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Top-Aktuell
Bridging the
Gap
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Hier folgen in chronologischer Reihenfolge des Eingangs Neuigkeiten aus andern Ländern, die für die Schweiz auch interessant sein könnten.
| Zeitpunkt | Thema | Beschreibung |
| 24.02.2004 | Hit-and Run- Schnaps-Werbung in den
USA. Gegenwärtig läuft eine Kampagne gegen diese Art von Werbung, die an
Jugendliche gerichtet ist, dies aber abstreitet. Originalbericht mit Link-Maske zum Protestieren (Quelle: Marin Institute News Digest) |
Die Aktion begann im Okt. 03, als Einwohner von Syracuse, N.Y. eine formelle Beschwerde beim Distilled Spirits Council of the US (DISCUS) einreichte. Sie beschwerten sich über Plakate der "Sei vorsichtig"-Kampagne von Goldschlager (Diageo) die mit minderjährigen Models in lächerlichen Schutzbekleidungen angeblich vor dem unvorsichtigen Genuss des Schnapses warnten. Nachdem die Kampagne mehrere Monate auf verschiedenen Ebenen gelaufen war, wurden die Plakate zurückgezogen, weil man sich ja an die eigenen Regeln halten wolle. Hit-and Run = Zuschlagen und dann davonlaufen. billboards and phone kiosk ads for Goldschlager Cinnamon Schnapps DISCUS advertising code. |
| 23.02.2004 | Der Alkoholkonsum Minderjähriger wird
im Brennpunkt des Alkohol- Besinnungsmonats 2004 in den USA sein. (Quelle: Marin Institute News Digest) |
Der Besinnungsmonat wird vom National
Council on Alcoholism and Drug Dependence gesponsort, der sein 60-jähriges
Bestehen feiert. "Save a Life -- End Underage Drinking" (Rette ein Leben - beende das Trinken von Minderjährigen) ist das Motto dieses Monats, der mit einem alkoholfreien Weekend am 2.4.04 beginnt. Während der Zeit werden Gruppen des NCADD im ganzen Land von Jugendlichen geplante und durchgeführte Anlässe sponsern, und Eltern und andere Erwachsene werden eingeladen, während 72 Stunden alkoholfrei zu leben, um zu zeigen, dass man sich auch ohne Alkohol gut amüsieren kann. |
| 18.02.2004 | Diageo, der grösste Schnapskonzern öffnet den Weg für Schnaps-Sponsoren. (Bericht in Advertising Age, January 26, 2004) (Bezahltes Abo benötigt) | Die Whiskeymarke Crown Royal wird Hauptsponsor beim Motorsport Anlass "International Race of Champions". Das bringt Diageo ihrem Ziel näher, mit Bier auf dem Marketing-Spielfeld gleichzuziehen, das dieses noch beherrscht. Es ist das erste Mal, dass eine Schnaps-Marke zum Hauptsponsor eines Sportanlasses aufsteigt. |
| 18.02.2004 | Artikel in der PIONEER PRESS am 9.2.04 über die Bedeutung des Alkohol-Problems in den USA | Anlässlich einer Ausstellung im Staats-Capitol über die wachsende Drogengefahr der Methamphetamine schrieb Rubén Rosario, dass das Alkoholproblem so gross sei, dass dafür eine Dauerausstellung nötig wäre. Sie erwähnt einige Zahlen für die USA: 100'000 Tote pro Jahr, $185 Mia. Sozialkosten = $ 683 pro Kopf und Jahr. 22 Mio. Alkoholiker, davon 2 - 3 Mio., die Hilfe erhalten. |
| 17.02.2004 | Am 6.2.04 fand in Sante Fe, N.M ein Protestmarsch statt. Gefordert wurde das Selbstbestimmungsrecht für Gemeinden beim Alkoholverkauf, das heute beim einzelnen Staat liegt. | beteiligt waren mehrere hundert
Einwohner der Gemeinden von Gallup, Zuni Pueblo und Navajo Nation. Sie
möchten vor allem einen Verkaufstopp auf Getränken, wie angereichertem
Wein und Malzschnaps, die auf Problemtrinker ausgerichtet seien. Die
Indianer haben ein grosses Alkoholproblem, weshalb sie mehr Einfluss auf die
