www.alkoholpolitik.ch - Newsletter - Februar 2007   (Versand: 04.03.2007)

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Hermann T. Meyer

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Top aktuell:   (20.2.2007) Medienmitteilung der SFA, Schweiz. Fachstelle für 
                                                      Alkohol- und andere Drogenprobleme:

Neue Schülerstudie: Jugendliche in der Schweiz rauchen, trinken und kiffen weniger

Die Ergebnisse der neuen Schweizerischen Schülerbefragung zeigen: Die 15-jährigen Knaben und Mädchen rauchen deutlich weniger als noch vor 20 Jahren. Der Alkoholkonsum und das Kiffen haben bis ins Jahr 2002 zugenommen und sind 2006 erstmals zurückgegangen. Heute hat die Schweizerische Fachstelle für Alkohol- und andere Drogenprobleme (SFA) die Resultate der repräsentativen Schülerstudie an einer Medienkonferenz in Bern vorgestellt. Die Studie wurde im Auftrag des Bundesamtes für Gesundheit (BAG) durchgeführt.   Medienmitteilung der SFA   Basler Zeitung online, 20.2.07       NZZ online, 20.2.07        Tages-Anzeiger, 20.2.07  Tages-Anzeiger, 20.2.07 (Zusatzartikel)   


    (15.02.2007) Heute gehört: In der Sendung "Espresso" von Radio DRS1. 

Das UNO-Kinderhilfswerk UNICEF hat eine Untersuchung veröffentlicht, in der die Lebensqualität der Kinder in den industrialisierten Staaten verglichen wurde. Die Schweiz landete nur auf Platz 6! Ein Hauptgrund: Der Jugendalkoholismus. Es sei dringend Prävention gefragt.

Kommentar: Muss uns wirklich die internationale Gemeinschaft davon überzeugen, dass Alkoholprävention gefragt sei? (Die OECD kam erst kürzlich mit einer ähnlichen Botschaft.) Frage ist nur - welche Art? Es wäre an der Zeit, von den schönfärberischen Alibiübungen wegzukommen und wirksame, wissenschaftlich erhärtete Instrumente in die Hände zu nehmen. Die Alkoholindustrie hat nun 100 Jahre fast unbehelligt - und seit 50 Jahren unterstützt von der Werbebranche, den meisten Medien und der Mehrheit der Politiker (auch sogenannt christlicher) und der Bevölkerung - ihr unheilvolles Werk vollbringen können. Jetzt müsste endlich Schluss sein damit, oder soll unsere Jugend noch mehr ins Verderben rennen?

Ein erster Schritt wäre, den Vollzug bestehender Gesetze mit zusätzlichem Fachpersonal zu verbessern. Dann ist der Bundesrat mit seinem in diesem Jahr erwarteten Alkohol-Strategie-Papier in der Verantwortung. Wird er auch wieder nur eine Alibiübung zulassen?

Bevor an eine eigentliche Prävention in Richtung Jugendlicher gedacht werden kann, muss sich die Gesellschaft klar werden, dass das Alkoholimage heruntergefahren werden muss. So lange der Alkohol einen derartig hohen Stellenwert in unserer Gesellschaft hat, ist jede Prävention für Jugendliche unglaubwürdig und deshalb wirkungslos.

UNICEF-Schweiz verfügt über eigene Mittel. Wie wäre es, wenn sie auch auf diesem Gebiet wirksam helfen würde? Sie will eine Diskussion auslösen und einen Anstoss zur Verbesserung der Datenlage geben. Wie viele Anstösse brauchen wir denn noch? Es braucht endlich mutige Lösungen!

Auch die Wirtschaft ist gefragt. Lange Jahre hat sie die Aktionäre auf Kosten der Arbeitnehmer und der staatlichen Sozialwerke geschont und fährt nun Rekordgewinne ein. Es wäre höchste Zeit, dass sie jetzt schnell viele Lehr- und Arbeitsstellen für Jugendliche schaffen würde, um ihnen eine Lebensperspektive zu geben. Die inzwischen fehlenden Nachwuchs-Fachkräfte werden wieder massenhaft aus dem Ausland geholt und damit wie auch schon ein Immigrationsproblem mit innenpolitischem Zündstoff geschaffen.

PS  Auch der Tages-Anzeiger berichtet heute über diese Studie. Das Thema "Risikoverhalten wie Alkohol- und Tabakkonsum" (Rang 12) ist ihm nicht ein Wort des Kommentars Wert.

Aktuell      

Datum Thema Kommentar/Details

28.02.2007

An der Wädenswiler Fasnacht funktionierte das "Bändeli-System".

Jugendliche mussten einen farbigen Bändel tragen. Es soll keine Alkoholleichen gegeben haben. Allerdings gaben ältere Personen Alkohol an junge weiter.
(Quelle: Tages-Anzeiger, 28.2.07)

27.02.2007

Alkohol- und Tabakwerbung im Zürcher Kantonsrat

Die Debatte im Rahmen den neuen Gesundheitsgesetzes ist gestern aus Zeitgründen  um eine Woche verschoben worden.
(Quelle: Tages-Anzeiger, 27.2.07)

27.02.2007

In Zürich habe die Abschreckung mit der 0,5-Promillegrenze ihre Wirkung verloren.

Die Stadtpolizei meldet für 2006 25% mehr Verzeigungen wegen Alkohol am Steuer als im Vorjahr, bei etwa gleicher Kontrollhäufigkeit.
Kommentar: Es wäre interessant zu erfahren, ob dies mit dem zunehmenden Party(un)-wesen im Zusammenhang steht, und ob die Kontrollen an den gleichen Orten stattfanden.
(Quelle: Tages-Anzeiger, 27.2.07)

26.02.2007

Heute diskutiert der Zürcher Kantonsrat das Gesundheitsgesetz mit Einschränkung der Suchtmittelwerbung.

Die Neue Zürcher Zeitung widmet diesem Ereignis zwei Artikel, einen sachlichen mit dem Titel "Plakatwände ohne Marlboro-Mann" und einen, der wie üblich die Wirkung der Werbung verharmlost, mit der Überschrift "Plakate stinken nicht". Es wäre an der Zeit, dass sich Journalisten ihre Argumente nicht nur bei der interessierten Industrie holten und unserer Jugend eine Chance geben würden.  (Quelle: NZZ, 23.2.07)   Am 2.2.07 lobte sich der gleiche Journalist (ras) noch für sein intensives Quellenstudium.                             (siehe Leserbrief dazu)

23.02.2007

Der Bundesrat beantwortet eine Interpellation

06.3776 - Interpellation von NR Menétrey-Savary Anne-Catherine
"Probleme bei der Stiftung "Gesundheitsförderung Schweiz"

23.02.2007

Der Bundesrat beantwortet eine Interpellation von NR Haller Ursula positiv.

06.3749 - Interpellation: Verlangt wird wissenschaftliche Studie zum Thema Drogen/Gewaltverbrechen
Kommentar: Erfreulich, es tut sich offenbar doch etwas auf diesem tabuisierten Gebiet. Siehe unsere Sonderseite zu diesem Thema.

21.02.2007

Die bfu veröffentlichte die Unfall- und Opferzahlen im Strassenverkehr von 2006.

Todesopfer insgesamt: -9%; alkoholbedingte Tote: -19%!
Schwere Verletzungen insgesamt: +16%; alkoholbedingt: +9%. Die bfu verlangt weiterhin häufige Kontrollen und 0‰ für Neulenker. (wie in Deutschland)
Kommentar: Die weiter markant rückläufige Zahl bei den alkoholbedingten Toten ist sehr erfreulich, hatten doch einige Stellen schon mit dem Gegenteil gerechnet. Umso mehr zeigt .....

21.02.2007

Im Zusammenhang mit der Schülerbefragung (siehe Homepage, Top aktuell) verwies die NZZ auf einen Artikel vom 17.6.06.

«Frisch gestreichelt - Wir werben für mehr Zärtlichkeit» von Felix Mäder-
Die Schweizer Suchtprävention als Spiegel gesellschaftlicher Werte und Normen. In der Art und Weise der Suchtprävention lassen sich ideologische Strömungen und gesellschaftliche Werte ablesen.
Kommentar: Der Artikel ist sehr interessant, weist aber auch Mängel auf: Z.B. Die Sicht auf die Rolle der Alkohol- und Werbeindustrie ist völlig ausgeblendet.

17.02.2007

An den Von-Wattenwyl-Gesprächen befasste sich der Bundesrat auch mit der Jugendgewalt.

