung der SFA in Bern ein
Symposium mit ca 100 Teilnehmern. |
Im gediegenen
Rahmen des Berner Kursaals, mit selten klarem Ausblick
auf die Alpenkette, feierte die SFA ihren 100.
Geburtstag, indem sie einer Anzahl Wissenschaftlern
Gelegenheit bot, ihre Forschungsarbeiten vorzustellen.
Leider verpassten die Schweizer Präventionsfachleute
und Politiker mit wenigen Ausnahmen diese erstklassige
Gelegenheit, ihr Grundlagenwissen auf den neuesten Stand
zu bringen. Wir werden ein paar generelle Gedanken
formulieren, einige der wichtigsten Referate aufarbeiten
und baldmöglichst hier
mit einem Link vorstellen. |
| 23.10.2002 |
Die Verkehrskommission des
Nationalrates schlägt dem Rat vor, in der Wintersession
die Promillegrenze im Strassenverkehr auf 0,5 zu senken.
Sie folgt damit dem Ständerat. |
Erfreulich ist
nicht nur der Beschluss sondern auch das deutliche
Stimmenverhältnis von 13 zu 3 Stimmen bei 3
Enthaltungen. Dies lässt doch hoffen, dass der
Nationalrat seiner Verkehrskommission folgen wird. Doch
die Lobbyisten werden nun erst recht antreten. Wir
werden dem Parlament vor der Abstimmung ebenfalls noch
eine letzte Botschaft senden. (Siehe gelegentlich unter
"Briefe an...") |
| 23.10.2002 |
Die Eidg. Alkoholverwaltung klärt ab, ob eine Sondersteuer
auf Alcopops von den Interessenverbänden akzeptiert
resp. befürtwortet würde.
Die EAV schlägt vor, auf Alcopops eine zusätzliche
Steuer von Fr. 1.00 je Vol-Prozent gerechnet auf den
Liter des jeweiligen Getränkes zu erheben.
|
Dies
ergäbe einen Aufschlag von rund Fr. 1.65 je 3dl Flasche
bei 5,6 Vol-%. Man darf gespannt sein, wie die
Alkoholindustrie auf diesen Vorschlag reagiert.
Bei der langwierigen Dauer des
Gesetzgebungweges fragt sich, ob es nicht besser wäre,
eine Möglichkeit zu finden, die Alcopops möglichst
schnell zu verbieten: wegen des hohen
gesundheitlichen Risikos, das von diesen Getränken
ausgeht.
|
| 19.10.2002 |
Der Verbrauch alkoholischer
Mischgetränke hat sich innert Jahresfrist verzwanzigfacht. |
Die soeben erschienene
Statistik der Eidg. Alkoholverwaltung überrascht nicht.
Die Alkoholindustrie ist auf dem besten Weg, unsere
Jugend mit trendigen süssen Alkoholikas zu überschwemmen.
Der Gesetzgeber ist wie üblich überrascht und schaut
zu. Die vorhandenen Jugendschutzbestimmungen müssten
viel schärfer gehandhabt und Verstösse präventiv härter
bestraft werden. (Quelle: SFA-Information
Oktober 2002) |
| 24.09.2002 |
Die 0,5 Promillegrenze
im Ständerat angenommen! |
Sehr erfreulich. Nun kommt
das Hoffen auf den Nationalrat. Mögen die
Spiegelfechtereien der Gegner mit den Statistiken auch
im NR nicht verfangen und der Wille obsiegen, endlich
ein Zeichen zu setzen und Verantwortung zu übernehmen. Hier
der Link auf das Ratsprotokoll der Verhandlung im Ständerat. |
| 16.09.2002 |
Krankenkassenprämien
Im Welschland arbeitet eine
Konferenz an der Schaffung einer Einheitskrankenkasse. (Quelle: z.B. Sendung "Espresso",
Radio DRS1 am 16.9.02)
|
Haben sich die Initianten
vielleicht auch überlegt, ob die höheren
Gesundheitskosten nicht vom anderen Lebensstil, d.h. vom
statistisch ausgewiesenen höheren Alkoholkonsum in
ihrer Region herrühren könnte? Mit einer
schweizerischen Einheitskrankenkasse würde auch dieses
Risiko freundeidgenössisch solidarisch verteilt. Ob das
für alle logisch erscheint? Sind die Initianten deshalb
von der zuerst ins Auge gefassten rein welschen Lösung
abgekommen? |
| 14.09.2002 |
Spacebar, ein Spiel, das ernst
genommen wird.
