Aktuell 2006

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Datum Thema Kommentar/Details
30.12.2006 Der Tages-Anzeiger krönt sein Alkohol-Werbe-Jahr mit halbseitiger Schaumweinwerbung mit 1-jähriger Winzertochter. Nachdem er schon etwas früher mit einer 15-jährigen Contestsiegerin Sektwerbung im Bild betrieben hat, ist er nun bereits bei Einjährigen angelangt.
Kommentar: Wie rührend! Wann wird er beim Foetus ankommen? Was waren das noch Zeiten, als Werbung mit Kindern allgemein verpönt und verboten war!
(Quelle: Tages-Anzeiger, 30.12.06)
30.12.2006 Ab 1.1.07 besteht ein Werbeverbot für rezeptpflichtige Medikamente auch im Internet. Kommentar: Man hört so nichts über entsprechende Bemühungen bei alkoholischen Getränken. In den USA gibt es solche vor allem bei innerstaatlichen grenzübertretenden Verkäufen und bei firmeneigenen Webseiten. Bei letzteren soll die Alterskontrolle von externen Stellen genau durchgeführt werden. (Anheuser-Busch)
(Quelle: NZZ, 30.12.06)   Basler Zeitung online, 29.12.06   Tages-Anzeiger, 30.12.06
28.12.2006 Im Rahmen der Aktion "Nez Rouge" sind seit Mitte Dezember 12300 Personen heimtransportiert worden.  (Quelle: Tages-Anzeiger, 27.12.06) Der Aktion waren dieses Jahr die Bundessubventionen gestrichen worden, so dass ihr Weiterbestehen gefährdet schien.
Kommentar: Es fragt sich, ob nicht die meisten Heimkehrer nicht auch ein Taxi hätten nehmen können, ob ihnen das geplante Besäufnis nicht zu leicht gemacht wird. Man kann nur hoffen, dass die Fahrer korrekt für Personentransporte versichert sind. Binge Drinking ermöglicht durch sozialen Einsatz hat einen schlechten Beigeschmack.
28.12.2006 Caritas Schweiz fordert eine Sozialpolitik, die Armut vorausschauend bekämpft. Dazu benötige es Investitionen in Bildung und familienpolitische Massnahmen, schreibt das Hilfswerk in seinem Sozialalmanach 2007 (Quelle: Tages-Anzeiger, 28.12.06)
Kommentar: Dazu gehörte eindeutig eine umfassende Alkoholpolitik. Aber gerade die Caritas hält sich in dieser Hinsicht, trotz schüchterner Versuche, immer wieder zurück.
28.12.2006 Das Eidg. Versicherungsgericht hat die Verwaltungsgerichts- beschwerde eines Versicherers abgewiesen. Es bestätigt damit, dass dieser für die psychischen Gesundheitsschäden einer Frau aufkommen muss, die Opfer brutaler sexueller Gewalt geworden war. Der Täter war betrunken gewesen. (Quelle: NZZ, 28.12.06)
Kommentar: Ob im Strafprozess die Trunkenheit des Täters eine Rolle spielte, ist uns nicht bekannt. Hier jedenfalls kaum.
28.12.2006 Ab dem 1. Januar gilt das neue Strafrecht. Vor allem bei der Bestrafung weniger schwerer Taten ändert sich einiges. Nicht nur zum Guten, meint der oberste Zürcher Strafverfolger.  Neuerungen: Bedingte Geldstrafe, keine bedingten Freiheitsstrafen unter 6 Monaten, Geldstrafen und die gemeinnützige Arbeit ersetzen die kurzen Freiheitsstrafen, die neue Geldstrafe wird nach Tagessätzen bemessen. Die Konferenz der Strafverfolgungsbehörden hat erstmals gesamtschweizerisch geltende Empfehlungen ausgearbeitet. Diese betreffen die häufigsten Massendelikte - wie zu schnelles Autofahren, angetrunkenes Fahren, kleinster Drogenhandel und illegaler Aufenthalt. Für FiaZ: z.B. ab 0,5‰: Busse von mind. 600 Fr.; ab 1,5‰: mind. 30 Tagessätze Geldstrafe. (Quelle: Tages-Anzeiger, 28.12.06)
Basler Zeitung online, 28.12.06       NZZ, 29.12.06
26.12.2006 Die "Standpunkte" 6/06 der SFA sind erschienen. Aus dem Inhalt:
Alkoholkonsum fördert Gewalt
Wie weiter in Europas Alkoholpolitik? Bericht von der Eurocaretagung in Helsinki
(noch nicht online)
22.12.2006 Das Sorgenbarometer zeigt zum sechsten Mal in Folge die drei gleichen Hauptsorgen an: Arbeitslosigkeit, Gesundheitswesen, Altersvorsorge. Das Forschungsinstitut gfs.bern hat zum zwölften Mal im Auftrag des Bulletins der Credit Suisse diese Studie durchgeführt. Vor allem ältere Menschen hätten für Gesundheit und Altersvorsorge gestimmt.
(Quelle: Credit Suisse emagazine, Bulletin 5/06
22.12.2006 Beim HC Davos hat ein Spieler bis Ende Jahr Spielverbot wegen Alkohol am Steuer. Die Sperre erfolgt wegen wiederholter Vergehen. Der Verwaltungsrat will, dass er sich mit seiner Suchtproblematik auseinandersetzt.  HC Davos, 22.12.06
Kommentar: Den Club und die Mittrinker trifft eine Mitschuld. Sie haben lange zugeschaut. Zum Glück gab es noch keinen Unfall mit Personenschaden. Auch der Club ist mit seinem Sponsor Feldschlösschen Bier kein Vorbild.
21.12.2006 Das Bundesamt für Sport reklamiert, der Schweizer Fussballverband habe das Hooligan-Problem noch immer nicht bewältigt. Matthias Remund, Direktor des BASPO, kritisierte den SFV am Radio DRS. Die bisher ergriffenen Massnahmen seien ungenügend. Wenn weiterhin Randale möglich seien, werde die Schweiz an der Euro 08 zum Anziehungspunkt für gewaltbereite Fans.
Kommentar: Solange der Sport sich von der Alkoholindustrie sponsern lässt, kann er deren Geschäfte nicht unterbinden. Aber der Bundesrat deckt ja dieses Sponsoring.
(Quelle: Tages-Anzeiger, 20.12.06
21.12.2006 Walliser Staatsrat, Vorsteher des Gesundheits- und Sozial-Departements (!)  im November mit 1,5‰. Er erhält 5 Monate Führerschein-Entzug. Wenn er einen 1-tägigen Fahrkurs absolviert, soll er 1 Monat Rabatt erhalten.
Kommentar: Ob er im Kurs wohl lernt, wie man trotz Alkohol nicht schlafend in eine Baustellenabschrankung fährt? Einige Alkohollektionen wären wahrscheinlich nützlicher.
18.12.2006 Die Zahl der alkoholbedingten Unfälle ist im Kanton Bern wieder angestiegen. 2004 waren es 588, nach Einführung der 0,5‰ 2005 waren es 512 und jetzt sind es schon wieder 566. Insgesamt nahm die Zahl der Unfälle ab.
(Quelle: Tages-Anzeiger, 18.12.06)
18.12.2006 Der Tages-Anzeiger titelt gross auf der Leserbriefseite: "Wo Alkohol im Spiel ist, ist auch Gewalt." Der Titel ist der Schlusssatz aus einem von drei dazugehörenden Leserbriefen, dem eines 19-Jährigen aus Luzern, der dazu u.a. noch meint, "Gewalt ist aber nicht nur ein Problem in der Partyszene."
(Quelle: Tages-Anzeiger, 18.12.06)
13.12.2006 Eine 17-Jährige ist in Schaan, Liechtenstein von 2 Angetrunkenen massiv bedroht und sexuell belästigt worden. Kommentar: Diese Kurzmeldung der heutigen NZZ betrifft Schaan in Liechtenstein, d.h. nicht die Schweiz. Somit ist die Erwähnung der Angetrunkenheit "erlaubt". Zeitgleich erschien ein Untersuchungsbericht der SFA (Schweiz. Fachstelle für Alkohol- und andere Drogenprobleme über "Alkohol und Gewalt im Jugendalter". Siehe dazu unter Forschung.
13.12.2006 Initiative zur Senkung der Tabaksteuer ist angelaufen. Die Sammelfrist für die Volksinitiative "Prävention statt Abzockerei - Für eine Neuausrichtung der Tabaksteuer" (Tabakinitiative) läuft bis 12.6.08. (Quelle: NZZ, 13.12.06)
13.12.2006 Der Europäische Gerichtshof hat die Klage Deutschlands gegen das Tabakwerbeverbot der EU abgewiesen.
(Quelle: NZZ, 13.12.06)
Der Bundestag hat, in Erwartung dieses Urteils, die Umsetzung der EU-Richtlinie in deutsches Recht bereits im November vorgenommen. Am Freitag soll der Bundesrat folgen.
Kommentar: Die Schweiz ist doch sonst so eilfertig im Nachvollziehen von EU-Richtlinien. Wann folgt sie auch in diesem Fall nach? Wann kommen die entsprechenden Richtlinien bei der Alkoholreklame?
13.12.2006 Die Zürcher Clubs antworten auf die Gewaltberichte mit einer Kampagne im nächsten Jahr. Safer Clubbing, die Vereinigung von Zürcher Partylokalen, will die Mitarbeiterschulung verbessern und eine Datenbank mit renitenten, gewaltbereiten Gästen und Dealern aufbauen. Der Sprecher der Stadtpolizei meint, dies gehe in die richtige Richtung, aber die Umsetzung sei entscheidend. (Quelle: Tages-Anzeiger, 13.12.06)
Kommentar: Beizufügen wäre: Und die in einer gewissen Zeit genossene Menge Alkohol, bei individueller Verträglichkeit.
11.12.2006 Die Zürcher Partyszene bereitet der Polizei Sorgen.

(Quelle: Tages-Anzeiger, 11.12.06)

Die Partyszene sei ein Magnet für Gewaltdelikte, titelt der Tages-Anzeiger heute. Am Beispiel eines stadtbekannten Clubs, der zwischen 1998 und 2005 dreimal umgezogen war, wird gezeigt, wie die einschlägigen Delikte (Körperverletzung, Diebstahl, Drogen, Lärm, Raub, Drohung und Gewalt gegen Beamte) mit jedem Umzug angestiegen waren, und kaum war der Club weggezogen, normalisierte sich die Lage am alten Standort.
Kommentar: Die Polizei wäre eine starke Interessengemeinschaft, die in der Lage wäre, starken Druck auf die Politik auszuüben, um das Alkoholproblem und damit auch ihre Probleme zu entschärfen. Aber sie hofft, dass andere ihr die Kohlen aus dem Feuer holen. Solche Denkanstösse in der Presse genügen nicht, die sind morgen schon wieder kalter Kaffee von gestern. Der Steuerzahler bezahlt weiter geduldig, wie bei Sportanlässen.
09.12.2006 Nun hat der Tages-Anzeiger die Rolle des Alkohols bei Vergewaltigungen auch entdeckt - im Ausland! Heute titelt er in grossen Lettern: "Im Ausgang abgefüllt und missbraucht - von den Kollegen". Eine private (Verein) Webseite von Therapeutinnen, Ärztinnen und Supervisoren, mit täglich 3000 Besuchern berät Jugendliche über Fragen zu Prävention, Aufklärung oder sexueller Gewalt. (Quelle: Tages-Anzeiger, 9.12.06)    
Vereinswebseite: http://www.lilli.ch/
07.12.2006 Die SP (Sozialdemokratische Partei) legt ein Grundsatzpapier zur Drogenfrage vor.
(Quelle: Basler Zeitung online, 7.12.06);   NZZ, 7.12.06
Sie befürwortet den straffreien Konsum für Erwachsene für alle Drogen, die scharfe Verfolgung des Drogenhandels und Lenkungsabgaben auf allen Suchtmitteln. Sucht sei als Krankheit zu betrachten. Die SP steht weiterhin zum 4-Säulen-Prinzip.
Kommentar: Damit hat die SP als erste Partei ihre Drogenpolitik klargestellt. Wobei sie bereits bisher im Alkoholsektor auf dieser Linie operierte. Es wäre schön, wenn die andern Bundesratsparteien folgen würden, damit eine Diskussion entstehen kann. (Weihnachtsgeschenk für unser Land)   Siehe Lenkungsabgaben in unserer Projekt-Idee. Damit sie lenken, müssen sie gross genug sein.
06.12.2006 Aus dem Fall der Vergewaltigung in Zürich-Seebach werden erste Schlüsse gezogen. Der Zürcher Schulvorstand will die Repression als Prävention stärker einsetzen. In einem Kommentar schreibt die NZZ: "Erst wenn alle Fakten auf dem Tisch liegen, wird die Rolle der Schule zu beurteilen sein. Bis dahin sollten manche vor der eigenen Tür kehren..."
Kommentar: Die Tatsache des massiven Alkoholeinsatzes liegt immer noch unter dem Tisch.   (Quelle: NZZ, 6.12.06)
06.12.2006 Das Bakom hat Ringier TV wegen Sponsoring am Schweizer Fernsehen gebüsst. Mit der Sendung "Gesundheit Sprechstunde wurden Sponsoringbestimmungen verletzt. Die Geldgeber hätten genannt werden müssen. Ringier TV akzeptiert den Entscheid.
Kommentar: Dass die Alkoholsendungen im Presse TV nicht belangt werden, ist wahrscheinlich der Cleverness der Alkoholindustrie zuzuschreiben, die ihre Zuwendungen nicht offen darlegt. Vielleicht sind sie auch nicht finanzieller Art.
06.12.2006 Bundesrätin Leuthard reist nach USA, um den Freihandel zu fördern. Wie die EU strebt die Schweiz ein Abkommen u.a. über den Weinhandel an. Ziel sei es, die önologischen Verfahren gegenseitig anzuerkennen und eine Reihe von Weinmarken besser zu schützen. (Quelle: Tages-Anzeiger, 6.12.06)
06.12.2006 Die Eidg. Alkoholverwaltung meldet: Seit der Einführung der Sondersteuer für Alcopops (01.02.04) ist der Markt zusammengebrochen. Aber auch die Substitutionsprodukte, die weniger als 50 Gramm Zucker enthalten und deshalb nicht der Sondersteuer unterworfen sind, hätten bislang wenig Erfolg, da sie anscheinend nicht mehr so vielen schmeckten. Eine aktuelle Statistik (Januar 02 - Oktober 2006) über die Einfuhr von Alcopops ist auf der Seite der Eidgenössischen Alkoholverwaltung (EAV) erhältlich.   (Quelle: Infoset, Dez. Newsletter)
06.12.2006 Die Schweizerische Fachstelle für Alkohol und andere Drogenprobleme (SFA) hat ein Update zur Online-Ausgabe von "Zahlen & Fakten" ins Netz gestellt. Die Aktualisierungen betreffen die Kapitel "Alkohol" (vom 23.11) und "Illegale Drogen" (27.11).

