www.alkoholpolitik.ch - Newsletter - Oktober 2004

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L Achtung!!  Vom 30.9. - 16.10.04 konnte ich keine e-mails empfangen.  Wer mir in dieser Zeit eine Mitteilung gesandt hat, den/die möchte ich herzlich bitten, diese Meldung zu wiederholen.  Vielen Dank.  Leider ist daher möglicherweise einiges an Substanz verloren gegangen. htm.


 

Zitate
              Für Leserinnen und Leser mit Sinn für Ironie:

Auszüge aus: "Alkoholpolitik für Ahnungslose" (mit freundlicher Genehmigung) von Frank Lindemann, Neuland-Verlag, Hamburg  (Die bisherigen werden im Archiv aufbewahrt.)

Warnhinweise: Entsprechend den Warnungen auf Tabakerzeugnissen an alkoholischen Getränken anzubringende Hinweise auf Gefährdungen durch Alkoholkonsum (unvermittelte Heiterkeits- oder Wutausbrüche, nicht enden wollendes Mitteilungsbedürfnis, Fahruntüchtigkeit, akute Impotenz, Suchtgefährdung). Langer Text Werbehindernis. Schwierige Handhabung bei losem Ausschank: Vorlesen durch Wirt?

Aktuell      

Datum Thema Kommentar/Details
30.10.2004 Die Arena-Sendung von SF DRS1 vom 29.10.04 war der neuen Tabakverordnung gewidmet. Wir haben hier einige Aussagen und Kommentare notiert, weil dieses Problem mit der Alkoholfrage und -Werbung viele Parallelen aufweist.
30.10.2004 Verena Diener, Gesundheitsdir. des Kt. Zürich, wurde zur neuen Präsidentin der Stiftung "Gesundheitsförderung Schweiz" gewählt. Sie gehört dem 17-köpfigen Stiftungsrat seit 1998 an. Dies ist die Stiftung, die vor allem aus den Beiträgen der Krankenkassen für Prävention geäufnet wird. 
(Quelle: Tages-Anzeiger vom 30.10.04)
30.10.2004 In Safenwil und 7 weiteren Gemeinden des Bezirks wurde ein Plakat- Wettbewerb zur Alkoholpolitik durchgeführt. Quelle: Google News Alert/ Zofinger Tagblatt Im Rahmen des eidgenössischen Projektes «Gemeinden handeln!» wurden in Safenwil über 60 Plakate eingereicht. Neben Safenwil sind die Gemeinden Oftringen, Zofingen, Murgenthal, Strengelbach, Vordemwald, Brittnau und Rothrist daran beteiligt. 
29.10.2004 Die STANDPUNKTE Nr. 5/04 der SFA sind erschienen Schwerpunktthemen: Kokain in der Schweiz, Migration und Sucht, alkoholbehinderte Kinder.
29.10.2004 Zum Rowdytum bei Fussball- und Eishockeyspielen gibt es eine aktuelle Parallele in den USA. (Quelle: Marin Institute News Digest, 28.10.04) Nach dem Sieg der Red Sox über die Yankees verprügelten sich deren Fans in Boston. Die Polizei griff ein und erschoss unabsichtlich eine 21-jährige Frau. Die Wirte der Umgebung wiesen die Schuld der... 
Kommentar: Der Alkohol spielt in den Kommentaren und ...L
28.10.2004 Das Bundesamt für Gesundheit hat sich per 15. Okt. 04 eine neue Struktur  gegeben.        (alter Link: www.bag.admin.ch/d/Auszug_
NeueStruktur_d_neu2.pdf)
Es organisiert sich künftig in vier operativen Einheiten: Kranken- und Unfallversicherung, Gesundheitspolitik, Öffentliche Gesundheit und Verbraucherschutz. 
28.10.2004 Das Bundesamt für Gesundheit (BAG), Sektion Alkohol,  hat eine neue Leiterin: 
Anne Lévy, lic.sc.pol.

Adressse: BAG, Nationale Präventionsprogramme
CH-3003 Bern, Büro: Hess-Strasse 27e, 3097 Liebefeld
Wir wünschen ihr viel Erfolg.

