![]() Leserbrief25.02.2008 (Nur unwesentlich verändert, am 27.2.08 veröffentlicht.)
Redaktion Leserforum per e-mail Chur hat das schärfste Polizeigesetz der Schweiz erhalten mit einem Alkoholverbot auf öffentlichem Grund von 0.30 bis 7.00 Uhr, als Mittel gegen das Rauschtrinken. Befürchtet wird nun ein Ausweichen in private Räume und dass das Gesetz nicht richtig vollzogen wird. Mit einem gewissen Ausweichen muss gerechnet werden, doch wird auch ein dämpfender Effekt erzielt werden. Problematisch ist, dass für einige Politiker dann gilt: „Aus den Augen – aus dem Sinn“. Fachkreise stehen zum Gesetz deshalb eher kritisch, sie würden mehr auf Prävention setzen. Leider haben sie nicht den Mut, deutlich zu sagen, welche Prävention sie meinen. Auf Erfolg bei Erziehung durch Eltern oder Schule können sie noch lange warten und wenn sie auf die einzig wirksamen Massnahmen durch Verhältnisprävention pochen würden, könnten sie ja die mit der Alkohollobby vernetzten Politiker vergrämen. Und diese setzen wie die Alkoholindustrie lieber auf unwirksame Massnahmen. In diesem Sinn stimmt der Titel des Kommentars: „Hilflos gegen Kampftrinker“. Wenn der Kommentator am Schluss aber sagt, Patentlösungen gegen das Kampftrinken gäbe es nicht, so irrt er. Nur sind sie immer noch schwer zu erreichen. Die Verhaltens-Prävention müsste sich zum Ziel nehmen, das Volk und seine Politiker begreifen zu lassen, dass nur Verhältnisprävention zum Erfolg führt, die über den Preis, die Erhältlichkeit, tiefere Promillesätze, höhere Mindestaltersgrenzen den Alkoholkonsum reduziert. Werbeverbote könnten das Umfeld weiter verbessern, damit Verhaltensprävention bei Jugendlichen glaubwürdiger und damit erfolgreicher sein könnte. Tesco, UK, Englands grösster Lebensmittel-Detaillist hat letzte Woche zugegeben, dass der Preis bei Alkoholika eine Rolle spiele und will mit gewissen Aktionen aufhören. Vielleicht wäre das auch ein Anfang bei uns? Mit freundlichen Grüssen Hermann T. Meyer
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InhaltsverzeichnisEntwicklungen der schweizerischen Alkoholpolitik der letzten Jahre anhand von Leserbriefen Ihre Meinung interressiert uns Links zu Fachleuten und Institutionen Die Lobby-Arbeit der globalen Alkoholindustrie Dossiers: Suchtmittelwerbung; Alcopops; Absinth; WTO - GATS; Alkoholkonsum Jugendlicher; Alkohol und Verkehr / Drink Driving; Wein (Alkohol) sei (mässig genossen) gesund; Sport und Alkohol; Strukturelle Prävention; NPA (Nationales Programm Alkohol); botellón Projekt-Idee
Project in English
Herausgeber/Editor:Hermann T. Meyer, Projekte und Dienstleistungen, Lindenstr. 32, CH-8307
Effretikon, Switzerland, Copyright © 2001-2008: Hermann T. Meyer. Alle Rechte vorbehalten. Unsere eigenen Texte dürfen gerne unter Quellenangabe übernommen und weiterverbreitet werden. Fremde Texte entsprechen nicht unbedingt unserer eigenen Auffassung. All rights reserved. Our own texts may be copied and distributed with stating the source. Texts from other sources do not necessarily represent our views. Stand: 03.01.2009
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