|
"Die Bekämpfung der
Alkoholprobleme gelingt nur, wenn die Gesellschaft ihre
Mitverantwortung akzeptiert. Gegenwärtig verläuft
aber der Trend entgegengesetzt. Dies ist ein zentraler
Punkt bei der Bewältigung der Alkoholprobleme: Der
Einzelne ist mitverantwortlich, dass die Gesellschaft
als Kollektiv verantwortlich handelt. Solche
Erkenntnisse bewegten das Bundesamt für Gesundheit
(BAG), im Rahmen des Alkohol-Programms "Alles im
Griff" ein Internet-Präventionsspiel zum
Herunterladen zu gestalten. Dass ein vernünftiger
Umgang mit Alkohol keine trockene Angelegenheit sein
muss, wird klar."
(Bruno Di Gaetano in "communica"
2/2002 Juni, Informationsmagazin der Eidg.
Alkoholverwaltung)
Das sind deutliche Worte.
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| 12.09.2002 |
Herbstsession: National-
und Ständerat 16.9.- 4.10.02 |
Herbstsession der Eidg. Räte
Der Ständerat behandelt am 24.9.02 die Blutalkoholwerte
im Strassenverkehr. Die Verkehrskommission des SR
beantragt 0,5 Promille!
|
| 10.09.2002 |
Alkohol im Strassenverkehr |
Im
Programm der Herbstsession von National- und Ständerat
(16.9. - 4.10.02) erscheint die Änderung des
Strassenverkehrsgesetzes im NR am Di., 17.9.02 und im SR
am Mo., 23.9.02. Der SR berät separat dazu am Di.,
24.9.02 die Blutalkoholwerte im Strassenverkehr.
Siehe
dazu den Artikel in "Standpunkte" der SFA hier
|
| 05.09.2002 |
"Voneinander
Lernen II" Forschung, Praxis und Politik im
Suchtbereich, Tagung an der ETH Zürich, 2. - 4.9.02,
Organisation: Bundesamt für Gesundheit |
Als
Besucher des dritten Tages, der der Primär- und der
Sekundärprävention gewidmet war, musste ein
Aussenstehender einen eher zwiespältigen Eindruck
gewinnen. Die Suchtprävention in der Schweiz entfernt
sich immer mehr von der ursprünglichen
Aufgabenstellung, den Konsum der legalen Suchtmittel
einzudämmen. Geholfen wird damit weder unserer
Gesellschaft noch den einzelnen Betroffenen, sondern
einzig der Suchtmittelindustrie.
Einen
ausführlicheren Bericht
finden sie hier.
|
| 03.09.2002 |
Alkohol
im Strassenverkehr
Bundesrat M. Leuenberger legte
ein Massnahmenpaket vor, mit dem die Zahl Unfallopfer
halbiert werden könnte. (Vision Zero)
|
Hoffentlich
verleitet diese Ankündigung das Parlament nicht dazu,
die 0,5 Promillegrenze auf die Behandlung dieses
Programms zu verschieben.
Medienmitteilung
des
Eidgenössischen Departementes für Umwelt, Verkehr,
Energie, Kommunikation (UVEK).
|
| 28.08.2002 |
Änderungen in der Lebensmittelverordnung
am 1.5.02 in Kraft gesetzt
|
In dieser Verordnung
wurden die Bestimmungen über Alcopops und den
Jugendschutz angepasst. Die SFA hat neue Plakate für
das Ladenpersonal und eine Broschüre für Eltern
herausgegeben, die in bestimmten Mengen gratis bezogen
werden können.
Hier
Link zu einem Plakatbeispiel für Verkaufsstellen.