27.10.2004 Die heutige Radio DRS1- Sendung Espresso berichtet über Kontroll-Käufe von Alkoholika durch Jugendliche bei Berner Grossverteilern. (Pick & Pay, Globus, Denner, Coop)  Ergebnis: Die meisten Versuche waren positiv (5:2), d.h. die Jugendlichen von 14 und 15 Jahren erhielten Bier, Wein und Alcopops. Die Verkaufsleiter behaupteten, ihre Angestellten zu schulen. Zwei Geschäfte (Denner,Coop) hatten in der elektronischen Kasse ein .... 
Kommentar: Wenn nicht konsequent der Ausweis verlangt, kontrolliert.. 
26.10.2004 Im Tages-Anzeiger wird in mehreren Artikeln auf das Rowdytum bei Fussballspielen eingegangen. Ein Artikel befasst sich auch mit den entsprechenden Massnahmen in andern Ländern. Der Einfluss des Alkohols wird an keiner Stelle erwähnt, obwohl er in der Presse schon oft dargestellt wurde und Alkoholverbote bei gewissen Spielen sehr positiv gewirkt haben. (Siehe 29.10.04)
17.10.2004 Nach der fünften Verurteilung wegen Alkohol am Steuer muss ein uneinsichtiger Lenker 10 Monate unbedingt ins Gefängnis. Das Bezirksgericht Zürich plädierte aber auch dafür, dass Politiker die gesetzlichen Strafnormen drastisch verschärfen sollten. Solche Strafen sollten lebenslänglich einsehbar sein und nicht gelöscht werden. Der 39-Jährige darf bereits wieder Autofahren.(!)L
17.10.2004 Ende Oktober startet in Zürich ein Alkohol-Kurierdienst, gegründet von drei jungen Männern als Nebenjob. (Quelle: Tages-Anzeiger, 14.10.04) Geliefert werde übers Wochenende bis 02.00 Uhr. Bei Jugendlichen wollen sie die Ausweise kontrollieren. Aber sie sagen: "Die, die saufen wollen, saufen sowieso." Kommentar: Das hat gerade noch gefehlt. Der Gesetzgeber sollte sofort den Versandhandel, den Internethandel und.... 
17.10.2004 Die Tessiner Regierung will nun rauchfreie Restaurants.
(Quelle: Tages-Anzeiger, 14.10.04)
Sie beantragt dies dem kantonalen Parlament. Restaurant, Bars und Hotels könnten aber separate, gut belüftet "Rauchstuben" anbieten.
17.10.2004 Am 14.10.04 teilte Feldschlösschen mit, dass ihr Chef, Erwin Flückiger, den Freitod gewählt habe. Er hat seit 9 Jahren bei Feldschlösschen gearbeitet und sei beim Personal beliebt gewesen.
17.10.2004 Der Tages-Anzeiger titelte am 8.10.04: "In Zürich wechseln Wirte im Wochentakt."1998 wurde das Gastgewerbe- Gesetz im Rahmen der Liberalisierungswelle praktisch ausgehöhlt. L Seither sind in Zürich 600 und in Winterthur 200 neue Lokale eröffnet worden. Stand Ende 2003: 1944 bezw. 450 Restaurants. Die Konkurse nehmen auch laufend zu. Pro Monat wechseln in Zürich 50 Patente den Besitzer; oft innerhalb der Familie oder des Betriebs. Sogar der Gastgewerbeverband findet, die Lage sei ausser Kontrolle geraten. 
Kommentar: Die Folgen waren vorhersehbar: ....
06.10.2004 Die Schweiz sei Drehscheibe des internationalen Zigarettenhandel übers Internet. Quelle: Tages-Anzeiger, 6.10.04) (nicht online) Eine Firma liefert vom Zollfreilager in Balerna/ Chiasso und setzt im Jahr 100 Mio.$ um. Die Schweiz werde nicht beliefert. 
Kommentar: Alkohol- und Tabakverkäufe übers Internet unterlaufen die Jugendschutzbestimmungen. Der Gesetzgeber ist gefordert.
05.10.2004 Neues Konzept für Prävention und Gesundheitsförderung im Kanton Zürich.