(Quelle: Infoset, Dez. Newsletter)

06.12.2006 Gütesiegel Safer Clubbing nun auch in der Stadt Bern:

(Quelle: Infoset, Dez. Newsletter)

Die erste Etappe der nationalen Ausdehnung der Kollektivmarke Safer Clubbing ist geglückt. In der Stadt Bern wollen Clubverantwortliche ihren Teil dazu beitragen, dass das Nachtleben sicherer wird und intensivieren aus diesem Grund die Zusammenarbeit untereinander sowie mit Präventionsfachleuten und der Sanität. Medienmitteilung (pdf, 2S., 108Kb) von Safer Clubbing. Die Richtlinien (pdf, 5S., 41Kb) über den Gebrauch der Marke "safer clubbing" waren auf den Seiten des Vereins Safer clubbing erhältlich.
06.12.2006 Die SFA (Schweiz. Fachstelle für Alkohol- und andere Drogenprobleme hat eine Information zur Einnahme von Alkohol herausgegeben.

(Quelle: Infoset, Dez. Newsletter)

Die Informationen zu Risiken und Wirkungen des Alkohols und insbesondere des Rauschtrinkens sind in Form eines Medikamenten-Beipackzettels auf humorvolle Weise verpackt. (Bei   SFA)    bestellen;    online (pdf, 2S., 170Kb)
Kommentar: In einer Neuauflage sollte ergänzt werden: 1. Mögliche Folgen bei Alkoholkonsum während Schwangerschaft und Stillzeit. 2. Unter "Wie verwenden Sie Alkohol" sollte bei Jugendlichen darüber stehen: Je später mit dem Konsum begonnen wird, desto bessere Chancen, später keine Probleme zu bekommen. 3. Bei "Nebenwirkungen" die Folgen von ungeschütztem Geschlechtsverkehr verdeutlichen, d.h. mögliche HIV-Ansteckung oder ungewollte Schwangerschaft. 4. "Was ist ferner zu beachten": Bei Überdosierung ist die Ambulanz zu rufen, (neu) da Lebensgefahr besteht. (Lebensgefahr besteht nicht erst bei Bewusstlosigkeit.)
06.12.2006 Der Dezember-Newsletter von Infoset ist erschienen. Informationen über das ganze Sucht-Gebiet. Wir geben die für unser Thema wichtigen Artikel hier weiter. Newsletter bestellen
06.12.2006 Frühintervention bei suchtgefährdeten SchülerInnen an den Zürcher Oberstufenschulen: Eine Bestandesaufnahme im Auftrag der Stellen für Suchtprävention im Kanton Zürich durchgeführt von Landert Farago & Partner. Die Zürcher Oberstufenschulen zeigten sich mehrheitlich sensibilisiert für Suchtprävention und engagierten sich auch gegen die Suchtgefährdung ihrer Schülerinnen und Schüler. Konsequent handelnde Schulen könnten gute Ergebnisse vorweisen. Dies zeige eine soeben abgeschlossene Untersuchung zum Thema Frühintervention. Rund die Hälfte der Schulen verfüge über ein zweckmässiges Regelwerk zum Umgang mit Suchtproblemen. Der ausführliche Bericht (pdf, 51S., 632Kb) zur Bestandesaufnahme und eine Kurzversion (pdf, 4S., 48Kb) sind online erhältlich. (Quelle: Infoset, Dez. Newsletter)
Kommentar: Wer die Kurzversion liest, kommt eher zum Schluss, dass noch sehr grosser Handlungsbedarf besteht.
06.12.2006 Der Berner Regierungsrat setzt die Änderungen des Gesetzes über Handel und Gewerbe auf 1.1.07 in Kraft. (Quelle: Infoset, Dez. Newsletter) Ab diesem Zeitpunkt darf im öffentlichen Raum nicht mehr für Alkohol und Tabak geworben werden. Tabak darf zudem nicht mehr an Personen unter 18 Jahren verkauft werden. Strafbar wird auch die Weitergabe von Alkohol und Tabak an Kinder und Jugendliche.
Der Grosse Rat stimmte den Änderungen bezüglich Alkohol und Tabak am 12. Juni 2006 in zweiter Lesung zu. Das Protokoll ist online erhältlich (pdf, 23S., 196Kb, S. 714ff.)
05.12.2006 Wer bezahlt die Kosten durch Hooligans bei Fussballspielen? 250'000 bis 300'000 Fr. kostete der Einsatz der Polizei beim kürzlichen Fussballspiel FCZ-Basel. Stadtpräsident Ledergerber fordert eine Kostenbeteiligung der Clubs. Der GC-Präsident befürchtet den Konkurs. Eine Grundsatzdiskussion sei nötig.
Kommentar: Zu einer Grundsatzdiskussion gehörte auch die Frage, warum gibt es diese Kosten? Wie sind sie zu vermeiden? Alkohol müsste ein Thema sein.
05.12.2006 Heute ist der Tag der Freiwilligenarbeit. Eine Hochrechnung auf Grund einer Untersuchung ergebe 4,2 Mio. Freiwillige, die jährlich 750 Mio. Stunden leisten würden. Diese Arbeit müsse besser anerkannt werden.
04.12.2006 Der Bundesrat lehnt die Motion von NR Zisyadis betr. Werbeverbot zum Schutz der Kinder ab. 06.3422 - Motion Werbeverbot zum Schutz der Kinder von Zisyadis Josef vom 18.09.2006
Der Motionär möchte Werbung, die sich an unter 14-Jährige richtet, verbieten.
30.11.2006 Der Bundesrat hat bekanntgegeben, welche ausserparlamentarische Kommissionen aufgehoben oder zusammengelegt werden sollen. Die Eidgen. Kommission für Alkoholfragen ist offenbar verschont geblieben.

Kommentar:
Die Kräfte, die für eine Zusammenlegung mit der Drogenkommission plädierten, haben glücklicherweise nicht reüssiert. So bleibt das gebündelte Knowhow und Engagement erhalten.
Liste der aufzuhebenden und zur Zusammenlegung vorgesehenen Kommissionen
29.11.2006 Der Bundesrat empfiehlt die Motion von Nationalrat Hutter betr. Ladenöffnungszeiten zur Ablehnung. 06.3463 - Motion Ladenöffnungszeiten 7 Tage/24 Stunden Hutter Markus.


27.11.2006 Das Stimmvolk des Kantons Solothurn hat das schärfste Anti-Tabakgesetz der Schweiz genehmigt. Mit 56% Ja-Stimmen wurde ein Rauchverbot in öffentlichen Räumen sowie in Kultur- und Gastronomiebetrieben beschlossen. Verboten wird auch Tabakwerbung (auf öffentlichem Grund) und -Sponsoring und der Verkauf von Raucherwaren an unter 16-Jährige. Tabakgegner verlangen nun die Ratifizierung der Tabakkonvention der WHO durch den Bundesrat, sowie gesamtschweizerische Lösungen. (Quelle: espace.ch, 27.11.06)
Kanton Solothurn, Ergebnisse
24.11.2006 Am 5. Dezember ist der Uno-Tag der Freiwilligen.
(Quelle: Der Landbote, 22.11.06)
Aktionen zum Tag der Freiwilligen 2006: Am 5. Dezember 2006, fünf Jahre nach dem Internationalen Jahr der Freiwilligen, lancieren zahlreiche Organisationen spezielle Anlässe. http://www.forum-freiwilligenarbeit.ch/news.php
Kommentar: Auch in der Alkoholpolitik sind seit über 100 Jahren Organisationen der Freiwilligenarbeit aktiv. Wir zählen uns auch dazu.
24.11.2006 Der Tages-Anzeiger widmet eine ganze Seite dem Wandel der öffentlichen Meinung in der Tabakfrage. (Quelle: Tages-Anzeiger, 24.11.06) Das Parlament in Bern stehe zwar immer noch unter dem Einfluss der Tabak-, Werbe- und Gastro-Lobby, doch die Kantone würden immer aktiver. Wie im Ausland seien die Erfahrungen unserer Gastrobetriebe, die auf rauchfrei umgestellt hätten, positiv.
Kommentar: Wie lange wird es wohl noch dauern, bis auch in der Alkoholfrage die öffentliche Meinung stark wird, damit die Politiker umdenken? In Amerika seien die Sozialkosten des Alkohol höher als die von Tabak und allen andern Drogen zusammen. Und wir haben den höhern Alkoholkonsum pro Kopf. Die Märchen, mit denen die Werbeindustrie anlässlich der Guttempler-Initiative und später der Zwillingsinitiative das Volk für dumm verkaufte (auch mit Hilfe des Tages-Anzeigers), gelten für den Tabak offenbar nicht mehr. Aber für den Alkohol?  Da bestehen immer noch die alten Seilschaften. Aber irgendwann werden auch die Medien sachte umschwenken und so tun, als hätten sie schon immer auf Seite des Volkes gestanden.
18.11.2006 Drei weitere Gemeinden im Zürcher Oberland haben Testkäufe durchgeführt.
(Quelle: Tages-Anzeiger, 17.11.06)
Rund 20% von 44 kontrollierten Betrieben verkauften Alkohol an Jugendliche unter 16 Jahren. Total waren es dieses Jahr 13 Gemeinden im Zürcher Oberland mit Testkäufen in 394 Betrieben. 63 Betriebe wurden verzeigt. Die Haltung der Betriebe hat sich verbessert: Von 43% Verkäufen im Vorjahr auf 20%. Suchtprävention Zürcher Oberland (heute noch nicht aufgeschaltet)
18.11.2006 Ab Januar 07 gelten im Kt.  Bern neue Ladenöffnungszeiten.
(Quelle: Tages-Anzeiger, 17.11.06)
Wochentags kann bis 20 Uhr, Samstags bis 17 Uhr geöffnet bleiben. Einmal wöchentlich kann ein Abendverkauf bis 22 Uhr stattfinden.
Kommentar: Die Zeiten sind verglichen mit andern Kantonen moderat, doch gilt für den Alkoholverkauf immer dasselbe: Jede Erleichterung der Erhältlichkeit wirkt sich schädlich aus.
17.11.2006 Der neuerliche Fall von Vergewaltigung eines jungen Mädchens in Zürich macht alle betroffen.
Leserbrief
Briefe an... Stadtpolizei Zch.

Ob wohl auch die Rolle des Alkoholkonsums untersucht wird? Gerade heute erschien die Meldung über eine Untersuchung zu Vergewaltigungs-Drogen in England, bei der herauskam, dass von 120 untersuchten Fällen 119 mit Einfluss von Alkohol geschahen. Nur bei 2 Fällen wurde GHB gefunden.
Quelle: Join Together, 17.11.06     Association of Chief Police Officers of England, Wales and Northern Ireland: ef:84/06 November 15, 2006 RESULTS OF OPERATION MATISSE

15.11.2006 Zum morgigen 10.  Schweizerischen Solidaritätstag für Menschen mit Alkoholproblemen kommt zum Thema «Rausch- oder Kampftrinken» eine CD-Rom heraus. Die Fachstelle für Suchtprävention Mittelschulen und Berufsbildung hat eine CD-ROM erarbeitet, die den Einstieg in das Thema «Alkohol und Exzess» im Unterricht erleichtert.
Quelle: Tages-Anzeiger online, 15.11.06    Fachstelle Suchtprävention Kt. Zürich

 

15.11.2006

16.11.2006

Der Bundesrat hat das Lebensmittelrecht an die EU angepasst. U.a. Etikettierung von Alcopops. Quelle: Tages-Anzeiger online, 15.11.06   Die Pflicht zur Angabe "alkoholhaltig" entfällt bei Lebensmitteln mit weniger als 0.5 vol%. Der Alkoholzusatz bleibt in der Zutatenliste ersichtlich. Alcopops müssen neu auf der Hauptetikette den Hinweis "enthält x% vol Alkohol und "süsses alkoholisches Getränk" aufweisen. Neu sind önologische Verfahren erlaubt, die eine Behandlung von Wein mit Eichenholzschnitzeln unter gewissen Bedingungen einschliessen.
      Bundesverwaltung admin.ch  (Den Druckfehler haben wir gemeldet:> /<)
Kommentar: Die Medien berichten sehr unterschiedlich. Meist wird nur der Wein erwähnt. Darf man annehmen, dass künftig Bier als bitteres alkoholisches Getränk und Wein als saures alkoholisches Getränk etikettiert wird? Andernfalls wäre es doch Willkür, oder nicht? Ist die Bezeichnung süsses alkoholisches Getränk nun als Abschreckung oder als Einladung für Jugendliche zu betrachten? Das riecht sehr nach von der Alkohol-Lobby inszenierter Alibi-Übung.
15.11.2006 Testkäufe in Kloten schlechter als beim letzten Mal im Mai. In der Stadt verkauften 3 von 9 Betrieben, am Flughafen 6 von 9 Betrieben Alkohol an unter 16-Jährige. Im Mai hatten 40% der Betriebe Alkohol abgegeben. Die Stadtpolizei leitete Strafverfahren ein.
14.11.2006 Erfolgsmeldung aus Basel als Feedback nach unserem Kommentar zum TV-Dok-Film "Jung und besoffen - Ein Streifzug durch die Basler Szene" vom 24.11.2005 Im Schweizer Fernsehen SF1

Der Leiter der Mobilen Jugendarbeit Basel, Michele Salvatore, berichtet heute von grosser Aufbruchstimmung in der Alkoholprävention mit Jugendlichen. Es wurden neue Stellen geschaffen, die Regierung hat ein offenes Ohr, der Film wird laufend ausgeliehen, an den Schulen gibt es Projekte, fehlbare Detaillisten werden bestraft.

