Leserbrief 

23.01.2008                            (bis 4.2.08 nicht veröffentlicht)

  

Redaktion
Tages-Anzeiger
Bund Zürcher Oberland
8021 Zürich

per e-mail

 

Leserbrief zu  „Wirkung der Alkoholtestkäufe ist umstritten“ vom 23.1.08

Der Erfolg der Alkoholtestkäufe ist nicht bestritten, er ist offensichtlich, d.h. die illegalen Verkäufe haben stark abgenommen. Dass damit das Alkoholproblem gelöst sei, wird aber wohl niemand annehmen.  Es wurde richtig gesagt, es ist nicht nur ein Jugendproblem sondern ein Problem der ganzen Gesellschaft. Und da teilen sich die Geister. Jeder sieht den Fehler beim andern, z.B. bei den Eltern. Seit es das Alkoholproblem gibt, versucht man, die Eltern in die Prävention einzubeziehen. Ansprechbar sind aber nur die, welche es nicht nötig haben. Und dass Aufklärung in der bisherigen Art nichts bringt, zeigt die Wissenschaft und die Geschichte. Einzelne Massnahmen können in Teilbereichen eine Besserung erzielen, z.B. die Alcopops-Steuer, die Senkung der Promillegrenze im Verkehr, die Hebung der Altersgrenze (wie von Kantonsrat Pinto vorgeschlagen), aber eine wirkliche Verbesserung bringt nur eine effiziente Alkoholpolitik, die alle Bereiche umfasst und die vom Volk getragen wird. Das Volk wird aber durch Alibiübungen, mangelhafte Information und stetige Werbebeeinflussung durch die Alkoholbranche im falschen Glauben gelassen, es könne sich aus der eigenen Verantwortung ziehen, es betreffe immer die andern, der eigene Konsum sei unbedenklich. (Was nur etwa bei einem Drittel der Alkoholkonsumenten auch stimmt.) Der Bundesrat hatte im Herbst ein Nationales Programm Alkohol in die Vernehmlassung geschickt, der Termin ist am Montag abgelaufen und die Presse hat gestern erste Stellungnahmen publiziert, indem sie hauptsächlich die negativen Kommentare der Alkohollobby wiedergab, die natürlich aus Eigennutz kein Interesse daran hat, Massnahmen zu befürworten, die ihren Umsatz gefährden könnten. Das Volkswohl ist diesen Leuten egal. Deshalb hat schon vor Jahren die WHO (Weltgesundheits-Organisation) erklärt, Alkoholprävention müsse ohne Einfluss der Alkoholindustrie geplant und durchgeführt werden. Aber wie Kantonsrat Pinto sagt, ist die Alkohollobby in Bern sehr stark. Allerdings werden die Berner Parlamentarier in den Kantonen gewählt. Es liegt also schon an den Kantonalparteien, die Politik zu formulieren, die in Bern eingebracht werden soll. Herr Pinto hätte auch in seiner Partei viel Überzeugungsarbeit zu leisten, die CVP hat beim Thema Alkohol leider noch ein grosses Manko an Glaubwürdigkeit.

Mit freundlichen Grüssen

Hermann T. Meyer

                                                                      

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Dossiers: Suchtmittelwerbung; Alcopops; Absinth; WTO - GATS; Alkoholkonsum Jugendlicher; Alkohol und Verkehr /  Drink Driving; Wein (Alkohol) sei (mässig genossen) gesund; Sport und Alkohol; Strukturelle Prävention; NPA (Nationales Programm Alkohol); botellón

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Copyright © 2001-2008: Hermann T. Meyer. Alle Rechte vorbehalten. Unsere eigenen Texte dürfen gerne unter Quellenangabe übernommen und weiterverbreitet werden. Fremde Texte entsprechen nicht unbedingt unserer eigenen Auffassung.

All rights reserved. Our own texts may be copied and distributed with stating the source. Texts from other sources do not necessarily represent our views.

Stand: 03.01.2009  

 

 

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