Leserbrief 

25.01.2008                            (veröffentlicht am 25.1.08)

  

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Kommentar zu  „ Längere Öffnungszeiten bringen Alkohol näher zur Jugend“  vom 24.1.08

Schon viele Generationen haben nach den Ursachen gesucht, teilweise auch solche gefunden. Nur, diese anzugehen, ist viel schwieriger. Dass es einen Fähigkeitsausweis für Eltern geben sollte, ist eine hübsche Idee aber sie ist nicht durchführbar. Freiwillig erreicht man nur jene, die es nicht nötig haben. Die Gesellschaft, die verantwortlich sein soll, sind wir Normalbürger, vertreten durch die Politiker, den Staat. Seit einiger Zeit ist wissenschaftlich erhärtet und bekannt, welches die besten Massnahmen sind, um das Problem in den Griff zu bekommen: Preiserhöhungen durch Alkoholsteuern, gerechterweise auf allen Sorten; Einschränkung der Erhältlichkeit (z.B. Ladenöffungszeiten, Monopolläden, Anzahl der Läden usw.); Herabsetzung der Promillegrenze im Verkehr verbunden mit grosser Kontrolldichte (Finnland z.B. 35%, dabei nur 0,3% alkoholisierte Fahrer; Schweiz Kontrolldichte 6% mit 9% alkoholisierten Fahrern); Heraufsetzung und Durchsetzung des Einstiegsalters, z.B. generell 18 .). Die immer wieder verlangte Erziehung, Aufklärung bringt nachgewiesenermassen fast nichts. Ein Vergleich: Seit 2000 Jahren versuchen die christlichen Kirchen uns Moral und Ethik beizubringen. Die Polizei brauchen wir trotzdem noch.
Mehrfach wurde auch das fehlende gute Vorbild der Erwachsenen erwähnt. Solange die Erwachsenengesellschaft ihre Verantwortung nicht wahrnimmt, ist jede gutgemeinte Prävention bei Jugendlichen für die Katz weil unglaubwürdig. In kleinen Netzwerken in den Gemeinden kann etwas erreicht werden. Die Politik versagt leider im Nationalen Bereich, weil zu viele finanzielle Interessen hineinspielen. In der EU gibt man sich grosse Mühe, aber die Wirtschaft hat überall die Finger drin und versucht, jeden Konsumrückgang zu unterbinden. Auch die deutsche Alkohollobby ist sehr aktiv. Solange jeder, der einmal ein Bier gekippt hat, glaubt, er sei ein Alkoholfachmann und aus dem Bauch heraus die richtigen Fachleute angreift, kann sich auch nicht viel ändern. Erst wenn vom Volk her Druck auf die Politiker ausgeübt wird, dass sie sich von der Alkoholloby lösen können ohne Angst haben zu müssen, abgewählt zu werden, dann könnte Hoffnung aufkommen. Für kritische Informationen wäre www.alkoholpolitik.ch die geeignete Seite.                                                                                  

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Dossiers: Suchtmittelwerbung; Alcopops; Absinth; WTO - GATS; Alkoholkonsum Jugendlicher; Alkohol und Verkehr /  Drink Driving; Wein (Alkohol) sei (mässig genossen) gesund; Sport und Alkohol; Strukturelle Prävention; NPA (Nationales Programm Alkohol); botellón

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Hermann T. Meyer, Projekte und Dienstleistungen, Lindenstr. 32, CH-8307 Effretikon, Switzerland, 
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Copyright © 2001-2008: Hermann T. Meyer. Alle Rechte vorbehalten. Unsere eigenen Texte dürfen gerne unter Quellenangabe übernommen und weiterverbreitet werden. Fremde Texte entsprechen nicht unbedingt unserer eigenen Auffassung.

All rights reserved. Our own texts may be copied and distributed with stating the source. Texts from other sources do not necessarily represent our views.

Stand: 03.01.2009  

 

 

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