Der Kanton ist für den Vollzug
verantwortlich. Wer Verstösse gegen diese Bestimmungen
feststellt, kann eine Anzeige erstatten.
|
| 27.08.2002 |
Alkohol im Strassenverkehr
Gemäss einer in der COOPZEITUNG Nr. 35 vom 28.8.02
veröffentlichten repräsentativen Meinungsumfrage befürworten
79% der Schweizer Bevölkerung die 0,5-Promille-Grenze.
|
Die Gegner argumentierten bisher im
Parlament, es sei ein politischer Entscheid, die 0,8
Promille beizubehalten. Nach Dudens Herkunftswörterbuch
bedeutet "politisch" u.a. "den Bürger,
die Bürgerschaft betreffend". Können diese
Alkohol-Lobbyisten wirklich eine solche Mehrheit
ignorieren? |
| 21.08.2002 |
Alkohol im Strassenverkehr
Die Verkehrskommission des Ständerates empfiehlt mit
klarer Mehrheit, die Promillegrenze von 0,8 auf 0,5 zu
senken. Sie folgt damit dem Antrag des Bundesrates.
|
Wieder einmal ein Schrittchen in die
richtige Richtung. |
| 12.07.2002 |
Die kantonale FDP hat
Nationalrätin Trix Heberlein zu ihrer Ständeratskandidatin
für die Wahlen vom Herbst 2003 erkoren. |
Im Vorfeld der letzten Wahlen erhielt sie
vom Beobachter mit 18 Punkten die Note sehr gut. In
einer Untersuchung, die im TA-Magazin veröffentlicht
wurde, war sie im Mittelfeld der Rechtsliberalen
platziert.
Unrühmliche Bekanntheit erlangte sie als Wortführerin
der Gegner der Zwillingsintitiativen in der
SF-DRS1-TV-Arena. Pro-Vertreter war ihr Parteikollege
Prof. Dr. Gutzwiller, die Leitung hatte Anton Schaller.
Ob sie wohl heute immer noch die gleichen unwahren
Behauptungen vertritt wie damals, als sie mithalf, diese
Suchtmittelwerbungs-Einschränkungen zu bekämpfen? Sie
hat damit verunmöglicht, dass die Prävention an Glaubwürdigkeit
gewinnen konnte. Das Resultat ist nicht zuletzt deshalb
ein starkes Anwachsen der Zahl der jugendlichen Tabak-
und Alkoholkonsumenten und der Intensität des Konsums.
(Siehe auch Homepage)
|
| 08.07.2002 |
Wirtschaft und Ethik
Das Lassalle-Institut in Edlibach ZG gibt eine
Ethik-Bilanz der Schweizer Wirtschaft heraus.
Tages-Anzeiger Tribüne vom 8.7.02:
"Nun reden Manger wieder von Ethik"
Die Gruppe der Raiffeisen-Kassen errichtete anlässlich
ihres 100-jährigen Bestehens Mitte Juni eine Stiftung,
die mit 5 Mio. Franken Kapital ethisches Handeln fördern
soll.
|
Immer wenn Skandale die Öffentlichkeit
aufwühlen, erinnern sich die Wirtschaftsspitzen wieder
an ethische Ansprüche, um vom Imageverlust wegzukommen.
Ein neues Müsterchen, wie wenig Ethik bei der Anlage
von Geldern eine Rolle spielt, konnte in der
Sonntagszeitung vom 7.7.02 gelesen werden, wo die ZKB, Zürcher
Kantonalbank, die Aktien der Internat. Getränkefirma
Diageo zum Kauf empfiehlt, die mit Alkopops auch in der
Schweiz gegenwärtig das grosse Geschäft macht und
unsere Jugend zum Alkoholkonsum verführt.
|
29.06.2002
23.07.2002 |
Regierungsrätin Diener will
im Kanton Zürich, gestützt auf den unten erwähnten
Bundesgerichtsentscheid, die Tabakwerbung verbieten.
(Wahrscheinlich auf öffentlichem Grund wie in Genf) Sie
bezieht sich auf ein Postulat im Kantonsrat vom letzten
Herbst, das die Regierung aufforderte, Massnahmen zur
Eindämmung der Tabakreklame zu prüfen. Der
Regierungsrat müsste dafür an den Kantonsrat gelangen.
