Aktuell

07.02.2008

Unser Kommentar zu   Radio DRS 1 Doppelpunkt

Doppelpunkt live: Bier, Whisky-Cola oder Wodka? Jugendliche im Rausch! Eine Diskussionsrunde mit

Fachleuten, Jugendlichen und Publikum. Do. 7.2.08, 20.03 Uhr, Wiederholung: Fr. 8.2.08, DRS 2, 15.00 Uhr

 

Doppelpunkt, DRS 1 am 7.2.08

 

Einsichten:

Die Jugendlichen haben viel Geld.

Sie sind sich über die gesundheitlichen Risiken nicht im Klaren und dass auch Todesfälle vorkommen können.

Wissenschaftliche Ergebnisse wurden in Bezug auf die Gesundheit nicht erwähnt.

Jugendliche können sich immer noch problemlos Alkohol verschaffen.

Die Eltern haben keine Einsicht. Sie verstehen das Problem nicht.

Die Shopbesitzer, -Vereinigungen sind im Moment motiviert, bei nachlassender Kontrolle werden sie wahrscheinlich wieder wie früher alles verkaufen.

 

Vorgeschlagene Massnahmen:

Preiserhöhung funktioniert, d.h. Jugendliche sind Preis-sensitiv. Erwachsene würden daran keine Freude haben.

Konsumverbot auf öffentlichem Grund

Alkohol-Verkaufsverbot ab 21- oder 22 Uhr

NPA

 

Meine Folgerungen, Massnahmenvorschläge:

Die Erwachsenen müssen einsehen, dass sie eine grosse Mitverantwortung an diesem Debakel tragen und müssen ein Preisopfer bringen. Alkohol ist seit Jahrzehnten immer billiger geworden, gemessen an der Kaufkraft. Eine massive allgemeine Alkoholsteuer drängt sich auf. Wer nicht risikohaft viel trinkt, den trifft es auch wenig. Das wäre auch eine Massnahme nach dem Verursacherprinzip.

Die Erhältlichkeit muss durch verschiedene Massnahmen eingeschränkt werden: Z.B. Alterslimite generell 18. Ausweispflicht für alle jungen Erwachsenen und Jugendlichen. Kein Alkoholverkauf nach 21 Uhr in allen Läden.

Häufige Kontrollen durch zivile Polizei. Die Budgets müssen entsprechend bewilligt werden.

Der öffentliche Besitz und Konsum von Alkoholika durch Jugendliche gemäss Alterslimite ist zu verbieten. Die Polizei konfisziert die Ware, leert sie in den nächsten Abwasserschacht und meldet den Vorfall den Eltern. Der wird registriert. Ab der 2. Meldung wird gebüsst.

Die Eltern werden damit in die Pflicht genommen. Appelle allein nützen nichts. Sie werden bei der 3. Meldung zusätzlich mit ihrem Kind zu einer Weiterbildung aufgeboten. Die Busse wird erhöht. (In England will der Innenminister bis 1000£ gehen. Heute in den Medien. Siehe www.alkoholpolitik.ch, International, wo laufend über Entwicklungen im Ausland berichtet wird.)
Die Kosten für Spitalaufenthalte und Ambulanzen werden den Eltern belastet.

Solange unsere Gesellschaft der Jugend ein schlechtes Vorbild gibt, wird sich in Bezug auf die Verhaltensprävention nichts ändern. Sie bleibt wie bisher unglaubwürdig und deshalb unwirksam. Nötig wären Einschränkungen bei der Werbung, die auf Jugendliche und Kinder wirkt, z.B. im Sport, in den Kinos, in der Öffentlichkeit, im Fernsehen und Radio, damit die Wirklichkeit mit den Präventionsbotschaften besser übereinstimmt. Aber auch die Trinksitten bei öffentlichen Grossveranstaltungen wären zu ändern.

Die Erfahrungen des Auslandes sind mit zu berücksichtigen.

Ohne Anspruch auf Vollständigkeit.

Hermann T. Meyer

www.alkoholpolitik.ch

 

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Stand: 03.01.2009