www.alkoholpolitik.ch - Newsletter - Mai 2003

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22.05.2003

                  Wir gratulieren!

Prof. Jürgen Rehm ist der Jellinek Memorial Fund Award für 2003 verliehen worden, "for outstanding contributions to the advancement for knowledge on alcohol/alcoholism (category epidemiology and population studies)" 
(Siehe Kapitel Forschung am 21.5.03)

Er unterstreicht mit seinem Text die nachfolgende WHO-Veröffentlichung und die von uns seit langem verfolgte Politik.


Super!                  22.05.2003

Die WHO-Mitglieder haben gestern die Anti-Tabak-Konvention einstimmig und mit Applaus genehmigt.  (Siehe Aktuelles)


Alcopops-Übersicht      

Eine Zusammenstellung von 20 Eintragungen zum Thema Alcopops in chronologischer Reihenfolge mit Links zu den entsprechenden Seiten.

 

Aktuell                                                                       

Datum Thema Kommentar
22.05.2003 Die 192 Mitglieder der WHO (darunter die Schweiz) haben haben in Genf gestern eine Rahmenkonvention gegen das Rauchen verabschiedet. Das erste globale Abkommen der WHO überhaupt.

Hier der Originaltext der WHO auf Englisch

Es geht um Werbeeinschränkungen, Besteuerung, Nichtraucherschutz,  Schädlichkeitshinweise, Verkaufsverbot an Minderjährige, Bekämpfung des Schmuggels. 40 Länder müssen das Abkommen ratifizieren, damit es gültig wird. Die Schweiz hätte einige Gesetze zu ändern.

Kommentar: Bereits hat sich die Werbeindustrie mit 20 andern Wirtschaftsverbänden zu einer "Allianz gegen Werbeverbote" zusammengeschlossen. Diese würde sich besser ins Unvermeidliche schicken und unser Projekt unterstützen, das ihnen viel mehr einbringen würde. Das Wort Ethik in der Wirtschaft kommt einem unweigerlich wieder in den Sinn. Siehe nächstens Kapitel "Briefe an..." Brief an Ständerat Carlo Schmid, Präsident des Verbandes Schweizer Werbung (SW)

21.05.2003 Medienmitteilung des Bundeshauses, Informationsdienst, 20.05.2003: Mehr Transparenz - Die Abstimmungsdatenbank auf www.parlament.ch Die neue Abstimmungsdatenbank will der Bevölkerung das Abstimmungsverhalten der Mitglieder des Nationalrats transparenter und einfach zugänglich machen. Im Hinblick auf die Nationalratswahlen vom 19. Oktober 2003 soll den Wählenden ein zusätzliches Instrument zur Entscheidfindung in die Hand gegeben werden. 

Internationales   

Hier folgen in chronologischer Reihenfolge des Eingangs Neuigkeiten aus andern Ländern, die für die Schweiz auch interessant sein könnten.

Zeitpunkt Thema Beschreibung
30.05.2003 Wieder kommt aus England eine neue Hiobsbotschaft:

Auf den Sommer sollen neue Alcopops auf Wodkabasis herauskommen unter  Beimischung von Aphrodisiakums.

In der Nr. 1, 2003 von "alcohol Alert" wird ausführlich über die neue Alcopopwelle berichtet, die in England erwartet wird. Der Zusatz von potenzfördernden chinesischen Kräutern verspricht den Produzenten einen weiteren Boom. Bereits kursiert bei Insidern der Name "Viagra pops". Andere Produzenten werden mit Nachahmungen auf den Zug aufspringen. Die Werbung verspricht "eine Generation von geilen Superwesen". Der ganze Artikel ist hier auf Deutsch übersetzt. Hoffentlich sind unsere Behörden dieser neuen Herausforderung diesmal gewachsen.
21.05.2003 Aus England kommt die Meldung, dass ein Nachfolgeprodukt für eines der führenden Alcopops geplant ist. Bacardi-Martini will ein neues Produkt Bacardi-Breezer Twist einführen, da die Verkäufe von Bacardi Breezer zurückgehen.  Es wird hochprozentiger sein, unter Spezialitäten- Branntwein figurieren und damit möglicherweise die Alcopopsteuer unterlaufen. Die Eidg. Alkoholverwaltung sollte gewarnt sein.

