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Leserbrief12.3.2007 (bis am 27.3.07, 2 Nummern weiter, nicht veröffentlicht)
Redaktion Migros-Magazin per e-mail: redaktion@migrosmagazin.ch
Leserbrief zu „Alkohol ist Balsam fürs Männerherz“ vom 12.03.2007 Zu diesem Artikel drängen sich einige Fragen auf: Hat der zuständige Redaktor diese Studie im Detail gelesen? Weiss er, wer die Studie finanziert hat? Bekanntlich ergeben von der interessierten Industrie finanzierte Studien mehrheitlich positive Resultate. Kennt er die internationalen Studie von Kaye Fillmore et al. „Moderate alcohol use and reduced mortality risk: Systematic error in prospective studies / Mässiger Alkoholkonsum und vermindertes Todesfallrisiko: Systematische Fehler in prospektiven Studien“ ? Deren Ergebnis: „Die Mehrheit der prospektiven Studien über Alkoholkonsum und tödlichen Risiken zeigen, dass Abstinente ein grösseres Todesfallrisiko haben sowohl von allen Ursachen wie auch von Herzkranzkrankheiten (CHD). Diese Meta-Analyse von 54 publizierten Studien untersuchte das Ausmass in welchem ein systematisch falschklassifizierender Irrtum begangen wurde, indem als "Abstinente" viele Menschen bezeichnet und eingeschlossen wurden, die den Alkoholkonsum eingeschränkt oder gestoppt hatten, ein Phänomen, das mit dem Altern oder mit Krankheit im Zusammenhang steht. Die Studien, die als fehlerfrei beurteilt wurden, fanden keinen signifikanten Schutz für alle Ursachen oder für die Herzkrankheiten, was nahe legt, dass der Schutz bei Herzkrankheiten, der von Alkohol gewährt wird, wahrscheinlich überschätzt wurde. Schätzungen der Todesfälle durch starken Alkoholkonsum könnten ebenfalls höher sein als bisher geschätzt.“ In einigen solchen Studien warnen die Autoren, dass es nicht zu empfehlen ist, deswegen mit dem Alkoholkonsum zu beginnen, die Risiken sind zu gross. Wie steht es in der von ihm zitierten Studie? Hat er eventuell eine Warnung übersehen oder bewusst unterschlagen? Warum gibt er den Namen und die Autoren der Studie nicht an, damit man sie prüfen kann? Gibt es eine Meta-Analyse zu dieser Studie? Forschungen sollten nicht ohne neutrale Überprüfung veröffentlicht werden. (siehe NZZ, 31.1.07) Mehr zum Thema auf www.alkoholpolitik.ch. Muss die Migros nun beweisen, dass es gar nicht so „schlimm“ ist, wenn sie über ihre vielen Nebenkanäle Alkohol verkauft? Mit freundlichen Grüssen Hermann T. Meyer
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InhaltsverzeichnisEntwicklungen der schweizerischen Alkoholpolitik der letzten Jahre anhand von Leserbriefen Ihre Meinung interressiert uns Links zu Fachleuten und Institutionen Die Lobby-Arbeit der globalen Alkoholindustrie Dossiers: Suchtmittelwerbung; Alcopops; Absinth; WTO - GATS; Alkoholkonsum Jugendlicher; Alkohol und Verkehr / Drink Driving; Wein (Alkohol) sei (mässig genossen) gesund; Sport und Alkohol; Strukturelle Prävention; NPA (Nationales Programm Alkohol); botellón Projekt-Idee
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Herausgeber/Editor:Hermann T. Meyer, Projekte und Dienstleistungen, Lindenstr. 32, CH-8307
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