Das Ausmass sei beunruhigend. Sie finde häufig in Gruppen statt und der Alkohol spiele oft eine Rolle. Die Eidg. Kommission für Kinder- und Jugendfragen hat einen differenzierten Umgang mit dem Thema Jugendgewalt gefordert.
(Quelle: Tages-Anzeiger, 17.2.07) 
Pressemitteilung der Eidg. Kommission, 16.2.07

17.02.2007

Perspektive Schweiz hat die Umfrageergebnisse 2006 veröffentlicht.

Gesundheitspolitik war ein Thema.
Kurzfassung (21 Seiten) pdf
Vollständige Fassung (123 Seiten)
pdf

17.02.2007

Die Schweiz. Fachstelle für Alkohol- und andere Drogenprobleme SFA-ISPA erlässt einen Aufruf zur Fasnacht.

Alkohol an der Fasnacht: Auch Veranstalter tragen Verantwortung. Im närrischen Treiben trinken viele auch gerne und reichlich Alkohol. Die SFA empfiehlt einen sorgfältigen Umgang mit Alkohol und weist auf die Verantwortung der Fasnachtsveranstaltenden hin: Diese können einiges tun, um Alkoholexzesse und die damit verbundenen negativen Folgen zu verhindern. ....  SFA, 7.2.07

15.02.2007

Das Bundeshaus veröffentlicht eine Liste der pendenten parlamentarischen Vorstösse.

Hier interessierende Stellen:
06.3749 Ip. Haller: Wissenschaftliche Studie zum Thema Drogen/Gewaltverbrechen
06.3645 Po. Amherd: Jugendgewalt. Stärkung des Menschenrechts- und Grundrechtsbewusstseins
06.3646 Po. Amherd: Jugendgewalt. Mehr Effizienz und Wirkung in der Prävention
06.3647 Mo. Amherd: Jugendgewalt. Inpflichtnahme der Eltern
06.3744 Ip. Heim: Policy für Industrieunabhängige Forschung im Gesundheitsbereich
06.487 Pa.Iv. Zisyadis: Schutz der schweizerischen Weinbautradition
06.3851 Ip. Brunner: Irreführende Warnhinweise bald auch auf Alkoholflaschen?
06.5291 Fra. Bugnon: Äusserungen zum Wein

15.02.2007

Eine UNICEF-Studie vergleicht das Befinden der Kinder in Industrie-Staaten.

Die heutige Radiosendung "Espresso" von DRS1 erwähnt das schlechte Abschneiden der Schweiz beim Jugendalkoholismus. Prävention sei dringend.
Siehe den ausführlichen Bericht auf der Homepage bei "Top aktuell".

08.02.2007

Das Bundesamt für Sport und Swiss Olympic bieten einen Lehrgang zum "Master of Advanced Studies im Sportmanagement" an.

Diese Weiterbildung für Schweizer Sportfunktionäre beginnt im März am Swiss Sport Management Center in Freiburg.
Kommentar: Vorschlag zum Lehrstoff: Neue Sieges- und Verlierer-Rituale ohne Alkohol. - Wie kann das Alkoholsponsoring im Sport vermieden werden?  (Z.B. mit unserer Projekt-Idee) - Wie wird der Sport seiner Vorbildfunktion wieder gerecht?

08.02.2007

Die Kriminalstatistik 2006 im Kanton Zürich zeigt eine wachsende Zahl von brutaler Gewalt.
(Quelle: Tages-Anzeiger,  10 vor 10 SF1, 8.2.07)

In der Notfallchirurgie des Unispitals nehmen typische Schlägereiverletzungen zu. Verletzungen durch Gewaltübergriffe haben sich von 2001 bis 2005 verdreifacht. Die meisten Verletzungen erfolgen im Rahmen der Spassgesellschaft an Parties, oft unter Alkohol- und Drogeneinfluss. Wàhrend die Gesamtzahl der Kriminalfälle leicht rückläufig war, sind die Zahlen bei der Jugendkriminalität (unter 18 J.) stark gestiegen: sexuelle Gewalt: +27%, schwere Gewaltanwendung: +135%.  

07.02.2007

Schon wieder Alkoholwerbung im Schweizer Fernsehen

Die Sendung Sport Aktuell auf SF2 brachte einen ausführlichen Bericht über eine Schnapsbrennerei in Are, dem Ort der Ski-WM. Als Reporterin wirkte die Frau von Bernhard Russi, die mit auffordernder Geste den Schnaps anpries.
Kommentar: Sport und Alkohol - immer wieder findet die Alkohollobby Mittel und Wege, für diese unheilige Allianz zu werben. Ob diese Schleichwerbung nicht auch eine Art von Korruption darstellt?

07.02.2007

Alles im Griff? - Gemeinsam gegen 1 Glas zu viel

(Quelle: Infoset Newsletter Febr. 07)

Bis Ende 2007 erarbeitet das Bundesamt für Gesundheit im Auftrag des Bundesrates ein
Nationales Programm Alkohol 2007-2011. In der Zwischenzeit ist es wichtig, die Öffentlichkeit weiterhin zum  Thema Rauschtrinken zu sensibilisieren.
Besondere Sorgen bereitet der  Alkoholmissbrauch bei Jugendlichen. Deshalb werden mit der neuen,  visuell starken  "Alles im  Griff?-Kampagne die Jugendlichen gezielt auf die negativen Auswirkungen des problematischen Alkoholkonsums angesprochen.
http://www.bag.admin.ch/themen/drogen/00039/00602/index.html?lang=de

07.02.2007

Literaturliste zur Temperenz- und Abstinenzbewegung

(Quelle: Infoset Newsletter Febr. 07)

Die Abstinenzbewegung (auch Temperenzbewegung) ist eine soziale Bewegung, die vor
allem Ende des 19. Jahrhunderts bis Beginn des 20. Jahrhunderts ihren Höhepunkt hatte.
http://www.akzept.org/pdf/veroeffentlichungen_pdf/nr19/bibliogr_vomrausch.pdf (pdf, 333S., 2,6Mb) ist auf den Seiten des Bundesverbandes für akzeptierende Drogenarbeit und humane Drogenpolitik erhältlich. http://www.akzept.org/ und umfasst vor allem Publikationen aus der genannten Zeitperiode. Weitere Infos zu dieser Bewegung sind auf http://de.wikipedia.org/wiki/Abstinenzbewegung und auf http://hls-dhs-dss.ch/textes/d/D16445.php Historisches Lexikon der Schweiz erhältlich.

07.02.2007

Der Kanton Wallis vergibt einen Preis zur Förderung von Projekten gegen den Suchtmittelmissbrauch.

Den Kantonalen Preis "Alkoholzehntel" zur Bekämpfung der Ursachen und  Konsequenzen
des Suchtmittelmissbrauchs, verleiht der Staatsrat des  Kantons Wallis alle zwei
Jahre. Der  Preis wird dem Fonds Alkoholzehntel entnommen. Infos sind auf http://www.vs.ch erhältlich (Anmeldeschluss ist der 30.06.2007). (Quelle: Infoset Newsletter Febr. 07)

07.02.2007

"Abhängigkeiten 2007/3 ist erschienen.

(Quelle: Infoset Newsletter Febr. 07)

Thema: Eine neue Suchtpolitik für die Schweiz?
http://www.sfa-ispa.ch/index.php?IDthemepub=10&langue=D&IDpubvis=466"
2 Artikel sind online erhältlich:
"Nur eine gemeinsame Position gibt uns eine Chance im politischen Prozess".
Abhängigkeiten im Gespräch mit Bruno Erni (pdf, 4S., 138Kb).http://www.sfa-ispa.ch/DocUpload/abh03_06.Erni.pdf
"Suchtpolitik und Suchtarbeit im internationalen Spannungsfeld". Von Ambros Uchtenhagen
(pdf, 8S., 75Kb)
http://www.sfa-ispa.ch/DocUpload/abh03_06.Uchtenhagen.pdf

07.02.2007

Der Newsletter Februar von Infoset ist erschienen.