Verkäufe haben wollen. Zum Artkel von THE NEW MEXICO CHANNEL.COM |
| 17.02.2004 | Im März 2000 verabschiedete die
Weltbank eine Aussage zu alkoholischen Getränken. Seither hat sie keine Investments in die Alkoholproduktion mehr getätigt. |
Sie hat auch ein Fact-Sheet herausgegeben, mit Vorschlägen, wie die alkoholbezogenen Schäden reduziert werden könnten. Sie liegt dabei erfreulicherweise voll auf der aktuellen Linie. Siehe dazu den Bericht im neuen "THE GLOBE". (Siehe Meldung vom 15.2.04) |
| 15.02.2004 | Alcopops - Der Renner bei Minderjährigen: Die deutsche Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (BZgA) hat Ende 2003 Repräsentativerhebungen zu "Bekanntheit, Kauf und Konsum von Alcopos" durchgeführt. | Danach ist der Konsum dramatisch angestiegen, und im Vergleich zu 1998 werden viermal soviele Alcopops von der Gesamtbevölkerung gekauft, von Jugendlichen sogar noch mehr. Medienmitteilung der BZgA. Artikel auf netdoktor.de zur Studie. |
| 15.02.2004 | Das Deutsche Bundesministerium für Gesundheit und Soziale Sicherheit hat einen Aktionsplan Drogen und Sucht herausgebracht. | Kommentar: Der Aktionsplan erwähnt richtigerweise den Zusammenhang zwischen Gesamtkonsum und alkoholbedingten Schäden. Bei den Massnahmen wird aber immer noch auf die Gesundheitsförderung gesetzt, die bekanntermassen kaum zählbaren Erfolg bringt, den Konsum nicht senken kann. Dabei soll auch die Zusammenarbeit mit der Alkoholindustrie gepflegt werden, die kontraproduktiv ist. |
| 15.02.2004
24.02.2004 |
Die beiden weltgrössten Brauereien
Anheuser-Busch und SABMiller wurden auf 4 Mia. $ verklagt, weil sich ihre
Werbung an Minderjährige richte. |
Ein Anwalt aus Seattle reichte die
Klage am 3.2.04 in Los Angeles ein, weil dort ein entsprechendes Gesetz
existiert und sowohl Einzelpersonen wie auch der Staatsanwalt bei Verletzung
von Konsumentenschutz-Gesetzen klagen können. Er hatte bereits in 13
US-Staaten gegen Tabakfirmen geklagt. Quelle: Marin Institute Newsletter Bericht der AdAge.com siehe auch ausführlichen Artikel |
| 15.02.2004 | THE
GLOBE Issue 4, 2003 ist erschienen und sehr empfehlenswert. (Dort auch als pdf-Datei erhältlich) |
- Die Weltbank
äussert sich zu Alkohol. - Steigender Pro-Kopf-Konsum und diesbezügliche Schäden: Vorschläge, wie der Herausforderung begegnet werden kann. - Korruptionsaffäre beim schwedischen Staatsmonopol - Eine italienische Erfolgs-Geschichte - Reklame und Preis-Effekte beim Trinken von Jugendlichen - Die Kluft überbrücken (Europ. Alkohol-Politik Konferenz in Warschau) Konferenzbeschreibung und Anmeldemöglichkeit |
| 14.02.2004 | Das Parlament von New Hampshire USA berät ein Gesetz, das Eltern verbietet, Alkoholparties mit fünf oder mehr Minderjährigen Gastrecht zu gewähren. | Das Gesetz HB 464 benötigt noch die Unterschrift des Gouverneurs. Es schützt auch Eltern, die eine Party beenden wollen oder die die Polizei rufen, wenn sie feststellen, was im Gange ist. Das Gesetz ist weitgehend auf die Initiative von High School Studenten zurückzuführen. (Quelle: Marin Institute Newsletter) Bericht des Foster's Daily Democrat, Dover N.H. |
| 14.02.2004 | Eine fünfjährige Anstrengung, das Trinken von Jugendlichen zu reduzieren, ist eine Erfolgstory geworden. (Quelle: Marin Institute Newsletter) | Die Connecticut
Post (CT) vom 2.2.2004 berichtet über dieses Programm in
Stratford USA. Eine staatliche Koalition nimmt es nun auf ihre Webseite auf.