Das Institut für Sozial- und Präventivmedizin der Universität Zürich hat im Auftrag der Gesundheitsdirektion des Kantons Zürich ein Konzept für Prävention und Gesundheitsförderung verfasst. Das Konzept dient als Grundlage für diesbezügliche Tätigkeiten und soll unter anderem den Informationsstand der Bevölkerung verbessern und als Grundlage für Schwerpunktprogramme dienen. Zur Realisierung erhält es von der Regierung Fr. 500'000.--.

04.10.2004 Unser Newsletter für den September 2004 ist versandt worden. Er kann auch im Kapitel Newsletter eingesehen werden.

                                                             

Internationales   

Hier folgen in chronologischer Reihenfolge des Eingangs Neuigkeiten aus andern Ländern, die für die Schweiz auch
interessant sein könnten.

Zeitpunkt Thema Beschreibung
30.10.2004 Freiwilliger Taxidienst für betrunkene Jugendliche entzweit die Gemeinde. (Vergleichbar mit unserer Aktion Nez Rouge)
(Quelle: Marin Institute News Digest
Das Programm "Sichere Fahrt", das in Greenwich und Darien erfolgreich war, gibt angetrunkenen Jugendlichen die Chance, Freiwillige anzurufen, die sie heimfahren. ....  The Advocate, CT, October 25, 2004
30.10.2004 In Texas wird versucht, unter dem Titel wirtschaftliche Entwicklung den Alkoholverkauf zu fördern.  Aber dem Steuereinkommen von 1 Mia.$ stehen ca 22 Mia.$ Sozialkosten gegenüber. Das sieht mehr wie wirtschaftliches Desaster aus. (Quelle: Marin Institute News Digest/ Dallas Morning News (free registering needed)
30.10.2004 Der Tod einer College Studentin in Boston, USA nach einem wichtigen Spiel. Ein Zeitungsbericht beleuchtet verschiedene Polizeitaktiken bei Sportveranstaltungen, bei denen der Alkoholausschank auch eine Rolle spielt. (Quelle: Marin Institute News Digest/The Harvard Crimson Inc.)
28.10.2004 Gestern ist der deutsche "Drogen- und Suchtrat" zu seiner konstituierenden Sitzung in Berlin, zusammengetreten.
Pressemitteilung mit Liste der Ratsmitglieder
Der Drogen- und Suchtrat hat die Aufgabe, die Umsetzung des "Aktionsplanes Drogen- und Sucht" zu begleiten. Dieser stellt die strategische Grundlage für die Drogen- und Suchtpolitik der kommenden Jahre dar.
Kommentar: Von 18 Mitgl. sind gerade 3 Suchtfachleute.
26.10.2004 Der abtretende EU-Kommissär David Byrne rief im Juli auf, Ideen zur weiteren Entwicklung der Gesundheitspolitik in der EU einzureichen. (Siehe 17.7.04)  Heute veröffentlicht die EU seinen Bericht und listet die eingegangenen über 170 Beiträge auf. Das Material wird dem neuen Kommissär übergeben.   

Kommentar: Auch die Alkohol-, dieTabak- und die Werbeindustrie hat sich gemeldet. Die Gesundheit scheint ihnen wichtig zu sein...
25.10.2004 Am 6.10.04 berichteten wir hier über Self-regulation und Co-regulation in der EU.  Nun ist das Entwurfsprotokoll der Sektion der EU erschienen und EUROCARE hat dazu einen Kommentar verfasst. (engl.) 
25.10.2004 Die deutsche Bundesregierung reagiert empört auf die neuen Alcopops in Pulverform. 

