Leserbrief

14.09.2008                    

Brief an die Redaktion zu: "Hessische Brauereien fordern Prävention statt Verbote, etc.", im Deutschen Verbände Forum, 14.9.08

Die Alkoholindustrie hat in jahrelangem Bemühen erreicht, dass der Leidensdruck im Alkoholbereich vor allem durch den sichtbaren und die Erwachsenen störenden Jugendalkoholismus inzwischen so gross ist, dass eine Bundesregierung nicht mehr anders kann, als unpopuläre Massnahmen anzustreben. Jetzt ist plötzlich grosses Gezeter bei den Produzenten. Die vorgeschlagenen Massnahmen sind natürlich nutzlos, weil sie den Konsum senken würden, dafür müsse nachgewiesenermassen wirkungslose Verhaltensprävention verstärkt werden, und die bestehenden Gesetze müssen besser durchgesetzt werden. Die dazu erforderlichen Mittel werden dem Staat aber wenn immer möglich verweigert. Die von der Alkoholindustrie gesponserten Verbände jammern und fürchten den Verlust dieser willkommenen Einnahmen, statt dass sie sich eingestehen, damit ihre Jugend verkauft zu haben und neue Wege suchen.

Auf www.alkoholpolitik.ch ist eine Projekt-Idee entwickelt, wie mit Alkoholsteuern den Verbänden die entgangenen Sponsorenbeiträge ersetzt und zusätzliche Mittel verfügbar würden, die präventiv wirken. Sogar den Produzenten könnte bei Umsatzeinbussen geholfen werden. Praktisch alle würden profitieren, denn beim deutlichen Konsumrückgang würden sich die Sozialkosten, die wir alle heute ständig bezahlen, verringern, die Lebensqualität verbessern und viel Leid erspart. Das wäre eine gewaltige Investition in eine bessere Zukunft. Übrigens: Geld, das nicht in die Alkoholbranche fliesst, ist weiter im Umlauf und kommt andern Branchen zu Gute. Die Wirtschaft profitiert auch direkt durch geringere Absenzen-Zahlen und verliert weniger wertvolle Arbeitskräfte.

(Via Internet)

 

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Stand: 30.12.2008