(alter Link: www.drugsdontwork.org/ctcoal_home.html) Der Anteil der Läden, die Alkohol an Minderjährige verkauften, ging von 60
- 70% auf 20% zurück. .... |
| 14.02.2004 | Der Generalstaatsanwalt von Michigan
USA rekuriert an das Oberste Bundesgericht (Bericht der The Detroit News vom 31.1.04) Quelle: Marin Institute Newsletter) |
Mike Cox verlangt einen Entscheid, ob Michigan weiterhin den Direktversand von Alkoholika an Private verbieten darf. Es herrscht gegenwärtig einige Verwirrung durch verschiedene Gerichtsentscheide auf tieferer Stufe und unterschiedliche Gesetze in den Bundesstaaten. Der Direktversand unterläuft die Alterslimiten und die staatlichen Alkoholsteuern. |
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Das aktuelle Zitat |
| Unter dem Titel "Ich wünsche mir von der Politik mehr Mut" erschien im Tages-Anzeiger vom 6.2.04 ein grosses Interview mit Martin Heller, dem damaligen künstlerischen Direktor der EXPO. Einige seiner kritischen Aussagen könnten sich genau auch auf die Alkoholpolitik beziehen. Z.B.Thema Föderalismus: "Es scheint dermassen in unsere politische Genstruktur eingeschrieben, dass selbst die offensichtlichsten Defekte einfach hingenommen werden." Oder: "Anscheinend geht es uns halt finanziell noch nicht so schlecht, als dass man überall nach Kostenfaktoren suchen müsste. Solange die Schweiz nicht pleite ist, wird sie nicht über die Kosten des Föderalismus nachdenken. Und weil sich damit keine Stimmen holen lassen, interessiert sich auch in der Politik niemand dafür." Sein Schlusssatz: "Ich wünsche mir gerade von der Politik den Mut, auf etwas zu setzen und zu sagen: Wir glauben daran - und riskieren es." (14.02.04) |
| Christian Huber, SVP, Regierungspräsident 2004 des Kt.
Zürich im Tages-Anzeiger Interview vom 5.1.04: ..."Man
konsumiert, will aber nichts beitragen. Der Egoismus überwiegt, wir haben
keinen Gemeinschaftssinn mehr." ..."Alles was rundherum geschieht,
interessiert ihn oder sie nicht. So geht die Schweiz als Willensnation
kaputt." Kommentar. Wie wahr, wie wahr! Und gerade in der Alkoholfrage haben wir das Resultat dieser von der SVP an führender Stelle vertretenen Politik der Deregulierung. Weg von der gesellschaftlichen Verantwortung, hin zum Individuum. Wann sieht die SVP (und die FDP) diesen falschen Kurs endlich ein? |
| "Die künftigen Kaderleute müssen ethischer handeln als die
heutigen." Der Sozialethiker Prof. Hans Ruh, zitiert im Tages-Anzeiger vom 14.1.04 im Artikel "Matura mit ethischem Akzent". Wir berichten unter "Aktuell" am 19.1.04 |
| Aus:
"Schwarzbuch Markenfirmen" von Klaus Werner: "Die
Globalisierung bringt die Welt aus den Fugen, weil nur Konzerninteressen,
aber keine Gesellschaftsinteressen globalisiert werden." Über
Selbstregulierung sagt er: "Man kann alles behaupten und niemand
kontrolliert." (Quelle: Tages-Anzeiger vom 22.1.04) Kommentar: Im Alkoholsektor wird durch NGOs kontrolliert und kritisiert. Trotzdem versucht die Alkoholindustrie immer wieder, ihre Selbstregulierungs-Versprechen den Regierungen zu verkaufen, die sie zum Teil gerne aufnehmen, weil dies ihren vermeintlichen wirtschaftlichen Interessen entgegenkommt. |
| Link | Datum | Thema | Veröffentlicht in ((noch) nicht veröffentlicht) | Datum/Nr. |