Informationen über alle Suchtgebiete. http://www.infoset.ch
Newsletter bestellen:
http://www.infoset.ch/de/MainFrame.shtm?location=http://www.infoset.ch/de/MainFrame.shtm?location=http://www.infoset.ch/de/service/newsletter.htm&menu=Inhalt.htm&menu=Inhalt

02.02.2007

Die Medien als unkritische Helfer der Behörden. (2)
(siehe 29.1.07)

(Quelle: Tages-Anzeiger, 27.1.07, NZZ, 2.2.07)

 

ras. berichtet in der NZZ etwas länger und später, aber legt Wert darauf, dass er nicht auf Pressematerial abstelle, sondern die ganze Studie gelesen habe. Er meint, eine zentrale Aufgabe der Medien bestehe darin zu vermitteln, was Experten herausgefunden haben. Wenn diese ihre Arbeit gut gemacht hätten, gäbe es keinen Grund, von ihrer Darlegung und Argumentation abzuweichen.
Kommentar: Um zu beurteilen, ob diese ihre Arbeit gut gemacht haben, braucht es einiges Fachwissen zum betreffenden Gebiet. Beim Thema Alkohol braucht es leider auch einen Verleger mit Charakter, der ohne Vorurteile zulässt, dass der Leserschaft ehrlich und objektiv berichtet wird. (In der Schweiz leider eine rare Spezies.)

02.02.2007

Ein Ratsbericht der seriösen Neuen Zürcher Zeitung vom 1.2.07 lässt tief blicken. (Und liefert Stoff für die Basler Fasnacht.)

Zitat:"Das überforderte Parlament". "23 Uhr war schon vorbei, als die letzten Parlamentarier Dienstagnacht ihre Voten im Rathaus zu Zürich vorlasen. Um sie herum hingen Ratskollegen mit glasigen Augen in den Bänken, andere versammelten sich draussen vor der Tür zur Jassrunde; Bier und Wein als Pausengetränk lähmten die Zungen, Pöbeleien übertönten die Voten im Saal. Das Zürcher Kantonsparlament pfiff nach 30 Stunden Debatte über den kantonalen Verkehrsrichtplan aus dem letzten Loch. Der immer noch nicht beendete Streit um Strassenbau, Parkplätze und Schienenverkehr hatte den Rat niedergestreckt, ausgelaugt, überfordert."
Kommentar: Wer glaubt, einen solchen Sitzungsmarathon mit Bier und Wein besser zu bewältigen, ist allerdings geistig überfordert und gehört nicht in einen Rat mit hohen Anforderungen. Statt Bier und Wein wäre Zürcher Traubensaft zu empfehlen, z.B. Staatskeller. Wir haben früher mit Traubensaft die Nächte mit klarem Kopf durchgetanzt.

02.02.2007

Neue Trends im Nachrichtenjournalismus

(Quelle: Tages-Anzeiger, 30.1.07)

Ein klarer Trend sei sichtbar. Die News gehen online. Auch im deutschsprachigen Raum gibt es Experimente: Die "Frankfurter Allgemeine Zeitung" z.B. erlaubt ihren registrierten Online-Lesern, an jedem Artikel Kommentare anzufügen.
Kommentar:  Auf den ersten Blick scheint diese Entwicklung die Stellung des Lesers zu stärken. Der Verlag hat aber auch so genug technische Möglichkeiten, seine Interessen zu wahren. (Wir machten die Erfahrung mit der New York Times.) Auch kann die Alkoholindustrie professionelle Überwacher einsetzen, die unangenehme Kommentare sofort kontern.

International  

Datum

Thema

Kommentar/Details

27.02.2007

In den USA wird aufgerufen, eine Abhängigkeits-Hausparty zu organisieren.

Im HBO-Kabelfernsehen wird am 17.3.07 ein spezielles Programm gesendet, dessen Botschaft Hoffnung auf wirksame Behandlung und langanhaltende Genesung bei Abhängikeit bedeutet. Jedermann ist aufgerufen, mit Freunden und Nachbarn die Show zu sehen und zu diskutieren, was in seiner Gemeinde in Bezug auf Abhängigkeits-Prävention, Behandlung und Genesung geschieht. Für mehr Informationen:  http://www.addictionaction.org/ 

27.02.2007

Ein Experte verlangt in England ein totales Alkohol-Werbeverbot.

Der Leiter des britischen Royal College of Physicians (Ärzteschaft) verlangt ein komplettes Alkohol-Werbeverbot, um der ansteigenden Flut von Alkoholproblemen in England entgegenzuwirken. (Quelle: Join Together, 27.2.07)

27.02.2007

Alkoholbezogene Todesfälle in England verdoppelt.

Das Office for National Statistics. meldete die Verdoppelung bei den 15 - 34-Jährigen zwischen 1991 und 2004.
(Quelle:
Join Together, 26.2.07)

23.02.2007

Die spanische Regierung hat beschlossen, das neue Alkoholgesetz noch nicht in Kraft zu setzen.

(Quelle: Eurocare)

Das Gesetz konzentriert sich auf den Jugendschutz, enthält aber auch Werbeeinschränkungen. Die Regierung begründet den Rückzug damit, die Gesundheit der Jugend solle nicht zum Wahlkampfthema werden. Im Mai sind Lokalwahlen und die Weingegenden sind strikt gegen das Gesetz. Die Weinlobby hatte sich von den Verhandlungen über das Gesetz zurückgezogen, nachdem der Gesundheitsminister sich weigerte, den Text zu Gunsten der Weinbranche zu ändern. Elena Salgado, die Gesundheits-Ministerin gab erschreckende Zahlen bekannt: 65% der 14-18-Jährigen trinken Alkohol an Wochenenden und 34% haben mindestens einmal im letzten Monat ekzessiv getrunken.

23.02.2007

Am 1. März wird auf dem Capitol Hill eine Vorpremiere der  HBO's Show ADDICTION stattfinden.

Neben den Mitgliedern des Repräsentantenhauses Patrick Kennedy (D-RI) und Jim Ramstad (R-MN) sind dabei HBO, the National Institute on Drug Abuse, National Institute on Alcohol Abuse and Alcoholism, and the Robert Wood Johnson Foundation. Join Together ruft auf, die eigenen Parlamentarier aufzufordern, der Show und der anschliessenden Diskussion beizuwohnen. Es gehe um bahnbrechende neue Methoden für die Alkohol-Rehabilitation. http://members.jointogether.org/campaign/hillscreening

21.02.2007

Die EU stellt ihr Gesundheitsportal online vor.

Es ist in 20 Sprachen verfügbar.

21.02.2007

Bei 62% aller Arrestfälle im Staate Wyoming, USA ist Alkohol im Spiel.

Vom Alkohol im Verkehr bis zu Gewalt in der Familie, gemäss einer Studie der Sheriffs und Chiefs Vereinigung in Wyoming.
(Quelle: Join Together, 20.2.07) 
Star Tribune, Casper, 18.2.07

20.02.2007

Join Together meldet Ausschreibungen von Subventionsmöglichkeiten in den USA  

NIAAA Grants for Alcohol Treatment, Services, Recovery Research
Local Initiative Funding Partners 2008 Grants
Alcohol Abuse Reduction Program for Middle, Jr. and Sr. High Schools
(
Quelle: Join Together, 20.2.07)

19.02.2007

Feste in Thailand sind in den letzten Jahrzehnten zu Trinkfesten geworden.

(Quelle: ADD Bulletin 1-2007)

Traditionelle Feste wurden ersetzt durch Binge Drinking. Jetzt sollen 30 Mio. Thai Bath eingesetzt werden, um die Gemeinden zu ermuntern, Feste, Beerdigungen und andere wichtige Anlässe wieder auf traditionelle Weise, ohne Alkohol zu begehen. "The Nation", die nationale Zeitung schreibt, die ThaiHealth foundation mache die Marketing- Anstrengungen der Alkohol-Produzenten für diese Entwicklung verantwortlich. Die junge Generation kenne nicht einmal die Bedeutung der Feste, denn sie sähe nur Jahr für Jahr Leute, die sich betrinken. (Quelle: ADD Bulletin 1-2007)   Artikel in The Nation
Kommentar: Bei uns nicht viel anders, die Fasnacht lässt grüssen. Siehe 17.2.07 Aachen, oder auch Luzern)

19.02.2007

In Südafrika fand letzte Woche der erste alle zwei Jahre geplante Gipfel zum Drogenmissbrauch statt.
(Quelle: ADD Bulletin 1-2007)

Er versammelte Regierungsstellen, die Zivilgesellschaft, Private und Drogenexperten um zu diskutieren, wie die Nachfrage nach Drogen reduziert werden und wie der Missbrauch wirksam bekämpft werden könnte. Fast 50% der Jugendlichen konsumieren Alkohol, etwas über 30% rauchen und 13% rauchen regelmässig Dagga. Minister Dr Zola Skweyiya bezifferte die jährlichen Schäden durch Alkohol und Drogen auf R10 Mia. opening address
National Drug Master Plan 2006 - 2011 from the Department of Social Development.