Leserbriefe   

Link Datum Thema Veröffentlicht in   ((noch) nicht veröffentlicht) Datum/Nr.
Leserbrief 24.05.03 Die nationale Armutskonferenz (Der Bund)
Leserbrief 24.05.03 Die nationale Armutskonferenz (Basler Zeitung)
Leserbrief 23.05.03 Die Anti-Tabak-Konvention der WHO (Tages-Anzeiger)

Zitate    

Für Leserinnen und Leser mit Sinn für Ironie:
Auszüge aus: "Alkoholpolitik für Ahnungslose" (mit freundlicher Genehmigung) von Frank Lindemann, Neuland-Verlag, Hamburg

Alkoholonialisierung: Einfuhr von Alkohol als industrialisierte Massenware in darauf ungenügend vorbereitete Länder der sog. "Dritten" Welt. Wird gern auch als Entwicklungshilfe mit entsprechenden Mitteln gefördert. Betrifft überwiegend unterernährte und sozial wie medizinisch unterversorgte Bevölkerungsgruppen. Werbeaufwand ist gering, da Produkte aus Industrieländern per se hohen Status geniessen. Da auch staatliche Kontrollmechanismen entweder fehlen oder versagen, ist dies der gegenwärtige Wachstumsmarkt für die Alkoholindustrie (nächstes Ziel: China). Im Gegensatz zu Nestlé-Milchpulver hat Alkohol keine Dritte-Welt-Initiative zu Boykott-Aufrufen veranlasst (Doppelmoral).

In einem Tribüne-Artikel am 5.5.03 im Tages-Anzeiger äusserte sich Gottfried Schatz, Präsident des Schweizerischen Wissenschafts- und Technologierats zu den Sparvorschlägen des Bundesrates, die den akademischen Nachwuchs gefährden. Über seine Erfahrungen mit Rektoren und Politikern meinte er u.a.: "Aber die föderalistische Schweiz ist ein ausgeklügeltes Mikadospiel, bei dem es darum geht, nichts zu bewegen."

Adolf Muschg wurde zum Präsidenten der Berlin-Brandenburger Akademie der Künste gewählt. In einem Tages-Anzeiger Interview am 12.5.03 sagte er u.a., die Aufgabe der Akademie sei auch eine Art Politikberatung. Und: "Unsere Rolle ist es, Vorstellungen bei der anderen Seite zu wecken, wir müssen auch das Undenkbare denken und vorschlagen."

Kommentar: Was für die Kunst gilt, ist auch in der Sozialpolitik nötig. Wer hilft?

"In vielen Ländern besteht aber leider eine eigentümliche Vorliebe der Gesundheitspolitik und der Präventionsfachleute für solche Massnahmen wie Aufklärungskampagnen und schulische Präventionskampagnen, die bislang ohne nachweisbare Wirkung auf Krankheitsbelastung geblieben sind, während erwiesen wirksame und sehr kosteneffektive Massnahmen wie erhöhte Besteuerung oder häufige verdachtsfreie Alkoholkontrollen im Strassenverkehr politisch wenig attraktiv sind."
Prof.Jürgen Rehm in seinem Pressetext anlässlich seines Referats: Alkoholkonsum und seine Folgen: epidemiologische und ökonomische Aspekte, während des 16. Heidelberger Kongresses des FVS zum Thema "Sucht macht krank!" Hier zum vollständigen Text.
Kommentar: Hoffentlich findet diese Stellungnahme auch in der Schweiz die gebührende Verbreitung. Sie entspricht der von uns schon immer vertretenen Ansicht. Findet sie auch in unsern Politiker-Kreisen noch mehr Gehör, könnte endlich Hoffnung auf Besserung in der Alkoholfrage aufkommen. Die Gegner blasen mit ihrer Anti-Werbeverbots-Kampagne bereits ins Horn!

Die Lobby-Arbeit der globalen Alkoholindustrie

Übersicht

  Interner Link zu den Seiten/Thema externer Link zur Organisation/Details und Kommentar
27.05.2003 Dokument: Verhaltenskodex der GSM (Groupement der Schweizerischen Markenspirituosen Importeure) Die oft erwähnten Selbstregulierungsregeln, die sich die Spirituosenimporteure gegeben haben, sind hier vollständig nachzulesen.

Forschungsergebnisse-Übersicht

Datum Thema (Link)
27.05.2003 Alcopops 
21.05.2003 Alkoholkonsum und seine Folgen:
epidemiologische und ökonomische Aspekte

Links


http://www.fasaelu.com
                 
Die engagierte Vivi Hentgen setzt sich mit ihrer Webseite für das wie sie sagt verkannte foetale Alkohol-Syndrom ein. Sie gehört zur Organisation Fasworld und ist am Aufbau von Faseurope.   fasaelu@yahoo.de

List of English texts       

A summery with Links of all the English texts available on this website. 

In addition there are links to English sources on the pages "Internationales", "Links" and "Homepage"

 

 

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Inhaltsverzeichnis 

Entwicklungen der schweizerischen Alkoholpolitik der letzten Jahre anhand von Leserbriefen

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Die Lobby-Arbeit der globalen Alkoholindustrie

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Dossiers: Suchtmittelwerbung; Alcopops; Absinth; WTO - GATS; Alkoholkonsum Jugendlicher; Alkohol und Verkehr /  Drink Driving; Wein (Alkohol) sei (mässig genossen) gesund; Sport und Alkohol; Strukturelle Prävention; NPA (Nationales Programm Alkohol); botellón

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Stand: 03.01.2009