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Leserbrief16.10.2008 (nicht veröffentlicht, 25.10.08)
Redaktion
der Per e-mail redaktion@nzz.ch
Leserbrief zu „Tod und Verklärung im Lande Jörg Haiders“ vom 16.10.08 Was zu erwarten war, ist eingetroffen: Die Bestätigung, dass Jörg Haider, der zur mythischen Gestalt verklärte Landesvater Kärntens, nicht nur doppelt so schnell als erlaubt gefahren, sondern auch stark angetrunken war, als er tödlich verunfallte. Positiv ist, dass in Österreich Familie, Partei und Behörden diesen Tatbestand öffentlich machen und nicht unter Verschluss halten, wie es in der Schweiz in solchen Fällen geschieht. (Es gibt keine Strafverfahren gegen Tote, Pietät, Angst vor Kürzung von Versicherungsleistungen wegen Fahrlässigkeit) Vielleicht hat dieser offengelegte Fall einen gewissen präventiven Nutzen. Jedenfalls verfälscht es die Todesfallstatistik nicht. Was nirgends angesprochen wird, ist die Frage der Verantwortlichkeit. Sowohl die von einzelnen Personen in Haiders Umfeld, als auch die der Gesellschaft. Verständlich, dass Familie und Partei wünschen, dass die Medien nun aufhören, über den Unfall zu berichten. Haider habe die Maximalstrafe erlitten, nun müsse Schluss sein. Dass viele Verkehrsteilnehmer tagtäglich immer noch riskieren, nicht nur sich sondern auch unschuldige Mitmenschen unter dem Einfluss von Alkohol zu schädigen, sollte die Politiker mindestens zu vermehrtem Nachdenken bewegen. Und auch alle jene, die zusehen oder daran mitverdienen, wenn sich alkoholisierte Lenker ans Steuer setzen. Das ist übrigens genau der Punkt, an dem sich „Liberalismus“ nicht mehr vertreten lässt. Freundliche Grüsse Hermann T. Meyer
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