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Leserbrief
zu „Carlsberg kauft Feldschlösschen“ Freude
herrscht in der Schweizer Bierszene: Die Carlsberg-Dänen haben unser Feldschlösschen
samt Cardinal gerettet! Nun haben wir wieder ein Bein in der EU oder umgekehrt.
Mehr noch, jetzt sind wir durch die Nr. 8 (1995) der weltweit bierbrauenden
Top-Ten im globalen Netz vertreten. Wobei sich Carlsberg vor allem in Asien
(zusammen mit Heineken) stark macht. Mit
Hilfe des dänischen Industriealisierungfonds für Entwicklungsländer begann
Carlsberg u.a. auch in Vietnam zu brauen. Der dänische Investitionsfonds für
Zentral- und Osteuropa half Carlsberg, sich in einer Brauerei in Kroatien
einzukaufen. Ob die Feldschlösschen-Kauf-Millionen
wohl auch aus diesem Fonds stammen? Das
Ziel der Expansionspolitik der grossen Bierproduzenten liegt aber in den
Entwicklungsländern, wo sie mit Allianzen untereinander, Joint Ventures und
Lizenzen übers Kreuz eine monopol- oder beinahe monopolartige Kontrolle des
lokalen Marktes erreichen können. Das bedeutet weniger Konkurrenz und höhere
Profite. Für die betroffenen Entwicklungsländer bedeutet dies zusätzliche
Not, soziale Kosten ohne ein soziales Netz, wie es die europäischen Länder
kennen, und unsere Entwicklungshilfe wird zu einem guten Teil sinnlos. Sie
fliesst zu den grossen Alkohol- und Tabakproduzenten nach USA und Westeuropa zurück.
Zum Wohl!? Mit bestem Dank zum voraus und mit freundlichen Grüssen Hermann T. Meyer, Effretikon |
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Herausgeber/Editor:Hermann T. Meyer, Projekte und Dienstleistungen, Lindenstr. 32, CH-8307
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