(Quelle: Die tageszeitung)

Sowohl die Verbraucherschutzministerin Renate Künast wie die Drogenbeauftrage Marion Caspers-Merk wollen Massnahmen gegen dieses Produkt ergreifen. Eine Ausweitung der Sondersteuer sei möglich.
22.10.2004 Die Staats-Universität von New York erhält $100'000 für eine Anti-Rausch-Trinken-Kampagne. 
(Quelle: Marin Institute News Digest/
Das Geld stammt vom The Century Council, eine Präventions- Institution der Alkoholindustrie (Big Alcohol), die seit 1991 $130 Mio. investiert hat. Die Kehrseite der Medaille ist, dass der durchschnittliche Student im Jahr 55'000 Alkoholinserate ....
22.10.2004 In England erhalten Bier- flaschen ab November eine Gesundheitswarnung.
Die Grossbrauereien Scottish & Newcastle, die Kronenbourg und Foster herstellen, bringen auf der Etikette von Newcastle Brown Ale einen Aufruf zu  verantwortungsbewusstem Trinken an.
Sie wollen damit das Rauschtrinken reduzieren. Andere Marken sollen in den nächsten Monaten folgen. 
Kommentar: Nach ihren grossen Gewinnen mit Alcopops können sie sich ein bisschen "Saubermann"-Image leisten, im Bewusstsein, dass dies kaum Auswirkungen hat.
(Quelle: Harvard Health News/Guardian Unlimited)
22.10.2004 Die führende Pro-Putin-Partei Russlands will das öffentliche Bier- Trinken verbieten, das für das städtische Leben der männlichen Russen charakteristisch ist. 
(Quelle:  Harvard Health News
Der Pro-Kopf-Konsum beträgt 113 Pints Bier pro Jahr, was einer Verdoppelung im letzten Jahrzehnt entspricht. Das Bier hat einen Alkoholgehalt von 9 - 10% und hat den Wodka-Konsum abgelöst. 
Guardian Unlimited, 17.10.04)
21.10.2004 EU-Kommissär für Gesundheit und Konsumentenschutz, David Byrne, zieht die Bilanz seiner zu Ende gehenden Amtszeit.
Zu Alkohol findet man unter Public Health:
7. Recommendation on drinking of alcohol by young people (2001/458/EC) ...
8. Council Conclusions on a Community strategy to reduce alcohol-related harm (2001)  Pressemitteilung der EU (pdf)
Kommentar: Etwas mager. Beim Tabak ging einiges mehr.
Hoffentlich erreichen die laufenden Arbeitsgruppen konkrete Ergebnisse.
21.10.2004 Die französische Vereinigung für die Prävention bei Alkoholismus und Abhängigkeit hat Präsident Chirac aufgefordert, gegen die Aufweichung des Loi Evin aufzutreten.
Source: Marin Institute News Digest Artikel: Newsday.com
Die Vereinigung umfasst Hunderte von Ärzten und Psychiater. Die französische Nationalversammlung verabschiedete eine Änderung der Werbebeschränkungen auf Alkoholika. Der Senat muss darüber auch noch befinden.
A.N.P.A.A.:Communiqué de presse du 18 octobre 2004
19.10.2004 In einem Musterprozess um eine tödliche Alkoholfahrt wurden die Partyveranstalter in Nancy, Frankreich  freigesprochen. (Quelle:
Basler Zeitung online)
Das Strafgericht sprach heute ein Ehepaar frei, dessen volltrunkener Gast vor vier Jahren als Geisterfahrer einen Frontalzusammenstoss mit fünf Toten verursacht hatte.
Die Verteidigung hatte geltend gemacht, ihre ....
17.10.2004 In Stockach (Süddeutschland) wird von den Vereinen diskutiert, ob an der Fasnacht von den wirtenden Vereinen keine Alkopops verkauft werden sollten. 
(Quelle: Google News Alert
Es zeichnet sich ab, dass die hochprozentigen Alkohol-Mixgetränke zumindest von den großen Vereinen geächtet werden könnten. Ein entsprechender Vorschlag von VfR-Chef Klaus Delisle findet nach einer SÜDKURIER- Umfrage die große Zustimmung vieler anderer Vereine.
17.10.2004 In Nordrhein-Westfalen, BRD wird Alkohol als Brausepulver in Tüten übers Internet verkauft und damit die Alcopops-Sondersteuer umgangen. 
(Quelle: Google News Alert/
Internet: www.subyou.de)
Unter dem Logo Subyou - be true werden im Internet vier Geschmacksrichtungen angeboten: "Blackberry Wodka", "Tropical White Rum", "Limette White Rum" und "Blutorange Wodka". Wird das Pulver (65g mit kaltem Wasser (o,25 - 0,275 l) angerührt, soll ein Mischgetränk mit 4,8% Alkohol entstehen. Eine Packung mit 15 Tüten kostet 29.95€
Kommentar: Dies hört sich wie ein schlechter Witz an.... 
17.10.2004 Das oberste Gericht der USA befasst sich mit Alkohol-Verkäufen übers Internet.

