Leserbrief

11.09.2008                    

Online-Kommentar zu: "Vorsicht, hier ist Bier drin! ", Süddeutsche Zeitung, 10.9.08

Kontrabass: Alkoholplan der deutschen Bundesregierung

Ich bewundere Sabine Bätzing für den Elan, den sie an den Tag legt, um gegen die bedeutende Alkohollobby anzukämpfen. Es wäre die Pflicht jeder verantwortungsbewussten Regierung, dies zu tun. Wie schwierig es ist, Verständnis dafür zu finden, sieht man in den Kommentaren.

Tatsache ist, dass steuerliche Massnahmen am besten wirken. Wer wenig trinkt, zahlt auch wenig Steuern und profitiert schließlich am meisten von zurückgehenden Sozialkosten, die heute alle und in horrenden Beträgen bezahlen. Wenn jeder nur seine ein bis zwei Drinks pro Tag nehmen würde, wäre die ganze Aufregung unnötig. Gerade die skandinavischen Länder zeigen mit hohen Alkoholsteuern, wie der Gesamtkonsum und damit die Schäden tief gehalten werden kann. Leider haben sie unter dem Druck der EU, und vor allem Deutschlands, ihre Politik ändern, Steuern senken und damit einen ungewollten Konsumanstieg hinnehmen müssen.

Dass mit dem Senken der Promillegrenze der Konsum reduziert und die Unfallzahlen gesenkt werden kann, ist genügend bewiesen. Diese Massnahme ist auch sehr kostengünstig. Nur muss strikte kontrolliert werden. Bei der letzten europäischen Grosskontrolle schnitt Deutschland nicht schlecht ab. Aber Finnland hatte nur halb so viele fehlbare Lenker. 0.6% gegen 1.2%. In beiden Ländern gilt die 0.5‰-Grenze. In Norwegen mit 0.2‰-Grenze waren es nur 0.2% fehlbare Lenker.

Jeder, der einmal ein Glas Bier getrunken hat, glaubt, er sei Fachmann auf diesem Gebiet und reisst, vor allem am Stammtisch, seinen Mund weit auf. Wenn alle etwas mehr auf Fachleute und auf gesunden Menschenverstand hören würden, könnte manches Leid und immense Kosten gespart werden. Mehr unabhängige Infos auf www.alkoholpolitik.ch.

(Via Internet)
 

 

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Stand: 30.12.2008