19.02.2007

Mehrere Quellen nehmen an, dass Indien seine hohen Importzölle auf Schnaps und Wein reduzieren wird.
(Quelle: ADD Bulletin 1-2007)

Grund ist massiver internationaler Druck, sowohl bilateral, durch die EU, wie auch durch die WTO. Auch das WEF in Davos diente für Druckversuche. Ein Kommentator sagte: "All das Getöse um die aufstrebenden Märkte in Südamerika und im Fernen Osten verblasst zur Bedeutungslosigkeit im Vergleich mit Indien."
Kommentar: Eine neue Kolonialisation durch die Industrieländer zeichnet sich ab - mit verheerenden Folgen für die Bevölkerung. Freihandel ist doch etwas Schönes! Wir sind so stolz, dass auch das WEF in Davos dazu beitragen konnte!
news report in Business Scotsman.com

19.02.2007

Die Traktandenliste der kommenden WHO-Generalversammlung führt "Alkohol" als separaten Punkt auf.

Das Komitee A wird diskutieren: "Strategien und Interventionen auf der Basis von Beweisen um alkoholbezogene Schäden zu verringern". (Eines unter verschiedenen "Technischen und gesundheitlichen Themen") Punkt 12.7.
Die Generalversammlung wir am 14.-23. Mai in Genf stattfinden.
(Quelle: ADD Bulletin 1-2007)

17.02.2007

Fasnacht - Karneval heisst auch viel Alkoholkonsum

In Aachen ist ein elfjähriger Junge mit 2‰ Alkohol im Blut in ein Spital gebracht worden.
(Quelle: Tages-Anzeiger, 17.2.07)

17.02.2007

In der EU ist das Parlament daran, sich zur EU-Alkohol-Strategie zu äussern.

Es wäre sehr wünschenswert, wenn die nationalen Vertreter dazu kontaktiert würden. Hier die Liste der EU-Parlamentarier. Ein Klick auf den Namen bringt den e-mail-Link.
(Quelle: Eurocare)

17.02.2007

In der EU ist man daran, die Direktive von 1989, Fernsehen ohne Grenzen der digitalen Zeit anzupassen.

Sie heisst neu: Audivisuelle Direktive. Eines der wichtigsten Prinzipien der vorgeschlagenen Direktive ist der Schutz von Kindern und Minderjährigen vor schädlichen Inhalten. Einige NGOs haben verlangt, dass zwischen 06.00 und 21.00 Uhr keine Alkoholreklame gesendet werden dürfte. Das Europäische Parlament hat dies abgelehnt. Möglicherweise wird der Antrag erneut eingebracht und sollte in den Mitgliedsländern unterstützt werden. Der Änderungsantrag heisst: "Television advertising for alcoholic beverages should not be broadcast between 6.00 a.m. and 9.00 p.m."


17.02.2007

Die Direktion für Öffentliche Gesundheit der EU ruft auf, Vorschläge einzureichen. Die nebenstehenden Links führen auch zu deutschsprachigen Links.

 Programme 2003-2008
The call for proposal for 2007 is now open !
 Programme 2003-2008
Commission Decision adopting the work plan for 2007 for the implementation of the programme of Community action in the field of public health (2003-2008), including the annual work programme for grants Available in 21 languages
 Health services
Results of the consultation regarding community action on health services updated

17.02.2007

Die EU gibt einen Überblick über das EU-Gesundheits-Forum

deutsch, englisch und französisch

17.02.2007

Eine Medien-Kritik nach der Super Bowl in den USA

Die Medienkritik von Wayne Friedman vom 5.2.07 bringt eine Presseübersicht. USA Today setzt die Spots von Anheuser-Busch wieder an erster Stelle. (Quelle: TV Watch, 5.2.07)

17.02.2007

Zufällige Urintests werden ab nächsten Monat an der Pequannock Township High School in New Jersey, USA eingeführt.

Die Schulleitung will überprüfen, ob die Studenten übers Wochenende Alkohol konsumierten. Die Massnahme ist nicht unangefochten. Bei positivem Befund werden die Eltern benachrichtigt.

(Quelle: Join Together, 31.1.07)    ABC News reported Jan. 29.

17.02.2007

Nach einem tödlichen Vekehrsunfall verlangt der US-Staat New Mexico, dass die Airlines eine Alkohol-Lizenz beantragen.

Dana Papst, 44, kippte 2 Fläschchen Jack Daniels auf einem US Airways Flug, dann verliess sie das Flugzeug, stieg in ein Auto und erlitt einen Frontalunfall, bei dem 5 Mitglieder einer Familie aus New Mexico starben.
(Quelle: Join Together, 31.1.07)             Santa Fe New Mexican, 30.1.07

15.02.2007

Der Budget-Plan von US- Präsident Bush für 2008 sieht massive Kürzungen bei Alkoholprogrammen vor, zugunsten von Militär-Ausgaben für den Irak-Krieg.

Die "American Counseling Association" meldete, Bush's Vorschlag ermöglichte einen grossen Zuwachs bei den Militärausgaben für den Irak-Krieg, während Gesundheitsprogramme des Bundes massiv gekürzt und die meisten Unteragenturen unter das Niveau von 2006 gedrückt würden. (Quelle: Join Together, 9.2.07)
Substance Abuse and Mental Health Services Administration (SAMHSA) 
FY2008 spending plan

14.02.2007

In der 2. Infanterie-Division der US-Streitkräfte wurde die Promillegrenze neu bestimmt: 1.0 Promille!

Wer mit mehr als 1.0 Promille erwischt wird, kann, auch wenn er nicht fährt, disziplinarisch bestraft werden. Die Truppen sollen quartalsweise Trainings erhalten über die 1-Promillegrenze und welche Auswirkungen ein höherer Alkoholwert hat.
(Quelle: Join Together, 12.2.07
Stars and Stripes, 12.2.07

12.02.2007

Der Bürgermeister der brasilianischen 10-Millionenstadt Sao Paolo hat die Stadt von der Werbung im öffentlichen Raum gesäubert.

Die Stadt war immer mehr vom Wildwuchs der Plakate zugepflastert worden. Die fälligen Abgaben waren kaum bezahlt worden. Zukünftig soll nur noch beschränkt im öffentlichen Raum geworben werden dürfen und nur noch gegen Bezahlung der Gebühren. Die Werbeindustrie glaubt, dieses Beispiel werde in ganz Brasilien Schule machen. Sie hat sich in die Anordnungen geschickt, die bei der Bevölkerung populär ist.
(Quelle: NZZ, 12.2.07)

10.02.2007

Das Obergericht des US-Bundesstaates South Carolina macht Erwachsene, die absichtlich Minderjährigen Alkohol servieren, haftpflichtig für Folgeschäden.

Der Gastgeber ist verantwortlich, wenn er weiss, dass er einen Minderjährigen bedient. Das Gericht meinte: "Obwohl minderjährige Personen volle soziale und zivile Rechte geniessen, finden wir, dass es die offizielle Politik dieses Staates ist, diese Individuen so zu behandeln, als hätten sie nicht die volle Kompetenz eines Erwachsenen, die möglichen Folgen ihres Alkoholkonsums vorauszusehen." (freie Übersetzung) Anlass des Richterspruchs waren zwei Fälle: Ein 19-Jähriger trank bei einem "cookout" (Grillparty?) und starb später bei einem Autounfall mit 2,91Promille im Blut, beim andern Fall handelte es sich um einen 19-Jährigen, der an einer Firmen-Weihnachtsparty trank und verunfallte, wobei er und ein Passagier starben.  (Quelle: Join Together, 6.2.07)          Associated Press, 5.2.07

07.02.2007

Das Marin Institute in Kalifornien ruft auf, bei ihr Reklamationen betr. Anheuser-Busch zu deponieren.

Der Biergigant wird angeklagt, den Super Bowl auszunützen, um mit seiner Werbung auf die Jugend zu zielen. Klagen gehen an das Bier-Institut und in Kopien an die Federal Trade Commission, die überwacht, ob die Alkoholwerbung den freiwilligen Reklamestandards der Industrie entspricht und an das Marin Institute.
Meldungen an:
http://www.marininstitute.org/talkback/superbowl/

07.02.2007

Im amerikanischen Bundesstaat Maine verlangen Suchtfachleute, dass die Alkoholsteuern hinaufgesetzt werden.