Quelle: Marin Institute

Es wird im Dezember Argumente anhören betreffend zukünftige Gesetze in Michigan und New York, die es ausserstaatlichen Weinfarmern verbieten sollen, direkt an Kunden zu verkaufen. 36 US-Staaten hatten früher in diesem Jahr das Bundesgericht angerufen, es soll ein .... 

17.10.2004 Nach einer Untersuchung des amerikanischen Centers for Disease Control and Prevention, haben 38,5% der Amerikaner über 18 Jahren im vergangenen Jahr keinen Alkohol konsumiert.
(Quelle: Marin Institute, 10/17/04, Alcohol Test: View results)
Kommentar des Marin Institutes: Soziale Normen lassen uns folgern, dass Alkoholtrinken normal ist, jeder es tut und dass es eine Art Ritus für High School- und College Studenten ist. Allerdings erzählt uns die Statistik eine andere Geschichte. (..) Während fast 40% keinen Alkohol trinken, bezahlen wir alle die finanziellen und die emotionalen Kosten für die schädlichen Folgen. ... 
17.10.2004 Die französische National- Versammlung hat zu Gunsten der Weinlobby die Loi Evin gelockert. (102:12 Stimmen)

(Tages-Anzeiger, 15.10.04)

Ausgerechnet in der Mitte der "Woche des sicheren Strassenverkehrs" hat sie das weitgehende Werbeverbot für alle Produkte mit Herkunftsbezeichnung praktisch ausser Kraft gesetzt. Weltweit sei letztes Jahr 260 Mio hl Wein produziert, aber nur 130 Mio. hl verkauft worden.... 
6.10.2004 In der EU tagte am 1.10.04 die Studiengruppe der "Einheitsmarkt-Beobachtung" (Single Market Observatory, SMO)

(Quelle: Eurocare)

Thema war Self-regulation und Co-regulation. Bis Ende Jahr soll ein Bericht vorliegen. Es geht darum, wie weit die Firmen ihre eigenen internen Regeln aufstellen können, .... 
Kommentar:
Bekanntlich hat sich bei der Alkoholwerbung die Selbstregulierung nicht bewährt.