Der kantonale Präventionsbeauftragte Roland Stähli
stellte eine neue Broschüre vor: "Wenn Jugendliche
rauchen, kiffen oder trinken: Was Sie als Eltern,
Lehrpersonen, Verkaufs- und Servicepersonal tun können".
Neu ist, dass Ratschläge für das Verkaufspersonal
enthalten sind, d.h. es geht um die Erhältlichkeit des
Stoffs. Dazu wollen die Suchtpräventionsstellen Testkäufe
mit Jugendlichen unter 16 Jahren durchführen. Die
Broschüre ist unter Tel. 01 634 46 29 erhältlich.
|
Endliche einmal eine positive Meldung aus
der Regierungsetage! Die Politik meldet sich in der
Suchtmittelfrage nach langer Absenz zurück. Hoffen wir,
dass sie mit ihrem Vorhaben Erfolg hat und andere
Kantone folgen. Vielleicht hat sie dann den Mut, die
gleiche Werbeeinschränkung auch für Alkoholika
durchzubringen.
Roland Stähli scheint nun doch seiner angedeuteten
Sinneswandlung zu folgen und nach 10 langen Jahren von
rein aufklärender Prävention, die wenig bringt, auch
die strukturelle Prävention zu versuchen. (Siehe Zitat
in der Zitatensammlung. Hoffen wir, dass es nicht bei diesem bescheidenen Ansatz
bleibt. Testkäufe sind ja schon vor Jahren von privaten
NGOs durchgeführt worden. Vielleicht haben sie nun
einen kurzfristigen präventiven Effekt. Um
realistischere Resultate zum Vergleichen mit früher zu
erhalten, müssten die Testkäufe jedoch ohne
Vorwarnung erfolgen.
Zur Broschüre: Im Kapitel "Alkohol:
Das müssen Sie wissen." werden
erfreulicherweise auch "Forderungen an die
Politik" formuliert. Sie beschränken sich
allerdings darauf, zur Einhaltung der bestehenden, ungenügenden
gesetzlichen Bestimmungen aufzurufen. Als Fachleute auf
diesem Gebiet müssten sie aber auf die fehlenden
Gesetze hinweisen, die nötig sind, um wirkliche
Verbesserungen zu erreichen. Wer soll es denn sonst tun?
In der Spalte "Was tun?" wird den
Eltern der Rat erteilt, die unter 16-Jährigen bei
ausgewählten Anlässen behutsam und in kontrolliertem
Rahmen Alkohol probieren zu lassen. Wenn das einmalig
geschieht, um ihnen den sauren oder bitteren Geschmack
von Wein und Bier zu demonstrieren, die sie ablehnen
werden, kann dem noch zugestimmt werden; bezweckt man
damit aber mehrmals, sie an den ungewohnten Geschmack zu
gewöhnen, ist dieser Rat abzulehnen. Je weiter der
Erstgenuss hinausgeschoben werden kann, desto weniger
werden sie sich den risikoreichen Konsum angewöhnen.
Probierenlassen mit Alkopops ist total abzulehnen.
Diese Broschüre erfüllt damit im Bereich Alkohol
die Erwartungen nicht. Die Herausgeber dienen damit in
erster Linie sich selber (Job-Erhalt) aber nicht dem
Volk oder dem Staat. Die Alkohol- und Werbebranche
werden zufrieden sein.
|
| 29.06.2002 |
Der Kanton Genf verbietet die
Reklame für Tabak und über 15-prozentige Alkoholika
auf öffentlichem Gund, sowie auf privatem Grund, wenn
dieser öffentlich einsehbar ist. 18 Unternehmen aus der
Werbe-, Tabak- und Alkoholbranche hatten dagegen
staatsrechtliche Beschwerde beim Bundesgericht
eingereicht. Dieses kommt zum Schluss, dass das
kantonale Werbeverbot mit Bundesrecht vereinbar sei. Die
beschwerdeführenden Firmen hatten u.a. einen Zusammenhang
zwischen Werbung und Konsum bestritten. Das
Werbeverbot sei deshalb ein unverhältnismässiges
Mittel, um den damit angestrebten Schutz der Gesundheit
der Bevölkerung zu erreichen.