Mit dem Erlös sollen die Behandlungsmöglichkeiten verbessert werden. Sie berufen sich dabei auf das Weissbuch von Join Together.

(Quelle: Join Together, http://members.jointogether.org/ct/w7S7HDY1fX0u/

07.02.2007

"Flat Rate", die neue Methode des  Binge Drinking in Berlin.

Laut SF "10 vor 10" am 5.2.07 werden in den Diskotheken in Berlin grosse Gläser (ca 0.5 L) für 12€ vermietet und die ganze Nacht mit den gewünschten Drinks à discrétion gefüllt. Wer randaliert wird hinausgestellt, andere landen in der Notfallstation der Spitäler.

02.02.2007

Die parlamentarische Versammlung des Europarats und die "Vergewaltigungsdrogen".

(Quelle: NZZ, 30.1.07)

In einer Entschliessung fordert sie die 46 Mitgliedsländer (darunter die Schweiz) auf, die Gesetzgebungsorgane und die Justiz auf das Problem der "Vergewaltigungsdrogen" hinzuweisen. Die Strafverfolgung sei auch deshalb schwierig, weil die Auswirkungen der Substanzen denen des übermässigen Alkoholkonsums ähnlich seien.
Kommentar:  Ob das heisst, dass die Strafverfolgung bei Alkoholeinsatz oder andern Drogen unterschiedlich verläuft? Wo ist denn da der Unterschied? (Siehe Vergewaltigungen in Zürich-Seebach) Haben diese Parlamentarier die kürzliche Untersuchung der britischen Polizei wohl gekannt? (Wir berichteten darüber.)

List of English texts

Date

German

English

02/27/2007 In den USA wird aufgerufen, eine Abhängigkeits-Hausparty zu organisieren. You've already generated significant momentum around HBO's ADDICTION. Across the country, word is spreading fast about this groundbreaking HBO series and its message of hope for effective treatment and long-term recovery. Now, bring together your friends and neighbors to watch the show - and discuss what's happening in your community around addiction prevention, treatment, and recovery. Hosting an Addiction Action House Party is a great way to meet people, have fun, and build on your advocacy efforts to increase treatment and recovery opportunities in your town. You can host a party in your home, a house of worship, recovery center, treatment center - any place that people can gather. 
Click here now to be a host on Saturday March 17th - our national house party day.
For more information about ADDICTION and organizing activities in your community, remember to visit our website at
http://www.addictionaction.org/ 

02/27/2007

Ein Experte verlangt in England ein totales Alkohol-Werbeverbot.

The head of Great Britain's Royal College of Physicians is calling for a complete ban on alcohol advertising to stem a rising tide of alcohol problem in the country.
(Source: Join Together, 2/27/07)

02/27/2007

Alkoholbezogene Todesfälle in England verdoppelt.

Drinking-related deaths among 15- to 34-year-olds in the U.K. have doubled between 1991 and 2004, according to the Office for National Statistics.
(Source: Join Together, 2/26/07)

02/23/2007

Die spanische Regierung hat beschlossen, das neue Alkoholgesetz noch nicht in Kraft zu setzen.

(Source: Eurocare, 23.2.07)

 

Spain – Government’s Legislative proposal to prevent alcohol consumption among minors  On 25 September, the Spanish Ministry of Health published a Draft Act on Health Measures for the Protection of Health and the Prevention of alcohol consumption by Minors. Although limited to minors, the draft represents a significant breakthrough for alcohol policy in Spain, because it establishes a common legal framework for the whole Country, filling and bridging gaps and discrepancies among regional policies. Since the proposal from the Government focuses on the protection of the health of minors, it will have a better chance of being passed in Parliament because there exists a general consensus that priority should be given to the protection of the most vulnerable groups, i.e. adolescents and children.
Worth noticing are the restrictions on alcohol marketing. The Proposal establishes the minimum purchase age at 18 and, for the first time ever, retail sale of alcoholic beverages for consumption off the premises will require a license. In addition, the sale of alcohol will be prohibited at night and in mobile units.
Further restrictions on alcohol advertising are introduced: TV and radio advertising for alcoholic beverages will not be allowed between 6 a.m. and 10 p.m.; No alcohol adverts will be permitted on the covers of magazines, and; Alcohol ads will not be allowed in bus-shelters or billboards placed less than 500 meters away from schools. Finally, sponsorship by the alcohol industry of events aimed at minors will also be banned.

Now the Spanish  government will suspend the new Alcohol Law in order to avoid it becomes a source of electoral and political confrontation. The winefarming aereas and the alcohol industry fight against the new law. The local elections take place in May 07. According to the Minister of health: 65% of 14-18 year olds drink at the weekends, and 34% will have drunk to excess at least once during the past month.

02/23/2007

Am 1. März wird auf dem Capitol Hill eine Vorpremiere der  HBO's Show ADDICTION stattfinden.

On March 1st, US-Representatives Patrick Kennedy (D-RI) and Jim Ramstad (R-MN) are joining HBO, the National Institute on Drug Abuse, National Institute on Alcohol Abuse and Alcoholism, and the Robert Wood Johnson Foundation for a preview screening of HBO's ADDICTION on Capitol Hill. The screening will be followed by a panel discussion with leading experts on drug and alcohol addiction and recovery. This is a one-time chance for your US Senators and US Representative to see clips from HBO's groundbreaking documentary and learn about the promise of effective new treatments and the reality of long-term recovery. Make sure your elected officials are there.
See:
http://members.jointogether.org/campaign/hillscreening

02/21/2007

Die EU stellt ihr Gesundheitsportal online vor.

The European Union presents its Health-EU- Portal in 20 languages.

02/21/2007

Bei 62% aller Arrestfälle im Staate Wyoming, USA ist Alkohol im Spiel.

Alcohol use is involved in a remarkable 62 percent of all arrests in the state of Wyoming, from drunk driving to domestic assaults, according to a study by the Wyoming Sheriffs and Chiefs Association. (Source: Join Together, 2/20/07)  Star Tribune, Casper, 2/18/07

02/20/2007

Join Together meldet Ausschreibungen von Subventionsmöglichkeiten in den USA   (Source: Join Together, 20.2.07)

NIAAA Grants for Alcohol Treatment, Services, Recovery Research

Local Initiative Funding Partners 2008 Grants

Alcohol Abuse Reduction Program for Middle, Jr. and Sr. High Schools

02/19/2007

Feste in Thailand sind in den letzten Jahrzehnten zu Trinkfesten geworden.

Thai festivals have become drinking occasions  ThaiHealth have registered a development where traditional festivals have been replaced by binge drinking. Now 30 million Thai Bath will be used to encourage communities to celebrate festivals, funerals and other important events the traditional way, without alcohol.
The ThaiHealth foundation blames marketing efforts by alcohol producers for this development, writes the national Thai newspaper, The Nation. To the newspaper the ThaiHealth vice chairman Prof Udomsil Srisangnam reports that in the past few decades alcohol has dramatically ruined the value of traditional festivals: "People of younger generations don't even know the essence of festivals because all they've seen year after year was people getting wildly drunk. Drinking is not a Thai tradition. Alcohol companies have long tried to mislead society on that one," Udomsil added. 
(Source: ADD Bulletin 1-2007)
See article in The Nation.

02/19/2007

In Südafrika fand letzte Woche der erste alle zwei Jahre geplante Gipfel zum Drogenmissbrauch statt.

 

 

National summit on prevention of substance abuse in South Africa  According to the latest statistics by the South African Risk Survey, more and more young people are getting hooked on drugs and alcohol. Almost 50% of SA teenagers drink alcohol, a little over 30% are smokers while another 13% smoke dagga on a regular basis. This has been the backdrop for a national conference in South Africa last week; the first Biennial Substance Abuse Summit. The summit has brought together government, civil society, private sector and drug experts to discuss how to reduce the demand for drugs and substance, and how to effectively combat drug and substance abuse. - Statistics show that drugs and alcohol abuse cost the South African economy an estimated R10 billion per annum, said the Minister of Social Development, Dr Zola Skweyiya, in his opening address 
(Source: ADD Bulletin 1-2007)
National Drug Master Plan 2006 - 2011 from the Department of Social Development.

02/19/2007

Mehrere Quellen nehmen an, dass Indien seine hohen Importzölle auf Schnaps und Wein reduzieren wird.