List of English texts

German text

English translation 

Forschungsarbeit der Radboud  Universität Nijmegen, NL Alkoholwerbung im Internet Research by The Radboud University Nijmegen: Alcohol Advertising on Internet 
Freiwilliger Taxidienst für betrunkene Jugendliche entzweit die Gemeinde.  (Vergleichbar mit unserer Aktion Nez Rouge) Pick-up service for intoxicated teens has community at odds
The program [Safe Rides], which has been successful in Greenwich and Darien, gives intoxicated teens the chance to call volunteers who will pick them up and drive them home. But the program has proven controversial, with opponents saying it implies an acceptance of underage drinking and encourages it by providing a taxi service drinkers can turn to without repercussions.
(Quelle: Marin Institute News Digest/The Advocate, CT, October 25, 2004
In Texas wird versucht, unter dem Titel wirtschaftliche Entwicklung den Alkoholverkauf zu fördern. Aber dem Steuereinkommen von 1 Mia.$ stehen ca 22 Mia.$ Sozialkosten gegenüber. Das sieht mehr wie wirtschaftliches Desaster aus. Garland's alcohol sales petition is being spearheaded by Garland Citizens for Economic Development.
The Texas Commission on Alcohol and Drug Abuse says that the economic costs of alcohol-related harm in Texas in 2000 was about $16.4 billion. At the previously reported growth rate, this year's alcohol cost in Texas will be in the $22 billion range. However, the Texas comptroller's office says that total state alcohol taxes are only about $1 billion. Expanding the alcohol business appears to be more like "economic disaster" than "economic development."
Dallas Morning News (free registering needed)
In Bosten erschoss die Polizei unabsichtlich eine junge Frau beim Einsatz gegen randalierende Fans nach dem Spiel der Red Sox gegen die Yankees.
(Source: Marin Institute News Digest, 28.10.04)
The Harvard Crimson Inc.
After police unintentionally killed 21 year-old Victoria Snelgrove while trying to control the alcohol-fueled violence following the Red Sox's victory over the Yankees, Boston-area bar owners succeeded in shifting responsibility away from their own unsafe serving practices by blaming live TV coverage for the rowdy fans. We wrote a letter to the editor of a local paper- The San Francisco Chronicle -- correcting this misrepresentation and introducing the idea of "secondhand alcohol impacts."
Wichtige Forschungsarbeit über den Zusammenhang zwischen Erstkonsum- Alter und späteren Alkoholproblemen. Persons reporting first use of alcohol before age 15 were more than 5 times as likely to report past year alcohol dependence or abuse than persons who first used alcohol at age 21 or older
Der abtretende EU-Kommissär David Byrne rief im Juli auf, Ideen zur weiteren Entwicklung der Gesundheitspolitik in der EU einzureichen.  On 15 July 2004, European Commissioner for Health and Consumer Protection, David Byrne, launched a reflection process on EU health policy. (See our entry). Now he reports on the result. He got more than 170 contributions, which he will present to the new Commissionar.  His report (de,fr,en)
List of received contributions.   (Ours in chapter 7. citizens. Alcohol-, Tobacco- and advertising industries are also represented!)
Die Staats-Universität von New York erhält $100'000 für eine Anti-Rausch- Trinken-Kampagne. 

(Quelle/Source: Marin Institute News Digest

Funded with a $100,000 private grant, the State University of New York on Wednesday began a campaign against binge drinking on campuses. The grant is from The Century Council, a controversial group funded by Big Alcohol that has invested more than $130 million since 1991 in anti-drunk driving and other programs to stop alcohol abuse. 
In England erhalten Bierflaschen ab November eine Gesundheitswarnung

(Quelle: Harvard Health News/Guardian Unlimited, 18.10.04)

 

Beer bottles are next for health warnings: From next month beer bottles will start to carry a health warning in the latest move by the brewing industry to try to curb Britain's growing appetite for binge drinking. Brewing giant Scottish & Newcastle, which makes Kronenbourg and Foster's, is pioneering the move, placing a label calling for responsible drinking on bottles of Newcastle Brown Ale. Similar notices will appear on the rest of its portfolio of brands over the next few months. 
Comment: After big earnings with Alcopops it's easy for them to polish their image with non effectiv health warnings.
Die führende Pro-Putin-Partei Russlands will das öffentliche Bier- Trinken verbieten, das für das städtische Leben der männlichen Russen charakteristisch ist. 
(Source:  Harvard Health News/Guardian Unlimited, 17.10.04)
The Russian government is to outlaw beer drinking on public transport, at sport stadiums, in the street or in parks. 
The measure from United Russia, the dominant pro-Putin party, would end a key characteristic of urban Russian life, where males, from schoolchildren to the elderly, idle away days and evenings standing drinking beer and chatting.
EU-Kommissär für Gesundheit und Konsumentenschutz, David Byrne, zieht die Bilanz seiner zu Ende gehenden Amtszeit. Achievements of Commissioner David Byrne, Commissioner for Health and Consumer Protection 1999-2004  (Public Health: 7. Recommendation on drinking of alcohol by young people (2001/458/EC) 8. Council Conclusions on a Community strategy to reduce alcohol-related harm (2001)   EU Press release  (pdf)
Die französische Vereinigung für die Prävention bei Alkoholismus und Abhängigkeit hat Präsident Chirac aufgefordert, gegen die Aufweichung des Loi Evin aufzutreten. The National Association for the Prevention of Alcoholism and Addiction, a state-funded medical service employing hundreds of doctors and psychiatrists, urged Chirac to oppose measures approved by lawmakers last week that would lift some restrictions on alcohol advertising. 
Das oberste Gericht der USA befasst sich mit Alkohol- Verkäufen übers Internet.