Das Bundesgericht hielt dem eine Aussage des
Bundesrates entgegen, die er 1978 in seiner Botschaft
zur Änderung des Alkoholgesetzes gemacht hatte: "Das
Ziel aller Werbung ist die Steigerung des Umsatzes.
Würde dieses Ziel nicht erreicht, würden nicht jährlich
Milliarden von Werbefranken ausgegeben".
(Bundesgericht, Urteil 2P.207/2000 vom
28.3.02)
|
Dem Bundesgericht sei Lob und Dank für
diese klaren Worte! Ob sich der Bundesrat heute
dieser Aussage wohl auch bewusst ist, wenn das Radio-
und Fernsehgesetz revidiert wird?
Ob es die Mehrheit der National- und Ständeräte
versteht, muss bezweifelt werden. Erst kürzlich haben
sie beim Strassenverkehrsgesetz in der Promillefrage
einen "politischen Entscheid" gefällt.
Wahrscheinlich heisst das gegen Treu und Glauben und für
die Alkohollobby.
Ob es die vielen Neinsager bei den Volksabstimmungen
zur Guttempler Suchtreklame-Initiative und zu den
Zwillingsinitiativen langsam merken, wem sie damals auf
den Leim gekrochen sind? Man müsste eigentlich eine
Sammelklage gegen alle jene PolitikerInnen und
Wirtschaftsleute anstrengen, die damals wie heute das
Volk für dumm verkaufen und dem Land damit immensen
Schaden zufügen.
Warum wohl beschränkt der Kanton Genf die
Werbeeinschränkung auf Alkoholika über 15%? Er schützt
den Wein, leider aber auch die jugendfreundlichen
Alkopops und Designerdrinks. Es mag sein, dass diese bei
der Plakatwerbung in Genf keine Rolle spielen. |
| 3.06.2002 |
 |
2002
Nur Irland, Grossbritannien, Luxemburg,
Liechtenstein und Italien kennen neben der Schweiz noch
die 0,8-Promillegrenze. Italien wechselt per 1.1.03 auf
0,5 Promille. (SFA-Information Mai/Juni
2002) |
| 30.05.2002/
26.06.2002
|
Wirkung
der Alkoholreklame auf Jugendliche
Revision
des Radio- und Fernsehgesetzes (RTVG)
|
Im
Hinblick auf die Revision des Radio- und Fernsehgesetzes
könnte diese Schrift aus Irland interessant sein:
"The
Impact of Alcohol Advertising on Teenagers in
Irland". C. Duing & Dr. A. Hope; Health
Promotion Unit, Department of Health & Children,
Dublin; 2001
Die
SFA (Schweiz. Fachstelle für Alkohol- und andere
Drogen) in Lausanne hat eine Resolution
verfasst, die man per Internet unterstützen kann.
|
| 22.05.02 |
Alkohol
im Strassenverkehr |
Der
Bundesrat veröffentlichte seine Botschaft zur
Promillegrenze. Er schlägt dem Parlament die Senkung
von 0,8 auf 0,5 Promille vor mit abgestuften
Strafbestimmungen. Sie soll auf 1.1.2004 zusammen mit
der verdachtfreien Atemluftkontrolle in Kraft treten.
Link zur Botschaft hier anklicken.
Einen
ausführlichen Artikel dazu im Tages-Anzeiger,
hier mit Link zu lesen.
Natürlich
bleibt abzuwarten, ob das Parlament den starken Widerständen
aus Kreisen der SVP, des Gastgewerbes und der
Alkoholproduzenten standhält. Die Wartezeit ist auch so
noch lang genug bis 2004.
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24.04.02 /
27.05.02 |
Der
Tages-Anzeiger
titelt gross: „Marionette
der Tabakindustrie?“
Jean-Martin Büttner
berichtet, wie der Umweltmediziner Ragnar Rylander
Professor an der Uni Genf zwei Vertreter von
Antiraucher-Organisationen vor einem Genfer
Polizeigericht angeklagt hat, weil sie ihn vor einem
Jahr bezichtigt haben, im Dienste seines heimlichen
Arbeitgebers Philip Morris zu stehen und dabei schweren
wissenschaftlichen Betrug begangen zu haben. Der
Umweltmediziner, inzwischen nach Schweden zurückgekehrt,
fühlt sich in seiner Ehre verletzt.