 

 

India to back down on spirits duties?  Several industry sources are now assuming that the Indian government will back down on their high import duties for spirits and wine, following international pressure, both via bilateral channels and through WTO. India has for months been under heavy international pressure to reduce its import duties on spirits and wine, ranging up to 550% for spirits. Towards the end of 2006 the European Union appealed to the World Trade Organization (WTO) to intervene to open up the Indian alcohol market for imported alcohol, and later both the US and Australia have their added their weight to the demand from the EU. The World Economic Forum in Davos was also used to put pressure on India. Industry sources now are expecting India to give in for the pressure and step by step reduce their tax level. The industry is preparing for the new opportunities expected to open up in India. One commentator says: “Despite all the hype surrounding potentially enormous emerging markets in South America and the Far East, they still pale into insignificance compared with that of India”.(Source: ADD Bulletin 1-2007)
See news report in Business Scotsman.com
Comment: It looks as if India gets a new colonialization - with very grave consequences for the people. How wonderful is free trade! We are so proud in Switzerland that the WEF in Davos could be of some help!

02/19/2007

Die Traktandenliste der kommenden WHO-Generalversammlung führt "Alkohol" als separaten Punkt auf.

Alcohol on Health Assembly agenda  The agenda for the upcoming World Health Assembly (WHA) has alcohol as a separate technical matter. Committee A will discuss “Evidence-based strategies and interventions to reduce alcohol-related harm” as one of several “Technical and Health Matters” (item 12.7). This is following up on the decision at the WHA in 2005, resolution 58.26 Public health problems caused by harmful use of alcohol, which ask the Director General to report back to the WHA in 2007. The agenda for the coming WHA was adopted by the WHO Executive Board meeting which was held in Geneva 22-30 January. The Health Assembly will be held in Geneva 14-23 May.
(Source: ADDBulletin 1-2007)

02/17/2007

In der EU ist das Parlament daran, sich zur EU-Alkohol-Strategie zu äussern.

It is now the turn of the European Parliament to give its opinion on the EU Alcohol Strategy. Here is the link to the list of Parlamentarians that make up the Public Health Committee in the European Parliament and their e mail addresses. It will of course be useful if you could contact all those from your home country. (Source: Eurocare)

02/17/2007

In der EU ist man daran, die Direktive von 1989, Fernsehen ohne Grenzen der digitalen Zeit anzupassen.

The 1989 Television without Frontiers Directive is currently being revised and updated to deal with the digital media environment. The legislation sets the rules for media service providers on advertising, sponsorship, product placement. Some NGOs have been tracking the updated version of the TV without Frontiers Directive, now known as the Audiovisual Directive. One of the key principles in the proposed Directive is protection of children and minors from harmful content. Eurocare and other NGOs active on alcohol policy have worked hard for an amendment to ban all alcohol advertising between 06.00 am and 09.00 pm. The European Parliament voted upon the amendment on 12 December 2006. Unfortunately, the amendment did not get the necessary support, 185 MEPs voted to block alcohol adverts before 9.00 pm, 430 MEPs decided that alcohol adverts should be permitted during the early evening programming. Perhaps some MS will raise the issue again. If you are in the position to give inputs to your ministry/health minister it could be of great value. The amendment is:
"Television advertising for alcoholic beverages should not be broadcast between 6.00 a.m. and 9.00 p.m."

 

02/17/2007

Die Direktion für Öffentliche Gesundheit der EU ruft auf, Vorschläge einzureichen. Die nebenstehenden Links führen auch zu deutschsprachigen Links.

*        Programme 2003-2008             European Union
The call for proposal for 2007 is now open !
 

*        Programme 2003-2008
Commission Decision adopting the work plan for 2007 for the implementation of the programme of Community action in the field of public health (2003-2008), including the annual work programme for grants Available in 21 languages
 

*        Health services
Results of the consultation regarding community action on health services updated

02/17/2007

The EU issues an overlook on its Health Policy Forum

In German, Englisch and French

02/17/2007

Eine Medien-Kritik nach der Super Bowl in den USA

A media critique by Wayne Friedman on ads during the Super Bowl brings a press review: USA Today suggested in its annual poll that Anheuser-Busch's spots were once again rated the best.     (Source: TV Watch, 2/5/07)

02/17/2007

Zufällige Urintests werden ab nächsten Monat an der Pequannock Township High School in New Jersey, USA eingeführt.

N.J. School to Test Students for Alcohol
Random urine tests will be administered to students at Pequannock Township High School in New Jersey, USA, starting next month.School officials will be able to tell whether students were drinking over the weekend. Positive tests won't result in disciplinary action, but parents will be informed.
The measure is critisized.
(Source: Join Together, 1/31/07)    ABC News, 1/29/07

02/17/2007

Nach einem tödlichen Vekehrsunfall verlangt der US-Staat New Mexico, dass die Airlines eine Alkohol-Lizenz beantragen.

After Fatal Crash, N.M. Demands Airlines Get Liquor Licenses
Dana Papst, 44, downed two single-serving bottles of Jack Daniels on a US Airways fight, then got off the plane, got into a car, and got into a head-on crash that killed five members of a New Mexico family. Now, the state of New Mexico is barring US Airways from selling alcohol on its flights into and out of the state because the airline does not have a New Mexico liquor license.
(Source: Join Together, 1/31/07)
Santa Fe New Mexican, 1/30/07

02/15/2007

Der Budget-Plan von US- Präsident Bush für 2008 sieht massive Kürzungen bei Alkoholprogrammen vor, zugunsten von Militär-Ausgaben für den Irak-Krieg.

Significant cuts to the budgets of the Center for Substance Abuse Treatment (CSAT) and the Center for Substance Abuse Prevention (CSAP) were some of the lowlights of the Bush administration's budget for the Substance Abuse and Mental Health Services Administration (SAMHSA) -- part of an FY2008 spending plan that trims or eliminates a number of prominent federal discretionary programs. "Bush's proposal would provide a big increase in military spending to fight the war in Iraq while squeezing federal health-care programs and cutting most domestic agencies to below fiscal 2006 levels to meet his goal of eliminating the deficit in five years," noted the American Counseling Association.
(Source: Join Together, 2/9/07)

02/14/2007

In der 2. Infanterie-Division der US-Streitkräfte wurde die Promillegrenze neu bestimmt: 1.0 Promille!

Soldiers in the 2nd Infantry Division (2nd ID) who are found to have a blood-alcohol level of .10 percent or higher -- even when they are not driving -- could face disciplinary action. The policy comes after a recent spike in alcohol-related incidents among 2nd ID soldiers, including a number of underage-drinking reports. Soldiers who exceed the .10-percent limit face discipline under the Uniform Code of Military Justice.  (Source: Join Together, 2/12/07 Stars and Stripes, 2/12/07

02/10/2007

Das Obergericht des US-Bundesstaates South Carolina macht Erwachsene, die absichtlich Minderjährigen Alkohol servieren, haftpflichtig für Folgeschäden.

The South Carolina Supreme Court has ruled that adults who intentionally serve alcohol to underage youth can be sued for damages. The ruling stated that hosts can be held liable if they know that they are serving alcohol to a minor. "While underage persons have full social and civil rights, we find the public policy of this State treats these individuals as lacking full adult capacity to make informed decisions concerning the ingestion of alcoholic beverages," the court ruled. The court was ruling on a pair of cases: one in which a 19-year-old drank at a cookout and later died in a car crash with a blood-alcohol level of .291 percent, and another where a 19-year-old drank at a company Christmas party and crashed, killing himself and a passenger. (Source: Join Together, 2/6/07)       Associated Press, Feb. 5, 2007

02/07/2007

Das Marin Institute in Kalifornien ruft auf, bei ihr Reklamationen betr. Anheuser-Busch zu deponieren.

Marin Institute encourages concerned Super Bowl viewers to use TalkBack! , the Marin
Institute's online consumer complaint system to register their concerns about
Anheuser-Busch’s exploitation of the Super Bowl to target youth. Complaints go to the Beer Institute, an industry trade group, with a copy to the Federal Trade Commission, the federal agency that oversees the alcohol industry’s compliance with its voluntary ad standards, and a copy will come to the Marin Institute.
Professional Sports, Alcohol and Kids Are a Bad Mix – Talkback to AB about these ads
here:
http://www.marininstitute.org/talkback/superbowl/

02/07/2007

Anheuser-Busch wird dieses Jahr "lustige" Reklame zur Super Bowl bringen.