Kommentar: Könnte es sein, dass unser Kommentar mit bewirkt hat, Steine ins Rollen zu bringen? Es würde uns doppelt freuen.

14.11.2006 SGK-S, die Kommission für soziale Sicherheit und Gesundheit (SGK) des Ständerats hat ausserdem gemäss Artikel 20 Absatz 2 KVG Kenntnis genommen ... von der Verwendung der Mittel der Stiftung "Gesundheitsförderung Schweiz." Die Stiftung wird aus Beiträgen der Versicherten alimentiert und hat den gesetzlichen Auftrag, Massnahmen zur Förderung der Gesundheit und zur Verhütung von Krankheiten anzuregen, zu koordinieren und zu evaluieren. Die Kommission spricht sich dafür aus, dass die Stiftung ihre Strategie klar auf wenige Schwerpunkte fokussiert, und will sich im nächsten Frühjahr nochmals über die Tätigkeit der Stiftung informieren.
Medienmitteilung vom 14.11.06
14.11.2006 SGK-S, die Kommission für soziale Sicherheit und Gesundheit (SGK) des Ständerats hat u.a. die Motion von NR Rossini abgelehnt. (04.3138) Motion NR (Rossini. Gesundheits- und Sozialstatistiken. Organisation), die den Bundesrat beauftragt, die schweizerischen Gesundheits- und Sozialstatistiken zu verbessern. Am 12.5.04 hatte sie der Bundesrat zur Ablehnung empfohlen. Sie kommt nun in den Ständerat als 2. Rat.
Medienmitteilung vom 14.11.06
14.11.2006 Die FDP will im Kanton Zürich die Ladenöffnungszeiten ganz abschaffen.

(Quelle: Tages-Anzeiger, 14.11.06)

Seit 2000 sind die Läden bereits frei, Mo.-Sa. nach eigenem Gutdünken die Öffnungszeiten zu wählen. An Sonn- und Feiertagen bleiben sie geschlossen mit Ausnahme der Bahnhofläden, Tankstellenshops, Bäckereien und Kioske. Die parlamentarische Initiative benötigt nun im Kantonsrat 60 der 180 Stimmen zur Weiterbehandlung. EVP und SP sind bereits dagegen.
Kommentar: Aus alkoholpolitischer Sicht wäre es sinnvoller, die bereits bestehenden Alkoholverkäufe am Sonntag zu unterbinden statt noch auszuweiten. (Die Erhältlichkeit ist ein wichtiger Faktor, der das Ausmass des Konsums stark beeinflusst.) Dazu wird die Familie zusätzlich nachhaltig geschädigt, die bereits heute stark leidet. Auch der soziale Zusammenhalt in Vereinen wird eingeschränkt, die Isolation und damit der Drang zum Alkoholkonsum gefördert.
13.11.2006 Führende Alkoholforscher aus der ganzen Welt riefen in Münchenstein BL zu politischen Massnahmen auf. Die Probleme sind bekannt, und ihr Ausmass wird immer grösser: Das Einstiegsalter in den Alkoholkonsum sinkt rapide, bereits 12-Jährige werden volltrunken in die Spitäler eingeliefert, und schon bei 15-Jährigen wird Alkoholismus diagnostiziert.
Quelle: IOGT Schweiz, 4.8.06
09.11.2006 Der Streit um die Gebühren für Strassencafés in Winterthur ist beigelegt. Die Stadt hat mit den Wirten eine Kompromisslösung ausgehandelt, die gleichviel einbringen aber gerechter sein soll. Die Wirte wollen einen Konsumationsaufschlag erheben. Es sollen etwa 5000 Plätze in Strassencafés geben. (Quelle: Tages-Anzeiger, 9.11.06)
09.11.2006 Am 14.11.06 gibt es für 900 Schulklassen Pausenmilch.
(Quelle: Tages-Anzeiger, 9.11.06)
Sie wird von den Zürcher Landfrauen gespendet. Das Institut für Sozial- und Präventivmedizin verteilt an diesem Tag Flugblätter mit Gesundheitstipps.
Kommentar: Wie wäre es, wenn die Trinkgewohnheiten der Schulkinder nachhaltig beeinflusst würden? Wir hätten neben der Milch auch gesunde einheimische Obstsäfte.
09.11.2006 Die Standpunkte Nr. 5/06 sind erschienen. Die Zeitschrift der SFA, Schweiz. Fachstelle für Alkohol- und andere Drogenprobleme.
U.a.: Der  italienische Ministerrat hat ein Gesetz verabschiedet, nach dem entlang der Autobahnen der Verkauf von Alkohol ganz verboten wird. - In Holland entsteht eine Klinik für alkoholkranke Jugendliche.
08.11.2006 Die SFA hat eine Medien- Mitteilung zum Schweizerischen Solidaritätstag für Menschen mit Alkoholproblemen vom 16. November  herausgegeben. Der Text der Schweiz. Fachstelle für Alkohol- und andere Drogenprobleme ist hier online. Der Solidaritätstag ist dieses Jahr dem Thema "Alkohol und Exzess" gewidmet. Suchtfachstellen aus der ganzen Schweiz wollen die Bevölkerung für das Problem des Rauschtrinkens sensibilisieren und auch die Tabuisierung des Alkoholkonsums bei den Sportverbänden ansprechen.
07.11.2006 Gemäss Statistik Zürich wurden Kaffee und Tee in den Restaurants am meisten verteuert. In den letzten 10 Jahren stiegen die Restaurantpreise für Wein um 16,3%, für Bier um 17,8% und für Kaffee und Tee um 21,2%. Die Konsumentenpreise stiegen durchschnittlich um 7,1%. (Quelle: Tages-Anzeiger, 7.11.06)
06.11.2006 Die SFA hat eine Update ihrer Zahlen und Fakten zum Thema Alkohol herausgegeben. Die Datensammlung der Schweiz. Fachstelle für Alkohol- und andere Drogenprobleme wurde nachgeführt:
Kapitel Alkohol - Konsum

Kapitel Alkohol - Folgen des Alkoholkonsums
Kapitel Alkohol - Behandlung
Kapitel Alkohol
- Produktion und Handel
Kapitel Alkohol - Besteuerung
06.11.2006 Der Walliser Staatsratspräsident und Gesundheitsdirektor ist mit 1,5‰ verunfallt. Glücklicherweise wurde niemand verletzt, als er auf dem Weg von Visp Richtung Genf bei Lausanne kurz einschlief. Er schreibt, er bedauere diesen schweren Fehltritt.
Kommentar: Vorbilder braucht dieses Land!
06.11.2006 SBB-Cargo führt stichproben- weise Alkoholtests ein. Seit jeher darf bei der SBB im sicherheitsrelevanten Bereich 8 Std. vor Dienstantritt kein Alkohol mehr konsumiert werden. Wer beim Blastest positiv abschneidet, wird nicht angezeigt sondern es wird individuell abgeklärt, ob eine Sucht vorliegt, worauf die Person ins Suchtpräventionsprogramm der SBB aufgenommen wird.(Quelle: NZZ online, 4.11.06)
06.11.2006 Der November Newsletter von Infoset ist erschienen. Informationen aus dem ganzen Suchtbereich. Vor allem Schweiz.
Kontakt
02.11.2006 Der Bundesrat unterstützt die Motion von Nationalrat Kaufmann.

 

06.3211: Duty-free Einkauf bei Rückkehr aus dem Ausland.
Medienmitteilung dazu.
Kommentar: Einmal mehr unterstützt der Bundesrat wirtschaftliche Sonderinteressen auf Kosten der Volksgesundheit. Er will eine Einschränkung des Alkoholverkaufs liberalisieren. Nun kommt noch das Parlament zum Zug.
29.10.2006 Migros beteiligt sich mit 30% bei der Nr. 2 im Abhol-Grosshandel. Quelle: Tages-Anzeiger, 28.10.06 Das Familienunternehmen Cash+Carry Angehrn (CCA) hat einen geschätzten Umsatz von 375 Mio. Fr. und über 300 Mitarbeitende, für die nichts ändern soll.
Kommentar: Nach Globus, Tankstellengeschäft, Internetgeschäft nun ein weiterer Schritt ins Alkoholgeschäft. Geschäft ist Geschäft. Duttweiler hin oder her.
26.10.2006 Die internationale Selbsthilfe-Organisation Reporter ohne Grenzen hat ermittelt, wie es weltweit um die Pressefreiheit steht. Die Schweiz steht in den vorderen Rängen, hat aber etwas eingebüsst, weil zwei Medientitel wegen der Publikation von geheimen Informationen strafrechtlich verfolgt wurden.
Kommentar: Die Freiheit der Presse bei politischem Druck wird untersucht, der wirtschaftliche Druck ist kein Thema, da ist "der Deckel drauf". (Quelle: NZZ 25.10.06)
22.10.2006 Der K-tipp Nr. 17 vom 18.10.06 berichtet über eine Bierdegustation. 5 Experten testeten 12 helle Biere mit Alkohol. Die Bewertung ging von 1 (ungeniessbar) bis 5 (Spitzenbier). Gegeben wurden 1,6 bis 3.2 Punkte. Zum Teil vernichtende Urteile.
Kommentar: Zeigt sich hier wohl der Einfluss des Alkohols auf die Geschmacksnerven? Die meisten schwören doch auf ihr Bier.
21.10.2006 Der Tages-Anzeiger schliesst eine 6-teilige Serie über Jugendgewalt ab. Unter dem Titel "Jugendgewalt ist Chefsache" werden einige bemerkenswerte Feststellungen getroffen. Siehe neustes Zitat.  Leider werden online nur die Statistiktabellen gezeigt.                           Leserbrief unterwegs
20.10.2006

 

 


21.10.2006

Die Medien berichten heute ausführlicher über die Kritik von WHO und OECD an unserem Gesundheitssystem.(Quelle: Tages-Anzeiger, NZZ, 20.10.06, HEUTE, 19.10.06)
Kritsiert wird u.a., dass die Schweiz nur 2,2% der Gesundheitskosten für Prävention ausgibt. In Holland seien es 5,5%. Vorgeschlagen wird ua. ein umfassendes Verbot von Alkohol- und Tabakwerbung und höhere Steuern für Alkohol und Tabak. Letztere sollten nicht nur als Einnahmequelle betrachtet werden.

Kommentar: Dass Alkohol- und Tabaksteuer auch für Prävention verwendet werden sollte, erinnert an unsere Projekt-Idee.
Siehe "Neustes Zitat" auf der Homepage.     Leserbrief unterwegs
18.10.2006 "Perspektive Schweiz" ist eine Online-Umfrage über die Zukunft der Schweiz. Mit dieser Umfrage können Sie vielleicht die Politik etwas mitbestimmen. 10-seitiger Fragebogen, Verlosung von Reisegutschein, Ergebnisse können zugestellt werden.
Die Umfrage ist eine Aktivität des Vereins "Vernunft Schweiz"
18.10.2006 Der Gesundheitstipp (Pulstipp) berichtet über den gesunden Apfel. (Nr.10, Okt. 2006) Nachdem in einer letzten Nummer eine Untersuchung über die gesundheitsfördernden Eigenschaften der Traubenhaut und des Traubenfleisches dazu benützt wurde zu behaupten, auch die weissen Weine seien für das Herz gesund, darf sich nun der Apfel zu Recht rühmen lassen.
Kommentar: Warum wird jetzt nicht behauptet, Apfelwein sei gesund? Fehlt die Lobby?
18.10.2006 Das Schweizer Gesundheits- system sei gut aber zu teuer.

(Quelle: Tages-Anzeiger, 18.10.06)

Zu diesem Schluss kommt eine Studie der Weltgesundheitsorganisatio WHO und der Organisation für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung OECD im Auftrag des Bundes. Zu den empfohlenen Massnahmen betonte das Departement des Innern z.B., dass bereits ein Präventionsgesetz geplant werde.
Kommentar: Was dieses Versprechen am Ende Wert sein wird, steht in den Sternen. Von einer nicht nur punktuell wirksamen Alkoholprävention sind wir noch Jahre entfernt.
Bundesamt für Gesundheit: Dokumente in versch. Sprachen
18.10.2006 Die Medien melden weniger Verkehrstote in der Schweiz.

www.bfu.ch 

Die Beratungsstelle für Unfallverhütung (BfU) schreibt in einer gestern veröffentlichten Studie (SINUS-Report 2006), dass die Einführung der 0,5 Promillegrenze nur einer der Faktoren sei, die zum positiven Ergebnis geführt hätten. Andere Gründe seien die vermehrten Kontrollen und verschärften Sanktionen gewesen. Junglenker verursachten immer noch fast doppelt so viele Alkoholunfälle wie ältere Lenker. Sie wünscht deshalb die Null-Promille-Grenze für Neulenker.  (Quelle: NZZ, 18.10.06; Der Landbote, 18.10.06)
18.10.2006 Das BAKOM will u.a. das Product Placement verbieten. Die Werbefreiheit der SRG soll eingeschränkt werden. Diese habe in den letzten Jahren die Bestimmungen allzu locker interpretiert. (Quelle: NZZ, 12.10.06)
Kommentar: Von Schleichwerbung in den Programmen ist leider nicht die Rede.
18.10.2006 Die Idee eines Mindestbetrags in Cafés stösst auf harten Widerstand. Wir berichteten hier am 22.9.06 über das Restaurant von Dorli Risuscitazione, die einen Fixpreis pro Platz plus die Materialkosten des Konsumierten verlangt. Die Stiftung für Konsumentenschutz sagt nein, danke. Auch die Geschäftsführerin des Cafetier-Verbandes ist nun dagegen.  (Quelle: Tages-Anzeiger, 10.10.06)
17.10.2006 Medienmitteilung Informationsdienst des schweizerischen Parlaments.