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Dieser
Prozess, dessen Urteil noch aussteht, passt gut zu
unseren Beiträgen über die gekauften
Wissenschaftler der Alkoholindustrie. Wahrscheinlich
hat sich noch keiner, der der Zusammenarbeit mit der
Alkoholindustrie bezichtigten Wissenschafter, vor
Gericht gewehrt, weil deren Tätigkeit für Eingeweihte
derart offensichtlich, für das breite Publikum und die
Medienvertreter aber nicht bekannt ist und die nicht
noch darauf aufmerksam gemacht werden sollen. Auch haben
bisher keine Gerichte Firmen der Alkoholindustrie
gezwungen, ihre internen Akten offenzulegen, wie es bei
Philip Morris der Fall war.
Das
Urteil des Polizeigerichts in erster Instanz fiel
zu Ungunsten der Kläger aus. Obwohl die Fakten nicht
bestritten wurden, erachteten es die Richter als eine übertriebene
Aktion der Kläger. Diese werden das Urteil weiter
ziehen.
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| 21.04.2002 |
Die Fachstellenkonferenz im
Kt. Zürich für Alkohol- und andere Suchtprobleme (FSKZ)
will sich neu ein Vereinsstatut geben und sich auf das
Thema Alkohol und die Bereiche Beratung, Behandlung und
Früherfassung beschränken.
(FSKZ-Rundbrief vom 10.4.02)
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Die FSKZ arbeitete bisher mit
Arbeitsgruppen, darunter waren auch die Gruppen Prävention
und Alkoholpolitik. Diese sollen nun ausgeschlossen
werden. Das ist eine logische Folge der
Strukturbereinigung, die der Kanton seit Jahren
betreibt. Damit verschafft sich der Kanton praktisch das
Monopol bei der Alkoholpolitik, die allein in der Lage wäre,
die Alkoholschäden merklich zu reduzieren. Es bleibt
abzuwarten, ob er seiner Verantwortung gerecht wird und
z.B. den Nationalen Alkohol-Aktions-Plan in absehbarer
Zeit wirksam umsetzt.
Es bleibt auch zu hoffen, dass die Fachleute der
Beratungsstellen sich trotzdem z.B. im Rahmen ihrer
Berufsorganisation für die Primärprävention und eine
erfolgversprechende Alkoholpolitik einsetzen und sich
auch wissenschaftlich bei neutralen Quellen auf dem
laufenden halten.
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| 19.04.2002 |
Die Kluft zwischen Wissen
und Handeln.
Jacqueline Frick von der ETH Zürich und Florian
Kaiser von der Technischen Universität Eindhoven haben
2500 Testpersonen 60 Wissens- und 50 Handlungsfragen zu
den Themen Mobilität, Recycling, Energiesparen und
Konsum gestellt. Ergebnis: Abstraktes Wissen über ökologische
Themen genügt nicht, um Handlungsweisen zu ändern.
Bereit dazu ist eher, wer zusätzlich darüber
informiert ist, wie sich z.B. der Treibhauseffekt
reduzieren lässt. Das Verhalten kann zudem beeinflusst
werden, wenn Lehrer aufzeigen, welche Massnahmen die grösste
Wirkung haben.
(ml, Tages-Anzeiger, 19.4.02)
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Dieses Fazit deckt sich ziemlich mit der
auf der Homepage zitierten Feststellung aus der
WHO-Broschüre. Nur sind beim Alkoholkonsum die
wirtschaftlichen Hindernisse und politischen Hürden
noch höher.
Die Projekt-Idee würde eine solch zusätzliche
Motivationsverstärkung zur Verhaltensänderung bieten.