Anheuser-Busch, which has stressed themes like 'refreshment,'
'quality' and 'heritage' in its Super Bowl beer ads of recent
years, will return to an old staple this Sunday to sell more
Budweiser: comedy.
(Source: Join Together, http://members.jointogether.org/ct/w1S7HDY1fX0I/

02/07/2007

Im amerikanischen Bundesstaat Maine verlangen Suchtfachleute, dass die Alkoholsteuern hinaufgesetzt werden.

Addiction advocates in Maine say that state alcohol taxes should
be raised in order to pay for more treatment services, and are
pointing to recommendations in Join Together's Blueprint for the
States to bolster their case.
(Source: Join Together,
http://members.jointogether.org/ct/w7S7HDY1fX0u/    WCSH-TV6

Dossiers: Alkoholkonsum Minderjähriger/Erhältlichkeit              Underage drinking   (ab 2004)   

Eintrag/Entry Webeite/site / Details Thema Theme

28.02.2007

Aktuell

"Bändeli-System" an der Wädenswiler Fasnacht

 

21.02.2007

Homepage - Top aktuell

Die SFA stellte ihre Schülerbefragung 2006 vor.

 

19.02.2007

International
            
English Texts

In Südafrika fand letzte Woche der erste alle zwei Jahre geplante Gipfel zum Drogenmissbrauch statt.

National summit on prevention of substance abuse in South Africa.  According to the latest statistics by the South African Risk Survey, more and more young people are getting hooked on drugs and alcohol.

17.02.2007

International

Elfjähriger mit 2‰ in Aachen

 

17.02.2007

.

International
            
English Texts

Zufällige Urintests werden ab nächsten Monat an der Pequannock Township High School in New Jersey, USA eingeführt.

N.J., USA School to Test Students for Alcohol.

15.02.2007

Homepage - Top aktuell

UNICEF fordert von der Schweiz Alkoholprävention für Jugendliche

 

Dossier Suchtmittelwerbung

Datum Kapitel / Brief Thema 

27.02.2007

International     
                 
English Texts

Ein Experte verlangt in England ein totales Alkohol-Werbeverbot. / Expert is calling for a complete ban on alcohol advertising to stem a rising tide of alcohol problem in England

26.022007

Aktuell

Die NZZ zur Gesundheitsgesetz-Debatte im Zürcher Kantonsrat, und zur Wirkung der Werbung.

19.02.2007

International      
                 
 English Texts

Feste in Thailand sind in den letzten Jahrzehnten zu Trinkfesten geworden. / Thai festivals have become drinking occasions

17.02.2007

International       
                 
 English Texts

In der EU ist man daran, die Direktive von 1989, Fernsehen ohne Grenzen der digitalen Zeit anzupassen. /  The EU-1989 Television without Frontiers Directive is currently being revised and updated to deal with the digital media environment.

17.02.2007

International       
                 
English Texts

Eine Medien-Kritik nach der Super Bowl in den USA / A media critique by Wayne Friedman on ads during the Super Bowl

12.02.2007

International

Sao Paolo wird von der Aussenwerbung gesäubert.

07.02.2007

Aktuell

Sport und Alkoholwerbung am Schweizer Fernsehen

07.02.2007

International       
                 
 English Texts

Das Marin Institute in Kalifornien ruft auf, bei ihr Reklamationen betr. Anheuser-Busch Reklame an der Super Bowl zu deponieren.

 Dossier Alkohol und Verkehr /  Drink Driving

Datum

Link 

Thema / Theme

27.02.2007

Aktuell

In der Stadt Zürich sind die Zahlen der Verzeigungen wegen Alkoholeinfluss im Verkehr wieder angestiegen.

21.02.2007

Aktuell

Die bfu veröffentlichte die Unfall- und Opferzahlen im Strassenverkehr von 2006.

17.02.2007

International
          
 English Texts

Nach einem tödlichen Vekehrsunfall verlangt der US-Staat New Mexico, dass die Airlines eine Alkohol-Lizenz beantragen. / After Fatal Crash, New Mexico, USA, Demands Airlines Get Liquor Licenses

14.02.2007

International
          
 English Texts

In der 2. Infanterie-Division der US-Streitkräfte wurde die Promillegrenze neu bestimmt: 1.0 Promille! / Soldiers in the 2nd Infantry Division (2nd ID) who are found to have a blood-alcohol level of .10 percent or higher -- even when they are not driving -- could face disciplinary action.

10.02.2007

International
          
English Texts

Das Obergericht des US-Bundesstaates South Carolina macht Erwachsene, die absichtlich Minderjährigen Alkohol servieren, haftpflichtig für Folgeschäden. / The South Carolina Supreme Court has ruled that adults who intentionally serve alcohol to underage youth can be sued for damages.


Dossier: Wein (Alkohol) sei (mässig genossen) gesund

Datum

Link/Seite

Thema

Quelle

02.02.2007

Forschung/Research

Warum neue Erkenntnisse immer bestätigt werden müssen.

NZZ, 31.1.07

Dossier: Sport und Alkohol

Datum

Interner Link

Thema / Theme

08.02.2007

Aktuell

Das Bundesamt für Sport und Swiss Olympic bieten einen Lehrgang zum "Master of Advanced Studies im Sportmanagement" an.

07.02.2007

International
English texts

Das Marin Institute in Kalifornien ruft auf, bei ihr Reklamationen betr. Anheuser-Busch und der Super Bowl zu deponieren.



Dossiers: WTO - GATS (DOHA-Verhandlungsrunde 2003/04

Thema

English documents

WTO Webseiten Übersichts-Bericht 2006

Auf 24 Seiten wird berichtet und mit Statistiken und Grafiken gezeigt, welche Antworten eingegangen sind.

Forschungsergebnisse / Research

Datum

Thema (Link)

21.02.2007

Study of patients presenting to an emergency department having had a "spiked drink". / Eine Studie mit Patientinnen, die zu einer Notfallstation kommen in der Meinung, sie hätten eine "Vergewaltigungsdroge" bekommen.

17.02.2007

Prevalence of Alcohol Dependence Among Excessive Drinkers in New Mexico / Anteil der Alkoholabhängigen unter den unmässigen Alkoholkonsumenten in New Mexico, USA

02.02.2007

Die NZZ vom 31.1.07 titelt: "Eine Studie zur multiplen Sklerose wirft Fragen auf" und "Warum neue Erkenntnisse immer bestätigt werden müssen - ein Lehrstück". Zwei Studien kamen mit der gleichen Fragestellung zu entgegengesetzten Ergebnissen. Matthias Egger von der Uni Bern meint dazu, es sei bei diagnostisch-prognostischen Studien oft schwierig, die methodische Qualität zu beurteilen. Die Arbeiten seien häufig so geschrieben, dass man nicht herausfinden könne, was genau gemacht worden sei. Deshalb gebe es auch für diese Art von Untersuchung seit neustem Leitlinien für das "Reporting".
Kommentar: Welches Institut hat die Kapazität, all die vielen "Alkohol"-Untersuchungen auf ihre Qualität zu überprüfen? Von einer wissen wir. Sie kam zu einem haarsträubenden Ergebnis.


Leserbriefe

Link

Datum

Thema

Veröffentlicht in ...  ((noch) nicht veröffentlicht)

Datum/Nr.

Leserbrief

28.02.07

Die Wirkung der Alkoholwerbung

(Neue Zürcher Zeitung)

 


Die (Lobby-) Arbeit der globalen Alkoholindustrie

Datum

Interner Link zu den Seiten/Thema, Meldungen externer Link zur Organisation/Details und Kommentar

21.2.2007

Auch der dänische Brauereikonzern Carlsberg ist zufrieden mit 2006

Der Umsatz in Westeuropa ist wieder angestiegen (+16%) (Fussball-WM?), während er in Osteuropa und Asien gesunken ist (-57%, -14%). NZZ, 21.2.07)

21.2.2007

Der niederländische Bierbrauer Heineken hat im vergangenen Jahr Umsatz und Gewinn kräftig ausgebaut.

"Bier fliesst in Strömen" titelt "Der Landbote" in Winterthur erfreut. "Das sind auch für die Angestellten in Winterthur gute Nachrichten."  Der Landbote online, 21.2.07
Kommentar: Dies einen Tag nach der Schülerbefragung der SFA, der er eine ganze Seite gewidmet hatte. So schizophren ist die Welt, könnte man sagen.

07.02.2007

2006 war ein Champagner-Rekordjahr.

321,6 Mio. Flaschen, 4,6% mehr als im Vorjahr seien verkauft worden. (Quelle: Tages-Anzeiger, 7.2.07)

03.02.2007

Das Schweizer Gastgewerbe hat sich nach längerer Durststrecke erholt.