Die politische Mitte bewegt das Parlament: Blockierte Politik - Rechtsbürgerliche Wende - Dies sind häufig gehörte Schlagworte, mit welchen die schweizerische Politik der letzten Jahre beschrieben wird. Ein differenzierteres Bild erhält, wer sein Augenmerk auf diejenige Institution richtet, in welcher die demokratische Ausmarchung tatsächlich stattfindet, auf das Parlament: Eine wissenschaftliche Untersuchung von Abstimmungen im Nationalrat zeigt, dass die Mehrheitsbildung im Nationalrat heute heterogener und flexibler denn je verläuft, ohne dass es zu Gesetzgebungsblockaden kommt. Mehrheitsbeschaffer sind dabei häufig die CVP und die FDP, welche trotz rückläufiger Sitzzahl die Politik im Nationalrat in grossem Ausmass bestimmen.
Kommentar: In den Medien wird dies als positiv bewertet. Beim Thema Alkohol wirkt sich diese Mitte oft negativ aus.

07.10.2006 Der Infoset-Newsletter Oktober ist erschienen. Er bringt Informationen aus dem ganzen Sucht-Bereich. Auf Infoset gibt es neue Rubriken, z.B. Alkohol; Gesundheit und Soziales.   Kontakt
04.10.2006 Eine Umfrage von Claude Longchamp zeige, dass die Befragten mehr Eigenverantwortung bei den Gesundheitskosten wünschten. Wer kostenbewusst handelt, soll weniger zahlen. (Bonus-Malus-System) Nur gut 30% meinen, die Kosten für Behandlungen wegen Alkohol, Rauchen oder Übergewicht müssten von den Krankenkassen übernommen werden.
(Quelle: Tages-Anzeiger, 4.10.06)
04.10.2006 In der Schweiz sei jeder zweite Gastrobetrieb defizitär, schreibt der Tages-Anzeiger heute. Zitiert wird eine Umfrage der Marketinggold AG. Der neue Promillegrenzwert habe bei 4% der befragten Betriebe einen Umsatzrückgang von 30% gebracht.Bei jedem 6. Betrieb sei der Rückgang zwischen 20% und 29%. Die grossen Betriebe mit über 1 Mio. Fr. Umsatz seien zu 43% defizitär, bei den mittelgrossen Betrieben seien es 57%.
Kommentar: Der Gastrosuisse Chef sagte schon vor einem Jahr, dass in der Schweiz 10'000 Betriebe zu viel seien. Das ist der Preis der Liberalisierung und geht auch auf Kosten der Volksgesundheit.
04.10.2006 In 5 Gemeinden des Kt. Zürich wurden 150 Alkohol- Verkaufsstellen getestet. Der Trend sei positiv. Im letzten Jahr verkauften noch 28% der Verkaufsstellen Alkoholika an Jugendliche, jetzt waren es 25%. Einzig in Dietlikon wurde mit 50% mehr als letztes Jahr verkauft. Damals verkaufte kein einziger Laden Alkohol an Jugendliche! Einige Verkaufsstellen wurden verzeigt. (Quellen: Tages-Anzeiger, NZZ; online, aber kostenpflichtig: Der Landbote, Zürcher Oberländer, 4.10.06)
30.09.2006 Im Kt. Zürich ist die Schulung des Tankstellenpersonals angelaufen. An den von der Erdölvereinigung mit der Suchtprävention Zürich-Oberland organisierten Kursen nehmen 120 Personen aller Erdölgesellschaften im Kanton teil.
(Quelle: Tages-Anzeiger, 28.9.06)
30.09.2006 Die nächste Beiz ist von den wichtigsten Dienstleistungen immer noch am besten erreichbar. Laut einer Untersuchung des Bundesamts für Statistik über die Erreichbarkeit von Dienstleistungen zwischen 1998 und 2001 sind Restaurants und Cafés immer noch sehr leicht erreichbar: Durchschnittliche Entfernung = 430 Meter. Für 92% der Einwohner lag 2001 die nächste Beiz nicht weiter als einen Kilometer entfernt.
(Quelle: NZZ, 26.9.06)
26.09.2006 Der Bundesrat beantwortet eine Motion betr. Kürzung von Versicherungsleistungen 06.3289 - Motion Regressmöglichkeit bei Unfällen im alkoholisierten Zustand Eingereicht von Keller Robert am 21.06.2006 im Nationalrat.
Der Bundesrat beantragt Ablehnung der Motion. Das Thema sei bereits früher behandelt worden und es gebe genügend Rechtsgrundlagen für Kürzungen.
25.09.2006 Weisslingen ZH hat während 3 Jahren ein Programm entwickelt, das Jugendliche vom Alkohol- Konsum abhalten soll. Beteiligt seien Schule, Kirchen, Gemeinderat, Fussballclub und Turnverein. Die Sportvereine gestalteten ein Handbuch für Festveranstaltungen. Jährliche Treffen sind vorgesehen.
(Quelle: Tages-Anzeiger, 25.9.06)
24.09.2006 Der verunfallte FCZ-Spieler Kresimir Stanic gelangt mit einem Schuldgeständnis an die Medien.

Quellen: NZZ, Tages-Anzeiger, SF "10 vor 10", 22./23.9.06

Er schreibt aus dem Spital, er sei alkoholisiert gewesen und mit überhöhtem Tempo gefahren. Er trage die alleinige Schuld und trage die Verantwortung. Er entschuldigt sich bei Fans und Club, dass er seine Vorbildfunktion als Spitzensportler nicht wahrgenommen habe.
Kommentar: Es ist nicht verwunderlich, dass auch Spitzensportler versagen, wenn es um den Umgang mit Alkohol geht. Unsere Gesellschaft, grosse Sportvereine, auch die Regierungen aller Ebenen pflegen einen Umgang mit dem Alkohol und der Alkoholindustrie, der nicht als Vorbild wirken kann. (Z.B. Feiern in der Kabine nach dem Match, Champagner-Kult bei Siegesfeiern, Alkohol in der VIP-Loge im Stadion, Gratisbier bei Meisterfeiern, Sponsorenverträge mit der Alkoholindustrie, etc.) Einzelne sind die Dummen und zahlen die Zeche, manchmal auch unbeteiligte Unschuldige.
22.09.2006 Bei von der Industrie finanzierten Studien wird das Ergebnis zu deren Vorteil beeinflusst. Eine systematische Untersuchung des Instituts für Sozial- und Präventivmedizin der Uni Bern hat ergeben, dass Studien, die von der Industrie finanziert wurden, seltener über negative Effekte von elektromagnetischen Strahlungen berichteten als solche, die teilweise oder ganz von der öffentlichen Hand bezahlt wurden.
(Quellen: NZZ, 22.9.06,    Tages-Anzeiger, 22.9.06)  Studie: Source of Funding and Results of Studies of Health Effects of Mobile Phone Use: Systematic Review of Experimental Studies (Anke Huss, Matthias Egger, Kerstin Hug, Karin Huwiler-Müntener, Martin Röösli)
22.09.2006 Das Bundesamt für Kommunikation (Bakom) unterstützt dieses Jahr die Medienforschung mit 650'000 Fr. Das Bakom will u.a. mehr über die Informationsleistungen der elektronischen Medien erfahren, im Hinblick auf den Service Public. (Quelle: NZZ, 22.9.06)
Kommentar: Eine Frage wäre auch die nach der Informationsleistung im Alkoholbereich.
22.09.2006 "10 vor 10" des Schweizer Fernsehens berichtete gestern: "Solothurner Wirtin mischt Gastroszene auf". Im Restaurant von Dorli Risuscitazione wird eine Pauschale pro Sitzplatz und die Selbstkosten für Essen und Trinken berechnet. Gäste meinen, es komme gleich teuer wie bisher. Die Gastroszene ist überrascht.
Neues FensterVideo      Kommentar: Je mehr Alkohol getrunken wird, desto billiger wird er. Eine deutlich wirksame Steuer mit Mindestpreisen drängt sich auf.
18.09.2006 Der Presserat fällt einen Entscheid auf Grund der Rechte und Pflichten der Journalistinnen und Journalisten. Kommentar: Während bei unserer Beschwerde die Erklärung über die Rechte und Pflichten der Journalisten nicht massgebend sein durfte, hat dieser neue Entscheid die Willkür des Presserates bei der Begründung seiner Entscheide deutlich gemacht. Es ist nicht so ganz klar, ob dieses Theater ins Kommödien- oder Trauerfach besser passt. Die Darsteller sind jedenfalls zu bedauern.
18.09.2006 Die FIFA erhält eine Ethik-Kommission. (Quelle: Tages-Anzeiger, 16.9.06) Sebastian Coe wird Vorsitzender. "Es ist ein Glücksfall für die FIFA, Sebastian Coe als Vorsitzenden gewonnen zu haben," sagte Präsident Sepp Blatter.
Kommentar: Ob wohl die Ethik-Kommission das Alkohol-Sponsoring auf die Traktandenliste setzt?
14.09.2006 Die Gratiszeitung
"20 Minuten" führte eine Umfrage betr. Alkohol an Jungbürgerfeiern durch.
Von 1238 abgegebenen Stimmen haben 629 Teilnehmer (51%) geantwortet, sie hätten sich an der Jungbürgerfeier nicht betrunken.
Kommentar: Auch wenn die Umfrage kaum repräsentativ ist, sollte sie die verantwortlichen Behörden nicht nur in St. Gallen zum Nachdenken bringen. (Umfrage nicht wie andere im online-Archiv!?)
14.09.2006 Vor der Jungbürgerfeier in St. Gallen sei etwa ein Drittel der Teilnehmer schon betrunken gewesen. Die organisierende Stadt St. Gallen will sich bis nächstes Jahr Massnahmen überlegen. Ein Alkoholverbot komme aber nicht in Frage.
(Quelle: "20 Minuten, online, 4.9.06)
12.09.2006 Ende Jahr laufe die Schonfrist für Absinth-Schwarzbrenner aus. Die Eidg. Alkoholverwaltung schätzt die Zahl der illegalen Absinth-Brenner auf 250 bis 300. 2007 sollen nun die Kontrollen intensiviert und Strafen verhängt werden. Die legalen Distillerien produzierten im 1. Jahr rund 130'000 Liter Absinth.
(Quelle: Standpunkte 4/06)
12.09.2006 Die "Standpunkte" 4/06 der Schweiz. Fachstelle für Alkohol und andere Drogenprobleme sind erschienen. u.a.: Millionenschwer beworbene Mauerblümchen. Lücken im Gesetz sorgen dafür, dass Bierkonzerne unter dem Deckmäntelchen eines alkoholfreien Produkts am Fernsehen kräftig die Werbetrommel fürs Biertrinken rühren dürfen.
 Standpunkte bestellen
12.09.2006 Der Tages-Anzeiger vom 12.9.06 berichtet, dass Sicherungsentzüge von Fahrausweise zur Routine gehöre. Sicherungsentzüge würden im Kt. Zürich ab 2.5‰ vorgenommen, d.h. der Ausweis wird auf unbestimmte Zeit abgenommen, weil mit einem Alkoholproblem gerechnet werden müsse. Zur Wiedererlangung müssen strenge Auflagen erfüllt werden.
Artikel: Führerausweis-Entzug in der eigenen Stube
12.09.2006 Der Bundesrat beantwortet ein Postulat betreffend Sanktionen bei Alkoholverkauf an Jugendliche. 06.3222 - Postulat: Verschärfte Sanktionen bei Alkoholverkauf an Jugendliche Eingereicht von  Marty Kälin Barbara Einreichungsdatum 11.05.2006 Eingereicht im Nationalrat Stand der Beratung: Im Plenum noch nicht behandelt Eingereichter Text: Der Bundesrat wird gebeten darzulegen, wie das Verkaufsverbot von Alkohol an Jugendliche durchgesetzt werden kann. Er soll dabei insbesondere auch prüfen, ob der Entzug des Alkoholverkaufspatents nach Missachtung des Verkaufsverbots zum Ziel führen könnte. (Der Bundesrat verweist auf die Strategieplanung im BAG per Ende 2007, er unterstützt das Postulat)
06.09.2006 Der September-Newsletter von Infoset ist erschienen. Er bringt wieder Informationen aus dem ganzen Suchtbereich, vor allem aus der Schweiz.  Bestellformular
28.08.2006 Nochmals weniger Verkehrstote in der Schweiz. Im 1. Halbjahr 2006 waren 17% weniger Verkehrstote zu beklagen als im 1. Sem. 2005. Der tiefere Stand von 2005, nach Einführung der 0,5‰-Grenze, konnte somit nicht nur gehalten, sondern noch wesentlich verbessert werden.
(Quelle: Tages-Anzeiger, 23.8.06)
28.08.2006 Drei Betrunkene Burschen fuhren in der Nacht zum Sonntag von Gampel ins Nachbardorf Steg im Wallis und schossen u.a. auf ein Einfamilien-Haus. Die Schüsse mit einer Uzi Maschinenpistole verletzten zum Glück niemanden. Die drei konnten verhaftet und die Waffe sichergestellt werden.
(Quelle: Tages-Anzeiger, 28.8.06)
Kommentar: Ob dies Nachwehen des Open-Air Gampel sind, das am vorgängigen verlängerten Wochenende stattfand und von Einheimischen als grosses Besäufnis geschildert wird? Die Gemeindewebseite spricht vom Open-Air von Kultur!
28.08.2006 In Winterthur hat die Stadtpolizei an zwei Dorffesten Alkoholtestkäufe organisiert. An einem verkauften vier von fünf Testbeizen Alkohol an Jugendliche, beim anderen eine von fünf. Die Hälfte der Festbeizen wurde verzeigt.
Kommentar: Gut, dass diese Szene nun auch einbezogen wird. Die Vereine müssten ihre Verantwortung auch wahrnehmen. Da wäre im ganzen Land noch viel zu tun.
(Quelle: Tages-Anzeiger, 23.8.06)
28.08.2006 Radio DRS2 brachte heute einen breit angelegten Bericht über die Situation der Bordeaux-Weine. Kommentar: Die Händler wird die Gratis(?)werbung freuen, die einheimischen Winzer weniger.
(Quelle: Radio DRS2, 28.8.06, 09.05 und 18.30 Uhr) 26:45
28.06.2006 Am 24.8.06 war Kinostart des Films "Thank You for Smoking" In dieser frechen Satire über die US-Tabak-Lobbyisten wird gezeigt, wie Leute nichts anderes tun als die Wahrheit zu verdrehen. In Amerika heissen sie "Spin Doctors".
(Quelle: TELE Nr. 33/06; Tages-Anzeiger, 23.8.06) TA-Blog, 26.8.06
Kommentar: Wie wär's mit einem Film über die Alkoholindustrie?
15.08.2006 An der Street Parade in Zürich soll weiterhin Bier verkauft werden.
(Quelle: Tages-Anzeiger, 15.8.06)
Trotz massiver Alkoholprobleme auch an der Parade vom letzten Samstag wollen die Organisatoren am Bierverkauf festhalten. Sie seien auf den Biersponsor angewiesen. (Bis 2003 ging es ohne.) Man müsste ein städtisches Bierverbot verhängen. Die Leute würden das Bier einfach anderswo kaufen.
Kommentar: Sie würden sicher weniger anderswo kaufen, weil es aufwändiger ist. Die Erhältlichkeit spielt bekanntlich eine Rolle. Sponsoren müsste es auch andere geben.
07.08.2006 Geplante Vernehmlassung des Bundesrates über die ausserparlamentarischen Kommissionen. Dauer: 1.10.-1.12.06 Es ist beabsichtigt durch eine Teiländerung des Regierungs- und Verwaltungsorganisationsgesetzes (SR, 172.010, RVOG) dem Bundesrat die Kompetenz zur Aufhebung oder Zusammenlegung ausserparlamentarischer Kommissionen zu übertragen, selbst wenn diese im Gesetz selber vorgesehen sind.
Kommentar: Mann kann gespannt sein, ob die Eidg. Komm. für Alkoholfragen dieser Reorganisation zum Opfer fallen soll. Sollte sie in einer allgemeinen Drogenkommission aufgehen, wäre die Alkoholfrage nicht mehr genügend vertreten.
07.08.2006 Die Vernehmlassung zur Verordnung über das neue Radio- und Fernsehgesetz läuft noch bis 18.8.06. Kommentar: Obwohl das Parlament wegen des Artikels über die Alkoholwerbung lange gestritten hat, wurde nur eine einzige Stelle aus dem alkoholkritischen Feld zur Vernehmlassung eingeladen, die SFA Lausanne. (Bei einer Liste von 4 1/2 Seiten) Allerdings ist jedermann berechtigt, eine Stellungnahme abzugeben. Unterlagen: Bericht | Vorlage | Begleitschreiben | Adressatenliste
04.08.2006 Zahlen & Fakten der SFA:

(Quelle: Infoset)

 Die Schweizerische Fachstelle für Alkohol und andere Drogenprobleme (SFA) hat diverse Updates zur Online-Ausgabe von "Zahlen & Fakten" ins Netz gestellt. Die Aktualisierungen betreffen die Kapitel Alkohol, illegale Drogen und Tabak.
04.08.2006 Zum Bundesgesetz über Radio und Fernsehen, (pdf, 53S., 242Kb) das im Parlament verabschiedet wurde:
(Quelle: Infoset)
Der Fachverband Sucht fordert in einer Stellungnahme (pdf, 2S., 90Kb) Nachbesserungen: Alkoholwerbung soll nicht nur im Umfeld von Kinder- und Jugend-sendungen untersagt sein. Diese seien nicht klar zu definieren, und Kinder und Jugendliche würden ihren Fernsehkonsum auch kaum nach etwaigen Definitionen ausrichten. Deshalb schlägt der Fachverband vor, eine zeitliche Regelung zu erlassen: Alkoholwerbung soll demnach nur zwischen 21.00 und 06.00 Uhr möglich sein.
04.08.2006 Der August-Newsletter von Infoset ist erschienen Er bringt Neuigkeiten aus allen Suchtgebieten, vor allem aus der Schweiz.
Zum Bestellformular
03.08.2006 Gemäss heutiger NZZ wollen die Zürcher Ärzte in der Politik mehr mitreden. Neben der Unterstützung von Wahlkandidaten soll ein Polit-Komitee gebildet werden. Junge Ärzte, die sich für die Politik interessieren, sollen unterstützt werden.
Kommentar: Hoffentlich engagieren sich diese Kreise dann nicht nur für ihre Standesinteressen sondern auch für Fragen der öffentlichen Gesundheit.
03.08.2006 Die 1. Augustfeier in Basel litt unter Alkoholexzessen. (Quelle: Basler Zeitung online, 1.8.06; Tages-Anzeiger, 2.8.06) Kriminalkommissär Peter Gill schrieb die hohe Gewaltbereitschaft dem heissen Wetter und dem massiven Alkoholkonsum zu. Die Polizei musste entlang des Rheins unzählige Schlägereien schlichten und leistete innerhalb 24 Stunden 132 Einsätze nach 720 Telefonanrufen.  NZZ-online 3.8.06
Kommentar: Die Polizei durfte sich wieder einmal mit den Früchten unserer sogenannten Alkoholkultur auseinandersetzen. Wann wehrt sie sich endlich für eine richtige Alkoholpolitik?  
01.08.2006 In Zürich ist neuerdings bei Sportlern das bayrische Weizenbier Erdinger alkoholfrei beliebt. Am Züri-Triathlon trat die bayrische Brauerei als Sponsor auf und verteilte fast 5000 Halbliterflaschen. Rivella habe Konkurrenz erhalten, berichtet der Tages-Anzeiger, Züri-Tip vom 27.7.06
28.07.2006 Der Bund will per 2007 die Mofa- und Velolenker bei der Promillegrenze entlasten. (Quelle: Tages-Anzeiger, 28.7.06) Bisher galt: Mit 0,8‰ mussten Polizisten mit dem Täter ins nächste Spital zur Blutprobe. Das verursacht viel Zeitaufwand und Kosten von Fr. 300 - 400.-- bei kleinem Ertrag: Busse bis Fr. 150.-. Die kantonale Polizeidirektoren haben deshalb beim Bund lobbyiert. Neu soll nun die Grenze auf 1,1‰ erhöht werden.
27.07.2006 Zwei Winterthurer Gemeinderäte haben eine Interpellation eingereicht mit der Überschrift: Ausgangsregelung für Jugendliche Gabi Bienz CVP und Nik Gugger EVP erreichten mit ihrer Interpellation vom 10.7.06 eine unerwartete Medienpräsenz, nachdem "Der Landbote" auf der Frontseite getitelt  hatte: "Politiker wollen Ausgangssperre". Der Stadtrat hat 6 Monate Zeit für eine Antwort.
(Quelle: Winterthurer Zeitung, 27.7.06)
24.07.2006 Das BAG (Bundesamt für Gesundheit) will die Vorschriften für Wein voraussichtlich auf Anfang 2007 ändern. In Anpassung an die EU-Richtlinien, die auf Druck der USA geändert wurden, soll der Wein mit Holzschnitzeln angereichert werden können, um den Geschmack von Eichenfasslagerung zu erzielen. Eine Deklaration sei nicht erforderlich.
(Quelle: Tages-Anzeiger, 18.7.06)
Kommentar: Im Wein sei Wahrheit, hiess es einmal.
17.07.2006 In einer Pressemitteilung teilt die SFA (Schweiz. Fachstelle für Alkohol- und andere Drogenprobleme mit, dass der neue Promille-Grenzwert gut akzeptiert wird.
Eine erste Bilanz anderthalb Jahre nach der Senkung des Promille-Grenzwerts von 0,8 auf 0,5 fällt positiv aus: Drei Viertel der Personen mit Führerschein sind der Ansicht, die Senkung habe "positive Auswirkungen" gehabt. Dies geht aus einer repräsentativen Umfrage hervor, die das Marktforschungsinstitut amPuls im Auftrag der SFA, der Schweizerischen Beratungsstelle für Unfallverhütung und anderer Auftraggeber durchgeführt hat. Die Zahl der Personen, die in Unfällen mit Alkoholeinfluss schwer verletzt oder getötet worden sind, ging denn auch innert Jahresfrist um 14 Prozent zurück.
13.07.2006 Im "Der Bund" erschien am 16.6.06 ein ausführlicher Artikel zum EU-Bericht "Alcohol in Europe" Noch vor der Biersteuerdebatte im Nationalrat brachte der Artikel wesentliche Aspekte auch die Schweiz betreffend.
Kommentar: Leider hat der Nationalrat daraus keine wirklichen Konsequenzen gezogen. Vielleicht hätte es genützt, wenn mehrere Zeitungen berichtet hätten.
13.07.2006 Die "Standpunkte" 3/06 der SFA Lausanne sind erschienen. Darin ein Artikel "Wie Jugendliche im Rausch der Einsamkeit entfliehen"
08.07.2006 Der Juli-Newsletter von Infoset ist erschienen Er bringt Informationen aus dem ganzen Suchtbereich, vor allem aus dem Inland. Sie können ihn auf deren Homepage bestellen.
06.07.2006 AlKOHOL - Kein gewöhnliches Konsumgut. Der Untertitel heisst: Welche alkoholpolitischen Massnahmen sind wirksam? Dieses neue Standardwerk von Thomas Babor u.a. wurde von der SFA (Schweiz. Fachstelle für Alkohol und andere Drogenprobleme) in einer A5-Broschüre von 27 Seiten als Zusammenfassung für die Schweiz herausgebracht.
Kommentar: Diese Broschüre gehört in die Hand jedes Politikers, jeder Politikerin und jedes, jeder an sozialen Fragen Interessierten.
Quelle: SFA Lausanne, Gratisbroschüre
28.06.2006 Alkohol-Testkäufe in Pfäffikon, Illnau-Effretikon, Uster und Wetzikon zeigen eine deutliche Verbesserung.
Bereits zum dritten Mal in drei Jahren fanden dort Alkohol-Testkäufe statt.  Nur 23 von 160 Jugendlichen erhielten Alkohol, was 14% entspricht. Die Verbesserung dieses Resultats sei nicht zuletzt auf die breit geführte Information, Sensibilisierung und Schulung der Suchtpräventionsstelle und der Gemeinden und Städte zurückzuführen, schreibt die Suchtpräventionsstelle Zürich-Oberland. http://www.sucht-praevention.ch
Kommentar: Endlich! Leider gibt der Bericht keine Einzelheiten über die Gemeinden bekannt.
24.06.2006 Dank der neuen Promillegrenze 20% weniger Verkehrstote 2005

(Quelle: Tages-Anzeiger, Schweizer Fernsehen)