| Leserbrief | 19.02.04 | Studie über Kiffer und ihre psych. u. soz. Probleme | Tages-Anzeiger | 23.02.04 |
| Leserbrief | 28.01.04 | Gesundheitsreform: Gesamtschau fehlt | Tages-Anzeiger | 04.02.04 (?) |
German text |
English translation |
| Kampagne gegen Hit-and Run- Schnaps-Werbung in den
USA. Original report with link for protest billboards and phone kiosk ads for Goldschlager Cinnamon Schnapps |
Diageo guilty of Hit-and-Run
Advertising Responding to Diageo’s “Be Careful” ad campaign for Goldschlager Cinnamon Schnapps, the Marin Institute is urging people to send the major alcohol company a “Citation for Hit-and-Run Advertising.” DISCUS advertising code. |
| Der Alkoholkonsum Minderjähriger wird im Brennpunkt des Alkohol- Besinnungsmonats 2004 in den USA stehen. | Underage Drinking to be Focal
Point for Alcohol Awareness Month 2004 Join Together, February 17, 2004 |
| Die Bedeutung des Alkohol-Problems in den USA | Meth is a threat, but alcohol is even
bigger one PIONEER PRESS on 2/9/2004 |
| Ein Protestmarsch in Sante Fe, N.M. fordert das Selbstbestimmungsrecht für Gemeinden beim Alkoholverkauf | Communities Seek
Local Control Over Alcohol Protesters March On Roundhouse on Febr. 6, 2004 THE NEW MEXICO CHANNEL.COM |
| Diageo, der grösste Schnapskonzern öffnet den Weg für Schnaps- Sponsoren. | The Whiskey lable Crown Royal will be main sponsor at the motor sport event "International Race of Champions". Read in Advertising Age, Jan. 26, 2004) (registered users only) |
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Alkohol-Werbung und Alkoholkonsum durch Jugendliche |
Alcohol Advertising and Alcohol Consumption by Adolescents The Journal Review, Febr. 5, 2004 |
| Indianer-Gemeinden verlangen das Selbstbestimmungsrecht beim Alkoholhandel 17.02.04 | Communities Seek Local Control Over
Alcohol. Protesters March On Roundhouse Friday, Febr 6, 2004 in Santa Fe, N.M. (The New Mexico Channel.com) |
| Datum | Thema (Link) |
| 17.02.2004 | Alkoholwerbung und Alkoholkonsum durch Jugendliche (USA) |
| 15.02.2004 | Repräsentativerhebungen zu „Bekanntheit, Kauf und Konsum von Alcopops 2003“ in Deutschland und ebenso bei Jugendlichen |
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InhaltsverzeichnisEntwicklungen der schweizerischen Alkoholpolitik der letzten Jahre anhand von Leserbriefen Ihre Meinung interressiert uns Links zu Fachleuten und Institutionen Die Lobby-Arbeit der globalen Alkoholindustrie Dossiers: Suchtmittelwerbung; Alcopops; Absinth; WTO - GATS; Alkoholkonsum Jugendlicher; Alkohol und Verkehr / Drink Driving; Wein (Alkohol) sei (mässig genossen) gesund; Sport und Alkohol; Strukturelle Prävention; NPA (Nationales Programm Alkohol); botellón Projekt-Idee
Project in English
Herausgeber/Editor:Hermann T. Meyer, Projekte und Dienstleistungen, Lindenstr. 32, CH-8307
Effretikon, Switzerland, Copyright © 2001-2008: Hermann T. Meyer. Alle Rechte vorbehalten. Unsere eigenen Texte dürfen gerne unter Quellenangabe übernommen und weiterverbreitet werden. Fremde Texte entsprechen nicht unbedingt unserer eigenen Auffassung. All rights reserved. Our own texts may be copied and distributed with stating the source. Texts from other sources do not necessarily represent our views. Stand: 30.12.2008
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