Vor allem die Hotellerie legte im 4. Quartal 06 um 6% zu, Restaurants, Cafés und Bars erzielten einen Zuwachs von 1.5%.
Kommentar: Damit dürfte auch der konjunkturbedingte Rückgang des Alkoholkonsums gestoppt werden. Wirksame Prävention wäre umso mehr gefragt.

03.02.2007

Trotz WM hat die bayrische Brauwirtschaft den Absatz in Deutschland 2006 nur um 0,6% gesteigert. Die gesamte deutsche Brauwirtschaft hat gut 106,8 Mio. hl abgesetzt (+1,4%).

(Quelle: NZZ, 3.2.07)

Die Anbaufläche für die Rohstoffe Hopfen und Braugerste nimmt ab, weil die Bauern auf subventionierte Energiepflanzen für Bioethanol und Biogas umsteigen. Dadurch steigen die Kosten, die man aber nicht auf die Konsumenten abwälzen könne. Die Bierbrauer freuen sich, dass sie die Erhöhung der Biersteuer in der EU verhindern und deren rigide Anti-Alkoholpolitik entschärfen konnten. Es sei nun ihre Pflicht, mit Jugendschutz und Aufklärungskampagnen einen Beitrag für einen verantwortungsvollen Alkoholgenuss zu leisten.
Kommentar: Wenn dieses Ziel erreicht würde, müssten sie auf mindestens 50% des Umsatzes verzichten, da dieser vom krankmachenden Konsum bestritten wird. (In der Schweiz und in den USA, in Deutschland eher noch mehr.) Also: reine Heuchelei!

02.02.2007

Ein Bericht der NZZ vom 1.2.07 gibt einen Überblick über die Weinbranche.

Gemäss einer Untersuchung soll bis 2010 der Konsum weltweit  doppelt so stark zunehmen als die Produktion. Vor allem die USA sollen stark zulegen und Frankreich und Italien überholen.

 Parlamentsdebatten-Übersicht

Rat / Link

Datum

Debatte

Kantonsrat Zürich

27.02.2007

Ein Postulat der EVP, das ein Alkohol-Verkaufsverbot für Tank-stellen-Shops und Videoläden verlangte, wurde mit 79:63 Stimmen abgelehnt. Begründung: Die Bahnhofläden würden weiterhin Alkohol verkaufen. Es wurden dafür strikte Alterskontrollen verlangt.
Kommentar:  Jede Einschränkung der Erhältlichkeit ist sinnvoll. Auch wenn nicht alles Wünschbare erreicht wird. Wieder ist eine Chance für mehr Glaubwürdigkeit vertan.     (Quelle: Tages-Anzeiger, 27.2.07)

Ständerat

17.02.2007

Frühjahrssession: Programm Ständerat
http://web.archive.org/web/*/http://www.parlament.ch/se-sessionsprogramm-sr-fs-2007.doc

Nationalrat

17.02.2007

Frühjahrssession: Programm Nationalrat
http://web.archive.org/web/20061216215405/http://www.parlament.ch/homepage/se-nationalrat.htm

National- und Ständerat

07.02.2007

Wer hat wie abgestimmt? Die namentlichen Abstimmungen im Nationalrat

Unter einer Auswahl von Initiativen, Schwerpunktgeschäften und wichtigen umstrittenen Geschäften können Sie sich das Abstimmungsverhalten eines Ratsmitglieds oder einer Fraktion anzeigen lassen. Die Auswahl der Abstimmungen reicht zurück bis zur Wintersession 2003.
http://web.archive.org/web/20070812022132/http://www.parlament.ch/homepage/ra-raete/abdb-query.htm

Parlamentarische Versammlung des Europarates

02.02.2007

In einer Entschliessung fordert sie die 46 Mitgliedsländer (darunter die Schweiz) auf, die Gesetzgebungsorgane und die Justiz auf das Problem der "Vergewaltigungsdrogen" hinzuweisen. Die Strafverfolgung sei auch deshalb schwierig, weil die Auswirkungen der Substanzen denen des übermässigen Alkoholkonsums ähnlich seien. (s. International)


Veranstaltungen

Dienstag, 20. Februar, 9.30 - 10.30 Uhr

 

Einladung zur Medienkonferenz:  Bern, Kornhaus, Mediensaal

Alkohol-, Tabak- und Drogenkonsum
der Schüler und Schülerinnen in der Schweiz

Präsentation der Ergebnisse der Schülerstudie HBSC

Alle vier Jahre untersucht die Schweizerische Fachstelle für Alkohol- und andere Drogenprobleme (SFA) im Auftrag des Bundesamtes für Gesundheit (BAG) und der Kantone den Substanzkonsum der Schüler und Schülerinnen. Die Resultate der Schülerstudie HBSC (Health Behaviour in School-aged Children) sind repräsentativ für die Schweiz.

Auskunft:

Janine Messerli, Mediensprecherin SFA,Tel.: 021/ 321 29 74
E-Mail:
mailto:jmesserli@sfa-ispa.ch

Online-Anmeldung zur Medienkonferenz bis zum 15. Februar unter:

http://www.sfa-ispa.ch/index.php?IDcat=24&IDcat24visible=1&langue=D

 

Interventionen    (Briefe, Mails, Gespräche)

Kleiner Rechenschaftsbericht über unsere zusätzlichen Aktivitäten, ohne Vollständigkeit siehe auch unter "Briefe an...."

Datum

Adressat

Thema

23.02.2007

Nationalrätin Ursula Haller

Ihre Interpellation zu Gewalt und Alkohol wurde vom Bundesrat zustimmend entgegengenommen. Wir verweisen auf unsere Sonderseite http://www.alkoholpolitik.ch/homepage/vergewzh.htm

20.02.2007

WEF-Forum

Druck am WEF-Forum Davos 2007 auf Indien, die Alkoholsteuern zu senken

18.02.2007

UNICEF Schweiz

Zu Ihrer Studie über das Wohlergehen von Kindern in Industrienationen, Jugendalkoholismus in der Schweiz

25.01.2007

Eidg. Alkoholverwaltung

Anfrage einer Leserin betr. Abgabe von Biermischgetränken an Parties an Jugendliche

15.01.2007

Giuseppe Milazzo

Linkliste auf seiner neuen Webseite (Prävention eines ehemals Abhängigen)

10.01.2007

Caritas Schweiz

Ihre Info-Tagung "Selber schuld". Alkohol-Thema fehlt.

28.12.2007

Caritas Schweiz

Caritas Schweiz fordert im "Sozial-Almanach 2007" eine Sozialpolitik, die Armut vorausschauend bekämpft. Das verlangt nach einer umfassenden Alkoholpolitik.

22.12.2007

Eishockey-Club HC Davos

Beim HC Davos hat ein Spieler bis Ende Jahr Spielverbot wegen Alkohol am Steuer.  Der Club macht Alkoholreklame, ist auch kein Vorbild.

21.12.2007

Professor Mastronardi, HSG St. Gallen

Sein Vortrag in Bern zum Thema „Institutionenethik: Erfindungen gegen den Missbrauch öffentlicher Macht“. Hinweis auf Rolle unserer Presse beim Alkoholproblem.

12.12.2007

George Hacker, director of the Alcohol Policies Project, USA

Gratulation aus Anlass der Annahme der Sober Truth on Preventing (STOP) Underage Drinking Act (H.R. 864 / S. 408 am 7. Dezember 2006 durch den amerikanischen Kongress.

09.12.2007

info@lilli.ch

Der Zusammenhang von Alkohol und sexuelle Gewalt

29.11.2007

info@vernunft-schweiz.ch

Die Haltung der Schweizer Presse zum Alkoholproblem wäre ein Untersuchungsthema

   


 

Inhaltsverzeichnis 

Entwicklungen der schweizerischen Alkoholpolitik der letzten Jahre anhand von Leserbriefen

Aktuell

Hinweise für Unterrichtende

Ihre Meinung interressiert uns

Links zu Fachleuten und Institutionen

Internationales

Briefe an ....

Die Lobby-Arbeit der globalen Alkoholindustrie

Veranstaltungen

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Dossiers: Suchtmittelwerbung; Alcopops; Absinth; WTO - GATS; Alkoholkonsum Jugendlicher; Alkohol und Verkehr /  Drink Driving; Wein (Alkohol) sei (mässig genossen) gesund; Sport und Alkohol; Strukturelle Prävention; NPA (Nationales Programm Alkohol); botellón

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Stand: 30.12.2008