Quelle: Marin Institute

The US Supreme Court is expected to hear arguments this December concerning the future of laws in Michigan and New York banning out-of-state vineyards from selling directly to customers. Thirty-six states joined Michigan earlier this year in asking the nation's highest court to reaffirm a state's right to regulate the sale and distribution of alcohol. 

Nach einer Untersuchung des amerikanischen Centers for Disease Control and Prevention, haben 38,5% der Amerikaner über 18 Jahren im vergangenen Jahr keinen Alkohol konsumiert.
(Quelle: Marin Institute, 10/17/04, Alcohol Test: View results)
Social norms infer that drinking is normal, everyone does it, and that it’s a “rite of passage” for high school and college students. However, the data tells us a different story. Of the respondents in a survey from Centers for Disease Control and Prevention, 38.5% did not drink alcohol in the past year. 
While almost 40% of people do not drink alcohol, we all pay the financial and emotional costs for the harmful effects. 
In der EU tagte am 1.10.04 die Studiengruppe der "Einheitsmarkt-Beobachtung" (Single Market Observatory, SMO)

(Quelle: Eurocare)

 

On 1st Oct. 04 the Single Market Observatory (SMO)'s study group held a meeting about "Co-regulation and Self-regulation". There is a report foreseen for the end of the year. The question is, how far the legislator should interfere in this matter, how much the industries may regulate themselves. 
Comment: It is obvious that regarding alcohol advertising self-regulation doesn't work. 

Forschungsergebnisse

Datum Thema (Link)
30.10.2004 Alcohol Advertising on Internet / Alkoholwerbung im Internet
26.10.2004 Alcohol Dependence or Abuse and Age at First Use (USA) deutscher Kommentar

Dossier Alcopops

25.10.2004 Internationales  Die deutsche Bundesregierung reagiert empört auf die neuen Alcopops in Pulverform. (Quelle:  Google News Alert/ Die tageszeitung)
17.10.2004 In Stockach (Süddeutschland) wird von den Vereinen diskutiert, ob an der Fasnacht von den wirtenden Vereinen keine Alkopops verkauft werden sollten.  Es zeichnet sich ab, dass die hochprozentigen Alkohol-Mixgetränke zumindest von den großen Vereinen geächtet werden könnten. Ein entsprechender Vorschlag von VfR-Chef Klaus Delisle findet nach einer SÜDKURIER- Umfrage die große Zustimmung vieler anderer Vereine.
(Quelle: Google News Alert
17.10.2004 In Nordrhein-Westfalen, BRD wird Alkohol als Brausepulver in Tüten übers Internet verkauft und damit die Alcopops-Sondersteuer umgangen. 
(Quelle: Google News Alert/
Internet: www.subyou.de)
Unter dem Logo Subyou - be true werden im Internet vier Geschmacksrichtungen angeboten: "Blackberry Wodka", "Tropical White Rum", "Limette White Rum" und "Blutorange Wodka". Wird das Pulver (65g mit kaltem Wasser (o,25 - 0,275 l) angerührt, soll ein Mischgetränk mit 4,8% Alkohol entstehen. Eine Packung mit 15 Tüten kostet 29.95€
Kommentar: Dies hört sich wie einen schlechten Witz an. Ob diese Meldung wirklich einer näheren Prüfung standhält?

Dossier Suchtmittelwerbung

30.10.2004 Forschungsergebnisse Alkoholwerbung im Internet
21.10.2004 International Die französische Vereinigung für die Prävention bei Alkoholismus und Abhängigkeit hat Präsident Chirac aufgefordert, gegen die Aufweichung des Loi Evin aufzutreten.
17.10.2004 International Die französische National- Versammlung hat zu Gunsten der Weinlobby die Loi Evin gelockert. Der Senat muss noch Stellung beziehen.