Das Bundesamt für Statistik gab gestern die definitiven Zahlen bekannt. Noch nie gab es so wenig Verkehrsopfer. Der Rückgang bei den alkoholbedingten Toten lag bei 22%.
Kommentar: Auch wenn es immer noch gegenteilige Stimmen gibt, die die Hauptursache des Rückgangs woanders sehen, z.B. Hr. Triponnez vom Gewerbeverband, so ist doch die Einsicht weitverbreitet, dass der wahre Grund bei der neuen 0,5‰-Grenze liegt. Ob sich die Politiker Rechenschaft darüber ablegen, wie viele Tote und Verletzte sie durch ihr langes Zögern auf dem Gewissen haben?
23.06.2006 Im Grossen Rat des Kt. Bern wurde eine Motion zum Alkoholverkauf an Tankstellen eingereicht, der bereits 20% des Umsatzes dieser Läden ausmacht. (Quelle: Der Landbote, 21.6.06) Sie verlangt, sämtliche Tankstellenshops im Kanton seien alkoholfrei zu führen.
In den Kantonen Genf, Jura und Waadt bestehen bereits Einschränkungen.
Kommentar: Die Immagekampagne der Erdölvereinigung ist vor allem im Lichte drohender Verkaufsverbote zu sehen. Dass sie nur auf den Kanton Zürich beschränkt wurde, lässt Zweifel an der Ernsthaftigkeit aufkommen. Der Schaden, den diese Läden bei unserer Bevölkerung anrichten, hätte vermieden werden können, wären die Behörden beim Aufkommen der ersten Tankstellenshops auf die vehementen Einsprachen eingegangen, die von Präventionsseite erhoben worden waren.
23.06.2006 Auch in Zürich gab es schon Verzeigungen nach Testkäufen. In einem Leserbrief im Tages-Anzeiger vom 23.6.06 erklärt Urs Rohr von der Suchtpräventionsstelle, dass bereits letztes Jahr in Zürich 22 Verzeigungen durch die Gewerbepolizei erfolgten, Im laufenden Jahr seien es schon 16.
20.06.2006 Die Erdöl-Vereinigung will ihre Tankstellenshops mit einem Pilotprojekt im Kt. Zürich zur Einhaltung der gesetzlichen Pflichten zwingen. Sie reagiert mit einer Sensibilisierungskampagne auf die schlechten Ergebnisse bei Testkäufen in Zürich und will den Anteil der verbotenen Verkäufe von 60 auf zehn bis 20 Prozent senken. Fehlbares Personal und Halter sollen gebüsst, evtl. soll ihnen gekündigt werden. Ein Verzicht auf das Alkoholgeschäft generell komme nicht in Frage.
Kommentar: Seit den ersten Testkäufen in Basel hat es gegen 10 Jahre gedauert, bis von dieser Seite eine Reaktion erkennbar wird. Ob es mehr ist als Imagepflege wird sich noch zeigen müssen. (Quelle: Radio SRG, BaslerZeitung online, 20.6.06)
13.06.2006 Der Bundesrat hat eine Anfrage von Nationalrat Ruedi Noser beantwortet. 06.1011 A Noser Ruedi  - Anfrage.
Koordination der Prävention im Hinblick auf die Euro 08
09.06.2006 Nationalrätin Marty Kälin Barbara hat am 11.5.06 ein Postulat eingereicht, das noch nicht behandelt wurde. 06.3222 Po. Marty Kälin Barbara. Verschärfte Sanktionen bei Alkoholverkauf an Jugendliche
Kommentar: Gerade heute wird im Tages-Anzeiger berichtet, dass in Zürich wieder Testverkäufe durchgeführt worden sind. Resultat: über 50% Gesetzesübertretungen. Diese sollen nun geahndet werden. 
08.06.2006 Der Newsletter Juni 06 von Infoset ist erschienen. Informationen zusammengefasst aus allen Suchtgebieten, vor allem schweizerische.
08.06.2006 Die "Nationale Gesundheitspolitik Schweiz" gibt Newsletter Mai 06 heraus. Der Bericht "Gesundheitspolitiken in der Schweiz: Potential für eine nationale Gesundheitspolitik" wird vorgestellt.
08.06.2006 Der Jahresbericht der Eidg. Alkoholverwaltung ist erschienen. Neben vielen Zahlen wird über das Projekt "Gemeinden handeln" berichtet. 80 Gemeinden sind inzwischen beteiligt. Ein zweiter Artikel beleuchtet die heutige Situation nach der Absinth-Legalisierung. Es wird weiter heimlich gebrannt.
08.06.2006 Der Winterthurer Stadtrat schafft eine Fachstelle Gesundheit. Die 80%-Stelle soll als Anlauf- und Koordinationsstelle in der Stadtverwaltung dienen und die Geschäfte der ebenfalls neu geschaffenen Kommission Gesundheit und Prävention leiten. (Quelle: Tages-Anzeiger, 8.6.06)
06.06.2006 Chronologisches Programm der Sommersession im Nationalrat http://web.archive.org/web/20060619015514/http://www.parlament.ch/se-sessionsprogramm-nr-ss-2006.pdf

u.a. am 9.6.06: Bundesgesetz über die Biersteuer

06.06.2006 Programm der Sommersession im Ständerat Heute beginnt die Session.
http://web.archive.org/web/20061214050912/http://www.parlament.ch/se-ss-sr-2006.pdf

Chronologisches Programm: http://web.archive.org/web/20070507154618/http://www.parlament.ch/se-sessionsprogramm-sr-ss-2006.pdf

u.a. am 13.6.06: Bundesgesetz über die Biersteuer

22.05.2006 Im Kt. Luzern lehnt das Stimmvolk die Ausdehnung der Ladenöffnungszeiten ab. Sowohl die vollständige Liberalisierung wie auch eine weniger weit gehende Variante wurden abgelehnt.baz.ch - Basler Zeitung Online, 22.5.06
20.05.2006 Das Bundesamt für Gesundheit gab bekannt, dass der Zigarettenkonsum zurückgeht. Bei Schweizern zwischen 14 und 65 Jahren ist er während der letzten 5 Jahre von 33% auf 30% gesunken. Bei den 14- bis 19-Jährigen sank er von 31% auf 25%. 
Kommentar: Das Preisargument sticht. Genau wie beim Alkohol. 
(Quelle: Tages-Anzeiger, 20.5.06)
19.05.2006 Über 500 Journalisten der Westschweiz haben ihre Verleger in einer Petition kritisiert. 
baz.ch - Basler Zeitung Online

Ihre Hauptforderung: Werbung soll wieder klar von redaktionellen Beiträgen getrennt werden. In den letzten Jahren habe sich unter dem Druck rückläufiger Werbeeinnahmen diese Grenze immer mehr verwischt, schreibt die Gruppe «Info en danger» ("Medien in Gefahr") in einem Communiqué vom Mittwoch. Die Verleger hätten den Redaktionen immer grössere Konzessionen gegenüber den Werbekunden aufgezwungen. Immer mehr solle auch bloss unterhalten statt informiert werden. 
Kommentar: Wann protestieren die Deutschweizer Journalisten? Das passt genau zu unserer Beschwerde beim Presserat.

19.05.2006 Die "Standpunkte" 2/06 der SFA sind erschienen Schweiz. Fachstelle für Alkohol- und andere Drogen, Lausanne u.a.: 
- Aufatmen im Tessin, Aufhorchen in der übrigen Schweiz
- 4,2 Milliarden zu Lasten der Allgemeinheit
- Drogen machen nicht vor Gefängnismauern Halt
19.05.2006 Die Regierung des Kt. Waadt stellte am 18.5.06 einen Gesetzesentwurf vor. (Quelle: Tages-Anzeiger, 19.5.06) Danach soll Werbung für Alkohol mit über 15-Volumen% und für Tabak ein bisschen verboten werden. Erlaubt wäre weiterhin Werbung in der Presse, im Kino, an Verkaufs- stellen, bei Sport- und Kulturveranstaltungen; letztere weil sie oft gesponsert werden.
Kommentar: Das ist mehr als halbherzig, ziemlich nutzlos, ein Alibigesetz. 
19.05.2006 Der Tages-Anzeiger titelt am 19.5.06: "Die Street Parade will Körper und Kopf bewegen" Das Motto der diesjährigen Parade soll sein: "Move your mind - don't be blind". Die Organisatoren geben allerdings dazu ein schlechtes Beispiel, denn sie erlauben weiterhin den Bierverkauf, und ihre Hauptsponsoren sind ausgerechnet ein Bierhersteller und eine Zigarettenmarke. D.h. sie wirken ihrem Motto direkt entgegen. Warum sind sie so blind? In der Online-Version wird dies nicht erwähnt.
19.05.2006 Meisterfeier für den FCZ beim Zürcher Stadtrat. (Quelle: Tages-Anzeiger, 18.5.06) Dieses Jahr wird der Stadtrat nur in kleinem Rahmen Spieler und Vorstand im Muraltengut empfangen. Freibier für die Bevölkerung wird es keines mehr geben. 
Kommentar: Der Stadtrat scheint etwas gelernt zu haben.
16.05.2006 Diageo Schweiz bringt einen Newsletter, in dem sie ihre Haltung in der Prävention propagieren und versuchen, die öffentliche Meinung zu  manipulieren.  Der weltweit grösste Alkoholmulti (Schnaps, Alcopops) hat uns mit seinem Newsletter beehrt. An zweiter Stelle berichtet er über eine Umfrage bei 800 Personen, welche Präventiv-Massnahmen nötig seien. Selbstverständlich werden Alkoholsteuern, die am besten wirken, nicht erwähnt. Dafür würden Aufklärung in Schule und Familie gefordert, die kaum nützen, und die bessere Kontrolle der Einhaltung von Altersgrenzen bei Verkäufen. (Wir hatten uns entschlossen, trotz Einladung, nicht an der Umfrage teilzunehmen.) Wir werden versuchen, die Newsletter im Detail zu kommentieren, falls die Zeit reicht. Die Naiven und die unwilligen Politiker werden natürlich in Zukunft gerne die Schalmeien der Alkoholindustrie hören und verwenden und keine Gegenargumente hören wollen.
12.05.2006 Das Programm der Sommersession 06 des Ständerates ist erschienen. 6. - 23. Juni 2006, u.a. mit
13.06.06: Bundesgesetz über die Biersteuer
12.05.2006 Das Programm der Sommersession 06 des Nationalrats ist erschienen. 6. - 23. Juni 2006, u.a. mit
09.06.06: Bundesgesetz über die Biersteuer
15.06.06: Kt. Iv. NE: Eidg. Pensionskasse für Landwirte und Weinbauern.
10.05.2006 Communica Nr. 2/2006 der Eidgenössischen Alkoholverwaltung (EAV) ist erschienen. Aus dem Inhalt: Anonyme Alkoholiker, Taverne de la Madeleine, Präventionskonzepte der Zukunft, Spirituosenverkauf in Geschäften.

(Quelle: Infoset Newsletter, Mai 06)

10.05.2006 Spectra Nr. 55, April 06: Gesundheitsförderung und Prävention - Informationsschrift  des (BAG) Bundesamtes für Gesundheit ist erschienen. Die aktuelle Ausgabe (pdf, 8S., 788kb) beschäftigt sich schwerpunktmässig mit dem Thema Wissenstransfer. Aus dem Inhalt, u.a.:
  • Biersteuergesetz: Ein Vollrausch für drei Franken

(Quelle: Infoset Newsletter, Mai 06)

10.05.2006 Die SFA, Schweiz. Fachstelle für Alkohol- und andere Drogenprobleme hat Statistiken aktualisiert. Zahlen & Fakten: Diverse Updates zur Online-Ausgabe von "Zahlen & Fakten". Die Aktualisierungen betreffen die Kapitel Alkohol und Tabak.

(Quelle: Infoset Newsletter, Mai 06)

10.05.2006 Der Infoset Newsletter, Mai 06 ist erschienen. Er bringt Informationen und Links des vergangenen Monats zu allen Suchtproblemen.
Abonnieren
10.05.2006 Spirituosenstatistik 2005 der Eidgenössischen Alkoholverwaltung (EAV)
(Quelle: Infoset Newsletter, Mai 06)
Der Schweizer Spirituosenmarkt ist einerseits stark vom Import geprägt, andererseits hält der Boom zum selber Brennen lassen an. Die EAV hat statistische Daten (pdf, 4S., 185kb) zum Schweizer Spirituosenmarkt 2005 publiziert. Der Pro-Kopf-Konsum von Spirituosen ist demnach im vergangenen Jahr leicht gesunken. Nach der Einführung einer Steuer (Infoset berichtete) ist der Absatz der bei Jugendlichen beliebten Alcopops eingebrochen. Artikel in der Neuen Zürcher Zeitung (NZZ).
10.05.2006 Die Webseite der SFA, Schweiz. Fachstelle für Alkohol- und andere Drogenprobleme erhielt eine neue Rubrik aufgeschaltet. Kinder aus alkoholbelasteten Familien
Angebote für Kinder und Jugendliche
  • Telefonberatung
  • Internetberatung
  • Kantonale Alkoholberatungstellen etc.
09.05.2006 Der Kanton Zug hat als erster Kanton einen Alkohol-Aktions-Plan 2006-11 herausgebracht.

Die "Drogenkonferenz" des Kt. Zug (3 von 7 Regierungsräte und 4 von 11 Vertretern der Stadt) haben den Plan genehmigt. Er ist mit dem Eidg. Alkohol-Aktionsplan kompatibel und enthält Ziele auf den Gebieten Information, Frühintervention und gesetzliche Massnahmen. 2011 soll eine Evaluation erfolgen. Gesundheitsamt Zug   

09.05.2006 Die STIFTUNG FÜR KONSUMENTENSCHUTZ hat in ihrem NEWSLETTER 04/06, April 2006 ihre Antwort auf die BAG Vernehmlassung veröffentlicht.  Stellungnahme zu "Vision und Thesen zur Neuregelung von Prävention und Gesundheitsförderung in der Schweiz"

Sie befürwortet das Verursacherprinzip und die Erhebung entsprechender Steuern.