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| 10.04.2002/
08.06.2002
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Alkoholwerbung im
Privatfernsehen. Zur Revision des Radio- und
Fernsehgesetzes |
Aus der April-Pressemitteilung der SFA,
Schweiz. Fachstelle für Alkohol- und andere
Drogenprobleme: " ..genügend wissenschaftliche
Belege dafür, dass Alkoholwerbung nicht nur Markentreue
herstellt, sondern Konsumverhalten prägt. ... Dies gilt
besonders für Kinder und Jugendliche....Werbeverbote
für Alkohol und Tabak in Radio und TV sind deshalb
nach Auffassung der SFA ein nichtverhandelbares Gebot
des Jugend- und Gesundheitsschutzes.
Hier finden Sie eine Aufstellung über die bisherigen
Etappen bei der Revision des Radio und Fernsehgesetzes.
(Siehe
auch "Internationales" vom 28.5.02: Techn.
Konsultation WHO)
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| 10.04.2002 |
Postulat von Nancy Bolleter
im Zürcher Kantonsrat (8.4.02)
Bekämpfung und Behandlung des Alkoholismus
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Gemäss Zeitungsbericht und NZZ-Protokoll
war der Rat des Lobes voll über die gute Arbeit, die im
Kanton Zürich bei Bekämpfung und Behandlung des
Alkoholismus geleistet wird. Keine Rede davon, dass die
Prävention nicht genügt, wenn der Jugendalkoholismus
zunimmt, oder dass wirksame Präventionsmassnahmen
fehlen, weil sich die Politik darum drückt. Kein Wort
zur anstehenden Revision des Radio- und Fernsehgesetzes
mit angestrebter Einführung der Alkohol-TV-Werbung! Welche
Augenwischerei! |
| 03.04.2002 |
Alterslimiten für Abgabe
von Alkoholika an Jugendliche
Der Bundesrat verabschiedete am 27.3.02 eine
umfassende Revision des Lebensmittelrechts.
Medienmitteilung
des Bundesrates
Die
Seite des BAG dazu
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Der Verkauf von alkoholischen Getränken
an Jugendliche wird neu gesamtschweizerisch im
Lebensmittelgesetz geregelt. Bisher gab es kantonal
unterschiedliche Gesetze. Für vergorene Getränke gilt
16 Jahre, für starke Alkoholika und Alcopops ist die
untere Limite 18 Jahre. - (Zum Vergleich: USA für alle
21 Jahre!) Mehrere Testkaufaktionen haben gezeigt, dass
die bisherigen Limiten meist nicht beachtet werden. ob
die schweizerische Regelung nun besser eingehalten wird,
hängt von der Kontrolle und eventuellen Strafen ab.
Zweifel sind allerdings mehr als angebracht. |
| 25.03.2002 |
Alkoholwerbung im
Privatfernsehen. Zur Revision des Radio- und
Fernsehgesetzes |
Auf der 20. Hamburger Mediendebatte wurde
eine wissenschaftliche Studie zur Alkoholwerbung im
deutschen Fernsehen vorgestellt. Acht deutsche
Fernsehanstalten waren im Jahr 2000 vom Forschungsteam
eine Woche lang in allen Programmarten analysiert und
auf Häufigkeit und Art der Alkoholdarstellungen
untersucht worden. Hier finden Sie einen Bericht aus der
Fachschrift "GUTTEMPLER"
Nr. 1, Febr. 2002, 113. Jahrg. |
| 3.1.2002 |
Absinth
In Deutschland und in der Schweiz ist der Absinth
wieder im Kommen.
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Im Tages-Anzeiger vom 3.1.02 erschien ein
langer Artikel über das Wiederauftauchen der grünen
Fee. Es handelt sich um Nachahmungen, die als Modegetränk
vor allem im Internet vermarktet werden. Richtiger
Absinth bleibt weiterhin verboten. Die entsprechenden
Gesetzes- bezw. Verordnungstexte können mit den
folgenden Links erreicht werden:
http://www.admin.ch/ch/d/sr/817_0/a11.html
http://www.admin.ch/ch/d/sr/817_02/a433.html
neu ab 1.3.05 in Kraft:
http://web.archive.org/web/20060802145255/http://www.admin.ch/ch/d/as/2005/1063.pdf
Siehe dazu auch der neue Leserbrief
vom 3.1.02 an den Tages-Anzeiger.
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