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•Die
Wirkung von Aufklärungs- und Überzeugungsprogrammen erweist sich
im besten Fall als klein. Wenn positive Ergebnisse gefunden
werden, sind sie nicht dauerhaft.
Unter den Hunderten von Studien zeigen nur zwei signifikant dauerhafte Wirkungen (nach 3 Jahren), und deren Signifikanz ist erst noch fraglich, wenn man sie nochmals analisiert (Foxcroft et al. 2003).
•Die
Zeit ist vorbei, als man zu Gunsten Alkohol-Aufklärung
argumentierte, statt für andere, effektivere Massnahmen .
•Wenn
Aufklärung betrieben wird, sollte sie im Rahmen weitgefasster
Umwelt- Interventionen geschehen, welche die Erhältlichkeit von
Alkohol angehen.
•Wer
wiederholt hochwertiger Alkoholreklame ausgesetzt ist, dem werden
alkoholpositive Einstellungen eingeimpft, was die
Wahrscheinlichkeit eines stärkeren Alkoholkonsums erhöht.
Alkoholwerbung macht Jugendliche anfälliger, weit vor dem legalen Mindestalter Alkohol zu konsumieren. Es wurde gefunden, dass Reklame die Wahrnehmung des Alkoholtrinkens als positiv, zauberhaft und verhältnismässig risikofrei fördert und verstärkt.
Gesetzgebung, die Alkoholwerbung einschränkt:
Eine bewährte Vorsichtsmassnahme, die von Regierunge weltweit angewendet wird, trotz Opposition von der Alkoholindustrie. •Ergebnisse legen nahe, dass, während die Einschränkungen kurzfristig keine grössere Reduktion bei Konsum und alkoholbedingten Schäden erreicht haben, Länder mit grösseren Reklame-Einschränkungen weniger Konsum und kleinere alkoholbedingte Probleme haben. (Saffer, 1991)
Selbstregulierungs-Kodex der Industrie:
•Selbstregulierung tendiert dahin, zerbrechlich und weitgehend
ineffektiv zu sein.
•Diese Kodexe werden am besten wirken, wo Medien, Werbung und
Alkoholindustrie alle beteiligt sind, und eine unabhängige
Institution die Befugnis hat, Reklamen zu genehmigen oder
abzulehnen, Beschwerden zu entscheiden und Sanktionen
auszusprechen.
•Zur Zeit haben wenige Länder alle diese Komponenten.
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Die besten Massnahmen:
•
Ergebnisse:
••Gelegenheiten
für eine effektive beweisgestützte Alkoholpolitik sind heute
wie nie zuvor vorhanden, um dem Volkswohl zu dienen.
•Beliebte Massnahmen-Optionen (z.B. Alkohol-Aufklärung in der Schule) haben verhältnismässig geringen oder keinen Effekt auf Bevölkerungsraten bei alkoholbedingte Erkrankungen und -Todesfällen. •Unbebeliebte Massnahmen (z.B. Alkoholsteuern, Einschränkungen der Erhältlichkeit) können bedeutende Ergebnisse erzielen. •Das Vorsorge-Prinzip legt nahe, dass Alkoholwerbung im Interesse der Volksgesundheit eingeschränkt werden sollte und dass Alkohol-Aufklärung nicht als Ersatz für wirksamere Strategien dienen sollte. •Es gibt immer noch zu viele Gegebenheiten, wo Politik-Vacuums mit nicht evaluierten oder unwirksamen Strategien und Massnahmen ausgefüllt werden. •Von der Industrie gesponserte Aufklärungsprogramme sollten nicht eingesetzt werden, bevor sie nicht von unabhängigen Wissenschaftern systematisch evaluiert worden sind. •Entgegenkommen der Industrie mit
Selbstregulierungs Werbe-Kodexen sollten regelmässig evaluiert
werden, sowohl in Bezug auf Darstellung wie auf inhaltliche
Richtlinien. |
Wissenschaftlich erhärtete Tatsachen in Bezug auf das Alkoholprobleme und dessen Prävention scheinen so eindeutig zu sein, dass es kaum zu verstehen ist, wie schwierig es immer noch ist, eine effektive Alkoholpolitik in jedem Land zu formulieren und sogar noch international zu koordinieren. Der Hauptgrund ist: Wirtschaftliche Interessen sind für Politiker weit herum immer noch wichtiger als die Volksgesundheit. Die Kosten dieser Fehlpolitik zahlt das Volk. Allerdings mehren sich die Anzeichen, dass anerkannt wird, "Gesundheit bringt Wohlstand" (EU-Kommissar David Byrne. Siehe Internationales).
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