Parlamentsdebatten

Berner Stadtrat (Parlament) 29.10.2004 Trotz Kritik der gassennahen Institutionen sagt der Berner Stadtrat Ja zu Pinto.
(Quelle: Basler Zeitung) Ein Team von Sozialarbeitern soll die Probleme rund um Randständigenszenen mittels Vermittlung, Betreuung und Repression entschärfen. Für diese gibts ein "Alkistübli". 
Ständerat 17.10.2004 02.435 Parlamentarische Initiative Bürgi Hermann. Behandelt am 22.9.04. Debatte im Ständerat
Festlegung der Beitragspflicht von Vereinsmitgliedern.
Änderung des Zivilgesetzbuches. Einstimmig angenommen.
Inhalt: Sofern die Statuten nichts anderes bestimmen, haftet im Verein nur das Vereinsvermögen.
National- und Ständerat 17.10.2004

Das Arbeitsgesetz vom 13. März 19643 wird wie folgt geändert:
Art. 27 Abs. 1ter
1ter In Verkaufsstellen und Dienstleistungsbetrieben in Bahnhöfen, welche auf Grund des grossen Reiseverkehrs Zentren des öffentlichen Verkehrs sind, sowie in Flughäfen dürfen Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer sonntags beschäftigt werden. (fakult. Referendum)

Französische National- Versammlung 17.10.2004 Die französische Nationalversammlung hat zu Gunsten der Weinlobby am 13.10.04 die Loi Evin gelockert. (102:12 Stimmen) 
(Siehe Internationales)

Leserbriefe

Link Datum Thema Veröffentlicht in   ((noch) nicht veröffentlicht) Datum/Nr.
Leserbrief 19.10.04 Das Feuer der Raucher - Siehe Alkoholproblem Tages-Anzeiger 21.10.04


Projekt-Idee

Argumente, die für das Projekt sprechen:

Ständerat:

(05.10.04) Der Bundesrat beantwortete am 8.9.04 das Postulat der Ständerätin Madeleine Amgwerd: Kürzung der Bundesbeiträge bei der kulturellen Erwachsenenbildung. Nur noch 2 von 7 Dachverbänden werden nur noch mit 50% unterstützt. Mit dem Kultursponsoring aus unserem Projekt, würden diese Probleme nicht mehr existenzbedrohend für die betroffenen Organisationen.


Die Lobby-Arbeit der globalen Alkoholindustrie

Datum

Interner Link zu den Seiten/Thema, Meldungen

externer Link zur Organisation/Details und Kommentar

17.10.2004 Am 14.10.04 teilte Feldschlösschen mit, dass ihr Chef, Erwin Flückiger, den Freitod gewählt habe. Er hat seit 9 Jahren bei Feldschlösschen gearbeitet und sei beim Personal beliebt gewesen.


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Inhaltsverzeichnis 

Entwicklungen der schweizerischen Alkoholpolitik der letzten Jahre anhand von Leserbriefen

Aktuell

Hinweise für Unterrichtende

Ihre Meinung interressiert uns

Links zu Fachleuten und Institutionen

Internationales

Briefe an ....

Die Lobby-Arbeit der globalen Alkoholindustrie

Veranstaltungen

Parlamentsdebatten

Zitatensammlung

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Forschungsergebnisse

Archiv

English Texts      

Dossiers: Suchtmittelwerbung; Alcopops; Absinth; WTO - GATS; Alkoholkonsum Jugendlicher; Alkohol und Verkehr /  Drink Driving; Wein (Alkohol) sei (mässig genossen) gesund; Sport und Alkohol; Strukturelle Prävention; NPA (Nationales Programm Alkohol); botellón

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Projekt-Idee     Project in English


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Hermann T. Meyer, Projekte und Dienstleistungen, Lindenstr. 32, CH-8307 Effretikon, Switzerland, 
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Stand: 30.12.2008