08.05.2006 In Winterthur werden die Gebühren für Restaurant- Plätze im Freien stark erhöht. Die Wirte freut es natürlich nicht. An Toplagen verdoppelt sie sich. Die Stadt kann statt Fr. 100'000 gegen Fr. 200'000 einnehmen. 
(Quelle: Tages-Anzeiger, 28.4.06)
08.05.2006 Der Tages-Anzeiger titelte am 25.4.06: Solidarität nützt vorab den Wirten. Gemeint ist die Tatsache, dass bei der Arbeitslosenversicherung das Gastgewerbe weit überdurchschnittlich profitiert und von den andern Branchen "subventioniert" wird. Kostendeckende Prämien müssten hier um 5,5% höher sein. 
Kommentar: Die hohe Arbeitslosigkeit im Gastgewerbe hängt mindestens zum Teil mit den vielen Schliessungen zusammen. So wird Risiko auf die Allgemeinheit abgewälzt.
08.05.2006 In Zürich fand am 21.4.06 die 81. Mitgliederversammlung der Schweizer Werbung statt. Sie stand ganz im Zeichen von Politik und Wirtschaft. Sowohl SW-Präsident Carlo Schmid als auch die Gastreferenten, Bundesrat Christoph Blocher und Regierungsrätin Rita Fuhrer, stellten die Bedeutung der Werbung in einen grösseren Zusammenhang. Und Blocher und Fuhrer solidarisierten sich mit der durch Einschränkungen bedrohten Branche. Blocher u.a.: "Der Markt ist gnadenlos und kennt keine Moral". (Quelle: Schweizer Werbung SW - Aktuell - Newsartikel)
Kommentar: Deshalb muss man die Wirtschaft gewähren lassen? Primat der Wirtschaft vor der Politik. Solche Politiker müssten zurücktreten. Sie verkaufen ihr Volk.
08.05.2006 Im Ktipp Nr. 8 vom 19.4.06 erschien ein Bier-Test. Titel: Gutes Bier muss nicht teuer sein  Willkommen bei www.konsuminfo.ch (Registrierung)
Unser Leserbrief wurde nicht veröffentlicht.
20 Sorten wurden von 18 Bierliebhabern getestet: 12 Normal-, 2 Leicht- und 6 alkoholfreie Biere. Geschmacklich gehörte das billigste zu den zwei besten. (Eigenmarke von Aldi) 5 der alkoholfreien landeten am Schluss. Aber der Clou: Keines der alkoholfreien wurde als solches erkannt! (Wie auch schon in früheren Blindtests)
Kommentar: Äusserst bedenklich der 1. Rang des billigsten: 32 Rp. für 33 cl. Da wäre wirklich eine rasche Intervention des Parlaments gefordert! Die Brauer dürften sich ruhig etwas anstrengen, um die geschmackliche Attraktivität der Alkoholfreien zu verbessern. Das könnte auch Werbekosten sparen.
08.05.2006 Die Kommission für Wirtschaft und Abgaben des Nationalrates hat die Biersteuervorlage zu Ende beraten. Die Mehrheit der Kommission hat sich für die bereits im Ständerat angenommene Vorlage des Bundesrates ausgesprochen. Das Bundesgesetz über die Biersteuer          ( 05.071 ) wird in der Sommersession im Nationalrat behandelt.
Medienmitteilung, 2.5.06
12.04.2006 Seit dem 6. April 2006 hat die BAG WebSite eine neue Struktur. Die Links sind gelöscht oder umadressiert worden. Bitte die Suchfunktion des BAG benützen.
11.04.2006 Gemäss einer Umfrage der Zeitschrift «Readers's Digest» hören Schweizer und Schweizerinnen auf Experten.(Quelle: Basler Zeitung online, 10.4.06)

So lassen sich beispielsweise fast zwei Drittel für eine Diät direkt vom Arzt oder Diät-Experten beraten. Mehr als 40 Prozent erkundigen sich aber auch im engen Bekanntenkreis oder bei Nachbarn.
Kommentar: Unsere Politikerinnen und Politiker sind bei der Alkoholfrage mehrheitlich  meist keine typischen Schweizer. Dabei geht es bei ihnen um das Wohl des Volkes und um Milliardenschäden, nicht nur um die eigene Gesundheit oder einen Autokauf. 

10.04.2006 Die Kommission für soziale Sicherheit und Gesundheit des Nationalrates beantragt, die Biersteuer substantiell anzuheben.  J

Medienmitteilung, 10.4.06

Zum Bundesgesetz über die Biersteuer ( 05.071 s) hat die SGK-N mit 10 zu 9 Stimmen einen Mitbericht an die Wirtschaftskommission des Nationalrates (WAK-N) beschlossen, in dem sie dieser beantragt, die Biersteuer substanziell anzuheben und die Bierpops den Alcopops gleichzustellen; dies im Sinne einer gesundheitspolitischen Präventionsmassnahme. Die Sitzung fand am 6./7. April 2006 unter dem Vorsitz von Nationalrat Pierre Triponez (FDP, BE) und der teilweisen Teilnahme von Bundesrat Pascal Couchepin in Bern statt.
06.04.2006 Die Standpunkte 1/06 der SFA sind erschienen. U.a. mit:
Kein Alkohol  unter 21 Jahren - ein Rezept für die Schweiz? Jugendschutz in Amerika und Europa.    Die Holländer haben ähnliche Diskussionen: Siehe holländische Veranstaltung am 30.5.06 und Flugblatt (engl.)
06.04.2006 Aufhebung des Absinthverbots: Ein Jahr danach

Medienmitteilung der Eidg. Alkoholverwaltung:
In den acht Neuenburger Brennereien, die eine Konzession der Eidgenössischen Alkoholverwaltung besitzen, wurden fast 120 000 Liter Absinth hergestellt.
Seit der Aufhebung des Verbots am 1. März 2005 betrug die Absinthproduktion in der Schweiz insgesamt 130 000 Liter, 15 000 Liter wurden importiert, 11 000 Liter exportiert. Fast 90 Prozent der Produktion stammt aus dem Val-de-Travers (NE), wo dreizehn verschiedene Produzenten nach ihrem Rezept Absinth herstellen und als Eigenmarke in den Handel bringen. Noch haben sich jedoch nicht alle heimlichen Brennereien gemeldet, und Recherchen haben gezeigt, dass einige von ihnen nach wie vor illegalen Schnaps brennen. 

06.04.2006 Der April-Newsletter von infoset  ist erschienen. Informationen und Links zu allen Suchtbereichen. Infoset-Homepage
Hier ist das Newsletter-Bestellformular.
05.04.2006 Ein Modellversuch im Strafvollzug des Kt. Zürich, u.a.  mit alkoholisierten Fahrern und Rasern, hat Erfolg. Die Teilnehmer an Gruppensitzungen mit Lernprogramm hätten weniger Rückfälle aufgewiesen als die Kontrollgruppe. Der Bund findet das Programm mustergültig. Es hat bereits eine englische Auszeichnung erhalten. Luzern und St. Gallen bieten ähnliche Programme an. (Quelle: Tages-Anzeiger, 5.4.06)      NZZ online, 5.4.06
24.03.2006 Der Bundesrat prüft die Einführung von Mindestpreisen für Zigaretten. 05.3496  Motion. Volksgesundheit. Erhöhung der Tabaksteuer von Donzé Walter
Eine weitere Steuererhöhung will er erst dann vorschlagen, wenn damit der bestmögliche Steuerertrag erzielt werden kann. Die Preise aller Tabakprodukte sollen der EU angeglichen werden. Die Motion lehnt er ab.
(Quelle: baz.ch - Basler Zeitung Online)
22.03.2006 Blauring und Jungwacht wollen sich in den nächsten vier Jahren gesellschaftspolitisch neu positionieren. Diese grössten katholischen Jugendorganisationen der deutschen Schweiz mit 32'000 Mitgliedern feiern im nächsten Jahr ihr 75-Jahr-Jubiläum. Sie wollen Papiere zu den Themen Suchtmittel, Integration und sexuelle Ausbeutung ausarbeiten. Dies haben die Kantonsdelegierten am Samstag an ihrer Bundesversammlung in Luzern beschlossen. 
(Quelle: baz.ch - Basler Zeitung Online)
22.03.2006 In Zürich fanden erstmals Testkäufe vor laufender Kamera statt. 
SF1, Text, 21.3.06
Das Schweizer Fernsehen zeigte die Bilder in "Schweiz aktuell" am 21.3.06.(Video) 20 Tankstellenshops wurden von je einem 14-jährigen Burschen und Mädchen getestet. Mehr als die Hälfte der Läden verkauften anstandslos Alcopops und Bier. Diese werden gebüsst. Kommentar: Der Patententzug erfolgt immer noch viel zu spät.
19.03.2006 Sicherheitsexperten fordern Alkoholverbote an der Europameisterschaft 2008 in der Schweiz.  Generelles Verbot für heikle Fussballspiele, nur Leichtbier während der ganzen EM, innerhalb der Stadien gilt, ausgenommen die VIP-Lounges, ein generelles Alkoholverbot. Soweit der Sicherheitsexperte Christoph Vögeli. Für Verbote in Städten seien die Kantone und Städte zuständig. (Quelle: Sonntagszeitung, 19.3.06)
16.03.2006 Der Bundesrat befürwortet die Motion 05.3151 von Nationalrat Rolf Hegetschweiler: Alkoholgesetz. Änderung 05.3151 Mo. Hegetschweiler Rolf: Der Motionär möchte die Einfuhr von Alkohol, der nicht Trinkzwecken dient, aus dem Alkoholmonopol des Bundes entlassen. Der Bundesrat ist einverstanden, geht es doch um  Bioethanol, das dem Benzin beigemischt werden soll, um den CO2-Ausstoss zu reduzieren und fossile Energie durch erneuerbare zu ersetzen. 
16.03.2006 Neu: Alkoholbedingte Gewalt gegen Bären! 
(Quelle: Tages-Anzeiger, 16.3.06)
Zwei 20-Jährige stehen in Zürich vor Gericht, weil sie unter Alkohol- und Cannabiseinfluss mit einer Eisenstange auf einen der über 600 Plastikbären eingeschlagen haben sollen, die Zürichs Innenstadt letzten Sommer "zierten". Zwei andere waren schon gebüsst worden.
15.03.2006 Alkoholwerbung: Berner Regierung ignoriert Verbotsauftrag
Quelle: 20minuten)
Der Knatsch um ein Werbeverbot für Alkohol geht weiter: Nun hat die Berner Regierung das Verbot aus der Gesetzesvorlage gekippt – entgegen dem Parlamentsentscheid. Grossrat Ruedi Löffel verspricht: «Ich werde Anträge stellen, damit der ursprüngliche Vorschlag der Regierung wieder gilt – inklusive Alkohol-Werbeverbot.» Der Grosse Rat behandelt die Vorlage in der am 20. März beginnenden Session. Kommissionsbericht vom 3.2.06
13.03.2006 79,1% stimmten gestern im Kanton Tessin für rauchfreie Gastbetriebe. J (Quelle:
Tages-Anzeiger, 13.3.06)
Basler Zeitung, 13.3.06
Dieser Entscheid wird für die übrige Schweiz Konsequenzen haben. In 10 Kantonen laufen schon ähnliche Bestrebungen, und der Bund versucht es mit dem Arbeitsrecht. 
Kommentar: Leider ist im Alkoholsektor die Interessenlage noch nicht so offensichtlich, und die Presse verhält sich dort immer noch mehrheitlich passiv, obwohl die Zigarettenwerbung mindestens so stark ist wie die Alkoholwerbung.
12.03.2006 Der Sonntagsblick vom 5.3.06 titelte: "Die Wodka-Kids vom Hauptbahnhof"

 

Ausführlich wird über das Rauschtrinken der Jugendlichen berichtet; Zahlen einer Isopublic-Umfrage auftrags der "Schweizer Illustrierten" bei 500 Jugendlichen vom Januar werden genannt. Alarmierend sei auch die Zahl der notfallmässig in Krankenhäuser eingelieferten Kinder gemäss der noch unveröffentlichen Krankenhausstatistik 2006. Fachleute werden nach Gründen gefragt. Die Erwachsenen müssten einschreiten, sagt einer. 
Kommentar: Über das "wie einschreiten" zerbricht sich aber wie immer niemand den Kopf. 
08.03.2006 Die Presse im Kt. Zürich berichtet über die Unfallzahlen 2005 im Kanton. Winterthur bildet die Ausnahme bei den Alkohol- Unfällen. (Quellen: Tages-Anzeiger, Der Landbote, Zürcher Oberländer) Während die Zeitungskommentatoren durchwegs die sinkenden Unfallzahlen mit den Polizeikontrollen und auch mit der neuen Promilleregelung in Verbindung bringen, will der Polizeivorstand von Winterthur, Stadtrat M. Künzle, (Gemäss "Der Landbote") neue Präventionskampagnen gegen Alkohol am Steuer. "Stärker kontrollieren bringt nicht viel. Die Dunkelziffer bleibt immer hoch." In Winterthur hatten die Unfälle, entgegen dem allgemeinen Trend, um 4% zugenommen!  (Alkoholunfälle Kanton:
-- 19% bei >8‰) 
Kommentar: Der schon am 11.11.05 wegen Untätigkeit anlässlich der alkoholischen Studentenkrawalle von uns kritisierte Stadtrat scheint das falsche Ressort zu betreuen. Jetzt wäre gerade Zeit für einen Wechsel oder Rücktritt, die Ämter werden neu verteilt.
08.03.2006 Die führenden Schweizer Bildungsinstitutionen und der Schweizer Nationalfonds schliessen sich der Berliner Erklärung über offenen Zugang zu wissenschaftlichem Wissen an. Pressemitteilung vom 7.2.06
Globalisierter Wissensmarkt stellt neue Anforderungen an die Wissenschaft.
Schweizer Wissenschaftsorganisationen fördern den freien Zugang zu Forschungsresultaten. Die wichtigsten Schweizer Wissenschaftsinstitutionen haben gemeinsam die sogenannte "Berlin Declaration on Open Access to Knowledge in the Sciences and Humanities" unterzeichnet, die den offenen Zugang zu wissenschaftlichen Forschungsresultaten propagiert. Sie setzen damit ein positives Signal für die Einführung von "Open Access"-Lösungen in der Schweiz.
SNF Kommunikation - Pressemitteilungen - Laufendes Jahr
07.03.2006 Gewalttätiger FCZ-Fan vom Bezirksgericht Zürich zu 5 Mt. bedingt verurteilt. Das Freibier der Stadt Zürich zum Cupsieg des FCZ im Mai 05 führte zu Krawallen mit Gewalt gegen Beamte, Körperverletzung usw. Ein Polizist wurde erheblich verletzt. 
Kommentar: Die Stadt Zürich sass offenbar nicht auf der Anklagebank wegen Beihilfe.
(Quelle: Tages-Anzeiger, 7.3.06)
07.03.2006 Sessionsprogramm des Ständerates, Stand 6.3.06 Neu am 9.3.06: Bundesgesetz über Radio und Fernsehen, RTVG, Totalrevision
06.03.2006 Die Fachzeitschrift Abhängigkeiten 03/2005 ist erschienen:  Herausgegeben von der Schweizerischen Fachstelle für Alkohol- und andere Drogenprobleme (SFA) und dem Fachverband Sucht. Drei Beiträge sind online erhältlich: (Quelle: Infoset Direct - Newsletter März 2006)
06.03.2006 «cool and clean» - for the spirit of sport: Getragen wird das Programm von Swiss Olympic, dem Bundesamt für Sport (BASPO) und dem Bundesamt für Gesundheit (BAG). «cool and clean» richtet sich in erster Linie an Jugendliche im Alter von 10 bis 20 Jahren und setzt Leitende und Spitzensportler als Vorbilder ein. Aktuell besteht für Sportvereine die Möglichkeit sich für den Wettbewerb Sport rauchfrei einzuschreiben   (Infoset Direct - Newsletter März 2006)
06.03.2006 "Standpunkte" Nr. 1/06 der SFA ist herausgekommen. U.a.: "Was bringt ein Alkoholverbot für unter 21-Jährige?"
06.03.2006 Sessionsprogramm des Nationalrates, heutiger Stand

U.a. 224/ 98.450 n Pa.Iv. Gross Jost. Beschlagnahmte Drogengelder für die Suchtrehabilitation am 24.3.06
88/ 02.093 n Bundesgesetz über Radio und Fernsehen (RTVG). Totalrevision am 6.3.06

06.03.2006 "Seitenblick" im Tages-Anzeiger vom 6.3.06: "Eine Stange Bier für den Amtsschimmel". Zitat: "Die Zecher können ausknobeln, wie sie sich am günstigsten voll laufen lassen." Helmut Stalder befasst sich eingehend mit den Finessen des neuen Biergesetzes. Damit befasst sich heute der Ständerat. 
Kommentar: Eine Abstufung der Steuer ist an sich gerecht. Nur wenn sie dazu führt, den Einstieg zum Biertrinken noch billiger zu gestalten, wird sie kontraproduktiv. Eine Biersteuer gehörte in ein ganzes System von Alkoholsteuern eingebettet. Aber leider ist nicht das Bundesamt für Gesundheit zuständig sondern das Finanzamt.
06.03.2006 Der Newsletter von infoset ist erschienen. Er bringt Neuigkeiten aus allen Sucht-Gebieten, vor allem aus der Schweiz.
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02.03.2006 Presserat: Berichtigung einer Falschmeldung ist Pflicht Am Dienstag veröffentlichte der Presserat seinen Entscheid gegen die "Zuger Woche". Sie hatte es unterlassen, zu einem teilweise unkorrekten Artikel eine kurze Berichtigung zu bringen. Damit hätte es eine der journalistischen Pflichten verletzt. baz.ch - Basler Zeitung Online     (Siehe unsere hängige Beschwerde u.a. zum    gleichen Thema an den Presserat bei Briefe an ...)
01.03.2006 Kantonale Gesundheitsberichte durch das Gesundheitsobservatorium
c/o Office fédéral de la statistique Neuchâtel

Im Auftrag der Kantone BL, BS, BE, LU und SG hat das Obsan einen Bericht erstellt, 
welcher kantonale Gesundheitsprobleme für verschiedene Bevölkerungsgruppen identifiziert und gesundheitsförderndes sowie -schädigendes Verhalten aufzeigt. Die Daten stammen hauptsächlich aus der Schweizerischen Gesundheitsbefragung 2002.
http://www.obsan.ch/infos/publikationen/d/index.htm 

28.02.2006 Der Bundesrat unterstützt die Motion von Nationalrat Toni Bortoluzzi: Führerausweis. Neuregelung des vertrauensärztlichen Kontrolluntersuchs 05.3896. Der Bundesrat will prüfen, wie fahruntaugliche Personen leichter aus dem Verkehr gezogen werden können. Er ist bereit, eine Motion von Nationalrat Toni Bortoluzzi (SVP/ZH) entgegenzunehmen. Bortoluzzi stellte fest, dass Hausärzte Patienten, die zur sicheren Führung von Autos nicht mehr fähig sind, ihrer Aufsichtsbehörde oder der Zulassungsstelle nicht meldeten. Dies wegen des besonderen Vertrauensverhältnisses, das Arzt und Patient verbindet.
(Quelle: baz.ch - Basler Zeitung Online, 27.2.06)   05.3896 Mo. Bortoluzzi Toni
27.02.2006 Testkäufe in Winterthur ergaben, dass 59% von 39 Betrieben Bier oder Alcopops an Jugendliche verkauften. Bei den grossen Ladenketten sei eine Verbesserung feststellbar, wohl dank besserer Personalschulung.
(Quelle: Tages-Anzeiger, 27.12.06)
22.02.2006 Einfuhrzölle verteuern die Waren. Bei Weisswein und Traubensaft sehr unterschiedlich. Im Rahmen eines Interviews von Bundesrat J. Deiss im Migros Magazin Nr. 8 vom 21.2.06 wird eine Tabelle mit den Einfuhrzöllen auf verschiedenen Waren gezeigt. Auf Weisswein 59%, auf Traubensaft 237%! 
Kommentar: Dabei gibt es kaum noch einheimischen Traubensaft zu kaufen und zu schützen.    
21.02.2006 Die Migros propagiert in ihrem Magazin Nr. 7 einen Weichkäse in Wein gebadet. Der "Sélection Riesling & Sylvaner" sei 1996 an den "Cheese Olympics" in Zürich als innovativster Käse ausgezeichnet worden. 
Kommentar: Wieder eine neue Methode, auch junge Leute an den Alkoholgeschmack zu gewöhnen. Dass hier die Migros Handlangerdienste leistet, ist traurig, aber passt zu ihrer schizophrenen Politik bezüglich Alkohol.
21.02.2006 Der Markt für leichte Landweine werde enger. Die Zürcher Staatskellerei (im Besitz von Mövenpick) will 5 Weinländer Rebbauern keine Trauben mehr abnehmen. Der Markt werde geprägt von rasch wechselnden Modetrends. Qualitativ hochstehende Spezialitäten hätten eine Chance. Gefragt sind ausländische Importe. (Quelle: Tages-Anzeiger, 17.2.06)
21.02.2006 Das Programm des Nationalrates für die Sondersession im Mai ist schienen. 8. - 11. Mai 2006
21.02.2006 Das Programm des Nationalrates für die Frühjahrssession 2006 ist erschienen. 6. - 24. März 2006
u.a.: am 6.3.06: Bundesgesetz über Radio und Fernsehen, RTVG, Totalrevision
21.02.2006 Das Programm des Ständerates für die Frühjahrs-Session 2006 ist erschienen. 6. - 24. März 2006
u.a.: am 6.3.06: Bundesgesetz über die Biersteuer
           13.3.06: Bundesgesetz über Radio und Fernsehen, RTVG, Totalrevision

 

21.02.2006 Die Kommission für Verkehr und Fernmeldewesen hat die Beratungen zur Differenzbereinigung im Radio- und Fernsehgesetz (RTVG; 02.093 ) abgeschlossen. In einem wichtigen Punkt ist sie dabei auf ihren Beschluss vom 16./17. Januar 2006 zurückgekommen und beantragt ihrem Rat nun mit 14 zu 4 Stimmen am bisherigen Vorschlag des Nationalrats festzuhalten und die Zuständigkeit für die Aufsicht über Werbung und Sponsoring einer ausgebauten UBI (Unabhängige Beschwerdeinstanz für Radio und Fernsehen; neu: Unabhängige Aufsichtsbehörde) anstelle des Bundesamtes für Kommunikation (BAKOM) zu übertragen. Medienmitteilung, 14.2.06
20.02.2006 Der Infoset-Newsletter ist erschienen. Er bringt Informationen zu allen Suchtgebieten
Bestellung: redaktion@infoset.ch         http://www.infoset.ch/de/
19.02.2006 Der Laden, der im Zürcher Niederdorf bis Mitternacht Alkohol verkaufte, muss nun ab 20 Uhr schliessen. Wir berichteten am 1.12.05, dass sich die Nachbarschaft über diesen Laden beklagte. Nun hat die Polizei reagiert. Gespräche hätten nichts genützt. Auch verkaufte der Laden Alkohol an Minderjährige.
(Quelle: Tages-Anzeiger, 4.2.06)
19.02.2006 Bundesamt für Gesundheit - «Alles im Griff» Ein Glas zu viel mit Folgen Die Kampagne des BAG wird auch im Jahr 2006 weitergeführt. 
Hier die neuen Inserate und Plakate.
24.01.2006 Die Medien berichten heute über die SFA-Studie über den Zusammenhang von Sport und Alkohol bei Jugendlichen Wir haben die Untersuchung auf der Seite Forschung am 27.12.05 vorgestellt. Das grösste Risiko betr. Alkohol- und Tabakkonsum haben Sportler in Mannschafts- sportarten wegen des Gruppendrucks. D.h. diese Sportvereine erfüllen ihre oft propagierte Rolle in der Prävention (noch) nicht. Da besteht also grosser Handlungsbedarf. Siehe auch "International" am 25.1.06.
19.01.2006 MEDIENMITTEILUNG der Kommission für Wirtschaft und Abgaben des Ständerates   dazu unser Kommentar und die Medienmitteilung der SFA Sie hat die Vorlage des Bundesrates über ein Biersteuergesetz beraten und ist der Bierbranche noch weiter entgegengekommen. Es sei ein reines Steuergesetz und habe mit Prävention nichts zu tun, das sei Sache des Präventionsprogramms des Bundesrates. Kommentar: Welches? Weitere Bemerkungen beim Link.
17.01.2006 Das Open Forum Davos 2006 veröffentlicht per Inserat das Programm. Als Veranstalter zeichnen der Schweiz. Evangelische Kirchenbund und das World Economic Forum. Es findet vom 26. - 29. Januar 2006 statt. 
Kommentar: Das Alkoholproblem ist kein Thema.
17.01.2006 Die Sendung "Kassensturz" im Schweizer Fernsehen bringt heute einen Test über Kirsch. Von ausgezeichnet bis ungeniessbar. Der Kassensturz-Degustationstest zeigt: Beim Schweizer Urgetränk gibt es grosse Qualitätsunterschiede.  
Kommentar: Hauptsache, der Alkohol bleibt im Gespräch.
17.01.2006 Zigarettenmultis senken die Preise in der Schweiz.

SF, Tagesschau

Philip-Morris-Sprecher Fritsch bezeichnet in einem Beitrag im «Espresso» von Radio DRS als Grund für den Preiskrieg bei den Zigaretten die Harddiscounter, und die letzte Steuererhöhung auf Zigaretten vom Herbst 2004, die einen Preisaufschlag von 50 Rappen je Paket Zigaretten zur Folge hatte. baz.ch - Basler ZeitungOnline Kommentar: Die Preisgestaltung zur Konsumlenkung ist offenbar doch wirksam. Wann und wie reagiert der Bundesrat auf den Wunsch des Bundesamtes für Gesundheit?
11.01.2006 Der Infoset-Newsletter ist erschienen. Er bringt Neuigkeiten aus allen Sucht-Gebieten. 
E: redaktion@infoset.ch     W: http://www.infoset.ch 
10.01.2006 Die Aargauer Zeitung AG sucht per Inserat Redaktor/in mit Fachkenntnissen im Bereich Medizin/Gesundheit. In der Einleitung wird erwähnt, dass die AZ-Mediengruppe zusammen mit verschiedenen Gesundheitsdienstleistern eine neue multimediale Informations- und Kommunikationsplattform aufbaue. Damit sollen die Kommunikationsbedürfnisse der Partner aus dem Gesundheitsbereich optimal erfüllt...werden.
Kommentar: Stellt sich da nicht auch das gleiche Problem wie bei der privat finanzierten Forschung? (Siehe heutiges Zitat auf der Homepage)
07.01.2006 Der Tages-Anzeiger vom 7.1.06 widmet eine Seite dem Institut für Rechtsmedizin in Zürich In der Abteilung Verkehrsmedizin wird entschieden, wer den Führerausweis zurückerhält, wenn er alkoholisiert oder unter Drogeneinfluss gefahren ist. Auftraggeber sind Justizbehörden und Strassenverkehrsämter.
07.01.2006 Alkohol wird auf der Heimfahrt vom Skivergnügen zum Problem. Nach dem Vorfall mit den betrunkenen Skifahrern im Postauto auf den Flumserbergen am Mittwoch wird im Tages-Anzeiger das Thema bearbeitet: Die Probleme entstehen auf der Heimfahrt.
Kommentar: Hier stellt sich der Polizei ein grosse Herausforderung: Wie kontrollieren, ohne grosse Staus zu verursachen und einzelne Skigebiete zu benachteiligen. 
05.01.2006 Mehrere Kantone melden, die 0,5‰-Grenze sei erfolgreich.

(Quelle: Tages-Anzeiger, 5.1.06)

Der Kanton Solothurn meldet einen Rückgang der alkoholbedingten Unfälle und der kontrollierten alkoholisierten Fahrer um gegen 30%. Auch im Kanton Bern seien rund 30% weniger alkoholisierte Fahrer erwischt worden. Andere Kantone haben noch keine definitiven Zahlen, erwarten aber positive Auswirkungen.
Kommentar: Ob das die Gegner wohl auch freut? Denken Sie vielleicht an die vielen Opfer, die bei früherer Einführung des Gesetzes hätten vermieden und an die Millionen, die hätten gespart werden können? - Sie sind doch sonst immer fürs Sparen!
05.01.2006 Bei einer europäischen Grosskontrolle betr.  Alkohol am Steuer lag die Schweiz mehr als doppelt so hoch wie der Durchschmitt .(Quelle: Tages-Anzeiger, 5.1.06) Beim Alkohol lag die Durchschnitts-Quote bei 1,33%, die in der Schweiz bei 3,35%. Bei den Drogen-Schnelltests betrug die Schweizer Quote mit 2,3% mehr als das Siebenfache des europäischen Durchschnitts mit 0,3%. Die Kontrolle fand vom 12. bis 18. Dezember 2005 in 22 Ländern statt.
Kommentar: Da besteht sichtlich weiterer Nachholbedarf. Eigentlich ist es erfreulich, dass offenbar noch Verbesserungen möglich sind. Man müsste sie nur nützen. Aber hoffentlich nicht erst in Jahrzehnten!

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Letzte Bearbeitung: 30.12.2008

 

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Stand: 03.01.2009